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vor 1 Jahr, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 10 Monaten
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iro, RadioCOP, Internetradiofan, KlausD, Jassy, Auricher, Mathias Volta, Sarstedter

Kommerzieller Lokalfunk ab Ende 2011 in Niedersachsen

Startbeitrag von RadioCOPam 24.07.2011 10:21

Die Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) macht mit der Ausschreibung der UKW-Frequenz am Standort Oldenburg-Wahnbek 103,5 MHz (500 Watt) nun ernst für den kommerziellen Lokalfunk.

Die Ausschreibung:
http://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_1035_MHz_Oldenburg_v_6-7-11.pdf

Ab Mitte August 2011 wird zudem Radio BWReins in Braunschweig im Kabel auf 107,95 MHz und in Wolfsburg auf 107,25 MHz im Kabelnetz bereits als erstes lokale Privatradio zu hören sein, bevor demnächst es auch in Braunschweig und Wolfsburg auf UKW losgeht.

Antworten:
Endlich! :spos:

von Internetradiofan - am 24.07.2011 10:27
Nett, solange die Bürgerradios in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben.
Aber wenn ich es irgendwo mal richtig aufgeschnappt habe, müßten diese im Falle einer Neubewerbung als Kommerzieller Lokalfunk ihre jetzige Lizenz abgeben und es käme zusammen mit anderen Bewerbern zur Neuausschreibung - also sicher kein großer Grund zur Sorge.

von Mathias Volta - am 24.07.2011 10:36
Ich denke das hier auch ein paar Frequenzen aktiviert wurden, zB 100,1 Damme und 87,8 Nordhorn. Tja, und somit wird das UKW Band hier noch voller! :(

von Jassy - am 24.07.2011 10:37
Schön Nr. 1: macht keinen DX-Kanal kaputt
Schön Nr. 2: die Frequenz kann ja wohl kaum an die NWZ gehen aus konzentrationsrechtlichen Gründen, da die NWZ eine dominierende Stellung auf dem lokalen Print-Markt hat und bereits an allen niedersächsischen Privatradios (ffn, HRA, Radio 21) beteiligt ist. Das erhöht die Chancen, daß die QRG vielleicht an Motor FM geht (welches dazu noch wegen der Werbefreiheit von der NWZ vermutlich nicht als "Feind" und Konkurrenz angesehen wird, so daß von deren Seite wieder hinterfotzige Aktionen hinter den Hannoveraner Kulissen veranstaltet werden müssten...)

von iro - am 24.07.2011 12:48
Radiogroup wird einer der Bewerber sein.....

Bereits für 11 mögliche private Lokalradio-Projekte hat man vorsorglich die Domains registriert...

www.radio-wob.de
www.radiobraunschweig.de
www.radiooldenburg.de
www.radioosnabrueck.de
www.radio-hannover.com
www.radiodelmenhorst.de
www.radiosalzgitter.de
www.radiowilhelmshaven.de
www.radiocelle.de
www.radiogoettingen.de
www.radiolueneburg.de

von RadioCOP - am 24.07.2011 13:57
Soll sich doch mal SSL in Oldenburg bewerben...

Wenn die 103,5 auf Sendung geht, dann wird sicherlich auch ein 2 Jahrzehnte im Kabel-UKW eingespeister Sender verschwinden.. heute nichts besonderes mehr, vor 10-15 Jahren noch toll.. nämlich Radio Hamburg! Die 103,6 geht teilweise ganz gut nördlich und östlich von Oldenburg.. das wird dann sicher auch vorbei sein! Und da die 103,5 am selben Standort ausgestrahlt wird wo auch Radio Hamburg empfangen wird (Wahnbek), wird der Sender dann sicher nicht mehr gehen... und damit verschwindet der letzte echte "Fern-Empfangssender" in diesem Kabelnetz!

