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AFN gibt die 98,7 auf dem Gr. Feldberg ab, wenn....

Startbeitrag von Wiesbadener am 08.12.2010 14:12

Nach der 96,5 in Langenberg bahnt sich ggbf. der nächste Knaller an: Wie ich nun schon von drei Insidern erfahren habe, sei der AFN bereit die 98,7 MHz auf dem Großen Feldberg abzugeben. Bedingung sei allerdings, dass eine lückenlose Versorgung der Amerikaner zwischen den Truppenstandorten Kaiserslautern und Wiesbaden (künftiges Headquarter) gewährleistet ist. Die Frequenz würde an Deutschland zurück fallen und wohl an den DLF vergeben. Ich habe mal zwei Szenarien aufgemalt, wie das möglich sein könnte:

Szenario 1:

DLF
Gr. Feldberg 98,7 MHz - 60 kW

AFN
Kaiserslautern 100,2 MHz - 7 kW (schon aktiv)
Kirchheimbolanden 87,6 MHz - 0,5 kW (war: Rockenhausen)
Ober-Olm 100,2 MHz - 5 kW (derzeit: planet radio Frankfurt).

planet radio
Frankfurt 97,6 MHz - 0,3 kW (derzeit: DLF)
Hanau 92,4 MHz - 0,3 kW (derzeit: DLF)
Oberursel 103,5 MHz - 0,1 kW (derzeit: DLF)
Dieburg 90,1 MHz - 5 kW (Leistungserhöhung nach Wegfall Gleichwelle Wiesbaden)
Wiesbaden 103,7 MHz - 0,5 kW (derzeit: DLF)

Szenario 2:

Gr. Feldberg 98,7 MHz - 60 kW

AFN

Wiesbaden-Erbenheim 97,6 MHz - 2 kW (derzeit DLF Frankfurt)
Ober-Olm 103,7 MHz - 3 kW (gerichtet nur gen Westen, A63, wg. Kalmit 103,6 und Frankfurt 103,9, derzeit DLF Wiesbaden)
Kirchheimbolanden 87,6 MHz - 0,5 kW (war: Rockenhausen)
Kaiserslautern 100,2 MHz - 7 kW (schon aktiv)

Alle anderen Sender und Frequenzen bleiben, die Ex-DLF-Kanäle in Hanau und Oberursel fallen an private Veranstalter oder den hr.

Die 50 interessantesten Antworten:

@ Wiesbadener

Daß AFN wirklich mal die 98.7 abgeben will, hätte ich mir nicht träumen lassen.

Zitat

Bedingung sei allerdings, dass eine lückenlose Versorgung der Amerikaner zwischen den Truppenstandorten Kaiserslautern und Wiesbaden (künftiges Headquarter) gewährleistet ist.


Ich kenne die Frequenzsituation zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern jetzt nicht so genau. Wäre es vielleicht möglich, auf dem Donnersberg eine ungerade und gerichtete Frequenz aufzuschalten?



@ TerranusI

Zitat

Auch die Tage von 150kW aus Weißkirchen sind gezählt.


Häh? Wieso? Soll der abgeschaltet oder nur in der Leistung reduziert werden?



@ -radiofan-

Zitat

Ihr werdet doch nicht allen Ernstes glauben, das Hillmoth seine 100,2 von Planet hergibt!


Sehe ich auch so. Hinzu kommt noch, daß es eine gerade Frequenz ist. In Kaiserslautern scheint die gerade Frequenz aber auch kein Problem darzustellen.



@ Biertrinker aus Schwaben

Zitat

in Stuttgart ist das vermutlich nicht so einfach,
Die Kasernen sind ueber die Huegellandschaft verteilt. freie Frequenzen insbs. Funzeln gibts kaum.
Moegl. waere ein Tausch, etwa AFN auf die 107,7 oder so?


Ja, eine Frequenz vom Frauenkopf oder vom Hohen Bopser braucht es für die Versorgung der Kasernen schon. Aber dafür würden auch 3 KW oder so reichen. In den 90ern stand mal ein Frequenztausch mit dem Deutschlandradio zur Debatte. Also AFN auf die 87.9 mit 1 KW und das Deutschlandradio auf die 102.3 mit 100 KW.

Wenn AFN die 102.3 in Stuttgart abgeben sollte, ist aber nicht davon auszugehen, daß da ein besserer Sender draufkommt. Einen weiteren Musiksender wird die Landesmedienanstalt Baden-Württemberg nicht zulassen. Das würde wohl darauf hinauslaufen, daß das Deutschlandradio die 102.3 bekommt.


Zitat

Die 1143 sendet ohnehin nur mit 10 KW


Die Leistung ist bei dem Störnebel in der Innenstadt aber auch schon kritisch.


Zitat

Neben EUCOM haben sie nun auch AFRICOM dort,


Jetzt mal langsam. Mit diesen ganzen Headquarters blicke ich langsam echt nicht mehr durch. Das Headquarter war doch bisher in Heidelberg. Kommt es nun nach Stuttgart oder nach Wiesbaden? Oder gibt es da mehrere Headquarter, die hier irgendwie durcheinandergewürfelt werden?


von Kay B - am 08.12.2010 22:13

AFN gibt die 98,7 auf dem Gr. Feldberg ab, wenn....

@ Wiesbadener: "Olle Petze" oder "Wer hat denn da gepetzt?" ..obwohl es eigentlich ja schon indirekt hier zu lesen war. Nur eine Korrektur und Ergänzung:
Zitat
Die Frequenz würde an Deutschland zurück fallen und wohl an den DLF vergeben.

Richtig: Erstzugriff hat bei allen Allierten-Frequenzen der DLR und es ist davon auszugehen, dass nach Rückgabe an die Bundesrepublik eine Belegung mit DLR-Kultur erfolgen wird, also nicht mit dem Programm des DLF. Wobei allerdings nicht auszuschliessen ist, dass es da erst einmal einen Frequenztausch DLRK - DLF bei den freiwerdenden DLRK-Frequenzen geben kann, bevor der Rest weiterverwendet wird.

Nur dauern kann dies alles durchaus noch, denn da sind nicht nur zwei Bundesländer (Hessen + RLP = die sich bei der Rundfunkpolitik nicht unbedingt einig sind) und damit auch zwei LMA mit im Boot, sondern auch zwei LRAnstalten ( wobei der hr selbst gerne für hr-info die 98.7 haben möchte oder mindestens die schon mal andiskutierten LPR-Frequenzen für Veranstaltungsradio im Rhein-Main-Gebiet für hr-info + you.fm )

Zitat
Wetterauer
Noch besser (aber eher nicht realistisch):
Radio BOB bekommt die 98,7 MHz auf dem Feldberg und gibt die Frequenzen in Frankfurt, Darmstadt, Dieburg, Limburg und Bad Nauheim ab

Keine Chance, die 98.7 wird nicht beim Privatfunk landen (siehe oben)

Zitat
Kay B
Ich kenne die Frequenzsituation zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern jetzt nicht so genau. Wäre es vielleicht möglich, auf dem Donnersberg eine ungerade und gerichtete Frequenz aufzuschalten?

Sehr gut erkannt - :spos: ... nur: welche Frequenz

Zitat

Neben EUCOM haben sie nun auch AFRICOM dort,
Zitat

Jetzt mal langsam. Mit diesen ganzen Headquarters blicke ich langsam echt nicht mehr durch. Das Headquarter war doch bisher in Heidelberg. Kommt es nun nach Stuttgart oder nach Wiesbaden? Oder gibt es da mehrere Headquarter, die hier irgendwie durcheinandergewürfelt werden?

Nicht unbedingt. Spanien wollte gerne das Hauptquartier von AFRICOM, das aber nach bisheriger Planung in Stuttgart bleiben soll. Das europäische Hauptquartier der US ARMY zieht aber in den nächsten Jahren von Heidelberg nach WI-Erbenheim.

von KlausD - am 09.12.2010 01:21
@ Robert S.

Zitat

Wehe:mad: hat schon gereicht was man in NRW verbrochen hat,muß sich das wiederholen ???????


Für dich wird extra die 98.7 in Steinach mit MDR Figaro aktiviert. :D



@ KlausD

Zitat

Richtig: Erstzugriff hat bei allen Allierten-Frequenzen der DLR und es ist davon auszugehen, dass nach Rückgabe an die Bundesrepublik eine Belegung mit DLR-Kultur erfolgen wird, also nicht mit dem Programm des DLF.


Wer hat das eigentlich festgelegt?


Zitat

Korrekt, nur
(...)
- die Stromrechnung für die MW war (angeblich) extrem hoch und stand (angeblich) in keinem Verhältnis zu der genutzten tatsächlichen MW-Hörerzahl für hr-info,


Ist ja auch so. Bei einem Mittelwellensender geht halt antennenbedingt in der Regel maximal die Senderausgangsleistung als ERP raus. Und mit der Energie, die ein 100-KW-Mittelwellensender braucht kann man halt 10 UKW-Sender, die an einer entsprechenden Antennenanlage einer ERP von je 100 KW erbringen können, versorgen.

Es ist halt so, daß UKW-Sender durch die Antennenanlage ökonomischer arbeiten. Das mit der geringen Hörerzahl der Mittelwelle ist in Anbetracht der geringen Nutzung seitens Ottonormalhörers nur logisch.


Zitat

- der MW-Sender muss(te) dringend saniert werden. Da hatte man evtl. wohl gehofft, dies würde ein neuer Mieter für den Sendestandort übernehmen. ERF und AFN haben dankend abgelehnt. Da man sich aber gleichzeitig sicher war die verlangten neuen UKW-Frequenzen für hr-info ab 01.01.2010 z.B. u.a. aus LPR-Beständen zu bekommen (was bekanntermassen nicht passierte), "knaatscht" man jetzt und zieht sich bisher "beleidigt" in den Scholl- / Blockadewinkel zurück.


Die Tatsache, daß nicht mal mehr ein öffentlich-rechtlicher Sender seine eigenen Mittelwellensender sanieren will, zeigt, welchen Stellenwert dieser Frequenzbereich noch hat.



@ Wiesbadener

Zitat

Die 100,2 auf dem Donnersberg einzusetzen würde auch bei geringer Leistung Störungen mit Haardtkopf 100,1 und Idar-Oberstein 100,3 verursachen, das wäre also wohl kaum möglich.


Wäre auf dem Donnersberg vielleicht eine neue, möglichst noch ungerade und auf die Verbindung zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern gerichtete Frequenz möglich?


Zitat

Eben, es gibt in der Hierachie der Rundfunksender folgende Hackordnung:

1. Nationaler Hörfunk (Deutschlandradio)
2. Öffentlich-rechtliche Sender
3. Privatsender
4. Sonstiges (OKs, NKLs, Uniradios usw.)


Wer hat das festgelegt? Eigentlich widerspricht das ja dem Grundsatz, daß Rundfunk Ländersache ist. Demnach müßte der nationale Rundfunk sogar an letzter Stelle stehen.



@ Biertrinker aus Schwaben

Zitat

Warum wehrt sich ti Landesmedien-Anstalt in Baden Wuerttemberg so sehr gegen einen weiteren Musiksender fuer Stuttgart?
Hat fuer mich immer so den Eindruck, als wuerde man Antenne 1 ueberall den Vorzug geben.


Die Landesmedienanstalt Baden-Württemberg hat kein Interesse daran, die bestehenden Strukturen und Marktaufteilungen aufzuweichen. Einen weiteren Dudelsender möchte man vermeiden.



@ Rheinländer

Zitat

Dann hörst du aber nicht oft you fm, sicherlich mag sich das mal überschneiden mit HR3, aber so oft nun auch wieder nicht, sonst gäbe es den sender ja erst gar nicht

Ist beim SWR aber auch nicht anders SWR3 und dasding sind teils auch identisch


Das mit den Jugendradios ist teilweise sowieso nur Kindergarten zwischen den öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern. Als in vielen Bundesländern ein privates Jugendradio etabliert wurde, mußten die öffentlich-rechtlichen Sender dem halt auch unbedingt etwas entgegensetzen. "Was der hat will ich auch haben!" ...Kindergarten halt.


von Kay B - am 09.12.2010 13:29
Was bisher nicht berücksichtigt wurde: Ob man es jetzt möchte oder nicht, im Rhein-Main-Gebiet gibt es viele, die nur der englischen Sprache mächtig sind und (möglicherweie) AFN als ihr Programm angesehen haben. Dies fällt nun weg. Selbst Funkhaus Europa würde keinen gleichwertigen Ersatz bieten. Die Frage ob es überhaupt einerseits so angelegt wäre und andererseits ob es angenommen wird dürfte man auch ansprechen und sollte bei einer Neuordnung nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben. Andererseits sollte auch hier einmal mehr die ¤U zitiert werden und eben dort muß man, vielleicht leider, Englisch als sprachliches Bindeglied ansehen.
[Völlige Utopie an]
Man erkennt, daß man weiterhin ein 24h-Programm in englischer Sprache haben möchte: Wie wäre es, wenn man ein oder mehere via allgemein zugänglichen Rundfunkdienst (in erster Linie Satellit, nicht aber Internet) empfangbare bevorzugt ö. r. Programme auf einer UKW-Frequenz oder -Kette verbereitet? Z. B. BBC Radio 1 12 Stunden, die anderen 12 h ein anderes, dazu dann ein lokales Fenster. Ich lasse bewußt offen, ob das auf 98,7 erfolgen muß, jedoch würde es mit größter Sicherheit weit mehr Zuhörer finden als ein FE auf 103,3 ;-) .
Natürlich spräche das Medienrecht dagegen. Aber ist es nicht beschämend, wenn man andersherum selbst in manchmal demokratisch mangelhaften geltenden ehemaligen Ostblockstaaten 1:1 Übernahmen deutscher Programme auf UKW abstrahlen kann? Möglicherweise bräuchte man neben Regelungen für Urheberrechte und der zugehörigen ... ( :sneg: ) noch einen Träger. Sprich: Es sollte Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder der Landesmedienanstalt sein ein solches Programm zu verbreiten.
[Utopie, Ende]

von Thomas (Metal) - am 11.12.2010 17:02
Zitat
Kay B
Das ist aber numal das Wesen einer Demokratie, daß die Bürger möglichst weit mitentscheiden. Die Haltung, die du jetzt hier vertrittst, ist einfach undemokratisch. Wenn eine kleine, elitäre Gruppe Entscheidungen für alle trifft, nur weil sie meint zu wissen, was richtig für die Bürger ist, haben wir definitiv keine Demokratie!

Es geht nicht darum, daß Dummfunker und Kukidentbespaßer garnicht mehr senden sollen,
sondern es geht darum, daß anspruchsvolle Programme ebenfalls flächendeckend
und in anständiger Qualität zu empfangen sein müssen. Und genau das würde nicht mehr der Fall sein,
wenn man das gemeine Volk allein entscheiden ließe.
Die tägliche Auflage der Bild und die Einschaltquoten von RTL sprechen eine deutliche und
gleichzeitig beängstigende Sprache. Nicht ohne Grund ist der deutsche Dummfunk genau so wie er ist.

Lobenswert daher die Vorgehensweise der niederländischen Agentschap, durch Auflagen eine möglichst große Vielfalt zu erzielen.
Bis sich diese Einsicht hierzulande auch durchsetzt, werden wir wohl lange warten können.


Ein Wort zum Thema Deutschland und Demokratie:
Die Demokratie in Deutschland existiert nur auf dem Papier.
In den Parteigremien wird schon sichergestellt, daß sich an den hier
herrschenden Verhältnissen so schnell nichts ändert.
Legale Schmiergelder, euphemistisch Parteispenden genannt, tun das ihrige.
Und schaut man sich an, was hier in DL ins Parlament gewählt wird,
da zweifelt man wirklich an seinen Mitmenschen.



von Nohab - am 12.12.2010 21:24
Zitat
Kay B
.

Wie sieht es mit der 102.3 vom Frauenkopf aus? Ist der offizielle Versorgungsbereich auf das Stadtgebiet beschränkt oder gibt es da im weiteren Umland noch irgendetwas?


