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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Spacelab, Nohab, electroSMOG, Radionicki, drahtlos, Stephan Großklaß

Stören Class-D-Verstärker den Radioempfang?

Startbeitrag von Radionicki am 22.04.2011 00:56

Die kleinen Class-D-Verstärker werden immer beliebter.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-32-32571.html
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=624086

Scheinbar gibt es aber öfters Probleme mit dem Radioempfang.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-71-8595.html

Welche Erfahrungen habt ihr?

Gruß,
Radionicki

Antworten:

Also ich kann dir sagen das sich Class-D Verstärker im Car-HiFi Bereich allergrößter Beliebtheit erfreuen. Ob und wie stark diese Dinger strahlen liegt in den Händen des Herstellers. Es kommt halt darauf an wie viel dieser in eine korrekte Abschirmung investiert. Aus langer Erfahrung heraus kann ich dir aber sagen das in locker 90% der Fälle die Abschirmung nur sehr mangelhaft oder sogar gar nicht vorhanden ist. Diese Verstärker sind die reinsten Störsender. Der Beliebtheit tut dies aber keinen Abbruch.

von Spacelab - am 22.04.2011 09:17
Ich hatte in meinem Auto zwei Alpine Digital-Endstufen verbaut. Nach einer Woche sind die Dinger wieder rausgeflogen weil ich mit meinem Bremen nicht mal die Ortssender richtig Empfangen konnte!!! Jedoch haben sie nur auf UKW gestört. Auf AM war der Empfang tadellos. Nachdem ich dann Analoge Endstufen (Ground Zero) verbaut habe, hat sich das Blatt gewendet. UKW: Problemlos. AM: Ungenießbar.

von electroSMOG - am 22.04.2011 10:36
Ebenfalls ein absoluter UKW Killer sind die Endstufen von "Alto Mobile". Klanglich absolut Top. Wenn man den Klangcharakter von Class-D Endstufen mag. Aber die Teile stören das ist unglaublich. Die Firma "XeteC" hatte damals alles richtig gemacht. Dessen Digitalendstufen haben nicht im allergeringsten gestört und klanglich waren diese auch in der Oberklasse anzusiedeln. Leider gibt es diese Firma nicht mehr. Die wurden von einem fernöstlichen Investor aufgekauft, ausgeschlachtet und die verschiedenen Sparten an alle möglichen Firmen weiter verscherbelt.

Class-D Endstufen stören vor allem im UKW Band. Knapp darüber hören die Störungen auf. Der DAB Empfang (Kanal 8b) war damals bei mir nicht im geringsten beeinträchtigt. Auch herrscht auf Lang- und Mittelwelle meist ruhe. Lediglich das Kurzwelle Band wird noch deutlich zugerauscht. Die Störungen im AM Band die deine Ground Zero verursacht werden wohl vom schlecht entstörten Schaltnetzteil kommen. Hier kann man in den meisten Fällen mit mehreren Ferritmagneten um jedes Kabel (Strom-, Lautsprecher- und Cinchkabel) die Störungen reduzieren oder gar ganz verschwinden lassen.

von Spacelab - am 22.04.2011 11:04
Zitat
Spacelab
Hier kann man in den meisten Fällen mit mehreren Ferritmagneten um jedes Kabel (Strom-, Lautsprecher- und Cinchkabel) die Störungen reduzieren oder gar ganz verschwinden lassen.
)


Kannst du mir bitte einen Tipp geben wo ich solche Ferritmagneten bekomme bzw. nimmt man dafür solche Ringmagnete?

Wird dann um jedes Kabel direkt hinter der Endstufe ein solcher angebracht?

von electroSMOG - am 22.04.2011 12:02
Ja das sind diese einfachen Ringmagnete. Einfach jedes Kabel so oft wie möglich durch den Magnet führen. Es gibt auch Klappmagnete. Das sind dann die Teile wie sie in den Stromleitungen zum Laptop oder Flachbildfernseher oft dran sind. Hier wirst du aber Probleme bekommen welche im passenden Format zu finden so das sie richtig am Kabel anliegen. Dafür sehen sie besser aus als Ringmagnete.

Die Magnete bringst du so dicht wie möglich an der Störquelle, in deinem Fall also der Endstufe, an. Das KANN die Störungen beseitigen. Muss aber nicht. Da hilft wirklich nur ausprobieren.

