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<a href="http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema-8773-978959/DVB-T+bald+vor+dem+Aus.html">DVB-T bald vor dem Aus?</a>
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Das ist sehr gut möglich, daß die Mobilfunklobby das beabsichtigen. Wenn das aber so umgesetzt wird, dann sägt man ARD und ZDF ihren Grundversorgungsauftrag ab.
Ich sehe das auch so, daß das in Deutschland mit DVB-T2 nichts wird. Die bisherigen DVB-T-Nutzer werden sich kräftig verarscht fühlen, in einer neue Technik investieren zu müssen, die nicht ihnen, sondern den Mobilfunkern einen Mehrwert bringt.
Ist auch sinnvoll. Das kann man aber so umsetzen, daß man ein möglichst kleinzelliges und damit frequenzökonomisches Netz aufbaut.
Da stellt sich dann die Frage, wer überhaupt noch TV-gebührenpflichtig ist. Alleine die Bereitstellung eines Fernsehgerätes dürfte da nicht mehr reichen.
@ Nordi
In Italien ging es wohl schon immer darum, möglichst viele Programme in einem vorhandenen Frequenzbereich unterzubringen.
In den USA haben die Sender keinen Grundversorgungsauftrag und müssen somit nicht in jedem Winkel empfangbar sein. Deshalb gibt es da kaum Umsetzer und die vorhandenen Frequenzbänder sind nicht so stark belegt.
Häh? Meinst du jetzt RTL und Sat.1 damals analog aus Kassel?
von Kay B - am 11.01.2012 09:25
Die Mobilfunkanbieter denken hier leider in viel zu kurzen Zeiträumen.
Was bringen nun 80 MHz mehr Bandbreite für den Mobilfunk im UHF-Band? Das ist eine Lösung welche die Kundennachfrage für die nächsten 5 bis allerhöchstens 10 Jahre überbrücken kann, mehr allerdings auch nicht.
Es gibt keine Alternative zum Ausbau mit mehr Basisstationen. Mehr Basisstationen bedeutet allerdings auch eine höhere Dichte und kleinere Funkzellen. In kleineren Funkzellen können höhere Frequenzen genutzt werden, da steht dann ohnehin mehr Bandbreite zur Verfügung als im UHF-Band.
Warum bauen die Mobilfunkanbieter nicht einfach an den "Hotspots" – also den Gebieten mit hoher Nachfrage – die Versorgung mit LTE 2600 aus?
Es gibt bereits Endgeräte für LTE 2600. Mal abgesehen davon dass für neue Frequenzbereiche dann wieder neue LTE-Endgeräte bei den Nutzern erforderlich wären.
Falls da nur wenige Länder mitmachen bei der Ausdehnung des LTE-Frequenzbandes im UHF-Bereich, spielen dann überhaupt die Gerätehersteller mit?
Wenn DVB-T mit weniger Kanälen auf Sendung bleibt, dann würde LTE den DVB-T Empfang trotzdem stören ohne neue HF-Filter bei den DVB-T-Empfangsgeräten. Das würde viele Bestandsgeräte betreffen.
Ja, und sich die Kosten für weitere Standorte für Basisstationen zu sparen, deshalb soll zusätzliche Übertragungskapazität über zusätzliche Frequenzen bereitgestellt werden statt über zusätzliche Basisstationen. Ist für die Anbieter deutlich günstiger.
Wäre allerdings nur eine kurzfristige Abhilfe. Ok, ich wiederhole mich.
Ja, v.a. könnte terrestrisch nur mit hohem Aufwand auf HDTV-Ausstrahlung umgestellt werden (Ausdehnung von Gleichwellennetzen, Anpassung der Sendernetze, engere Kanalwiederbelegung), denn der Umstieg auf DVB-T2 und H.264 o. HEVC reicht alleine nicht aus um die gleiche Anzahl (wie derzeit) an TV-Programmen in HD-Bildqualität auszustrahlen falls auch noch TV-Kanäle aus dem Rundfunkfrequenzband wegfallen sollten.
von Winnie2 - am 11.01.2012 17:49
.
Am 16. Dezember gab es in Brüssel ein Workshop des RSPP der EU mit dem Titel "Promoting the shared use of radio spectrum resources in Europe".
http://ec.europa.eu/information_society/policy/ecomm/radio_spectrum/activities/index_en.htm#Workshops/Events
In zwei Präsentationen wird das Konzept vorgestellt:
1) How can we promote the shared use of radio spectrum resources in Europe? FINDINGS
2) Perspectives on the value of shared spectrum access - Recommendations and Next Steps
http://ec.europa.eu/information_society/policy/ecomm/radio_spectrum/_document_storage/other_docs/shared_use_workshop20111216/shared_use_ws_slides_2011.zip
Das Zauberwort heißt also "Geteilter bzw. gemeinsamer Zugang zum Spektrum" --> Keine Exclusivität in der Nutzung einzelner Bänder, sondern alles ist erlaubt, Restriktionen nur, um Interferenzen zu verhindern. Das alles soll bis 2020 aufgebaut sein (nach der Vorstellung dieser Leute - oder kommt es doch anders?).
Ein Schlüsselbild (Seite 19 des 2. Vortrags):
von Manfred Z - am 11.01.2012 21:48
In Häuserschluchten gibt es Empfangsprobleme bei einem breiten Spektrum von Funkfrequenzen.
Aussenantenne(n) verwenden?
Bei hohen Frequenzen ist mehr Bandbreite verfügbar und die Ausbreitungsbedingungen wären sogar günstig um kleinere Funkzellen zu ermöglichen.
Individuelle Streams u. Multicast
Das ist allerdings in den meisten Nutzungs-Fällen ein Widerspruch. Entweder nutzen mehrere Leute die gleichen Daten, dann ist es allerdings nicht mehr individuell oder jeder nutzt einen eigenen Stream, dann wird kein Multicast gebraucht.
Lässt man für jeden Nutzer die individuelle Auswahl bzw. freien Zugriff auf das Internet zu dann müssen die Mobilfunknetze für diese Datenmengen ausgelegt sein.
Bislang wird dieses Problem von Seiten der Mobilfunkbetreiber durch monatl. Limits beim Datentraffic begegnet.
Über DVB-T2 terrestrisch in HD senden, das wäre für einige Leute sicherlich ein Anreiz darauf umzusteigen. Die ÖR haben für dieses Szenario bereits Pläne in ihrer Schublade liegen.
Sowas halte ich bei den ÖR für eher ausgeschlossen. Möglicherweise bei den Privaten, da könnte ich mir sowas vorstellen.
Wärst du auch bereit die dann notwendigen vier, fünf (oder noch mehr) Mobilfunk-Basisstationen in der unmittelbaren Nähe deiner Wohnung zu akzeptieren?
Da werden sich allerdings viele Besitzer von Bestandsgeräten freuen, weil die bisherigen Geräte ganz einfach nicht für die neuen Anforderungen gebaut wurden.
Ich bin jedenfalls mal gespannt in welchem Umfang dann Einschränkungen notwendig werden. Ich vermute jedenfalls viele davon werden nötig sein.
von Winnie2 - am 11.01.2012 22:08
Nein, das möchte ich damit nicht sagen. Im Bereich unterhalb 2 GHz werden ohnehin bereits alle Frequenzen für irgendwelche Funkdienste genutzt. Bei höheren Frequenzen muss es nicht zwangsläufig mehr Interferenzen geben.
Nur ist die Benutzung eines Mobiltelefons oder Funkgerätes allgemein im Auto ohne Aussenantenne einfach keine gute Idee.
Ich finde es auch nicht gut dass die Telefone über keinen Anschluss mehr für eine Antenne verfügen. Vielleicht sollten Autos zukünftig vom Werk aus einen kleinen Repeater für Mobilfunk eingebaut erhalten. Im Auto wird ohnehin eine Freisprechanlage für Telefonate benötigt, da können die Hersteller zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein WLAN-Minihotspot im Auto für Notebooks & Co. ist ebenfalls keine Utopie mehr.
Früher oder später müssen die einfach die Zahl der Basisstationen vergrößeren weil die Leute unterwegs einfach immer mehr Daten übertragen wollen.
Je größer der Frequenzbereich ist den die Geräte unterstützen desto aufwendiger werden die Geräte u. damit teurer. Nicht unbedingt beim Empfang, aber beim Senden.
Ein begrenzter Frequenzbereich bei denen die Geräte senden können würde verhindern dass diese zu aufwendig würden.
Und falls die Broadcastdienste beträchtlich zurückgefahren werden könnte es dann lauten: Für Nachrichten u. Unterhaltung ein Abo abschließen u. regelmäßig zahlen oder darauf verzichten.
von Winnie2 - am 11.01.2012 23:26
In der EU wird nichts entschieden, das gegen die Interessen wichtiger Mitgliedsländer wie Frankreich verstößt. Deshalb ist die Abschaltung des terrestrischen Fernsehens auch kein Thema.
Im Beschluss (Decision) zur Einrichtung des "Radio Spectrum Policy Programme" heißt es in den Punkten zur Erläuterung:
"While broadcasting will remain an important platform for distributing content as it is still
the most economical platform for mass-distribution, wired or wireless broadband and other
new services provide new opportunities for the cultural sector to diversify its range of
distribution platforms, to deliver on-demand services and to tap into the economic potential
of the major increase in data traffic." [Punkt 26]
Während in Frankreich demnächst zwei neue Multiplexe eingerichtet werden sollen (mit den Frequenzen, die durch die Analogabschaltung frei geworden sind), dümpelt das System in Deutschland vor sich hin.
Es wird aber gefordert, dass das Spektrum in jedem Land effektiv genutzt werden soll. Dazu werden die Mitgliedsländer verpflichtet, den gesamten Frequenzbereich von 400 MHz bis 6 GHz zu untersuchen und ein Bestandsverzeichnis zu erstellen. Frequenzhortung soll untersagt werden (das steht auch schon im deutschen TKG).
"The establishment of an inventory of existing spectrum use together with an analysis of
technology trends, future needs and demand for spectrum, in particular between 400 MHz
and 6 GHz, should allow the identification of frequency bands in which efficiency could be
improved, and of spectrum-sharing opportunities, to the benefit of both the commercial and
public sectors. [...]" [Punkt 16]
Zur Erreichung der Ziele beim "Wireless Broadband" (30 Mbps für jeden EU-Bürger bis 2020 [Hört, Hört]) sollen neue Bänder durch effektivere Nutzung gefunden werden:
"In order to focus on the priorities of this multi-annual programme, Member States and the
Commission should cooperate to support and achieve the objective of enabling the Union
to take the lead in wireless electronic communication broadband services by freeing up
sufficient spectrum in cost-efficient bands for those services to be widely available." [Punkt 27]
Die Nutzung des schon von anderen Diensten befreiten (?) 800-MHz-Bandes soll spätestens 2013 beginnen. [Punkt 23]
von Manfred Z - am 15.01.2012 17:55
"This Programme should, in particular, support the Europe 2020 Strategy, given the huge
potential of wireless services to promote a knowledge-based economy, develop and assist
sectors relying on information and communications technologies and overcome the digital
divide. The growing use of, in particular, audiovisual media services and online content is
increasing demand for speed and coverage. It is also a key action in the Digital Agenda for
Europe, which aims to deliver fast broadband internet in the future network- and
knowledge-based economy, with an ambitious target for universal broadband coverage.
