Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Kathi, iris, helmut, Claudia (die alte), Zoey, Sigrid, **marcel**, Nadine79, Panikfrosch

Alles scheint so sinnlos...

Startbeitrag von Kathi am 29.08.2010 17:31

Hallo,
ich muss mal wieder meine Gedanken hier reinschreiben.
Für mich wird es immer schwieriger den normalen Alltag zu bestehen,ohne wirklich sehr dunkle Gedanken.
Ich fühle mich hin und her gerissen und weiß nicht weiter, totale Sackgasse ist angesagt.
Ich habe in den letzten Tagen wirklich versucht alles normal weiter zu machen, das geht aber nur mit sehr großen Kraftanstrengungen und ich bin dann total kaputt und bekomme auch diverse Schmerzen am Körper.Ich zitter am ganzen Körper,sogar der Kopf, aber ohne wirklich Angst zu haben :confused:
Der Schwindel ist mit Abstand das Schlimmste was mich plagt. Kein Tag ohne ihn.....am Morgen bzw. Vormittag ist es ganz schlimm.Ich bin dann teilweise nicht in der Lage ohne anlehnen oder festhalten irgendwo hinzugehen.Ständig das Gefühl ich kippe um oder falle nach links. Das kostet so viel verdammte Kraft, die ich einfach nicht mehr habe.

Gestern z.Bsp. war ich mit meiner Familie und Freunden zu ner Pyrogameshow.Wir waren insgesamt 10 td. unterwegs. Mir war teilweise hundeelend ,aber ich bin in der Situation drin geblieben. Nur wie??? Mega angespannt, in totaler Erwartungshaltung, konnte teilweise nicht mal alles um mich rum mitbekommen. Das ist doch echt für'n A....
Heute merke ich jeden verdammten Muskel in mir.

Nun nehme ich heute den 7 Tag Opipramol, habe auch schon die Dosis erhöht auf nun 150 mg/Tag, aber viel merken tue ich davon nicht.
Ich nehme am Abende/zur Nacht 100 mg, davon können andere mindestens nach 20 Minuten sofort einpennen. Ich liege Stunden wach.

Manchmal habe ich das Gefühl,ich sei bereits nicht mehr in meinem Körper drin. Irgednwie seltsam eben.
Jeder meiner Gedanken kreist um meine momentane Verfassung und die Suche nach der Ursache, fällt mir eben immer noch schwer zu glauben,dass es "nur" Psyche ist.

So langsam kann ich Menschen, denen Suizidgedanken kommen verstehen. Es ist so sinnlos gerade alles.Ich denke mir dann, früher oder später.....sterben muss ich eh mal.

Ich hab auch schon über Klinik nachgedacht, nur ist das hier nicht so einfach.
Ich könnte sofort auf die Psychotherapiestation stehen,nur rät jeder gute Doc und Therapeut davon ab, weil das nicht viel bringen würde. Ist halt keine gute Station für so Krankheitsbilder.
Naja und woanders habe ich 5-6 Monate Wartezeit.
Bis dahin bin ich wohl durchgedreht oder was weiß ich.

Ich mag auch einfach gar nicht mehr, ich will nicht reden, will keinen Besuch, will nicht essen, will nur liegen und meine Ruhe haben. Am Besten schlafen,dann merke ich das Ganze nicht so sehr.
Naja nur leider geht schlafen eben mal nicht so gut gerade.

Was für ein Mist Alles.....

LG
Kathi

Antworten:

Liebe Kathi,

ja, es ist die Psyche, leider.
Was die alles anrichten kann!!
Leider dauert es, bis die Medikamente greifen.
Wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist, würde ich in die Klinik gehen zur Beobachtung, bis die Medis wirken.
Nicht, dass Du Dir noch was antust!?
Das geht vorbei und später lachst Du vielleicht darüber!!
Halte durch!!!

Drück Dich!!!!

von **marcel** - am 29.08.2010 18:10
Liebe Kathi,
oh Mist ich kann so mitfühlen wie es dir gerade geht!
Du mußt akzeptieren das es die Psyche ist, dann bist du einen großen Schritt weiter!!
Habe noch etwas Geduld bis dein AD wirkt, es braucht einfach seine Zeit, dann wird es dir besser gehen und dir helfen.
Wahrscheinlich kannst du das gerade garnicht glauben, aber so wird es ganz sicher sein!!!

