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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Marcus., Optimierer, freiwild, Terranus, Ingo-GL, LukeDX, digifreak, Stefan Z., -radiofan-, Hagbard Celine, carkiller08, Jassy

[DVB-T] Neuer NDR-Standort: Göttingen-Hetjershausen

Startbeitrag von Optimierer am 22.06.2010 20:51

Ich habe am vergangenen Wochenende (19.06.2010) dem zukünftigen DVB-T Standort GÖ-Hetjershausen einen Besuch abgestattet. Und siehe da, die Umbauarbeiten vom ehemals Analog-Füllsender zum DVB-T Stadtsender scheinen äußerlich abgeschlossen zu sein. Der Mast ist in frischer Zinkfarbe gestrichen, auf der Spitze befinden sich sechs nach Osten weisende UHF-Richtantennen sowie im unteren Drittel ein Richtunkspiegel, der vermutlich zum NDR-Standort GÖ-Nikolausberg zeigt (den dortigen UKW-Mast kann man von Hetjershausen mit dem bloßen Auge gut sehen). Desweiteren hat man dem Standort ein nagelneues Senderhaus spendiert (das alte war vermutlich für die neuen, leistungsstärkeren Sender zu klein). Die HF-Kabel zu waren ebenfalls schon gezogen.

Aktueller Eintrag bei der BNetzA:
D NI Göttingen Hetjershausen 21 K5 44.0 V D 14.06.2010
D NI Göttingen Hetjershausen 59 A5 46.0 V D 14.06.2010

Der umgebaute Mast:


Das neue Senderhaus:


@Webmaster: vielleicht kann man die Fäden, die hier im Forum zu diesem Thema existieren, zu diesem Thema migrieren, vor allem den hier: "Re: Neue DVB-T Sender des NDR in Aurich und Steinkimmen", dort geht es in den letzten Einträgen nur noch um diesen Standort.

Auf jeden Fall waren am 19.06.2010 die Kanäle 21 und 59 noch nicht in Betrieb, mein Taschen-TV hat dort mit eingeschobener Antenne nur die drei Multiplexe vom Meißner gerade soeben einlesen können. Man hat übrigens von der Anhöhe bereits am Boden einen exzellenten Blick auf ganz Göttingen, der Standort sollte also die Stadt mit 25 bzw. 40 kW bestens versorgen.

Antworten:

Hat sich erledigt...

von Hagbard Celine - am 22.06.2010 20:54
Es ist zwar löblich, dass der NDR in STadtsender investiert nur ohne das ZDF hält sich der Nutzen für die Nutzer in Grenzen.

von Marcus. - am 22.06.2010 21:00
Zitat

@Webmaster: vielleicht kann man die Fäden, die hier im Forum zu diesem Thema existieren, zu diesem Thema migrieren, vor allem den hier: "Re: Neue DVB-T Sender des NDR in Aurich und Steinkimmen", dort geht es in den letzten Einträgen nur noch um diesen Standort.


Der Forensoftware ist in dieser Punkt so extrem kompliziert das ich (und Spacelab) lieber diese Arbeit spare, denn das wird so ungefähr ne Stunde brauchen bis das korrekt gemacht ist ;-). Unsere entschuldigung.

von Jassy - am 22.06.2010 21:02
@Marcus.: evtl. zieht das ZDF noch nach. An den NDR-Standorten Bad Pyrmont und Alfeld/Leine ist das ZDF auch mit ca. 1 Jahr Verzögerung nach den NDR-Multiplexen gefolgt.

von Optimierer - am 22.06.2010 21:07
Und Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg warten weiterhin vergeblich darauf, dass der NDR Röbel wieder "hell" macht.

von freiwild - am 22.06.2010 21:14
@freiwild: Das ist ja das alte Problem: im Westen hat der NDR eigene (alte) Standorte, die man ganz nach Gusto umbauen und nutzen kann. Im Osten muß der NDR alle Sender von Media Broadcast anmieten und für jede neue Antenne und jedes zusätzliche kW an Leistung ordentlich zahlen. Daher hält man sich dort wohl so zurück.

