Startbeitrag von Wiesbadeneram 08.12.2010 14:12
Szenario 1:
DLF
Gr. Feldberg 98,7 MHz - 60 kW
AFN
Kaiserslautern 100,2 MHz - 7 kW (schon aktiv)
Kirchheimbolanden 87,6 MHz - 0,5 kW (war: Rockenhausen)
Ober-Olm 100,2 MHz - 5 kW (derzeit: planet radio Frankfurt).
planet radio
Frankfurt 97,6 MHz - 0,3 kW (derzeit: DLF)
Hanau 92,4 MHz - 0,3 kW (derzeit: DLF)
Oberursel 103,5 MHz - 0,1 kW (derzeit: DLF)
Dieburg 90,1 MHz - 5 kW (Leistungserhöhung nach Wegfall Gleichwelle Wiesbaden)
Wiesbaden 103,7 MHz - 0,5 kW (derzeit: DLF)
Szenario 2:
Gr. Feldberg 98,7 MHz - 60 kW
AFN
Wiesbaden-Erbenheim 97,6 MHz - 2 kW (derzeit DLF Frankfurt)
Ober-Olm 103,7 MHz - 3 kW (gerichtet nur gen Westen, A63, wg. Kalmit 103,6 und Frankfurt 103,9, derzeit DLF Wiesbaden)
Kirchheimbolanden 87,6 MHz - 0,5 kW (war: Rockenhausen)
Kaiserslautern 100,2 MHz - 7 kW (schon aktiv)
Alle anderen Sender und Frequenzen bleiben, die Ex-DLF-Kanäle in Hanau und Oberursel fallen an private Veranstalter oder den hr.
Daß AFN wirklich mal die 98.7 abgeben will, hätte ich mir nicht träumen lassen.
Ich kenne die Frequenzsituation zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern jetzt nicht so genau. Wäre es vielleicht möglich, auf dem Donnersberg eine ungerade und gerichtete Frequenz aufzuschalten?
@ TerranusI
Häh? Wieso? Soll der abgeschaltet oder nur in der Leistung reduziert werden?
@ -radiofan-
Sehe ich auch so. Hinzu kommt noch, daß es eine gerade Frequenz ist. In Kaiserslautern scheint die gerade Frequenz aber auch kein Problem darzustellen.
@ Biertrinker aus Schwaben
Ja, eine Frequenz vom Frauenkopf oder vom Hohen Bopser braucht es für die Versorgung der Kasernen schon. Aber dafür würden auch 3 KW oder so reichen. In den 90ern stand mal ein Frequenztausch mit dem Deutschlandradio zur Debatte. Also AFN auf die 87.9 mit 1 KW und das Deutschlandradio auf die 102.3 mit 100 KW.
Wenn AFN die 102.3 in Stuttgart abgeben sollte, ist aber nicht davon auszugehen, daß da ein besserer Sender draufkommt. Einen weiteren Musiksender wird die Landesmedienanstalt Baden-Württemberg nicht zulassen. Das würde wohl darauf hinauslaufen, daß das Deutschlandradio die 102.3 bekommt.
Die Leistung ist bei dem Störnebel in der Innenstadt aber auch schon kritisch.
Jetzt mal langsam. Mit diesen ganzen Headquarters blicke ich langsam echt nicht mehr durch. Das Headquarter war doch bisher in Heidelberg. Kommt es nun nach Stuttgart oder nach Wiesbaden? Oder gibt es da mehrere Headquarter, die hier irgendwie durcheinandergewürfelt werden?
von Kay B - am 08.12.2010 22:13
AFN gibt die 98,7 auf dem Gr. Feldberg ab, wenn....
Richtig: Erstzugriff hat bei allen Allierten-Frequenzen der DLR und es ist davon auszugehen, dass nach Rückgabe an die Bundesrepublik eine Belegung mit DLR-Kultur erfolgen wird, also nicht mit dem Programm des DLF. Wobei allerdings nicht auszuschliessen ist, dass es da erst einmal einen Frequenztausch DLRK - DLF bei den freiwerdenden DLRK-Frequenzen geben kann, bevor der Rest weiterverwendet wird.
Nur dauern kann dies alles durchaus noch, denn da sind nicht nur zwei Bundesländer (Hessen + RLP = die sich bei der Rundfunkpolitik nicht unbedingt einig sind) und damit auch zwei LMA mit im Boot, sondern auch zwei LRAnstalten ( wobei der hr selbst gerne für hr-info die 98.7 haben möchte oder mindestens die schon mal andiskutierten LPR-Frequenzen für Veranstaltungsradio im Rhein-Main-Gebiet für hr-info + you.fm )
Keine Chance, die 98.7 wird nicht beim Privatfunk landen (siehe oben)
Sehr gut erkannt - :spos: ... nur: welche Frequenz
Nicht unbedingt. Spanien wollte gerne das Hauptquartier von AFRICOM, das aber nach bisheriger Planung in Stuttgart bleiben soll. Das europäische Hauptquartier der US ARMY zieht aber in den nächsten Jahren von Heidelberg nach WI-Erbenheim.
von KlausD - am 09.12.2010 01:21
AFN gibt die 98,7 auf dem Gr. Feldberg ab, wenn....
Korrekt, nur
- es muss(te) gespart werden. aber
- die Stromrechnung für die MW war (angeblich) extrem hoch und stand (angeblich) in keinem Verhältnis zu der genutzten tatsächlichen MW-Hörerzahl für hr-info,
- der MW-Sender muss(te) dringend saniert werden. Da hatte man evtl. wohl gehofft, dies würde ein neuer Mieter für den Sendestandort übernehmen. ERF und AFN haben dankend abgelehnt. Da man sich aber gleichzeitig sicher war die verlangten neuen UKW-Frequenzen für hr-info ab 01.01.2010 z.B. u.a. aus LPR-Beständen zu bekommen (was bekanntermassen nicht passierte), "knaatscht" man jetzt und zieht sich bisher "beleidigt" in den Schmoll- / Blockadewinkel zurück.
