Startbeitrag von pfennigfuchseram 22.06.2011 13:47

Eine gute Nachricht für NRW. Anscheinend strahlt man jetzt DAB+-Programme als TTest auf 11D aus.

Folgende Kennungen konnte ich einlesen:

WDR2
WDR5
Funkhaus Europa
Einslive digi
WDR Event

Bei WDR2 konnte ich ein Musikstück hören, allerdings in Telefonqualität. Sendestandort ist vermutlich Köln.

Empfang reicht stellenweise bis nach Essen.
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Na endlich mal erwische ich auch den Test und kann es ebenso beurteilen.

Ich beschränke mich mal auf einzelne Testprogramme.
WDR 2 96 kbps Mono MP2 - klingt beschissen, trotz mono, was bei Stereo ja 192 kbps entsprechen würde.

Interessanterweise klingt der 1LIVE Test mit AAC 112 kbps genauso beschissen!!
Meine Frau stimmt mir da zu, die gut hörbaren Schlieren in den Höhen sind unerträglich.

Sorry, aber die unanständigen Wörter müssen in dem Zusammenhang auch so ausgeschrieben werden! ;-)

Die große Überraschung für mich ist, dass ich mit dem Klang von 1LIVE auf dem TESTDIGGI-Stream durchaus zufrieden wäre.
96 kbps AAC+

Der momentane Klang vom Funkhaus Europa ist auch unerträglich.
Ich bin mir jedoch auch sicher, dass es nicht nur Effekte von Codec und Bitrate sind.
Der WDR wird etwas mehr probieren, sonst kann es diese Unterschiede nicht so geben.

Sollte der WDR (teilweise) AAC statt AAC+ verwenden, müssten es auch 128kbps sein.
Dann würde es richtig gut klingen. Das wäre mein absoluter Favorit.

Nimmt man AAC+ kann man nie den Klang erreichen, wie bei AAC >127 kbps.
Aber mit 96 kbps AAC+ lässt sichs aber leben, wie ich JETZT finde.
Natürlich muss das Eingangsignal ok sein und alles richtig eingestellt sein.
1LIVE auf dem Test V klingt etwas schlechter, so wie der KiRaKa.

Die Empfangsstärke ist in etwa gleich wie beim DMB-Paket ca. 60-70%.
Die Fehlerrate beträgt bei mir 0.


Nachtrag: 19.08 Uhr:
Jetzt hat sich das Klangbild etwas verändert. Es kann aber auch an den Musikstücken liegen, wo es mehr oder weniger auffällt.
Es ist halt schwer, ohne definierte Testreihen und Quellmaterialien das richtig zu erfassen.
Ich habe jetzt auch keine hochwertigen Kopfhörer angeschlossen, da fällt erstmal das Grobe ins Gewicht, wie die Höhenschlieren schon beim alten MP2-DAB.
WDR2, damit meinte ich vorhin die MP2 K12-Referenz.
WDR2 im K11 klingt gerade noch schlechter.

Nimmt man 96 kbps AAC+ ist es auf jeden Fall aber eine Verbesserung zu allem bisher dagewesenen auf K12.

Warum man Vera weiterhin in MP2 sendet, ist mir ein Rätsel.
Es würde bei halber Bitrate in AAC+ besser klingen und gleichzeitig eben nur die Hälfte verschwenden.
Warum man das heute noch braucht, ist mir natürlich ebenso ein Rätsel.
Wer sich DAB-Technik leistet, hat gewöhnlich auch so etwas wie Navi, TMC o.ä. bereits im Bestand.

Der Witz ist, selbst wenn alle 10 WDR-Programme, die in der Sendertabelle für 11D stehen in 96 kbps senden würden, wäre noch etwas Luft für Dienste übrig.
Vera braucht aber definitiv keine 96 kbps Stereo AAC+

von Matthias K. - am 01.07.2011 16:58
Interessante Grafiken und Fernempfangsmeldungen. ;-)

Ich habe unterdessen noch öfter und länger reingehört und weiter EinsLive zwischen den Streams mit den IDs "TEST 1LIVE" und "TEST 1LIVEDIGGI" verglichen.

Auf Test 1LiveDiggi hört man klar die SBR (Spektralband-Replikation) heraus, so dürfte es sehr sicher AAC+ sein, gesendet mit 96 kbps.

Auf Test1Live hört man genau das nicht, weswegen ich zur recht sicheren Annahme komme, dass es AAC statt AAC+ ist, bei 112 kbps.

Normalerweise nimmt man bei >100 kbps auch kein AAC+ mehr. Andererseits dürften da auch keine großen Unterschiede sein.

Ich runde jetzt mal meine Hör-Erfahrungen etwas detaillierter ab:
Der 112er AAC Stream klingt insgesamt natürlicher und linearer. Die Räumlichkeit und die Nuancen kommen mehr zum Vorschein.
Dafür kann es eher mal dazu kommen, dass Schlieren in den Höhen und schwankende Phasenverschiebungen im Hochtonbereich wahrnehmbar werden.
Diese haben innerhalb den letzten 24h aber deutlich abgenommen.

Der 96er AAC+ Stream klingt relativ sauber, Schlieren, Phasenverschiebungen und ähnliche Effekte treten weniger stark wahrnehmbar auf.
Dafür klingts im oberen Frequenzspektrum unnatürlicher um nicht zu sagen künstlich.
Ausgeprägt ist das nicht, so wird es Lieschen Müller nicht bemängeln.
Etwas Räumlichkeit geht verloren und ingesamt klingt es wie eine dezente Loudness-Funktion.

Brauchbar klingen beide, aber es hinterlässt den Beigeschmack, eine Arbeit exakt zu 95% zu erledigen und die restlichen 5% trotz freier Ressourcen einfach fallen zu lassen.

Ich glaube, der 112er wäre perfekt, wenn es ein 128er wäre, bei ähnlich guter Einstellung.

Der 96er wird bereits jetzt so ziemlich das Maximum herausholen, was mit AAC+ möglich ist.
Perfekt geht es also wohl nur ohne "+", aber das kennen wir bereits von anderen Medien :-x

Aber Achtung:
Die Quelle ist sehr entscheidend.
Auf 1Live laufen Musikstücke, wo man definitiv gar keinen Unterschied raushören kann, andere wo man die Unterschiede gut raushören kann und welche, die auf beiden gleich schlecht klingen.

Spätestens wenn es auch auf UKW genauso schlecht klingt, weiß man, dass wieder ein Produzent oder einer, der das Mastering des Musikstücks durchgeführt hat, keinen Wert auf Qualität legt, taube Ohren hat oder sonst wie schludert.

Das was ich teilweise als Muster bekomme, insbesondere aus den Staaten ist nicht selten so schlecht gemastert, dass ich mich weiger, es zu spielen.

Gerade viele Dance-Pop/Black-House Werke im "David Guetta" Stil klingen oft wie 128 kbps MP3, wo der Encoder wahrscheinlich auf max. Geschwindigkeit, min. Qualität gestellt war, auch wenn sie im Format 320 kbps vorliegen.

Auch starke Verzerrungen werden immer häufiger, da einige bei den Pegeln die "digitale 0" wohl nicht mehr unterschreiten wollen, selbst in ruhigen Passagen :-P



von Matthias K. - am 02.07.2011 13:07
In meinen jungen Jahren hatte mich das Pfeifen eines ungefilterten 19 kHz-Pilottons bei UKW extrem gestört...

Aber zum Thema:
Zwischen 00:00 und 01:00 Uhr hatte ich den Mix bei "1LIVE Klubbing" aufmerksam auf "TEST 1LIVE" verfolgt und kann nur sagen, dass die 112 kbps verdammt gut geklungen haben - ob es nun AAC oder AAC+ war sei mal dahin gestellt.
Bei 96 kbps AAC+ muss man zwar ein paar hörbare Abstriche machen, aber im Gegensatz zu den Bitraten, die die Privaten im Bundes-Mux haben werden, immer noch auf Augenhöhe mit FM Stereo.

Sollte der WDR 2 Programme in MP2 "weiterlaufen" lassen, wären die 64 kbps von VERA zu verschmerzen, da hier der Klang keine Rolle spielt, aber für alte DAB-Autoradios zumindest ein letzter inhaltlicher Mehrwert (auch in Zeiten heutiger Navis mit TMC immer noch ein Vorteil, wenn man sich schnell mal einen Überblick über die Stau-Situation in NRW machen möchte).
Für WDR 2 - anscheinend der zweite Kandidat - sollte man mindestens 160 kbps spendieren (so wie es die D-Radios im Bundes-Mux machen), besser wären natürlich 192 kbps, um die Qualitätsansprüche an ein Musikprogramm zu erfüllen.
Die benötigte Bandbreite könnte man leicht schaffen, wenn "1LIVE diggi" wegfallen würde, denn eine Dauer-Musikschleife hat keinen Mehrwert. (Es handelt sich ja eh um kein zugelassenes Hörfunkprogramm.)

Überhaupt sollte die Audioqualität im Vordergrund stehen, wobei sprachlastige Programme zugunsten der Musikprogramme durchaus auf 96 kbps AAC+ oder sogar weniger beschränkt werden können.

Hoffentlich lernt der WDR auch endlich, die Bitrate von "WDR Event" dynamisch zu nutzen, damit nicht wie heute auf K12D konstant 80 kbps für Stille verschwendet werden.

Zum Thema Empfang:
Seit gestern Mittag habe ich neben meinem stationären Onkyo UP-DT1 auch ein Sangean DPR-34+ ("Miniradio") im Einsatz.
Auf abendlicher Fahrt vom Nordwesten Kölns nach Bonn-Hardtberg hatte ich das Gerät innen an der Fahrertür befestigt (also keine optimale Empfangsposition), um den Empfang auf K11D zu verfolgen. Auf der Strecke gabe es nur zwei kurze Aussetzer, und zwar auf der A565 unter den Brücken in der Senke bei der AS Bonn-Poppelsdorf.
Zuhause innerhalb der Wohnung bei Empfang über Kopfhörer gibt es auch nur ganz wenige Stellen mit kurzen Aussetzern, oft wird sogar volle Signalstärke angezeigt.
Interessanterweise gibt es stärkere Probleme im Umfeld des PC, wenn dieser eingeschaltet ist. Starte ich dann noch den eingebauten DCB-C-Tuner (über das "Windows Media Center") wird der Empfang schwierig.

Was mir noch nicht so ganz klar ist:
Kommt die aktuelle Testausstrahlung vom Colonius oder schon vom zukünftigen, niedrigeren K11D-Standort Kölnturm?

von DigiBC - am 02.07.2011 15:21
Zitat
Manfred Z
So einfach ist das nicht mit AAC und AAC+. Es gibt drei Varianten:

AAC für hohe Bitraten
HE AAC v1 (AAC+) für mittlere Bitraten (etwa unterhalb von 96 kbps)
HE AAC v2 mit SBR für besonders niedrige Bitraten

Fast richtig ;)
LC AAC kann man wie auch LD AAC und Main Profile AAC mit allen Bitraten nutzen.
HE AAC V1 ist immer mit SBR. HE AAC V1 wird normalerweise im Bereich von 48 - 64 kbps verwendet. Über 64 kbps bringt SBR keinen Vorteil mehr und LC AAC klingt in der Regel besser. Ich habe mal vor einiger Zeit den 3ggp AAC+ Floatingpoint Encoder so "aufgepimpt" das er bis 88 kbps encodieren kann - aber es klingt wie gesagt schlechter als LC AAC. Der WinAmp Encoder kann SBR auch bei noch höheren Bitraten nutzen. Einige Audiophile schwören darauf, weil man damit dann auch die Höhen hören kann die es wegen der Nyquist Frequenz nicht mehr auf die CD geschafft haben ;)
HE AAC V2 ist immer mit SBR und Parametric Stereo. V2 wird normalerweise bei Bitraten unter 48 kbps genutzt. Hier wird aus einem Monosignal mittels einem zusätzlichem Datensignal ein Pseudostereo erzeugt. Dabei wird auf Frequenzen über 2 kHz die Phasenlage geändert um den Stereoeffekt zu simulieren. Da das zusätzliche Datensignal kaum Platz im Datenstrom wegnimmt, ist der klangliche Unterschied zu Mono gering, man hat aber als Bonus etwas was entfernt wie Stereo klingt.

Auf der Encoderseite kann man viel basteln da der AAC Standard Raum läst was erlaubt ist. z.B. muss man PNS (Perceptual Noise Substition) nicht unbedingt nutzen. PNS ersetzt "rauschende" Elemente wie Cymbals und Hi Hats durch einen einen simplen Datenstrom. Das Rauschen wird dann künstlich wieder im Decoder erzeugt. Bei niedrigen Datenraten kann AAC dadurch überraschend gut klingen, bei höheren Datenraten ist PNS dagegen eher ein Nachteil,da nimmt das original Rauschen keinen unnötigen Patz weg und klingt besser.

Zitat
Matthias K.
Vera:
Aber warum dann nicht 32 kbps AAC+ mono?

Vermutlich damit die Leute mit ihren alten DAB Autoradios ihn weiterhin empfangen können. Bei Verkehrsnachrichten ist der Klang nebensächlich, hier geht's eher darum daß möglichst viele den Sender hören können, eine Stau umfahren und dadurch dafür sorgen können daß dieser nicht noch länger wird.

von Mr. DABelina - am 02.07.2011 15:49
Heute habe ich nochmal ausgiebig den Empfang des Kölner Testpakets im südlichen Bochum getestet. Fazit: Im städtisch bebauten Gebiet (bis auf eine Ausnahme) keine Chance. Ein stabiles Audiosignal gab es nur an wenigen Stellen, die Richtung Süden exponiert und einigermaßen frei liegen. Ich hätte zwar noch weiter nördlich und inmitten der Bebauung weitere Tests machen können, aber nach den bereits gesammelten Erfahrungen hätte es dort sehr wahrscheinlich auch nicht für ein Signal gereicht.