Providing the highest possible wired and wireless broadband speeds and capacity
contributes to achieving the target of access to broadband at a speed of not less than 30
Mbps for all by 2020 with at least half of Union households having access to broadband at
a speed of at least 100 Mbps, and is important for fostering economic growth and global
competitiveness, and necessary to achieve the sustainable economic and social benefits of
a single digital market. It should also support and promote other Union sectoral policies
such as a sustainable environment and economic and social inclusion for all Union citizens.
Given the importance of wireless applications for innovation, this Programme is also a key
initiative in support of Union policies on innovation." [Punkt 8]
"This Programme should lay the foundations for a development whereby the Union can take
the lead regarding wireless broadband speeds, mobility, coverage and capacity. Such
leadership is essential in order to establish a competitive single digital market working to
open up the internal market for all Union citizens." [Punkt 9]
Wie heißt das doch? Richtig: "Hochmut kommt vor dem Fall."
"This Programme should specify guiding principles and objectives up to 2015 for
Member States and institutions of the Union, and set out specific implementation
initiatives. While spectrum management is still largely a national competence, it should be
exercised in compliance with existing Union law and allow for action to pursue Union
policies." [Punkt 10]
von Manfred Z - am 15.01.2012 18:25
Ich denke dass es darum geht die Frequezbänder stärker als bislang für sekundäre Nutzungen zu öffnen. Mit weiter fortschreitenden technischen Möglichkeiten (z.B. Cognitive Radio) ist es möglich die verfügbaren Frequenzen besser als derzeit zu nutzen.
Cognitive Radio bedeutet dass die Geräte die Eigenschaften und Bedingungen der Primärnutzung der Frequenzen berücksichtigt und die Sekundärnutzung sich sehr flexibel der primären Nutzung der Funkfrequenzen anpasst.
Da bin ich mal gespannt wie das gemeint ist. Sicherlich 30 Mbps als Spitzendatenwert für einen Nutzer. Garantierte 30 Mbps können es keine sein, denn jedem von sagen wir mal 50 Millionen Mobilfunknutzern 30 MBit per Funk zu garantieren halte ich für absolut unrealistisch.
Das wären 1,5 Petabit pro Sekunde als Spitzendatendurchsatz. Welche Technologie sollte sowas stemmen können.
Realistisch wären ca. 10.000 Basisstationen. Welche Basisstation sollte 150 Gigabit pro Sekunde bewältigen können?
Ok, genug der phantastischen Hypothesen...
Ich denke mal damit ist der Bereich 790 bis 862 MHz gemeint, da stehen in Deutschland den Mobilfunkanbietern ja bereits 60 MHz Spektrum als Primärnutzer zur Verfügung. Von daher wäre diese Vorgabe erfüllt.
Ok, 100 Mbps für jeden zweiten Haushalt, aber doch nicht per Funkversorgung, oder etwa doch?
Ich denke dabei geht es hauptsächlich um die Internet-Versorgung per Kabel.
von Winnie2 - am 15.01.2012 19:17
Natürlich kann man keine 100% Garantie geben, z.B. bei lokalen Grossveranstaltungen muss man natürlich schon mit Einbrüchen rechnen.
Aber es wäre ja schon viel gewonnen, wenn man es schaffen würde, das die Luftschnittstelle bzw. die Kupferdoppelader die Leistungskapazität zur Verfügung stellt.
Momentan haben wir ja in ländlichen Gebieten oft noch das Problem, das es oft nur einen DSLAM pro Vorwahlbereich gibt, der dann gut mal 5-6 km entfernt ist oder die Mobilfunkbasisstation gerademal so mit 1-2 Strichten am Fenster zu empfangen ist. Das gibt natürlich eine äusserst marode Leitungskapazität. Egal wie breitbandig man dann den DSLAM oder die Mobilfunkbasisstation anbindet, wenn die DSL Leitung aufgrund der Entfernung nur 400 KBit/s oder die Luftschnittstelle gerademal 40 KBit/s hergibt, bringt es nichts. Das wäre das Problem, das wir zuerst lösen müssen.
Wenn man jetzt bei DSL z.B. 4 MBit/s garantieren will, und dort wo es möglich ist 16 MBit/s, dann kommt man dann im Durchschnitt auf vielleicht 10 MBit/s.
Für eine 20.000 Einwohnerstadt würde das aber bedeuten:
- nicht jeder Einzelne braucht einen DSL Anschluss, sondern in Familien und WGs reicht einer. Macht dann also circa 8.000 Anschlüsse. Seniorenhaushalte wollen manchmal garkeinen, dafür kommen noch ein paar Businessanschlüsse dazu. Also sollte die Zahl in etwa stimmen.
- nicht jeder DSL Anschluss ist gleichzeitig online. Rechnen wir mal damit das maximal 65% aller Anschlüsse gleichzeitig online sind.effektive 5.200 Anschlüsse.
- nur bei Downloads wird die die Leitung zu 100% ausgelastet. Bei Youtube sind vielleicht 30%, bei Browser, E-Mail und Messenger wohl nichtmal 1%. Rechnen wir mal mit 5% im Schnitt. Macht dann 260 effektive Anschlüsse.
Dass sollte reichen um die 4 MBit/s zu >99% zu gewährleisten
Ähnlich sieht es bei Mobilfunk aus. Da gibt es in einer 20.000 Einwohnerstadt vielleicht 12.000 Einwohner die zumindest gelegentlich mobile Datendienste nutzen wollen, von denen dann wiederum maximal 7.800 gleichzeitig online sind.
Bei Mobilfunk ist allerdings die durchschnittliche Auslastung noch geringer, weil dort weniger Downloads gemacht werden als wie stationär, da kann man eher mit 2% im Schnitt rechnen. Hat man also 156 effektive Nutzer
Man benötigt also 58,5 MBit/s Kapazität. Allerdings ist es einem Funknetz so, das sich die Nutzer niemals homogen verteilen, so dass man da schon die 3 fache Luftschnittstellenkapazität benötigt. Kommen wir also auf 175 MBit/s.
Eine einzige UMTS Node mit 6 Sektoren im HSDPA 21.6 Modus kann 45 MBit/s zur Verfügung stellen. Macht dann vier Standorte (alle Anbieter zusammengerechnet).
Frequenzen sind ohnehin kein Problem, weil bei UMTS und LTE durch CDMA die gleichen Frequenzen von allen Basisstationen genutzt werden.
Wie gesagt, das ist nicht das Problem. Nur die Entfernungen zwischen Nutzer und DSLAM bzw. Basisstation sind oft zu gross.
von Martyn136 - am 16.01.2012 02:38
Stimmt. Aber wer verbirgt sich hinter dem "wir" der das nachher alles bezahlen soll? Ich meine damit den Ausbau mit Outdoor-DSLAMs. Mir ist kein Fall bekannt bei dem die Telekom oder irgendein anderer Anbieter die Kosten für einen solchen Technikschrank "irgendwo in der Pampa" aus eigener Tasche bezahlt hat. Einen solchen Ausbau dürfen alles die Gemeinden und die Städte aus ihrer eigenen Kasse bezahlen.
Dass die Kapazität per DSL ausgebaut werden kann habe ich nicht bestritten. Es geht mir hier rein um den Ausbau der Übertragungskapazität im Mobilfunkbereich.
So mag die derzeitige Situation aussehen. Nur werden immer mehr Leute Smartphones haben und unterwegs immer umfangreichere Datendienste nutzen.
Und eine erwartete Erhöhung der Datenmenge um Faktor 50 bis Ende des Jahrzehnts ist kein Pappenstiel.
In diesem Punkt irrst du dich leider. Auch bei CDMA gibt es Limits. Die Übertragungscodes welche von einer Basisstation verwendet werden können zur gleichen Zeit nicht von einer direkt benachbarten Basisstation verwendet werden.
Mit HSDPA+ können von einer Basisstation alle nutzbaren Codes eines Kanals ausgeschöpft werden. Und wenn das der Fall ist bleibt den benachbarten Basisstationen nur die Wahl diesen Kanal nicht zu verwenden und auf einen anderen Kanal zu wechseln.
Von daher könnte die max. Kapazität einer Basisstation nur ausgeschöpft werden falls die direkt benachbarten Basisstationen entweder keine Daten übertragen oder andere Frequenzen nutzen.
Bei LTE gibt es da noch mehr Möglichkeiten. z.B. die Funkwellen besser gerichtet zu senden (Beamforming). Grundsätzlich gibt es auch hier Grenzen bei der Wiederbelegung der Funkfrequenzen.
von Winnie2 - am 16.01.2012 18:31
In Deutschland haben Gesetzgeber und Regulierungsbehörde den Fehler gemacht, das sie keine gesetzlichen Vorgaben über eine gewisse Mindestversorgung gemacht haben, sondern alles dem freien Markt überlassen haben.
Und dieser freier Markt hat leider nur zu einem Preiskampf in den Metropolregionen geführt, Kleinstädte und ländliche Regionen blieben aber auf der Strecke.
Dass die Kapazität per DSL ausgebaut werden kann habe ich nicht bestritten. Es geht mir hier rein um den Ausbau der Übertragungskapazität im Mobilfunkbereich.
Die Wachstumsphase ist eigentlich fast vorbei, und der Zenit schon fast erreicht.
Die meisten Benutzer die heutzutage noch kein Smartphone haben, werden sich wohl entweder auch keins mehr zulegen, oder falls doch dann kaum nutzen.
Bei den Smarthones selber ist z.B. bei den Displayaufplösung jetzt auch schon die machbare Grenze erreicht.
Klar gibt es gewisse Einschränkungen, das bei UMTS/HSPA im Idealfall nicht mehr als drei Zellen gleicher Frequenz empfangen werden sollten. Wenn mehr Zellen empfangen werden erhöht sich zwar das Signal-Interference-Ratio und die Datenraten sinken etwas, aber nicht so dramatisch.
Sachen wie MIMO sind sowohl für HSPA als auch LTE spezifiziert, praxistauglich sind sie aber wohl nicht, weil der Aufwand nicht mehr im Verhältniss zum Gewinn gesteht.
von Martyn136 - am 16.01.2012 19:36
Stimmt. Es waren damals nur 5(?) deutsche Privatprogramme zu sehen, allerdings hatte z.B. MTV damals ein super Angebot an Musikvideos. Da hat es sich wirklich gelohnt sich eine Schüssel zu montieren.