Ringmagnete gab es lange Zeit mal bei Pollin im OnLine Shop sehr günstig zu kaufen. Reichelt hatte sie auch mal. Genauso wie Conrad Elektronik. Wie es aktuell aussieht weiß ich aber nicht. Ich hatte vor Ewigkeiten mal eine ganze Tüte voll mit diesen Magneten vom örtlichen Wertstoffhof geschenkt bekommen und hab mir seitdem keine mehr gekauft.

Noch ein Tipp: wenn du einen besonders großen Magnet brauchst um beispielsweise das dicke Stromkabel zu entstören dann kannst du auch mal bei Conrad und Co. nach "Kompensationsmagneten" suchen. Diese sind eigentlich dafür gedacht um auf den Magneten eines Lautsprechers geklebt zu werden um dessen Magnetfeld zu kompensieren damit man ihn auf den Fernseher oder Monitor legen kann.

von Spacelab - am 22.04.2011 12:26
Ferrite sind nicht per se magnetisch, das nur nebenbei.

Paar stromkompensierte Drosseln wickeln sollte oft helfen. Man sollte aber auch ein Material nehmen, das auf UKW noch wirksam ist. Verluste sind ja weniger das Problem (sondern sogar erwünscht), aber das µr sollte schon noch einigermaßen hoch sein.

Noch witziger sind übrigens Geräte mit D-Endstufen und eingebautem Radioteil. Bei einem Panasonic SC-HC3 haben wir letztlich ein Koax zum Dachboden hoch gezogen und dort den Wurfdipol angeschlossen, seitdem ist der Radioempfang OK...

von Stephan Großklaß - am 22.04.2011 14:08
@Spacelab: Was du meinst, sind Ferritkerne.
Reichelt hat diese immer noch im Angebot:
http://www.reichelt.de/Amidon-Ferrit-Ringkerne/0/500/index.html?;ACTION=2;LA=2;GROUP=B522;GROUPID=3187
Auch als Klappferrite.


von Nohab - am 22.04.2011 15:02
Jo sowas meine ich. Nur die Klappferrite kannst du vergessen weil du die wohl nie passend um das Kabel bekommst. Das wird alleine schon beim Cinchkabel lustig. Deshalb nehme ich immer die Ringmagnete.

von Spacelab - am 22.04.2011 15:14
Ich meine mein Philips DFR-9000 ist auf FM und DAB ziemlich taub. Bei DAB kann es am Chipset liegen, event. auch an meiner selbstgebastelten Vertikal-Indoor-Antenne. Als Verstärker mit 3 (2?) umschaltbaren HDMI-Eingängen war er zur damaligen Zeit einfach Klasse.

von drahtlos - am 22.04.2011 17:11
Habt ihr auch Erfahrungen mit den kleinen Class T-Verstärker für den Heimgebrauch?
Im Car-Hifi Bereich sind die Endstufen auch räumlich vom Radio entfernt (Hutablage, Kofferraum, etc.).

Jemand wollte hier doch an den Sonic Impact T-Amp http://www.qxm.de/musik/20060113-175049/sonic-impact-portable-t-amp?com=1
den Tuner Sony XDR HD anschliessen.

Wie sind eure rfahrungen mit disen T-Amps?

Z.B.: LEPAI Digital TA2020
http://de.aliexpress.com/product-fm/391227865-Free-Shipping-LEPAI-Digital-TA2020-Hi-Fi-Stereo-Amplifier-Tripath-IC-wholesalers.html

Oder kennt jemand einen der anderen Sure, Muse, etc. mit diesem Tripath Chip?

Es gibt auch Verstärker die statt mit diesem Tripath Chip auf einem Yamaha Chip basieren.
http://www.computerbase.de/artikel/multimedia/2009/test-scythe-krocraft-speaker-und-kama-bayamp-kro/

Bei manchen dieser billigen China-Verstärker fndet man überhaupt keine Info über das Innenleben. Könnte auch herkömmlich aufgebaut sein: (Hier ein ganz billiger):
http://cgi.ebay.de/Mini-Hi-Fi-Stereo-Audio-Verstarker-Auto-Moto-CD-DVD-/280629007747?pt=DE_Elektronik_Computer_TV_Video_Elektronik_Verst%C3%A4rker&hash=item4156cad583

Einer der Bekanntest Class D-Verstärker:
http://www.fairaudio.de/test/vollverstaerker/2009/test-voll-verstaerker-trends-audio-ta-10.1-1.html

Mich würde es interessieren, was ihr mit welchen dieser Geräte, im Zusammenhang mit dem Anschluß von Tuner für Erfahrungen gemacht habt, oder greift ihr beim Thema kleine Verstärker lieber auf herkömmliche zurück? (Die dazu auch noch 3 Eingänge haben).