Ich habe die Empfangspunkte meiner bisherigen Tests in eine Karte als farbige Punkte eingetragen, ergänzt um die Angaben der dortigen Höhe über NN:
rot: kein Empfang / orange: nur Uhrzeit eingelesen, aber keine Audiowiedergabe / grün: Audiowiedergabe möglich, vielerorts allerdings mit Aussetzern
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Und so sieht Radio Mobile die Sache. Nach meiner Erfahrung ist Empfang an der Teleskopantenne erst ab bzw. knapp unter dem grünstichigen türkisfarbenen Bereich möglich (nach der Karte also ab >= 44 dbµV/m).
Detailkarte für die Region zwischen Köln und dem südlichen Pott:
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Grobe Übersichtskarte für den Radius 150 km rund um Köln. Interessanterweise liegt Ootmarsum weit außerhalb des errechneten Empfangsgebiets, da muss Jassy also schon eine sehr gute Yagi im Einsatz haben, oder ich unrealistische Angaben für die Berechnung ;)!
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Alle Graphiken enthalten Kartenmaterial unter Creative Commons BY-SA 2.0-Lizenz von openstreetmap.org.

von Thomas R. - am 02.07.2011 18:43
Mit Hörtests tue ich mich immer etwas schwer. Aber dennoch, oder gerade deswegen, finde ich sie recht spannend. Dröseln wir zuerst mal deinen Hörtest etwas auf...

Was war denn dein Ausgangsmaterial? Also ich meine welches Musikstück und welches Sprachsample?

Welche Encoder hast du benutzt?

Ich benutze normalerweise immer den Nero AAC CODEC. Der QTAAC Encoder soll zwar angeblich ein bisschen besser sein aber ich persönlich finde beim Nero Encoder wirken die Höhen im "+" Modus nicht gar so künstlich. Den 3gpp Encoder habe ich leider nicht zur Hand. Diesen würde ich auch gerne mal testen.

Was den MP2 Encoder angeht bin ich hin und her gerissen zwischen tooLame und twoLame. Manchmal klingt der eine, mal der andere besser. Aber keiner von beiden kommt an einen guten Hardwareencoder heran. Der einzige Encoder der das angeblich locker kann wäre der vom Fraunhofer Institut der in manchen professionellen Audiotools integriert sei. Leider steht mir dieser Encoder nicht zur Verfügung.

Warum zwingst du LAME im Stereomodus zu arbeiten und verwendest kein JointStereo? Das bei LAME verwendete MS JointStereo arbeitet vollkommen verlustfrei und bringt, von ein wenig mehr Prozessorlast beim abspielen, nur vorteile. Lediglich ältere MP3 Encoder (FhG oder Xing) und MP2 benutzen IS JointStereo das zwar etwas mehr Bitratenersparnis bringt, allerdings auch verlustbehaftet ist.

Bei DAB(alt) wurde meines Wissens als höchste Datenrate 192kb/s festgelegt. Man wollte so die Kosten für die Empfängerchipsätze niedriger halten weil höhere Datenraten auch mehr Prozessorleistung und vor allem mehr RAM Speicher fordern. Die ersten DAB Empfänger konnten auch tatsächlich keine Programme mit mehr als 192kb/s wiedergeben.

Viele Leute, auch hier im Thread, schreiben immer wieder das für Sprache auch niedrigere Datenraten ausreichen würden. Ich finde das ganz und gar nicht. Man kann das sehr gut bei DKultur nachhören. Das geschepper und gerassel, vor allem bei sonoren Männerstimmen, finde ich grausam. Wenn dann Musik gespielt wird fallen die Kompressionsartefakte gleich viel weniger drastisch auf weil sie zum Teil auch gleich wieder von anderen Tönen verdeckt werden.

Ich tue mich aktuell noch etwas schwer die Testausstrahlungen des WDR als Klangreferenz für künftige Ausstrahlungen herzunehmen. Ich kann mich da an aufnahmen aus der Schweiz erinnern die mit ihren 64kb/s AAC+ besser klangen als das was der WDR als 96kb/s AAC+ raushaut. Ich befürchte das wir erst realistische Aussagen zur möglichen Klangqualität machen können wenn DAB+ in den Regelbetrieb gegangen ist. Wir wissen ja zum Beispiel auch gar nicht ob das Audiosignal was der WDR durch den AAC Encoder schickt nicht schon aus einer komprimierten Quelle stammt. "Für Reichweitentests und um zu schauen ob alles richtig verkabelt ist wirds schon reichen."

Bei Hydrogenaudio wurde mal eine Zeit lang darüber diskutiert ob man bei 96kb/s AAC oder AAC+ verwenden soll. Für manche klang das leicht dumpfere AAC angenehmer als das "künstlich angehauchte" AAC+. Über 96kb/s war man sich aber vollkommen einig das man das "+" abschalten sollte. Selbst wenn vereinzelte Encoder das noch zulassen würden obwohl es gegen die Norm ist.

von Spacelab - am 03.07.2011 16:19
Für MP3, AAC und AAC+ nehme ich bei Tests immer den Winamp Shoutcast DSP.
Für andere Zwecke diverse Tools von www.doom9.org.
Aber das tut eigentlich nichts zur Sache.
Bei DAB kommt es auf die verwendeten Hardware-Encoder und deren Settings an.

Mit Shoutcast hörte ich ja keinen bemerkenswerten Unterschied mehr zwischen 112 und 128 kbps.
Mit dem Nutzdatenverlust durch Fehlerschutz bei DAB habe ich ja jetzt eine Erklärung dafür, dass es da sehrwohl dann einen großen Unterschied gibt, denn ziehe ich die 11% ab, ist der Unterschied auch beim PC wieder da.

Bei Lame MP3 hatte ich irgendwann festgestellt, dass ich mit den Settings
--alt-preset insane (Grundlage)
und den Erweiterungen -q=2 -m=s
eine akkustisch perfekte Grundlage, quasi kein Unterschied zur CD geschaffen habe.
Keine Ahnung woran es liegt. Auch Stereo statt JointStereo scheint mehr Stereo- und Surroundinformationen (Phasenvariationen) zu erhalten.

Letztendlich ist es bisher der einzige Encoder und die einzige Einstellung, wo ich es im Blindversuch nie schaffe, das Ausgangsmaterial von der CD zu unterscheiden.

Selbst wenn ich es zu VBR oder ABR mit maximum Q umstelle, ist es nicht mehr so ideal, wie mit meinen Settings.

Das ist natürlich alles subjektiv und mein Unterbewusstsein hört sicherlich auch mit.
Aber auch ich verwende diese Einstellung nur für besondere Stücke.
So manch Archivierung die ich mache, läuft mit cbr 160.
Das klingt übrigens auch noch deutlich besser als MP2 192kbps.


P.S.: Ich finde die Diskussionen, Sprache vs. Musik, Klassik vs. Rock auch immer müßig.
Alles kann gut oder schlecht klingen. Warum sollte Musik A für Geschmack A auch anders bewertet werden, als Musik B für Geschmack B.

Natürlich macht sich eine zu geringe Datenrate auch bei Sprache bemerkbar.
Rock klingt bei schlechter komprimierung z.B. schlechter als Pop.
Immer, nein, nicht immer.

Nun müssen wir aber zugeben, dass die 2 Minuten Verkehrsinfo auf Vera auch ruhig schlecht klingen dürfen.
Wenn ich aber einem interessanten Beitrag auf D.Radio.Wissen lausche, dann darf es aber auch wenigstens so klingen, dass ich dabei nicht immer nach Ohr-Wattestäbchen suche oder schaue, ob wirklich kein Bacardi in der Cola ist.


von Matthias K. - am 03.07.2011 16:38
Dank Eurer Empfangsberichte und Infos (speziell inblubb!) habe ich die Karte nun etwas besser an die Realität für DXer anpassen können. Beim letzten Mal habe ich mit 20 dBµV/m als Mindestfeldstärke gerechnet. Um jedoch die ersten versorgten Punkte auf Jassys Kuiperberg hinzubekommen, musste ich diese Feldstärke auf 6 dBµV/m absenken! Als Vergleich: Ein UKW-FM-Signal, an einer Teleskopantenne empfangen, wird ab etwa 14 dBµV/m verständlich.
Ich habe die Farben der Versorgungsbereiche etwas angepasst, ab dem saftigen Grün sollte Empfang an der Teleskopantenne problemlos möglich sein, im hellgrünen Bereich ist's sehr von genauer Lage und Empfänger abhängig. Hellblau scheint für empfindliche Empfänger auch noch möglich zu sein, z.B. portabel bei inblubb, auf der Karte beim "d" von Coesfeld. Die anderen Blautöne sind was für Yagi-Freunde.

Die Karte mit 350 km Radius um Köln. Zur Feier des Tages mal in hoher Auflösung (Klecksgröße 1 Pixel) gerechnet:
forumimage
Der Empfang um Eslohe herum bleibt sehr erstaunlich, ist aber vielleicht leichtem Tropo geschuldet.

Außerdem: Essen Dortmund ist fertig! Die um den Bundesmux bibbernde OWL-Fraktion erbat ja eine Karte für den baldigen Senderstandort Dortmund-Florian. Demnach ist bis zum Teutowald bzw. Eggegebirge außer um Paderborn herum mit miesem Empfang, aber stationär mit guten Geräten am Teleskopstab wohl gerade so möglichem Empfang zu rechnen. Dahinter ist Sendeschluss.
Nach Durchsicht der Senderphotos habe ich keinen Schimmer, wo man in Dortmund die DAB-Antenne hinknoten will, so viel Platz ist da ja nicht und unter'm Zylinder steckt ja wohl schon DVB-T. Ich habe daher einfach mal mit der Antennenhöhe von Radio 91,2 sowie 10 kW ERP gerechnet. Diese Karte hat wieder nur eine Klecksgröße von nur 2 Pixel, damit meine 2 GHz-Rechenanlage von 2007 noch heute damit fertig wurde ;).
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Alle Graphiken enthalten Kartenmaterial unter Creative Commons BY-SA 2.0-Lizenz von openstreetmap.org.
Zitat
Karl Kaiser
062km 04EL Japhi, Bochum (vergleichsweise hoher Aufwand - aber Bochum-Stadt liegt mit nur 080mNN extrem ungünstig.)
057km Auto robin1990, Bochum-Süd (~185mNN entsprechend der Karte von Thomas R.)

Na, BO-Wiemelhausen liegt schon recht günstig. 100 m ü. NN sind's da mindestens. Ich schätze hingegen, dass in der Innenstadt außer mit Yagi auf dem Dach kaum Empfangschancen bestehen.


von Thomas R. - am 04.07.2011 19:45
Wdr2 in 112kbps JointStereo MP2 war auch ein wahrer Albtraum!
Dann lieber so.

Dennoch hätte das Ensemble genügend freie Kapazitäten, um fast alle in AAC 128 zu senden, den Rest in AAC+ 96.
Aber man muss ja auch experimentieren.
Nur MP2 oder Mono hat auf einen neuen DAB+ Mux überhaupt nix mehr zu suchen!
Dafür gibt es den 12d, und wie aussieht auch noch eine Weile nach dem 1.8.


Nach meinen letzten Erkenntnissen - Korrigierter Vorschlag zur Ensemble-Belegung NRW ab dem 01.08.2011

Auf 12D verbleiben*:
1.) WDR2 - MP2 - 192 kbps - Stereo
2.) Vera - MP2 - 64 kbps - Mono
3.) Deutschlandfunk - MP2 - 192 kbps - Stereo
4.) Deutschlandradio Kultur - 192 kbps - Stereo
5.) DRadio Wissen - 160 kbps - Stereo
6.) Domradio - 192 kbps - Stereo

Auf 11D kommen:
1.) Eins Live - AAC - 128 kbps - Stereo
2.) Eins Live diggi - AAC - 128 kbps - Stereo
3.) WDR3 - AAC - 128 kbps - Stereo
4.) WDR4 - AAC - 128 kbps - Stereo
5.) WDR5 - AAC+ - 96 kbps - Stereo
6.) KIRAKA - AAC - 128 kbps - Stereo
7.) Funkhaus Europa - AAC+ - 96 kbps Stereo
8.) VeRa - AAC+ - 32 kbps - Mono
9.) WDR Event - 96 kbps - Stereo
+ freie Wahl

Nur wenn der WDR Kapazitätsprobleme bekommt, wegen zu vieler Datendienste, kein WDR in 12D oder womöglich doch D-Radios auf 11D könnte man hier 5, 7 und 9 auf 64 kbps sowie 4 und 6 auf 96 kbps reduzieren. Sonst passt´s doch so prima!

* So lange der K12 - 12D noch läuft, braucht er nicht mit 1-4 Programmen
brach liegen.
Und wenn er an ist, hat das gesamte Ensemble die gleichen fixen kosten wie
vorher, egal ob 1 oder 8 Programme drauf sind, egal welche Bitrate, da
könnte man aus Kulanz und vorhandenen Platz auch zum gleichen alten Preis die
maximale Datenrate anbieten, bzw. z.B. Domradio sie nutzen.

Insgesamt ist Qualität sehr wichtig, Qualität, die von den Kommerziellen im
Bundesensemble weniger geboten wird. Das kann ein Alleinstellungsmerkmal von
NRW und dem WDR werden.

Der Kanal 12D muss auch erst abgeschaltet werden, wenn er denn mal für das
Lokalensemble Düsseldorf gebraucht wird.
Sobald die Lokalensembles starten, sollte auch WDR2 mit seinen Lokalfenstern
dort hinein verschoben werden.
Für Programme wie Domradio sollte dann der 2. Landesmux 9A gestartet und für
weitere Programme ausgeschrieben werden.
Der Verbleib von Domradio nach zukünftiger Abschaltung von 12D ist ja noch nicht geklärt, oder doch?


von Matthias K. - am 05.07.2011 16:31
Zitat
Auch müsste man sich fragen ob man für Bundestagsdebatten oder Fußball wirklich 96kb/s Stereo braucht.


Da haben wir wieder die Diskussion, Sprache vs. Musik, Klassik vs. Modernes.

Echte Höhen (AAC vs. AAC+) und/oder klare Höhen ohne digitale Phasenschieber (bester Vergleich ist eine Kassette im Tape-Deck bei nicht optimal eingestellten Lesekopf) ist immer ein Wunsch eines audiophilen Hörers, egal welche Musik er hört oder auch wenn er Sprache hört.
Es sollte immer klar und natürlich klingen.
Auch Sprache muss sich nicht so anhören, wie die Kassette, die zu lange auf nen Magneten lag.