Ich kenne niemanden der damals eine Drehanlage hatte. Die Schüsseln waren entweder auf Kopernikus oder Astra ausgerichtet, wobei dann immer mehr Leute ihre Schüssel auf Astra ausgerichtet haben.
Und eine Gebühr war damals (zumindest offiziell) auch für fest ausgerichtete Schüsseln zu zahlen. Allerdings wussten zu wenige Leute davon und die es wussten haben nicht bezahlt, so wurde die fällige Extra-Gebühr für die Schüsselbesitzer von der damaligen Bundespost Anfang der 1990er Jahre abgeschafft.
ARD & ZDF schalteten damals zur Funkausstellung 1993 mit der Begründung auf dass die Empfangbarkeit so verbessert würde u. viele Hausbesitzer nur noch eine Schüssel für den TV-Empfang nutzen würden u. somit die TV-Programme der ÖR nicht mehr empfangen könnten.
Das ist jetzt aber ziemlich spekulativ ob sich die Leute einen zweiten LNB bei ihrer Schüssel nachrüsten würden. Ich würde eher sagen: Nein.
Geht mir genauso.
von Winnie2 - am 17.01.2012 21:05
Bei den medienpolitischen Positionen der Parteien ist oft von einer Internetversorgung für alle die Rede und von der (ersten) "digitalen Dividende" (790-862 MHz). Dabei ist mir aufgefallen, dass die drahtlose Mikrofonanwendungen, die diesen Bereich ab 2015 zu Gunsten von LTE verlieren werden, künftig in den Bereich 470-790 MHz wechseln dürfen. Da sind also schon Kollisionen mit dem DVB-T-Empfang absehbar!
Das würde uns aber auch nur wenig helfen, selbst wenn Mobilfunkdienste den Bereich 470-790 MHz nur mit Einschränkungen benutzen dürften. Dann dürften sie zwar den Empfang in Nachbarländern wie Frankreich nicht stören, aber innerhalb Deutschlands gäbe es möglichwerweise keinen Anspruch mehr auf störungsfreien DVB-T-Empfang.
Hier noch die gefundenen Links:
CDU: http://www.cdu.de/politikaz/medien.php http://www.taz.de/!970/ (Merkel gegen Marktansatz, 2007)
CSU: http://www.eberhard-sinner.de/main/index.php?webcode=news_details&news_id=742
FDP: http://www.mueller-soenksen.de/Rede-im-Bundestag-zu-den-Funkmikrofon-Frequenzen-nach-der-Digitalen-Dividende/36897c1i1p3956/index.html
Grüne: http://www.gruene-bundestag.de/cms/medien/rubrik/11/11303.medien.html
Linke: http://www.linksfraktion.de/themen/medienpolitik/
SPD: http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_D%C3%B6rmann http://www.lte-anbieter.info/lte-news/lte-stoerproblematik-interview-mit-spd
73 de Uli
von ulionken - am 31.01.2012 22:47
Darum geht es dieser EU.
Abzocken durch Gebühren fürs Internet! Einen gläsernen Bürger, wer hat wann und wie lang welchen Sender geschaut......
Mobiles Internet ist eine Gefahr. Leute sollen möglichst davon abgebracht werden mit einem herkömmlichen PC oder Laptop zu surfen. Sie könnten ja freie Software verwenden, eine Proxy benutzen oder gar kreativ eine Seite gestalten (Blog), etc......
Nein, sie sollen vielmehr mit einem Schmarrn-Phon möglichst vorgekauten Mist konsumieren. Das Interaktive beschränkt sich dann auf "gefällt mir", etc.
Mein aktuelle Handy ist auch internetfähig. Bisher habe ich es einmal genutzt. (Für eine Auskunft). Beim Blick auf die Kosten traf mich beinahe der Schlag.
Gut, Fernsehen ist auch vorgekaut, nicht interaktiv, aber es ist mitunter niveauvoller als das was so meist mobil im Internet konsumiert wird. Zumindest der Empfang von Arte und 3 Sat terrestrisch ist ein Mehrwert.
Beim Autofahren brauch ich kein Internet. Das lenkt stärker ab, als mobil zu telefonieren. (Was ja verboten ist). Ich brauche auch keine Internetradiosender, schließlich bauche ich Infos wie den lokalen Verkehrsfunk.
Für Navis reicht es wenn sie öfters aktualisiert werden und aktuelle Staumeldungen per TMC bekommen. Aber der große Bruder muß nicht wissen wo ich hinfahre!!!!
Beim Bahnfahren wäre es möglich. (Aber dazu brauch es auch kein LTE). Wichtiger wäre mir die Einspeißung von Radioprogrammen ins Boardprogramm, was es früher im ICE gab.
Zu Fuß brauche ich es erst recht nicht und mit dem Rad auch nicht.
Von den GEZ-Gebühren sind Arme Menschen (Existenzminimum) befreit von den Mobilfunk- und den Tarifen für mobiles Internet nicht.
Hier in der Nähe von Stuttgart, Schorndorf gibt es auf den Dörfern bis heute kein DSL! Die Leute lachen sich tot wenn sie von flächendeckendem Funkinternet hören. Dafür ist also Geld da? (Klar weils der Wirschaft und der Bespitzelung dient).
Eine richtige Foderung wäre kostenloses (kabelgebundenes) Intenet für Alle!
Grüßle, Radionicki
von Radionicki - am 01.02.2012 01:18
Danke für diese Infos. Finde ich positiv.
Das Problem bei einer gemeinsamen Nutzung sind v.a. die Bestandgeräte welche nicht dafür gebaut wurden, u. Signale vom Mobilfunk Empfangsstörungen bei vorhandenen Geräten verursachen können.
Das ist für mich nachvollziehbar.
Die Mobilfunkanbieter möchten das, die Realität sieht aber anders aus. Bereits bei GSM und UMTS werden in Europa und den USA unterschiedliche Frequenzbereiche genutzt.
Ich sehe nicht wie es zukünftig möglich sein soll die Frequenzbereiche für Mobilfunk weltweit zu Vereinheitlichen.
Das stimmt für Deutschland, aber nicht für Länder wie z.B. die Niederlande, Frankreich oder die Schweiz.
Bleibt v.a. die Frage wie die Sache mit den möglichen Empfangsstörungen bei DVB-T-Bestandsgeräten gelöst werden soll.
Nicht ohne Verlagerung der heutigen Sender im Bereich der Kanäle 50 bis 60 in niedrigere Frequenzbereiche. Was noch dazu kommt: Die Rundfunkproduktionstechnik nutzt diesen Frequenzbereich zusätzlich zu DVB-T, weiterhin wird dieser Frequenzbereich für drahtlose Mikrofone z.B. bei Konzertveranstaltungen genutzt.
So leer ist dieser Frequenzbereich also gar nicht. Das Problem ist eher das Stadt-Land-Gefälle. Während in ländlichen Gebieten viele UHF-Kanäle tatsächlich brachliegen, sind diese in Großstädten ziemlich ausgelastet.
Mit DVB-T2 sind ohne aufwendigen Umbau des Rundfunk-Sendernetzes bestenfalls so um die 26 MBit/s möglich, damit auch die Leute mit Zimmerantenne einen stabilen Empfang haben.
Bei 4 TV-Programmen pro Bouquet bleiben dann rechnerisch (durchschnittlich) nur noch gut 6 MBit/s pro TV-Programm. Das reicht gerade so für die 720er Bildauflösung, aber nicht für mehr.
von Winnie2 - am 01.02.2012 14:17
Uralttelefone als Notfallgeräte sind aber eigentlich eh nicht besonders ilfreich. Ein Akku der mehrere Monate im Auto rumliegt, dabei im Winter -20° C und im Sommer unter Sonneneinstrahlung 60° C abkriegt wird vielleicht gerade reichen um das Handy einzuschalten und die Nummer zu wählen, bevor es sich dann wieder abschaltet.
Sicher kann man nicht verlangen das sich alle Mobilfunkbenutzer alle 2-3 Jahre ein neues Handy kaufen. Aber UMTS2100 Handys gibt es ab etwa 30€ und UMTS900/UMTS2100 Handys ab etwa 80€ bei eBay. Nach 6 oder 7 Jahren kann man den Kunden so ein Investition durchaus zumuten.
Sowas wird eh nur von grösseren Unternehmen eingesetzt. Und denne kann man durchaus zumuten nach 6 oder 7 Jahren mal neue Hardware anzuschaffen.
Bei Richtfunk braucht man keine neuen Richtfunkstrecken, sondern nur neue Hardware. Natürlich verursacht das auch Kosten, aber sie sind in einem vertretbaren Rahmen.
GSM/LTE ist eine ganz schlechte Kombination, weil LTE derzeit nur als stationärer und partabler DSL Ersatz, aber nicht als Mobilfunknetz taugt.
Es gibt einfach keine LTE 800/1800/2600 Handys, und das wird sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern. Grund ist weil einerseits über LTE noch keine Sprachtelefonie möglich ist (was bei Handys unverzichtbar ist) und zweitens LTE 800/1800/2600 nur von ganz wenigen Ländern weltweit eingesetzt wird.
Bislang boomt LTE nur in den USA, weil es dort keine brauchbaren 3G Netze gibt.
Bei GSM/LTE Basisstationen hat der Kunde das Problem, das die Basstation zwar vielleicht bis zu 25 MBit/s könnte, aber wenn er mit seinem bis zu 21,6 MBit/s schnellen GSM/UMTS Handy davor steht, nur GSM/EDGE als kleinester gemeinsamer Nenner zur Verfügung steht. Und dann die Daten mit rund 80 KBit/s tröpfeln. Das ist für Notebookuser völlig unzumutbar, aber auch für moderne Smartphones nervend langsam.
Heute 2012 ist UMTS mit HSDPA/HSDPA+/HSUPA State of Art, und das wird noch mindestens fünf Jahre so bleiben.
von Martyn136 - am 02.02.2012 00:56
Es gibt im Prinzip ja "nur" drei GSM900 Netze, da eplus nicht als Betreiber eines GSM900 Netzes gezählt werden kann.
Die Frage ist doch welches GSM900 Netz für solche Notfallanrufe übrig bleiben soll. Wer soll das bestimmen? Soll das ausgelost werden welcher Betreiber weiterhin ein GSM900 Netz bereitstellen soll?
Ich bin mir zwar nicht 100% sicher, aber meines Wissens nach laufen diese Senioren-Notrufe nicht zwangsläufig über die Notrufnummer 112, es gibt da auch andere Notrufnummern für Senioren. Es gibt extra Call-Center die Hilfe für Senioren koodinieren, z.B. für ältere Menschen die sich sprachlich nicht ausdrücken können. Die haben Datenbanken und können der Rufnummer die Person zuordnen.
Stimmt. Es gibt allerdings mittlerweile spezielle Notrufhandys die mit ganz normalen Mignon-Batterien betrieben werden können + Batterien mit sehr niedriger Selbstentladung oder über Dynamos mit denen die Handy-Akkus soweit aufgeladen werden können dass ein Notruf möglich ist.