Z.B.:
http://www.conrad.de/ce/de/product/350134/RENKFORCE-E-SA9-MINI-VERSTAeRKER

oder

http://www.dealcat.de/Hifi-und-Audio/Verstaerker/Dynavox-CS-PA1-Mini-Verstaerker-2x-50-Watt-schwarz::740.html

Der letzte hat einen ganz wichtigen Vorteil gegen übr allen T-Amps und auch herkömmlichen Miniamps, einen Record Out. Egal ob DXer oder Programmhörer, die meisten von uns wollen sicher aich mal etwas aufnehmen.
Verstehe nicht, warum die digitalen Amps so extrem spartanisch ausgestattet sind (unabhängig vom Preis) bi s auf den einen LEPI der immerhin Cinch (RCA) und Klinke als Eingang hat (aber ohne Umschalter) gibt es sonst immer nur einen Eingang. Eine Klangregelung gibt es auch nur manchmal.


von Radionicki - am 22.04.2011 17:59
Zitat
Radionicki
Bei manchen dieser billigen China-Verstärker fndet man überhaupt keine Info über das Innenleben. Könnte auch herkömmlich aufgebaut sein: (Hier ein ganz billiger):
http://cgi.ebay.de/Mini-Hi-Fi-Stereo-Audio-Verstarker-Auto-Moto-CD-DVD-/280629007747?pt=DE_Elektronik_Computer_TV_Video_Elektronik_Verst%C3%A4rker&hash=item4156cad583

Das Ding könnte die Lösung unserer Energieprobleme bedeuten:
""Specifications:

* Max. Output Power: 450W
* DC Input: 8V-12V 2A
* S/N Ratio: >80dB
* T.H.D Rated RMS Power:

von Nohab - am 22.04.2011 18:59
Nohab hat es schon gesagt. Und ich setze noch ein "VERGISS ES" dazu. Das ist alles Schrott hoch 10! Am schlimmsten sind die beiden letzten von dir verlinkten Geräte von Renkforce und Dynavox. Beide sind übrigens absolut Baugleich. Ich hatte auch mal so ein Teil. Das Ding ist technisch so gut das es permanent die linksrechts Balance verzieht wenn man am Lautstärkeregler dreht. Einmal ist der linke und wenn man ein kleines bisschen weiter dreht der rechte Lautsprecher lauter. :wall: Die Ausgangsleistung beschränkt sich (laut meinem Messplatz) auf 2x 8 Watt. Alles darüber zerrt gleich wie sau. Zum Vergleich: ein halbwegs modernes Autoradio hat so um die 4x 15 Watt.

Die ganzen Class-T Teile kannst du in die Tonne treten. Entweder einen richtigen Digitalverstärker oder gar keinen. Class-T Verstärker haben nämlich lediglich einen mehr oder weniger steilen Tiefpassfilter damit es dem Hochtöner nicht schon bei den ersten Tönen das Lebenslicht aus bläst. Das Ergebnis ist ein rauher, scharfer und sehr nervöser Klang. Was mich zu dem "Testbericht" des zuerst verlinkten "Sonic Impact" Verstärkers bringt. Das Ding gibt es auch hier in unseren Landen zu kaufen. Das Teil ist technisch absolut identisch zu den anderen Class-T Verstärkern. Der Verstärkerchiphersteller ist halt nun mal immer der gleiche und die anderen Firmen zimmern nur ein Gehäuse drumherum. Also ich kenne jetzt die NAD 800 Boxen nicht, aber wenn die Teile auch nur halbwegs neutral spielen muss es deutlich hörbar gezirpt haben wenn der Schlagzeuger die Becken schlägt. Der typische und in Insiderkreisen schon legendäre Tripath Sound halt. :rolleyes:

Ein guter(!) Digitalverstärker ist alles andere als trivial herzustellen. Da gehört lange und ordentliche Entwicklungsarbeit dazu. Und dann kommen da welche daher und verscheuern solche Teile für unter 50 Euro. Iss klar. :rolleyes: Für einen Class-T Verstärker Bausatz hatte ich vor etlichen Jahren mal bei ELV 20 Euro bezahlt. Der Tripath Verstärkerchip (konnte man auch einzeln bestellen) kostete 3,49 Euro. Noch fragen?! :rolleyes:

von Spacelab - am 23.04.2011 07:04
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