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Weitester UKW Empfang

Startbeitrag von Rheinländer am 18.12.2010 18:23

Hallo

ich bin gerade am grübeln was das weiteste wäre was man an UKW Sendern empfangen könnte, also von den km her, oder gibt es da keine Grenzen?

Könnte es also auch passieren das Man Meteorscatter aus Amerika über UKW empfangen kann?

Falls ichs hier falsch gepostet habe bitte verschieben, bin mir nicht sicher wo das nun rein gehört, danke

Antworten:

Soradic-E aus Nordamerika wurde schon auf den Britischen Inseln empfangen :spos:

von Valkosipuli - am 18.12.2010 19:23
Mit einem alten Scanner konnte ich in den neuenziger Jahren russische Hörfunkprogramme im OIRT-Band empfangen.



von Internetradiofan - am 18.12.2010 21:28
Meteorscatter aus Amerika geht glaub ich nicht.
Aber Sporadic-E geht in der Tat. Allerdings nur sehr,sehr selten und allerhöchstens auf den britischen Inseln.
Deutschland ist wohl leider zu weit.
Der am weitesten entfernte UKW-Sender,der bisher empfangen wurde ist 90.7 WVAS aus Montgomery,Alabama.
Dieser wurde 2009 via Sporadic-E in Irland empfangen. Entfernung 6455km.
Hier das Video: http://www.youtube.com/watch?v=GMa6TrFg6vw

Echt beeindruckend :spos:

von pg09 - am 18.12.2010 21:57
Amateurfunker machen durchaus Verbindungen im 2 Meter Band über EME, also Erde-Mond-Erde mit dem Mond als Reflektor. Die Grenze ist die Erdkrümmung, die irgendwie überwunden werden muss. Das geht halt über eine Reflektion, sei es ein Satellit, der Mond oder auch nur besondere atmosphärische Bedingungen, Tropo oder halt Sporadic E. Dieses Jahr waren hier in Deutschland einige spektakuläre Empfänge relativ stabil möglich, beispielsweise aus Moskau und der Türkei. Im OIRT-Band sind Sporadic E Empfänger häufiger möglich, leider wird das Band kaum (noch) benutzt. Im Fernsehen Band I, was ja auch noch eine Art UKW ist, liegt der "Rekord" wohl bei Australien - Großbritannien, Karibik - Niederlande kam sogar häufiger mal vor. im "richtigen" UKW Band sind solche Mehrfachreflektionen seltener, aber durchaus schon vorgekommen.

von Bolivar diGriz - am 20.12.2010 11:13
Zitat
pg09
Meteorscatter aus Amerika geht glaub ich nicht.
Aber Sporadic-E geht in der Tat. Allerdings nur sehr,sehr selten und allerhöchstens auf den britischen Inseln.
Deutschland ist wohl leider zu weit.
Der am weitesten entfernte UKW-Sender,der bisher empfangen wurde ist 90.7 WVAS aus Montgomery,Alabama.
Dieser wurde 2009 via Sporadic-E in Irland empfangen. Entfernung 6455km.
Hier das Video: http://www.youtube.com/watch?v=GMa6TrFg6vw

Echt beeindruckend :spos:


das ist ja cool:)hätte ich so nie gedacht


von Rheinländer - am 21.12.2010 17:53
Zitat
Erwin Lindemann
Amateurfunker machen durchaus Verbindungen im 2 Meter Band über EME, also Erde-Mond-Erde mit dem Mond als Reflektor. Die Grenze ist die Erdkrümmung, die irgendwie überwunden werden muss. Das geht halt über eine Reflektion, sei es ein Satellit, der Mond oder auch nur besondere atmosphärische Bedingungen, Tropo oder halt Sporadic E. Dieses Jahr waren hier in Deutschland einige spektakuläre Empfänge relativ stabil möglich, beispielsweise aus Moskau und der Türkei. Im OIRT-Band sind Sporadic E Empfänger häufiger möglich, leider wird das Band kaum (noch) benutzt. Im Fernsehen Band I, was ja auch noch eine Art UKW ist, liegt der "Rekord" wohl bei Australien - Großbritannien, Karibik - Niederlande kam sogar häufiger mal vor. im "richtigen" UKW Band sind solche Mehrfachreflektionen seltener, aber durchaus schon vorgekommen.