Laufen 112 Notrufe bei Handys derzeit nicht sowieso automatisch über die GSM-Netze?
Naja, vielleicht können die die Daten auch über das verbleibende GSM-Netz für Notrufe schicken, das würde ja sonst ohnehin die meiste Zeit nur auf Stand-by-Betrieb laufen, falls keine Notrufe übertragen werden.
Größere Unternehmen, so wie z.B. Toll-Collect. Die nutzen GPRS zur Übertragung der Mautdaten.
Höhere Datenraten erfordert meist mehr Bandbreite u. mehr Bandbreite bedeutet meist dass ein Wechsel in einen höheren Frequenzbereich notwendig wird.
Bedeutet neue Anträge bei der BNetzA, neue Genehmigungen einholen.
Die Mobilfunkanbieter planen ab 2016 allerdings die mobile Nutzung von LTE. Bei der Telekom ist es heute bereits möglich LTE mobil zu nutzen, jedenfalls bei den höherpreisigen Mobilfunkverträgen. LTE soll lediglich vorübergehend ein Ersatz für (nicht realisierbare) DSL-Anschlüsse sein, aber nicht für längere Zeit.
Was nicht ist kann noch werden. Ausserdem gibt es keine Handys welche nur LTE unterstützen und keine anderen Standards.
LTE wird vermutlich zunächst von Geschäftskunden gebucht werden weil die UMTS-Netze bereits zeitweise von Privatleuten stark ausgelastet sind u. die Geschwindigkeit der Datenübertragung für Geschäftsleute daher nicht immer zufriedenstellend ist.
LTE würde vermutlich zusätzlich zu GSM u. UMTS installiert werden, zumindest für eine gewisse Übergangszeit.
Die Sache ist ja. Da wo jetzt kein UMTS verfügbar ist wird auch kein UMTS im 2,1 GHz Band mehr aufgebaut, dort wird entweder UMTS 900 oder LTE 900 kommen, zusammen mit ein paar Kanälen GSM 900.
Niemand hat behauptet dass UMTS durch LTE ersetzt wird, ich meinte dass GSM durch LTE ersetzt wird.
von Winnie2 - am 02.02.2012 15:02
Im Notfall erst Battrien einsetzen oder kurbeln zu müssen ist aber auch nicht gerade das Optimum. Auch da könnte man GSM/UMTS Nachfolgegeräte anbieten.
UMTS kann genauso Notrufe wie GSM
Solange bei LTE keine Sprachtelefonie möglich ist, bleibt LTE für Handys prinzipiell ungeeignet.
Selbst wenn es ein GSM/UMTS/LTE Handy gäbe, könnte dieses ja immer nur in eins der drei Netze eingebucht werden.
Aber im LTE Netz wäre man dann nicht mehr für Anrufe erreichbar, da dieses Netz ja keine Anrufe handlen kann. Das heisst das die Anrufer dann nur auf der Mailbox landen würden.
Und wenn man in GSM oder UMTS eingebucht ist kann man nicht von schneller Datenübertragung profitieren.
LTE macht deshalb allenfalls für Geräte Sinn, die ohnehin nicht elefonieren können: USB Sticks, PC Card Cards, integrierte Modems in Notebooks und Pads.
von Martyn136 - am 02.02.2012 16:40
Durch welchen Standard GSM ersetzt wird ist wieder ein anderes Thema, weil die durch GSM genutzten Frequenzen bereits den Mobilfunkern gehören. Diese müssen lediglich die Nutzungslizenzen verlängern.
Sicherlich wäre das möglich, allerdings müssten diese dann fälligen neuen Geräte von den Nutzern bezahlt werden.
Natürlich ist das möglich. Allerdings fallen dann hohe Kosten für den Ersatz und Austausch der Bestandsgeräte an.
Der Standard ist im Prinzip egal. Natürlich könnten auch UMTS Notrufgeräte angeboten werden. Noch gibt es allerdings keine Hersteller die solche Geräte anbieten.
Die Notrufgeräte nutzen ja lediglich GSM weil die Mobilfunkversorgung in der Fläche derzeit besser ist als mit UMTS. Bei UMTS gibt es Probleme mit Abschattungen und der Signaldämpfung weil hier Frequenzen oberhalb 2 GHz genutzt werden.
An Sprachtelefonie über LTE-Netze wird bereits gearbeitet. Also keine Sorge, das wird kommen.
Notrufe werden sicherlich in allen Mobilfunk-Netzen weitergeleitet werden müssen, unabhängig vom genutzten Standard.
Das ist der derzeitige Stand, aber in den nächsten vier Jahren kann noch viel geschehen.
Die Übertragung von Daten über LTE ist für die Betreiber günstiger als über GSM oder UMTS. Von daher rechne ich mit einem weiteren Ausbau von LTE.
Sprachtelefonie lässt sich bei LTE durch VoIP und ein paar weiteren Protokollen ergänzen.
Das ist der derzeitige Stand.
UMTS ermöglich z.B. keine kooperierenden Basisstationen (ähnlich den Gleichwellennetzen bei DVB-T oder DAB), das ist bei LTE hingegen möglich, das verbessert die Qualität des Funksignals an den Rändern der Funkzellen deutlich.
Handover ist bei kooperierenden LTE-Basistationen für die Nutzer wirklich nahtlos möglich.
von Winnie2 - am 02.02.2012 19:39
Trotz einheitlicher Standards werden sich doch sicherlich Geräte bauen lassen die in unterschiedlichen Frequenzbereichen funktionieren.
Das Thema Roaming ist wieder eine ganz andere Baustelle. Da interessiert mich eher das Thema "Roaming-Gebühren ausserhalb der EU" oder ob mein Mobilfunkanbieter überhaupt ein Roamingabkommen mit einem Mobilfunkanbieter in dem Land abgeschlossen hat in welches ich reise.
Da in Zukunft ohnehin kleinere Funkzellen benötigt werden spricht nichts dagegen höhere Frequenzen zu nutzen. Es müssen dafür nicht dem UHF-Band weitere Frequenzen entzogen werden, zumal diese ohnehin überwiegend in ländlichen Gebieten mit den größeren Mobilfunkzellen sinnvoll genutzt werden könnten.
Wozu man in Ballungsgebieten unbedingt Mobilfunk im UHF-Band benötigt dafür sehe ich keinen Grund.
Sehe ich genau so. Mobilfunk hauptsächlich ins L- und S-Band. Wozu haben die Mobilfunkunternehmen 190 MHz Bandbreite im 2,6 GHz Band ersteigert? Um diese Frequenzen nur punktuell zu nutzen?
Ich bin dafür dass die Mobilfunkunternehmen erstmal selber nachweisen müssen dass diese ihnen bereits zugewiesene Frequenzen sinnvoll nutzen bevor diese neue Bandbreite fordern dürfen.
Wobei das bereits jetzt schon gelockert ist. Es gibt bereits Mobilfunkverträge von der Telekom und demnächst auch von Vodafone die die mobile Nutzung von LTE im 800 MHz Band (z.B. mit Smartphones oder Notebooks) erlauben.
Die Einschränkung des Nutzers auf eine LTE-Funkzelle entfällt dann.
Zumindest in dichter bevölkerten Gebieten, ja.
Genau darum wird es bei den Ländern in Afrika gehen. Die Bevölkerungsdichte ist dort gebietsweise so gering dass die bei LTE mögliche Größe der Funkzellen voll ausgeschöpft werden soll.
Das wären dann Funkzellen von 25 bis 30 km Durchmesser. Deshalb auch die relativ niedrigen Frequenzen im UHF-Bereich für den Mobilfunk.
von Winnie2 - am 10.02.2012 22:11
Eine effiziente Frequenzbewirtschaftung dürfte 100.000, wenn nicht sogar mehr LTE-Basisstationen in Deutschland notwendig machen. Derzeit sind etwa 1200 bis 1500 davon in Betrieb. Genaue Zahlen sind mir nicht bekannt. Die Mobilfunkanbieter geben auch keine genaue Anzahl ihrer Basisstationen bekannt.
Die notwendigen finanziellen Investitionen in das Funknetz ist der begrenzende Faktor.
Echt? Nicht 3D mittels Projektion? Ich könnte mir schon denken dass bis dahin Videoübertragung in 3D eine größere Rolle spielen wird.
Auf kleinen Displays ist 1080p nicht sinnvoll darstellbar. In 30 Jahren wird uns die Evolution keine deutlich besseren Augen bescheren.
Ein Display mit 10 Zoll ist im Prinzip die sinnvolle Untergrenze für die 1080 Bildauflösung, denn besser wird das Bild mit noch mehr Bildpunkten für die Augen dann nicht mehr.
Mal abgesehen dass ich den Sinn davon bzw. darin _nicht_ sehe. Dann brauchen wir keinen "Big Brother" mehr wenn wir unser eigenes Leben freiwillig preisgeben.
Mich kannst du schonmal von der Liste streichen, ich bin nicht daran interessiert jeden Schritt meines Lebens anderen Leuten unter die Nase zu reiben.
Ich halte Tätigkeiten wie Twitter-Meldungen und FB-Status posten heute schon für eine Form von Online-Exhibitionismus. Wers mag ok, aber ich werde mich nich daran beteiligen, ich poste keine Banalitäten, sondern nur Dinge die ich selbst für mitteilenswert halte.
Da im Jahre 2040 sicherlich nicht jeder Videostreams verschicken wird... halte ich jede Antwort auf diese Frage für höchst spekulativ.
Bitte gehe mal von realistischen Schätzungen aus und übertrage nicht deine eigenen Wunschvorstellungen auf die Gesamtbevölkerung.
von Winnie2 - am 26.05.2012 11:55
Du darfst aber nicht vergessen das eine "Daten über die Luft Übertragung" immer die teuerste Übertragungsform ist. Von der (technischen) Sicherheit möchte ich jetzt gar nicht erst reden. Das Ergebnis des ganzen würde nur sein das die Mobilfunker ihre Preise für mobile Datenversorgung noch weiter anheben. Denn das es das alles nicht gratis zu haben gibt und die Mobilfunker nicht die Wohlfahrt sind dürfte ja sogar unser allseits beliebter Forentroll verstehen.