Deswegen sollte das Ziel sein, immer mit 128 kbps AAC zu senden, anstatt mit 64kbps AAC+.
96 kbps AAC+ ist ein Kompromiss, den man vereinzelt machen kann, wie z.B. bei WDR5.
Vielleicht auf 64 kbps, wenn man sparen MUSS.
Und auch WDR5 bringt Hörspiele und Musik, wenn die Schwerpunkte auch woanders liegen.

Man könnte jetzt auch fragen, warum Kika und 1LIVE mit 128kbps AAC und WDR4/5/FE mit 96 kbps oder sogar nur 64?

Ganz klar, wer wird mehr von den Frequenzen 11-22 kHz hören?
Die Hörer "jünger als 20" oder die Hörer "älter als 40" ?
(Ausnahmen bestätigen die Regel, natürlich!)

Als Kind wusste ich schon im Treppenhaus meiner Eltern bescheid, dass der Fernseher läuft, selbst wenn der Ton aus war, nur wegen des Ultraschall-Pfeiffens.
Davon würde ich heute nichts mehr mitbekommen, es sei denn die alte Röhre (Spulen) wären extrem am Piepen.

Anders ausgedrückt, wenn selbst ich noch von so manch negativen Klängen genervt bin, die angeblich "ok" sein sollen oder sogar gelobt werden, was soll dann erst ein heranwachsender sagen?

Die Jugend braucht eh keine Qualität?
Man könnte auch sagen, die Jugend legt immer weniger Wert auf Qualität, weil sie mit Qualität kaum konfrontiert wurde - weil sie mit minderwertiger Qualität so lange geimpft wurde, bis sie es toll fand.



von Matthias K. - am 05.07.2011 17:44
Jassy:
Zitat
Also, ich finde das 96kbps AAC+ absolut ausreicht für ein Mobilen Empfang


Ich glaube auch, dass es einer einfachen Mehrheit reichen wird, sonst wäre ja auch der Bundesmux schon vorher fast zum Scheitern verurteilt.

Andererseits muss man sich einfach fragen, ob man kurz vor der Perfektion einen Schritt zurück machen sollte.

Beispiel:
Dir wird ein Haus für 150000 Euro Angeboten, mit Mängeln die mit 10000 Euro beseitigbar sind.
Dann bietet Dir jemand ein Haus an, welches nur 149000 Euro kostet, mit den gleichen Mängeln aber geringfügig weniger schön.
Als letztes wird Dir ein Haus für 159000 Euro angeboten, welches perfekt und mängelfrei ist.
Welches nimmst Du?

Ich nehme mal an, letzteres.
Im übertragenen Sinne habe ich jetzt a) 112 kbps AAC und b) 96 kbps AAC+ und c) 128 kbps AAC aufgezählt.

Die Mängel bei AAC+ 96 und AAC 112 sind gering, aber da und es sind verschiedene, bei beiden nicht die gleichen.

Weiter oben (bzw. in den Seiten vorher) habe ich mal eine Art Zeugnis für die Übertragungsarten erstellt, gucke es Dir mal an.

Ansonsten empfindet und hört jeder anders.
Es ist die gleiche Diskussion wie bei HDTV vs. SDTV, nur eben auf die Akkustik bezogen.
Der eine sagt: "Wahnsinn, der gigantische Unterschied, das schöne Bild", der andere: "Wo ist da bitteschön ein Unterschied?".

Auf der Arbeit kam ein Kollege aus dem Versand auf mich zu, er könnte die Druckvorschau so schlecht erkennen.
Ich schaute mir das an uns sah selbst einen vermatschten Haufen.
Ich brauchte mich nicht lange zu wundern, bei dem verwaschen Bild auf allen Anwendungen, sondern kam direkt darauf, dass die native Auflösung "1280*1024" des 19" 4:3 LCD-Monitors nicht eingestellt war.
Ich stellte sie ein und ein weiterer Kollege sowie ich stießen direkt die Laute aus: "Man, kann das gut aussehen. Jetzt ist´s ja richtig scharf und die Vorschau ist auch perfekt zu lesen".

Die Reaktion des betroffenen Kollegen: "Jetzt ist es ja noch unschärfer, das kann ich nicht mehr lesen. Lieber wieder zurückstellen, auf 1024*768".
Da sorgten seine Augen für mehr Unschärfe, als die Interpolation des Monitors.
Ja, er trug schon eine Brille und dennoch...

Unsere Augen sind nicht alle gleich, genauso wenig wie unsere Ohren und unser Empfinden.
Natürlich hängt es auch vom Equipment ab. Empfänger, Verstärker, Lautsprecher, Kopfhörer...
Ein kleiner Quäker bringt selten feine Unterschiede zum Vorschein.
Oder wie war das mit HDTV auf der 36er-Röhre?

von Matthias K. - am 06.07.2011 16:14
Bei PC-Tests bitte die Fehlerschutzrate abziehen.

Wir müssen bedenken, dass 112 kbps AAC auf DAB im Prinzip 96 kbps AAC entspricht.
Ähnlich 128 zu 112.

Zitat
Du darfst auch nicht vergessen das man hier einen Spagat zwischen Auswahl und Klangqualität machen muss. Die breite Masse schaut erstmal ob auch interessante Programme dabei sind und vor allem wie viele. Und umso mehr Programme OnAir sind umso größer die "Geschmackstrefferquote".


Nein, das vergesse ich nicht, für einen Privatmux (NRW Ensemble 2) und das Bundesensemble setze ich andere Maßstäbe an.
Beim WDR-Mux passt jedenfalls alles vollständig auch in HQ rein.
Das war vorher in MP2/12D nichtmals in LQ möglich!

112 kbps (real 99 kbps) AAC sind nach meiner heutigen Ansicht nichts Halbes und nichts Ganzes.
Statt 2 Programme mit 112 würde ich z.B. lieber Auswählen: 1 Programm 96, 1 Programm 128.

Ansonsten stelle ich immer wieder fest, dass so starre Beispiele überhaupt nichts bedeuten.
Man muss schon über einen längeren Zeitraum mit verschiedenen Musikstücken, Jingles usw. zuhören.

Zu stark sind die Unterschiede bei den verschiedenen Quellen!
Und wieder mal auffällig: Vorhin wunderte ich mich bei TEST1LIVE bei einem Song, dass es sich so mies anhörte. Dann schaltete ich auf UKW und hörte das gleiche Miese. Da war es wieder eine schäbbige Produktion. Also diese Beispiele muss man natürlich rausnehmen.
Man weiß als Hörer nicht, in welchem Quellformat ein Song vorliegt und ob es bereits reencoded wurde - wie war das erste Encoding ?!?

Andererseits könnte selbst so etwas wie AAC 128 kbps schon der Spagat für mobiles Radio sein, wenn man bedenkt, dass stationär heute gerne schon mehr gefahren bzw. benutzt wird.
iTunes hatte vor einiger Zeit von 128 kbps AAC auf 256 kbps AAC umgestellt.
Einige Leute beschweren sich bei den WRN/WAO-Radios, 128 kbps (real) MP3 und alternativ 80 kbps (real) AAC+ wären zu wenig.
Sie wünschen sich 128 kbps AAC (entsprächen 142 kbps AAC bei DAB+) oder 192 kbps MP3.


von Matthias K. - am 06.07.2011 16:57
Zitat
Funkohr
Ich habe mir einen Sangean DPR-69 zugelegt und kann folgende Empfangsmeldung ergänzen:

11D: Inhouse im Erdgeschoss überall empfangbar, an vielen Stellen mit Empfangsstärke-Vollausschlag,
auch im Keller fast überall Empfang möglich, man kann dort den DPR-69 auch auf den Fußboden stellen und es klappt noch.

12D: Schlechter als 11D, Inhouse im Erdgeschoss an vielen Stellen hart an der Grenze, geht aber meist gerade noch so. Im Keller Empfang nur an wenigen Stellen.

(Standort 44km südöstlich vom Kölnturm mit fast freier Sicht,
22km östlich vom Venusberg mit dem Siebengebirge dazwischen)


Bei uns in nur 10km vom "300m"-Colonius, aber gegenüber Buchholz ohne Sicht im umbauten Erdgeschoss
ist es ähnlich - nur dass das 10kW-Signal vom "200m"-KölnTurm bis auf wenige Grenzsituationen kaum besser ist
als das 01kW-Signal vom sehr günstigen Rundum-SFN (... Bonn-Köln-Witzhelden-Langenberg...) - auch im Keller.

Auch auf der nahen Terrasse eines Bootshauses am Rhein, die vom KölnTurm stark abschattet ist,
aber zum Venusberg und nach Witzhelden vermutlich Sichtverbindung hat, waren beide Sender
mit vergleichbar hohem Signalpegel fast BER-fehlerfrei mit der Teleskopantenne zu empfangen.

Unterwegs in und um Köln war diese Empfangssituation ebenfalls im Auto (sogar ohne Außenantenne)
und auch in der Innenstadt mit dem Fahrrad nicht anders - das "alte SFN" erwies sich als verblüffend leistungsfähig.

In Buchholz müßte doch auch DAB vom Kühkopf aus etwa 42km trotz Richtstrahlung Süd
(und nach Abschaltung vom nahen Linz) noch reinkommen - wie gestern Nacht in Ottoherscheid
auf vergleichbarer Höhe von 267mNN...


von Karl Kaiser - am 06.07.2011 18:24
Gerade komme ich vom Haushügel zurück und bin ziemlich begeistert. Wenn jemand von Euch die Möglichkeit hat, die Streams direkt digital (zur Not analog und als WAV/FLAC) mitzuschneiden, sollte er das unbedingt mal machen. Diese Testschleife ist so liebevoll zusammengestellt, dass sie sich geradezu ideal eignet, um die klanglichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Kodierungen herauszuhören. Da haben wohl die Techniker derzeit gänzlich freie Hand und dürfen ausnahmsweise nach wissenschaftlichen(!) Kriterien testen. Zumal das Signal linear klingt, also nicht durch Soundprocessing verhunzt ist. Bevor der Regelbetrieb kommt, bei dem die Techniker üblicherweise leider nichts mehr zu sagen haben und stattdessen die BWL-Fuzzies Form und Inhalt ruinieren, kann man nur jedem Interessierten empfehlen, da mal reinzuhören.

Die Schleife ist grob geschätzt 12 Minuten lang und die Samples dauern etwa zwischen 20 und 40 Sekunden. Genauer kann ich es nicht sagen, ich stand mitten im dunklen Wäldchen. Sehr passend, dass in einem Sample irgendwo ziemlich gruselige Geräusche gespielt werden...

Inhaltlich ist die Schleife durchaus skurril. So wird z.B. das WDR 2-Regionalbett blank gespielt, der Closer vom WDR 3-Zeitzeichen ist blank zu hören, aber auch das Ramsey Lewis Trio mit Wade in the Water fehlt natürlich nicht.

Mit der Füll-/Endmusik des WDR 3-Klassikforums (Mozart) gibt es auch eine verrauschte Aufnahme. Da könnte man testen, wie sich das Rauschen bei den verschiedenen Codecs auswirkt. Die Moderation über Bio-Klamotten ist von 1LIVE übernommen, hat also ein Musikbett. Auch da wäre ein Vergleich interessant. Die vielen Jazz-Ausschnitte sollten sich auch perfekt für Klangtests eignen. Mit Topknot von Cornershop beweist man zudem speziellen, sympathischen Musikgeschmack. Sogar ein persischsprachiger Song ist dabei. Und dass man einen Nachrichtenausschnitt aus einer Zeit sendet, als der WDR noch echte Nachrichten brachte, stimmt mich ein wenig versöhnlich (Kooperationsvertrag WDRWAZ, Wetter).
Die lesen hier bestimmt längst mit und vielleicht können wir die zukünftigen Parameter doch ein wenig mit beeinflussen. Diese Sache ist jedenfalls ganz klar als ein großer Klangtest ausgelegt! Zum Klang selbst kann ich wenig sagen, ich hatte keinen hochwertigen Kopfhörer dabei, meine aber, immer noch einen Unterschied zwischen z.B. TEST FHEUROPA und dem perfekten TEST WDR2 gehört zu haben. TEST VERA klingt natürlich völlig mies, auch bei TEST KIRAKA war der erste Eindruck schlechter als bei TEST FHEUROPA. Ein Blindtest ging unter meinen Empfangsumständen aber leider nicht, somit ist das also vielleicht psychologisch bedingt. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass TEST 1LIVE etwas schlechter empfangbar war als die anderen genannten Programme, obwohl der Protection Level gleich sein soll. Das Ensemble an sich war genauso stark wie letztes Wochenende, also vermutlich weiterhin 10 kW.


von Thomas R. - am 08.07.2011 22:55
Zitat
Thomas R.
Gerade komme ich vom Haushügel zurück und bin ziemlich begeistert. Wenn jemand von Euch die Möglichkeit hat, die Streams direkt digital (zur Not analog und als WAV/FLAC) mitzuschneiden, sollte er das unbedingt mal machen. Diese Testschleife ist so liebevoll zusammengestellt, dass sie sich geradezu ideal eignet, um die klanglichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Kodierungen herauszuhören. Da haben wohl die Techniker derzeit gänzlich freie Hand und dürfen ausnahmsweise nach wissenschaftlichen(!) Kriterien testen. Zumal das Signal linear klingt, also nicht durch Soundprocessing verhunzt ist. Bevor der Regelbetrieb kommt, bei dem die Techniker üblicherweise leider nichts mehr zu sagen haben und stattdessen die BWL-Fuzzies Form und Inhalt ruinieren, kann man nur jedem Interessierten empfehlen, da mal reinzuhören.

Die Schleife ist grob geschätzt 12 Minuten lang und die Samples dauern etwa zwischen 20 und 40 Sekunden. Genauer kann ich es nicht sagen, ich stand mitten im dunklen Wäldchen. Sehr passend, dass in einem Sample irgendwo ziemlich gruselige Geräusche gespielt werden...

Inhaltlich ist die Schleife durchaus skurril. So wird z.B. das WDR 2-Regionalbett blank gespielt, der Closer vom WDR 3-Zeitzeichen ist blank zu hören, aber auch das Ramsey Lewis Trio mit Wade in the Water fehlt natürlich nicht.