aha, dass geht also wirklich den Mond dafür zu nutzen, hört sich schon sehr spektaqkulär an, zu mal der mond ja auch wandert, also ist der empfang dann eh nur kurz?

von Rheinländer - am 21.12.2010 17:54
EME geht solange beide Teilnehmer (Sender und Empfänger) gleichzeitig Sicht zum Mond haben.
Die notwendigen Sendeleistungen und Antennengewinne sowie Empfängerempfindlichkeiten sind dort sehr hoch; bei analogem TV reicht das gerade so, um den TV-Träger zu detektieren. FM-Rundfunk- und DVB-T-Signale sind viel zu breitbandig, als daß man mit üblichen Sendeleistungen und grundstückstauglichen Antennen noch was wahrnehmen dürfte.
Nur so zum Vergleich: EME im 2m-Band, mit sehr schmalbandigen Signalen (maximal einige 100 Hz) wird typischerweise mit Strahlungsleistungen zwischen 10 und einigen 100 kW betrieben. Rundfunksender (Bandbreite mehr als 1000 mal so hoch) haben typischerweise auch nur 100 kW Leistung....

Die erwähnten Verbindungen im Band I zwischen Europa und z.B. Ozeanien (Australien) treten am ehesten im Sonnenfleckenmaximum auf und laufen nicht über die sporadische E-Schicht, sondern über die F2-Schicht.
Von Europa in die Karibik ist Sporadic-E mit mehreren Hops durchaus vorstellbar. Im Band I zumindest. Im Band III dürfte das schwer werden. Die Situation ist dort aber immerhin noch besser als im 2m-Amateurfunkband. Dort sind zumindest Zweifachsprung-Verbindungen mit Entfernungen bis ca. 4000 km nahezu jedes Jahr zu beobachten. Auch die Kombination aus troposphärischer Ausbreitung und Sporadic E gibt es.



von DH0GHU - am 21.12.2010 18:18
Mein weitester Empfang bisher war:

92.2v IRL RTÉ 2 FM (cor) 60 160 1280km

Das war im Sommer 2004. Irland ging damals sogar im Auto Beifahrertauglich! Sowohl RTE2 als auch RTE1. Von den Standorten Mullaghanish und Mount Leinster.

von DX OberTShausen - am 21.12.2010 18:59
"EME geht solange beide Teilnehmer (Sender und Empfänger) gleichzeitig Sicht zum Mond haben"

Das geht aber nicht bei Neumond.

von R.Oberlahn - am 21.12.2010 19:57
bei sporadic E gehen typischerweise 2000km Entfernungen; hier ist jedes Jahr Saison; siehe UKW DX Forum; und zwar mit Standard Equipment

von Werner53 - am 21.12.2010 20:00
Zitat
en.wikipedia.org
A new world distance record for FM reception via Sporadic-E of 4302 miles/6924Km was achieved by Mike Fallon in Sussex, England on May 31, 2010 when the religious station La Voz de la Luz in Salvaléon de Higüey, Dominican Republic was received and recorded on 88.7 MHz from 12:48 UTC for approximately 20 minutes. The recording was verified by the station to be their output.


Quelle

Das dürften vier Sporadic-E Hops sein und über dem Meer gibt es ideale Reflexionsfläche. Auf dem Landweg ist das freilich nahezu unmöglich.

von DX-Matze - am 21.12.2010 20:59
Zitat
R.Oberlahn
"EME geht solange beide Teilnehmer (Sender und Empfänger) gleichzeitig Sicht zum Mond haben"

Das geht aber nicht bei Neumond.

