Startbeitrag von LeipzigNewsMan74am 06.08.2006 12:33
Warum wird in den meisten Ländern das FM-Band nicht komplett ausgereizt? Die 87,5 und die 108 sind fast überall frei.
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Unter anderen hält sich Italien aber nicht daran, da gibt es auch Stationen auf 87.5 MHz und 108.0 MHz. Das Glück für den DXer . ;)
von faro - am 06.08.2006 12:48
von Ingo-GL - am 06.08.2006 16:53
von Alqaszar - am 06.08.2006 17:49
von Free Speech - am 06.08.2006 17:59
Der FM-Rundfunkbereich geht von 87.5 MHz bis 108.0 MHz. Das bedeutet, dass die Sendesignale der dort sendenden Sender nicht über diesen Bereich hinausgehen dürfen. Und bei einem Sender auf 87.5 MHz liegt eben die Hälfte der Leistung unterhalb 87.5 MHz...
Gerade bei 108.0 MHz ist darüber hinaus in direkter Nachbarschaft der Bereich, der für Lande- und Strecken-Navigation in der Luftfahrt benutzt wird. Nicht umsonst wurde 107.9 MHz in der Vergangenheit sehr zögerlich belegt. Ohne Koordinierung zwischen VOR/LOC und FM-BC gäbe es dort schon massive Probleme.
Sowohl unterhalb 87.5 MHz (BOS) als auch oberhalb 108 MHz befinden sich somit sicherheitsrelevante/kritische Funkdienste. Es erklärt sich von selbst, dass deren Schutz wichtiger ist als ein paar neue Funzeln.
Wobei ich zwecks besserer Versorgung durch DLR/DLF alternativ zu 87.5/108.0 empfehlen würde, ein paar kommerzielle Hotrotation-Sender abzuschalten.. 100.4 MHz fürs D-Radio von der Hornisgrinde hätte z.B. was für sich :-)
von Ulrich Hilsinger - am 06.08.2006 18:10
Das BOS 4-Meterband ist nicht bei 87,5 MHz zuende, sondern bereits bei 87,255 MHz. Somit ist zumindest nach unten noch genug dazwischen frei ...
von WiehengeBIERge - am 06.08.2006 18:12
Im Frequenznutzungsplan der BNetzA, Stand Mai 2006, ist der Bereich 84-87.5 MHz dem mobilen Landfunkdienst und der Bereich 87.5 bis 108 MHz dem Rundfunkdienst zugewiesen. Das geht natürlich nur, wenn beide keinen Sender auf 87.500 MHz betreiben bzw ihre Kanäle schön unter- bzw oberhalb platzieren ;)
von Ulrich Hilsinger - am 06.08.2006 18:14
Nein, eben nicht. Die gesamte Bandbreite eines Senders muss innerhalb des festgelegten Bereiches liegen. Sonst wäre der Bereich ja abhängig vom momentan verwendeten Hub (+-75 kHz). Ein Bereich wird aber unabhängig von gerade geltenden Sendeparametern festgelegt. Daran ist übrigens auch der TV-Kanal E1 im Band I gescheitert: Er hätte von 41 MHz bis 47 MHz nur 6 MHz Bandbreite gehabt. Der Bereich des Bandes I (41...68 MHz) wurde ebenfalls, wie üblich, ohne Rücksichtnahme auf gerade aktuelle Sende-Parameter festgelegt, denn letztere können sich ja schneller ändern.
von faro - am 06.08.2006 19:17
Grund, warum 1L immer noch als quasi Test läuft?
von FM100 - am 06.08.2006 21:38
von Wrzlbrnft - am 06.08.2006 22:32
von Nordlicht2 - am 07.08.2006 09:40
von _Yoshi_ - am 07.08.2006 09:52
@FM 100
Eins Live auf 87,6 in Köln ist ein Platzhalter für einen kommenden Ableger von Eins Live (Gerücht)
von Ingo-GL - am 07.08.2006 10:02
WDR plant Jugendkulturradio; siehe - hier -
von KlausD - am 07.08.2006 10:20
Nein, wieso auch? Nicht mal bei Sendern auf 87,5 würde es zu Problemen im BOS-Funk kommen, denn das 4 Meterband (ich erinnere nochmal daran, dass man Beiträe sorgfältig lesen sollte ;-)) ist bereits bei 87,255 MHz zu ende, selbst mit den "Seitenbändern" eines Rundfunksenders auf 87,5 MHz ist beides noch weit genug auseinander um sich zu beeinflussen. BOS ist zudem noch in FM-Schmal.
Der "komische Dudelton" ist war das Eurosignal (Suchfunktion benutzen, dazu gibt es unzählige Threads)
von WiehengeBIERge - am 07.08.2006 11:05
von andimik - am 07.08.2006 11:28
von WiehengeBIERge - am 07.08.2006 11:30
Genau (max. 60W ERP). Und Betriebsfunk (max. 12W ERP).
von Carsten Steinhöfel - am 07.08.2006 12:15
von Wiesbadener - am 07.08.2006 15:09
Gibt es diesen Reportagefunk eigentlich wirklich noch, bzw. wird das überhaupt noch genutzt? Ich hab vor 15 Jahen mal (vermutlich) so etwas empfangen (ohne zu wissen, was das ist :D), aber das war glaube ich sogar im normalen UKW Band (über 100 MHz)!
Inzwischen überpsielt man doch mit Sicherheit nicht mehr auf diesem Wege, kann ich mir zumindest nicht vorstellen (im TV sind die Feeds ja auch schon seit Ewigkeiten in DVB-S), oder?
von WiehengeBIERge - am 07.08.2006 15:16
von KlausD - am 07.08.2006 15:34
Ich habe es sorgfältig gelesen ;) , aber die Zuteilung beginnt für UKW-Rundfunk genau bei 87.500'000 MHz.
Eurosignal hat sicher nicht im UKW-Rundfunkband gesendet. Der schmale Bereich < 87.500 MHz mag heute vielerorts leer sein, aber umgeteilt wurde er nie.
Das ist genau wie beim 2m-Amateurfunk. Der beginnt bei 144.000'000 MHz und zwar für das gesamte Spektrum einer Aussendung und nicht nur für den Leerträger.
von faro - am 07.08.2006 15:48
Die 87,5 könnte man vielleicht gut von der Zugspitze aus nutzen, mit relativ wenig Leistung (1 - 5 kW), da könnte man darüber beispielsweise Rockantenne aussenden.
von dxbruelhart - am 07.08.2006 16:11
Das können die nicht (und wollen es schon gar nicht, Knappheit lässt sich verwalten), sonst werden internationale Festlegungen (wie die in Genf) offiziell unterlaufen. (Inoffiziell passiert es natürlich, z.B. in Italien). Natürlich wäre dies rein technisch an vielen Orten möglich, aber dann könnte ebensogut z.B. in den Alpentälern der OIRT-UKW-Bereich durch Rundfunk belegt werden. An vielen Orten gibt es ungenutzte Frequenzen, aber die Band-Grenzen sollten klar und eindeutig sein.
von faro - am 07.08.2006 16:21
Auch im Kurzwellenband 11m 25600 kHz - 26100 kHz könnte man UKW-ähnlichen Rundfunk betreiben.
von digifreak - am 07.08.2006 16:37
von WiehengeBIERge - am 07.08.2006 16:40
<a href="http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/8773/435297/Ausreizung+des+UKW-Bandes+_87_5+_+108_.html">Ausreizung des UKW-Bandes (87,5 / 108)</a>