Mit der Füll-/Endmusik des WDR 3-Klassikforums (Mozart) gibt es auch eine verrauschte Aufnahme. Da könnte man testen, wie sich das Rauschen bei den verschiedenen Codecs auswirkt. Die Moderation über Bio-Klamotten ist von 1LIVE übernommen, hat also ein Musikbett. Auch da wäre ein Vergleich interessant. Die vielen Jazz-Ausschnitte sollten sich auch perfekt für Klangtests eignen. Mit Topknot von Cornershop beweist man zudem speziellen, sympathischen Musikgeschmack. Sogar ein persischsprachiger Song ist dabei. Und dass man einen Nachrichtenausschnitt aus einer Zeit sendet, als der WDR noch echte Nachrichten brachte, stimmt mich ein wenig versöhnlich (Kooperationsvertrag WDRWAZ, Wetter).
Die lesen hier bestimmt längst mit und vielleicht können wir die zukünftigen Parameter doch ein wenig mit beeinflussen. Diese Sache ist jedenfalls ganz klar als ein großer Klangtest ausgelegt! Zum Klang selbst kann ich wenig sagen, ich hatte keinen hochwertigen Kopfhörer dabei, meine aber, immer noch einen Unterschied zwischen z.B. TEST FHEUROPA und dem perfekten TEST WDR2 gehört zu haben. TEST VERA klingt natürlich völlig mies, auch bei TEST KIRAKA war der erste Eindruck schlechter als bei TEST FHEUROPA. Ein Blindtest ging unter meinen Empfangsumständen aber leider nicht, somit ist das also vielleicht psychologisch bedingt. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass TEST 1LIVE etwas schlechter empfangbar war als die anderen genannten Programme, obwohl der Protection Level gleich sein soll. Das Ensemble an sich war genauso stark wie letztes Wochenende, also vermutlich weiterhin 10 kW.


Wäre echt super wenn das mal jemand mitschneiden und hier einstellen würde. Habe leider nicht die Möglichkeit in den Empfangsbereich zu kommen.


von webmaster@pro-dab.de - am 09.07.2011 04:40
Zitat
Warum KiRaKa 144 144 kbps haben soll und FHE nur 80 verstehe wer will

Zitat
Und WDR 4 und 5 auf 80 kbps runter zu stufen zeigt deine Vorlieben


Also ich wollte mir jetzt nicht die Mühe machen, meine eigenen Worte in den inzwischen 12 Seiten zu finden, aber ich habe zu allen Details schon etwas geschrieben. Ich fasse mal etwas zusammen, ausführlich mit Details gibt es das, wenn man etwas weiter zurück blättert.

Unterm Strich habe ich gesagt, der 3-16 Jährige hört Dinge, die kann kein 50 Jähriger mehr hören.
Dann habe ich festgestellt, dass zwischen 80kbps AAC+ und 96 kbps AAC+ quasi kein Unterschied zu hören ist.
Außerdem dass in ein von drei Fällen 96 kbps AAC+ sich sogar besser angehört haben, als 112 kbps AAC.
Ab 128 kbps AAC (gesendetes Signal (~ 99kbps Inhalt)) ist es durchweg besser als bei den beiden kleineren Bitraten. Mit 144 kbps AAC wird es perfekt (in etwa 128 kbps Nutzdaten).

Eine Feststellung aufgrund der letzten Tests auf 11D war, lieber nur eine Auswahl an Sendern mit 144 kbps und den Rest mit 80, als alle mit 112 kbps!

WDR4 hat klar die Zielgruppe der verbrauchten Ohren, ohne jemanden zu Nahe treten zu wollen und stets in dem Bewusstsein, dass ich vielleicht schon heute mal reinhören und morgen ganz zuhören könnte.

WDR5 hat viel zu wenig Momente, wo der Unterschied zwischen 80kbps AAC+ und 144 kbps AAC klar heraushörbar wird, außer man schaltet ständig zwischen einen höherwertigeren Ableger und dem 80er hin- und her.

Funkhaus Europa: Mir hat jemand aus verlässlicher Quelle gesagt, dass die Zuhörerzahl immer unter 100000 Hörer liegt.
Ich bin fest der Überzeugung, wenn KiRaKa auf der UKW-Frequenz anstelle des FHE senden würde, wären es definitiv mehr Zuhörer, es muss sich nur rumsprechen.
Und ja, es sind Kinder. Aber die hören noch ganz anders.
Nur weil die 20 Jährigen nur noch Cheeseburger essen und gar nichts anderes mehr wollen, sollen die 3-20 Jährigen nichts anderes mehr bekommen, ja direkt von Anfang an versaut werden?
Funkhaus Europa ist ein Service für Minderheiten, der kaum genutzt wird, mehr nicht.
Wenn dort keine Abstriche machen, wo denn sonst?

Und dann bleiben natürlich die Inahlte. Auf 1Live findet man mal eher schlechtere Quellen mit schlechterem Soundprocessing, als auf WDR3.
Das ist kein Grund, die Rate runter zu schrauben, sondern sie hoch zu drehen.
Die Fehler im Sound potenzieren sich sonst.

Letztlich hat man von WDR5 und FHE mit 144 kbps viel weniger, als von 144 kbps auf 1Live.
Bei WDR2 habe ich ein Einsehen, der müsste auch mit 144 kbps senden, aber muss er wieder doch nicht, weil er ja auf 12D in MP2 bleibt.

Wenn genug Platz da ist und da bleibt, um alle Programme mit 144 kbps auszustrahlen, natürlich würde ich das dann auch begrüßen.


von Matthias K. - am 11.07.2011 16:16
Wenn es doch eine Steigerung von Falsch gäbe, ich würde sie jetzt gebrauchen:

Zitat
Das Signal von WDR 1, 2, 4 und 6 wird aber jeweils durch einen mehr oder weniger starken Fleischwolf (neudeutsch: Soundprocessor) geschickt, bevor es zum Hörer gelangt. Damit macht die Anstalt klar, dass sie gar kein Interesse daran hat, das Signal mit authentischem Klang zum Hörer zu schicken. Deshalb muss man die Bitrate zwar nicht gleich auf alqaszar'sche Werte drosseln, aber über 100 kbps sind dennoch Perlen vor die Säue.


Meine Güte, und noch einmal ;-)

Soundprocressing an sich ist weder negativ noch positiv.
Der Klang selbst (vor einer MP2/3/4-Komprimierung) wird dadurch nicht besser oder schlechter.
Objektiv gesehen wird er "anders".

Der eine mag es, der andere hasst es. Hier gibt es nur subjektives, reine Geschmackssache.
Genauso wie manche Sender und Hörer dagegen wettern, genauso gibt es welche, die das Resultat gut finden.
Für einige Programme ist dieses veränderte Klangbild sogar ein Aushängeschild, ein Corporate Identity Merkmal,
genauso wie manch Film-Produzent absichtlich Farben übersteuert oder einen bestimmten Farbstich hinzufügt - ein Stilmittel.

Es ist eine einfache und verständliche Logik:
Je mehr Soundprocessing oder je aggressiver das Soundprocessing, desto komplexer wird es für Encoder, das sauber und fehlerfrei zu encodieren (komprimieren), also umso mehr Rechenaufwand und Bitrate ist nötig.
Je weniger das Mehr an Rechenaufwand in Echtzeit aufgebracht werden kann (oder in Details des Encoders eingestellt werden kann), umso mehr muss es eine noch höhere Bitrate ausbügeln.

Hat das Programm kein SP, reichen vielleicht 100 kbps, hat es ein starkes SP, brauchen wir deutlich MEHR (nicht weniger!) Daten.

Wählt man dann die Bitrate zu niedrig, wird aus dem simplen "klingt anders" ein "klingt schlecht".
Das Programm mit dem neutralsten natürlichsten Ursprungsklang "klingt gut", aber auch nach stärkerer Komprimierung "noch befriedigend".
Das liegt nicht zuletzt auch an der geringeren Komplexität der Inhalte (Inhalte selbst oder weglassen von SP)!
Die Komplexität aller Inhalte eines Tages auf 1Live dürfte die von WDR5 um ein Vielfaches übersteigen.

Und um das nochmal klar zu stellen: Viele Songs (auch aktuelle, beliebte und geliebte) kommen schon extrem "sound-processed" aus dem Produzentenstudio zum Funkhaus. Das trifft Sender wie 1Live auch deutlich mehr als WDR3-6.

Hinterher kommt alles zusammen:
- Anzahl der Hörer / Anteil am Publikum
- Alter des Durchschnittshörer
- Art der Musik
- Soundprocessing ja/nein, Stärke/Art
- Anteil Sprache vs. Musik
- Genereller Klang / Einstellung des Programms

Wenn man nicht alle Programme mit max. Datenrate ausstrahlen kann, braucht man Kriterien, um zu entscheiden, welches mit 40, welches mit 80 und welches mit 128 oder 144 kbps senden soll.

Die gerade genannten Punkte dürften passende Kriterien darstellen.

Nehmen wir an, alle WDR-Programme senden mit 144 kbps AAC.
Das hören wir an und das wird unsere Referenz.
Anschließend reduzieren wir jedes Programm auf 80 kbps AAC+.

Jetzt hören wir (ohne es ständig mit einer Referenz zu vergleichen) tagelang zu.

Was müssen wir abschließend feststellen, wenn wir wirklich Objektiv rangehen?

Die Tragweite (u.a. "wird gut hörbar schlechter") der Bitraten-Reduzierung ist auf WDR1*-3 sehr groß und auf WDR4-6* verschwindend gering.
Jeder der sagt, WDR4-6 müsse zwingend die gleiche oder sogar eine höhere Datenrate haben, als WDR1-3, äußert sich rein subjektiv aufgrund von persönlichen Vorlieben, aufgrund irgendwelcher Greule gegen die jüngeren Wellen oder gegen die Wahl bestimmter Sounddesigns, aber eben nicht objektiv.



von Matthias K. - am 12.07.2011 15:16
Zitat
Spacelab
MP3 hat mit gewissen sogenannten "Problemsamples" immer Probleme. Auch bei 320kb/s. OGG Vorbis wurde in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr getestet. Für mich klang OGG Vorbis aber auch nie so wirklich prikelnd.

Nach meinem Eindruck ist beispielsweise "Yellow" von Coldplay so ein Fall, da gibt es ein Instrumenten-Solo (u.a. bereits nach etwa 10 Sekunden), bei dem ich entweder zu kritisch bin (bin ich bei Schlagzeug oft), oder es hat bisher jeden MP2/MP3-Encoder (und jeden Radiosender) überfordert.
Was Ogg Vorbis angeht: Wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich Bewertungen sein können :). Mir gefällt an Ogg Vorbis, dass die Artefakte gut kaschiert werden. Da hört sich zwar irgendwann das Schlagzeug an wie auf dem Schrottplatz zusammengesammelt, aber die Musik im "Vordergrund" bleibt selbst bei 64 kbps Stereo einigermaßen akzeptabel erhalten. Ganz anders als bei MP3, wo bei niedrigen Bitraten alle Details der Musik gleichmäßig leiden.
Zitat
Matthias K.
Soundprocressing an sich ist weder negativ noch positiv.
Der Klang selbst (vor einer MP2/3/4-Komprimierung) wird dadurch nicht besser oder schlechter.
Objektiv gesehen wird er "anders".

Soundprocessing bedeutet in erster Linie Informationsverlust. Werden mittels Soundprocessing lediglich die negativen Eigenschaften von UKW ausgeglichen, mag das noch angehen (z.B. kommt man tatsächlich um eine gewisse Dynamikkompression nicht herum, wenn man das Dynamikspektrum einer CD vernünftig über UKW wiedergeben will). Wird aber das Signal massiv seiner Dynamik beraubt oder es findet eine Stereoverbreiterung statt, so wird ein Originalwerk bzw. Originalstimme verfremdet. Und das ist in der Tat negativ. Dass es im Küchenbrüllwürfel und im Auto dann fetter klingt, stimmt, ist aber kein Argument für Soundprocessing. Beim Digitalradio könnte man im Gegensatz zu UKW das Signal problemlos im Original übertragen und der Empfänger kann es immer noch mit Equalizer und Plugins verwursten, wenn der Hörer das so einstellt.
Zitat
Matthias K.
Für einige Programme ist dieses veränderte Klangbild sogar ein Aushängeschild, ein Corporate Identity Merkmal

Klar, wer auf Werbeeinnahmen angewiesen ist, ist 'ne arme Wurst und muss viel Mist mitmachen. Aber hier geht es ja bisher um den öffentlich-rechtlichen WDR.
Zitat
Matthias K.
genauso wie manch Film-Produzent absichtlich Farben übersteuert oder einen bestimmten Farbstich hinzufügt - ein Stilmittel.

Der Vergleich hinkt, da der Filmproduzent der Künstler des Werks ist. Wenn ein deutscher Radiosender das Werk einer Rockband vom anderen Ende der Welt durch sein Soundprocessing verändert, spielt er hingegen streng genommen eine Coverversion, aber nicht das Original. Das wäre so, als würde ein Kinobetreiber einen Film nachbearbeiten.
Zitat
Matthias K.
Es ist eine einfache und verständliche Logik:
Je mehr Soundprocessing oder je aggressiver das Soundprocessing, desto komplexer wird es für Encoder, das sauber und fehlerfrei zu encodieren (komprimieren), also umso mehr Rechenaufwand und Bitrate ist nötig.

Und genauso einfach und verständlich ist es, zum Gegenmittel zu greifen, Ressourcen zu sparen, effizient zu wirtschaften und beim übertriebenen Soundprocessing gar nicht erst mitzumachen. Weniger CU kosten weniger Geld und es klingt damit (sofern der von Dir postulierte Zusammenhang wirklich stimmt) dennoch gescheit.
Zitat
Matthias K.
Die Komplexität aller Inhalte eines Tages auf 1Live dürfte die von WDR5 um ein Vielfaches übersteigen.

Von 1LIVE bekommt man schneller Komplexe? Das kann gut sein :D. Warum ich aber auch soundprocessingmäßig eher WDR 5 für anspruchsvoller halte, hat der Seltene Besucher bereits sehr schön beschrieben.
Zitat
Matthias K.
Die Tragweite (u.a. "wird gut hörbar schlechter") der Bitraten-Reduzierung ist auf WDR1*-3 sehr groß und auf WDR4-6* verschwindend gering.