von Optimierer - am 22.06.2010 21:19
Zitat
Torsten Schwarz
@freiwild: Das ist ja das alte Problem: im Westen hat der NDR eigene (alte) Standorte, die man ganz nach Gusto umbauen und nutzen kann. Im Osten muß der NDR alle Sender von Media Broadcast anmieten und für jede neue Antenne und jedes zusätzliche kW an Leistung ordentlich zahlen. Daher hält man sich dort wohl so zurück.
Erstens glaube ich nicht, dass es an den Preisen der Media Broadcast liegt, denn der NDR (und auch SWR, hr usw.) nutzen an vielen Standorten Media-Broadcast-Sender, obwohl sie über dort über eigene Sendeanlagen verfügen. Und selbst wenn: Der NDR könnte ja auch einen seiner nicht mehr genutzten Masten abbauen, auf einen LKW verladen, in MeckPomm wieder aufbauen und dort selbst herumfunzeln. Die ARD baut eh ständig neue eigene Masten auf.

Die massive Ungleichbehandlung der verschiedenen Teile seines Sendegebiets durch den NDR grenzt für mich schon an Verletzung seines Staatsvertrags.

von freiwild - am 22.06.2010 21:32
sind 40kW nicht ein klitzeklein wenig übertrieben ? :rolleyes:

von Terranus - am 22.06.2010 21:41
Es ist immerhin ein sehr hoher Kanal. Aber sicherlich hätten auch 10 / 25 KW ausgereicht anstatt 25/40 KW.

Eigentlich versuchen die ARD Anstalten, wenn möglich immer ihre eigenen Standort zu nutzen. Allerdings muss man sagen, dass viele als VHF Flächenstandorten konzipiert worden sind, und somit meist nicht direkt in der Nähe der Zentren stehen. Dass ist bei Telekomstandorten anders, auch aufgrund des UHF Bandes.
Bei dem SWR fällt auf, dass man in BW, wo man viele Standorte im VHF Band hatte auch aus Kostengründen den Telekomstanort nutzt, während in RLP meist eigene Anlagen genutzt werden, da man ja mit Eifel, Saarburg, Haardkopf und Donnersberg vier GNS hat die UHF tauglich waren.

In MV hat die terrestik nie eine große Rolle gespielt, da gab es analog ja schon Lücken und seit 1992 ja auch Nord3 MV über Sat genau aus diesem Grund.

von Marcus. - am 22.06.2010 21:54
@freiwild: Der NDR darf im Osten leider gar nichts eigenes aufbauen. Daß im Westen eigene Standorte genutzt werden können und im Osten nicht, hat rein rechtliche Gründe, die historisch gewachsen sind.

@Terranusl: die 40 kW ERP gehen nur auf K59 und nur in einem schmalen Winkel in Richtung Osten raus. Die Senderleistung selbst ist wohl nur ein Bruchteil davon. Aber man möchte wohl guten Indoor-Empfang in Göttingen.

Hameln wäre auch ein lohnenswerter Kandidat für einen DVB-T Füllsender, aber da hat der NDR leider keinen eigenen Standort.

von Optimierer - am 22.06.2010 21:55
ja, klar die Senderausgangsleistung wird kaum über 1kW liegen, aber trotzdem sind 40kW heftig auf die kurze Entfernung.

von Terranus - am 22.06.2010 22:04
Zitat
Torsten Schwarz
@freiwild: Der NDR darf im Osten leider gar nichts eigenes aufbauen. Daß im Westen eigene Standorte genutzt werden können und im Osten nicht, hat rein rechtliche Gründe, die historisch gewachsen sind.
Falls Du auf das berühmte Rundfunkurteil des BVerfG anspielst: Das kenne ich; aber seitdem die Rundfunkversorgung unter der Regierung Kohl privatisiert worden ist, hat sich die Rechtslage ja wieder geändert. Und betreibt z.B. der mdr zwei Kleinsender in Leipzig und Halle selbst.

von freiwild - am 22.06.2010 22:07
welche kleinsender betreibt der mdr selbst?

von Marcus. - am 22.06.2010 22:13
Zitat
Marcus.
welche kleinsender betreibt der mdr selbst?
meines Wissens:

95,6 Leipzig (Kantstr-MDR) 0,5 mdr info
89,6 Halle (Gerberstraße) 0,1 Jump
107,3 Halle (Gerberstraße) 0,1 mdr Figaro



von freiwild - am 22.06.2010 22:20
erledigt ( freiwild war schneller)

von carkiller08 - am 22.06.2010 22:28
Achso bei UKW. Hatte an DVB-T gedacht .... und dann an das Leipziger Stadtnetz, aber das wird ja nicht vom MDR betrieben.

von Marcus. - am 22.06.2010 22:44
Na dann kann man in Hertjershausen absofort nen Draht als Antenne nehmen!