Die Amerikaner haben im Norden von Stuttgart, auf dem Burgholzhof eine "Housing Facility", die Robinson Kaserne, und in Boeblingen die Panzer Kaserne, In Stuttgart gibts die Patch Kaserne und Kelly Kaserne.
In Feuerbach (irgendwo dort wo die Siemens ist) duerfte es noch eine kleinere US Facility geben, und am Flughafen in Stuttgart, haben die auch noch ein Bereich, welches nur der USA zur Verfuegung steht.

Vermutl. soll die 102,3 auch noch fuer eine halbwegs lueckenlose Versorgung auf der Autobahnfahrt nach Heidelberg oder Mannheim sorgen, egal ob man ueber di A81 via Heilbronn oder ueber die A8 via Karlsruhe fahren will. Ich meine auch mal irgendwo auf der Schwaebischen Alb ein Hinweis-Schild fuer einen Uebungsplatz gesehen zu haben.

Ich wuerde grundsaetzlich befuerworten, wuerde die 102,3 mit der 107,7 getauscht werden. Plaene gab es wohl mal Mitte der 90iger Jahre, doch zu deren Umsetzung kam es nie.

Wuerde die 102,3 aufgegeben werden, wuerde sie vermutl. erstmal an den Deutschlandfunk gehen, und nicht an "Die 107,7". Dies sei auch aller Wahrscheinlichkeit nicht politisch gewollt.

Wuerde man in Stuttgart einiges veraendern und AFN tatsachlich auf 107,7 gehen, (zuzueglich einer Umkoordinierung der 100,7 auf den Frauenkopf) so stuenden fuer den Privatrundfunk 3 grosse Frequenzen zur Verfuegung: 100,7, 101,3, und 102,3

Nur, dies ist wie schon beschrieben politisch eben nicht gewoll, denn die liebe Antenne1 muss Platzhirsch Nr1 bleiben.




von 102.1 - am 19.02.2011 09:46
Zitat
Marcus.
Das Problem ist ja, dass die 98,7 nicht nur für Hessen, sondern Rhein-Main bis Richtung KL sendet. Das heisst man braucht auch die Unterstützung aus Mainz und hier ist keine Umwidmung möglich bzw es müsste neue oder nicht genutze ("private") Frequenzen genutzt werden, entlang der A63.

Richtig. Für eine 103,7 oder 99,7 in Ober-Olm muß entweder die LPR oder der SWR zustimmen. Ohne sinnvolle Gegenleistung: Warum sollte man? Damit das D-Radio eine leistungstarke UKW-Frequenz (98,7) bekommt :joke: ? Es muß also jeder Beteiligte was davon haben. Z. B. eine Frequenz für DasDing in Mainz oder eine bessere hr iNFO-Versorgung.
Daher sollte man einmal mehr überlegen das Funzel-klein-klein zu beenden und die Anzahl dieser Frequenzen zu reduzieren, sofern möglich. Hier wurde die 96,2 in Eltville zur Disposition gestellt. Einmal ein Plot, wie sich eine 96,2 mit 501W gerichtet von der Hohen Wurzel nach 70 (Oberursel) und 200° (Eltville) machen würde (zur Leistungsreduzierung in Richtung MZ wegen 96,0):

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3ks-702c-jpg.html
Sicher, man versorgt Rheinhessen ideal, das war auch zu erwarten. Man versorgt das westliche Rhein-Main-Gebiet mit. Es gibt ein schönes Gezischen mit Hornisgrinde und der Kreuzberg produziert Überschläge. Auch das ist hinnehmbar, keiner der Standorte hätte dort sein Zielgebiet. Aber immerhin würde man in WI ganz passabel versorgen und den Rheingau noch mit. Hornisgrinde spielt dort erst oberhalb 200m über NN eine ersthafte zischelnde Rolle für einen Sender mit dieser ERP aus dem Nahbereich. Außerdem würde man die Lücke um Idstein und Westtaunus schließen - wenn man die 96,2 für hr iNFO verwenden würde. Zum Vergleich die 97,2 aus Wiesbaden:
http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-c1-jpg.html
Damit könnte man dem hr ggf. eine Umbelegung schmackhaft machen. D. h. 96,2 für hr iNFO und die 97,2 für YOUFM. Bliebe also ein SWR. Würde wiederum der die 99,7 für SWR3 in MZ-Kastel erhalten, könnte man die 93,7 für AFN Ober-Olm abgeben. Und die wäre weit besser als jede 103,7 oder 99,7 von dort. Eine höhere ERP als 2kW wäre eben denkbar. Mit 5 kW würde man sicher auch noch den Flughafen in Ffm gut erreichen, für die US Army sicher nicht uninteressant. Unterm Strich müßte man eine Frequenz in MZ-Kastel für den SWR zur Ausstrahlung von DasDing freibekommen, z. B. im weiteren Ringtausch die 107,2 oder 103,7, so die 98,7 ein eines der D-Radio Programme fällt. Mit einer 96,2 könnte wiederum die Leistungsbeschränkung der 107,2 fallen und man idealerweise auf 1kW anheben.
Achso: Und laut Plot drückt die 96,2 auch kaum in den 96,1-Bereich (Koblenz) rein. Der SWR hätte da ansonsten sicherlich auch was dagegen zu sagen ;-) .
Eltville 96,2 laut Radio Mobile derzeit:
http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-c5-jpg.html

von Thomas (Metal) - am 09.10.2011 19:50
@ 102.2

Zitat

hatte man sich eigentlich dort in Suhl bzw. Deiner Region vor der Wende fuer AFN interessiert?


AFN hatte hier zumindest keine Massenhörerschaft. Wenn man den Sender nicht zufällig beim Durchkurbeln entdeckte, kannte man den Sender ja gar nicht. Frequenzlisten westlicher Sender dürfte man damals auch nicht gerade an jeder Hausecke bekommen haben. Hier lief in der Regel immer Bayern 1, Bayern 3 oder Antenne Bayern. Denn die bayerischen Sender sind hier jeweils auf fünf Ortssenderfrequenzen zu empfangen.


Zitat

- oder gabs da Aerger von den Behoerden?


Auch wenn Erich Honecker ein riesiges A...schloch war, man muß ihm zumindest lassen, daß es nach seiner Regierungsübernahme jedem DDR-Bürger freigestellt war, welche Radio- und Fernsehprogramme er konsumiert. Probleme gab es allenfalls bei Angehörigen der NVA. Das betraf dann wahrscheinlich aber auch nur untere Ränge. Bonzen dürfte das kaum betroffen haben. Die haben das dann wahrscheinlich als Studium des Klassenfeindes oder irgendsowas deklariert.

In den 80er Jahren war es sogar so, daß der Westempfang indirekt gefördert wurde. Es zeigte sich, daß in jenen Gebieten der DDR, in denen Westfernsehen nicht empfangbar war (Raum Dresden sowie der äußerste Nordosten der DDR), die meisten Ausreiseanträge gestellt wurden. Demnach wurde dem Westfernsehen eine Art Ventilfunktion zuerkannt.

Antennengemeinschaften, die offiziell der Verbesserung der beiden DDR-Fernsehprogramme dienen sollten, wurden massenhaft in Gebieten mit schlechtem Westempfang gegründet und von staatlicher Seite gefördert (Zuweisung von Baumaterialien, Genehmigungen...) oder zumindest geduldet. Indirekt ging es natürlich nur darum, um das Westfernsehen heranzuholen.

Auch Satellitenempfangstechnik wurde importiert, teilweise auch von osteuropäischen Herstellern (Tesla wurde hier irgendwo mal genannt, aber die Russen hatten ja auch schon sehr früh Satellitenfernsehen und wohl auch die entsprechende Technik) und den Antennengemeinschaften dann für horrende Summen (ich glaube, hier hatte mal jemand 35 000 Ostmark = 40 bis 50 Monatsgehälter erwähnt) verkauft.

...Ach ja, hier haben wir doch ein Beispiel:
http://www.antenne-euba.de/geschichte.htm

Es waren also 34 000 Ostmark.

Heimelektronik galt in der DDR generell als Luxusgut und war dementsprechend überteuert. Dadurch schöpfte das SED-Regime ordentlich Geld von den Bürgern ab.

Solche Investitionen lohnten sich vor allem in jenen Gebieten, in denen selbst mit hohem Antennenaufwand terrestrisch nichts brauchbares mehr empfangen werden konnte.

von Kay B - am 30.11.2012 17:32

AFN gibt die 98,7 auf dem Gr. Feldberg ab, wenn....

Zitat
102.2
Ich kenne keine Berichte, in denen AFN die 98,7 abgeben wuerde.
Ich denke, der Thread hat sich eher in Richtung Frequenzkoordinierung im Raum Franfurt entwickelt.


Tut mir ja leid, aber dann ist es an Dir vorbeigegangen, denn an der Aufgabe des Standort Grosser Feldberg im Taunus sind AFN (aus Kostengründen) und die LPR-Hessen schon ziemlich lange dran. Probleme machte nur der neue Standort und die mögliche Frequenz. Es bestand ja schon (und besteht bei mir noch immer, auch wenn mir die jetzt hier gepostete Version als eine Variante schon bekannt war) die "Befürchtung", dass die 98,7 mit nur 1kW vom Airfield Erbenheim auf Sendung geht. Damit hätte man dann eine heute noch 60kW Frequenz "zerschlagen" und zum Stadt- / Regionalsender "degradiert"

Bedanken könnte man sich dafür dann auf der anderen Rheinseite, denn der optimale Senderstandort wäre der MB-Turm Ober-Olm gewesen, mit der 103,7 oder einer dortigen Tauschfrequenz. Nur hat man dafür an Hessen Bedingungen gestellt, die unrealistisch und nicht erfüllbar sind (oder jetzt hoffentlich nur noch: waren). Wenn die obengenannte Variante also realisiert wird, hat man die ganze Sache intern in Hessen geklärt und den 60kW Standort Gr. Feldberg i. T. als solchen erhalten.

Zitat
Heiko1974
Wenn es so kommen würde,wäre der DLF mit der 107,2 in Wiesbaden aber ganz schön benachteiligt,denn die geht hier nicht besonders gut.


Warten wir doch erst einmal ab, vielleicht gibt es doch noch eine minimale Diagrammänderung, wobei ich eigentlich vom hr dazu keine Zustimmung erwarte (s.u.)

Zitat
RheinMain701
Es sei denn, die 107,2 wird nach Wiesbaden-Stadt umkoordiniert. Unterm Strich bliebe dann das Empfangsgebiet gleich - in Mainz geht der DLF ohnehin schon über die 97,6, da braucht es keine Frequenz in Kastel.


Die 107,2 bekommst Du aber am Konrad-Adenauer-Ring nicht neu koordiniert. Meines Wissens hat mal es schon einmal vor Jahren versucht und der hr hat wegen der 107,0 hr-info Darmstadt Einspruch eingelegt. Schon bei der jetzigen Aufschaltung am swr-Mast in Kastel musste die ursprüngliche Senderleistung deswegen reduziert werden und dieser Standort ist niedriger als bei MB am K-A-Ring.

von KlausD - am 17.02.2014 15:46
@ Ihre Majestät

Ist die von dir gepostete Frequenzaufteilung nur das, was hier im Forum so zusammengetragen wurde? Oder sind das offizielle Absichten?



@ Frankfurt

Zitat

Das Konsulat in FFM hätte natürlich gerne eine Abdeckung in FFM.


Geht aber nur um das Militär. Ansonsten hätten die anderen Konsulate ja auch ein Anrecht auf eigene Funzeln. :joke:



@ 102.2

Zitat

Ich weis nicht, wie stark die 98.7 in Thueringen noch zu empfangen ist. Hat da jemand Praxiserfahrung?


Teilweise fast schon als Ortssender. Südlich des Rennsteiges sollte überall Empfang möglich sein, wenn man nicht gerade in einem Tal wohnt. In höheren und nach Osten offenen Lagen könnte MDR Figaro aus Schöneck aber stärker sein.

Außerdem stört die 98,8 MHz vom Erleshügel teilweise stark, sodaß man schmale Filter braucht.


Zitat

Gabs eigentlich zu DDR Zeiten in dieser Ecke Thueringes AFN Hoerer auf 98.7 ?


Da ist mir zumindest niemand bekannt. Hier gehen Bayern 1 bis 5 sowie Antenne Bayern jeweils 5 Mal als Ortssender. Dementsprechend haben Bayern 1, Bayern 3 und Antenne Bayern den Radiomarkt zu DDR-Zeiten hier immer dominiert und werden auch heute noch sehr oft gehört.



@ KlausD

Es bestand ja schon (und besteht bei mir noch immer, auch wenn mir die jetzt hier gepostete Version als eine Variante schon bekannt war) die "Befürchtung", dass die 98,7 mit nur 1kW vom Airfield Erbenheim auf Sendung geht.

Möglicherweise wäre das für die Beteiligten gar nicht mal so abwegig, die 98,7 MHz zu schlachten und als synchronisierte Funzelkette zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern für AFN sowie auf der anderen Seite des Taunus für den Privatfunk, für den hr oder das Deutschlandradio zu belegen.

von Kay B - am 17.02.2014 22:16
Zitat
Wellenschneider
Ich glaube, der AFN wird die Verbreitung des 2. Programm "Powernet" über Rundfunksender einstellen und für AFN-Eagle wird es nur noch Funzeln in den Stützpunkten geben.

Ob der "The Eagle"-Sender von AFN in Stuttgart durch eine schwächere Anlage ersetzt wird, halte ich nicht für unmöglich. Nur dürfte das mit einem Eigenbetrieb nicht so einfach funktionieren, weil die Funktürme in den Patch Barracks und in Böblingen abgebaut wurden. Vielleicht könnte man vom Richtfunkturm auf dem Burgholzhof senden, doch ob man von dort aus gut die Housing areas in Böblingen erreicht, ist eine gute Frage!


Ich vermute seit Langem beides, und zwar seit dem Zeitpunkt, als AFN360 aktiv beworben wurde. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass ein Abschalten eines AFN Senders nicht umbedinkt mit einem Truppenabzug einher gehen muss. Auf einen Abzug aus dem Raum Stuttgart weis ich auch nichts, vieles spricht eher dagegen, beispielsweise wird in der Panzer Kaserne das Schulgebaeude fuer US-Angehoerige komplett neu gebaut. Daraus wuerde ich schliessen dass ein Abzug nicht so schnell zu erwarten sei.

Die 1143 in Hirschlanden scheint zu schwigen, bzw. wurde abgedreht?, ohne dass es gross Kommuniziert wurde - was mit der 102,3 passiert weis ich allerdings nicht. Tatsache ist dass im Raum Stuttgart die US Kasernen relativ weit auseinander liegen, und die Geopgraphie vermutl. nicht gerade eine oder mehrere Funzeln rechtfertigen wuerde. Vom Burgholzhof zur Panzer Kaserne ist's Einiges an Distanz, Landschaft mit Huegeln.

Ob die 102,3 wirklich mit 100 KW sendet weis ich auch nicht? Ich vermue eher 10 bis 20 KW.

von 102.1 - am 10.03.2014 12:33
Zitat
DX OberTShausen
Zitat
freiwild
Mal ein Vorschlag zur Güte. Der hr belegt die 90,6 am Hardberg mit hr-info, DKultur bekommt die 98,7 von Großen Feldberg.

- die 107,0 in Darmstadt wird in der Leistung beschränkt werden oder erhält Einzüge, so dass umgekehrt die Reichweite der 107,2, die an AFN geht, ausgedehnt werden kann.

- Mit den Umlandsendern Rimberg, Biedenkopf und Hardberg plus den Stadtfunzeln hätte hr-info dann nahezu eine Vollversorgung im Rhein-Main-Gebiet und bräuchte die 98,7 gar nicht mehr.

- Mit der 90,6 würde man nicht nur vielen Südhessen und Baden-Württembergern einen Mehrwert bieten - SWRinfo ist ja auf UKW außerhalb der Stuttgarter Innenstadt nicht zu empfangen und auch inhaltlich wesentlich dürftiger - sondern könnte darüber auch Werbekunden gewinnen.