Das ist lediglich eine These. Aber hier geht es um den Versuch, wissenschaftlich zu "beweisen" (so gut Beweise eben funktionieren, sobald der Mensch und die bereits erwähnte Psychoakustik eine Rolle spielen), ab welcher Bitrate der Klang weitgehend originalgetreu bleibt. Solche Allgemeinplätze kauft Dir kein ernstzunehmender Toningenieur ab (nee, ich bin keiner...). Vor allem scheinst Du Funkhaus Europa inhaltlich nicht zu kennen.
Zitat
Matthias K.
Wenn es doch eine Steigerung von Falsch gäbe, ich würde sie jetzt gebrauchen:

Solche Sprüche sparst Du Dir in Zukunft, denn Du hast die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen!

von Thomas R. - am 12.07.2011 18:19
Nee, ich löffle auch keine Weisheit :-P
Aber betrachten wir Soundprocessing mal negativ.
Dann können wir es vergleichen mit einem Lied, das zwei mal encoded wird.
Auch wenn das erste Encoding nicht das Beste war, wird es nicht besser, wenn es beim zweiten Mal schlechter recodiert wird.

Wenn Soundproessing grundsätzlich schlecht wäre, gäbe es nicht so viele gefragte Geräte dazu, auch in den Studios.
Aber das kommt auch auf die Musikrichtung an.

Wie auch immer, vielleicht bekommen wir hier noch ein paar weitere Meinungen anderer Leute zusammen.

Ich zitiere mich nochmal selbst, im Mai schrieb ich:
Zitat
Soundprocessing: Damals in meinen alten Opel (Jahre her) hatte ich mit dem Kenwood-Radio den meisten Spaß an 3FM. Für andere Sender oder CDs habe ich nie eine EQ-Einstellung gefunden, die so mächtig und satt klang, als dieses Radioprogramm von Natur aus. Es war ein Grund mehr, 3FM zu hören. Und selbst wenn Ende des Jahres DAB+ viel erfolgreicher sein sollte, als bisher angenommen, wird eine übermächtige Mehrzahl an Hörern noch über UKW zuhören. Für wen wird man ein Programm optimieren, für ne Minderheit oder die Mehrheit? Natürlich lässt man am besten alles auf Flat und Dynamisch, gerade im digitalen Zeitalter, und regelt alles nach dem Empfang erst nach, aber ich glaube, der Zug ist abgefahren oder der nächste Bahnhof lange noch nicht erreicht. Kompressor/Limiter/Gate/Volumnizer & co, davon leben viele Firmen und das gut. Und dass auch durchgestylte Sound-Outs von Radiosendern digital gut klingen können, beweisen die Radioprogramme auf Astra, die mit 320 kbps MP2 senden. Kommt ein Codec nicht mit den neugeschaffenen Klangfeinheiten und Variationen zurecht, die ein Sender rausgibt, ist er schlicht ein schlechter Codec, schlecht angepasster Codec oder ein Codec, der nicht mit der nötigen Datenrate arbeitet.


Was der WDR machen könnte und wahrscheinlich auch machen wird:
Das Signal vor dem für UKW-optimierten Soundprocessing abgreifen und dann für DAB anders aufbereiten.

Liest jemand vom WDR mit?
Ein Fachkommentar dazu wäre sehr nett. :-)

von Matthias K. - am 12.07.2011 20:12
Für mich wäre nur diese DAB-Nutzung sinnvoll. Weg vom Kanal 12 überall wo es geht. Die Reichweite der existierenden Sender erhöht sich nach dem Kanalwechsel ein wenig. Und Aufbau eines Netzes der dem geplanten Endzustand nahe kommt.


WDR REG Kanal Sender Leistung Programme
MS 5B Ibbenbüren 1,00 unverändert
MS 5B Münster 1,00 unverändert
MS 5B Oelde 0,50 unverändert

K 5B Bonn 1,00 domradio, WDR 2 K
K 5B Köln 1,00 domradio, WDR 2 K

BI 5D Bad Oeynhausen 0,25 unverändert
BI 5D Bielefeld 0,25 unverändert
BI 5D Herford 0,25 unverändert
BI 5D Stemwede 1,00 unverändert
BI 5D Teutoburger Wald 1,00 unverändert

E / z. Z. RR 5D Langenberg/Velbert 1,00 domradio, WDR 2 E

DO 7B Schwerte-Sommerberg 0,50 domradin, WDR 2 DO

AA 8B Aachen 1,00 unverändert
AA 8B Eifel 1,00 unverändert

SI 8B Arnsberg 0,50 unverändert
SI 8B Ederkopf/Erndtebrck 1,00 unverändert
SI 8B Nordhelle / Ebbegebirge 1,00 unverändert
SI 8B Olsberg 1,00 unverändert
SI 8B Siegen 0,25 unverändert

W 11B Wuppertal 0,50 wird abgeschaltet
W 8A Wuppertal 0,50 vorübergehend kanal 8A: domradio, WDR 2 D, WDR 2 W
W 11B Gummersbach 0,25 unverändert
W 11B Burscheid 1,00 unverändert

D/z. Z. RR 12D Düsseldorf 0,25 wird abgeschaltet
D/z. Z. RR 8A Düsseldorf 0,25 vorübergehend kanal 8A: domradio, WDR 2 D, WDR 2 W
D/z. Z. RR 12D Kleve 1,00 unverändert
D/z. Z. RR 12D Wesel 2,00 unverändert


NRW-Weit

NRW 11D Düsseldorf 10,00 alle WDR-Hörfunkprogramme ohne WDR 2 und FHE-Spartensender
NRW 11D Langenberg/Velbert 10,00 alle WDR-Hörfunkprogramme ohne WDR 2 und FHE-Spartensender
NRW 11D Dortmund 10,00 alle WDR-Hörfunkprogramme ohne WDR 2 und FHE-Spartensender
NRW 11D Bonn 10,00 alle WDR-Hörfunkprogramme ohne WDR 2 und FHE-Spartensender
NRW 11D Köln 10,00 alle WDR-Hörfunkprogramme ohne WDR 2 und FHE-Spartensender


http://www.wdr.de/radio/home/webradio/streaming_uebersicht/streaming_uebersicht.phtml

von Seltener Besucher - am 13.07.2011 00:11
Höre das nur ich oder klingt 1LIVE auf 11D so schlecht wie nie zuvor?
Also ich habe gerade im Auto mittels dem Sangean und der Aux-Verbindung vom Radio 1LIVE (112 kbps AAC) gehört und fand es durchweg schlecht, auf UKW war es durchweg wesentlich besser, das müsste ich eigentlich unterstreichen.
Natürlich die Stellen wo der Empfang einbrach mal außen vor gelassen.
Ich machte auch zur Sicherheit die Gegenprobe mittels Kopfhörer.

Es klang auf DAB+ blechernd, gut hörbar digital und die gehassten Höhenschlieren waren auch besonders ausgeprägt - kontinuierlich.
Andere Zuführung?
UKW optimiertes Soundprocessing?
Oder wieder die Klangerfahrung: 112kbps (~99 kbps netto) = zu wenig ohne SBR?
Von MP3 kenne ich solche ausgeprägten negativen Effekte im Ansatz bei 112 kbps, aber eigentlich eher erst bei 96 kbps.
Da stellt man sich wirklich die Frage, was künstlicher klingt, die echt künstlich reproduzierten Höhen der kleinen AAC+ Bitraten oder das Signal, wo der Codec nicht genügend Echtdaten zum Rekonstruieren bekommt.
Nein wirklich, das klingt heute doch nicht besser als so etwas wie 160 kbps MP2 Stereo.
Auch als mal im früheren Test die echten Radios aufgeschaltet waren, klang es nicht so schlimm.

Der Klang war kein Vergleich zur Testschleife, wo man bei 112 AAC aber auch schon den Eindruck bekam, dass das nichts Halbes und nichts Ganzes ist.

Lieber WDR, Ganz sein oder lasst es ganz sein.
Entweder 80/96 kbps mit SBR (AAC+) oder 128/144 kbps ohne SBR, aber bitte bitte bitte nichts dazwischen!


Beim Grundig Web 7 habe ich übrigens auch das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich 1LIVE von 11D hören kann, wie man das hinbekommt, falls es überhaupt möglich ist.
Das Gerät entscheidet sich bei 1LIVE für 12D, auch wenn ich zuvor ein Programm von 11D gehört habe.
Bei unterschiedlichen IDs wie Vera vs. VERA kann ich gewöhnlich umschalten.
Einen Trick wie beim Sangean habe ich nicht gefunden.

von Matthias K. - am 26.07.2011 19:55
Zitat
auf WDR 5 wurde gerade in der Sendung "Funkhaus Walraffplatz" über DAB gesprochen. Es war eine Sehr kritische Sendung, fast alle Anrufer wollten bei ukw bleiben.


Wundert das irgendwen?
Viele der regelmäßigen WDR5-Hörer dürften mit dem bisherigen UKW-Programmangebot relativ zufrieden sein, sonst wären sie u.U. keine WDR5-Stammhörer.
Das ist eine ganz einfache Logik.

Dann kommen die üblichen Dinge drauf
- neue Anschaffung (will nicht alles neu kaufen, hab doch alles)
- never touch a running system
- warum teurer als UKW-Radio?
- Klang kann digital auch schlechter sein oder werden
- Was ist mit Restriktionen, können die nachgepflegt werden wie bei DVB?
...

Die weniger Zufriedenen werden zu DAB+ greifen, nicht die hoch Zufriedenen.
Alle anderen werden sich einfach fügen.
Die überwiegende Teil des Volkes wird sagen: "Ist doch egal, wo die Töne rauskommen und was drauf steht. DAB, UKW, nur MW klingt mir zu blöde".
Sie greifen zum Radio, zur HiFi-Anlage, zum AV-Reciever, zum Autoradio ohne besonders drauf zu achten, was drauf steht und wie das Radiosignal zustande kommt.

Deswegen ist es ja so wichtig, dass jedem diese Aufmerksamkeit gegenüber den unterschiedlichen Verbreitungswegen, Techniken und den Vorteilen von DAB+ gelehrt wird.
Marketing über alle Wege.
Das fängt insbesondere im Elektromarkt an. Werbe- und Infoschilder, min. jedes zweite Radio das verkauft werden soll, muss einen DAB+ Empfangsteil haben.
Auf dieses Feature muss besonders hingewiesen werden, an UKW-Radios gehört der Hinweis "Achtung, kann KEIN DAB+ abspielen", usw.
Alle sollten diesmal an einen Strang ziehen, der Verbrauchermarkt eingeschlossen.

Ich war dann mal eben nebenan im Media Markt.
Tolle Wurst, sach ich euch.
Zwei Gänge mit Radios, Mini-Anlagen, Radioweckern, Internetradios usw.
Im ersten Gang gab es gerade mal zwei Geräte mit DAB+, von dutzenden Geräten OHNE.
Im zweiten Gang kein einziges.

In die richtigen HiFi-Abteilung gab es viel Auswahl, aber nichts mit Digitalradio.

Im KFZ-Bereich gab es eine überschaubare Auswahl an Autoradios, mehr haben wir halt hier nicht.
Aber anstatt da die zwei Kenwoods mit DAB-Teil und das Dual-DAB-Autoradio heftig beworben werden, gab es sie nicht einmal dort!

Ich würde sogar sagen, das ganze Thema Digitalradio steht und fällt ganz besonders mit dem Einzelhandel.
Die fangen erst damit an, wenn es sehr erfolgreich ist, dabei hängt der Erfolg an ihnen.


Zitat
Kann es sein das DAB+ die Kabelanlagen in Köln stört. Zumindest bei mir ist im Kabel auf Kanal 5 ARD seit gestern gestört mit komischen Streifen und Mustern und je nach dem wie ich das AntKabel lege ist ARD ganz weg. Der Colonius liegt in etwa 3 km Entfernung mit Sichtverbindung.


Das ist gut, jetzt braucht wenigstens keiner mehr diese Kabelkunden zu verklagen.
Denn bisher war es so, dass div. Leute, Wohneigentümer, Mieter usw. eine total veraltete oder minderwertige Kabelanlage im Haus installiert haben, die dafür gesorgt hat, dass Radio + TV der anderen dadurch gestört wurde.
Sie haben sozusagen illegal ihre Kabelsignale rausgesendet.
Jetzt dreht sich der Spieß um, nur dass diesmal nicht die Schuldigen die Unschuldigen treffen, sondern die Schuldigen selbst getroffen werden.

Wenn DAB+ jetzt den analogen (oder sogar den digitalen) Kabelanschluss stört, dann liegt es
a.) am minderwertigen Kabelnetz im Haus (auf oder in den Wänden)
b.) den Verteilern im Haus
c.) den Radio + TV Dosen in der Wand
oder d.) an den Kabeln von den Dosen zum Radio bzw. zum TV
oder e.) (etwas seltener) das Kabelnetz vom Betreiber (bis zum Haus) ist mangelhaft

Wer sich jetzt über das schlechter gewordene Fernsehbild beschwert, hat nun endlich die Gelegenheit, seine mangelhafte Anlage zu modernisieren oder zu sarnieren - es scheint ja dringenst nötig zu sein.

Dann kann er auch gleich darüber nachdenken, ob er vom analogen Kabel nicht vielleicht auf
a.) DVB-S / S2 (Sat)
b.) DVB-C
oder c.) auf DVB-T umsteigen möchte


von Matthias K. - am 30.07.2011 11:44
Zitat
Peter Schwarz
Hör die WDR-Sendung gerade. Mein Gott, ist das ne Freakshow. Das tut ja teilweise weh, was die da rumfurzen.

Hier der Link, für alle, die nicht suchen wollen: http://medien.wdr.de/m/1312013904/radio/funkhauswallrafplatz/wdr5_funkhaus_wallrafplatz_20110730.mp3

Leider wurde der immense Vorteil, den DAB+ mit sich bringt, m.E. nicht ausreichend gewürdigt: Die größere Programmauswahl.
Besonders deutlich merkte man dies am Beitrag von Herrn Seifert ab der 17. Minute, der gleich zu Anfang auf das zentrale Problem des klassischen DAB hinwies, nämlich die viel zu geringe Anzahl an Sendern.
Sein Statement wurde ab 17:43 bewusst in die Richtung gelenkt, dass es eigentlich nur auf die Klangqualität ankäme.
Der Moderator hat offensichtlich (ganz im Sinne des WDR) versucht, das Gespräch zu manipulieren, um von dem eigentlichen Grund, weshalb das klassische DAB gescheitert ist, abzulenken: DAB ist bekanntlich nur dort zu einem Ladenhüter geworden, wo es auf diesem Wege keine Vielfalt gibt. In Großbritannien und Dänemark wurde diese Technik dagegen zu einem Erfolgsmodell.

