Startbeitrag von Kay Bam 14.03.2008 14:53

Irgendwo wurde hier ja schonmal geschrieben, daß in Australien normale Glühbirnen derweil verboten wurden, da sie mehr Strom verbraten als Energiesparlampen.

Aber ist das wirklich so? Ist es sinnvoll, generell Energiesparlampen einzusetzen?

Da Energiesparlampen ähnlich wie Neonlampen aufgebaut sind und beim Einschalten durch das "Zünden" eine Spitze im Stromverbrauch haben, war ich bisher immer der Meinung, daß eine Energiesparlampe nur dort sinnvoll ist, wo das Licht über einen längeren Zeitraum leuchtet. Demnach wäre zum Beispiel im Klo der Einsatz einer Energiesparlampe unsinnig.

Ich muß jedoch zugeben, daß ich mich mit dem Aufbau von Energiesparlampen schon seit Ewigkeiten nicht mehr beschäftigt habe. Sind heutige Energiesparlampen anders aufgebaut, als diese klassischen Mini-Neonlampen?

Und sollte es immer noch so sein, daß Energiesparlampen für eine länger andauernde Beleuchtung geeignet sind und für Räume, wie eben der Lokus, die klassische Glühbirne vorzuziehen ist, wo ist dann zeitlich die Grenze? Also ab welcher durchgehenden Leuchtdauer ist der Umstieg auf eine Energiesparlampe sinnvoll?
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Ich denke, die LED-Technik wird uns hier früher oder später noch mit allen ihren Vorteilen beglücken. Lange Lebensdauer, wenig Stromaufnahme und auch viele an/aus-Zyklen.

Energiesparlampen sind im Prinzip kleine, kompakte Leuchtstoffröhren, die eher für Dauerbetrieb geeignet sind.

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 14.03.2008 15:14
Genau, auch die Bahn setzt bei ihren Fahrzeugen immer mehr auf diese kleinen Pünktchenlichter: :cool:

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von Thorsten T. - am 14.03.2008 15:50
Das ist mir neulich bei der S-Bahn-Rhein-Main auch aufgefallen.

Das Thema Energiesparlampe gibt es bei mir nur in der Küche.
Sonst sind Deckenfluter, Neonröhren,Halogenlampen und Teelichter ;) im Einsatz.
Die Energie"spar"lampen haben doch auch nochimmer diese Elektronik im Sockel oder?
Wie sparsam ist das denn?

von Nordi - am 14.03.2008 16:46
Ich denke auch, daß die LEDs über kurz oder lang der Energiesparlampe in der bisherigen Form den Rang ablaufen. Eigentlich rentieren sie sich nur da, wo sie längere Zeit brennen. Aber gerade da, z.b. im Büro oder im Wohnzimmer, finde ich ihr recht kaltes Licht nicht so angenehm. Das ist bislang auch das Problem von LEDs. Die weißen LEDs haben ein sehr kaltes Licht mit hohem Blauanteil. Das ist funktionell nicht schlecht, aber für gemütliche Atmosphäre taugts nicht.


von Peter Schwarz - am 14.03.2008 19:51
Wenn ihr euch mal selbst LED-Cluster baut, dann nehmt zur Haelfte weisse LEDs! Die andere Haelfte wiederum bestueckt ihr zu 75 % mit gelben LEDs und zu 25 % mit roten LEDs. Mischt die LEDs gut untereinander und sorgt dafuer, dass sie euch nicht direkt anstrahlen. Das Licht ist von der Farbe her recht angenehm.

Energiesparlampen sind dort sinnvoll, wo sie geringe Schaltzyklen haben und laengere Zeit leuchten. Gluehlampen geben dagegen sofort volle Helligkeit ab und fuer bestimmte Raeume werden sie solange erste Wahl bleiben bis man sie uns verbietet.

von PowerAM - am 14.03.2008 22:21
ich halte von diesen Energiesparlampen wenig.