Noch eine andere Frage: was hat das mit der 107,95 auf sich in BS/WOB? Das hört sich ja fast nach "Etherpiraten-Frequenties" an... :hot::cheers:

Und in der BNetzA-Liste habe ich eine solche Frequenz auch nirgendwo in der Gegend koordiniert gesehen...

von Sarstedter - am 24.07.2011 15:55
Uuuuhh der 107.95 ist ein Kabelfrequenz..

von Jassy - am 24.07.2011 15:57

Kommerzieller Lokalfunk ab Ende 2011 in Niedersachsen

Zitat
Mathias Volta
Nett, solange die Bürgerradios in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben.

Von der Form her bleiben die uns sicherlich noch eine Weile erhalten, bei Inhalten / Formaten / Sendungen und Sendungsgestaltung habe ich da meine Zweifel. Da besteht die Gefahr, dass sich die (leider noch) sogen, niedersächsischen "NKLs" noch mehr an die Kommerziellen anpassen, um Gehör und Akzeptanz zu finden (siehe ex-Flora in Hannover) - :sneg:

von KlausD - am 24.07.2011 16:15
Zitat iro:
Das erhöht die Chancen, daß die QRG vielleicht an Motor FM geht (...)


Die Frequenz wird mit Sicherheit nicht an MotorFM gehen, da die 103.50 MHz nicht als Stützfrequenz eines bundesweiten Anbieters vorgesehen ist, sondern für kommerziellen Lokalfunk.

von Auricher - am 24.07.2011 21:46
Zitat
RadioCOP
Radiogroup wird einer der Bewerber sein.....

Bereits für 11 mögliche private Lokalradio-Projekte hat man vorsorglich die Domains registriert...

www.radio-wob.de
www.radiobraunschweig.de
www.radiooldenburg.de
www.radioosnabrueck.de
www.radio-hannover.com
www.radiodelmenhorst.de
www.radiosalzgitter.de
www.radiowilhelmshaven.de
www.radiocelle.de
www.radiogoettingen.de
www.radiolueneburg.de

Gesetzt den Fall, die künftigen, auszuschreibenden Frequenzen gehen tatsächlich alle an die Radio Group: Handelt es sich dann noch um echten Lokalfunk?

Interessant wäre in diesem Kontext u.a. die Frage, welche Freiheiten die Redakteure der einzelnen RG-Stationen im Hinblick auf die Musikauswahl haben.
Bei Radio NRW bspw. wird bis in die Auswahl jedes einzelnen Titels alles zentral aus Oberhausen vorgegeben.
Wie es die Radio Group handhabt, weiß ich nicht.

Siehe dazu auch den folgenden Diskussionsfaden im Radiohörerforum: Die Radio Group - Einschätzungen & Meinungen

von Internetradiofan - am 24.07.2011 22:43
Zitat
Ausschreibung der NLM
Die Zuweisung einer UKW-Übertragungskapazität zur Verbreitung von Rundfunkprogrammen setzt eine Zulassung des Antragstellers als Rundfunkveranstalter für das Versorgungsgebiet voraus.
Warum sollte Motor FM diese nicht bekommen können? Motor FM ist in Bremen und Berlin schließlich auch ein lokaler Anbieter. In Bremen wird zwar auch der Berliner Mantel eingesetzt, es werden aber eben auch lokale Programmanteile produziert und Veranstaltungen vor Ort (und auch in Oldenburg) organisiert.
Die RG würde kaum etwas anderes machen - hat aber als starken Gegner die NWZ & Co, die sich noch nie kampflos etwas von ihrem Werbekuchen abnehmen ließ und die über "gewissen Einfluss" bei der NLM verfügt (wie auch der damals verhinderte NKL für OL erfahren musste. Deshalb haben wir ja einen OK, der als ungefährlich angesehen wurde). Auf dem Printmarkt in OL wird die Konkurrenz i.d.R. einfach aufgekauft, das wird in dem Fall wohl nicht gehen...
Alles was Motor FM benötigt ist also nur eine "Zulassung als Rundfunkveranstalter für das Versorgungsgebiet" - und die kann gleich mit beantragt werden! Und: Motor FM betreibt keine "Stützfrequenzen", sondern veranstaltet Radioprogramme - derzeit 3 an der Zahl.

von iro - am 24.07.2011 22:44
Zitat
iro
Warum sollte Motor FM diese nicht bekommen können?