Kleine leistungsschwache Zellen können aber auch nachteile haben. o2 hat hier beispielsweise auf das Prinzip der kleinen leistungsschwachen UMTS Zellen gesetzt. Der Vorteil ist das wenn man mal UMTS hat, dieses auch recht flott ist und man hat über den Tag auch kaum Geschwindigkeitsschwankungen. Die Zelle muss ja nur wenige Menschen versorgen. Der Nachteil ist aber das wenn man ein Gebäude betritt sofort der UMTS Empfang verschwindet und man nur noch gähnend lahmes GPRS hat. Außerdem ist das Netz löchrig wie ein Schweizer Käse. Da kann es schon mal vorkommen das ein paar Straßenzüge unversorgt sind und nur GPRS zur Verfügung steht weil die umliegenden UMTS Funzeln zu schwach sind. Wie klein so eine UMTS Zelle sein kann sieht man in Saarlouis. Der "Große Markt", ein nur wenige m² großes Gebiet, ist mit UMTS versorgt. Bewegt man sich nur 20 Meter davon entfernt schaltet das Handy sofort auf GPRS um. T-D1 und Vodafone arbeiten hier mit recht großen UMTS Zellen. Mit dem Nachteil das es über den Tag verteilt oft recht heftige Geschwindigkeitseinbrüche gibt und am Wochenende, wenn in Saarlouis in der Altstadt der Bär tobt und jeder Hempel mit seinem eiFön und Co bei Fäßbuuk rumsurfen will, das Netz gar keine Daten mehr von sich gibt. Dann funzen nur noch Telefonate und SMS. Mehr geht nicht mehr. Und das den ganzen Abend lang bis es sich in den frühen Morgenstunden wieder etwas entspannt.
von Spacelab - am 26.05.2012 13:08
@ PowerAM
Schön, daß sich mal ein Beamter dazu äußert. :-)
Ich sehe das auch so. Und deswegen kann ich es nicht verstehen, daß jemand der alten Bundespost mit ihrem Beamtenapparat (bitte nicht persönlich nehmen) und ihrer Monopolstellung, die keiner private Konkurrenz erlaubt, hinterherheult.
Sich generell von einem Monopolisten abhängig zu machen ist dumm - egal ob staatlich, privat oder sonstwas. Der Markt ist theoretisch offen, wird aber dennoch von einem ehemals staatlichen Monopolisten dominiert.
Und um mal wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen. Die Crux an der Sache mit der digitalen Dividente ist ist ja, daß Kommunikationsunternehmen einen guten Frequenzbereich, d.h. ein Frequenzbereich, der ein großzelliges Netz, das problemlos durch bestehende Senderstandorte aufgebaut werden kann und für sie finanziell die günstigste Lösung bietet, besetzen wollen. Dieser Frequenzbereich ist aber doch sehr schmal, wenn man sich ausmalt, was an Bandbreite noch im GHz-Bereich möglich ist.
Klar, muß dann das Netz kleinzelliger sein. Dafür ist es aber frequenzökonomischer. Und mehr Bandbreite ermöglicht auch einen freieren Markt, der nicht von vornherein durch einige große Kommunikationsunternehmen besetzt wird. Zudem könnte man dieses Netz so aufbauen, daß nur die Bereiche einen drahtlosen Internetzugang bekommen, die dies auch benötigen.
Unbewohnte weite Felder mit LTE zu versorgen nur um irgendein Dorf in der Pampa zu erreichen ist Unsinn. Das wäre so, als würde man mitten in ein Feld Straßenlampen stellen. Dann doch lieber die Hauptverkehrswege sowie Dörfer und Städte mit einem kleinzelligen Netz im GHz-Bereich versorgen.
von Kay B - am 26.05.2012 16:15
Wir hatten dieses Thema schonmal im OT-Forum ;-) . Meine Meinung dazu hat sich nicht geändert. Hinterherheulen tue ich ganz bestimmt nicht. Aber ich denke es ist wichtig, aufzuzeigen daß diese "Liberalisierung(en)" unausgegoren war(en) und ist(sind). Es ging damals auch niemals darum etwas zu überführen oder gar Beschäftigten einen Übergang, oder völlig upotisch eine Zukunft zu geben. Das waren eben bei Post und Bahn "Faule die der Allemeinheit auf der Tasche lagen und nie was geleistet haben" :sneg: :sneg: :sneg: . So wurden einerseits ganze Existenzen geschlachtet, andererseits Menschen direkt in den Ruhestand geschickt nur weil sie nicht mehr paßten, bzw. vor allem Kopfzahlen reduziert werden sollten. Wer zahlt das denn alles? Andererseits zeigen gerade mit den vom Regulierer auferlegte Preise für Post und Bahn das man wohl soviel Ahnung von Marktwirtschaft hat wie auch die Oberen damals im Sozialismus. Wird _etwas neues_ gebaut wird ebenso reguliert weil man eben im Markt eine Mehrheit hat. Wo sind denn die anderen die Infrasturktur schaffen? Im IT/TK-Markt fallen mir da nur löbliche Beispiele einiger (zu) weniger Lokalprovider ein. Wettbewerb zu gleichen Bedingungen, idealerweise bei einem neutralen, vielleicht weiterhin staatlichen, Netz, wollte man doch nie.
Was die Preise betrifft: Schau dir doch mal bitte z. B. Router an. Was konnte vor 15 Jahren ein Cisco 2500er und was kann heute ein Cisco aus der 800er Serie? Was kosten die im Vergleich? Wie sah es aus wenn man für 1000 Mark einen PC gekauft hatte und heute für 1000 € ? Und da lag ganz sicher nicht an einer Privatisierung! Schon mal mit Vermittlungstechnik auseinandergesetzt? Wie stellt man einen (! nur einen !) EMD-Wähler ein, welcher Aufwand steckt für eine VSt dahinter? Wie sah es dann schon Mitte der 90er z. B. mit EWSD oder S12 aus? Ich würde hier dann doch mal eher den technologischen Wandel als Hauptursache sehen.
Und dann sind wir nämlich auch da: Es ging und geht niemals darum die Bevölkerung sinnvoll zu versorgen (auch bitte über den aktuellen Bedarf hinaus, man will und muß ja zukunftsfähig bleiben). Man wollte und will nur Geld herausziehen. Und genau das sieht man jetzt bei den Frequenzen von DVB-T.
Anm.: Damit ist das Thema hier bitte durch. Weitere Diskussionen über Post/Bahn und sonstige Privatisierungen gerne weiter im OT-Forum.
von Thomas (Metal) - am 26.05.2012 20:00
Mein Statement zum eigentlichen Thema: DVB-T wird in Deutschland min. bis Ende dieses Jahrzehnts bleiben.
Es wurde das Thema Mobilfunk angesprochen. Vor 2016 kann der Mobilfunk gar keine weiteren Frequenzen als die derzeit zugeteilten erhalten. Weitere Frequenzen für den Mobilfunk im UHF-Band stehen deshalb – falls überhaupt – frühestens 2017, 2018 zur Verfügung.
Ab 2017 können die Mobilfunkanbieter allerdings auch die 900 MHz und weitere 1800 MHz Frequenzen für LTE (oder HSPA) nutzen.
Da muss sich dann erstmal (ab 2017) zeigen ob die Mobilfunkanbieter überhaupt weitere Frequenzen im UHF-Band benötigen.
Die Mobilfunker nutzen derzeit nicht mal alle ihnen zugeilten Frequenzen und schreien offenbar schon wieder nach mehr.
Fakt ist: Die Größe der Mobilfunkzellen sollte sich (bzw. muss sich) an der Bevölkerungsdichte orientieren.
UHF-Frequenzen unterhalb 880 MHz werden nur für die Versorgung von dünn besiedelten ländlichen Gebieten beim Mobilfunk benötigt.
Alle dichter besiedelten Gebiete sollten ausschliesslich mit Frequenzen oberhalb 880 MHz per Mobilfunk versorgt werden.
Und selbst in ländlichen Gebieten können Bereiche mit höheren Datendurchsatz (z.B. Urlaubs- u. Touristenorte) zusätzlich mittels LTE 1800 versorgt werden.
Zum Thema Monopol. Wie ich in einigen Gegenden selber feststellen konnte funktioniert der Ausbau von Breitbandinfrastruktur in ländlichen Gebieten nicht marktgetrieben über das Prinzip Angebot u. Nachfrage.
@Kay B
Es gibt schon Gründe für die Versorgung mit LTE in der Fläche, schliesslich soll LTE ja als _Mobilfunkdienst_ laufen, was bedeutet dass auch Landstraßen damit erreicht werden sollen. Und um das Straßennetz halbwegs vernünftig (mit Datendiensten) abdecken zu können werden zumindest ein paar MHz an Frequenzen im UHF-Band benötigt.
Die Datenraten die GSM heutzutage in die hintersten Winkel der Republik liefert sind echt nicht zeitgemäß. Und mit hinterste Winkel meine ich die Gebiete welche immer noch ohne Versorgung mit UMTS sind.
Aber ich stimme Thomas zu, Mobilfunk ist hier wirklich nicht das Thema sondern die Lebenserwartung von DVB-T.
DVB-T der ÖR bleibt min. bis 2017 u. vermutlich noch länger, oder es kommt die Umstellung auf DVB-T2.
Spekulieren können wir noch ob sich die Privaten von DVB-T verabschieden werden oder ihre Programme "grundverschlüsseln" werden.
Ob das von den Zuschauern angenommen wird oder nicht.
Etc. pp.
von Winnie2 - am 26.05.2012 20:48
Kommt hier aber so rüber, wenn du andauernd der alten Bundespost und der "Hoheitlichkeit des Postwesens" hinterhertrauerst.
Und genau das ist völliger Unsinn. Da gibt es sehr wohl Beamte, die sich für ihre Aufgaben förmlich den A**** aufreißen, aber auch nicht wenige, die freitags um 12:30 Uhr nicht mehr ansprechbar sind aus Angst, nicht pünktlich den Arbeitsplatz verlassen zu können. Das große Problem dabei ist, daß beide Gruppen gleich bezahlt werden bzw. nicht nach Leistung, sondern nach Alter und Dienstgrad. Und mit solchen Strukturen können wir in unserer heutigen globalen (Telekommunikations-) Wirtschaft einfach nicht mithalten.
Es ist schon der Wahnsinn, daß z.B. die Telekommunikationsunternehmen in Indien es schaffen, jedes letzte Kaff mit Breitbandinternet zu versorgen, hier in Deutschland aber manche Kleinstädte immer noch keinen Breitbandinternetanschluß haben, obwohl zahlreiche Unternehmen dies anbieten und die notwendigen Geräte installieren würden, durch die Blockadepolitik des einstigen Staatsunternehmens Telekom deren Leitungen aber erst nutzen dürfen, wenn die Telekom über ihre Leitungen selbst DSL anbietet.
Dann darf es niemanden wundern, wenn potentielle Konkurrenten so heiß auf LTE sind und an den Kapazitäten von DVB-T knabbern wollen. Denn die Alternative wäre dann eigentlich nur, wenn jeder Internetanbieter sein eigenes Kupferkabel legen würde.
Das ist aber nunmal so, wenn man einen Beamtenapparat in ein auf dem Markt konkurrenzfähiges Unternehmen umwandeln will.
Was noch ein Argument dafür ist, daß sich der Staat da weitesgehend raushalten sollte.
Eben jene Konkurrenz-Unternehmen zur Telekom, die auf LTE setzen, da sie das vom Staat geerbte Kupferkabel- und Glasfasernetz der Telekom nur drittrangig und zu horrenden Preisen nutzen dürfen.