Oder gar den Receiver ohne Antenne aufstellen!



von -radiofan- - am 23.06.2010 08:14
Gibt es eigentlich DVB-T Receiver mit integrierter Antenne? So wie die Antennen bei WLAN Router?

von Marcus. - am 23.06.2010 10:56
Es gibt ja immerhin schon DVB-T-Handgeräte und Mobiltelefone mit Ausziehantenne.
Bei den WLAN-Routern gibt es Geräte mit im Gerät eingebauten Antennen und solche, bei denen die Antenne extern ist. Und die externen Lösungen bieten im Allgemeinen den besseren Empfang. Erst recht gilt das für den niedrigeren Frequenzbereich des DVB-T. Die Geräte stören selber den Frequenzbereich, den sie empfangen sollen. Und die für DVB-T erforderlichen Antennen lassen sich nicht elegant im Gerätegehäuse unterbringen. Solche Geräte sind nur zu gebrauchen, wenn man Sendernetze und Sendeparameter hat, die dafür ausgelegt sind, solche Geräte zu versorgen. Siehe DVB-H.

von Ingo-GL - am 23.06.2010 12:55
ich habe mich etwas mißverständlich ausgedrückt. Ich meine nicht Antenne intern am Receiver, sondern schon extern am Gehäuse angebracht, so wie hier bei einem W-Lan Router:

http://lh3.googleusercontent.com/HDa19CMR0Y38uOoPB6HWSVEOrBmrwosx8fzTyo8czveKyxP3jZTnoCt2WcV_vn1mGQsubVaAeWMEcnBJrWO8oCRx2HbCzS7-1J1JIuzqjU2l50mEkc9G1ZR298NX

von Marcus. - am 23.06.2010 13:01
Das ist doch auch nix, allein der selbst erzeugte Störteppich ist schon genug. DVB-T ist dafür nicht ausgelegt, es sollte schon zumindest ne ordentliche UHF Antenne sein, und die passt nunmal nicht ins Gehäuse.

von Terranus - am 23.06.2010 13:09
Bei Thiecom gibt es eine Teleskopantenne mit IEC-Stecker, glaube ich. Oder mit F-Stecker. An gut versorgten Standorten funktioniert das durchaus. Aber es ist keine generell taugliche Lösung.

von Ingo-GL - am 23.06.2010 13:20
So, nun ist der Standort seit 27.09.2010 on air. Hat schon jemand hier im Forum im Göttinger Raum getestet? Vor allem: wie macht sich im Stadtinneren mit einfachen Antennen das Fehlen des ZDF-Muxes bemerkbar?

von Optimierer - am 23.10.2010 12:54
In der Göttinger Innenstadt konnte ich VOR dem 27.09. mit einer einfachen Zimmerantenne nur den Hohen Meißner empfangen. Also die Kanäle 32, 42 und 55. Mehr ging nicht. Von Göttingen-Espol keine Spur, genauso wie von Torfhaus, Brocken oder Inselsberg... extreme Tallage und Abschirmung nach Osten (auch auf UKW bemerkbar).
JETZT ist Göttingen-Hetjershausen hier überall empfangbar. Vor allem für die Innenstadt hat das wirklich was gebracht! Der ZDF-Mux fehlt nicht. Der Hohe Meißner kommt mit 100%-Quali an.

Derzeit sieht der DVB-T-Empfang in der Göttinger Innenstadt also so aus:

Kanal 21 NDR-Bouquet2 - Göttingen
Kanal 32 HR-Bouquet1 - Hoher Meißner
Kanal 42 ZDF-Bouquet - Hoher Meißner
Kanal 55 HR-Bouquet2 - Hoher Meißner
Kanal 59 NDR-Bouquet1 - Göttingen

von LukeDX - am 03.11.2010 17:47
Ist Göttingen-Hetjershausen nicht der Mast, von dem früher einmal der Füllsender für ARD1 auf K9 vertikal ausgestrahlt wurde ?

von Stefan Z. - am 04.11.2010 11:58
So ist es. Eigentlich wollte der NDR dort einen neuen höheren Mast für DVB-T errichten. Das scheiterte an Bürgerprotesten - nun nutzt man halt den bestehenden Mast und sendet mit wesentlich mehr Power als ursprünglich geplant.

von digifreak - am 04.11.2010 17:25
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