Warum soll ein nicht angeleuchteter Mond keine HF reflektieren? Das Problem dürfte eher die Ausrichtung und automatische Nachführung der Antennengruppen sein, wobei es dazu bestimmt geeignete Software gibt.

von Erich Hoinicke - am 21.12.2010 21:08
Hier noch ein Link zum Weltrekord und dessen Webauftritt von Mike Fallon:

Klick!

Dort ist auch der Empfang im mp3-Format nachhörbar.

von DX-Matze - am 21.12.2010 21:11
[OT]
Zitat
Erich Hoinicke
Warum soll ein nicht angeleuchteter Mond keine HF reflektieren?

Wie jetzt, der Mond ist doch dann weg, wenn man ihn nicht mehr sieht!?;)
Im Ernst: Ich hatte R.Oberlahns Beitrag als Ironie verstanden.

von Christian_66 - am 21.12.2010 21:23
Zitat
pg09
Meteorscatter aus Amerika geht glaub ich nicht.

Doch, es geht im Zusammenhang mit anderen Ausbreitungsarten:
Am 29.11.1999 wurde der US Band-I Sender WECT aus Wilmington NC zusammen mit einem zweiten Sender in London auf ch A6 empfangen, dessen Audio bekanntlich auf der Quasi - UKW-Frequenz 87,75 MHz liegt.
Lesestoff aus früheren Internet-Tagen - spannend zu lesen, hatte damals fleißig mitgerätselt: :-)

http://www.dxradio.co.uk/results.php

http://www.dxradio.co.uk/unid.php

http://www.dxradio.co.uk/contributions.php

Zitat
Erwin Lindemann
Im Fernsehen Band I, was ja auch noch eine Art UKW ist, liegt der "Rekord" wohl bei Australien - Großbritannien, Karibik - Niederlande kam sogar häufiger mal vor. im "richtigen" UKW Band sind solche Mehrfachreflektionen seltener, aber durchaus schon vorgekommen.

Hier das berühmte "ARD / ZDF - Vormittagsprogramm" Stationsdia, welches von Ian Roberts in Südafrika empfangen wurde: :-)

http://www.reocities.com/TelevisionCity/Lot/2941/f2/ardf2.jpg

http://www.reocities.com/TelevisionCity/Lot/2941/f2/f2.htm

Ebenfalls interessantes zum Thema:

http://en.wikipedia.org/wiki/F2_propagation

http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/8773/162025/ARD+VHF+Kanal+E2+in+Australien.html

http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/12097/220091/TV-DX_+Welche+Entfernungen+sind+im+Band+I+moeglich.html

von Mathias Volta - am 21.12.2010 21:48
Zitat
Werner53
bei sporadic E gehen typischerweise 2000km Entfernungen; hier ist jedes Jahr Saison; siehe UKW DX Forum; und zwar mit Standard Equipment


Beim ersten Sporadic E was ich richtig mitbekommen habe gleich Volltreffer :

RFM-So Grandes Musicas aus Lissabon,Portugal via 89,9MHz, RDS hat sogar auf RFMs zweite Lissabon Frequenz 93,5 umgeschaltet. Entfernung: 2013km

von Scrat - am 21.12.2010 22:53
Zitat
DX-Matze
Zitat
en.wikipedia.org
A new world distance record for FM reception via Sporadic-E of 4302 miles/6924Km was achieved by Mike Fallon in Sussex, England on May 31, 2010 when the religious station La Voz de la Luz in Salvaléon de Higüey, Dominican Republic was received and recorded on 88.7 MHz from 12:48 UTC for approximately 20 minutes. The recording was verified by the station to be their output.