Da wäre es besser gewesen, der Staat hätte mit der Auflösung der Bundespost das Kabelnetz in ein separates Unternehmen ausgegliedert, das in keiner Beziehung zur Telekom steht (also keine Tochtergesellschaft oder ähnliches), nicht als Provider auftritt, sondern nichts anderes tut als seine Kapazitäten an Provider zu vermieten.
Ich meinte nicht die Hardware, sondern die Gebühren für Telephon und Internet. Denn die waren (zumindest die Telephongebühr) zu Bundespost-Zeiten deutlich höher und sind erst mit der Privatisierung gefallen.
Als ITler, ja! :D
Nö, die Geschichte mit LTE ist doch ein schönes Beispiel dafür, wie sich der Markt entwickelt, wenn er von ehemaligen Staatsmonopolisten immer noch beherrscht wird.
@ Winnie2
Da muß man wohl erst mal eine Grundsatzentscheidung treffen, ob LTE als Mobilversorgung dienen soll oder als Alternative zum Telekomkabel.
@ Martyn136
Sag das nicht. Als ISDN Ende der 1980er eingeführt wurde, hielt man die möglichen 128 kbit/s für astronomisch hoch.
Da der Trend im Internet immer weiter weg von "normalem" HTML hin zu Flash-basierten Seiten (bzw. mit Flash-Werbung zugemüllten Seiten) geht, ist das Ende des Bandbreitenhungers noch nicht absehbar.
von Kay B - am 27.05.2012 17:47
Und? Glaubst du dann erhalten die ländlichen Gemeinden schneller einen Breitbandinternetzugang? Was sollte sie dazu bewegen auszubauen?
Zumal die Preise für die Anschlüsse stark steigen werden und es dann große Preisunterschiede für den Internetanschluß zwischen Stadt und Land geben würde.
Das nutzt den Leuten die irgendwo in Dörfern abseits von Ballungsgebieten befinden wenig, denn gerade dort wurden keine Kabelnetze ausgebaut und die letzte Meile besteht rein aus Kupfertelefonleitungen.
Nix Glasfasernetz. Die Glasfaserleitungen müssen erstmal dorthin verlegt werden.
Und da die Anbieter selber entscheiden können wo diese ausbauen bauen diese für sie unrentable Gebiete nicht aus, einfach weil nicht sicher ist ob die in den Leitungsausbau investierten Gelder wieder über die Anschlussgebühren herein kommen werden.
Angenommen es baut ein Anbieter das Netz aus u. die Kunden wechseln zu günstigeren Alternativanbietern dann bleibt der Anbieter der in das Netz investiert hat auf den Kosten sitzen.
Von daher müsste der Ausbau der Netze doch wieder in die Hände eines Anbieters gelegt werden damit der Anbieter der ausbaut nicht auf den Kosten dafür sitzenbleibt. Das ist mit ein Hauptgrund weshalb der Ausbau so langsam vorangeht.
Ja, das wäre besser gewesen, meiner Ansicht nach.
Wettbewerb zwischen mehreren Unternehmen beim Ausbau von Infrastruktur ist nicht immer sinnvoll, denn es kann auch bedeuten dass sich diese gegenseitig blockieren u. dann keiner von denen in den weiteren Ausbau investiert.
Gerade bei LTE liegt Vodafone mit dem Ausbau leicht vor der Telekom.
Diese Entscheidung steht überhaupt nicht an, denn die Antwort auf die Frage im Falle von LTE 800 lautet schlicht: Beides!
Es gibt keine Bestimmung die die Nutzung von LTE 800 als Mobilfunkdienst verbietet.
Man kann heute bereits mit einem Notebook u. LTE-Stick sowie passendem Mobilfunktarif LTE 800 mobil nutzen. Es magelt lediglich an passenden Smartphones für LTE 800.
von Winnie2 - am 27.05.2012 20:14
Das ist nunmal generell dieser Stadt-Land-Unterschied (und das sage ich als Landbewohner). Das ist nicht schön, aber ich hätte nicht erwartet, von einer Bundespost, die - wie die die Telekom später auch noch sehr lange - auf ISDN setzte, einen DSL-Anschluß zu bekommen.
Es ist einfach so, daß große und noch dazu staatliche Unternehmen (oder Einrichtungen) zu unflexibel für die schnelle Entwicklung des Telekommunikationsmarktes sind.
Dieser Stadt-Land-Unterschied hatte sich damals ja schon beim Breitbandkabel gezeigt. Dabei sollte ursprünglich ganz Deutschland ans Breitbandkabel angeschlossen werden. Daß soetwas nicht wirtschaftlich und nicht finanzierbar war, sah man glücklicherweise früh genug ein.
Was hier in den neuen Bundesländern ja gegeben ist. Hier hat die Telekom wahrscheinlich das am besten ausgebaute Glasfasernetz der Welt. Aber sie hütet es wie ein Neugeborenes. Da darf ja keiner ran. :-(
Das ist auch so. Deswegen sollten Netzinhaber und Provider nicht ein- und dasselbe Unternehmen sein. Statt die Bundespost in Unternehmen aufzuspalten - hier zum Beispiel in einen Netzanbieter und einen Provider - und diese dann zu privatisieren, hatte die Telekom alles vom Staat geerbt. Daß ein Unternehmen, das vom Netz bis zu den Providerleistungen alles inne hat, ungern Konkurrenten in seine Netze rein läßt, ist natürlich klar.
Das stimmt auch nicht so ganz. Denn jene günstigeren Drittanbieter, die das ausgebaute Netz der Telekom mieten, müssen auch nicht wenig dafür zahlen. Das wird seitens der Telekom nur so gerne hingestellt, daß sie die Netze ausbauen und dann auf den Kosten sitzenbleiben würden um so den Ausschluß von Konkurrenten zu rechtfertigen.
Das hat natürlich auch Nachteile, ist aber immer noch besser, als sich von einem Monopolisten abhängig zu machen. Neue Netze aufzubauen ist natürlich ein für einzelne Unternehmen kaum stämmbarer Akt. Es ist halt aber leider so, daß ein großes Unternehmen das bestehende Netz vom Staat geerbt hat und gerne darauf hockt wie die Henne auf dem Ei.
Das ist auch verständlich. Denn sie haben im Gegensatz zur Telekom kein Leitungsnetz geerbt. Der große Nachteil dabei ist halt, daß dadurch nun DVB-T eingeschränkt werden soll.
von Kay B - am 27.05.2012 22:12
http://www.tv-plattform.de/images/stories/archiv/2012/pi-12-09_dvb-t_final.pdf
-----------------------------------------------
Heute erschien auch eine gemeinsame Pressemitteilung von LfM und WDR zum selben Thema:
von Manfred Z - am 06.06.2012 16:26
http://www.digitag.org/
Text der Rede: http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/12/459&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en
von Manfred Z - am 20.06.2012 12:51
http://www.emr-sb.de/frame1.htm (nach 26.9.2012 suchen)
Inzwischen liegen die Präsentationen zu den meisten Vorträgen vor.
Zuerst ein Auszug aus der Einführung des Direktors des EMR, Dr. Norbert Holzer:
von Manfred Z - am 06.10.2012 16:39
I. Frequenzen als wertvolles Gut (5 Vorträge)
3) Schnelles terrestrisches Internet als Universalnetz in Europa?
Der Frequenzbedarf des Mobilfunks (engl.)
Karl-Heinz Laudan, Deutsche Telekom AG
4) Der Entwicklungsbedarf des terrestrischen Fernsehens in Europa (engl.)
Darko Ratkaj, EBU
II. Kultur als wertvolles Gut (2 Vorträge)
1) Kultur und Frequenzen – Die Position des EP-Kulturausschusses
Sabine Verheyen, Mitglied des Europäischen Parlaments
III. Welchen Wert muss Kultur bringen? (2 Vorträge)
Die zitierten EU-Papiere sind unten auf der Übersichtsseite verlinkt.
Man beachte das neueste Papier: Mitteilung der Kommission -
Förderung der gemeinsamen Nutzung von Funkfrequenzen im Binnenmarkt
[KOM(2012) 478, 3.9.2012]
Direkt bei der EU
von Manfred Z - am 06.10.2012 16:44
Dazu die Presseinformation der Deutschen TV-Plattform vom 13. November 2012:
http://www.tv-plattform.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen.html
Seite "Frequenzpolitik" des BMWi:
http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/Digitale-Infrastrukturen/frequenzpolitik.html
von Manfred Z - am 13.11.2012 17:40
Am 16. Januar ist die Absicht der RTL-Gruppe bekannt geworden, bis Ende 2014 aus DVB-T auszusteigen.
Siehe hier: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1097847,page=1
So ist dies zu einem Thema auf dem Symposium geworden und hat sich in der Pressemitteilung der DLM widergespiegelt:
"Nach RTL-Ankündigung warnt DLM-Vorsitzender Jürgen Brautmeier auf dem TKLM-Symposium vor negativen Effekten."
Prof. Reimers, TU BS, konnte in seinem Vortrag schon den Plan B präsentieren.
Zur PM und zu den Vorträgen vom Symposium:
http://www.die-medienanstalten.de/service/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/tklm-symposium/tklm-symposium-2013.html
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Aus einer Nachlese am 25. Januar in den VDI-Nachrichten:
http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/RTL-pfeift-kuenftig-auf-DVB-T-terrestrisches-Fernsehen-geraet-unter-Druck/62425/1
von Manfred Z - am 30.01.2013 21:23
Am 29. Januar ist ein Gutachten zur zukünftigen Nutzung des UHF-Bandes beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) abgegeben worden. Es trägt den Titel:
"Untersuchung der zukünftigen Frequenzbedarfe des terrestrischen Fernsehens und des Mobilfunkdienstes sowie weiterer Funknutzungen im Frequenzband 470-790 MHz sowie Bewertung von Optionen zur Verteilung der Frequenznutzungen unter sozio-ökonomischen und frequenztechnischen Gesichtspunkten insbesondere im Teilfrequenzband 694-790 MHz"
http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=548924.html
Aus der "Zusammenfassenden Darstellung" [Vorlaufseite i] des Gutachtens des IfN der TU BS (Profs Kürner & Reimers) im Auftrag des BMWi:
Falls es beim Ausstieg der RTL-Gruppe bleibt und ProSiebenSat.1 sich dem anschließt, rechnen die Gutachter mit dem Abschmelzen der DVB-T-Nutzung, sodass die KEF sich dann gezwungen sähe, die Wirtschaftlichkeit der Terrestrik in Frage zu stellen und keine weiteren Gelder für DVB-T(2) zu genehmigen. Es könnte dann schon Ende 2018 zur Abschaltung der Terrestrik kommen. [Seite 10,11]
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Weiter erfährt man, dass MEDIA BROADCAST vorgeschlagen hat, im Frühjahr 2014 mit der Ausstrahlung von DVB-T2 in einem Kanal zu beginnen. Vermutlich handele es sich dabei um den Kanal, der ursprünglich für die Ausstrahlung von DVB-H (Handheld) vorgesehen war. Diese Ausstrahlung sollte in den Regionen erfolgen, in denen bereits derzeit sowohl öffentlich-rechtliche wie auch private Programmanbieter DVB-T ausstrahlen.