- Mit der Belegung von der 90,6 und der 98,7 mit "anspruchsvollen" Programmen würde der Kritik an den vergangenen Umbelegungen der Wind aus den Segeln genommen.


Das würde dann bedeuten, dass hr1 in Südhessen die Funzeln von hr-iNFO bekommt. Ob das in diesem Fall überhaupt zulässig wäre, weiß ich nicht. Bei YOU FM ging es auch nicht, dass hr2 dann die Funzeln bekommt. Eine andere Frage ist, ob der HR sich überhaupt trauen würde, einem quotenstarken Programm wie hr1 eine so starke Frequenz wegzunehmen.

Kleiner Nachtrag zu halb OT:
Doch, 90,6 / 95,3 / 92,7 und 101,6 gingen alle bis Oktober 1986 auf Sendung und liegen somit vor dem Stichtag.
Wenn, dann aber bitte 90,6 zu youFM (wegen Ffm 90,4) und die 95,3 zu hr iNFO. Auch wenn es dann für Stgt nichts bringt ;-) .
Die 107,0 sollte dann aber nicht in DA verbleiben, da man dort mit hr iNFO dann bereits versorgt wäre. Daher optional zurück zum Würzberg (5kW D), sofern überhaupt noch möglich, da MIL auf 107,0 zwischenzeitlich koordiniert wurde. Ggf. ließe sich dann noch eine andere 5kW Frequenz vom Standort Würzberg an andere Stelle verschieben (z. B. Hardberg). Die 107,0 scheidet aus, da in Richtung Rhein-Neckar durch 107,1 bereits anderweitig belegt.
=> für AFN natürlich nur am Rande interessant. Dennoch nicht unrelevant, da ansonsten die anderen Beteiligten sonst nicht mitmachen.
Nachtrag: Die 107,0 ist auch allerdings aus den 90ern... :-(

von Thomas (Metal) - am 31.05.2014 17:10
Ich finde dieses Thema ja wirklich faszinierend, wieviel Gedanken sich Leute über "was wäre wenn" machen.
Ich selber finde es eine Bereicherung, wenn AFN weiterhin sendet. Die originäre Zielgruppe sind zwar US Soldaten, aber z.B in Stuttgart hat AFN eine solide Hörerschaft.

Wenn eine solche Frequenz frei wird, trägt dies oft nicht zum Vielfalt der Medienlandschaft bei. Die Platzhirsche haben wenig Interesse an echter Konkurrenz!.

D-Radio und DLF kann man bequem über DAB empfangen (ein Grund, warum ich ins Auto mir ein DAB Radio eingebaut habe).
Wenn AFN verschwindet, wird die Vielfalt nicht größer, sondern kleiner!.

Wie so etwas aussieht hat man vor Jahren in Stuttgart gesehen, als die 105,7 frei war und statt einem neuen Privatsender (RTL+Hithouse) dann der SDR sich diese Frequenz erklagt hat.

Ich kann von Stuttgart bis nach Frankfurt durchgehend AFN hören und wenn die 98,7 oder 102,3 aufgegeben werden kommt ein anderweitig bereits empfangbares Programm auf diese Frequenz.

Ausserdem liegt die Entscheidung wenn dann bei den US Streitkräften und zumindest für Stuttgart wird die 102,3 noch ewig bestehen bleiben. Das ist auch gut so, denn der Radiomarkt in BaWü ist nicht pluraler sonder von Zeitungen als Abdudelstationen betriebener Markt singulärer geworden.

Wenn die tolle Feldberg Frequenz ein wirklich "neues" Programm, welches nicht von etablierten Sendern gestaltet würde, bekommen könnte, wäre das ja eine Überlegung wert. Aber an mehr Wettbewerb (was dann die Qualität steigern könnte) hat niemand Interesse.

Also lassen wir uns einfach überraschen, von heute auf morgen passiert hier so schnell nichts. Da die AFN Sender noch aus der Besatzungszeit stammen, könnte ich mir vorstellen, dass AFN nicht die regulären Preis zahlt oder Deutschland hier etwas mitfinanzieren muss.

Ausserdem fällt AFN auch unter den Punkt Propaganda und die ist Regierungen auch etwas wert.

von Winfried Haug - am 02.09.2014 09:34
Zitat
Winfried Haug

Das ist auch gut so, denn der Radiomarkt in BaWü ist nicht pluraler sonder von Zeitungen als Abdudelstationen betriebener Markt singulärer geworden.


Das ist in BW leider so. Im Prinzip ist dieses "Bereichssender" Syndrom, dass man dort geschaffen hat, auf nichts anderes als Schwaebisches-Kleinbuerger-Denken zurueckzufuehren. ( So wuerden sich Peter Schwarz und andere Schwaben hier wieder negativ angesprochen fuehlen, demnach bitte ich im Verzeihung)

Dass die 105.7 niemals an einen Privat-Anbieter geht war dort wohl klar. Dieser Markt wird einzig und alleine von der "Antenne 1" dominiert, etwa anderes ist nicht gewuenscht. Auch die 100.7 hat ihre "politische" Koordination. Im Stuttgarter Kessel ist eben kein anderer Anbieter fuer eine aehnliche Zielgruppe erwuenscht, nicht NRJ, und am aller wenigsten RTL.

Demnach ist die 102,3 in Stuttgart in der Tat eine Bereicherung. Im Falle des Abschaltens ging sie vermutl. nur an den DLF oder das D Radio Kultur. ( bzw. Neuverteilung, der eine Anbieter hat ja eine starke Frequenz von Hornisgrinde )

Die US Amerikaner werden in Stuttgart wohl laenger bleiben, ob deswegen auch AFN bleibt weis ich nicht. Hinweise dass AFN laenger bleibt gibts wohl genug. Am Ende hat man in ein neues Sende-Studio auf dem Burgholzhof investiert.

Im Grunde halte ich ueber Halbfakten und "Wass Waere Wenn" auch nichts. Ich habe oft hier die Frage gestellt, ob es konkrete Fakten gibt, dass die 98,7 eingestellt wird, konkrete Antworten gab es aber nie. Selbst eine in den Raum gestellte Um-Koordinierung in die Pfalz mit 10 KW waere ein neueer Aufwand, und am Ende vermutl. weniger eine Kostenreduzierung.

von 102.1 - am 02.09.2014 11:06
Zitat
Stefan Z.
@Winfried Haug:

3. Da die Amerikaner nur noch kleinere Bereiche versorgen müssen, wie Stuttgart, Ramstein, Kaiserlautern und WI-Erbenheim, ist es unverständlich, wehalb man hier nicht mit Funzeln, sondern mit den Großsendern Feldberg 98,7 und Stuttgart-Frauenkopf 102,3 arbeitet. Einzige Ausnahme ist die Verbinedung Erbenheim-Kaiserslautern, wie hier mehrfach erwähnt. Das müßte aber mit Funzeln in Kaiserslautern und Ober-Olm, ev. auch Ramstein, machbar sein. Und für Stuttgart wäre die 87,9 ausreichend. Das ist nicht im Sinn der AFN-Fans hierzulande, ich weiß. Aber für alle anderen das Beste, der BFBS hat seine Großsender schließlich auch abgegeben.


Die 87,9 kratzt schon im Schönbach, die kannst du total vergessen für den Zweck, da wäre die 107,7 besser gewesen. Zum Glück sitzen in Stuttgart soviel hohe Militärs, die "ihr" Programm sauber empfangen wollen, daher stellt sich die Frage wegen der 102,3 gar nicht. Die Privatsender sind gut versorgt, einen neuen Privatsender wird nicht durchkommen, und D-Radio und DLF sind auch brauchbar zu empfangen. Daher finde ich es durchaus sinnvoll, um auch etwas die Sichtweise der USA zu erleben, wenn AFN auf Sendung bleibt. Es gibt auch US Bedienstete die nicht in den Kasernen wohnen und etwas verstreut um Stuttgart leben. Die 100kw sind eben eine sichere Bank.

Kleine Funzeln kosten auch Geld und wenn man 2-3 Funzeln zahlen muss, kann man gleich den Großsender lassen. Ausserdem denke ich, daß die Militärsender sicher nicht den vollen Preis zahlen müssen.

@102.2
die 105,7 war für RTL quasi reserviert + Bernie Bernthaler (ex Hithouse auf der 107,7). Der SDR hat vor dem Verwaltungsgericht die Frequenz erstritten und da RTL sich nicht mehr auf die Lokalfrequenzen beworben hatte, bedeutete dies das Ende von RTL in der Heussteigstrasse.
Inzwischen könnte man diese Frequenz locker opfern, da SWR2 gut versorgt ist, aber der Zug ist leider abgefahren.

von Winfried Haug - am 03.09.2014 09:27
Zitat
Winfried Haug

@102.2
die 105,7 war für RTL quasi reserviert + Bernie Bernthaler (ex Hithouse auf der 107,7). Der SDR hat vor dem Verwaltungsgericht die Frequenz erstritten und da RTL sich nicht mehr auf die Lokalfrequenzen beworben hatte, bedeutete dies das Ende von RTL in der Heussteigstrasse.
Inzwischen könnte man diese Frequenz locker opfern, da SWR2 gut versorgt ist, aber der Zug ist leider abgefahren.


Ich weis. Die Geschichte mit RTL auf 105,7 kenne ich. Ich kann mir auch gut vorstellen, wenn man die 101,3, die 100,7 und die 105,7 jeweils in Stuttgart an Privatsender vergeben haette, waere von Anfang an eine andere Medienlandschaft entstanden, - anders als dieses tlw. arogante Auftreten der Antenne 1 bis hin zu dem "geistigen Niveau". Ich denke der RTL haette fuer ein eigenstaendiges Programm bei einer Lokalfrequenz ein Verbreitungsgebiet bekommen, dass mit NRJ Stuttgart vergleichbar gewesen waere, was die Frequenzkoordinierung angeht, mit vergleichbar meine ich die 100.7, also etwas weiter weg von Stuttgart.

Gegen AFN auf 102,3 habe ich absolut nichts. Moege sie lange senden. AFN The Eagle ist meiner Meinung nach wochentags eher ein langweiliger Hit-Dudler geworden, und die Nachrichten sind nicht wirklich tiefgruendig, am Wochenende haben die aber eine ganz gute Auswahl. US Chart Shows, Christian Countown, Country, etc...

Die 102,3 sendet zwar vom Frauenkopf, was die US-Amerikaner dort dafuer zahlen, weis ich nicht, vermutl. ist es deutlich kostenguenstiger, als Viele hier im Forum annehmen und spekulieren. Am Ende sendet AFN in Stuttgart schon sehr lange auf UKW, mit der staerksten Sendeleistung in Deutschland und wahrscheinlich auch in Europa.

von 102.1 - am 03.09.2014 09:47
Zitat
Jassy
Zitat

Kann gut denkbar sein, dass hier entweder aus der Zeit des Kalten Krieges oder aus SOFA irgendwelche Regelungen existieren.


Aber sicherlich nicht mit der MB was ein Privater unternehmen ist die da ist um Geld zu verdienen. Wenn es ein zuschuss gibt dann muss die vom Staat kommen. Warum siedelt man dann nicht direkt rüber zum SWR Turm was ja dem Staat gehört..


Dann weist Du mehr als ich. Wie gesagt, vorstellen koennte ich mir's und die Vertraege kenne ich nicht. Am Ende sind Deutschland und USA zwei NATO Partner, und die USA treten nicht als Besatzer auf, nutzen aber die Infrastruktur in Deutschland.

Gut moeglich, dass der Betrieb von AFN in Deutschland ueber das Verteidigungsbudget beider Laender geht? oder von Deutschland kostelos fuer die US Amerikaner gemacht wird. Am Ende haben die US Amerikaner ja auch nicht fuer die Patch Kaserne einen Geldbetrag gezahlt, ich vermute, sie haben sie nach dem Krieg einfach als Siegermacht kostenlos uebernommen?

Wer traegt die Kosten fuer den Betrieb des Truppenuebungsplatzes in Grafenwohr? Die Bundeswehr oder die US Army?

Wem gehoeren am Ende die Patch, Panzer, Kelly oder Robinson Kaserne? Der USA? oder dem Bund, und die USA nutzen sie nur? Oder sind diese Kasernen rechtlich mit der US Botschaft gleichgestellt?

Da gibt's fuer den aussenstehenden Laien viele Fragen und auch hier im Forum viel Halbwissen.

US Militaerpersonal in Deutschland ist beispielsweise von der GEZ und deren Nachfolger ausgenommen, Privatfahrzeuge von US Militaerpersonal muss aber dennoch in Deutschland den Deutschen TUEV bestehen. Die Regelung ist so und so.

von 102.1 - am 03.09.2014 15:29
Zitat
Saarländer (aus Elm)
Dieses Unistar Adult Rock Format hat mich zum Classic Rock Fan gemacht, in einer Zeit als in den deutschen Radioprogrammen hier in der Umgebung die Zahl der entsprechenden Oldie/Rock-Musiksendungen zunehmend geringer wurde. Zeitweise lief es sogar schon ab 20 Uhr. Ich hab mich damit während meiner studentischen Lernphasen berieseln lassen und auch so manchen Titel auf Cassette mitgeschnitten (trotz schlechten Empfangs von der 100,2 aus Kaiserlautern.)

Zitat
kharuba

... Einige Ausnahmen gab es: in Mannheim (damals noch 101,9 FM) und Pirmasens (103,0) wurde das live-Programm aus Frankfurt übertragen, wenn auch nur in Mono. ...


Bis wann lief das eigentlich so?
Ich erinnere mich, sowohl die 100,2, als auch die 103,0 im Technics abgespeichert gehabt zu haben, eben weil in Pirmasens zumindest zeitweise das MW-Programm auf UKW lief.
Irgendwann war die 103,0 jedoch identisch zur 100,2.



zu Unistar Adult Rock: die CD "Bacobens Rock Top 500" enthält nur Titel, die damals auf Unistar gespielt wurden, sie enthält auch exakt die long-versions, die auf Unistar liefen. Ich habe mir die Sammlung bereits besorgt und kann es bestätigen.


zu AFN in Mannheim: die Umstellung erfolgte anfang der 90er Jahre (schätze mal 1992), ca. 1991 wurde zuerst mal auf Stereo umgestellt, dann gab es ca. 1992 einen Blitzschaden am Sender Mannheim, er war daraufhin ca. 14 Tage off-air. Danach (ca. 1993) erfolgte die Umstellung auf das UKW-Format und das MW-Programm wurde in Dtl. nur noch über Mittelwelle verbreitet, anders als in Italien oder Belgien, aber da existierten ja nie AFN Mittelwellensender. Der Klang von der 103,0 Pirmasens entsprach übrigens in keinster Weise UKW, ich vermute, dass einfach das Mittelwellensignal aus Kaiserslautern terrestrisch empfangen wurde (wie eine Art Relais-Station) und einfach als UKW -Signal weitergesendet wurde. Anders war es in Mannheim, dort entsprach es klanglich echter UKW-Qualität, ich vermute, es gab dort eine Direktanbindung via Richtfunk nach Frankfurt.

von kharuba - am 13.11.2014 10:27
Zitat

Ich halte den Plan immer noch für Quatsch. Erstens weil man nicht von Ober-Olm aus gegen den absoluten Ortssender Kalmit anfeuern kann und zweitens weil man auf der 105,1 aus Kaiserslautern ganz sicher nicht bis nach Miesau kommt wegen der 105,0 von DKultur. Bei KL hätte ich ja noch die 96,9 verstanden, aber die 105,1 ist totaler Stuss.


Ausserdem dürfte doch die 100,2 (7kW aus Vogelweh oder 1kW vom Dansenberg) die weitausbessere Anschlussversorgung haben als die 96,1 / 98,1 oder 105,1. Dass es eine gerade Frequenz hat ja bisher niemand gestört. Ist ja nicht erst seit gestern aktiv.
Für Radio KL würde die Frequenz auch keine Vorteile bringen, da diese das Hinterland quasi nicht versorgt.