Quelle

Das dürften vier Sporadic-E Hops sein und über dem Meer gibt es ideale Reflexionsfläche. Auf dem Landweg ist das freilich nahezu unmöglich.


also würde sowas wenn überhaupt nur an den Küsten funktionieren,hier so weit im landesinneren dann wohl eher nicht mehr.

ich hatte ja diesen sommer auch schon alles mögliche empfangen, da waren auch schon sehr weite strecken bei gewesen:)

wenn sich dazu wirklich mal die möglichkeit ergäbe,muß man dann auch an der richtigen stelle sein, die wahrscheinlichkeit ist dem nach nicht wirklich groß

von Rheinländer - am 21.12.2010 23:19
Zitat
Rheinländer
also würde sowas wenn überhaupt nur an den Küsten funktionieren,hier so weit im landesinneren dann wohl eher nicht mehr.

Doch, ich denke schon. Du mußt Dir das quasi so vorstellen:
Stelle Dir die Landkarte auf dem Globus projeziert vor und guck es Dir an. Dann schau mal, wie weit der US-Bundesstaat Alabama eigentlich im Landesinneren bzw. der Landweg von dort aus zu uns (Richtung Nordost!) ist und dann halte Dir mal vor Augen, was für ein Katzensprung es vergleichsweise von Deiner Heimat Lohmar zu unserer Nordseeküsten-Waterkant ist.
In der Theorie (!!) halte ich TAs aus Neufundland, der kanadischen Ostküste oder gar dem US-Bundesstaat Maine bzw. Neuengland bei uns für möglich. Das Problem dürften allerdings weniger die Entfernungen als eher eine geeignete freie Frequenz im hiesigen überfüllten UKW-Band sein. In Großbritannien insbesondere Wales ist es auf UKW um einiges übersichtlicher, allein schon, weil von den RSL-Sendern auf 87,7 abgesehen unterhalb der 88 MHz ebenfalls Sabbat ist. Entsprechend sind die Jungs dort auch etwas erfolgreicher.
Aus Deiner Region ist mir aus einem persönlichen Gespräch mit unserem AK-Mitglied Wolfgang ("Eifel-DX") ein TA von WEDU auf ch A4 als Scanner-Empfang bekannt. Wie weit auch Video-Empfang möglich war, kann unser Wolle hier sicher selbst in einem Statement geben, sofern er mitliest. ;-)
Umgekehrt stelle ich mir die ganze Geschichte sogar etwas einfacher vor, da in Nordamerika das UKW-Band bekanntlich erst ab 88,1 MHz losgeht und entsprechend alles von 87,5 bis 88,0 MHz insbesondere auf den "krummen" Ami-Frequenzen möglich ist. Dummerweise ist selbst die Ostküste Amerikas vergleichsweise geringer bevölkert und entsprechend ist die DXer-Szene ebenfalls etwas überschaubarer: Empfänge sind bisher nicht getätigt worden.
Allerdings kann ich mir dennoch vorstellen, daß die 60 kW-Heißdüse von MDR Kultur Inselberg, die 72 kW von France Inter Toulouse, SR P1 aus Örebro (ebenfalls 60 kW) jeweils auf 87,9 stellvertretend für das oben genannte Frequenzspektrum einen Abstecher über den "großen Teich" gemacht haben und es lediglich bisher niemand gehört hat. ;-)
Und ich unterstelle einfach mal die Tatsache, daß während dieser spektakulären Alabama-Aktion in umgekehrter Weise sicher ebenfalls mindestens ein UKW-Sender aus der Empfangsregion von unserer Seite rüberreflektiert wurde, und es ebenfalls einfach nur niemand empfangen hat.

von Mathias Volta - am 22.12.2010 02:14
Die Wellen breiten sich ja auch viel viel besser aus überm teich :p

ich stimme da zu.