Nichtsdestotrotz stimme ich jedoch mit der in der Sendung recht deutlich vertretenen Auffassung überein, dass sich DAB+ praktisch nur für den mobilen Gebrauch lohnt: Heute hat so gut wie jeder Haushalt einen DSL-Anschluss; deshalb ist es viel sinnvoller, ein WLAN- anstelle eines DAB+-Radios anzuschaffen. Es macht halt einen Unterschied, ob man via DAB+ unter 12 Stationen im Bundesmuxx oder via Internet unter mehr als 40.000-Shoutcast-Streams wählen kann.

Auch ist die Frage berechtigt, weshalb nicht DVB-T, wie bereits in Berlin geschehen, bundesweit als digitaler Übertragungsstandard etabliert wird und man stattdessen lieber auf das neue DAB+-Verfahren setzt.
Bei DVB-T bräuchte man für den stationären Empfang keine neuen Geräte. Man müsste nur dafür sorgen, dass der mobile Radioempfang auf diesem Wege auch bei hohen Geschwindigkeiten klappt.

Das Grundproblem ist ganz einfach umrissen: Die meisten Menschen nutzen das Radio lediglich zur Hintergrundberieselung und sind mit dem Angebot auf UKW zufrieden.
Wer dies nicht ist, besorgt sich für daheim ein WLAN-Radio oder besser noch ein stromsparendes Netbook und erhält damit eine schier grenzenlose Vielfalt.
Wer mobil mehr zur Verfügung haben möchte, steht nicht nur vor dem Problem, dass es bisher nur sehr wenige DAB+-fähige Autoradios auf dem Markt gibt (was sich ja noch ändern kann), sondern auch, dass bedauerlicherweise viele Fahrzeughersteller dazu übergegangen sind, Radios fest zu verbauen, d.h. man kann diese nicht mehr so wie früher einfach auswechseln.

von Internetradiofan - am 30.07.2011 11:55
Zitat
drahtlos
ich höre DAB, weil ich überall das hören kann, bis in den Keller hinunter. Ferner hat es Programme die ich über UKW nicht hören kann (Kabel mal ausgenommen - aber dann ist man wieder an der Strippe).

Klar, so kann man es machen.

In Sachen Musikauswahl bin ich jedoch leider sehr anspruchsvoll, oder besser gesagt: Durch die gigantische Vielfalt beim Webradio ziemlich verwöhnt; deshalb bevorzuge ich lieber die Notebook+Minizünder-Variante.
Damit kann ich in einem stinknormalen UKW-Radio im Hobbykeller oder im Garten genau jene Musik hören, die mir zusagt.
In der WDR-Sendung hatte auch jemand diesen Weg vorgeschlagen.

Momentan überlege ich, ob ich mir einen DAB+-Empfänger zulegen soll, allerdings erkenne ich für mich, von den empfangstechnischen Spielereien mal abgesehen, darin keinen Mehrwert: Alle via DAB+ verbreiteten Stationen werden auch einen Webstream haben; - wozu also die Anschaffung eines solchen Gerätes?

DAB+ kommt einfach viel zu spät: Bereits Mitte der neunziger Jahre, als es noch kein Webradio gab, hätte man so etwas mit einer breiten Programmauswahl und kostengünstigen Empfängern einführen sollen, nicht erst heute.

Wie ich schon sagte: Von denjenigen, die den ganzen Tag lang WDR 2, WDR 4 oder ein Lokalradio hören, ohne wirklich zuzuhören, wirst du bei den 12 Sendern kaum jemanden den Erwerb eines DAB+-Radios schmackhaft machen können.

Ich habe es bspw. auch bei meinen Eltern so erlebt: Wenn das Küchenradio mal an ist, läuft dort fast ausschließlich WDR 2 und ab und an WDR 4.
Da habe ich einfach mal in meinem Notebook R.N.I. eingeschaltet, einen Minizünder angeschlossen, die entsprechende Frequenz im Radio eingestellt, mich in ein Nachbarzimmer begeben und schlichtweg abgewartet, was passiert: Spätestens nach 5 Minuten lief wieder WDR 2!
Da meine Eltern gerne französische Chansons hören, habe ich das Gleiche nochmal mit VOXINOX 2 Music only probiert; - auch diese Station konnte nicht überzeugen.
Die Idee, ein TerraTec Noxon iRadio zu verschenken, habe ich inzwischen verworfen.
Es war auch ausdrücklich nicht erwünscht: "Wenn Du uns eine Freude machen möchtest, dann schenk uns doch einfach ein neues Küchenradio mit CD-Teil, damit wir endlich auch hier CDs hören können."

Eine ähnliche Erfahrung haben wohl auch noch andere gemacht, siehe: http://forum.mysnip.de/read.php?15515,518719,919944#msg-919944

Für die Hintergrundberieselung ist das Angebot auf UKW für die meisten Menschen ausreichend und wer ab und an etwas anderes, Spezielleres hören möchte, der nutzt entweder physische Tonträger oder MP3s.

von Internetradiofan - am 30.07.2011 17:18

Kosten für Internet, UKW und DAB-Ausstrahlung

Da hier das Thema aufgewühlt wurde, warum nicht der kleine Sender x über DAB usw. ausstrahlt, rede ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen - aus der WRN-Radiostruktur.

Durch die Masse an Hörern bzw. Servern kostet uns ein Server für 500 Hörer, als Flatrate in jeder Hinsicht, nur noch einen Betrag, den jeder von euch pro Monat aufbringen könnte.
OK, durch die Masse an Servern wird es wieder viel, aber noch nicht so viel, was eine Ausstrahlung mit 192 kbps MP2 über Astra kosten würde.

Die Ausstrahlung über Astra kostet gerade ein-zehntel von der Ausstrahlung im Bundesmux derzeit - der Bundesmux wird zudem jährlich teurer, mit den steigenden Ausbau.
Ein Landesmux sollte nur einen Bruchteil des BuMux kosten, hat aber durch das schon vorhandene Mehr an Sendestandorten höhere Preise pro Ausstrahlungsflächeneinheit.

Könnte ich jetzt einfach einen Quadratmeter auf dem Dach des höchsten Gebäudes in Velbert mieten, z.B. für 100 Euro und dort auf einer guten UKW-Frequenz ein Programm oder Programmmix mit 1 kW senden (ein bisschen Stromkosten kommen drauf), würde ich zwar lange nicht so viele Hörer erreichen können, wie im BuMux/LaMux, aber hätte auch nur max. ein Zehntel der Kosten der Astra-Übertragung, die ja schon nur einen Bruchteil der anderen Alternativen kostet.

Exorbitant höhere Kosten als für die Ausstrahlungstechnik selbst kommen momentan durch die Gema und Gvl zustande.
Die größten Verluste an Manpower (im Zweifel auch Geld) und an Hörern entstehen durch Netzwerkangriffe von Neidern und Konkurrenten sowie Hackern aus Fernost.

Die Radios können sich in der jetzigen Form nur phasenweise selbst tragen, die gelegentlichen kleinen Werbeaufträge reichen meist dazu nicht aus.
Als nicht-kommerzielle Radios bekommt kein Macher Geld, aber muss auch kein Geld mitbringen, wie bei manch anderen Internetradio.
Die Gründer und PL haben eine Firma gegründet, eine GbR.
Sie erwirtschaften auf anderen Wegen, u.a. auch durch Veranstaltungen Geld und gleichen so auch das Radiogeschäft aus.
Man könnte es so sehen, wie ein Stadion neue frische Erhält, weil plötzlich Signal-Iduna darauf steht.

Man sieht also, dass es aus eigenen Kräften ohne großen Medienkonzern dahinter extrem schwierig ist, überhaupt in größeren Dimensionen als ein kleines 500 Hörer Radio zu senden, um von Gewinnen (Richtung Kommerzialität) noch gar nicht zu sprechen.

Wie sollte also so ein Programm mal eben ins DAB-Netz hüpfen?
Wenn man die Garantie hätte, dass die Investitionen und laufenden Kosten über Werbung wieder rauskommen, würde man vielleicht eine Bank finden, die das vorfinanziert.
Aber wie reden ja gleich über Millionen, auf ein paar Jahre gesehen.
Das sind Risiken, die will keiner eingehen, auch die meisten Banken nicht.

Da fällt es einen millionenschweren Konzern schon deutlich leichter.

Jetzt könnte man sich selbst verkaufen, an einen solchen Konzern.
Aber wieviel bleibt dann von dem übrig, was man bis dahin geschaffen hat.
Wieviel darf noch selbst gemacht und entschieden werden?

von Matthias K. - am 31.07.2011 18:09
Zitat
Daniel1
Mit dieser Umstellung war es das auch mit den D-Radios hier in OWL auf die nächsten Jahre.

Damit hat sich meine Befürchtung ja bestätigt!
Mit D-Radio Kultur sieht es in Aachen nun ebenfalls mau aus.

Der WDR versucht wohl alles in seiner Macht Stehende zu tun, damit DAB+ genauso wie DAB scheitert: Kein WDR 3-5 und keine Leistungserhöhung via DAB+; darüber hinaus eine negative Berichterstattung. :-(

Das ist genau die selbe protektionistische Linie, die man bereits seit den frühen achtziger Jahren fährt: Konkurrenz soll um jeden Preis verhindert werden! :wall:

Dabei handelt es sich hier um einen völlig falschen und nicht mehr zeitgemäßen Ansatz!

Wenn ich bei der Rundfunkanstalt das sagen hätte, sehe der heute startende WDR-Muxx so aus

1Live
WDR2
WDR3
WDR4
WDR5
Funkhaus Europa
1Live diggi
1Live Klubbing
1Live Plan B
1Live Plan B mit...
1Live Fiehe
Kiraka
Die 5 Planeten
Spirits
Massive Reggae
Funkhaus Europa Italienisch
Funkhaus Europa Türkisch
Funkhaus Europa Kurdisch
WDR Event

Zusätzlich zu dem dem Worldmusic-, Gospel- und Reggae-Channel würde ich noch weitere Kanäle unter der "Funkhaus Europa"-Schiene hinzuschalten, und zwar ein Programm mit Classic Soul & Funk, eines mit Folkmusic, eines mit Country und ein weiteres mit Liedermacher, WDR4 bekäme ebenfalls drei Zusatzprogramme: "Classic Hits" "Discofox" und "Volksmusik", und selbst bei WDR3 kämen zwei Klassik-Kanäle, die sich unterschiedlichen Schwerpunkten widmen, hinzu.

Damit hätte man auf einen Schlag 28 Stationen verteilt auf die Kanäle 11D und 12D, die selbstverständlich mit höherer Leistung gefahren werden.
Dagegen würde der Bundesmuxx mit seinen 12 Sendern geradezu verblassen, trotzdem stünden dem Hörer damit vom ersten Tag an 40 Programme im neuen DAB+-Standard zur Verfügung. :xcool:

So sollte man mit Konkurrenz umgehen: Nicht, indem man sie bekämpft, sondern indem man ein besseres Produkt abliefert!

von Internetradiofan - am 01.08.2011 16:16
Zitat
vossi68
Wow dümmliches WDR bashing hier....
Faktisch wurde allen Öffis von der KEF untersagt, weitere GEZ Gelder in DAB zu stecken, völlig zu Recht, wie ich finde. Das wurde erst vor kurzem wieder aufgehoben.

Ich bemühe mich grade Deinem Posting nicht sarkastisch zu antworten weil es mich wirklich in den Fingern juckt. Aber ich versuche es mal so:
Sicher wird der WDR hier grade viel kritisiert und da ist auch manches dabei was ich auch unter Mitläufer-Bashing einordne, aber grundsätzlich finde ich die Kritik schon gerechtfertigt. Ich finde es, gelinde gesagt, auffällig wie der WDR das Thema DAB+ behandelt, anders als alle anderen ARD-Anstalten. Da wäre die Sendung "Funkhaus Wallraffplatz" vom vergangenen Wochenende zu nennen in der keine ausgewogene Diskussion zustande kam und nachweislich bewusst von engeblichen Experten von DAB+ abgeraten wurde.

Zum Start wurde in den WDR Nachrichten immer mal wieder gemeldet, dass DAB+ jetzt gestartet ist und man die WDR Programme (inkl. der Zusatzprogramme) auch digital empfangen kann. Weiterführende Beiträge waren im Programm von z.B. WDR 2 nicht zu hören.

Kaum taucht das erste Problem auf wie jetzt die Geschichte mit den Einstrahlungen im Kabelnetz, nutzt man dies um einen großen Bericht im TV zu bringen welcher DAB+ wie einen Störenfried aussehen lässt der ungewollt vom Sender und Zuschauer ist. Als Beispiel und Rechtfertigung zieht man dann Leute heran die offensichtlich nicht in der Lage sind ihre Hausanlage ordentlich zu verkabeln und mit ihren Empfangsgeräten dementsprechend umzugehen. Das ist für meine Begriffe kein sauberer und objektiver Journalismus sondern Meinungsmache auf ganz billigem Niveau.

Amüsant finde ich daran nur, dass der WDR offenbar tatsächlich Angst vor der neuen Konkurrenz hat und zieht hier offenbar alle Register um sich selbst in das möglichst beste Licht zu rücken. Beim Programmangebot gibt man sich aber minimalistisch. Ich wage zu bezweifeln, dass es für den WDR mit Mehrkosten verbunden wäre in seinem NRW-Mux das komplette UKW-Angebot abzubilden, sprich WDR 3, 4 und 5. Denn zumindest 3 und 5 sind Einschaltprogramme für Menschen die sich nicht einfach nur berieseln lassen wollen und auch zuhören was da im Radio geredet wird. Gerade hier hätte man eine hohe Hörerbindung erreichen können. Und mit einem eigenen attraktiven DAB+-Angebot müsste der WDR auch nicht solche Angst vor den privaten Konkurrenten aus dem Bundesmux schieben.

