Bei uns in Mittelfranken (Nürnberg) gibt es einen sonderbaren Ausdruck für jemanden der schlecht (im Sinne von krank) aussieht.
"Du siehst aus wie der Tod von Forchheim"
Weiss wer wo diese zugegeben alte Redensart herkommt?
auch auf diese frage gibt es eine einfache antwort:
Diese heute noch gängige Redensart, vielleicht in ganz Franken mehr bekannt als in Forchheim selbst, beruht ebenso auf der mittelalterlichen Geschichte Forchheims.
Forchheim war durch die drei Flüsse (Wiesent, Trubbach, Regnitz) immer sehr wasserreich. Als südlichstes Bollwerk des katholischen Gebietes um Bamberg war man natürlich an einer Verteidigung Forchheims sehr interessiert. Also schickte man zu den damals etwa 2000 Einwohner Forchheims noch die "Soldateska", etwa 2000 Soldaten mit ihren Familien. So mußten Forchheimer mit ihren Verteidigern auf engstem Raum zusammenleben, was natürlich Seuchen und Pest mit sich brachte. Der Weiher auf dem heutigen Marktplatz galt ebenso als Seuchenherd
Damals hatte Forchheim also den schlimmen Ruf: wer da hin geht, wird von Krankheiten gezeichnet zurückkehren, falls überhaupt. Und so bezeichnet man heute noch einen krank aussehenden, blassen Menschen mit: "Du siehst aus wie der Forchheimer Tod".
[zitat:
http://www.franken.de/users/WebFO/html/redensarten.html]