Ich habe Augenprobleme mit dem Licht die diese generieren.

Die wenigen Mehrkosten die duch eine Gluehbirne entstehen, zahle ich eigenlich gerne.

Im Buero geht mir das Neonlicht auch etwas auf den Zeiger.

Gluehbirnen geben fuer mich angenehmeres Licht.

von 102.2 - am 14.03.2008 22:50
In meiner Kueche geht nichts ueber eine 36 W-Leuchtstoffroehre! Wenn ich dort Licht brauche, dann brauche ich es laenger und ich will viel Licht. Leuchtstoffroehren koennen auch in Wohnraeumen eingesetzt werden wenn man sie indirekt strahlen laesst. Also z. B. oben auf der Schrankwand verbauen.

Im Buero am Flughafen gehen mir die Leuchtstoffroehren aber ziemlich auf den Sack. Ihre Lichtfarbe ist sehr kaltweiss und sie flimmern sichtbar. Meine Schreibtischleuchte in olivgruen :D ist mit einer 25 W-Gluehlampe ausgestattet. Die ist angenehmer...

von PowerAM - am 14.03.2008 23:16
Ich mag auch das warme Licht einer Glühbirne mehr als das kalte Licht einer Neonröhre.

Und da ist halt das Problem, daß eben gerade da, wo man sich länger aufhält auch das Licht länger brennt. In der Diele oder im Klo könnte von mir aus eine Neonlampe bzw. Energiesparlampe hängen, aber das würde sich dann ja nicht rentieren, bzw. durch das mehrmalige "Zünden" die Energiekosten vielleicht sogar noch erhöhen.

Andere Frage:
Es gibt auch Energiesparlampen, die statt der stäbchenförmigen Mini-Neonlampe eine runde Form, also ähnlich einer Glühbirne, haben. Wie sind diese Lampen aufgebaut? Sind diese auch komplett mit Gas gefüllt oder haben sie ähnlich einer Quecksilberdampflampe im inneren noch einen Glaszylinder?


von Kay B - am 16.03.2008 16:24
@Kay B: Diese runden Energiesparlampen sind eine optische Täuschung im wahrsten Sinne des Wortes. Da ist eine ganz normale Energiesparlampe aus Neonröhrchen drin, mit ner matten Glashülle drumrum, damit es besser aussieht :D

von Hagbard Celine - am 16.03.2008 19:57
...weiterer Nachteil dieser Huelle: Sie schluckt Helligkeit!! :eek: Ich verwende nur normale Energiesparlampen. Die Dinger mit 3 U-Roehren sollen vom Wirkungsgrad her noch besser sein. Uebrigens bekam meine Freundin von mir einen Deckenfluter mit 15 W-Energiesparlampe geschenkt. Macht indirekt strahlend ein ganz angenehmes Licht!

von PowerAM - am 16.03.2008 20:23
Meien Glühlampen haben alle mindestens 100 W. In Wohnzimmer habe ich sie durch 3 17-Watt-Sparlampen ausgetauscht. Ich brauche Licht!

von Alqaszar - am 16.03.2008 21:14
...zuviel Licht und ich zerfalle zu Staub!! :eek:

von PowerAM - am 16.03.2008 21:24
Ich benutze weiterhin Gluehbirnen, da sie ein angenehmeres Licht von Sich geben.

Ich habe zudem auch mit den Augen Probleme und "vertrage" dieses Licht von Energiesparlampen un Neonleuchten u. dgl. nicht wirklich auf Dauer.

Die Mehrkosten sind fuer mich kein Problem.

Normale Gluebirnen als Umweltschaedigend zu bezeichenen sehe ich etwas unsinnig an.

Es ist mehrheitlich politischer Aktionismus mit Blindheit.

