SB SVL-Oebisfelde


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Kommentare zu "SB SVL-Oebisfelde"

SB SVL-Oebisfelde

von Leser - am 22.11.2004 07:49


Wer hätte das für möglich gehalten? Die Oberliga-Handballer des SV Oebisfelde untermauerten am Sonnabend ihre gegenwärtige Spitzenposition eindrucksvoll. Beim SV Langenweddingen, der einen Spieltag zuvor noch in Biederitz gewonnen hatte, setzten sich die Schützlinge von Trainer Renè Linkohr überraschend deutlich mit 35:22 (17:12) durch.

Sprach Linkohr trotz des Zehn-Tore-Sieges gegen Aschersleben noch von einer "insgesamt enttäuschenden Vorstellung", hatte er am Auftritt seiner Mannschaft gegen Langenweddingen wenig auszusetzen. "Es war eine Klasseleistung. Wir haben noch besser gespielt als beim Auswärtssieg in Calbe", freute sich Linkohr.

Ein großes Plus, so der Trainer, sei das mannschaftliche Spiel der Oebisfelder gewesen. "Es hat jeder für jeden gespielt", so Linkohr. Hinzu kamen das gute Ausnutzen der Möglichkeiten, wenige technische Fehler und eine aufopferungsvolle Abwehrarbeit mit Torhüter Timo Ellenberg an der Spitze. "Timo hat die gesamte Spielzeit über gestanden und zahlreiche schwere Bälle gemeistert", lobte Linkohr.

Die Gastgeber zeigten sich von den disziplinierten Oebisfeldern von Beginn an beeindruckt. Nach einer 9:6-Führung des SVO konnten die Langenweddinger zwar noch einmal ausgleichen (10:10), doch dann zogen die Allerstädter, auch zur Freude der mitgereisten Fans, davon.

Kein anderes Bild nach dem Wechsel. Die Oebisfelder dominierten weiter die Partie und hatten nach 50 Minuten erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung herausgeworfen (28:18). Langenweddingen hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben und reagierte mit "Frustwürfen". Diese wurden jedoch zumeist von der SVO-Abwehr abgeblockt und zu erfolgreichen Gegenstößen genutzt.

SV Oebisfelde: Ellenberg, Zimmermann - Eckert (1), Nico Bischoff (4), T. Thiele (3), R. Thiele (1), Werner (10), Schulzke (2), Wolter (4), Kalupke (6), Rieck (3), Norman Bischoff (1).

Re: SB SVL-Oebisfelde

von Leser - am 23.11.2004 09:35




Die Hoffnungen der SVL-Anhänger auf einen weiteren Erfolg über einen Oberliga-Spitzenreiter erfüllten sich nicht. Die Langenweddinger boten diesmal vor heimischer Kulisse eine schwache Leistung und unterlagen dem Tabellenführer aus Oebisfelde am Ende unerwartet deutlich.

Der erfolgreiche Auftritt der Schützlinge von Bernd Pasedag, Marco Steinemann und Monika Liehr bei Eiche Biederitz hatte mehr als 250 Zuschauer in die Halle "Am Heßberg" gelockt. Sie wollten miterleben, wie sich der SVL gegen den neuen Spitzenreiter präsentiert. Doch es gab nicht den erhofften Gastgebererfolg.

Beide Mannschaften begannen konzentriert. Keiner wollte sich frühzeitig ins Abseits stellen lassen. Nach einem 2:2 und 3:4 setzten sich die Gäste trotz der SVL-Treffer von Marvin Philippczyk und Steffen Lange mit 6:4 und 8:6 ein wenig ab. Doch der Gastgeber blieb dran. David Stolze und Tino Bzdok schafften sogar in Unterzahl das 7:9 und 9:10, und Carlo Bzdok traf nach 20 Minuten zum 10:10.

In dieser Phase hatten die Zuschauer das Gefühl, die Hausherren könnten dem Tabellenführer Paroli bieten. Doch danach brach der SVL ein. Eine völlig überforderte Deckungsreihe, kaum nachvollziehbare Fehler im Spielaufbau und ein desolates Angriffsspiel ließen die Gäste bis zur Pause auf 17:11 davonziehen. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgang gelangen den Platzherren ganze zwei Treffer bei sechs Gegentoren. Das war bereits der Anfang des Debakels.





Es sollte noch schlimmer kommen. Die mahnenden Worte in der Pausenkabine waren offensichtlich nicht angekommen. Wieder blieb Angriff auf Angriff in der Deckung der Gäste hängen, und viele unmotivierte Würfe erreichten nicht einmal das Oebisfelder Tor. Das sonst so erfolgreiche Langenweddinger Spiel über die Außenpositionen wurde völlig vernachlässigt. Die Gastgeber wurden nun über ein 14:22 und 16:26 regelrecht vorgeführt. Der SVL-Anhang war sich einig: "So darf man sich vor heimischer Kulisse nicht präsentieren." In der Schlussphase der Partie sah man den SVL-Angriff nur noch kopflos anrennen. Die Gäste wussten das zu nutzen, liefen einen erfolgreichen Konter nach dem anderen und sicherten sich schließlich einen klaren Erfolg.

Dass diese SVL-Mannschaft viel mehr kann, sollte sie in den Vergleichen der nächsten Wochen beweisen.

SVL: Oppenheimer, Laddey, C. Bzdok (2), T. Bzdok (6), Stolze (3), Friedl, T. Rittrich, Herpig (2), Lücke, Lange (4), Philippczyk (5), P. Rittrich.

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