Korrektur: Soll selbstverständlich "Schmollwinkel heissen - :rolleyes:
von KlausD - am 09.12.2010 02:17
Deutschlandradio Kultur
Gr. Feldberg 98,7 MHz - 60 kW
AFN
Wiesbaden-Erbenheim 107,2 MHz - 0.5 kW (derzeit: DKultur Mz-Kastel)
Ober-Olm 96,4 MHz - 0,5 kW (nur eine Yagi nach West, A63 zw. Anschlussstellen Ober-Olm und Wörrstadt)
Alzey 107,2 MHz - 0,1 kW (Gleichwelle Erbenheim, Versorgungsgebiet Wörrstadt bis Kirchheimbolanden)
Kirchheimbolanden 97,1 MHz - 0,2 kW (derzeit: Rockland)
Kaiserslautern 100,2 MHz - 7 kW
Rockland
Kirchheimbolanden 87,6 MHz - 0,5 kW (war: Rockenhausen)
hr-info
Rodgau-Weiskirchen 107,7 MHz - 0,5 kW (bisher: DKultur Wachenbuchen)
Königsstein 91,2 MHz - 0,1 kW (derzeit: DKultur Frankfurt, Möglichkeit einer Gleichwelle mit Bensheim)
Friedrichsdorf 101,8 MHz - 0,1 kW (derzeit: DKultur Oberursel)
Alzenau 107,1 MHz - 0,25 kW
Radio Bob
Alzenau 103,6 MHz - 0,25 kW
Bingen/Rheingau 106,3 MHz - 0,2 kW (bisher DKultur)
Die Frequenzen Limburg 105,1 MHz, Asslar 103,7 MHz, Gießen 107,5 MHz und Marburg 93,3 MHz (alle DKultur) fallen zurück an das Land Hessen und können zu Standorten mit Versorgungslücken für DLF, hr info/You FM oder Privatradios umkoordiniert werden.
von Wiesbadener - am 09.12.2010 10:11
So dann erklär mal. Ich höre da nur das gleiche wie auch auf HR3 und teils sogar HR 1 kommt
von -radiofan- - am 09.12.2010 10:34
Dann hörst du aber nicht oft you fm, sicherlich mag sich das mal überschneiden mit HR3, aber so oft nun auch wieder nicht, sonst gäbe es den sender ja erst gar nicht
Ist beim SWR aber auch nicht anders SWR3 und dasding sind teils auch identisch
von Rheinländer - am 09.12.2010 11:59
Für dich wird extra die 98.7 in Steinach mit MDR Figaro aktiviert. :D
@ KlausD
Wer hat das eigentlich festgelegt?
Ist ja auch so. Bei einem Mittelwellensender geht halt antennenbedingt in der Regel maximal die Senderausgangsleistung als ERP raus. Und mit der Energie, die ein 100-KW-Mittelwellensender braucht kann man halt 10 UKW-Sender, die an einer entsprechenden Antennenanlage einer ERP von je 100 KW erbringen können, versorgen.
Es ist halt so, daß UKW-Sender durch die Antennenanlage ökonomischer arbeiten. Das mit der geringen Hörerzahl der Mittelwelle ist in Anbetracht der geringen Nutzung seitens Ottonormalhörers nur logisch.
Die Tatsache, daß nicht mal mehr ein öffentlich-rechtlicher Sender seine eigenen Mittelwellensender sanieren will, zeigt, welchen Stellenwert dieser Frequenzbereich noch hat.
@ Wiesbadener
Wäre auf dem Donnersberg vielleicht eine neue, möglichst noch ungerade und auf die Verbindung zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern gerichtete Frequenz möglich?
Wer hat das festgelegt? Eigentlich widerspricht das ja dem Grundsatz, daß Rundfunk Ländersache ist. Demnach müßte der nationale Rundfunk sogar an letzter Stelle stehen.
@ Biertrinker aus Schwaben
Die Landesmedienanstalt Baden-Württemberg hat kein Interesse daran, die bestehenden Strukturen und Marktaufteilungen aufzuweichen. Einen weiteren Dudelsender möchte man vermeiden.
@ Rheinländer
Das mit den Jugendradios ist teilweise sowieso nur Kindergarten zwischen den öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern. Als in vielen Bundesländern ein privates Jugendradio etabliert wurde, mußten die öffentlich-rechtlichen Sender dem halt auch unbedingt etwas entgegensetzen. "Was der hat will ich auch haben!" ...Kindergarten halt.
von Kay B - am 09.12.2010 13:29
Damals gab es aber auch noch nicht die echte Frequenzkrieg. Jetzt wird ja zwischen dem hr und LPR heftig um jeder Funzel gekämpft. Zudem gab es damals für drei Partien was zu gewinnen, denn sowohl das Deutschlandradio, dem hr und FFH könnten mit diese Frequenzen eine erhebliche Reichweitevergrösserung bei seine Programme machen.
Jetzt liegt das aber ein ganzes stück komplizierter: Es gibt nur ein dicke Frequenz, wo in prinzip drei Parteien, wenn nicht sogar mehr, grosser Interesse dran haben. Aber nur einer kann gewinnen. Wieviele gerichtsurteile wird es jetzt geben bevor das ganze überhaupt umgestellt werden kann, und wieviel Funzeln mussen aufgegeben werden bevor das ganze überhaupt statt finden kann?
Wie gesagt, ich denke das es noch lange dauern wird bevor da was entschieden wird.
von Jassy - am 09.12.2010 13:37
Im Moment wäre AFN eine echte Bereicherung, wenn die Klangqualität nicht so unzumutbar wäre. Die AFN-Mittelwelle klingt, einen anständigen Empfänger vorausgesetzt, deutlich besser. Hier macht man allerdings den gleichen Fehler wie Rockland: Man sendet nur einen Kanal, was bei alten Titeln von den Beatles auffällt, weil z.B. das Schlagzeug nur auf einem Kanal zu hören ist. Oder Bohemian Rhapsody (Galileo, Galileo...).
Offtopic: Gerade Marco Schreyl, der DSDS-Dummschwätzer: "Stau wegen Blockabfertigung, was auch immer das ist..."
von ScheichManfred - am 09.12.2010 14:07
Richtig, nur müßten dann zu der einen Frequenz 98,7 andere bisherige in einen Tausch mit einbezogen werden, sonst werden tatsächlich die Gerichte entscheiden.
Was könnte man denn mit einbeziehen ? Der HR wird für die 98,7 die 90,2 Bensheim und 90,4 Frankfurt in den Ring werfen, Limburg wohl auch. Schlechter Ersatz, vielleicht sogar die 102,3 ? Immerhin versorgt die 92,9 bei HR Info ein Gebiet, indem auch die 102,3 geht. Die 102,3 abzugeben, wäre dann aber attraktiver, wenn man in Marburg die Funzel auch behält. Oder der Oberhammer: Der HR bietet dem DLF oder DLR die 104,3 Biedenkopf und die 104,3 Darmstadt an ! Wäre dann an Attraktivität mit dem Feldberg fast vergleichbar. Alles andere wäre ein viel schlimmeres Flickwerk, auch das, was der DLF jetzt anzubieten hat. Hillmoth kann immerhin die 100,2 auf dem Spargel anbieten bzw. die 90,1 in Dieburg, die man auch umkoordinieren könnte.
von Stefan Z. - am 09.12.2010 14:25
von freiwild - am 09.12.2010 14:59
AFN gibt die 98,7 auf dem Gr. Feldberg ab, wenn....