Benötigt das DLR, welches die 98,7 denn bekommt, eig noch eine Frequenz in KL? Wenn nicht wäre ja wieder eine Frequenz für Rockland in KL Frei. Sofern es DLF wird, könnte man die 105,1 ja an DRK geben

Eine 103,7 aus Ober-Olm würde sicherlich nur mit 2 Yagis aufgebaut sein. Eine Richtung Wiesbaden und die andere entlang der A63 nach KL, sodass es keine Einschränkungen der 103,6 gibt, da es ja im versorgungsgebiet der 20kW von Ober-Olm liegt. Wie gut natürlich AFN dann zu empfangen ist, würde die Praxis zeigen. Es gibt ja auch noch Unser Ding auf der gleichen Frequenz und somit theoretisch noch ein Störung.

Ich denke aber, dass man den Frequenzen 107,2/107,3 arbeiten sollte von Ober-Olm aus. Die 103,7 würde dann für das andere DLR in Wiesbaden sein, ein Umkoordinierung nach Mainz-Kastel wird wohl wegen der 103,9 in FFM nicht funzen. Wenn das DLR in KL eine Frequenz an Rockland abgibt, könnte man sicherlich die 97,1 in KIB auch für AFN nutzen. Dann wäre die 98,7 für das DLR frei.

von Marcus. - am 14.05.2015 22:09
Zitat
Heiko1974
Ja das denke ich auch , ich möchte mich nicht an diese Spekulationen beteiligen, aber wer lust hat kann ja weiter machen. Lg Heiko!


Es ist witzig, zu lesen, wieviel Energie einige User hier hineinsetzen, ueber das was sein koennte, und wie man mit Funzeln die Strecke von Kaiserslautern nach Wiesbaden abdecken koennte. Gut, jeder hat seine Hobbies.

Ich koennte mir sehr gut vorstellen, dass die USA den gesamten AFN ueber UKW und MW komplett abdrehen werden, oder NPR oder so aufschalten, anstelle, dass die 98,7 an den DLF geht. Canada hat ja auch seinen Soldatensender komplett eingestellt, bzw. strahlt, oder strahlte CBC Radio 1 aus....

AFN ist im Prinzip meiner Meinung nach, bereits obsolet, wenn man sich in unseren Breiten der zivilisierten westlichen Welt bewegt, - im Unterschied zu div. Einsaetzen in Afghanistan oder Irak.

Obsolet daher, da sich jeder der sich fuer USA oder US Musik interessiert, via Internet jede Station aus dem Netz holen kann, und mit etwas Intelligenz auch hinbekommt, div. Geoblocking Themen zu umgehen. In den US Kasernen wuerde man das ohnehin standardmaessig machen. Die Musik auf AFN ist heutzutage auch nichtmehr so beruehmt, eher ein Dudelfunk-Einheitsbrei, die Soundqualitaet ist abgestumpft,interessant ist vielleicht noch div. US Countdown Shows, wie CT40, oder Rick Dees moeglw. Ryan Seacrest, und den Christian countown, 20 the countdown magazine, der immer Sonntag morgens laeuft.

Ich haette Stuttgart mit der 102.3 und Frankfurt mit der 98.7 schon lange zu einem Alternativprogramm zu AFN geraten.

Damit meine ich ein Programm, dass sich an die internationale Community wendet, mit Musik-Fokus UK und USA, mit Fokus Englisch, und internationalen Nachrichten, etwa BBC und NPR, vielleicht auf aehnlichem Modell, wie man in Berlin NPR betreibt.

von 102.1 - am 14.05.2015 22:24
Zitat
Marcus.
Ausserdem dürfte doch die 100,2 (7kW aus Vogelweh oder 1kW vom Dansenberg) die weitausbessere Anschlussversorgung haben als die 96,1 / 98,1 oder 105,1. Dass es eine gerade Frequenz hat ja bisher niemand gestört. Ist ja nicht erst seit gestern aktiv.
Für Radio KL würde die Frequenz auch keine Vorteile bringen, da diese das Hinterland quasi nicht versorgt.

Offenbar will man aber bei den Amerikanern nur noch ungerade Frequenzen, weswegen man auch so mühsam die Frequenzen in Bayern umgestellt hat.

Zitat
Marcus.
Benötigt das DLR, welches die 98,7 denn bekommt, eig noch eine Frequenz in KL? Wenn nicht wäre ja wieder eine Frequenz für Rockland in KL Frei. Sofern es DLF wird, könnte man die 105,1 ja an DRK geben

Da muss ich passen, die Frage kann aber sicher jemand anders beantworten. Ich tendiere eher dazu, dass die Frequenz in KL auch mit der 98,7 noch notwendig ist.

Zitat
Marcus.
Eine 103,7 aus Ober-Olm würde sicherlich nur mit 2 Yagis aufgebaut sein. Eine Richtung Wiesbaden und die andere entlang der A63 nach KL, sodass es keine Einschränkungen der 103,6 gibt, da es ja im versorgungsgebiet der 20kW von Ober-Olm liegt. Wie gut natürlich AFN dann zu empfangen ist, würde die Praxis zeigen. Es gibt ja auch noch Unser Ding auf der gleichen Frequenz und somit theoretisch noch ein Störung.

Der Schoksberg spielt dort keine Rolle. Aber ich kann mir nicht vorstellen dass es gut gehen wird gegen einen O=5-RDS-Sender anzusenden. Die A63 ist sehr hügelig und an bestimmten Stellen (Selztalbrücke bei Alzey) könnte es wirklich problematisch werden.

Zitat
Marcus.
Ich denke aber, dass man den Frequenzen 107,2/107,3 arbeiten sollte von Ober-Olm aus. Die 103,7 würde dann für das andere DLR in Wiesbaden sein, ein Umkoordinierung nach Mainz-Kastel wird wohl wegen der 103,9 in FFM nicht funzen. Wenn das DLR in KL eine Frequenz an Rockland abgibt, könnte man sicherlich die 97,1 in KIB auch für AFN nutzen. Dann wäre die 98,7 für das DLR frei.

Die 107,3 wäre natürlich etwas freier als die 103,7, wenngleich der Heidelstein dort ebenfalls ein O=5-RDS-Sender ist, sollte es nicht so problematisch sein den wegzudrücken. Die 107,4 aus Koblenz hat glücklicherweise dank falschem Regionalprogramm keine Anteile in dem Gebiet, kann also ebenfalls zur Seite geschoben werden.

In KIB kann man die 87,6 aus Rockenhausen herholen und die an Rockland abgeben damit die 97,1 als ungerade Frequenz frei wird.

von RheinMain701 - am 14.05.2015 22:54
Zitat
DH0GHU

Solange ein UKW-Abschalttermin nicht feststeht, müßte das D-Radio bescheuert sein, auf reichweitenstarke UKW-Frequenzen zu verzichten. Dann lieber konsequent Funzeln kleiner 200 W in DAB-versorgten Gebieten abschalten. Ich bin mir relativ sicher, daß eine 98,7 mit DLF in kürzester Zeit mehr Hörer hätte als derzeit die DLF-Mittelwellen alle zusammen. Zumal es damit eine schöne Anschlußversorgung zwischen Hornisgrinde und weiter nördlich gelegenen Grundnetzsendern des DLF wie denen in Nordhessen, in NRW und in der Rhön gäbe. Dass sich den AFN-Horrorsound (das Ding klang vor 10 Jahren schon schlimmer als jeder Bundesmux-Kommerzsender heute) überhaupt noch irgendjemand, egal ob Amerikaner oder "Zaungast", antut, wundert mich sowieso.


Gerade was den DLF betrifft, habe ich mir in Hessen schon so manche Frage gestellt. Da muesste man wahrscheinlich dem AFN nicht mal die 98,7 wegnehmen.

Mein Vorschlag waere eine moegliche Umkoordinierung der 91.3 vom Rimberg zum Grossen Feldberg naeher in Betracht zu ziehen. Die Idee ist, dass das Bereich, welches die 91.3 vom Rimberg dzt. abdeckt, groesstenteils schon von der 103.3 mit 100 KW vom Heidelstein in der Rhoen abgedeckt wird, und dort wo der Rimberg Richtung Norden strahlt, ohnehin eine Reihe von Funzlen des DLF auf Sendung ist.

Tausche ich dennoch den AFN auf 98.7 gegen den DLF, koennten alle Funzlen, die der DLF heute im Raum Wiesbaden bzw. Mainz betreibt, an den AFN gehen. Damit meine ich insbs. die 103,7 vom Konrad-Adenauer Ring in Wiesbaden, oder auch die 97,6 in Frankfurt, die 103.5 in Oberursel und aehnliche Dinge.

von 102.1 - am 15.05.2015 14:40
Hallo zusammen,

es ist ja schon spannend, was hier Leute in der Freizeit sich so überlegen, was wäre wenn...

Solange das US Militär die Frequenzen behalten will, ändert sich gar nix. Was passiert wenn so ein Juwel auf den Markt kommt?

etablierte Privatsender wollen jede Konkurrenz vermeiden Dradio will die Minderheiten damit beglücken usw...

Als Konsument ist mir dann ein Programm wie AFN viel lieber als der x-te Hitdudler.

Ich hoffe inständig, dass 102,3 noch ewig von AFN belegt wird und dank der starken Präsenz ändert sich das hoffentlich nicht so bald. Ausserdem kostet jede Änderung Zeit und Nerven und warum sollte die US Army dies tun? Ich vermute, dass die Kosten für die Ausstrahlung wegen der Altverträge so oder so die Bundesrepublik zahlt, also besteht da gar kein Handlungsdruck.

Wer nun wieder über die miese Audioqualität herzieht -> es gibt genug Programm mit optimierten Sound und immer engerer Musikrotation. AFN spielt eben Musik und bietet ein Programm welches ist in dieser Form so nicht hören kann.

AFN ist - auch wenn ich inhaltlich vieles differenzierte sehe- eine willkommene Bereicherung und hilft die Sicht der USA manchmal besser zu verstehen. Umgekehrt ist es natürlich schade, wenn unser Auslandsrundfunk (DW) immer mehr zurückgeschraubt wird.

Aber zurück zu Technik: Wenn ich schin den Aufwand sehe, würde ich als US Miltär jede Änderung ablehnen. In 10 Jahren sieht UKW sowieso anders aus und dann ist de Diskussion eh obsolet.

Stuttgart ist durch das HQ bei Böblingen eine sichere Bank... und der Feldberg bedient ein grosses Gebiet. Es ist doch viel einfacher, wenn die US Angestellten nur EINE Frequenz einspeichern, anstatt auf der Fahrt wechseln zu müssen. Die haben noch alte Radios die das nicht können...

Zum Schluss: die US Army hat das Recht auf diese Frequenzen und keiner kann sie zur Rückgabe zwingen.. daher ist das auch eine Diskussion, die hier irgendwo sich immer wieder im Kreis dreht aber wenig zielführend ist.

Gruss
Winfried

von Winfried Haug - am 15.05.2015 17:26
Zitat
Salvator
Wenns denn so sein sollte: Bekommt dann der DLF die 98,7 oder wird die UKW Verbreitung des DLF in MZ/WI damit ganz gestrichen?


Geplant war nach letztem Stand (wohl noch immer aktuell):
DLR Kultur 98,7 Feldberg / Ts
AFN 103,7 Wiesbaden (K-Adenauer Ring bzw. neuer Standort)
AFN ;-) lower power Frequenz Frankfurt / M. u.a. für das Generalkonsulat
DLF 107,2 (WI-MZ.Kastel oder K-Adenauer Ring)


Zitat
Klaus Wegener
Angeblich sieht doch das hessische Gesetz vor, dass, wenn AFN die Frequenz 98.7 MHz auf dem Großen Feldberg nicht mehr benötigt, diese an den DLF geht. Kann jemand bestätigen, dass es dieses Gesetz tatsächlich gibt und ob diese Entscheidung definitiv ist (abgesehen davon, dass es evtl. auch D-Kultur werden könnte)?


Da gibt es kein Gesetz, sondern die 98,7 ist eine sogen. "NATO-Frequenz", über die die Staatskanzlei / LPR nicht ohne Weiteres verfügen kann, wenn sie nicht an sie zurückgegeben wird. Bei diesen Frequenzen haben sich die Länder schon vor Jahrzehnten geeinigt, dass sie nach Freigabe durch die Alliierten der DLF diese in Nutzung nehmen kann, wenn er Bedarf anmeldet. In vielen Bundesländern ist dies durch eine sog."Rangfolgeerklkärung" geregelt (z.B. DLR/DLF - hr - Private - NKL - Sonstige)

Zitat

Vor einem Jahr hatte sich doch auch Herr Hillmoth noch Hoffnungen gemacht..


Hat sich der hr für hr-info auch, der wäre zuerst dran.

Zitat

Ist denn, sofern die Frequenz wirklich an das Deutschlandradio fallen sollte, auch dieser Gedanke realistisch, dass es einen Frequenztausch der Programme am Feldberg geben könnte und der DLF die 102.5 bekäme um "näher an der Nordhelle zu sein" und HR4 im Gegenzug auf die 98.7 wechselt? Mir persönlich würde der Gedanke gefallen, die 102,5 hat eine höhere Ausgangsleistung als die 98.7 und HR4 hat bereits eine sehr gute Versorgung und könnte auch mit der 98.7 sehr gut leben.


Mit weiteren Belegungsänderungen auf dem Feldberg / Ts. ist ziemlich sicher nicht zu rechnen. Allerdings ist davon auszugehen, dass der DLR nach Belegung der 98,7 und anschliessend möglichem internen Belegungswechsel zwischen DLF und DLR Kultur von den bisher genutzten eigenen Frequenzen im Rhein-Main-Gebiet verschiedene freigeben wird. Die fallen dann an die Staatskanzlei / LPR und können mit anderen Programmen belegt oder ausgeschrieben werden. Evtl. könnte da auch der hr Bedarf anmelden.

von Eckhard. - am 25.07.2016 09:20
Na ja, AFN ist ja auch nicht mehr das, was es - insbesondere in früheren Jahrzehnten - mal war. Heute ist es einfach nur noch ein Programm mit Musik, die auch auf jedem anderen Sender laufen könnte. Dazu noch in schlechter Tonqualität und mit nicht unbedingt sehr spannenden Verhaltensdurchsagen und lokalen Informationen für das Militärpersonal.

DLF/DLR bieten hingegen ein Programm, das - wenn man es denn mal einschaltet - man feststellen wird, dass es gar nicht mal so altbacken und langweilig ist wie man vielleicht immer geneigt ist zu denken. Vielmehr ist es - im Vergleich zum heute vorherrschenden Dudelfunk - richtig gut gemachtes und interessantes Radio. Besonders auch die Musikauswahl auf D-Kultur ist einmalig. Dass es "keine Hörerschaft hat", liegt nicht am Programm, sondern an der Bevölkerung, an den Gegebenheiten, wie das Medium "Radio" heute konsumiert wird und was es leisten soll (Stichwort "Durchhörbarkeit") und vielleicht auch daran, "dass der DLF nicht zu empfangen ist" (diese Aussage habe ich schon öfter gehört --> Das Markenzeichen "DLF" kennt man, aber man findet ihn nicht auf der Skala).

Von daher trägt so ein Brummer wie der Feldberg vielleicht auch dazu bei, das Interesse am Medium Radio wieder zu wecken, wenn man das Programm denn mal gefunden hat. Man wird nicht die großen Massen hinter'm Ofen hervorlocken, aber die lockt auch ein AFN nicht mehr hervor. Und ein Programm wie DLF/DLR haben so eine Frequenz eher "verdient" als ein Dudelprogramm oder Festplattendudler, welches ohne viel Mühe und Aufwand produziert wird.

von Klaus Wegener - am 25.07.2016 14:19
Zitat
Habakukk
Ich könnte mir vorstellen, dass AFN dann neben der 103,7 Wiesbaden auch die 103,5 Oberursel bekommt.

Die war sogar ursprünglich in Frankfurt koordiniert, wurde dort aber nie genutzt, weil sie sich dort massiv mit RPR1 Kalmit gestört hätte, wie es schon bei der 96,0 Zeil der Fall war (die aus dem Grund dann auch nach Mainz umkoodiniert wurde).

Heute dürfte eine 103,5 dort wegen 103,6 Alzenau nicht mehr realisierbar sein.