Soweit meine BeSENFtigung dazu.

von Sebastian Dohrmann - am 02.08.2011 22:03

Re: [DAB] Der Thread zur Aufschaltung des Bundesmuxx

Ich dachte, "nur zwei-Drittel für WDR" wäre an 12D gebunden und diese Vorgabe würde beim Kanalwechsel auf 11D fallen?!?
Nehmen wir an, der WDR könnte 11D komplett belegen.
Dann bräuchte es einen zusätzlichen Privatmux, 9A oder so, für Domradio und neue Privatprogramme.
Ich glaube nicht, dass es nach den Aufschreien von uns, aber auch von weniger freakigen Leuten zu wenig Bewerber für einen weiteren Landesmux -> den Privatmux in NRW gäbe. Insbesondere jetzt nach der IFA und der großen Diskussionen um DAB+.
Und selbst negativ-Presse macht Digitalradio bekannt und Skeptiker können negative Schlagzeilen auch gerade zum Anlass nehmen, es mal selbst zu probieren.

So langsam dürften es viele Leute begriffen haben, dass nicht alle Menschen in NRW mit der Medienlanschaft zufrieden sind.

Und selbst wenn es doch nur 3 Bewerber mit insgesamt 5 Programmen gäbe, könnte man damit starten. Das wäre nicht das erste Mal.

Warum nicht auf einen Versuch ankommen lassen?
In anderen Bundesländern hat man erst nachdem zu wenig Bewerbungen reinkamen entschieden, einen ÖR/Privat-geteilten, gemeinsamen Mux zu betreiben, sonst hätte man je einen ÖR und einen Privatmux gestartet.
Das könnte man in NRW auch so machen.

Was die Mux-Belegung vom WDR angeht:
Ich wäre auch froh, wenn alle Programme im Mux wären, ggf. ohne sie zu nutzen.
Denn für mich ist klar, 1LIVE klingt dort schlechter als über UKW und im BuMux klingen NRJ und Kiss mit weniger Datenrate sogar besser als 1LIVE aktuell auf 12D und das ist eine Kunst, denn man hört bei NRJ und Kiss doch die zu starke Kompression heraus. Ein wenig metallisch, künstlich, Handylike klingt es doch, je nach Lied oder Moderation.
Somit habe ich 1LIVE digital nicht als Favorit gespeichert.
Dafür jedoch 1diggi. Man mag schimpfen, aber wenn der BuMux nicht da wäre, würde ich immer auf 1diggi ausweichen, wenn auf 1LIVE gerade Mist läuft.
Insofern ist 1diggi wichtiger, als 1LIVE über DAB.
Vor allem, so lange die neue Meinung vertreten wird, dass Digitalradio UKW ergänzen, aber nicht ersetzen soll.
Dann könnte man sich weiter fragen, ob es überhaupt Sinn macht, WDR3,4,5 ins Digitalradiopaket aufzunehmen.
Schließlich werden die Programme über so viele und so starke UKW-Sender ausgestrahlt, dass man sie überall im Bundesland rausch- und knisterfrei über UKW empfangen kann und damit dürfte das klangliche Gesamturteil pro UKW contra DAB ausfallen.
Also wäre es doch sinnvoller, Spezialinhalte wie 1diggi, aber auch "clubbing", "moving" usw. als neue Einzelprogramme auszustrahlen.

Wenn dann mal eine so starke Marktdurchdringung erreicht ist, dass man von Ergänzen doch langsam auf Ersetzen rübergeht, dann braucht es halt einen weiteren Mux, um doch auch alle UKW-Angebote digital abzubilden. Aber für eine ferne positive Zukunft ist schon bereits vieles Vorgeplant, wenn man die angedachten Kanäle betrachtet.

Alte Bestimmung "...der WDR darf nur..." stammen doch aus Zeiten, wo es nicht genügend Kapazitäten gab. So etwas kann man auch aufheben oder wenigstens ändern, wie bei DVB-S/S2.


von Matthias K. - am 03.09.2011 05:40

Re: [DAB] Der Thread zur Aufschaltung des Bundesmuxx

Zitat
Matthias K.
Ich dachte, "nur zwei-Drittel für WDR" wäre an 12D gebunden und diese Vorgabe würde beim Kanalwechsel auf 11D fallen?!?
Nehmen wir an, der WDR könnte 11D komplett belegen.
Dann bräuchte es einen zusätzlichen Privatmux, 9A oder so, für Domradio und neue Privatprogramme.
Ich glaube nicht, dass es nach den Aufschreien von uns, aber auch von weniger freakigen Leuten zu wenig Bewerber für einen weiteren Landesmux -> den Privatmux in NRW gäbe. Insbesondere jetzt nach der IFA und der großen Diskussionen um DAB+.
Und selbst negativ-Presse macht Digitalradio bekannt und Skeptiker können negative Schlagzeilen auch gerade zum Anlass nehmen, es mal selbst zu probieren.

So langsam dürften es viele Leute begriffen haben, dass nicht alle Menschen in NRW mit der Medienlanschaft zufrieden sind.

Und selbst wenn es doch nur 3 Bewerber mit insgesamt 5 Programmen gäbe, könnte man damit starten. Das wäre nicht das erste Mal.

Warum nicht auf einen Versuch ankommen lassen?
In anderen Bundesländern hat man erst nachdem zu wenig Bewerbungen reinkamen entschieden, einen ÖR/Privat-geteilten, gemeinsamen Mux zu betreiben, sonst hätte man je einen ÖR und einen Privatmux gestartet.
Das könnte man in NRW auch so machen.

Was die Mux-Belegung vom WDR angeht:
Ich wäre auch froh, wenn alle Programme im Mux wären, ggf. ohne sie zu nutzen.
Denn für mich ist klar, 1LIVE klingt dort schlechter als über UKW und im BuMux klingen NRJ und Kiss mit weniger Datenrate sogar besser als 1LIVE aktuell auf 12D und das ist eine Kunst, denn man hört bei NRJ und Kiss doch die zu starke Kompression heraus. Ein wenig metallisch, künstlich, Handylike klingt es doch, je nach Lied oder Moderation.
Somit habe ich 1LIVE digital nicht als Favorit gespeichert.
Dafür jedoch 1diggi. Man mag schimpfen, aber wenn der BuMux nicht da wäre, würde ich immer auf 1diggi ausweichen, wenn auf 1LIVE gerade Mist läuft.
Insofern ist 1diggi wichtiger, als 1LIVE über DAB.
Vor allem, so lange die neue Meinung vertreten wird, dass Digitalradio UKW ergänzen, aber nicht ersetzen soll.
Dann könnte man sich weiter fragen, ob es überhaupt Sinn macht, WDR3,4,5 ins Digitalradiopaket aufzunehmen.
Schließlich werden die Programme über so viele und so starke UKW-Sender ausgestrahlt, dass man sie überall im Bundesland rausch- und knisterfrei über UKW empfangen kann und damit dürfte das klangliche Gesamturteil pro UKW contra DAB ausfallen.
Also wäre es doch sinnvoller, Spezialinhalte wie 1diggi, aber auch "clubbing", "moving" usw. als neue Einzelprogramme auszustrahlen.

Wenn dann mal eine so starke Marktdurchdringung erreicht ist, dass man von Ergänzen doch langsam auf Ersetzen rübergeht, dann braucht es halt einen weiteren Mux, um doch auch alle UKW-Angebote digital abzubilden. Aber für eine ferne positive Zukunft ist schon bereits vieles Vorgeplant, wenn man die angedachten Kanäle betrachtet.

Alte Bestimmung "...der WDR darf nur..." stammen doch aus Zeiten, wo es nicht genügend Kapazitäten gab. So etwas kann man auch aufheben oder wenigstens ändern, wie bei DVB-S/S2.


Offenbar denkst du hier nur an dich oder an die Jugend bzw Leute bis 40j.

Zeige mir doch bitte nur EINEN!! Volksmusiksender der derzeit über DAB+ zu empfangen ist! ich bin sehr gespannt!

Der 1live-Müll ist so überflüssig wie ne Ratte! 1live diggi ist das der selbe Müll wie 1live selbst! Da kommt nur schrott drauf:mad:

Dann lieber von Funkhaus Europa die Ableger aufschalten!

Man könnte ja auch ssl und bayern Plus in den Bundesmuxx einbinden.

Fakt ist das du die Ältere Generation die Türe verschlossen hast!

Gerade Ältere leute ab 50j geht es schneller auf die nerven wenn sie laufend die frequenz wechseln müssen es rauscht oder zischt!

Wenn die DAB+ radio haben wo jeder sender seine frequenz hat es kein rauschen mehr gibt, und sie überall WDR4 oder SWR4 empfangen können dann langt das den meisten schon!

Meine Eltern beide knapp 70j,Hören nur WDR4 oder SWR4, die haben von RDS keine ahnung, ich habe es denen so erklärt das sie im Autoradio RDS drücken müssen, damit sie den sendername sehen können, und bei ner Tagestour oder Kurzurlaub, das radio sich automatisch einstellt.

Das Nur mal als Beispiel



von Rheinländer - am 03.09.2011 06:57

Re: [DAB] Der Thread zur Aufschaltung des Bundesmuxx

Entschuldigung, wir sind halt alle verschieden, gerade was unseren Geschmack und unsere Ansichten angeht und das muss nichtmals komplett altersabhängig sein.
Meine Schwiegereltern sind beide über 50 und wohnen im Raum Heidelberg.
Sie hören abwechselnd SWR3, BigFM und SSL!

Mein Vater ist nun 60. Er hat noch nie in seinem Leben Funkhaus Europa gehört und selbst WDR5 läuft bei ihm nur selten.
Er hört meist WDR2.
Meine Mutter, nur wenige Jahre jünger, hört ausschließlich Radio Neandertal.

Meine Großeltern (Opa 91 Jahre alt) hören nur WDR4.

Jetzt würde mein Opa und meine Mutter niemals dem UKW-Funk den Rücken zukehren.
Habe ich gesagt, wir müssten WDR2, WDR4, SWR3 und SWR4 aus dem UKW-Rundfunk verbannen?

Ich meinte, so lange 1LIVE auf UKW flächendeckend in NRW besser klingt, als über DAB, bräuchten wir eigentlich kein 1LIVE über DAB. Dafür hätte ich gerne Spartenableger von ihm über DAB, als Ergänzung.

Natürlich fehlt auch sowas wie SWR4, Radio Paloma o.ä. im Bundesmux oder den Landesmuxen.
Aber wenn eine extrem erfolgreiche Schlagerkette wie seinerzeit RPR2 selbst die UKW-Ausstrahlung einstellt, weil die Kosten bei der Zielgruppe nicht gedeckt werden, wie soll so etwas am Anfang eines neuen Digitalnetzes funktionieren?

So lange DAB+ nicht vollständig den Markt durchdrungen hat, dürfte es ungefähr eine Wertigkeit geben von 10:1 für "unter 50".

Und ich kann immer nur erwähnen, dass wir Sachen brauchen, die über UKW noch nicht hinreichend abgedeckt oder gar unterdrückt werden.
Kombiniere ich SWR1-4 und WDR1,2 habe ich einen Mix, der die meisten Geschmäcker trifft und abbildet.

Ich finde es ungerecht zu sagen, wir brauchen neben 3-4 DRadios, WDR2-5, FH & co keine Alternative zu 1LIVE + Ergänzung für elektronische Musik.
Wovon haben wir denn 10 Programme und wovon kein einziges???

So wie manche hier 1LIVE, NRJ, KISS, TB, HT, SSL, BigFM in einen Topf werfen, werfen dessen Hörer WDR2-6 in einen Topf.

Beispiel:
Trance, Elektro-House, Elektro-Pop, Techno, Deep House, Tech House, Vocal House, HandsUp, Dance, Hard-Dance, Hardstyle, Gabber...
Das sind alles völlig unterschiedliche Musikrichtungen. Teilweise so unterschiedlich wie Schlager zu Rock. Entsprechend sind die Geschmäcker und Urteile.
Hören wir unterm Strich nur einen dieser Stile bemerkbar irgendwo im terrestrischen Radio z.B. in NRW?
Nein!
Willkommen in der unterdrückten Welt der unter 40er.

Natürlich gibt es auch bei den Leuten unter 40, unter 30, ja sogar unter 20 Menschen, die gerne Schlager, Volkstum, Jazz, Oldies etc. hören wollen.
Ich meine auch, dass mehr als die Hälfte der jüngeren Gruppe mit 1LIVE und SWR3 völlig zufrieden ist, sonst würden sie ggf. auch nicht so spielen.
Ich sage aber auch, dass die andere Gruppe sehr viel größer ist, als viele meinen.

Wenn Duft Punk ein Konzert gibt, dann Platzt die Halle aus allen Nähten.
Wenn Tiesto, Armin van Buuren, Paul van Dyk, Paul Kalkbrenner oder Deadmau5 irgendwo live performt, und sei es reines klassisches DJing, dann sind die Karten ausverkauft.
Das kann dann auch mal eine ganze Arena sein, nicht nur ein dunkler (Jazz-)Club in einer Seitenstraße.

Dort wo Richie Hawtin ist, sind auch gerne mal 40 und 50-Jährige,
obwohl er schon sehr unkommerziell, teilweise "härter" auflegt.
Ich erinnere an Tribehouse/Kiesgrube Neuss.
Einfach mal Googlen oder bei YouTube betrachten.
Klar dominieren hier jüngere Leute.

Aber es sind gerade die Leute über 40, die überraschend oft sagen, wenn sie weggehen, hören sie gerne House, dann eher das kommerziellere Disco-House oder halb-kommerzielles Progressive-House.
Auch Ältere befinden sich im Wandel der Zeit.
Eine ü30-Party von 2011 ist auch anders, als jene aus dem Jahre 1990.
Somit sind im Laufe der Jahre auch die Schlagerbereiche der meisten Großdiscotheken verschwunden.



von Matthias K. - am 03.09.2011 07:22
Es ist jedenfalls so, dass die LfM NRW hier sehr gut vorgeht. Ziel muss es nach wie vor sein, dem im Vergleich mit anderen Bundesländern relativ hohen Standard bei der Qualität der Programme zu erhalten.

So schützt das geltende Mediengesetzt die lokalen Anbieter vor Konkurrenz, was uns zumindest die gröbsten Auswüchse wie in anderen Bundesländern erspart.Dadurch müssen die Locals auch nicht ganz so tief "ins Klo" greifen wie die anderen kaum unterscheidbaren Formatbrei-Sendern anderswo.