Selbstverständlich ist Rundfunk weiterhin Ländersache. Dieses "Erstzugriffsrecht" (ich nenne es mal so) gilt nur für die an die Bundesrepublik zurückgegebenen sogen. NATO / Alliertenfrequenzen. Ansonsten gilt immer als erstes die jeweilige Landesrundfunkanstalt mit ihren (häufig selbst) als "Grundversorgung" definierten Programmen, dann die Landes-Privaten und sonstige (Campusradio / NKLs usw.). Da muss sich dann auch der DLR mit seinen Programmen DLF und DLRKultur hintenanstellen. Ausser man regelt es bewusst aus z.B. politischen Erwägungen anders und zieht das DLR in Sonderfällen an die zweite Stelle vor.
von KlausD - am 09.12.2010 16:46
Dennoch sollte man sich mal überlegen, was man zwischenzeitlich mit derartigem Frequenzpoker und Aussitzen verbrochen hat. Der hr hat damals für sein Gastarbeiterprogramm bekanntermaßen die 87,6 und 92,7 temporär geopfert und nur die 91,9 neu koordiniert. Wenn man über eine derartige, ich nenne es mal Zerobase, reden würde, sollte das weiter ausgreifen. Sprich: Es sollte doch bitte überlegt werden, ob nicht auch eine 90,4, 100,2 und 107,0, vielleicht auch noch 90,1 vom Feldberg aus zu betreiben wären. Und da sind dann auch alle Funzeln seit Genf84 erstmal außen vor zu lassen. Man hätte dann immerhin Masse zu verteilen.
Nachtrag: Im Gegensatz zu "Frequenzpoker und Aussitzen" hat man damals in Bayern gehandelt und auch an exponierten Standorten mit mittelhoher ERP koordiniert. Das Ergebnis ist eine landesweite Senderkette welche heute BR-Klassik hat.
von Thomas (Metal) - am 09.12.2010 19:17
Genau. Deshalb AFN Power Network auf die 98.7 vom Großen Feldberg. :D
Bitte nicht Deutschlandradio. Ich weiß, daß ich mich jetzt hier bei einigen wieder unbeliebt mache. Aber mit Deutschlandradio dürfte die 98.7 nur noch einen Bruchteil der jetzigen deutschen Hörer haben. Dann lieber noch Planet Radio oder You FM auf diese Frequenz.
von Kay B - am 09.12.2010 19:36
Der nationale Hörfunk, also das Deutschlandradio, sendet aufgrund eines Staatsverstrages mit den Bundesländern. Der Bund ist bei Angelegenheiten, welche die Länderhoheit betreffen, immer außen vor.
Das bedeutet,l dass ausschließlich in Wiesbaden und nirgendwo sonst über die Verwendung der 98,7 entschieden werden wird. Dort wird man sich auch Gedanken machen müssen, was man den Amerikanern als Ersatz für die Frequenz anbietet. Spätestens da muss man mal über den Rhein nach Mainz schauen, und zwar in die dortige Staatskanzler. Die muss sich im Falle des Falles selbst erst einmal die notwendigen Frequenzen aus der Turmstraße in Ludwigshafen zurückholen. Möglicherweise lässt sich ja tasächlich mit der brach liegenden 87,6 und der Mainzer DLF-Frequenz was basteln.
In Hessen selbst dürften auf jeden Fall die aktuellen DLF-Frequenzen für AFN zur Verfügung stehen.
Dudelfunk gibt es in Rhein-Main schon mehr als genug, da wäre eine Entfunzelung des Qualitätsprogramms schon sinnvoller.
von Alqaszar - am 09.12.2010 23:02
[Völlige Utopie an]
Man erkennt, daß man weiterhin ein 24h-Programm in englischer Sprache haben möchte: Wie wäre es, wenn man ein oder mehere via allgemein zugänglichen Rundfunkdienst (in erster Linie Satellit, nicht aber Internet) empfangbare bevorzugt ö. r. Programme auf einer UKW-Frequenz oder -Kette verbereitet? Z. B. BBC Radio 1 12 Stunden, die anderen 12 h ein anderes, dazu dann ein lokales Fenster. Ich lasse bewußt offen, ob das auf 98,7 erfolgen muß, jedoch würde es mit größter Sicherheit weit mehr Zuhörer finden als ein FE auf 103,3 ;-) .
Natürlich spräche das Medienrecht dagegen. Aber ist es nicht beschämend, wenn man andersherum selbst in manchmal demokratisch mangelhaften geltenden ehemaligen Ostblockstaaten 1:1 Übernahmen deutscher Programme auf UKW abstrahlen kann? Möglicherweise bräuchte man neben Regelungen für Urheberrechte und der zugehörigen ... ( :sneg: ) noch einen Träger. Sprich: Es sollte Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder der Landesmedienanstalt sein ein solches Programm zu verbreiten.
[Utopie, Ende]
von Thomas (Metal) - am 11.12.2010 17:02
??? kein DLF in AB? Es ist richtig, daß man keinen Sender auf dem Pfaffenberg oder AB-Stadt hat, aber die 103,3 geht ordentlich. Ggf. eben via Yagi in 10m über Grund. Aber selbst in Auto habe ich den Empfang immer als annahernd ausreichend angesehen, im Gegensatz dazu stand D-Radio Kultur.
von Thomas (Metal) - am 12.12.2010 11:29
Ich habe ja nur geschrieben, was ich auf der 98.7 für wünschenswert halte. Daß wir in einem Land leben, in dem Sender, die kaum jemand hört, den Status landesweit zugewiesen bekommen und bei Frequenzvergaben bevorzugt behandelt werden, ist mir auch klar.
@ Flowilu
Da hast du meine volle Zustimmung! :cheers:
@ Nohab
Das ist aber numal das Wesen einer Demokratie, daß die Bürger möglichst weit mitentscheiden. Die Haltung, die du jetzt hier vertrittst, ist einfach undemokratisch. Wenn eine kleine, elitäre Gruppe Entscheidungen für alle trifft, nur weil sie meint zu wissen, was richtig für die Bürger ist, haben wir definitiv keine Demokratie!
von Kay B - am 12.12.2010 20:43
Es geht nicht darum, daß Dummfunker und Kukidentbespaßer garnicht mehr senden sollen,
sondern es geht darum, daß anspruchsvolle Programme ebenfalls flächendeckend
und in anständiger Qualität zu empfangen sein müssen. Und genau das würde nicht mehr der Fall sein,
wenn man das gemeine Volk allein entscheiden ließe.