Zitat
Habakukk
Der DLF bekommt dann in Oberursel als Ersatz die 101,8 von DKultur, sowie in Wiesbaden/Mainz die 107,2 von Dkultur.

Der DLF braucht in Oberursel keine Frequenz, die 97,6 Frankfurt geht bestens. Die 103,5 ist noch ein Überbleibsel aus der Zeit wo die 97,6 noch vom niedrigen hr-Mast (von der heute noch hr2 auf 87,9 MHz kommt) gesendet hatte.

Zitat
Habakukk
Was bleibt dann noch?
91,2 Frankurt-Sachsenhausen
99,8 Heusenstamm (falls sie nicht für den DLF verwendet wird)
107,7 Hanau (oder 92,4, falls der DLF auf 107,7 wechselt)
98,2 Darmstadt (oder 102,0, falls der DLF auf 98,2 wechselt)

Der DLF wird ganz sicher nicht die 107,7 Hanau verwenden, die ist gegen 107,7 Hohes Lohr äußerst ungünstig koordiniert. Hanau erreicht man gerade so noch, mehr aber auch nicht. Die 92,4 hingegen geht einwandfrei, nur auf bayerischer Seite drückt 92,3 Sackpfeife durch.

Die 98,2 hingegen wäre deutlich besser als die 102,0 die einfach eine grausige Koordinierung gegen 102,1 von Mudau ist.

Die Frequenzen in Boppard, Bingen, Gießen und Wetzlar würden auch frei werden, wenn DKultur auf die 98,7 kommt, evtl. sogar die 94,8 in Aschaffenburg.

von RheinMain701 - am 25.07.2016 19:40
Zitat
DH0GHU
Zitat
sup2
Mit genau so vielen Hörern wie auf Langenberg :( ..... Ich darf es richtig schreiben :
Das Deutschlandradio wäre schön blöd, ein 0,0%-Radioprogramm auf eine so gute Frequenz wie die 98,7 zu schalten. Ein Ringtausch wäre angebracht, auch um zu zeigen, wo die Kompetenz sitzt.
Wer auf der A45 fährt, hätte dann nicht "zisch zerr, krnirsch" im Radio. wenn er aus dem Bereich der Nordhelle 102,7 fährt, sondern sofort die 98,7, die bis zum Spessart geht und eine ideale Ergänzung
wäre, wenn man dann zur 103,3 aufschliesst.


Erstens: Es geht bei Frequenzen um deren technische Reichweite. Da sind die Gr.-Feldberg-Frequenzen einfach Top, da sie auch noch in NRW eine große Hörerschaft erreichen, sowie das gesamte Rhein-Main-Neckar-Gebiet.

Zweitens: Mag ja sein, dass Du die D-Radio-Angebote (D-Radio sind für mich: DLF, DKultur, DWissen - Du hast VIELLEICHT gemeint, ich würde mit D-Radio "D-Radio Kultur" meinen?) nicht hörst, aber in Berlin beispielsweise (wahrlich ein UKW-Markt mit vielen Angeboten) liegt der DLF bei >2% und DKultur bei knapp 1% Marktanteil.

Letztendlich ist es aber auch egal, ob dort DLF, DKultur oder was anderes aufgeschaltet wird. Eine Bereicherung gegenüber AudioFailure+Noise ists in jedem Fall.... Wobei ich das ganze Thema für obsolet halte, wem Hitdudler bisher nicht reichen, wird eh bald auf DAB+ setzen. Einfach Abschalten oder die Frequenz für AFN nach WI verlagern wäre so gesehen sogar die sinnvollere Alternative für 98,7 MHz....


Es ist schon witzig, was hier spekuliert wird. Das macht ja auf diesem Level wenig Sinn. Fakt ist, dass es bis heute keine offizielle Aussage gibt, und AFN auf 98,7 munter weitersendet. Weder Datum, noch Alternativprogramm steht fest.

von 102.1 - am 09.08.2016 18:49
Zitat
RheinMain701
Zitat
Kohlberger91
Aber die Aufnahme von der 94,2 auf die AF-Listen von Amberg, Weiden und co geht laut DKultur ja VF technisch nicht, hätte man ja sonst den falschen Verkehsfunk in der falschen Region (MDR Thüringen statt BR).

Eigenartiges Argument, denn 94,2 und 97,2 stehen in den AF-Listen der hessischen DKultur-Sender. Ist es dort kein Problem, wenn man den falschen Verkehrsfunk hört (MDR Thüringen statt hr)?


Ich kann nur das sagen was ich als als Antwort vom Dkutur bekam auf meine Bitte die 94,2 in Weiden und in der Amberger Liste mit aufzunehmen, da gerade im Bereich Grafenwöhr und der Bereich zwischen Nürnberg nur die 94.2 geht, die Lücke zwischen Weiden/Amberg zu Nürnberg überbrückt die 94,2. Ebenso der Autobahnbereich um Wernberg Köblitz. Daher wäre es halt sinvoll das die eben in die AF-Liste stehen würde, auf der Hofer 89,3 ist sie ja auch dabei. Es war schon ein Kampf das die Chamer 101,4 eine AF- Liste bekam, auch die hatte zuerst keine, auf meine bitte eine auszustrahlen, gab es zwar dann eine aber es waren die falschen AFs drin, zuerst nur die 100,1 von DLF, dann die vom DLF 100,1 selbst und das von einen BR Standort, bei einen MB Standort hätte ich es noch nachvollziehen können. Also ein drittes mal angeschrieben, nochmals alles erklärt und es klappte dann doch noch noch, jetzt sind wenigsten die im direkten Umfeld drin. Von meine 10 vorgeschlagen Frequenzen (Straubring, Regensburg, Weiden, Burglängenfeld, Amberg, Passau, Sonnenberg, Ingolstadt, Landshut, Hof) würden 4 umgesetzt (Straubring, Regensburg, Weiden, Burglängenfeld). Die Logik verstehe sowieso nicht, man hätte nur meine vorgeschlagen 10 Frequenzen dort in die Liste schreiben brauchen, aber nein, ja keine Frequenz zu viel beim DKultur, DLF übertragt allerdings schon 25 Afs und wie gesagt in Regensburg weigert man sich bis heute überhaupt eine AF auszustrahlen, ebenfalls ein BR Standort.

von Kohlberger91 - am 09.08.2016 19:28
Zitat
DH0GHU
Zitat
DX OberTShausen

Ich persönlich wäre dafür, D-Kultur komplett einzustampfen und dafür eine DLF-Versorgung auf UKW zu schaffen, die wirklich flächendeckend ist. Aber das ist wieder ein anderes Thema ;)


Dafür kann man schon sein, aber das ist ziemlich egoistisch (nur weil man selbst ein Programm nicht hört, ist es obsolet?), zweitens ansich ziemlich hinfällig, denn der DAB-Zug ist endgültig nicht mehr aufzuhalten, und somit eine nahezu vollständige Flächenversorgung aller 3 D-Radio-Programme gegeben. Da muß man nichts einstampfen. Im Gegenteil, verglichen mit der Grütze, die sonst so läuft, sind das drei Perlen in der Radiolandschaft.


1.) Die öffentliche Stellungnahme des D-Radios bzgl. Großer Feldberg kann man hier auf Seite 41 nachlesen.

2.) Die Hörerzahlen kann man hier nachlesen, es handelt sich nicht um ein 0,0% Programm. Ich zitiere mal: 5,75 Millionen Hörer schalten regelmäßig den Deutschlandfunk ein. Deutschlandradio Kultur liegt bei 3,4 Millionen regelmäßigen Hörern.

3.) Ich persönlich schalte regelmäßig (täglich) alle 3 Programme des D-Radios ein, wobei ich von der Musikauswahl D-Kultur am angenehmsten finde. Auf DLF läuft tagsüber praktisch keine Musik (auch nicht notwendig, ist ja ein Informationssender), bei D-Wissen ist die Musik recht "merkwürdig", die Themen manchmal etwas "abstrus" aber alles in allem stellt der Sender eine gute Alternative da - und D-Kultur hat eine sehr angenehme Mischung. Besonders auch musikalisch tagsüber: Weltmusik, Chanson, Pop - handverlesen. Rein subjektiv empfinde ich D-Kultur als das angenehmste Programm.

Man sollte auch nicht vergessen, dass D-Kultur im Grunde genommen der Sender mit der längsten Tradition in Deutschland ist. Seine Historie lässt sich bis ins Jahr 1926 zurückverfolgen. Das, was aus dem damaligen "Deutschlandsender" übrig geblieben ist, auch wenn er im Laufe der Jahrzehnte viele (politische) Veränderungen erfahren hat, ist im Grunde genommen das, was heute als "Deutschlandradio Kultur" ausgestrahlt wird. Das nur mal so am Rande.

Für das Deutschlandradio macht es am meisten Sinn, D-Kultur am Gr. Feldberg aufzuschalten, da hierbei die größere Anzahl "Funzeln" frei wird (im Vergleich zu einer Aufschaltung durch den DLF), was für die Kostenrechner wohl am wichtigsten sein dürfte.

Darüberhinaus ist der DLF dank exponiertem Standort, zumindest in Frankfurt, vernünftig zu empfangen (aber auch im Umland), während die 91.2 aus Sachsenhausen selbst im Stadtgebiet an vielen Ecken schwächelt.

von Klaus Wegener - am 12.08.2016 08:38
DLR Kultur hat sie nicht wirklich von dem RIAS / berliner Sender lösen können. Auch stellt sich die berechtigte Frage der Existenz, da Rundfunkländersache ist und jede LRA schon ein Kulturprogramm hat, der DLF spricht hingegen ein anderes Klientel an.

Ein Hypothtisches Szenario wäre gewesen, alle Frequenzen in einen Topf zu werfen und daraus eine Deutschlandweite Kette zu (TopfA / UKW Kette) basteln und mit einem Programm zu bestücken. Der Rest wandert in Topf B.

In den 90er Jahren hätte sich die Option angeboten auf den UKW Frequenzen ein Kulturprogramm zu senden und über MW/LW und den Topf B ein Wortprogramm.

Eine andere Option wäre gewesen den DLF über UKW und MW/LW auszustrahlen und Topf B dem Privatfunk zu geben, dafür auf den LRA ein bundesweites Fenster morgens 9-12 Uhr und das Nachtprogramm zu fahren.

Durch DAB ist das ganze ja mittlerweile obsolet, nur haben wir nach wievor den Status, dass weder DLF noch DLR Kultur eine flächendeckende UKW Versorgung hat und das ist Anno 2016 immer noch das Radio medium Nr 1.

Ausserdem haben wir zum Bsp in bayern eine stark Kulturlastige Radio Landschaft mit DLR,DLF, Bayern 2 und B4 Klassik. Dafür dümpeln das Jugendradio und die BR Plus auf DAB rum. In NRW sieht es mit WDR3 und WDR5 änlich aus.

und hier im Saarland, hat man von flächendeckenden DLR Versorgung auch nicht so viel, da SR2 viele Programmstrecken übernimmt. Der DLF ist leider nur auf DAB und über die Funzel in SB empfangbar, Saarburg und Hornisgrinden von den frazosen angekratzt. Auf DLF hat man aufgrund von Heusweiler (MW) nicht so viel wert gelegt.

von DAB_Saar - am 12.08.2016 19:41
Zitat
Funkohr
Zitat
Klaus Wegener
3.) Ich persönlich schalte regelmäßig (täglich) alle 3 Programme des D-Radios ein, wobei ich von der Musikauswahl D-Kultur am angenehmsten finde. Auf DLF läuft tagsüber praktisch keine Musik (auch nicht notwendig, ist ja ein Informationssender), bei D-Wissen ist die Musik recht "merkwürdig", die Themen manchmal etwas "abstrus" aber alles in allem stellt der Sender eine gute Alternative da - und D-Kultur hat eine sehr angenehme Mischung. Besonders auch musikalisch tagsüber: Weltmusik, Chanson, Pop - handverlesen. Rein subjektiv empfinde ich D-Kultur als das angenehmste Programm.


D-Wissen höre ich nur hin und wieder mal, aber den Aussagen zu D-Kultur stimme ich voll und ganz zu. :spos:

Ich höre D-Kultur regelmäßig morgens auf dem Weg zur Arbeit und nachmittags auf dem Heimweg. Die Wortbeiträge in "Studio 9" haben inhaltlich einen etwas anderen Schwerpunkt als beim DLF, sind aber von der gleichen hohen Qualität. Letzteres gilt auch für die Moderation. Die Themen sind durchweg gut aufbereitet und interessant präsentiert. Und die Musik in "Studio 9" und in der "Tonart" am nachmittag ist abwechslungsreich und toll zusammengestellt - "handverlesen" trifft es ziemlich gut.


Sehr hörenswert ist auch, wenn man sich für ferne Länder interessiert. die "Weltzeit" Mo. bis Do. von 18:30 Uhr bis 19:00 Uhr. Hat sich für mich zum Pflichtprogramm entwickelt.

Die 98,7 MHz vom Gr. Feldberg würde sich nahtlos an Langenberg 96,5 MHz anschließen, zumindest auf der A3 vom Rhein Main Gebiet ins Rheinland.

Wobei sowohl DLF als auch D-Kultur ihre Funzeln entlang der A3 aktuell so gut positioniert haben, dass beide - auch D-Kultur - mit gutem Autoradio und RDS auch ohne Gr. Feldberg unterbrechungsfrei zwischen Aschaffenburg und dem Ruhrgebiet empfangen werden können.

Könnten, wenn DLF oder D-Kultur vom Gr. Feldberg ausgestrahlt werden würden, die entsprechende Funzel in Limburg abgeschaltet werden? Ich frage, weil hr2 am selben Standort (Limburg Staffel, von wo aktuell auch DLF und D-Kultur ausgestrahlt werden) eine Funzel betreibt obwohl sich der Gr. Feldberg doch in Sichtweite befindet :eek: Ich frage mich, ob diese Funzel wirklich notwendig ist? Wenn man auf der A3 am Elzer Berg Richtung Limburg fährt, sieht man den gesamten Taunus mit Gr. Feldberg "über der Stadt thronen".

von Klaus Wegener - am 15.08.2016 08:06
Zitat
sup2
Die Glanzzeiten vom AFN sind damit endgültig vorbei, zumal ja der Heidelstein weit ins Rhein-Main-Gebit rein reicht. Von Süden nervt irgendwas anderes auf 107,2 , dito im Norden.

Ciao, AFN. Ihr habt uns viel gegeben, nur eben keinen marktwirtschaftlichen Rundfunk.


AFN hat uns in den 60er, 70er und 80er Jahren viel gegeben. Spätestens seit es Privatfunk gibt, braucht man jedoch kein "Armed Forces Radio" mehr, um anglo-amerikanische Pop-Musik zu hören. Heute gibt es diese auch auf 94.4 (hr1), 89.3 (hr3) und 105.9 MHz (FFH) vom selben Standort (wobei hr1 und hr 3 auch privatisiert werden könnten, das würde keinen Unterschied im Programm machen).

Manchmal schalte ich AFN ein, hoffend etwas von der Glanzzeit zu hören - anstatt dessen laufen Justin Bieber oder Taylor Swift sowie lokale Meldungen für Wiesbaden Erbenheim und Verhaltenshinweise für Soldaten. Und das in Qualität einer Ferrochrom-Kompaktkassette. Dafür braucht es keinen 50 Kilowatt-Sender vom höchsten Berg des Taunus. Anders noch zu Zeiten eines Casey Kasem - das hatte Alleinstellungsmerkmal :)

Zitat
sup2
Die 98,7 wird hörerlos an einen Kultursender wandern, während der interessante DLF sich weiterhin mit Funzeln abkämpfen darf. Dafür nehme ich mittlerweile Wetten entgegen.