Die über DVB-T2 übertragenen Programme sollten aus dem Angebot der öffentlich-rechtlichen Programmanbieter stammen und in HDTV-Qualität angeboten werden. Im Verlauf des Jahres 2016 sollten entsprechend den Vorstellungen von Media Broadcast dann die bisherigen DVB-T-Angebote nach einer relativ kurzen Simulcast-Phase von DVB-T und DVB-T2 auf DVB-T2 umgestellt werden. [Seite 10 nach persönlicher Kommunikation mit MB]
Durch die RTL-Pläne wird dies nun konterkariert.
von Manfred Z - am 30.01.2013 21:35
Im 17. Bericht schreibt die KEF bei ARD und ZDF Projekten:
Im 18. Bericht heisst es weiter:
Allerdings hat die KEF auch aufgefordert, LW und MW einzustellen, dennoch mit dem Ziel, die digitalen Übertragunswege zu nutzen. Von daher denke ich, dass es, gerade auch aufgrund der Ausfallsicherheit nicht soweit komen wird, dass DVB-T, bzw. die Fernsehterrestrik in Deutschland komplett eingestellt wird.
Sorry, ich weiss, das ist nicht undbeingt Deine Meinung, aber ich würde da nicht so schwarz sehen. Schließlich hätten ARD/ZDF auch die Chance, die Terrestrik für Dienste zu nutzen, die man über Sat nicht so ohne weiteres realisieren kann, vielleicht Regionalisierungen ohne gleich mit ganzen Transponderbelegungen das Bundesgebiet damit zu beglücken. Oder vielleicht die Nutzung des Zweikanaltons ohne die Rechteprobleme via Sat bei Filmen, Serien oder Dokumentationen aus dem Ausland.
Ich möchte das einfach nicht so pessimistisch sehen, nur weil ein Sender, der die besten Jahre schon lange hinter sich hat, sich entschied, nicht mehr frei via DVB-T zu senden. Wenn es soweit ist, dass RTL schon die Marschrichtung von Programmverbreitungen für alle in Deutschland vorgibt, kann man das deutsche Fernsehen gleich in die Tonne kloppen.
von CBS - am 31.01.2013 10:30
Selbstverständlich war das so gewünscht. So wie es beim Analog TV war konnte es ja auch nicht weiter gehen. Deshalb hat man DVB-T ja auch so schnell durchgedrückt. Allerdings wurden auch etliche DVB-T Sender gestrichen die man eigentlich betreiben wollte.
Die einzige Regionalisierung besteht mittlerweile nur noch aus unterschiedlichen Werbefenstern im Vorabendprogramm der ARD. Hier stellt sich ja jetzt bereits schon die Sinn frage.
Gibt es kaum noch. Das Erste hat ja vor längerem bereits die zweite Tonspur über DVB-T eingestellt. 3sat und das ZDF haben zwar noch eine zweite Tonspur aber diese wird nur noch extremst selten genutzt.
Natürlich sagt RTL nicht direkt was gemacht wird oder nicht. Aber indirekt schon. Denn wenn ein Sender mit derart hoher Einschaltquote und finanzieller Macht sagt das man auf die terrestrische Ausstrahlung einen feuchten gibt dann hat das ein ziemliches Gewicht und löst wie wir ja jetzt gerade sehen ein ziemliches Beben aus. Hätte RTL jetzt ganz euphorisch verkündet das man Bundesweit die DVB-T Ausstrahlung ausbauen möchte weil man es so gut findet dann hätten sicher etliche Private nachgezogen.
Ich hab es oben schon einmal geschrieben und schreib es jetzt wieder. Natürlich wird sich an der momentanen Situation bei DVB-T nichts ändern. Das mag zwar auf der einen Seite gut sein. Aber auf der anderen Seite bedeutet das auch das HD über Antenne erstmal in weite Ferne gerückt ist.
von Spacelab - am 31.01.2013 10:51
von Manfred Z - am 31.01.2013 18:13
Das kannst du sehen wie du willst. Aber es ist nunmal so, wie mor_ geschrieben hat, daß RTL, P7S1 oder sonstige Privatsender keinerlei Versorgungsauftrag haben.
Das ist aber ein ganz anderes Problem. ARD, ZDF und die anderen öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme hatten Anfang der 90er aus irgendwelchen Gründen entschieden, populäre US-Serien und Filme quasi komplett den Privatsender zu überlassen.
Die Öffentlich-Rechtlichen meinten damals offensichtlich, daß sie mit ihren Eigenproduktionen letztendlich mehr Zuschauer für sich gewinnen können als die Privatsender mit eingekauften Serien und Filmen. Das ganze ging aber nach hinten los und die Privatsender konnten mit ihrer eingekauften Ware bisher nie dagewesene Zuschauerzuwächse für sich verbuchen.
Die damalige Rechnung der Öffentlich-Rechtlichen ging nur im Hinblick auf die älteren Zuschauer auf, sodaß ARD, ZDF und die Dritten eigentlich im Unterhaltungsbereich heute nur noch Senioren bedienen.
Derweil kleckert man eigentlich nur umher und startet neue Angebote, die aber über die bestehenden Kanäle scheinbar ohne eine erkennbare Struktur verteilt sind, anstatt die bestehenden Kanäle - ähnlich wie der ORF und die SRG es machen - klar zu strukturieren:
ORF1 --> für eingekaufte, populäre Unterhaltung
ORF2 --> für Kulturinhalte und Senioren
SF1 --> für Kulturinhalte und Senioren
SF zwei --> für eingekaufte, populäre Unterhaltung
ARD, ZDF und die Dritten --> hauptsächlich Hausfrauen- und Seniorenberieselung; teilweise richtig gute Blockbuster, aber tief im Nachtprogramm versteckt. Also alle Sender irgendwie gleich.
Diese fehlende Profilierung der Öffentlich-Rechtlichen im Unterhaltungssektor ist also eine Schieflage, die von den Öffentlich-Rechtlichen s e l b s t zu beseitigen ist. Es ist aber n i c h t die Aufgabe der Privatsender, die fehlenden Inhalte der Öffentlich-Rechtlichen zu ersetzen.
von Kay B - am 03.02.2013 04:27
Doch, aber die Haltung der Öffentlich-Rechtlichen ist da knallhart. Man will in den Hauptsendezeiten auf Eigenproduktionen setzen um die inländischen Produktionsfirmen und die deutsche Schauspielzunft zu unterstützen. Das ist ja grundsätzlich lobenswert. Aber die offensichtlich große Nachfrage an ausländischen Spielfilmen und Serien wird da halt nicht befriedigt. Und daß die Nachfrage an ausländischen Spielfilmen und Serien sehr groß ist beweisen die hohen Marktanteile der mit Dauerwerbung und Trailergeballere verseuchten Privatsender sowie die geringe Nutzung von DVB-T in "privatsenderfreien" Gebieten.
@ Winnie2
Ganz meine Meinung. :spos:
@ ulionken
Wenn man lange genug in der Fernsehzeitung nach Inhalten, die nicht auf Senioren ausgerichtet sind, sucht, wird man bei den Öffentlich-Rechtlichen auch fündig. Aber leider sind diese scheinbar wahllos auf diverse Spartensender verteilt oder laufen irgendwo versteckt im Nachtprogramm.
Das ist zwar jetzt subjektiv gesehen, aber immer wenn ich es mal wage, abends zur Hauptsendezeit die Glotze anzustellen, dann laufen auf ARD entweder irgendwelche Nonnen (soll jetzt nicht gegen die Anhänger dieser Glaubensgemeinschaft gerichtet sein), irgendwelche Pseudodokumentationen aus dem Zoo, wo "supersüße" Tiere gezeigt werden oder es läuft der Silbereisen. Und auf ZDF scheint generell immer irgendeine Serie, in der es um die "Probleme" irgendeiner reichen Sippschaft geht, zu laufen. So sieht die Hauptsendezeit der zwei größten TV-Sender für einen Staat mit über 80 Millionen Einwohnern aus! :-(
Wo willst du die Diskussion sonst ansetzen? DVB-T ist eine geniale Technik, die aber nicht dazu da ist, um uns Rundfunktechnikinteressierte zu begeistern, sondern um Menschen mit Fernsehen zu versorgen. Die Masse wird DVB-T aber nur annehmen, wenn auch die gewünschten Programminhalte geboten werden. Also um eine Diskussion über die Programminhalte kommt man da leider nicht drumherum.
Meine persönliche Meinung: :spos:
Aber den Zuschauer interessieren halt die "technischen Ideen" einen Sch***dreck, wenn die gewünschten Programminhalte fehlen. Das wird hier in diesem Technikforum nur allzugerne ignoriert.
von Kay B - am 04.02.2013 05:40
Meine Meinung:
Ohne die Privatsender kommt das Aus für den Übertragungsweg DVB-T. Eine nur-Öffi-Veranstaltung kann man sich schenken. Und zwar deshalb, da der Übertragungsweg für die normale Masse dann einfach zu unattraktiv wird. Die 4 % der DVB-Nutzer ergeben sich doch wohl aus einer recht hohen Anzahl aus den Ballungsräumen und teilweise gegen 0 % auf dem Land.
Etwas -aber nur etwas- OT
:spos:
Das mit dem Programm der Öffis -und ja, es geht hier um DVB-T, denn da senden die auch darüber- generell etwas im Argen ist, dürfte niemand bestreiten. Dem Tiroler Seniorenfänger Hansi Hinterseher wurde zwar der Laufpass gegeben (was dann wieder unweigerlich das Thema "Jugendwahn" zur Folge haben wird), aber wie es oben geschrieben steht, ist es auch ohne dieses Tirol-Gejodel zum Jammern. Langweilige Hausfrauenserien wie das mit den Nonnen und das von dem sächsischen Krankenhaus. Oder
StasiAktenzeichen XY und so ein Mist.Das ZDF torpediert DVB-T mit der "genialen" Aufteilung KiKa/neo und den "tollen" Anfangszeiten der Primetime auf neo um 20.15.
Die ARD macht es nicht besser. Statt deutschlandweit die gleichen Digitalprogramme auszustrahlen und hier eine Marke zu etablieren, findet da ein Flickenteppich aus Eins Plus, Festival und tagesschau24 statt. Und dann ist z. B. das Programm Eins plus in sich dermaßen chaotisch bis stümperhaft (tagsüber Ratgebersendunge, ab 20.15 dann angebliches Jugend-TV als Widerholungs-Krawall im Stil eines Offenen Kanals).