gruß

von jonny_inslag - am 22.12.2010 02:29
Ganz genau, jonny ! :p

von Mathias Volta - am 22.12.2010 21:49
Weiteste empfang: Virgin Radio, Sicilien Insel, Mazara 87,6MHz abstand ~3000km

von SM6VPU - am 23.12.2010 10:31
weitester ueberhaupt moeglicher Empfang eines menschengemachten Signals ist sicher der Empfang der Voyager1 Sonde, die 1977 gestartet wurde. Sie ist im Moment etwa 17000 Millionen km von der Erde entfernt. Sendeleistung 12 W. Signale brauchen ueber 15 Minuten bis sie die Erde erreichen. Dieses Jahr empfangen in Spanien mit einem 40m Spiegel und Vorverstaerker mit einer Rauschzahl von 0.04dB @ 8Ghz.

http://www.fomento.es/MFOM/LANG_CASTELLANO/DIRECCIONES_GENERALES/INSTITUTO_GEOGRAFICO/Astronomia/instalaciones/telescopios/40m/fotos.htm

http://www.fomento.es/MFOM/LANG_CASTELLANO/DIRECCIONES_GENERALES/INSTITUTO_GEOGRAFICO/Astronomia/Investigacion/Tecnologia/ESOC.htm

von Werner53 - am 23.12.2010 10:59
Zitat
Werner53
weitester ueberhaupt moeglicher Empfang eines menschengemachten Signals ist sicher der Empfang der Voyager1 Sonde, die 1977 gestartet wurde. Sie ist im Moment etwa 17000 Millionen km von der Erde entfernt. Sendeleistung 12 W. Signale brauchen ueber 15 Minuten bis sie die Erde erreichen. Dieses Jahr empfangen in Spanien mit einem 40m Spiegel und Vorverstaerker mit einer Rauschzahl von 0.04dB @ 8Ghz.

http://www.fomento.es/MFOM/LANG_CASTELLANO/DIRECCIONES_GENERALES/INSTITUTO_GEOGRAFICO/Astronomia/instalaciones/telescopios/40m/fotos.htm

http://www.fomento.es/MFOM/LANG_CASTELLANO/DIRECCIONES_GENERALES/INSTITUTO_GEOGRAFICO/Astronomia/Investigacion/Tecnologia/ESOC.htm


Ja das ist schon enorm:eek:, aber mit so einem Riesenmonstrum ist das klar

Ich denke, wenn man hier eine Riesen Antennenanlage oberhalb Lohmars errichten würde, also einige 100m Hoch dazu noch auf der Fläche paar 100m, dann würde man sicherlich spektakuläre empfänge haben.

Bei FM scan müßte man sowas simulieren können, von den einstellungen her

von Rheinländer - am 23.12.2010 12:14
Zitat
Mathias Volta
Zitat
Rheinländer
also würde sowas wenn überhaupt nur an den Küsten funktionieren,hier so weit im landesinneren dann wohl eher nicht mehr.