Energiesparlamen muessen naehmlich separat entsorgt werden, enthalten Mercury u. dgl.....

von 102.2 - am 17.03.2008 19:35
Den Mehrverbrauch beim "Zünden" haben heutige Energiesparlampen nicht (mehr). Oder anders: er soll vernachlässigbar gering sein. Allerdings brauchen die Lampen nach dem Einschalten etwas Zeit, bis sie in voller Stärke leuchten.

von -Ole- - am 17.03.2008 23:20
Ist es nicht auch so, dass bei der Herstellung der Energiesparlampen deutlich mehr Energie verbraten wird als bei der Herstellung herkömmlicher Glühbirnen?

von Habakukk - am 19.03.2008 11:58
@ Habakukk

Zitat

Ist es nicht auch so, dass bei der Herstellung der Energiesparlampen deutlich mehr Energie verbraten wird als bei der Herstellung herkömmlicher Glühbirnen?


Das sollte angesichts der Komplexität einer Energiesparlampe gegenüber einer normalen Glühbirne so sein. Allerdings soll so eine Energiesparlampe ja 10 mal (oder nochmehr) so lange halten wie eine Glühbirne.


von Kay B - am 19.03.2008 14:06
Die von den Herstellern angegebenen Nutzungszeiten von Energiesparlampen sind bei zweckgemaesser Nutzung erheblich hoeher:

E 27-Gluehlampe, 60 W: 1500 h
E 27-Gluehlampe, 15 W: 2600 h
E 27-Energiesparlampe, 15 W: 8000 h
E 27-Energiesparlampe, 7 W: 12000 h

von PowerAM - am 19.03.2008 15:23
Das Mit dem Einschaltproblem ist Mittlerweile auch schon Passe.
Bei Meinen Energiesparlampen werden 60.000 Einschaltzyklen Garantiert.
Auch habe ich Im Wohnzimmer Warmweiß Sparlampen dessen Licht sehr Angenehm ist.
Seit neuestem nenne ich einen Energiespardeckenfluter mein eigen . Von der Helligkeit kommt der locker mit 150 Watt Halogen mit bei 23 watt Verbrauch.

von PowerpIay - am 19.03.2008 16:48
In der aktuellen Ausgabe 3/2008 der Zeitschrift Test ist ein Bericht über Energiesparlampen. LED erreichen noch nicht ganz den Wirkungsgrad der Leuchtstoffröhren.

von Ingo-GL - am 19.03.2008 18:27
@ PowerpIay

Zitat

Das Mit dem Einschaltproblem ist Mittlerweile auch schon Passe.


Meinst du jetzt den Verschleiß oder die höhere Stromaufnahme zum "Zünden" des Gases?


von Kay B - am 21.03.2008 14:12
Wird sich wohl auf die Einschaltzyklen und den damit verbundenen Verschleiß beziehen.
Da gibt es in der Tat kaum noch Probleme. Allerdings sind die bei ALDI verkauten Teile (Verifox oder so ähnlich) sehr anfällig,
wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Ich habe Energiesparlampen auch im Treppenhaus eingesetzt, weil ich sie dort abends auch täglich mindestens 3h eingeschaltet habe (also tagsüber Kurzzeitbetrieb 3min über Taster und abends 3h-Timer-Steuerung). Da halten halbwegs ordentliche
Energiesparlampen wie DulusStar auch über 2 Jahre.

Der höhere Stromverbrauch beim Einschalten hingegen ist eigentlich bei Leuchtstoffröheren mit konventionellen Vorschaltgerät und Starter (die Teile , die beim Einschalten erst einige Male flackern) ein Thema . Und dieser "höhere Stromverbrauch" von vieleicht 20 bis 100W mehr dauert dann auch nur einige Sekunden.
Richtige elektronische Energiesparlampen arbeiten anders : sie erzeugen mittels Elektronik ein in zweistellgen khz-Bereich
getaktetes Signal , durch das die Leuchtstoffröhre gezündet wird. Der Stromverbrauch beim Einschalten
ist damit normalerweise nicht höher als beim Betrieb..