Die tägliche Auflage der Bild und die Einschaltquoten von RTL sprechen eine deutliche und
gleichzeitig beängstigende Sprache. Nicht ohne Grund ist der deutsche Dummfunk genau so wie er ist.
Lobenswert daher die Vorgehensweise der niederländischen Agentschap, durch Auflagen eine möglichst große Vielfalt zu erzielen.
Bis sich diese Einsicht hierzulande auch durchsetzt, werden wir wohl lange warten können.
Ein Wort zum Thema Deutschland und Demokratie:
Die Demokratie in Deutschland existiert nur auf dem Papier.
In den Parteigremien wird schon sichergestellt, daß sich an den hier
herrschenden Verhältnissen so schnell nichts ändert.
Legale Schmiergelder, euphemistisch Parteispenden genannt, tun das ihrige.
Und schaut man sich an, was hier in DL ins Parlament gewählt wird,
da zweifelt man wirklich an seinen Mitmenschen.
von Nohab - am 12.12.2010 21:24
Ja, das genau wäre der richtige Schritt. Denn das Problem in Deutschland ist, daß unser Rundfunk einfach nur aus den beiden Extremen einer anspruchslosen Massenware ("Dudelfunk", "Kukidentenfunk"...) einerseits, und anspruchsvollen, aber gähnend langweiligen Programmen andererseits besteht.
Das Problem dabei ist, daß jede freie Kapazität genutzt werden soll, um einem Dudelprogramm ein weiteres Gähnprogramm entgegenzustellen anstatt diese freie Kapazität mal mit etwas anderem, wie zum Beispiel einem Musikspartenprogramm, zu belegen.
von Kay B - am 12.12.2010 21:43
Ich bezweifle, dass bei einem Bürgerentscheid immer nur massenkompatible Ergebnisse rauskommen. Beispiel Raucher-Begehren in Bayern im Sommer: da wurde von beiden Seiten mobilisiert, aber natürlich sind wegen dem mit der Abstimmung verbundenen Aufwand nicht alle zur Abstimmung gegangen, die Beteiligung lag bei knapp 38 Prozent. Das Ergebnis: das Kneipenrauchverbot wurde verschärft, obwohl die Raucher unterstützt von der Tabaklobby ganz heftig Stimmung gemacht hatten. Das Hörerinteresse an anspruchsvollen Programmen wie den Kulturradios ist viel höher als bei den Phil-Collins/Foreigner/Huey-Lewis-Abnudlern, die sind doch nur Hintergrundbeschallung. Für die würde keiner seine Stimme abgeben.
von Flowilu - am 13.12.2010 09:17
Das ist grundätzlich richtig. Aber ein Informationsprogramm und ein Kulturprogramm reichen.
@ ScheichManfred
Ich habe gerade eben mal reingehört. Der Sender scheint in der Tat etwas dynamikreicher zu sein, ist aber dennoch leiser als die hr-Programme.
Wie denn das? Wird der Sender auf dem Großen Feldberg seit dem Umzug nach Wiesbaden nicht auch per Hotbird gespeist? Da sind die Sender doch auch alle relativ leise.
von Kay B - am 26.01.2011 22:48
Die Amerikaner haben im Norden von Stuttgart, auf dem Burgholzhof eine "Housing Facility", die Robinson Kaserne, und in Boeblingen die Panzer Kaserne, In Stuttgart gibts die Patch Kaserne und Kelly Kaserne.
In Feuerbach (irgendwo dort wo die Siemens ist) duerfte es noch eine kleinere US Facility geben, und am Flughafen in Stuttgart, haben die auch noch ein Bereich, welches nur der USA zur Verfuegung steht.
Vermutl. soll die 102,3 auch noch fuer eine halbwegs lueckenlose Versorgung auf der Autobahnfahrt nach Heidelberg oder Mannheim sorgen, egal ob man ueber di A81 via Heilbronn oder ueber die A8 via Karlsruhe fahren will. Ich meine auch mal irgendwo auf der Schwaebischen Alb ein Hinweis-Schild fuer einen Uebungsplatz gesehen zu haben.
Ich wuerde grundsaetzlich befuerworten, wuerde die 102,3 mit der 107,7 getauscht werden. Plaene gab es wohl mal Mitte der 90iger Jahre, doch zu deren Umsetzung kam es nie.
Wuerde die 102,3 aufgegeben werden, wuerde sie vermutl. erstmal an den Deutschlandfunk gehen, und nicht an "Die 107,7". Dies sei auch aller Wahrscheinlichkeit nicht politisch gewollt.
Wuerde man in Stuttgart einiges veraendern und AFN tatsachlich auf 107,7 gehen, (zuzueglich einer Umkoordinierung der 100,7 auf den Frauenkopf) so stuenden fuer den Privatrundfunk 3 grosse Frequenzen zur Verfuegung: 100,7, 101,3, und 102,3
Nur, dies ist wie schon beschrieben politisch eben nicht gewoll, denn die liebe Antenne1 muss Platzhirsch Nr1 bleiben.
von 102.2 - am 19.02.2011 09:46
Es gab Mitte der 90er Jahre auch mal Pläne, mit dem Deutschlandradio auf 87,9 MHz zu tauschen.
Ich wäre sehr dafür, daß AFN auf 102,3 MHz bleibt. Es wundert mich nur echt, daß AFN immer noch bereit ist, die horrenden Preise von Media & Broadcast zu bezahlen.
Genau, das wäre ein Reichweitengewinn und daher müßte die Frequenz neu ausgeschrieben werden.
Das ist leider so. Die Landesmedienanstalt stellt sich da schützend vor den jeweiligen Bereichssender.
von Kay B - am 19.02.2011 14:50
Erinnere mich noch an eine Rock Hitparade (Top 10) Freitag oder Samstag Abends wo hauptsächlich die neuesten Grunge Bands liefen. (Soundgarden, Alice in Chains, Stone Temple Pilots, etc.). So 94, 95. Auch das Nachtprogramm mit Rock der 70er war gut. (Und abwechslungsreich).
Den heutigen AFN (UKW) würde ich nicht vermissen.
D-Radio Kultur könnte die Frequenz gut nutzen. DLF ist mit seinen Funzeln und der Hornisgrinde 106,3 besser versorgt.
von Radionicki - am 31.08.2011 23:39
"Radio Fortuna" darf dauerhaft auf der UKW-Frequenz 99,8 MHz senden. Diese wurde dem DLF zugewiesen. Da aber "AFN The Eagle" die leistungsstarke 98,7 MHz abgibt, wird darauf DLF aufgeschaltet. So hat es mir nun auch ein Mitarbeiter von "Radio Fortuna" bestätigt:
"[...] Derzeit senden wir leider gar nicht auf UKW. Wir müssen uns noch gedulden, bis AFN Eagle aufhört. Voraussichtlich sind wir Ende des Jahres aber auf der 99,8 wieder zu empfangen. Vorab werden wir aber schon ins Kabel eingespeist. Das wird vermutlich noch im Oktober geschehen. [...]