Weil gegenwärtig alles danach riecht, dass alle auszuschreibenden Lokalradiofrequenzen an die RG gehen werden, so wie wir ja auch in NRW 46 rechtlich unabhängige Lokalsender haben. ;-)

Wetten, dass dies der Fall sein wird?!





von Internetradiofan - am 24.07.2011 23:00
Zitat

Weil gegenwärtig alles danach riecht

Wie kommst Du darauf? Nur weil man sich vorsorglich bundesweit einen Haufen Internetadressen reserviert hat? Woher hat die süddeutsche TRG die sicherlich in Nds. notwendige Lobby? (Wohl kaum über unseren ex-grünen CDU-OBB aus Süddeutschland, der eigentlich schon vorzeitig wieder gegangen werden soll. Süddeutschland ist eben doch ein gaaanz anderes Land mit anderen Sitten...Wir haben unseren eigenen Filz ;) )

von iro - am 24.07.2011 23:19

Kommerzieller Lokalfunk ab Ende 2011 in Niedersachsen

@ iro: So einfach ist dies nicht, sondern eine Sache der Ausschreibung. Wird ein reines 24/7 Lokalradio ausgeschrieben oder nur ein Programm mit mehrstündigem Lokalfenster verlangt? Bei MotorFM war es letzteres, sodass der Mantel aus Berlin übernommen werden kann. Bei der Radiogroup in RLP z.B. muss das Programm 24/7 in dem entsprechenden Stationsort produziert und abgestrahlt werden (was allerdings nicht ausschliesst, dass Sendungen z.B. mit geringen Zeitunterschieden übernommen und vorort wieder neu ausgestrahlt werden oder auch die Musik ebenso vorgegeben und von den einzelnen Stationen gesendet wird, aber eben aus dem Studio vorort. Es gibt nur eben keine "Durchschaltung" oder Übernahme eines Mantelprogramms).

von KlausD - am 24.07.2011 23:25
In der Ausschreibung steht nur "entsprechend dem Zweck der Zuordnung ausgeschrieben" und "Die Zuweisung einer UKW-Übertragungskapazität zur Verbreitung von Rundfunkprogrammen setzt eine Zulassung des Antragstellers als Rundfunkveranstalter für das Versorgungsgebiet voraus."

Dazu noch "Es handelt sich nicht um eine Zuordnung nach § 3 Abs. 3 Nr. 2 NMedienG" - also nicht "(3) Für die Nutzung von UKW-Hörfunkfrequenzen ist durch die Zuordnung zu gewährleis-ten, dass 2. nachrangig die Versorgung lokal oder regional begrenzter Gebiete mit Vollprogrammen und Spartenprogrammen mit dem Schwerpunkt Information privater Veranstalter ermöglicht wird,"

Diese Zulassung hat bisher noch kein Veranstalter und weitere Bedingungen sind zumindest auf der NLM-Seite nicht angegeben.

von iro - am 24.07.2011 23:54
Zitat
Internetradiofan
Gesetzt den Fall, die künftigen, auszuschreibenden Frequenzen gehen tatsächlich alle an die Radio Group: Handelt es sich dann noch um echten Lokalfunk?

Interessant wäre in diesem Kontext u.a. die Frage, welche Freiheiten die Redakteure der einzelnen RG-Stationen im Hinblick auf die Musikauswahl haben.
Bei Radio NRW bspw. wird bis in die Auswahl jedes einzelnen Titels alles zentral aus Oberhausen vorgegeben.
Wie es die Radio Group handhabt, weiß ich nicht


Wird mit Ausnahme Saarbrücken in Rheinland-Pfalz und Saarland schon praktiziert.

von RadioCOP - am 25.07.2011 05:13
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