von carkiller08 - am 21.03.2008 15:31
Um eine 60-Wattlampe zu ersetzen benötigt man eine Sparlampe mit rund 11-Watt Leistung. Somit werden pro Betriebsstunde rund 49 Watt gespart. Rechnet man mit einem Kilowattpreis von rund 0.10 Euro, werden pro Stunde 0.0049 Euro gespart. Eine Sparlampe kostet rund 4.50 Euro, somit wird nach (4.50 / 0.0049) 919 Betriebsstunden die Sparlampe amortisiert. Grundsätzlich rechnet man mit rund 1000 Betriebsstunden pro Jahr, somit amortisiert sich die Glühbirne in einem Jahr.

Somit lohnt sich der Einsatz einer Energiesparlampe, wenn sie mehr als 1000 Betriebsstunden eingesetzt wird. Wenn man bedenkt, dass das Auswechseln auch noch Zeit und somit Kosten verursacht, lohnen sich in den meisten Fällen eine Energiesparlampe.

von Tim 55000 - am 17.05.2010 12:15
Mal so etwas allgemeines:

Neonröhren sind keine Leuchtstoffröhren (Neon leuchtet orange wie eine Glimmlampe).
Die sogenannten Energiesparlampen (besser: Kompaktleuchtstofflampen) sind Leuchtstoffröhren in Einheit mit einem Vorschaltgerät und einem Sockel, der auch für Glühlampen verwendet wird (meist E14 und E27).

Das Vorschaltgerät besteht üblicherweise aus einer Drossel in Kombination mit einem Starter (flackert beim Einschlaten)
oder (wie inzwischen bei allen Kompaktleuchtstofflampen) aus einem Gegentakt-Sinusoszillator, also einem Stück Elektronik.
Da flackert beim Einschalten nichts mehr, wenn alles so funktioniert wie es soll.

Wem das Flackern der Leuchtstofflampen im Betrieb stört, sollte entweder ein passendes Vorschaltgerät verbauen oder ein elektronisches nehmen.
Achtung: HF-Störungen. Sollte bekannt sein.

Der Spitzenstrom beim Starten jeglicher Leuchtstoffröhren ist kurz und relativ gering.
Den Gesamtenergieverbrauch erhöht man durch öfteres Starten nicht in dem Maße, das es nennenswert wäre.
Mehrkosten entstehen eher durch eine neue Leuchtstoffröhre, die man öfters braucht, weil die Heizwendel der Glühkathoden schneller verschleißen.

Sämtliche Leuchtstoffröhren müssen warm laufen, um ihre volle Lichtleistung zu bringen.
Läuft eine Leuchtstoffröhre immer nur kurz, dann wird sie unwirtschaftlich.
(weniger Helligkeit, mehr Kathodenverschleiß --> der höhere Stromverbrauch einer Glühlampe wird dann billiger)

Es gibt nun Kompaktleuchtstofflampen vieler Hersteller, deren Vorschaltgeräte unterschiedlich dimensioniert ist.
Die einen heizen vor und brauchen gut 1...2 Minuten für ca. 80% der Helligkeit (z.B. Selum),
andere haben die 80% Helligkeit schon beim Einschalten.
Da zählt wohl die Erfahrung, welcher Hersteller wie dimensioniert.

Kompaktleuchtstofflampen haben eine geringere Lichtabgabe als Leuchtstofflampen gleicher elektrischer Leistung.
Das liegt daran, dass sie ihr Licht nicht komplett abstrahlen können, weil sie sich durch ihre gebogene Form der Röhre selber im Weg sind.

Kompaktleuchtstofflampen in Kugel- und Kerzenform sind "übliche" Kompaktleuchtstofflampen jedoch mit einer Streuscheibe in Kerzen oder Kugelform versehen.
Eine Streuscheibe absorbiert immer auch Licht, wie viel kann genau kann ich nicht sagen.
Wenn man eine "übliche" (also streuscheibenlose) Kompaktleuchtstofflampe mit ungüstigem Reflektor (Lampenschirm) zum Vergleich nimmt, ist sie genau so hell.