Ich verstehe nicht, weshalb du dir in deinem jetzigen Zustand so einen Akt gibst und stundenlang unterwegs bist und dir diese Pyro Game Show anschaust.
Das ist doch der pure Streß!!!
Damit tust du dir im Moment nichts Gutes!
Gib dir Zeit, laß das AD wirken, lenke dich mit schönen Dingen ab- geh spazieren, tanze durch die Wohnung, singe, spiele etwas am Computer, schreie wenn du willst, lese ein Buch...
Finde etwas, was dir ein wenig Ablenkung verschafft!

Hast du jemanden mit dem du über deine dunklen Gedanken/Gefühle reden kannst?
Jemand der dir zuhört?
Ich hatte diese Gedanken auch und konnte damals mit einer Freundin reden...

Das mit dem Schwindel kenne ich so gut und wenn er kommt "Begrüße ihn doch einfach mal und lache über ihn"!
Als mir der Tipp gegeben wurde, dachte ich auch... der hat doch voll einen an der Klatsche :D
Aber verdammt, es hilft wirklich :).
Ich denke, dass du regelrecht auf deinen Schwindel wartest und wenn er dann da ist, du dich voll und ganz auf ihn konzentrierst.
Dadurch gibst du ihm Macht und das ist sein Nährboden! Ignoranz dagegen hilft!

Alles Liebe,
Nadine

von Nadine79 - am 29.08.2010 20:02

liebe kathi,

so gut kann ich dich verstehen und nachfühlen wir es dir geht ...
mir ging es früher fast genauso, auch ich hab versucht so weiterzumachen wir immer und es war einfach alles nur noch megaanstrengend.
auch die dinge, die man eigentlich gern machen würde wurden immer wieder zu einem alptraum , und ich war immer einfach nur froh, wenn ich sie hinter mir hatte.
das leben war zeitweise so anstrengend, dass auch ich an den punkt kam,dass ich mir sagte, dass ich so nicht mein restliches leben verbringen kann und will.
bei mir war auch der schwindel das hauptsymtom.
im april 2005 kam es dann zum " supergau "- ich ging in eine klinik und bestand darauf,dass sie mich aufnehmen.ich kam auf die station für psychotherapie, bis dahin hatte ich noch keine medis genommen.
6 wochen blieb ich dort, fing mit paroxat an und machte u.a. eine konfrontationtherapie, eine mal- und tanztherapie, sowie einiges an sport und entspannungsübungen.
ich war von zu hause weg und konnte mich ganz um micht selbst kümmern- anfangs waren mir zugar die besuche meiner familie zuviel...
aber es wurde besser, und als ich nach hause kam war ich ein neuer mensch.
auch wenn viele meinen,dass ein stationärer aufenthalt nichts bringt, weil man danach wieder den alltag hat- bei mir war es absolut nicht so !
es geht mir weiterhin sehr gut, ich nehme seit 4 jahren nur noch 10 mg paroxat ( vorher 40 bzw 20mg ).
angst und schwindel schleichen sich manchmal noch an, aber sie haben keine chance ;).
ich habe gelernt auf meinen körper zu hören und prioritäten zu setzen.
endlich kann ich wieder alles genießen.

ich wünsche dir vor herzen,dass du auch einen weg findest und es dir bald beser geht !!

viele grüße
iris

von iris - am 30.08.2010 08:51
Hallo Kathi!

Dem, was Nadine schreibt, ist eigentlich nichts hinzuzufügen!!!Die Symptome, die dein Körper zeigt,sagen dir ja daß du so wie bisher NICHT weitermachen sollst.Und was tust du? Du setzt dich 10 Std.(!)purem Streß aus und siehst dir eine Pyrogameshow an.Das ist ja übelst.Aber ich versteh dich trotzdem.Man möchte auf Biegen und Brechen das Leben,das man hatte,weiterführen und dann ist da ja noch die Familie,die man nicht enttäuschen und belasten möchte,ich kenne das auch.Aber ich kann dir nur raten,pfeif im Moment auf das alles und schau nur auf dich und das,was dir gut tut.Und das ist sicher keine Pyrogameshow oder ähnliche stressige Veranstaltungen.Du brauchst Ruhe und nicht Lärm und Stress.Hab Geduld,dein Medi wirkt sicher bald.Kopf hoch und versuch schöne Gedanken zu denken.Und wenn du weinen musst,dann wein,mir hat sogar das geholfen.Ich drück dich ganz fest - L:G: Sigrid