DVB-T und DAB+ und Deutschland... :wall:
von Schwabinger - am 05.02.2013 17:01
RTL wird also nicht per DVB-T2 senden. Ist DVB-T2 in DE überhaupt noch vorgesehen?
von Analog-Freak - am 06.02.2013 01:22
Es gibt im RStV keine Beschränkung der ÖR auf 3 Multiplexe und hat es nie gegeben. Es gab aber damals (2003/04) die Forderung des VPRT auf gleichwertige Kapazitäten für die Privaten, was bei damals üblicherweise 6 möglichen Multiplexen zu einer 3+3-Aufteilung führte. Geregelt wurde das im zusätzlichen § 52a.
In RStV (Stand Oktober 2004) hieß es dazu:
In der Fassung des RStV vom Dezember 2007 ist § 52a aufgehoben worden und durch neue Regelungen für die erstmalige Zuordnung neuer Sendekapazitäten für bundesweite Versorgungsbedarfe ersetzt worden. Sie setzt hier auf einen Konsens zwischen Rundfunkanstalten und Landesmedienanstalten bei der Aufteilung neuer Kapazitäten. Ansonsten wird auf das Landesrecht verwiesen.
Rein theoretisch könnten die ARD-Anstalten und das ZDF also die für Private reservierten Kapazitäten erhalten, wenn sich keine privaten Nutzer mehr finden. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit, zu denen ARD-Anstalten und ZDF verpflichtet sind, wird es dazu aber kaum kommen.
von Manfred Z - am 06.02.2013 21:16
Nein. Das ZDF führt derzeit Gespräche mit Media Broadcast. Aus diesem Umfeld kamen die GERÜCHTE. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Lest euch die Studie aus dem Wirtschaftsministerium durch, die Manfred Z. verlinkt hat. Dort ist explizit dargelegt, dass nach einem Ausstieg der Privatsender aus der DVB-T Verbreitung ein Weiterbetrieb von ARD und ZDF ökonomisch nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Sollten Anträge gestellt werden (ZDF stellt vermutlich nach momentaner Lage keinen solchen) würde die KEF diese eh ablehnen. Im BMWI geht man von einem Ende der terrestrischen TV-Verbreitung in Deutschland im Jahre 2018 aus.
von transponder - am 22.02.2013 15:26
Da bin ich mir nicht so sicher, ob das ZDF unter CDU-Stolte so viel besser war als unter dem heutigen Intendanten. Immerhin haben Schächter und Bellut doch Einiges richtig gemacht, etwa die Kabarett/Satire-Schiene mit der Anstalt, Pelzig und der Heute-Show. Auch der Relaunch der Digitalkanäle ist insgesamt gelungen. Dass ZDF Kultur nun leider eingestellt wird, hat ja hauptsächlich finanzielle Gründe.
Und ob die Champions League im ZDF laufen muss, darüber kann man sich streiten. Immerhin läuft das Ganze dann auch in HD im Free-TV, während es bei den Privaten Pay-TV wäre. Aber klar, für jemanden, der sich nicht für Fußball interessiert, ist das ein Graus. Einen Kompromiss gibt es hier nicht - entweder man kauft die Rechte oder halt nicht.
Wenn man sich mittelfristig von der Terrestrik komplett verabschieden sollte, muss endlich jetzt der großflächige Glasfaserausbau mal angegangen werden!
Eben. IPTV ist im Prinzip nur eine Übergangstechnologie bis hin zu "richtigem" FTTH. Und da haperts leider hierzulande. Schaut euch mal diesen Artikel an, Deutschland ist da nichtmal in der Tabelle aufgeführt, weil weniger als 1% der Haushalte Glasfaseranschlüsse haben. Einfach nur peinlich.:rolleyes:
Richtig. Das Internet gehört zur Grundversorgung, aber die Politik ignoriert jegliche Verpflichtungen der Netzbetreiber, weil sie (v. a. die derzeitige Bundesregierung) noch an die "Heilkräfte" des Marktes glaubt, wie andere an die Unfehlbarkeit des Papstes. :mad:
Aber der Markt funktioniert hier nicht, weil es einen Monopolisten wie die Telekom überhaupt nicht interessiert, von sich aus ohne Fördergelder mal im ländlichen Raum Glasfasernetze zu verlegen. Stattdessen verrennt man sich mit "Vectoring" und anderem Mist.
Nein, wenn schon die privaten Großkonzerne nichts tun, dann sollte der Netzausbau öffentlich geschehen, etwa durch Stadtwerke oder andere kommunale Allianzen. Es gibt hier schon gute regionale Beispiele, warum wird es also nicht bundesweit angegangen?
Damit hätte man nämlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Erstens die Breitbandversorgung von Regionen, die heute noch mit DSL-Light (oder schlechterem) herumgurken müssen und zweitens eine wirkliche Alternative bei der TV-Grundversorgung (und damit wieder zum Thema zurück). Zugleich sollte der Rundfunkstaatsvertrag dahingehend geändert werden, dass sämtliche Netzbetreiber die ÖR in Anzahl und Qualität unbeschnitten einspeisen müssen (SD wie HD), egal ob sie die KCC-Glasfasermuxe hernehmen oder Sat. Einspeisegebühren sollten verboten werden, damit so ein Desaster wie aktuell bei der KDG uns erspart bleibt. Dann hätten die ÖR mit Kabel und Sat zwei rechtlich abgesicherte freie Plattformen, wo sie direkt zum Zuschauer durchkämen.:)
Früher sollte man aber nicht über einen DVB-T-Ausstieg nachdenken...
von GLS - am 23.02.2013 12:41
Einen Bericht über die Veranstaltung mit weiteren Links zum Thema findet man hier.
Dazu auch ein Extra des Infoblattes "TV-Zukunft".
Hier die Pressemitteilung via Pressebox.
Auszüge:
von Manfred Z - am 01.03.2013 16:35
von Manfred Z - am 15.03.2013 17:06
Hoffentlich ist es auch nur Gerede. Denn wenn irgendein Politiker auf die Idee kommt, die DVB-T-Ausstrahlung der Privaten aus öffentlichen Mitteln mitzufinanzieren und sich dann noch als Wohltäter feiern läßt, dann hört der Spaß entgültig auf! :mad:
@ Optimierer
Bei den ehemaligen Bundespost-Tochterunternehmen herrscht da teilweise noch Beamtenmentalität und man wartet auf eine Dienstanordnung von oben.
@ fatal error
Ja, genau so ist es leider.
@ Nohab
Ich frage mich heute immer noch, wie es solche Chaoten an die Regierung schaffen. In Großbritannien dürfte da der Rupert ja kräftig nachhelfen. Erstrecht bei der Anti-DVB-T-Kampagne, da sein sky dadurch wohl kräftig Marktanteile gewinnen dürfte.
Es wäre schon interessant, wenn sich RTL und P7S1 so wie sky entwickelt und kurz nach dem Sendestart zu Pay TV geworden wären. Wie würde dann heute die DVB-T-Landschaft aussehen?
Wahrscheinlich gäbe es Free TV nur über DVB-T. Darüber gäbe es die Öffentlich-Rechtlichen und dann noch mehrere kleine Privatsender wie Tele 5, die bedeutend mehr Marktanteile hätten.
von Kay B - am 17.03.2013 03:50
Auch hier gilt: Das Posten von dumpfen Parolen ersetzt keine saubere Recherche. Schaust du in das UHF-Gutachten der Braunschweiger Professoren für das Bundeswirtschaftsministerium (ist hier bereits gepostet worden). Es werden drei mögliche Szenarien für die Zukunft entwickelt:
Mir scheint, dass einigen hier im Forum nicht klar ist, dass private Programmveranstalter keine Wohltätigkeitsveranstalter sind, sondern Geld verdienen müssen - je mehr, umso besser.
Verschlüsseltes öffentlich-rechtliches TV wird es auf keinen Fall geben, da es keine hinreichende Begründung dafür gibt. Ich verstehe nicht, warum das von einigen hier im Forum immer wieder aufgetischt wird - zum Teil mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten ohne Bezug zur Rechtslage.
von Manfred Z - am 17.03.2013 08:41
Zur Zeit wird in mehreren Kommittees an den Bedingungungen für die Digitale Dividende II (700-MHz-Band) gearbeitet. Einige Punkte, die ich einem Artikel in der tech-i 15 (März 2013) der EBU entnommen habe:
• Finland has been the first to announce officially, on 26 September 2012, that the 700 MHz band will be allocated to wireless broadband in 2017.
• The UK followed on 16 November 2012 with a decision to support the international process and seek to enable a harmonized release of the 700 MHz band for mobile broadband use, but no timeline was indicated.
• The ITU schedule sets the deadline for draft Conference Preparatory Meeting texts at mid-August 2014 [Die WRC-15 findet im November 2015 statt].
• The European Commission is preparing a draft mandate to CEPT asking for the preparation of minimal (least restrictive) technical conditions for the use of the 700 MHz band by mobile broadband. The main driver for this new mandate is the priority given to a global harmonized use of the 700 MHz band for mobile broadband.
• The first issue for Europe in releasing the 700 MHz band is timing. Referring to the experience of the coordination activities which were carried out to release the 800 MHz band, it is expected that releasing the 700 MHz band will require several years of intensive negotiations for cross border frequency coordination.
• In some parts of Europe, like the area around Belgium, extremely difficult negotiations are expected, especially considering that around 60% of the GE06 plan entries for the French community in Belgium are above 694 MHz.
• Another concern about timing is the necessary transition to new modulation and compression systems to be able to accommodate the same number of programmes into fewer multiplexes. The release of the 700 MHz band corresponds to a loss of two full coverage multiplexes.
• A migration to DVB-T2 and the introduction of HEVC would be required if all existing DTT programmes are to be retained and upgraded to HDTV.
• In a recent proposal to the French government, the French broadcasting regulatory authority recommended an enforced supported transition to MPEG4 by end 2015 and a future transition to DVB-T2 and HEVC at the earliest in 2020.
Im zweiten Teil des Artikels geht es um technische Fragen wie z.B. Interferenzen zwischen TV und Mobilfunk.
Im dritten Teil beschäftigt sich der Auor mit den Kosten für die Umstellung. Da geht es auch wieder um drahtlose Mikrofone u. ä. (PMSE).
Zusammenfassung:
• Releasing the 700 MHz band will require several years of intensive negotiations for cross border frequency coordination.
• A migration to DVB-T2 and the introduction of HEVC would be required, with associated transition periods.
• Possible interference from mobile terminals into DTT portable and fixed reception using active antennas will be an issue.
• The feasibility of DTT and IMT co-channel operation between southern Europe and North Africa for example (required due to significant differences in likely implementation timetables) is still to be verified.
• The cost of releasing the 700 MHz band in European countries is still to be assessed.
• Cable TV service channel plans will need to be reorganized locally and immunity of their installations and receivers will need to be improved.
• Solutions and related costs will be needed to accommodate PMSE applications which will lose access to the 700 MHz band.
• Quick decisions are required in Europe under external constraints. There is a lack of time to consider alternative solutions to satisfy wireless broadband requirements.
von Manfred Z - am 03.05.2013 21:38