Es gibt Leuchstoffröhren in unterschiedlichen Farbtemperaturen und Lichtfarben.
Kompaktleuchtstofflampen gibt es noch nicht in dieser Vielfalt, noch nicht einmal in brauchbaren Farbtönen und Farbtemperaturen.
Kennzeichnung: http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtstofflampe#Lichtfarbe

Eine Kombination aus Lichtfarbe und Farbtemperatur als Ersatz für Glühlampen gibt es noch nicht.
(Warum? Keine Ahnung, ich dachte auch, die Marktwirtschaft reagiert schneller auf Nachfragen?)

Eine brauchbares LED-Leuchtmittel als Ersatz für eine 60W-Glühlampe kostet um die 30Euro. (Stand 17.05.2010)
Eine Kompaktleuchtstofflampe um die 3Euro.
(Langzeiterfahrungen gibt es noch nicht?)

Wenn man LED-Leuchtmittel kauft, sollte man daran denken, dass diese trotz ihres Preises nur billig verarbeitet sind.
Eine Spannungsspitze im Stromnetz und das war es dann meist schon (Leuchtmittel defekt, weil "Netzteil" ungeeignet).

LEDs gibt es kaltweiß (6500K) und warmweiß (~2700K).
Billige LEDs bringen einen hohen Blauanteil in das kaltweiße Licht (welches immer ganz leicht bläulich wirkt).
Auch der UV-Anteil ist bei billigen LEDs höher und nicht unbedingt gut für die Augen.
(relativ wenig sichbares Licht -> Pupille geweitet -> UV-Licht kann vermehrt in das Auge dringen)

LED-Leuchtmittel (1W) als Ersatz für Halogenreflektorlampen (21W) sind kein Ersatz, wenn es um die Helligkeit geht.
Da kann in irgendwelche Sendungen im Fernsehen (es ging im SWR um ethisch korrektes Leben) sonstwas erzählt werden und auch Elektriker
(die, wenn sie in solchen Fällen zu soetwas raten für mich keine Fachkräfte mehr sind) können erzählen,
was sie wollen.

Und die Lebensdauer?

Narva-Glühlampen aus DDR-Zeiten halten am längsten (keine Ahnung warum, es ist ein Erfahrungswert).
"Neue" Glühlampen halten unterschiedlich lange, kommen an die DDR-Narva aber nicht heran.

Kompaktleuchtstofflampen (ich kaufe keine für ~10Euro) halten nicht so lange wie eine Glühlampe im Schnitt hält.
Wer will, kann ja mal ausrechnen, wie viel eine Kompaktleuchtstofflampe kosten darf, damit sie sich im Vergleich zu einer Glühlampe rentiert.

4000h Betriebsdauer bei ~2x1,5h täglichem Betrieb für eine 11W-Kompaktleuchtstofflampe sind realistisch,
man beachte aber auch den Helligkeitsverlust.
(der fällt auf, wenn man eine gebrauchte Kompaktleuchtstofflampe mit einer unbenutzten Kompaktleuchtstofflampe vergleicht, beispielsweise beim Ersetzen einer defekten)

Den Rest muss jeder selber entscheiden.

Jedes Leuchtmittel für seinen Zweck.






von shianne - am 17.05.2010 15:14
@Tim55000

"Rechnet man mit einem Kilowattpreis von rund 0.10 Euro"

Traumhaft. Welcher Anbieter ???

von hegi_ms - am 18.05.2010 10:32
sind halt Schweizer Preise,
Anbieter: ewl energie wasser luzern
www.ewl-luzern.ch



von Tim 55000 - am 19.05.2010 18:51
An dieser Stelle möchte ich mal ein gutes Wort für Halogen-Glühlampen einlegen.