Soweit ich weiß, geht die Frequenz zurück an den Deutschlandfunk. Dieser
gibt dann seine ungenutzte 99,8 frei, auf welcher wir dann senden würden.
Ansonsten hat die Abschaltuzng von AFN mit uns direkt nichts zu tun.
Sonnige Grüße aus Heusenstamm,
Martin Weber."
von schraut - am 03.10.2011 18:13
Die 107,2 sendet mit 400 Watt, der hr verlangte halt nur Einzüge Richtung Darmstadt, Bei Ober-Olm 107,2 bräuchte man ja auch nur zwei Yagis entlang der Autobahnen (A63/A60/A671), da wäre Darmstadt dann auch gegen die Strahlungsrichtung, die Einzüge blieben also weitgehend identisch zur jetzigen Ausstrahlung ex Kastel.
Außerdem weißt du doch, dass in hessen schon immer alles Sache auf Verhandlungsbasis war. Wenn der hr im Gegenzug drei bis fünf bisher vom Deutschlandradio genutzte Frequenzen bekommt, lässt er die 107,2 von Ober-Olm mit 2 kW schon durchgehen, wetten?
von Wiesbadener - am 04.10.2011 11:25
Was heißt hier zeitgemäß? Dieses 200-kHz-Raster ist nunmal Standard in den USA. Das hat mit zeitgemäß nichts zu tun.
Egal ob alt oder neu, nordamerikanische Autoradios mit PLL-Abstimmung beherrschen nunmal in der Regel nur das 200-kHz-Raster mit ungeraden Stellen hinter dem Komma.
Daß man in Bayern den Aufwand getrieben hat, ungerade Frequenzen koordiniert zu bekommen und gerade Frequenzen gegen ungerade Frequenzen zu tauschen, wurde hier ja schon mehrfach erwähnt. Das hatte man nicht ohne Grund gemacht.
AFN muß sich nunmal nach den Empfangsgeräten seiner Zielgruppe richten und nicht umgekehrt. Sendet AFN auf geraden und damit für die Zielgruppe nur eingeschränkt empfangbaren Frequenzen, wird halt der nächste deutsche Dudler, der auf einer ungeraden Frequenz sendet, gehört. Auch AFN hat nunmal Konkurrenz.
von Kay B - am 06.10.2011 00:57
Wenn schon, dann würde eher hr-info die 98,7 bekommen.
Aber mal davon ausgehend dass You FM die 98,7 bekommen würde, könnte es so aussehen:
- You FM auf die 98,7 MHz
- Wiesbaden 99,7 an AFN
- Bingen 92,3 falls nötig an AFN
- Darmstadt 104,3 falls nötig an AFN
- Eltville 96,2 abgeben, da überflüssig
- Friedberg 94,0 abgeben, da überflüssig
- Frankfurt 90,4 an harmony.fm
- Frankfurt 97,1 + 105,4 (harmony) abgeben, eventuell 97,1 noch zusätzlich für AFN
von DX Obertshausen - am 06.10.2011 15:45
Wieso ist das eigentlich so geregelt, daß nicht mehr genutzte Frequenzen der Gaststreitkräfte zunächst an den Bund gehen, obwohl Rundfunk doch Ländersache ist. Sinnvoller wäre es doch, wenn die Länder die jeweiligen Frequenzen zunächst bekämen und diese dann entscheiden, ob die Frequenzen dann an ein bundesweites Programm gehen.
So war das auch nicht gemeint. Ich meinte nur einfach, daß die 98.7 bei den meisten Hörern wohl aus dem Speicher fliegen wird, wenn da das Deutschlandradio drauf kommt. Ich würde das persönlich einfach nur sehr schade finden, wenn diese reichweitenstarke Frequenz ein Sender bekäme, der kaum gehört wird.
Gerade hr3 und FFH dürften dann Quotenzuwächse erwarten, wenn es aufeinmal AFN The Eagle als dritten reichweitenstarken Popsender im Rhein-Main-Gebiet nicht mehr geben würde.
von Kay B - am 06.10.2011 16:30
Warum das erst zurück an den Bund geht liegt am NATO-Truppenstatut. Alles was die US Streitkräfte benutzen, wird von der Bundesregierung überlassen (was den dt. Steuerzahler ca. 120Mio pro Jahr kostet...). Dazu gehören auch die Frequenzen. Folgerichtig geht alles, was die US Army zurückgibt, an den Bund - auch die Flächen der Kasernen usw. Der Bund gibt das dann an die Städte / Länder weiter.
Mir persönlich ist es vollkommen egal, wem sie letztlich die Frequenz geben würden. Konsequenterweise müsste man es dem DLR NICHT geben, weil die ja jetzt im gleichen Gebiet DAB versorgt sind und wenn man es ernst damit meint, muss man auf eine neue Parallelausstrahlung verzichten. Im Grunde sollte man echt AFN drauflassen, deren Hörer haben kein DAB und werden es verständlicherweise auch nicht bekommen.
von TerranusI - am 06.10.2011 16:47
Also: Wenn AFN die 98,7 aufgibt, wandert sie zur hessischen Staatskanzlei, und die wird sie dann entsprechend der Vorrangregelung im hessischen Mediengesetz dem DLF andienen, der dann vermutlich versuchen wird, die Freigabe zu erhalten, sie an DKultur weiterreichen zu dürfen. Als Gegenleistung wird das DRadio ein paar seiner Funzeln für AFN räumen (was rechtlich natürlich wiederum von der Staatskanzlei angesegnet werden muss).
von freiwild - am 09.10.2011 18:39
Richtig. Für eine 103,7 oder 99,7 in Ober-Olm muß entweder die LPR oder der SWR zustimmen. Ohne sinnvolle Gegenleistung: Warum sollte man? Damit das D-Radio eine leistungstarke UKW-Frequenz (98,7) bekommt :joke: ? Es muß also jeder Beteiligte was davon haben. Z. B. eine Frequenz für DasDing in Mainz oder eine bessere hr iNFO-Versorgung.