Der "RIAS" (wie ihn manche heute noch nennen, siehe aktuelles Programmheft des Deutschlandradios) bzw. DLF Kultur, wie er zukünftig heißen wird, hat durchaus interessante Sendungen im Programm. Die 50 Kilowatt vom Großen Feldberg sind hier m.E. sinnvoller investiert als bei dem Lokalprogramm aus Wiesbaden Erbenheim in Kassettenqualität. Zumal der UKW-Empfang von D-Kultur in Frankfurt am Main - trotz Vorhandensein einer Stadtfunzel (91.2) und mindestens 3 weiterer einstrahlenden Funzeln aus den Nachbargemeinden (99.8 aus Heusenstamm, 107.7 vom Hühnerberg, 101.8 aus Oberursel) nur mit Glück oder besserer Antenne in störungsfreier Qualität möglich ist. Das einfache Radio im Bad oder in der Küche versagt hier. Von daher wäre eine 98.7 schon sehr wünschens- und lobenswert.

Der DLF hat hingegen mit der 97.6 eine Frequenz von einem relativ exponierten Standort, die in der Stadt mit einfachsten Radios (z.B. Handy mit UKW-Empfänger) auch mobil störungsfrei zu empfangen ist.

Während früher Programme wie AFN, BFBS, Radio Luxemburg oder SWF3 rar gesät waren, werden wir heute auf Grund fortschreitender Kommerzialisierung mit inhaltslosen Dudelprogrammen überhäuft, was dazu führt (oder liegt das an meinem fortschreitenden Alter?) sich mit dem Thema Kulturwellen zu beschäftigen und bemerkt, dass man eigentlich glücklich sein muss, dass es noch Programme gibt, die werbe-frei und qualitativ hochwertig sind. Und dazu gehört m.E. auch das Kulturprogramm des Deutschlandradios.

von Klaus Wegener - am 11.10.2016 12:11
Zitat
DAB_Saar
Merkt man bei der 98,7 eigentlich die 3db weniger in den tiefsten Ecken in FFM?


Ich fürchte nicht. Ich habe mir diese Frage auch schon gestellt. In der Praxis kann ich keinen Unterschied feststellen. Vielleicht mit guten Messgeräten, aber nicht mit normalen Radioempfängern.

Zitat
DAB_Saar
Früher gab es ja bei allen Programmen vom Feldberg Füllsender in FFM.
Waren die wirklich nötig oder hatten die einfach nur ne direkte Studioanbindung als Backup, wenn es auf dem bzw dem Weg zum Feldberg Probleme gab?


Sowohl die Füllsender vom Maintower (heute "You FM" und "HR Info") als auch der Füllsender für hr2 vom hr Funkhaus haben - außer in direkter Nachbarschaft der jeweiligen Sender - eine geringere Feldstärke als der Feldberg. Das sieht man sehr gut innerhalb von Gebäuden oder in Untergeschossen. Die Programme vom Feldberg sind an solchen Orten die mit der höchsten Feldstärke und die, die am ehesten noch funktionieren. Das gilt auch für die um 3dB schwächere 98.7. Die 87.9 von hr2 geht in stark isolierten Gebäuden (z.B. in Geschäften in der Innenstadt) schon nicht mehr, während der Feldberg Vollausschlag hat. Das gleiche gilt auch für den DLF mit 100 Watt vom Europaturm. Der ist indoor z.B. in der MyZeil Galerie nicht mehr zu empfangen, während der Feldberg noch geht. Die hohe Sendeleistung macht sich hier schon bemerkbar.

Im Übrigen bemerkt man indoor in Shopping-Centern u.ä. die Vorteile von UKW gegenüber DAB+. DAB+ ist indoor in den einschlägigen Malls, Shopping Centern und Geschäften entlang der Zeil nicht verfügbar (starke Isolierung der Gebäude), während UKW, und hier vor allem der Feldberg, das Einzige ist, was funktioniert.

von Klaus Wegener - am 12.10.2016 10:06
Zitat
DAB_Saar
Die 91,2 dürfte zwar neben dem Konstrukt bei Harmony FM die schwächste Frequenz in FFM sein, aber es ist immer noch FFM mit mittlerweile über 700.000 Einwohnern. Tendenz steigend.

Die anderen Frequenzen sind auch um die Kernstadt angeordnet. Bingen außen vor.

und die 91,2 dürfte mehr Einwohner versorgen, als die Würzberg Frequenzen oder etwas übertrieben formuliert nicht viel weniger als das offizielle Versorgugnsgebiet des Rimbergs mit 50 kW.

Von der Reichweite in der Fläche eine Funzel, Versorgte Einwohner sicherlich nicht.


Na ja, die 91,2 funktioniert aber auch in Frankfurt selbst wirklich schlecht. Ich fahre jeden Tag mit der Straßenbahn durch die Innenstadt und die Frequenz ist, Handy mit eingebautem FM-Empfänger, nicht wirklich anhörbar.

Meines Wissens gibt es zwei Keulen, eine nach Nordwest und eine nach Nordost. Nach Nordwest, also Bockenheim, und auch in Eschborn, geht es noch einigermaßen. Aber nach Nord, also Innenstadt, kann man es vergessen. Nach Nordost geht es wohl auch, doch die Keule ist eigentlich nicht notwendig, da mit Heusenstamm 99,8 und Hanau 107,7 zwei Frequenzen östlich von Frankfurt existieren, die den Osten von Frankfurt besser versorgen als die 91,2.

Laut D-Radio würden 14 Funzeln frei. Ich käme auf 16, wobei Koblenz und Michelstadt vielleicht bestehen bleiben, da der Feldberg dort vielleicht schon zu weit entfernt ist:

Michelstadt 107,1 (100 Watt)
Aschaffenburg 94,8 (100 Watt)
Darmstadt 98,2 (250 Watt)
Bingen 106,3 (200 Watt)
Mainz 107,2 (400 Watt) (wird für den DLF benutzt?)
Frankfurt 91,2 (100 Watt)
Heusenstamm 99,8 (200 Watt)
Hanau Hühnerberg 107,7 (320 Watt)
Oberursel 101,8 (100 Watt)
Bad Camberg 88,6 (500 Watt)
Limburg 105,1 (320 Watt)
Wetzlar 97,3 (320 Watt)
Gießen 107,5 (320 Watt)
Boppard 88,8 (100 Watt)
Lorch Oberheimbach 90,2 (200 Watt)
Koblenz 105,3 (320 Watt)

Anderes Thema, etwas off-topic: was ist eigentlich mit Stuttgart 102,3 (100 KW)? Braucht man diese Frequenz noch, gibt es dort noch viele Armee-Angehörige? Baden-Württemberg, ist mit D-Kultur, abgesehen vom 1 KW-Sender in Stuttgart und Funzeln in Baden Baden, Freiburg und Lörrach, sehr unterversorgt. Ist hier eine Standortaufgabe seitens AFN geplant?

von Klaus Wegener - am 19.12.2016 12:27
Zitat
DX-Project-Graz
Zitat
Klaus Wegener

Na ja, die 91,2 funktioniert aber auch in Frankfurt selbst wirklich schlecht. Ich fahre jeden Tag mit der Straßenbahn durch die Innenstadt und die Frequenz ist, Handy mit eingebautem FM-Empfänger, nicht wirklich anhörbar.


Genauso schlecht wie auch der Standort, finde ich, den ich damals vor Ort gar nicht gefunden habe. Die Sendeantenne haben sie gut versteckt, oder die Koordinaten bei FMLIST stimmen nicht ganz.

Mein Autoradio hat selbst in Frankfurt, innerhalb des Stadtzentrums, immer wieder mal auf die Alternativfrequenzen geschaltet.


Genau, das kann ich bestätigen. Ich könnte jetzt hier zahlreiche Beispiele im Stadtgebiet nennen, wo das Autoradio auf die 99,8 aus Heusenstamm oder die 101,8 aus Oberursel wechselt, aber auch nur weil das Autoradio eine gute Antenne und einen empfindlichen Tuner hat. Innerhalb von Gebäuden ist auch da eher kein zufriedenstellender Empfang möglich, auf keiner Frequenz (abgesehen von DAB+).

Zitat
DX-Project-Graz
Ich hatte nach dem erfolglosen Senderfotobesuch dann getestet, wie weit diese Glühbirne überhaupt reicht. Mein Bauchgefühl wurde bestätigt :D

Diese 91,2 könnte man eigentlich ersatzlos streichen, denn sie bringt nicht wirklich was.


Ich habe nie verstanden, weshalb man die 91,2 nicht auf den Maintower oder den Europaturm gelegt hat, sondern anstatt dessen ganz im Süden so ein Türmchen gebaut hat, das von Wald umgeben ist und nicht wirklich exponiert liegt. Der Maintower (oder auch der Europaturm) sind von vielen Stellen der Innenstadt aus sichtbar und man hätte hier eine sehr gute Versorgungsdichte.

Von daher freue ich mich auf D-Kultur vom Großen Feldberg...

von Klaus Wegener - am 19.12.2016 13:47
Zitat
DH0GHU
Die D-Radios sollten die ganzen Funzeln abstellen, wenn sie in dem jeweiligen Gebiet bereits über DAB+ empfangbar sind. Nicht Wasser predigen und Wein trinken...


Die Indoor-Versorgung von DAB+ ist nicht immer - auch in den als ausgebaut betrachteten Gebieten, zufriedenstellend. Die Physik kann man nicht ändern, die Frequenzen sind höher, die Dämpfung in Gebäuden ist dadurch höher und die Anfälligkeit für Störstrahlung ist auch höher. In solchen Fällen ist man vielleicht froh, wenn auf UKW der Empfang indoor noch KBW-tauglich ist.

Das D-Radio versucht, DAB+ zu pushen - finde ich gut (denn sonst pusht es ja keiner), aber die gleichzeitige Verringerung der eigenen UKW-Versorgung wäre zum jetzigen Zeitpunkt kontraproduktiv und erinnert irgendwie an rein "digital" empfangbare Programme wie RadioRopa Info, die daran gescheitert sind.

Über eine LW- und MW-Abschaltung konnte man ja noch diskutieren, aber für eine UKW-Abschaltung, auch von Funzeln - dafür gibt es noch zu wenig DAB+ Empfänger und zu viele UKW-Radios in der Bevölkerung. Man stelle sich vor, hr3 oder FFH würden UKW abschalten und ausschließlich digital senden - undenkbar! Okay, hr2 hat es versucht und keiner hat's gemerkt - vielleicht würde es beim D-Radio auch funktionieren - aber diejenigen, die die Programme hören, und aus welchen Gründen auch immer noch keine DAB-Aufrüstung vollzogen haben, hätten das Nachsehen.

Und Funzeln werden abgeschaltet, wenn gleichzeitig leistungsstarke UKW-Sender gewonnen werden können, so hat es das D-Radio angekündigt. Und das genau findet jetzt statt.

von Klaus Wegener - am 20.12.2016 12:25
Zitat
Eckhard.
Ist wohl auch so, dass das Programm "Deutschlandfunk" die 98,7 MHz Feldberg / Taunus vom AFN zum 18. Januar 2017 übernimmt. Ich weiss zwar, dass die ursprüngliche Planung eine andere war, aber man hat sich wohl in Köln / Berlin vor einiger Zeit umorientiert und die Informierten haben "dicht" gehalten (und nicht nur meine Informationen waren wohl nicht mehr aktuell - ärgerlich, soll aber auch mal passieren :( ).


Die Umorientierung ist okay. Der DLF hat die Frequenz verdient, qualitativ hochwertiges Radio. Die Frequenz schließt wunderbar die Lücke zwischen den reichweitenstarken Sendern Bonn 89,1, Nordhelle 102,7, Rimberg 91,3, Kreuzberg 103,3, Hornisgrinde 106,3 und evtl. Saarburg 104,6.

Ich möchte die Gelegenheit jedoch nutzen an die Verantwortlichen in Köln und Berlin zu appellieren, die bislang vom DLF genutzte aus Kleinsendern bestehende Frequenzkette nicht zurückzugeben, sondern für D-Kultur zu nutzen und anstattdessen die aus Kleinsendern bestehende Frequenzkette welche aktuell von D-Kultur benutzt wird, zurückzugeben.

Gründe:

1) Die aktuell von D-Kultur genutzte Frequenzkette besteht aus mehr Standorten als die DLF-Kette (z.B. Heusenstamm 99,8 strahlt nur D-Kultur aus, DLF kommt von diesem Standort nicht) - daher größere finanzielle Einsparung.

2) trotz mehr Standorten erreicht die von D-Kultur genutzte Frequenzkette weniger potentielle Hörer, was im wesentlichen darin begründet liegt, dass Frankfurt am Main durch diese Kette nur sehr unzureichend abgedeckt wird. Der Sender 91,2 aus Frankfurt Sachsenhausen am südlichen Stadtrand ist im innerstädtischen Bereich nicht zufriedenstellend zu empfangen. Er strahlt nach NW und NO, wegen Rimberg 91,3 allerdings nicht nach N, und genau hier liegt die Innenstadt, so dass im innerstädtischen Bereich der Empfang sehr problematisch ist.

Heusenstamm 99,8 strahlt aus SO in das Stadtgebiet und kommt gebietsweise stärker als die 91,2, ebenso die aus N einstrahlende 101,8 aus Oberursel und im Osten geht stellenweise die 107,7 aus Hanau besser. Alle diese versorgen Frankfurt aber nicht wirklich was zur Folge hat, dass im innerstädtischen Bereich D-Kultur indoor mit einem guten Empfänger (ich persönlich nutze z.B. einen Sangean ATS-909, welches ja nun kein schlechtes Gerät ist), nicht sauber empfangen werden kann. Kabel-UKW, DAB+, Webradio oder SAT stellen die einzige Möglichkeit dar, D-Kultur störungsfrei zu hören. Die aktuell vom DLF genutzte Frequenzkette mit der exponierten 97,6 würde dieses Problem lösen.

von Klaus Wegener - am 25.12.2016 21:11
Die 106,7 Kalmit sendet nicht rund wie die 103,6 vom selben Standort, sondern gerichtet in Richtung Vorderpfalz. Nach Westen gibt es starke Einzüge, vermutlich um die 106,8 Metz mit France Info zu schützen. Einen weiteren Einzug gibt es nach Süden in den Rheingraben, da soll wohl auch etwas geschützt werden.

Deshalb geht die 106,7 in KL auch deutlich schlechter als die 103,6 oder auch die SWR-Sender vom Weinbiet (seit Dasding auf 102,2 sendet ist der stellenweise stärker als die Ortsfunzel auf 92,5). Und genau deswegen konnte man in Mertesheim nur 200 kHz weiter die 106,5 koordinieren, gut das war das selbe Programm aber trotzdem. Ich weiß nicht ob big FM noch Ansprüche auf die Mertesheim-Funzel erhebt, aber ich bezweifle es stark.

Vogelweh liegt halt ganz unten im Tal und versorgt hauptsächlich den Graben von KL runter bis ins Saarland. Einen Konflikt sehe ich allerhöchstens mit der Funzel 106,6 in ZW für big FM. Denn nach Süden stehen hohe Berge im Weg und da hat man kaum Reichweite (deshalb auch die Extra-Funzel für Pirmasens) und nach Norden sehe ich kaum Störpotential, DLF geht dort bereits jetzt schon nicht (man hat sogar höhere Chancen die 103,3 vom Heidelstein reinzukriegen) und big FM hat wie gesagt die 107,6, da wo die nicht geht (direkt vorm Donnersberg) geht auch keine andere big FM-Frequenz. Die jetzige 100,2 hat zwar in die Richtung viel "Auslauf" unter anderen nach Darmstadt und Frankfurt (bereits in Rüsselsheim macht sich AFN störend hinter planet bemerkbar) aber da gibt es auch keinen den man auf 106,5 stören könnte außer evtl. die 106,6 Mainz. Aber da man bisher aus dem deutlich näheren Bad Kreuznach sendet sollte sich das eigentlich vertragen.

von RheinMain701 - am 29.12.2016 12:31
Das Deutschlandradio hat gestern eine PM herausgegeben:

>> 98,7 erreicht 5 Millionen Hörer

Deutschlandfunk steigert technische Reichweite in Hessen und Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg.