Versuchsweise haben wir letztes Jahr bei der Arbeit in unserem Blockhüttendorf die ausgelaufenen 100-Watt-Lampen durch Energiesparleuchten ersetzt, und dabei zwei große Mankos festgestellt: Preiswerte Sparleuchten sind nach dem Start teilweise immer noch recht duster, und des weiteren gab es eine hohe Ausfallquote dieser Lampen, da die Gäste (vorwiegend Kinder) die Lampen mit ständigem An und Aus maltretiert haben. Hochwertige, aber zugleich auch hochpreisige Lampen wie die von Osram hielten zwar länger und waren auch gleich nahezu vollständig hell, jedoch sind die Kosten von bis zu 10¤ pro Stück ein heftiges K.O.-Kriterium. Und da kommen die Halogenlampen ins Spiel: Sie machen genau das gleiche warme und natürliche Licht wie klassische Glühlampen, aber kosten hier nur 2,20¤ das Stück. Und das in jeder Leistungsstufe. Dabei verbrauchen diese rund 30% weniger Energie als eine altmodische Glühlampe, sehen in der Lampe montiert deutlich adretter aus als Sparlampen und sind anders als die Sparlampen nicht mit Quecksilber etc. belastet. Im "Wechselbetrieb" (unterschiedlich häufiges Ein- und Ausschalten) haben sich die Halogenglühlampen nach 7 Monaten Testphase als optimale und trotzdem noch recht preiswerte Alltagslösung herausgestellt. Sehr viele dieser Lampen haben den langen dunklen Winter zudem unbeschadet überstanden. Einzig groben Erschütterungen gegenüber sind sie empfindlicher als andere Leuchtmittel.

von Dr. Antenne - am 19.05.2010 20:07
Kurzer Test zum Selbermachen:

Schraubt so eine Energiesparlampe in die Fassung, schaltet ein Mittelwellenradio ein und Ihr hört ein Brummen. Dieser E-Smog durchdringt den ganzen Körper (Ausprobieren!). Zum Vergleich eine Göbellampe: Kein Brummen, halt ein bisschen Wärme die sie absondert.

Für mich sind diese Sparlampen das par exellence-Beispiel für die Volksverdummung.

von Housefieber - am 20.05.2010 17:09
Zitat

Schraubt so eine Energiesparlampe in die Fassung, schaltet ein Mittelwellenradio ein und Ihr hört ein Brummen.

Verschieden.

Zitat

Dieser E-Smog durchdringt den ganzen Körper (Ausprobieren!).

Stimmt, wenn ich mich zwischen MW-Empfänger und Leuchtmittel stelle, ändert sich das Störgeräusch im Radio nicht.:verpiss:

Und jetzt?

Was ich technisch noch loswerden wollte:

Diese Halogenglühlampen sind eine gute Alternative zur Glühlampe.
Man muss ledeglich die höhere Temperatur beachten.
Oder die Hersteller müssten mal auf die Idee kommen, den äußeren Glaskolben teilzuevakuieren.
Das wirkt dann wärmeisolierend.

Was ich noch vergessen hatte:

Wie hell sind denn nun verschiedene Leuchtmittel?

Da sagt die Wattangabe nicht viel.
Wichtiger ist die Angabe des Lichtstromes in Lumen.

Man kann bei üblichen Glühlampen von 10 Lumen pro 1 Watt ausgehen.
Eine 60W-Glühlampe bringt also ca. 600 Lumen.
Dann schaut man sich nach einem geeigneten Ersatzleuchtmittel um.





von shianne - am 20.05.2010 18:00
Beispiele?

Die 11 W-Lampe in meiner Kuechenwandleuchte soll laut Aufdruck 477 lm abgeben. Nicht viel, oder? Dagegen ist die 20 W-Leuchtstoffroehre auch mehr als doppelt so hell. Die 11 W schaffen punktuelle Befunzelung, 20 W von der Decke sind die Erleuchtung.