Daher sollte man einmal mehr überlegen das Funzel-klein-klein zu beenden und die Anzahl dieser Frequenzen zu reduzieren, sofern möglich. Hier wurde die 96,2 in Eltville zur Disposition gestellt. Einmal ein Plot, wie sich eine 96,2 mit 501W gerichtet von der Hohen Wurzel nach 70 (Oberursel) und 200° (Eltville) machen würde (zur Leistungsreduzierung in Richtung MZ wegen 96,0):
http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3ks-702c-jpg.html
Sicher, man versorgt Rheinhessen ideal, das war auch zu erwarten. Man versorgt das westliche Rhein-Main-Gebiet mit. Es gibt ein schönes Gezischen mit Hornisgrinde und der Kreuzberg produziert Überschläge. Auch das ist hinnehmbar, keiner der Standorte hätte dort sein Zielgebiet. Aber immerhin würde man in WI ganz passabel versorgen und den Rheingau noch mit. Hornisgrinde spielt dort erst oberhalb 200m über NN eine ersthafte zischelnde Rolle für einen Sender mit dieser ERP aus dem Nahbereich. Außerdem würde man die Lücke um Idstein und Westtaunus schließen - wenn man die 96,2 für hr iNFO verwenden würde. Zum Vergleich die 97,2 aus Wiesbaden:
http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-c1-jpg.html
Damit könnte man dem hr ggf. eine Umbelegung schmackhaft machen. D. h. 96,2 für hr iNFO und die 97,2 für YOUFM. Bliebe also ein SWR. Würde wiederum der die 99,7 für SWR3 in MZ-Kastel erhalten, könnte man die 93,7 für AFN Ober-Olm abgeben. Und die wäre weit besser als jede 103,7 oder 99,7 von dort. Eine höhere ERP als 2kW wäre eben denkbar. Mit 5 kW würde man sicher auch noch den Flughafen in Ffm gut erreichen, für die US Army sicher nicht uninteressant. Unterm Strich müßte man eine Frequenz in MZ-Kastel für den SWR zur Ausstrahlung von DasDing freibekommen, z. B. im weiteren Ringtausch die 107,2 oder 103,7, so die 98,7 ein eines der D-Radio Programme fällt. Mit einer 96,2 könnte wiederum die Leistungsbeschränkung der 107,2 fallen und man idealerweise auf 1kW anheben.
Achso: Und laut Plot drückt die 96,2 auch kaum in den 96,1-Bereich (Koblenz) rein. Der SWR hätte da ansonsten sicherlich auch was dagegen zu sagen ;-) .
Eltville 96,2 laut Radio Mobile derzeit:
http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-c5-jpg.html
von Thomas (Metal) - am 09.10.2011 19:50
Ähm, Mainz hat schon eine DasDing-Frequenz (105,2), und wenn der hr nix abgeben muss, muss er auch nix bekommen. Falls doch hr-Frequenzen in den Tausch einbezogen werden sollten, kann man immer noch darauf hoffen, dass der hr als öffentlich-rechtliche Anstalt Wege zu einer besseren D-Radio-Versorgung nicht behindert - siehe etwa den vernünftigen Rimberg-Tausch.
von freiwild - am 09.10.2011 20:18
So habe ich das nicht gemeint.
Hessen muss für Ersatz der 98,7 nur liegen 75 % das wichtigen Gebietes für die Amis auf RLP Seite und das kann dauern, bis man sich mit 2 LMA's, dem neuen Egentümer der 98,7 und den Amis geeignet hat.
von Marcus. - am 10.10.2011 18:30
Wie gesagt, gerade Frequenzen wird AFN nicht gerade wollen, wo man doch die reichweitenstarke, ungerade 98.7 hat.
Da zunehmens keine normalen, einfach austauschbaren Radios in Autos, sondern Bordcomputer, die auch für Navigation und Steuerung anderer Dinge zuständig sind, eingebaut werden, dürfte das mit den ungeraden Frequenzen immer wichtiger werden.
Mit welchen anderen Sendern würde es Probleme geben, wenn man auf 107,1 MHz oder 107,3 MHz senden würde? Eventuell auch stark gerichtet entlang der Linie zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern? Der Heidelstein dürfte in der Gegend zumindest keinen Versorgungsauftrag mehr haben.
An der Stelle von AFN würde ich in dem ganzen Frequenzgetausche gleich einen Wechsel in Kaiserslautern auf eine ungerade Frequenz mit einleiten.
Würde etwas dagegen sprechen, in Kaiserslautern die Frequenz von 100,2 MHz auf 100,1 MHz oder 100,3 MHz abzuändern? (Ich kenne die Frequenzsituation dort jetzt nicht so genau.)
von Kay B - am 24.10.2011 10:05
von Wiesbadener - am 30.01.2012 13:00
Das sehe ich eigentlich auch so. Aber man darf dabei nicht vergessen, dass die 873 abends und nachts quasi in ganz Deutschland empfangen werden kann. Das ist eben der Vorteil. Mit Funzelleistung könnte man das vergessen.
Zur 98,7: Der HR würde am liebsten in jedes Kaff einen Sender stellen und hr-info ausstrahlen. Die von Wiesbadener genannten "geplanten" Sender in Delkenheim, Rodgau usw. wären meiner Meinung nach ALLE unnötig. Rodgau würde ich verstehen. Damit wäre Hanau besser versorgt.
Einerseits will man beim HR sparen, aber andererseits würde man noch einen 60 KW-Brummer in betrieb nehmen und womöglich die unnötigen Funzeln trotzdem on air lassen. Die Frankfurter 87,9 ist genauso überflüssig. Ich verstehe einfach nicht, warum man die nicht zurück gibt. HR4-Funzeln in Marburg, Wetzlar und Weilburg: Ebenso überflüssig. HR1 Wiesbaden: noch überflüssiger. HR3 Fulda, Alsfeld, Bad Hersfeld, Rotenburg: überflüssig. HR2: Limburg, Wiesbaden, Frankfurt: Überflüssig. Ebenso die geplante 95,9 in Bad Orb für HR3.
Wenn man sich dann mal überlegt, dass You FM immernoch keine Frequenz in Dieburg hat und dort nur ganz schlecht zu empfangen ist und dass man auch im Spessart große Lücken hat...
Ich hoffe, dass D-Kultur trotzdem die 98,7 bekommt. Die können sie gut gebrauchen.
von DX Obertshausen - am 30.01.2012 14:40
Tja @ Wiesbadener: Erinnere Dich an meinen Hinweis beim letzten Stammtisch: *Wenn die sich nicht bald wegen der 98.7 einigen, dann wird von oben eine Lösung vorgegeben, die einer Schlachtung gleichkommt und die Beteiligten werden hier im Forum "zerrissen"*. ´Da hast Du sie die Lösung und die Schlachtung einer der besten UKW-Frequenzen Deutschlands .:sneg::sneg::sneg: Vielleicht besinnt man sich doch noch eines Besseren.
Zwar kein Trost: zumindest ist die 98.7 dann wohl nördlich des Taunuskamms neu einsetzbar (sofern sie an die LPR fällt und man sie nicht im bisherigen Verbreitungsgebiet ungenutzt lässt) und ich habe da schon eine Ahnung, wer dann darauf senden könnte.