Intendant Willi Steul: Ein schöner Erfolg für alle Mitwirkenden


Nach mehr als zehn Jahre währenden Verhandlungen wird Deutschlandradio am 18. Januar 2017 die Frequenz Großer Feldberg 98,7 MHz vom amerikanischen Militärsender AFN (American Forces Network) übernehmen. Mit einer Sendeleistung von 60 kW wird dieser Sender den Empfang des Deutschlandfunks in Hessen und angrenzenden Bundesländern deutlich verbessern. Mit der Übernahme am Großen Feldberg erreicht der Deutschlandfunk in Hessen ca. 5 Millionen Einwohner zwischen Marburg, Aschaffenburg, Bad Kreuznach und Mannheim. 15 derzeit genutzte Kleinleistungssender werden ersetzt und abgeschaltet. Der Deutschlandfunk ist dann durchgehend auf UKW zu empfangen.

Über die Frequenz 98,7 MHz wurde bislang das Programm des amerikanischen Soldatensenders AFN ausgestrahlt, das sich an die im Empfangsgebiet stationierten Truppen richtete. Die Reduzierung der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland auf deutlich weniger Standorte ermöglichte jetzt einen Frequenztausch: Deutschlandradio erhielt die reichweitenstarke Frequenz Großer Feldberg. Im Gegenzug wurde aus Teilen der bisherigen Frequenzinseln des Deutschlandfunks ein auf den Bedarf der amerikanischen Streitkräfte zugeschnittenes Sendernetz geschaffen.

Der Intendant des Deutschlandradios, Dr. Willi Steul, würdigte in Köln die hohe Kooperationsbereitschaft der beteiligten Institutionen: "Die zusätzliche Frequenz ist ein starkes Signal für den nationalen Hörfunk. Möglich wurde dieser Frequenztausch durch das großzügige Entgegenkommen der amerikanischen Regierung. Umgesetzt wurde der Tausch durch ein großartiges Zusammenwirken der Landesregierungen, der Landesmedienanstalten sowie der Bundesnetzagentur. Die Aktion ist ein wirklich schöner Erfolg für alle Mitwirkenden."

von Manfred Z - am 29.12.2016 12:44
Der SWR wird die 102.3 mit Sicherheit nicht einfach so bekommen.

Zuerst sollte der SWR einer seiner leistungsstarken Frequenzen in Stuttgart abgeben.

SWR1 BW reicht eine 5 kW-Frequenz völlig aus, da nur SWR1 zurzeit eine überflüssige Frequenz in Langenbrand hat.
SWR3 braucht die 100 kW-Frequenz nicht wirklich. Trotzdem wird sie wohl weiterhin auf der gleicher Frequenz weitersenden.
SWR2 und SWR4 brauchen weiterhin jeweils eine leistungsstarke Frequenz, weil das Sendernetz mehr Lücken aufweist und wegen der Regionalisierung (SWR4)
DASDING bekommt die AFN-Frequenz, um eine Fast-Gleichwelle (wie z.B. DLF 102.7 vs. 102.8 in NRW) mit Weinbiet herzustellen.

Die 105.7 ist die schlechteste leistungsstarke Frequenz in Stuttgart, da die Reichweite von Nordwesten (105.6 Donnersberg) und von Süden (105.6 Säntis) beschränkt wird.
Dazu kann diese einfach nicht mit dem Jugendradio "DASDING" belegt werden, da diese Frequenz nur wegen dem 2. Programm vom geplanten Privatfunk eingeklagt wurde. Deshalb wird sie abgegeben.
Quasi ein kluger Tausch der 105.7 mit der "besseren" 102.3, um eine Fast-Gleichwelle mit Weinbiet herstellen zu können.


1. Möglichkeit - Wenn AFN die 87.9 nicht möchte, wegen US-Radios

87.9 DKultur (1 kW; unverändert)
89.5 AFN (10 kW)
90.1 SWR4 (100 kW; unverändert)
90.8 SWR1 (5 kW; passt besser zu 90.9 Baden-Baden)
92.2 SWR3 (100 kW; unverändert)
94.7 SWR2 (100 kW; neue und bessere Frequenz für SWR2; passt besser zu 94.9 Waldburg)
102.3 DASDING (80-100 kW; passt besser zu 102.2 Weinbiet)
105.7 bigFM (max. 75 kW; gleiches Sendediagramm wie 101.3)


2. Möglichkeit - Wenn AFN die 87.9 nimmt -> bessere Lösung

87.9 AFN (1 kW)
89.5 bigFM (10 kW; unverändert)
90.1 SWR4 (100 kW; unverändert)
90.8 SWR1 (5 kW; passt besser zu 90.9 Baden-Baden)
92.2 SWR3 (100 kW; unverändert)
94.7 SWR2 (100 kW; neue und bessere Frequenz für SWR2; passt besser zu 94.9 Waldburg)
102.3 DASDING (80-100 kW; passt besser zu 102.2 Weinbiet)
105.7 DKultur (75 kW)


Der SWR sollte wirklich etwas mit der Überversorgung in Stuttgart tun und besser die Reichweite von DASDING erhöhen.
In Koblenz gibt es ein ähnliches Szenario. SWR1 RP sendet nur mit 10 kW, während SWR2/3/4 mit 40 kW senden, und dabei gibt es für SWR1 RP keine weitere exklusive Frequenz (wie Langenbrand in BaWü)

Auf der 102.3 sendet AFN zurzeit das Programm relativ leise.
Würde auf der 102.3 nicht das gleiche wie auf der 102.2 vom Weinbiet laufen und das noch mit der normalen Lautstärke, so vergrößere sich das Verwirrgebiet erheblich und das wäre für die 102.2 vom Weinbiet als auch die Stuttgarter 102.3 kontraproduktiv.

von nicostrauck - am 08.01.2017 00:17
Zitat
nicostrauck
Der SWR wird die 102.3 mit Sicherheit nicht einfach so bekommen.

Zuerst sollte der SWR einer seiner leistungsstarken Frequenzen in Stuttgart abgeben.

SWR1 BW reicht eine 5 kW-Frequenz völlig aus, da nur SWR1 zurzeit eine überflüssige Frequenz in Langenbrand hat.
SWR3 braucht die 100 kW-Frequenz nicht wirklich. Trotzdem wird sie wohl weiterhin auf der gleicher Frequenz weitersenden.
SWR2 und SWR4 brauchen weiterhin jeweils eine leistungsstarke Frequenz, weil das Sendernetz mehr Lücken aufweist und wegen der Regionalisierung (SWR4)
DASDING bekommt die AFN-Frequenz, um eine Fast-Gleichwelle (wie z.B. DLF 102.7 vs. 102.8 in NRW) mit Weinbiet herzustellen.

Die 105.7 ist die schlechteste leistungsstarke Frequenz in Stuttgart, da die Reichweite von Nordwesten (105.6 Donnersberg) und von Süden (105.6 Säntis) beschränkt wird.
Dazu kann diese einfach nicht mit dem Jugendradio "DASDING" belegt werden, da diese Frequenz nur wegen dem 2. Programm vom geplanten Privatfunk eingeklagt wurde. Deshalb wird sie abgegeben.
Quasi ein kluger Tausch der 105.7 mit der "besseren" 102.3, um eine Fast-Gleichwelle mit Weinbiet herstellen zu können.


1. Möglichkeit - Wenn AFN die 87.9 nicht möchte, wegen US-Radios

87.9 DKultur (1 kW; unverändert)
89.5 AFN (10 kW)
90.1 SWR4 (100 kW; unverändert)
90.8 SWR1 (5 kW; passt besser zu 90.9 Baden-Baden)
92.2 SWR3 (100 kW; unverändert)
94.7 SWR2 (100 kW; neue und bessere Frequenz für SWR2; passt besser zu 94.9 Waldburg)
102.3 DASDING (80-100 kW; passt besser zu 102.2 Weinbiet)
105.7 bigFM (max. 75 kW; gleiches Sendediagramm wie 101.3)


2. Möglichkeit - Wenn AFN die 87.9 nimmt -> bessere Lösung

87.9 AFN (1 kW)
89.5 bigFM (10 kW; unverändert)
90.1 SWR4 (100 kW; unverändert)
90.8 SWR1 (5 kW; passt besser zu 90.9 Baden-Baden)
92.2 SWR3 (100 kW; unverändert)
94.7 SWR2 (100 kW; neue und bessere Frequenz für SWR2; passt besser zu 94.9 Waldburg)
102.3 DASDING (80-100 kW; passt besser zu 102.2 Weinbiet)
105.7 DKultur (75 kW)


Der SWR sollte wirklich etwas mit der Überversorgung in Stuttgart tun und besser die Reichweite von DASDING erhöhen.
In Koblenz gibt es ein ähnliches Szenario. SWR1 RP sendet nur mit 10 kW, während SWR2/3/4 mit 40 kW senden, und dabei gibt es für SWR1 RP keine weitere exklusive Frequenz (wie Langenbrand in BaWü)

Auf der 102.3 sendet AFN zurzeit das Programm relativ leise.
Würde auf der 102.3 nicht das gleiche wie auf der 102.2 vom Weinbiet laufen und das noch mit der normalen Lautstärke, so vergrößere sich das Verwirrgebiet erheblich und das wäre für die 102.2 vom Weinbiet als auch die Stuttgarter 102.3 kontraproduktiv.


Ich denke, ein Wechsel der AFN Frequenz in Stuttgart wuerde automatische eine Art Zero-Base Diskussion ausloesen. Da muss erstmal auch fuer AFN die Grundfrage geklaert werden, will ich von Stuttgart aus, von einer 100 KW Frequenz zu einer leistungsschwaecheren Frequenz, oder will ich an jeder Kaserne eine Funzel betreiben. Diese Frage ist noch nichtmal geklaert, jedoch vermute ich, dass die US-Amerikaner eher zu einer Frequenz in Stuttgart tedieren, als zu Funzeln in den jeweiligen Kasernen. Involviert der Wechsel einen Privatsender, also etwa BigFM und dgl. wirds nochmal komplizierter, da bei Privatsendern die Frequenzen per Ausschreibung vergeben werden. So ist bei AFN immer noch der leichteste Weg der Deutschlandfunk oder das Deutschlandradio.

Ich bin seit langem der Meinung, dass der SWR seine Frequenzen falsch einzsetzt. Vieles geht noch auf die Zeit zurueck, als es den SWF und den SDR gab, und dies ist bis heute bei den Programmen SWR 1 und SWR 3 deutlich zu sehen. Mit etwas Willen sollte auch eine nahezu BW-weite Abdeckung von DASDING erreicht werden, und SWR Info in verschiedenen Staedten ueber leistungsschwaechere Frequenzen verbreiten zu koennen.

von 102.1 - am 08.01.2017 13:14
Zitat
Stefan Z.
Wenn man die 105,1 in Vogelweh rundstrahlen läßt, um Ramstein mitzuversorgen, dann ist die 105,0 aus Neunkirchen ziemlich platt, da die 105,1 aus Vogelweh ja in der Landstuhler Ebene weitergehen soll als vom Dansenberg. Aufgrund des Einzugs der 98,1 klafft dann bei DKULTUR eine richtige Lücke.


Richtig. Deshalb finde ich die Sache ja auch recht interessant. Ich bin gespannt, wie man es dort schafft, die Anforderungen sowohl von AFN als auch des Deutschlandfunks unter einen Hut zu kriegen.
1) Der AFN will eine ungerade Frequenz (105,1), will weiter die relevanten Einrichtungen versorgen können und will generell ja auch Kosten sparen
2) Der Deutschlandfunk will bei beiden Programmen zumindest keine Reichweite auf UKW verlieren. Idealerweise will man sogar Reichweite gewinnen.

Jetzt meine Spekulation:
Wegen 1) würde ich drauf tippen, dass AFN die 105,1 von Vogelweh mit einer Leistung irgendwo zwischen 1 kW - 2 kW in Betrieb nimmt. Diagramm etwa wie bisher bei der 100,2. Damit sollte es mit der Versorgung einigermaßen passen. Dass man die Frequenz vom Dansenberg von MB betreiben lässt, halte ich für unwahrscheinlich. Selbst betreiben ist vermutlich günstiger.
Jetzt zu 2). Wenn die 105,1 von Vogelweh mit 1-2 kW sendet, wird natürlich der DKultur-Sender Neunkirchen 105,0 im Bereich Waldmohr bis Landstuhl/Ramstein gestört. Das kann man evtl. lösen, indem man DKultur die 100,2 in Dansenberg gibt. Dort, wo 105,0 und 105,1 sich überlappen, kann der geneigte DKultur-Hörer auf die 100,2 ausweichen. DLF bekäme die derzeitige DKultur-Frequenz 98,1. Dadurch würde sich an der Reichweite von DLF nichts ändern.

von SaarLux03 - am 12.01.2017 10:41
Zitat
delfi
Mal eine andere Frage:
Ich habe AFN in der Region stets als Mehrwert betrachtet. Für mich war AFN seit Jahren der einzige Grund, überhaupt noch auf UKW zu schalten. Mit dem DLF auf der 98,7 hat sich das für mich erledigt. Seht Ihr in der neuen Belegung einen Mehrwert für die Region?


AFN stellte für mich in den letzten Jahren keinen Mehrwert mehr dar: schlechte Tonqualität, US-amerikanische Populärmusik wie man sie auch auf anderen Stationen hören kann, Militär- bzw. Wiesbaden-lastige Werbung bzw. oberflächliche Informationen.

Ich sehe in der neuen Belegung einen Mehrwert. Der DLF ist ein sehr ausgewogenes und gut gemachtes Programm, die Tonqualität ist sehr gut und dank der neuen Frequenz ist der Empfang jetzt weitreichender und störungsfreier.

D-Kultur auf der 98,7 hätte ich allerdings für sinnvoller erachtet, da dann noch mehr Funzeln hätten abgeschaltet werden können und die ehemaligen DLF Frequenzen, zumindest im Rhein Main Gebiet, nicht schlecht waren (besonders auch wegen der 97,6 aus Ginnheim). Die D-Kultur Frequenzen sind, besonders auch für Frankfurt, einfach nur schlecht. Für Frankfurt hat sich im Grunde nichts geändert: der DLF ist weiterhin sehr gut empfangbar und lediglich von 97,6 auf 98,7 gewandert. Und D-Kultur ist weiterhin nur sehr schlecht auf UKW zu empfangen.

Noch mal zum Programm: sicher muss man wissen, was wann läuft, es ist ein Einschaltradio, aber die Programm-Schienen sind relativ leicht zu merken - und als Tipp: es gibt es sehr schönes monatliches Programmheft, welches man kostenlos beziehen kann. Dort finden sich viele interessante Sendungen, die man normalerweise übersehen würde. Wenn man diese nicht live hören kann, kann man sie sich als Podcast runterladen.

Zitat
DX OberTShausen
Den DLF kann ich mir auch lange anhören, wenn ich mal keine Musik hören will. Aber bei so einem Programm ist es auch nützlich, wenn man eine Übersicht hat, wann welche Sendungen laufen, damit man gezielt einschalten kann. Das ist nicht so meins. Fürs Fernsehen hat man Programm-Zeitschriften, fürs Radio nicht bzw nur sehr wenige. Man kann natürlich auch am Handy nachschauen, aber dafür bin ich dann doch zu faul ;)


Sehr schön ist auch diese Übersicht, die man sich für jede Woche als PDF herunterladen kann, entweder als bundesweite komplette Version oder als Regional-Version:

http://www.hoerzu.de/radio

von Klaus Wegener - am 20.01.2017 07:44
Zitat
DX OberTShausen
Wenn der Klang bei AFN nicht so mies wäre, hätte ich dort auch oft reingehört.


Zitat
Habakukk
Ich war bei meinen letzten Fahrten durch AFN-Sendegebiet immer entsetzt, was aus dem einstmals legendären Programm geworden ist. Ein lieblos zusammengestückeltes 0815-Popdudelprogramm in übelster Klangqualität.


Budged cuts!

Alle terrestrische Sender werden mittlerweile wohl vom Sat-Signal auf 9°O bedient. Zumindest die 102.3 und wohl auch die 98.7 und deren Nachfolger.

Und genau da liegt das Problem. Denn seit die ganzen lokalen Stationen zentral in den US gemuxt und zum Satelliten hochgeschickt werden, geht das ganze klanglich gerade noch, so lange die lokalen Strecken (z.B. morgens) gefahren werden.