von Sigrid - am 30.08.2010 15:04
Hallo Kahti,

kann total mit Dir mitfühlen. Bin seit einigen Wochen auch wieder voll in dieser Bes... Angstspirale.
Habe zwar andere Symtome (Kloßgefühl im Hals), kenne Deine Beschwerden aber auch nur zu gut.
Das ist aber dieses paradoxe mit der blöden Angsterkrankung, sie ändert immer mal wieder ihr
Gesicht damit wir auch ja wieder auf sie reinfallen.
Die Opripamol nehme ich auch seit letztem Jahr. Habe auch mit 150mg angefangen, wenn es mir wieder besser ging habe ich dann nur noch 50 mg zum Abend genommen oder sie ganz weggelassen, immer in Absprache mit meinem Hausarzt.Dieser hat mir aber gleich gesagt, das eine Verbesserung meines Zustandes bis zu 14 Tage dauern kann. Also gib dem Medi noch etwas Zeit und wenn Du im Augenblick das Gefühl hast das es eher noch schlimmer als vorher ist kann das auch normal sein, liegt an der Erwartungshaltung.Vielleicht solltest Du die Dosierung der 150mg mehr über den Tag verteilen (50mg morgens, 50mg mittags u. 50 mg abends). Ich bin damit immer ganz gut gefahren.
Laß den Kopf nicht hängen, es kommen auch wieder bessere Tage auch wenn man das im Augenblick nicht glauben kann. Wichtig ist das Du jemanden hast mit dem Du darüber reden kannst, das ist total wichtig.
Und laß Dich trotz der langen Anmeldezeit beim Phsychologen auf die Warteliste setzen, manchmal klappt es auch früher.
Ich hoffe das ich Dir ein wenig Mut machen konnte.

Liebe Grüße aus Berlin
Guido


von Panikfrosch - am 30.08.2010 15:57
Hallo an Alle,

vielen Dank für eure Zeilen.
Ist immer wieder hilfreich zu lesen, dass es anderen ja auch mal so gegangen ist / oder noch geht.
Leider kann ich das Ganze in einer akuten Phase des Bedrohtseins nicht anwenden.

Liebe Nadine und Sigrid,
natürlich weiß ich heute,dass das mit der Pyroshow total unnütz war, dennoch hat auch diese Medaille Seiten.
1. Als wir am späten Abend heimgefahren sind hatte ich ein totales Glücksgefühl im Bauch und die Bestätiguung, dass es wohl doch psychisch sei.
Ich sah beim fahren aus dem Fenster und habe den Mond beobachtet, als mir plötzlich wieder der Gedanke ans sterben kam.....ich bekam aber überhaupt keine Angst, weil mich das Erlebnis ,es geschafft zu haben, ohne Notarzt rufen zu müssen,so bestärkt hatte.....ich dachte nur völlig wohlig müde, " Na und dann stirbste jetzt eben ".

2. Natürlich ist es so wie Sigrid sagt,ich bin ja nicht alleine und habe auch noch eine Familie. Wobei ich gleich sagen möchte,dass mein Mann mir die Entscheidung ,ob wir fahren, überlassen hat. Er sagte auch gleich,dass wenn irgendetwas ist wir sofort heimfahren würden.Er wäre auch absolut nicht böse gewesen,wenn ich nein gesagt hätte.
Natürlich wollte ich es wissen und bin trotz saumäßigem Schwindel gefahren!!!


Ja es ist richtig, es fällt mir sehr schwer,mich so anzunehmen wie ich momentan bin. Ein Stück weit abhängig von meine Mann, ér hat Gott sei Dank noch weiter Urlaub bekommen.....ich kann ja nicht allein bleiben.