Bestimmt nichts, nur kannst Du von Kastel aus die Lücke bis Kaiserslautern nicht schliessen, schon garnicht mit der dort -damals vom hr- wegen seiner 107.0 akzeptierten Senderleistung von nur noch 400W und weitere Funzeln waren vom AFN nicht angedacht.
von Eckhard. - am 30.01.2012 16:52
Hallo???
ich bin sonst eigentlich fast immer einverstanden mit dem was Du schreibst, aber das ist Mega-Unfung:
Bitte bedenke, dass HR3 97,7 auf dem Rimberg geopfert wurde für YouFM (damals noch HR XXL).
Seit dieser ober-schwachsinnigen Entscheidung ist der Empfang einfach nur noch unterdirdisch, trotz der bisherigen Funzeln. :heul:
Wo soll das Signal auch herkommen? 87,6 Sackpfeife, 89,3 Feldberg und auch 89,5 Hoher Meißner schaffen es weder nach Schwalmstadt, noch nach Alsfeld, Lauterbach, Schlitz, Fulda mit einer akzeptablen Feldstärke.
Ich hasse UKW-Funzeln, aber wenn man den Rimberg abschaltet geht es nur so.
Das ist leider nicht so easy wie in deiner flachen Wetterau, wo der Feldberg einfach mal so überall hinstrahlt :-(
Bin heilfroh, dass wenigstens der DAB+-Bundesmux jetzt auf den Rimberg kommt. Diese Nachricht hat mich heute echt umgehauen. :cheers:
Ich hoffe, auch der HR nimmt bei DAB+ später den Rimberg und nicht mehr den Homberg bei Alsfeld wie zu DAB-alt Zeiten.
von Onkel Fresnel - am 31.01.2012 21:34
Das wir hier teilweise über interessante Mittelgebirgslagen sprechen ist schon klar. Dennoch: Der Empfang in den genannten Orten ist Standard und damit ausreichend. Sicherlich war der zuvor noch weit besser. Wollte man dies allerdings überall haben, bräuchte man ein noch viel dichteres Netz an Hochleistungsender. Ich vermute mal, daß solche Empfangsqualitäten sich sinnvoll nur via z. B. DAB/DAB+ realisieren lassen.
Ansonsten: Vor allem in Schlitz und Fulda darf man auch gerne mal die 106,2 probieren ;-) .
von Thomas (Metal) - am 01.02.2012 05:47
In die Antennen-Anlage wurde aber in den letzten Jahren nochmal richtig investiert. Seitdem arbeitet man angeblich mit dem korrekten Richtdiagramm. Die Antenne soll jahrzehntelang nicht so funktioniert haben, wie es sein soll. Selbst die Zuführungen wurden erneuert.
Jetzt ist es wohl so, daß im Nachtbetrieb alle drei Masten in das Diagramm einbezogen sind und dadurch eine Ausblendung bei 60° erfolgt.
Vorher wurde die Ausblendung lediglich unter Einbeziehung von zwei Masten vorgenommen. Mit Ausblendungen bei 60°, aber auf der Gegenseite dann eben auch bei 240° (was genau das Zielgebiet MZ/WI trifft).
Der dritte Mast machte tagsüber Rundstrahlung, was ihn im Prinzip überflüssig gemacht hätte. Eine Umschaltung von Richtstrahlung auf Rundstrahlung wäre mit zwei Masten machbar gewesen.
Deshalb gehe ich mal davon aus, daß der Sender noch lange in Betrieb bleiben wird.
Gegenbeispiele gibt es freilich: SWR Mühlacker. Sender erneuert, dann abgeschaltet.
von Wolf Sch - am 02.02.2012 09:37
...was ich gerade im hügeligen Süddeutschland für falsch halte. Sollte wirklich z. B. der Donnersberg abbrennen könnte man mit einem Notmast dort eine erstaunlich gute Reichweite herstellen. Für Sender in ebenen Regionen zählt nur eins: Schwerpunkthöhe durch einen hohen Mast. Und da ist man durch einen Notmast sehr schnell ausgeschieden, zumindest was die Wiederherstellung einer vergleichbaren Reichweite des Normalbetriebs betrifft.
Bliebe also die Frage: Wie schnell läßt sich so ein Mittelwellensender reaktivieren? Aber das ist ein völlig anderes Thema als die 98,7 vom Gr. Feldberg ;-) . Aber auch kein uninteressantes. Sozusagen: "Havariefall, und was dann?" :D
von Thomas (Metal) - am 02.02.2012 10:10
Ich vermute mal, daß Du da näher Insiderinformationen über das Hauen und Stechen hast ;-) . So wäre das natürlich erklärbar :-( . Es würde aber auch zeigen, daß wir besser gestern UKW zugemacht hätten. Es würde auch zeigen, daß man in Nachfolgesystem kaum Hoffnungen stecken sollte, weil dort sicherlich die alten Machtstrukturen ebenso abzubilden wären.
Ich halte die Reichweite vom Feldberg für reichlich überbewertet. Folgt man die A3, so kann man die 100kW-Sender durchgehend sauber zwischen Neuwied und Rohrbrunn empfangen. Sicher, man kann auch vor/danach noch was rauskitzeln. Aber selbst bei den 100kW-Sendern ist z. B. in Richtung Südösten bei Pommersfelden entgültig Schluß. Auf der 89,3 ist etwa schon ab Schlüsselfeld praktisch störungsfrei (!) D-Radio Kultur zu hören. Und das wie gesagt bei 100kW ND. Betrachtet man den Heidelstein als exponierten Standort mit Richtstrahlung, so wird man feststellen, daß der sogar im Raum Schweinfurt bei ungünstiger Topographie kaum mehr empfangbar ist. Wir sprechen hier über 50kW in Hauptstrahlrichtung, Schweinfurt etwa 50km entfernt in Gegenrichtung.
von Thomas (Metal) - am 02.02.2012 20:29
@AFNer:
Na ja, der Threadtitel heißt ja auch "AFN gibt die 98,7 auf dem Gr. Feldberg ab, wenn...." ;-)
Und die britischen Kollegen haben in letzter Zeit gleich zwei große Traditionsfrequenzen (nach freundschaftlichen Gesprächen unter Freunden und hinter den Kulissen) abgegeben, und dürften über den neuen Versorgungsstand alles andere als zufrieden sein...
Besser als die britische Argumentationslage bezüglich Visselhövede dürfte die amerikanische mit dem großen Feldberg auch nicht sein.