Doch, ich denke schon. Du mußt Dir das quasi so vorstellen:
Stelle Dir die Landkarte auf dem Globus projeziert vor und guck es Dir an. Dann schau mal, wie weit der US-Bundesstaat Alabama eigentlich im Landesinneren bzw. der Landweg von dort aus zu uns (Richtung Nordost!) ist und dann halte Dir mal vor Augen, was für ein Katzensprung es vergleichsweise von Deiner Heimat Lohmar zu unserer Nordseeküsten-Waterkant ist.
In der Theorie (!!) halte ich TAs aus Neufundland, der kanadischen Ostküste oder gar dem US-Bundesstaat Maine bzw. Neuengland bei uns für möglich. Das Problem dürften allerdings weniger die Entfernungen als eher eine geeignete freie Frequenz im hiesigen überfüllten UKW-Band sein. In Großbritannien insbesondere Wales ist es auf UKW um einiges übersichtlicher, allein schon, weil von den RSL-Sendern auf 87,7 abgesehen unterhalb der 88 MHz ebenfalls Sabbat ist. Entsprechend sind die Jungs dort auch etwas erfolgreicher.
Aus Deiner Region ist mir aus einem persönlichen Gespräch mit unserem AK-Mitglied Wolfgang ("Eifel-DX") ein TA von WEDU auf ch A4 als Scanner-Empfang bekannt. Wie weit auch Video-Empfang möglich war, kann unser Wolle hier sicher selbst in einem Statement geben, sofern er mitliest. ;-)
Umgekehrt stelle ich mir die ganze Geschichte sogar etwas einfacher vor, da in Nordamerika das UKW-Band bekanntlich erst ab 88,1 MHz losgeht und entsprechend alles von 87,5 bis 88,0 MHz insbesondere auf den "krummen" Ami-Frequenzen möglich ist. Dummerweise ist selbst die Ostküste Amerikas vergleichsweise geringer bevölkert und entsprechend ist die DXer-Szene ebenfalls etwas überschaubarer: Empfänge sind bisher nicht getätigt worden.
Allerdings kann ich mir dennoch vorstellen, daß die 60 kW-Heißdüse von MDR Kultur Inselberg, die 72 kW von France Inter Toulouse, SR P1 aus Örebro (ebenfalls 60 kW) jeweils auf 87,9 stellvertretend für das oben genannte Frequenzspektrum einen Abstecher über den "großen Teich" gemacht haben und es lediglich bisher niemand gehört hat. ;-)
Und ich unterstelle einfach mal die Tatsache, daß während dieser spektakulären Alabama-Aktion in umgekehrter Weise sicher ebenfalls mindestens ein UKW-Sender aus der Empfangsregion von unserer Seite rüberreflektiert wurde, und es ebenfalls einfach nur niemand empfangen hat.


Hört sich höchst )Interessant an, die 88,3 ist hier noch halbwegs frei, Rockland Radio kommt so schwach hier an das kann man ausblenden, sonst ist auf der Frequenz nix zu hören.

Sonst kann mans zumindest unter 90mhz hier vergessen. Demnach müßte man wohl drauf achten wenn man hier Engländer empfangen kann ob da amis mit durch kommen, von der Richtung stimmts ja schon mal

von Rheinländer - am 23.12.2010 12:17
Zitat
Werner53
weitester ueberhaupt moeglicher Empfang eines menschengemachten Signals ist sicher der Empfang der Voyager1 Sonde, die 1977 gestartet wurde. Sie ist im Moment etwa 17000 Millionen km von der Erde entfernt. Sendeleistung 12 W. Signale brauchen ueber 15 Minuten bis sie die Erde erreichen.


Für die 17Mrd.km/116AE brauchen die Signale für den einfachen Weg gute 16 Stunden, nicht Minuten!

von Scrat - am 23.12.2010 14:15
ja, richtig; 16 Stunden, nicht Minuten

von Werner53 - am 23.12.2010 14:48
Zitat
Rheinländer
Hört sich höchst )Interessant an, die 88,3 ist hier noch halbwegs frei, Rockland Radio kommt so schwach hier an das kann man ausblenden, sonst ist auf der Frequenz nix zu hören.

Sonst kann mans zumindest unter 90mhz hier vergessen. Demnach müßte man wohl drauf achten wenn man hier Engländer empfangen kann ob da amis mit durch kommen, von der Richtung stimmts ja schon mal


Ja,da muss man mal gucken. Allerdings glaube ich,dass ohne eine anständige Yagi leider nicht viel zu machen ist.
Aber man weiß ja nie. :)
Wenn die MUF entsprechend hoch ist,müsste man auf jeden Fall mal die 92.9 beobachten.
Auf dieser Frequenz sendet CKLE (ein französischsprachiger Sender aus New Brunswick),der scheinbar eine extrem gute Reichweite hat.
Der wurde in Irland ebenfalls schon mit recht starkem Signal empfangen.
Und ich konnte den Sender diesen Sommer während eines Transatlantik-Fluges über lange Zeit stabil empfangen.

von pg09 - am 23.12.2010 14:49
Hallo zusammen,

läßt sich eigentlich ganz einfach ausrechnen.