Es gibt wohl niemanden,der mich so kennt. Ich war immer die starke Powerkathi. Im Job immer 120 %, zu Hause immer alles allein geregelt ( mein Mann ist fast immer auswärts zum arbeiten).
Dann die Probleme mit meiner Tochter....auch das habe ich für mich hingenommen ( nicht verarbeitet) und all diese Gesamtkonstellation hat wohl zum Supergau geführt.....meinen jedenfalls alle Ärzte. ich sehe das ja immer noch nicht so.
Ich suche meine Kraft und Power und bin erschrocken,was davon noch übrig geblieben ist.Ich kann mir gar nicht mal ansatzweise vorstellen jetzt wieder arbeiten zu gehen.
Dennoch mache ich mir Sorgen um meine Stelle. Was wenn jemand anders meinen Job bekommt. Dann werde ich vielleicht " degradiert" und muss "niedere" Arbeiten machen. Ja ich träume sogar davon und hier holt mich wieder die Angst des Versagens und resultierend daraus die des nicht mehr dazu zu gehörens ein undzwar ganz mächtig.....

Jetzt könnt ihr mich ja für blöde erklären, aber das ist eben meine Natur...Perfektionismus ist oberste Priorität, schwächeln ist totale Scheisse, ich will anerkannt sein ( was ich im Job aber auch bin (war?)
Obwohl mein Chef mir versichert hat,dass ich mir keine Sorgen machen muss, mein Platz ist mir sicher.
Im übrigen habe ich von der Firma einen Präsentkorb und 1 Wellnesswochenende für 2 geschenkt bekommen, mit ner total anrührenden Karte.

Statt mich zu freuen,denke ich " so, jetzt wollen sie dich abschieben".
Mein Mann sagt immer, na und Schatz dann suchen wir uns was anderes!!!!
Ich muss dazu sagen,dass ich sehr gute Geschäftspartner kenne, die mich sicherlich auch anstellen würden, bräuchte mir also keine Zukunftssorgen zu machen. Und wenn man es genauer betrachtet sollte ich nicht weinen, wenn ich nicht mehr in meiner jetzigen Firma abreiten kann. Das ist nämlich ne totale Chaosfirma und schlittert seit 2 Jahren immer am Abgrund vorbei.
Ich habe ne gute Exkollegin, zu der ich heute noch sehr guten Kontakt habe. Sie ist vor fast 2 Jahren freiwillig gegangen,weil sie die Zustände nicht mehr aushalten konnte und auch krank wurde.

Nur warum kann ich mich dem nicht stellen und trauer dem alten nach.....?
Ich weiß es nicht, hoffe aber ich bekomme es mit der Therapie raus.

Nun ja das sind so meine Gedanken die mich immer wieder beschäftigen, neben den körperlichen Wehwechen.

Irsis kannst du mal beschrieben wie das bei dir mit dem Schwindel war?! Bei dir war es ja auch über lange Zeit das Hauptsymptom,oder?

Vielen Dank an euch für eure Hilfe !!!

LG
Kathi

von Kathi - am 30.08.2010 18:38

Re: Alles scheint so sinnlos...an Kathi

Hallo Kathi,
ich denke ich kann hier offen und ehrlich schreiben was ich denke, und als erstes kann ich dir sagen das dein Doc und Therapeut unrecht haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich war 8 Wochen zur Kur Psychosomatik Verhaltenstherapie und es war die BESTE Zeit meines Lebens,und mir erging es vorher genauso wie JETZT DIR!!!!!!!!

Und deinen Satz mit den Menschen mit den suizidgedanken verstehen STREICH SOFORT aus deinem KOPF, denn das ist NICHT nötig., Auch wenn du es nicht so siehst GLAUB MIR, da gibt es einen WEG HERRAUS den JEDER schaffen KANN , wenn ER ES WILL, sich DEM zu STELLEN, und glaub mir das ist alles schönes als das was du jetzt erlebst, es muss NICHT so bleiben......

wenn du antwortest würde ich gerne näher darauf eingehen......

GLAUB mir , DU KANNST DEIN LEBEN GENIESSEN;LEBEN und LIEBEN!!!!!!!!