Catperson
P.S.: Vielen Dank für die Insiderinfos über die 873
von catperson - am 16.06.2012 12:34
Es gibt eine einzige freie QRG, die sich von einem exponierten Standort nutzen ließe, um die gesamte Strecke zu versorgen, und das wäre die 93,7. Die hat sich der SWR komplett freigehalten, und Nachbarn die man stören könnte gibt es nicht. 93,6 Eifel ist weit genug weg, 93,8 Waldenburg dito, 93,5 Hornisgrinde ist BW und damit in Rheinland-Pfalz nicht zuständig. Der 93,9 Bornberg könnte man durch geschickte Standortwahl, die Richtung West ausblendet, aus dem Weg gehen. Für die 93,5 Bad Kreuznach hat der SWR eine nie genutzte 92,4 als Alternative. Bleibt die Frage, von welchem Standort sich diese gute Frequenz nutzen ließe.
Der SWR würde das ganze natürlich nicht ohne Gegenleistung machen. Dass er im MZ die ex-DKultur-QRG 107,2 Mainz-Kastel für SWR3 kriegen würde, steht außer Frage. Vorstellen könnte ich mir noch die 106,3 Bingen, die in Rüdesheim-Niederwald für Dasding landen könnte, und die 98,2 Darmstadt, die man nach Worms legen könnte für SWR4 MZ (da ist noch eine letzte Lücke).
von RheinMain701 - am 20.10.2012 13:59
:spos: :spos: :spos:
Wobei der Feldberg vermutlich gar mit 100kW in KH garantiert keine Ortsfunzel in deren notwendigen Versorgungensbereich stören würde. Blieben also noch FD 93,6 und MR 93,9 zu nennen. Dennoch: 50kW, in Anlehnung einer 98,7 bei 100 kHz-Abstand zu Waldenburg, für eine 93,7 wäre für ein D-Radio-Programm sicherlich ein Quantensprung.
von Thomas (Metal) - am 20.10.2012 20:30
Wie würde wohl der Öffnungswinkel aussehen, wenn man acht dieser Log-Per-Antennen
stocken würde? Die Dinger werden ja teilweise auch zum Senden eingesetzt?
Dann könnte man vom Großen Feldberg aus die Linie zwischen Wiesbaden und Kaiserslautern auf 93,7 MHz gezielt mit Richtstrahlung versorgen.
Am hr-Mast hätten diese Antennen unterhalb der UKW-Felder am Rohrmast noch Platz
denn an dieser Stelle befand sich die UKW-Antennenanlage selbst mal, bevor sie weiter nach oben gesetzt wurde.
(Bilderquelle: http://www.senderfotos-bb.de/feldberg.htm )
von Kay B - am 20.10.2012 22:04
AFN hatte hier zumindest keine Massenhörerschaft. Wenn man den Sender nicht zufällig beim Durchkurbeln entdeckte, kannte man den Sender ja gar nicht. Frequenzlisten westlicher Sender dürfte man damals auch nicht gerade an jeder Hausecke bekommen haben. Hier lief in der Regel immer Bayern 1, Bayern 3 oder Antenne Bayern. Denn die bayerischen Sender sind hier jeweils auf fünf Ortssenderfrequenzen zu empfangen.
Auch wenn Erich Honecker ein riesiges A...schloch war, man muß ihm zumindest lassen, daß es nach seiner Regierungsübernahme jedem DDR-Bürger freigestellt war, welche Radio- und Fernsehprogramme er konsumiert. Probleme gab es allenfalls bei Angehörigen der NVA. Das betraf dann wahrscheinlich aber auch nur untere Ränge. Bonzen dürfte das kaum betroffen haben. Die haben das dann wahrscheinlich als Studium des Klassenfeindes oder irgendsowas deklariert.
In den 80er Jahren war es sogar so, daß der Westempfang indirekt gefördert wurde. Es zeigte sich, daß in jenen Gebieten der DDR, in denen Westfernsehen nicht empfangbar war (Raum Dresden sowie der äußerste Nordosten der DDR), die meisten Ausreiseanträge gestellt wurden. Demnach wurde dem Westfernsehen eine Art Ventilfunktion zuerkannt.
Antennengemeinschaften, die offiziell der Verbesserung der beiden DDR-Fernsehprogramme dienen sollten, wurden massenhaft in Gebieten mit schlechtem Westempfang gegründet und von staatlicher Seite gefördert (Zuweisung von Baumaterialien, Genehmigungen...) oder zumindest geduldet. Indirekt ging es natürlich nur darum, um das Westfernsehen heranzuholen.
Auch Satellitenempfangstechnik wurde importiert, teilweise auch von osteuropäischen Herstellern (Tesla wurde hier irgendwo mal genannt, aber die Russen hatten ja auch schon sehr früh Satellitenfernsehen und wohl auch die entsprechende Technik) und den Antennengemeinschaften dann für horrende Summen (ich glaube, hier hatte mal jemand 35 000 Ostmark = 40 bis 50 Monatsgehälter erwähnt) verkauft.
...Ach ja, hier haben wir doch ein Beispiel:
http://www.antenne-euba.de/geschichte.htm
Es waren also 34 000 Ostmark.
Heimelektronik galt in der DDR generell als Luxusgut und war dementsprechend überteuert. Dadurch schöpfte das SED-Regime ordentlich Geld von den Bürgern ab.
Solche Investitionen lohnten sich vor allem in jenen Gebieten, in denen selbst mit hohem Antennenaufwand terrestrisch nichts brauchbares mehr empfangen werden konnte.
von Kay B - am 30.11.2012 17:32
Das wir hingegen in NRW die Programme von RadioDDR oft gut empfangen konnten, wurde natürlich nicht erwähnt. Auch von unserem Lehrer nicht . Als ich damals sagte, dass ich Radio DDR1 gerne wegen der Musik hören würde, da bekam ich eher eine spöttische Bemerkung, die ich als Schüler aber nicht verstand.
In den vergangenen Jahren las ich vermehrt von den Empfangsanlagen, die in der DDR üblich waren, um "West-Fernsehen" möglich zu machen.
Mir hingegen ist eine Anlage bekannt, die ausgerechent für DDR1 und DDR2 entworfen war und leider nur wenige Jahren in Betrieb war. Bei knapp 20 Metern Höhe ohne Abspannung sicher ein Wunder ......( es existiert vor gut 20 Jahren lediglich ein SW-Bild aus den frühen 70ern. )
Ich sage an dieser Stelle all den unbekannten Menschen in der ex-DDR ein großes Lob zu.
Sie haben sicherlich zur Einigkeit der deutschen Länder beigetragen. Vielleicht mehr, als den Auszeichungsträgern und diejenigen, die im Rampenlicht stehen.
DANKE !!!!
von sup2 - am 30.11.2012 18:06