War da nicht was mit 360000km/h ?????????????????

Gruß
Ralf




von Independence Radio W - am 23.12.2010 15:59
@Independence Radio W
Dein Beitrag bezieht sich auf die Rau,msonde Voyager, nehme ich mal an.

Klar, die Zeit kann man ausrechnen, aber wofür man da 360000 km/h brauchen soll, ist mir nicht so ganz klar.

Ich würde es ja mal mit der Lichtgeschwindigkeit probieren: so etwa 300000 km/s (d.h. pro Sekunde).

von Christian_66 - am 23.12.2010 20:07
Zitat
pg09
Zitat
Rheinländer
Hört sich höchst )Interessant an, die 88,3 ist hier noch halbwegs frei, Rockland Radio kommt so schwach hier an das kann man ausblenden, sonst ist auf der Frequenz nix zu hören.

Sonst kann mans zumindest unter 90mhz hier vergessen. Demnach müßte man wohl drauf achten wenn man hier Engländer empfangen kann ob da amis mit durch kommen, von der Richtung stimmts ja schon mal


Ja,da muss man mal gucken. Allerdings glaube ich,dass ohne eine anständige Yagi leider nicht viel zu machen ist.
Aber man weiß ja nie. :)
Wenn die MUF entsprechend hoch ist,müsste man auf jeden Fall mal die 92.9 beobachten.
Auf dieser Frequenz sendet CKLE (ein französischsprachiger Sender aus New Brunswick),der scheinbar eine extrem gute Reichweite hat.
Der wurde in Irland ebenfalls schon mit recht starkem Signal empfangen.
Und ich konnte den Sender diesen Sommer während eines Transatlantik-Fluges über lange Zeit stabil empfangen.

Die 92,9 geht hier auch noch, wo bei die 92,8 von SWR3 da etwas im wege sein könnte WDR3 93,1 macht da auch noch keine gravierenden Probleme

Klar mit was größerem sind die chancen sehr viel größer, ich bin da errstmal zuversichtlich wenn alles stinmmt das es klappen könnte, wäre natürlich der hammer

2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.10 19:36 durch pg09.


von Rheinländer - am 23.12.2010 20:34
Zitat
Rheinländer
Demnach müßte man wohl drauf achten wenn man hier Engländer empfangen kann ob da amis mit durch kommen, von der Richtung stimmts ja schon mal

Wenn Du z.B. auf 87,7 MHz RUV R2 aus Gagnheiði drauf hast, ist das schon mal ein guter Ansatz. :-)
Im Übrigen empfehle ich Dir am besten gleich etwas besseres und trennschärferes Equipment wie Sony XDR-F1HD u.ä. mit entsprechender Antenne.
Aber denke wie gesagt an den berühmten 6er im Lotto - den könnte man wohl noch eher abstauben. ;-)

von Mathias Volta - am 14.01.2011 14:18
Zitat
Mathias Volta
Zitat
Rheinländer
Demnach müßte man wohl drauf achten wenn man hier Engländer empfangen kann ob da amis mit durch kommen, von der Richtung stimmts ja schon mal

Wenn Du z.B. auf 87,7 MHz RUV R2 aus Gagnheiði drauf hast, ist das schon mal ein guter Ansatz. :-)
Im Übrigen empfehle ich Dir am besten gleich etwas besseres und trennschärferes Equipment wie Sony XDR-F1HD u.ä. mit entsprechender Antenne.
Aber denke wie gesagt an den berühmten 6er im Lotto - den könnte man wohl noch eher abstauben. ;-)


joa da haste wohl recht;) aber erstmal brauche ich wohl bald nen neuen PC, der alte machts nich mehr lang.



von Rheinländer - am 14.01.2011 16:53

Sorry, hat sich erledigt.


von Dah-di-dah-dit Dah-dah-di-dah - am 15.01.2011 18:59
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