Die 55 W aus einer H7 in meinem Peugeot sollen je nach Bauart 1000 - 1200 lm abgeben. Das kommt mir sehr viel vor.

von PowerAM - am 20.05.2010 18:10
Zitat

Beispiele?

Siehe Geschäfte.

Nachmessen kann ich es nicht, aber größtenteils stimmt es wohl halbwegs...

Zitat

Die 11 W-Lampe in meiner Kuechenwandleuchte soll laut Aufdruck 477 lm abgeben. Nicht viel, oder?

Eine 11W-Kompaktleuchtstofflampe ersetzt keine 60W-Glühlampe, sondern nur eine 40W-Glühlampe.
Und eine 75W-Glühlampe schon gar nicht (auch wenn mir das ein paar "Grüne" einreden wollen).

Zitat

Dagegen ist die 20 W-Leuchtstoffroehre auch mehr als doppelt so hell.

Eben die Helligkeitsannahme nach der elektrischen Leistungsaufnahme sind der Fehler.

Zitat
Ich schrieb:
Kompaktleuchtstofflampen haben eine geringere Lichtabgabe als Leuchtstofflampen gleicher elektrischer Leistung.
Das liegt daran, dass sie ihr Licht nicht komplett abstrahlen können, weil sie sich durch ihre gebogene Form der Röhre selber im Weg sind.


Außerdem: Alter? Die Helligkeit nimmt ja auch ab.
Reflektor? (ungünstige Lichtverteilung oder gar Absorption können auch Energie verschwenden)
Müsste man genauer nachforschen.

Und dann hängt der Helligkeitseindruck auch mit der Lichtfarbe/Lichtemperatur zusammen.
Die 11W-Kompaktleuchstofflampe hat bestimmt 2700K, die 20W-Leuchtstoffröhre 3400/4000K.
Je weißer das Licht, um so heller erscheint es.
(eine 11W-827er Röhre erscheint mir auch dunkler (funzelig, krank-grau-gelblich) im Vergleich zu einer 11W-840er Röhre (weiß, "Arbeitslicht"))

Zitat

Die 55 W aus einer H7 in meinem Peugeot sollen je nach Bauart 1000 - 1200 lm abgeben. Das kommt mir sehr viel vor.


Ich meinte übliche Haushaltsglühlampen (schon eine 100W-Glühlampe kann 15lm/W bringen).
Eine H7 ist eine Niedervolt-Halogenlampe und auch noch eine spezielle.
Und dann gibt es ja auch Hx-KFZ-Glühlampen, die bis zu 60% mehr Licht bringen sollen...;)
(ohne Überspannung, sonst wäre es zu einfach)
Am herrlichsten sind dann die mit irgendeiner Beschichtung, die ein unregelmäßig gefärbtes rötlich-grünliches Licht abgeben.



Was ich eingentlich ergänzen wollte:

Meine beiden Osram Duluxstar (11W) stören den MW-Empfang in 1,5m Abstand nicht mehr.
Weder brummen noch etwas anderes.
(getestet mit ATS909 über Ferritantenne und Drahtantenne)

von shianne - am 20.05.2010 19:32
Energiesparlampen: Eine 9 W-Isotronic stoert den LMK-Empfang in der ganzen Wohnung. Die ungarische 15 W-Tungsram ist nur im Nahbereich stoerend aufzunehmen. Eine weitere 15 W-Saskalai (aus Finnland) stoert sogar den UKW-Empfang in der Wohnung, LMK ist gaenzlich unmoeglich.

Bei meiner Halogeninstallation im Bad ist's auch mies: Selbst der Ortssenderempfang von Oldiestar ist gestoert. Der 100 W-Trafo sorgt fuer herzerweichendes Jaulen im LMK-Bereich. UKW stoert er nicht.

von PowerAM - am 20.05.2010 19:44
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