ganz lieben Gruss
Zoey

von Zoey - am 30.08.2010 19:31
hallo Kathi

nimm dir zeit es gibt keine ISO Norm zur Seele, 7 Tage sind nichts ich habe 4 Wochen gebraucht um überhaupt etwas von den Medikamenten zu spüren, jedoch habe ich in der Anfangsphase Temesta zugenommen da die Nebenwirkungen sehr heftig waren. Themesta ist aber schwer suchtgefährdend also nicht zu lange nehmen, aber so wie ich dich einschätze wirst du das in Watte eingepackt fühlen nicht wollen.
Thema Perfektionismus stell dir vor du hättest ein perfektes Leben wäre das nicht langweilig, du hättest keine Wünsche, keine Sehnsüchte, du würdest nur funktionieren. Offensichtlich strebst du nach Ansehen und Würde du möchtest keine niedrige Arbeit machen, was ist eine niedrige Arbeit wenn ich eine Werkstätte putze tue ich es weil ich es kann, verrichte ich damit eine niedrige Arbeit.
Einerseits versuchst du dich aus der Normalität zu lösen andererseits kommt dabei vieles hoch. Was aber ist Normal jeder von uns hat seine eine Realität Normalität ist nur eine Norm wie die ISO aber es soll ja für dich passen. Arbeite mit deinem Herzen und den Kopf im Einklang sobald der Kopf dominiert machst du dir nur Stress und die Spirale beginnt sich zu drehen. Eine Krankheit ist nicht das Ende, es ist der Beginn an etwas zu wachsen, auch wenn es nicht immer angenehm ist. Kopf hoch du schreibst besser denn je, du erkennst das du aufzuarbeiten hast ich würde sagen das ist ein bedeutender Fortschritt auf den du stolz sein kannst, denn das hast du ganz alleine geschafft. Das Spiegelt jedoch nur mein Blickwinkel schreibe so viel du kannst, und rede mit vielen Leuten das lenkt ab und schafft Perspektiven.
lg helmuth

von helmut - am 30.08.2010 21:44
Hallo Kathi,

du musst dich zuerst mal von deinem Perfektionismus verabschieden, sonst wird es dir vermutlich nie besser gehen. Warum musst du alles zu 120% machen? Ich weiss, dass das schwer ist, denn viele hier im Forum (ich auch) sind ähnlich gestrickt wie du. Auch ich war immer für alle da, habe alles an mich gezogen, wollte immer perfekt sein, bis es nicht mehr ging. Keiner ist perfekt und das müssen wir auch nicht, wozu?

Weisst du, du solltest in erster Linie jetzt mal an dich und deine Gesundheit denken. Dann machst du eben "niedere" Arbeiten, wie du so schön sagst. Nur du musst wissen, was du willst.
Möchtest du wieder gesund werden, oder sind dir Job und Karriere wichtiger. Wenn ja musst du weitermachen wie bisher und dir wird es nicht besser gehen. Klar befindet man sich häufig im Zwiespalt, wenn man längere Zeit krank ist, das verstehe ich. Aber es wird dir nie, wirklich nie auch nur einer danken, denn hinter dir stehen 10 andere, die den Job auch machen können. So sieht die Realität leider aus und das solltest du dir vor Augen halten. Jeder ist ersetzbar. Und wenn du auf der Schnauze liegt, wird keiner sagen: "Danke Frau ...................., dass sie immer für uns da waren". Nein, der nächste wird genommen. Das ist leider so. Darüber solltest du mal nachdenken.

Es wird immer weitergehen im Leben, vielleicht nicht immer so, wie man sich das wünscht, aber momentan sollte dir deine Gesundheit und das Wohlergehen deiner Familie wichtiger sein als dein Job, das ist meine Meinung.

LG Claudia (die alte)

von Claudia (die alte) - am 31.08.2010 08:33

huhu kathi !

ja, der schwindel war mein hauptsymtom...eigentlich war er immer da, ich bin morgens mit dem ersten gedanken an ihn aufgestenden und abends mit ihm ins bett.
der war ständig in meinen gedanken, und somit immer da. er war nicht immer gleich stark- mal hatte ich nur so ein gefühl der gangunsicherheit, mal hatte ich heftigen sekundenschwindel.
jahrelang bin ich nur raus,wenn ich mich am kinderwagen oder fahrrad festhalten konnte. wenn ich jemanden traf und ich mich unterhalten " mußte ", war es oft unerträglich.
schlimm war es auch im supermarkt ( vor allem an der kasse), bei ausflügen oder anderen unternehmungen. er hat absolut mein leben bestimmt.
heute denke ich auch noch manchmal an ihn und manchmal " besucht " er mich auch- aber er bleibt nie lange und es zieht mich auch nicht mehr runter.
ich kann wieder alles machen was mir spaß macht und das leben genießen.

viele grüße
iris

von iris - am 31.08.2010 15:30
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.