Was sich aber absolut grausam anhört ist die Übernahme des zentralen (bereits totkomprimierten) Eagle-Feeds durch die lokale Station in der programmfreien Zeit. Dieser per Stream dann wieder in die US geschickt und dort ein zweites mal komprimiert geht dann auf den Satelliten :(

Genau so hört es sich dann auch an. Hinzu kommen die Audio-Dropouts, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf allen Programmen auf dem AFN-Transponder (auch TV) auftreten. In den Griff zu bekommen scheint man das seit Jahren nicht.

Die Musikauswahl ist für US-Amerikaner offensichtlich durchaus in Ordnung, soweit ich das in meiner Familie beurteilen kann. Da wird dann doch ganz gerne die 102.3 gehört, weil abends ab 18 Uhr öfters mal Musik nach dem Motto: "I haven't heard for ages" (Musik aus der Jugend von heute mitt-/end-30ern) gespielt wird.

Auch der Samstag Nachmittag ist durchaus hörenswert.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 20.01.2017 09:15
Zitat
pfennigfuchser
Fakt ist, dass gerade Steul die Abschaltung von UKW fordert und gleichzeitig eine starke Frequenz nicht den Wettbewerbern überlässt, sondern ein paar Schottfunzeln, die sich nun der Privatfunk teilen darf.

Auch Steul sieht die Lage realistisch und geht davon aus, dass UKW noch mindestens 10 Jahre in Betrieb bleibt. Warum sollte er da jetzt schon einseitig auf eine UKW-Frequenz verzichten, die Geld spart und gleichzeitig noch eine wesenltich bessere Versorgung bietet als bisher? Das ist kein Widerspruch dazu, mittelfristig eine Abschaltung von UKW zu befürworten.

Zitat
pfennigfuchser
Wäre er wirklich für DAB+ hätte er nicht die Frequenz eingefordert, sondern hätte die Funzeln abgegeben.

Die Logik verstehe ich nicht ganz. Er hat die Funzeln doch abgegeben.

Zitat
pfennigfuchser
Man mag DAB fördern, weil mal keine UKW-Frequenz mehr so bekommen kann. Mehr ist es aber nicht!

Das ist doch ein mehr als ausreichender Grund, DAB zu fördern Und wenn es DAB nach vorn bringt, so what?

Zitat
pfennigfuchser
Und die nächste Frequenz ist Bielefeld, wo sich wiederum das Deutschlandradio die Frequenz sichern wird.

Nach dem Landesmediengesetz NRW darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk nur seine Versorgungsgebiete vom 31.12.2013 aufrecht erhalten, was die analogen Übertragungskapazitäten, sprich UKW, angeht. Das gilt auch für das Deutschlandradio. Von daher wird der erste Zugriff auf die 103,0 wohl bei der LfM liegen.

Zitat
pfennigfuchser
Sorry, aber das ist und bleibt unglaubwürdig, was Steul von sich gibt.

Sehe ich aus den oben genannten Gründen nicht so.

von Funkohr - am 20.01.2017 18:24
In der FMLIST können wir uns derzeit nur auf Vermutungen und eure Berichte stützen. Der koordinierte Eintrag 100,2 Dansenberg 1kW mit deutlich nach Norden gerichtetem Diagramm dürfte obsolet sein.

Der DLF gibt selber 5kW an. Empfangsbeobachtungen bisher deuten darauf hin, dass sich die Reichweite der 100,2 nicht verändert hat. Ein Wechsel von Vogelweh zum Dansenberg müsste aber eigentlich einher gehen mit einem spürbaren Reichweitengewinn, zumindest Richtung Norden. Die Leistung wurde ja kaum verändert (ob 5 oder 7kW wird man in der Praxis kaum merken, das sind gerade mal 1.5dB Unterschied), aber der Standort wäre deutlich exponierter. Bis dato gab es in der EMF-Datenbank auch keine Veränderung des Dansenberg-Eintrages, die darauf hindeuten würde, dass der DLF von dort käme.

Beim AFN liegt ohnehin der Standort Vogelweh nahe, das bestätigt auch der - wie berichtet - immer noch gute Empfang der 105,1 im Bereich Landstuhl und Ramstein. Auch hier gab es Aussagen, dass sich der Pegel des AFN im Vergleich zur 100,2 vorher eigentlich nicht wesentlich verändert habe, was für eine Leistung von mindestens 1kW aus Vogelweh entspricht, denke ich. Der AFN spricht sogar von einer möglichen Erhöhung der Reichweite mit dem Wechsel, wobei ich dieser Aussage nur bedingt trauen würde.

Aus diesem Grunde tendiere ich derzeit dazu, dass die 100,2 wohl immer noch aus Vogelweh kommt, und die 105,1 mit vergleichbaren Parametern verbreitet wird. Ich wüsste auch nicht, warum nicht AFN Senderbetreiber einer DLF-Frequenz sein könnte. Das Deutschlandradio ist ja nicht zwingend an Media Broadcast gebunden. Vielleicht ist das ja sogar Teil des Deals? Vielleicht finanziert sich der AFN ja durch den Betrieb der 100,2 einen Teil der Kosten für die eigene 105,1?

Gegenteilige Beobachtungen oder offizielle Infos sind aber immer herzlich willkommen.

von Habakukk - am 24.01.2017 08:06
Frequenzen-Check in St. Ingbert (n-o von Saarbrücken)

Equipment:
Antenne: 6 Elemente- Yagi, ausgerichtet nach n-o → Donnersberg, Feldberg;
Rx: Onkyo T-9900.

98,7 DLF Feldberg: 31 dB,
98,8 Forbach (Störsender) nur 25 dB dank Yagi,

100,0 Salü Bliestal 50 dB
100,2 DLF Kaiserslautern: außer splash von RPR 100,3 und ggf. 100,1 nichts hörbar
100,3 RPR Idar-Oberst.: 20 dB

105,0 DRK Neunkirchen: 58 dB
105,1 AFN Kaiserslautern: nichts hörbar, wird völlig geplättet von 105,0, trotz super-narrow

AFN- Kaiserslautern 100,2 war früher hier auch unhörbar, Empfang war nur möglich über Relais Pirmasens 103,0.

AFN-Frankfurt 98,7 zählte in den Jahren 1990 bis 2003 zu meinen absoluten Lieblingsprogrammen. In dieser Zeit wurde das Programm Z-Rock 98.7 bzw. Z-FM 98.7 gesendet, das optimal meinem Geschmack entsprach. Rock- Musik vom Feinsten, die man sonst nirgends hören konnte, mit coolen Slogans wie „if you can't listen to us at work – quitt!“ - „a day without Z-FM leads on to chronically boredomness” oder “Z-FM – the Rock Authority of Europe” - wozu ich uneingeschränkt zustimmen konnte.

Schon zu Beginn der 2000er Jahre verschlechterte sich das Rock- Angebot und in 2003, noch vor dem unsäglichen Irak-Krieg, wurde es durch den sonst üblichen Pop-Hit-Müll ersetzt.
Qualitäts- Rock- Musik schien wohl auch für den durchschnittlichen GI zu anspruchsvoll zu sein.
Außer AFN-Frankfurt konnte ich auch AFN- Kaiserslautern über das Relais Pirmasens 103,0 empfangen.

Seit 2003 ist AFN für mich Geschichte und somit findet die Vergabe der Frequenz 98,7 MHz an den DLF meine ausdrückliche Zustimmung, insbesondere hinsichtlich des Verlustes aller AM- Frequenzen.

von RealRock - am 25.01.2017 15:33
Auf der A 6 Heilbronn - Mannheim - Kaiserslautern - Saarbrücken ist der UKW-Empfang des DLF durch die neue 98,7 vom Gr. Feldberg jetzt sehr viel besser geworden.

RDS schaltet dabei wie folgt:

Auf halber Strecke zwischen den Anschlussstellen Heilbronn/Untereisesheim und Bad Rappenau schaltet RDS von 91,3 (HN-Neckargartach) auf 106,3 (Hornisgrinde). Kurz vor der Abfahrt Wiesloch/Rauenberg wird auf die 98,7 vom Gr. Feldberg geschaltet. Nach der Abfahrt wird aber sofort wieder auf die 106,3 geschaltet. Das gleiche beim Kreuz Mannheim. Kurze Zeit 98,7; dann sofort wieder 106,3.
Im Viernheimer Dreieck wird dann auf 98,7 geschaltet und das bleibt dann auch so. Zwischen dem Kreuz Frankenthal und der Steigungsstrecke am Haardtrand westlich der Abfahrt Grünstadt wechseln sich 106,3 und 98,7 mehrmals ab. Dann bleibt RDS lange auf der 98,7. Der DLF ist jetzt dank der 98,7 auch im Bereich der Raststätte Pfalz bei der Abfahrt Wattenheim zu empfangen. Die 106,3 von der Hornisgrinde wird dort auf etwa 500 m von Bad Marienberg 106,3 (SWR4) überlagert.
2 km hinter der Abfahrt Wattenheim wechselt RDS auf 103,3 (Rhön). Das mag manchen überraschen; war aber auch bisher schon so. Nach 1 km wechselt RDS dann wieder auf die 98,7.
Kurz vor der Abfahrt Enkenbach-Alsenborn wird dann erstmals auf die neue 100,2 aus Kaiserslautern geschaltet. Aber schon kurz hinter der Abfahrt erfolgt wieder der Wechsel auf die 98,7.
2 km vor der Abfahrt Kaiserslautern-Ost wechseln sich 103,3 , 100,2 und 98,7 in kurzer Folge ab. Dann aber bleibt RDS ab etwa 1 km vor der Abfahrt auf der neuen 100,2.


Ab dem Dreieck Kaiserslautern habe ich dann die 105,1 von AFN in Richtung Saarbrücken beobachtet:

Im Bereich Kaiserslautern geht die 105,1 genauso gut wie früher die 100,2. Es scheint so als ob auch mit der gleichen ERP wie zuvor gesendet wird. Dank der mutmasslichen Verlagerung zum AFN-Standort und der Leistungserhöhung von bisher 200 W aus KL-Dansenberg auf vermutete 5 bis 7 kW aus KL-Vogelweh sowie dem "kräftigen" Hub :D wird die 105,0 von DKultur aus Neunkirchen nun voll an die Wand gedrückt.
Die 105,1 geht mit RDS ununterbrochen bis zur Raststätte Waldmohr an der saarländischen Grenze. Erst dort ist die 105,0 mit gleicher Feldstärke wie die 105,1 zu empfangen. Alle US-Einrichtungen in und um Kaiserslautern, am Flugplatz Ramstein, dem Hospital Landstuhl (da war ich später noch) und am Mun-Depot Miesau sind wie bisher perfekt mit dem AFN versorgt. Erst kurz vor Waldmohr endet der beifahrertaugliche Empfang von AFN The Eagle.


Dann habe ich den Empfang von DKultur 105,0 in Gegenrichtung (Richtung Mannheim) getestet:

Schon kurz nach der Abfahrt Waldmohr wird die 105,0 durch die 105,1 gestört. Hier endet dann auch der Normalhörerempfang.
RDS geht trotz der Störungen durch den Nachbarkanal bis zum Kreuz Landstuhl und kommt für kurze Zeit wieder im Bereich der Abfahrt Ramstein-Miesenbach. Die Reichweite ist so wie bisher. Nur die Störungen durch die 105,1 fangen jetzt bereits bei Waldmohr anstatt bei Ramstein-Miesenbach an. Einen Anschluss per RDS-Umschaltung an die 98,1 aus KL-Dansenberg gab es aber auch zuvor nicht.


Fazit:
Eine klassische Win-Win-Situation.
Der AFN ist genauso gut wie bisher zu empfangen; nun aber endlich auf einer ungeraden Frequenz. Der DLF ist erstmals auf UKW durchgehend auf der A 6 Saarbrücken - Mannheim zu empfangen; und das auch noch nahezu ohne Störungen und Gezischel.

von Manager. - am 28.01.2017 20:06
Ja, alles bekannt. Teilweise verschlechtern mies koordinierte Funzeln eher noch den Mobilempfang, als dass sie ihn verbessern. Das ist z.B. bei einigen Funzeln im Großraum Stuttgart der Fall. Dort ist die Hornisgrinde-Frequenz 106.3 eigentlich flächendeckend zu empfangen, wenngleich oftmals verzerrt (in Tälern und an Osthängen) oder leicht angerauscht. Aber der Empfang ist großteils stabil. Was passiert nun, wenn die AF-Funktion des Autoradios eine der Funzeln (Esslingen 96,7, Kirchheim 91.3, Tübingen 93.8, "Göppingen" 99.8) einfängt? Sie schaltet sofort auf diese, wenn der Empfang auf einer dieser Frequenzen besser ist. Oft ist dies aber nur für wenige Meter der Fall. Und dann geht dieser Sender im Rauschen unter bzw. unter einem Nachbarkanalsender (96.6 Tübingen, 91.4 Büttelberg oder Glatten, 93.8 Waldenburg, 99.9 Heidelberg oder Säntis). Dann dauert es tlw. viel zu lange, bis das Gerät wieder auf die 106.3 zurückschaltet, wenn diese gerade nicht allzu kräftig hereinkommt oder durch Mehrwegempfang das RDS-Signal nicht sauber ankommt. In manchen Fällen wird der Empfänger gar "gehijackt", weil er das RDS-Signal des Nachbarkanalstörers aufschnappt und dann auf diesen weiterschaltet. Dann hast Du auf einmal SWR2 drin, letzlich dann auf 105.7, obwohl Du DLF hören wolltest. (das finde ich dann echt zum Reiern, Mann! :joke:) Mein Fazit: Ohne diese Funzeln wäre der Mobilempfang stabiler. Die einzige DLF-Funzel im Großraum Stuttgart, die richtig taugt, ist die Ludwigsburger 94.1, dies allerdings erst, seit der SWR4-Frequenz von der Hornisgrinde die "Flügel gestutzt" wurden. Insofern ist es richtig, dass das D-Radio mittlerweile neben DAB nur noch auf UKW-Großsender setzt und keine Funzeln mehr aufschaltet.

von Peter Schwarz - am 29.01.2017 09:49
Zitat
Eheimz
Eventuell fällt die 103,0 auch DKultur zu. Damit könnte man hier an der Stelle an den Brocken im Osten und die 96,5 aus dem Ruhrgebiet anschließen. Es müssen ja nicht alle "alten" Frequenzen direkt an den DLF gehen.

Hat man ja in Langenberg gut gesehen.

Übrig wären dann

88,9 Lemgo
97,5 Münster (evtl.)
97,5 Damme (evtl.)
97,7 Lübbecke
106,2 Bielefeld


Ich vermute mal, man wird schauen, bei welcher Option mehr Funzeln ausgeknipst werden können (und es dadurch für das Deutschlandradio wirtschaftlicher wird). Im Ruhrgebiet war die Lage aus meiner Sicht klar, da der DLF bis auf die 91.0 in Wuppertal und die 104.4 aus Schwerte im Pott eigentlich keine großen Füllsender hat, auch wenn die 102.7/102.8-Lage problematisch bleibt. Wie groß der zahlenmäßige Unterschied der Kleinsender im Rhein/Main-Gebiet ist, weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf. Aber die abgeschalteten DLF-QRGs sind schon beträchtlich.

In Ostwestfalen gehen Brocken (DKultur) und Torfhaus (DLF) jedenfalls recht ähnlich weit mit leichten Vorteilen für den Kölner Sender.

Ich fürchte allerdings, dass Münster an bleibt, um die Häuserschluchten in Mauritz zu versorgen. Viel mehr Gewinn hat die 97.5 nämlich seit der Langenberg-Aufschaltung nicht mehr. Hier in Münsters Westen, wo die Hauptstrahlrichtung liegt, ist Langenberg schon stärker. Klar, die Antenne hängt etwas tiefer und hat weniger Power als die 104.5 bzw. 95.4. Sinnvoll wäre bei einer 103.0-DKultur-Aufschaltung ein Wechsel der 97.5 an den DLF und die Abschaltung der 104.5, da diese rundherum Störer hat. Die 97.5 ist hier noch freier als die in Genf koordinierte 95.4.

von NurzumSpassda - am 06.03.2017 22:55
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