Das digitale Radio aber bedeutet keine Bedrohung für diese Situation, die nebenbei bemerkt auch eine gewisse poilitische Ausgewogenheit garantiert, weil nicht wie in anderen Bundesländern (wie z. B. Bayern) de facto nur Anbieter senden, die einer bestimmten Partei nahestehen. So ist die CDU-nahe "Rheinische Post" genau so beteiligt wie die SPD-nahe "WAZ".

Private Anbieter, welche auf DAB senden wollen, müssen sich nicht dem Verlegerprimat unterwerfen, Hier aber kann die LfM durch eine geeignete Auswahl der Anbieter verhindern, dass sich nur idiotische "Dudelwellen" herausbilden, wie es sie in weniger privilegierten Bundesländern ja zuhauf gibt.

Daher besteht mit DAB -- trotz aller technischen Hindernisse, die es noch zu übewinden gilt -- in NRW die beste Aussicht, Programme mit tatsächlich verschiedenen Inhalten zu bekommen. Als Modell kann eben besonders das Bundesmux herhalten, wo ja auch nicht "nur" Dudelsender untergebracht sind.

Meine persönliche Meinung ist, nachdem ich ein wenig in die "Szene" der "Sendungsbedürftigen" in NRW hereingeschnuppert habe, dass es der Vielfalt und Qualität eben nicht zuträglich ist, wenn man diese überhaupt on air gehen lassen würde. Der Bürger hat einen Anspruch darauf, dass sein öffentliches Eigentum, nämlich die Rundfunkfrequenzen gleich welcher Art, nicht dazu genutzt werden, irgendwelchen Selbstdarstellern und Neurotikern eine Plattform zu bieten. So etwas findet weder in NRW noch in anderen Bundesländern statt und sollte auch künftig besser vermieden werden.



von Alqaszar - am 06.09.2011 23:50
Ok, dann nochmal...

Die lokale Aufteilung von den privaten Lokalsendern und vom WDR ist unterschiedlich,
aber erstens muss die ja nicht genau so bleiben, wie sie ist und zweitens ließe sich trotzdem die Struktur abbilden, wenn auch nicht ohne Doppelungen, aber bei DVB-T ist es ja auch teilweise so.

Jetzt haben wir z.B. einen UKW-Sender, der gleich mehrere Städte versorgt.
Radio Neandertal sendet aus Velbert-Langenberg nicht nur für Velbert, sondern auch für Mettmann, Ratingen, Hilden, Heiligenhaus, Wülfrath usw.
RSG für Remscheid und Solingen (wohlgemerkt schon mit zwei Frequenzen),

Ich gab so einen Vorschlag schon einmal, aber gerne setze ich einen Reminder.
Nehmen wir DAB-Sender in Velbert, Düsseldorf, Essen, Wuppertal, Solingen und Remscheid und machen daraus ein SFN.
Da packen wir dann Radio RSG, Radio Wuppertal, Radio Essen, Radio Neandertal, Radio Essen und Antenne Düsseldorf rein.

Einer dieser Senderstandorte kommt immer zu einer Stadt oder einem Dorf im Sendegebiet durch, auch zu den entfernten im Bergischen.
Es gäbe also eine gute Versorgung, wahrscheinlich besser als auf UKW, wenn ich beispielsweise an Solingen-Burg (Tal) denke.

Für Pendler wäre es sogar besser und davon gibt es hier einige.
Ich selbst bin früher immer queer durch gefahren.
Ist die Leistung groß genug, erhöht sich auch die Reichweite der Programme.
Die Grenze stellt nicht mehr der Empfang dar, sondern die persönliche lokale Zuordnung und das Interesse des Hörers.

Dann packen wir den WDR (WDR2) dort mit rein.
WDR Wuppertal und WDR Düsseldorf für "Bergisch Land" und "Rhein und Ruhr".

Es bleiben ein paar Programmplätze übrig.
Das ist der neue Mehrwert, die freien Kapazitäten, die man jetzt auf UKW nicht hat.

Doppelungen entstehen, wenn man jetzt für Essen, Bochum, Dortmund ein SFN aufstellt und anschließend für Essen, Mülheim, Duisburg, Oberhausen.

Radio Essen würde als "Radio für die Hauptstadt des Ruhrgebiets" in 3 Lokalmuxen auftauchen.
Wegen der Dichte hier und dort im Ruhrgebiet gibt es zu viele Pendler und zu viele Routen.
Aber auch so wäre es ein Zugewinn für das Programm und die Hörer, denn wo könnte ich z.B. in Velbert sonst vernünpftig Radio Essen hören.


Für die Alternative setze ich den zweiten Reminder.
Wo steht denn geschrieben, dass UKW irgendwann abgeschaltet werden muss.
Für DAB war auch mal ein zweites Frequenzband vorgesehen, das L-Band, speziell für die Lokalsender.
Also könnte doch UKW dieses Lokalband sein und bleiben, meintetwegen in ferner Zukunft auch digitalisiert.

Ich war nie für die Abschaltung von UKW, sondern für eine engere Bestimmung oder Reglementierung.
Diese ist recht variabel, so sieht es diesmal bei meinem Vorschlag vielleicht wieder anders aus.

Angeordnet wird:
Auf UKW beträgt in Deutschland (in der EU)...
1.) die maximale Sendeleistung (ERP) pro Sender 3 kW
2.) die maximale Anzahl an Sendern pro Programm: 8 Stück

Der WDR würde ganz automatisch damit anfangen, diese 8 so zu platzieren, dass nur DAB Versorgungslücken geschlossen werden.
Die Lokalsender würden so weiterarbeiten, wie jetzt.

Einerseits käme es einer Abschaltung gleich, andererseits würde es überhaupt nichts ändern.

Alles was für große Regionen oder fürs ganze Bundesland sendet, käme ins DAB-Netz.
Alles was für kleine Regionen sendet, was zum Lückenfüllen sendet oder nur für kleine Lokalitäten bliebe auf UKW.

Endlich würde das alles einen Sinn machen, ergonimisch benutzt werden und am Ende wirtschaftlicher arbeiten.


von Matthias K. - am 07.09.2011 05:40

DAB(+) in NRW, OT: Medienbeteiligung der Parteien an Radiosendern

Matthias K., der Regional-MUX wird nicht ausgeschrieben und WDR 2 wird wahrscheinlich nie im Regional-MUX senden. Eher wird der WDR die Regionalprogramme zu WDR 5 verschieben. WDR 2 muss ohne Frequenzumschaltung in ganz NRW zu empfangen sein und ist bereits auf 11D. Es werden 3 Übertragungskapazitäten in dem Landes-MUX (Kanal 11D) ausgeschrieben, nicht mehr, nicht weniger!

@Dah-di-dah-dit Dah-dah-di-dah
Der Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG hält nicht immer 75 % der OWL-Lokalsender, bei Radio Lippe ist es nur 5,3 % und bei Güthersloh nur 27 %.
http://www.lfm-nrw.de/medienatlas/set3_portfolio/lfm_port_m316_02_109newe_ak.html
http://www.lfm-nrw.de/medienatlas/set3_portfolio/lfm_port_m145_02_088lila_ak.html

Dann muß Du auch die Beteiligungen u.a. dieser Sender erwähnen und die Liste ist unvollständig, denn auch an diesen Sendern ist die SPD indirekt beteiligt.
89.0 RTL, Radio Brocken, Hit Radio RTL Sachsen, RPR1, RPR2, big.FM Hot Music Radio, Rockland Radio, radio ffn, ffn digital, ffn jack, ffn young, ffn Comedy, PEPPERMINT fm, Hit Radio FFH, planet radio, Harmony.fm (Webradio), Radio Eins, Radio Galaxy Coburg

über Bayreuth Druck + Media GmbH & Co. KG und RBTZ Rundfunk Beteiligungsgesellschaft Bayerischer Tageszeitungen mbH & Co. KG ( 3.09% ) auch an
Radio Gong 97,1 Nürnberg, Pirate Gong, egoFM, Radio Charivari 98,6 Nürnberg, Fantasy Aktuell digital, Radio Fantasy, Radio Charivari Würzburg, Radio Gong Würzburg, Radio Gong 96,3 München, Radio Gong mobil, Fantasy Bayern, Fantasy Aktuell digital, Radio Primavera, Donau 3 FM, BB RADIO Niederlausitz / Nord/Ost / Oderland

über den Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG auch an Antenne Thüringen, Radio TOP 40 beteiligt.

Und zu den NRW-Lokalradios kann man sagen, die SPD ist nur an 15 Lokalradio von 46 beteiligt.
Bei der CDU sitzen die Vertreter der Lokalradios und Verläger direkt im Landtag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Thorsten_Schick_(Politiker)
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_I/I.1/Abgeordnete/abgeordnetendetail.jsp?k=01509


von Seltener Besucher - am 07.09.2011 08:26
Ist gestern (und vielleicht noch heute) etwas am NRW-Landesmux seitens der Sender und der Sendeleistungen verändert worden?
Vielleicht auch am Bundesmux?

Im Auto habe ich ja nun das Kenwood-DAB Autoradio mit der mitgelieferteren Scheibklebeantenne, fachgerecht an der richtigen Stelle montiert.

Ich bin in den letzten Tagen viel unterwegs gewesen und habe nie Ausfälle bemerkt.
Ich war sogar positiv von der Scheibenklebe-Antenne überrascht, weil ich z.B. queer durch Essen gefahren bin und beim Bundesmux-Hören nie einen einzigen Aussetzer hatte, auch nicht, unter den größeren Unterführungen, wo das mobile Sangean bei geöffneten Cabrio-Dach durchaus jedes Mal aussetzte!

Dann war ich 2x auf längeren Touren, einmal nach Herten und einmal nach Haltern am See.
In beiden Fällen hörte ich hin- und wieder Programme aus dem Bundesmux, schaltete aber auch mal zeitweilig in den WDR-Landesmux.
Nicht ein einziger Ausfall!

Gestern fuhr ich nur durch Velbert.
Im Bundesmux war alles wie gehabt, zumindest im Auto - störungsfrei.

Mir gefiel aber zu dem Zeitpunkt nichts im Bundesmux und so wollte ich 1diggi (1live diggi) hören.
Zu dem Zeitpunkt fuhr ich gerade (42549 -> 42551) von der Poststraße in die Uelenbeek.
Der Empfang setzte immer wieder aus und das wurde noch schlimmer.
Weiter durch die Parkstraße und die Bismarckstraße war öfter kein Empfang, als überhaupt Empfang möglich.
Ich schaltete das Display auf Signalanzeige um.
"Strong" und "Weak" wechselten sich ab, alle 10 Meter. Wäre ich an der passenden Stelle stehen geblieben, hätte ich bestimmt "No Signal" erlebt.
Es war ja so, als wollte ich einen UKW-Sender aus dem Ausland im tiefsten Tal meiner Umgebung hören, nicht einen Sender, der in Velbert, Essen, Wuppertal, Düsseldorf usw. parallel ausgestrahlt wird.

Da es noch nie auch nur ansatzweise so schlimm war, vermutete ich schon fast, dass ein DAB-K12D-Sender ausgefallen war (ist), vielleicht der aus Essen?

Also der Landesmux war so jedenfalls völlig unbrauchbar.

Klar kann man jetzt über die Scheibenantenne meckern, aber bisher zeigte sie doch wesentlich bessere Ergebnisse als das Sangean DPR34+ mit ausgezogenener Antenne beim offenen Dach, also klar outdoor, wir reden überhaupt nicht von indoor und outdoor reicht eigentlich doch 100W - 1kW.
Und wie geschrieben, da gab es auch andere, große Touren, wo selbst der Landesmux nie aussetzte!

Beim Bundesmux war mir gestern nur aufgefallen und erst zu Hause am Pure-Empfänger, dass die Sendeleistung und die Signalqualität ca. 30 Prozent geringer waren, als sonst üblich.
Sonst bekomme ich die 100%/100% kaum weg, diesmal musste ich dafür die Antenne ganz ausziehen.

Was den Landesmux und die zumeist

von Matthias K. - am 24.09.2011 11:23
Ich habe eben extra nochmal eine Testfahrt für "DAB+ 12D NRW WDR" in Velbert gemacht.
Es bleibt dabei, die Bismarckstraße ist schon schlecht versorgt und die kleineren kürzeren Aussetzer nerven etwas.
Auf der Parkstraße nervt es nicht nur, dort wird es schlicht unbrauchbar.

Beispiel-Geodaten?
51.341740 7.034792
51.341442 7.034969
51.341530 7.035276

Mein Gerät: Kenwood KDC-DAB41U mit mitgelieferter Scheibenklebeantenne. Antennenposition Fronstscheibe oben rechts.

Vergleichsreferenz: Sangean DPR34+ mit ausgezogener Antenne im Getränkebecher-Halter (Mitte vom 1er BMW).

Mal setzte das Sangean eher aus, dann mal das Kenwood.

Steige ich an extremen Teststellen aus dem Fahrzeug aus und halte das Sangean so, dass die Antenne wie eine KFZ-Dachantenne über KFZ-Dachniveau ist, ist der Empfang zwar nicht der beste, aber wieder brauchbar.
Insgesamt empfängt der Sangean in der Mittelkonsole ein kleines Bisschen besser als das Kenwood mit der Folienantenne.

Kenwood´s Werbespruch: "Empfangsstarke, aktive DAB-Scheibenantenne im Lieferumfang" ist für mich eine reine Irreführung. Empfangsstark ist da im Vergleich zum Sangean DPR34+ im Innenraum gar nichts (schon gar nicht im Vergleich zur passiven Dachantenne) und es gibt keine Beschichtung o.ä. an der Scheibe, die das Empfangsbild verschlechtern würden, um da mal gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Einziger Trost ist und bleibt, dass in Essen der Bundesmux mit der Kenwood-Lösung besser empfangen wird, als mit dem Sangean.

Als ein Fazit kann man schon mal festhalten, dass die Folienantenne von Kenwood oder vielleicht eine Scheiben-Klebeantenne generell eine denkbar schlechte Alternative oder eben keine Alternative zur "richtigen" Dachantenne ist.

Gleichzeitig muss ich aber auch in Erinnerung rufen, dass im DAB-Nachrüstbereich oft nicht mehr als so etwas möglich ist.
Die UKW-Bereichsantenne auszutauschen oder eine zusätzliche DAB-Antenne in die Karosserie zu integrieren ist bei dem Fahrzeug nicht möglich, zumindest nicht bei wirtschaftlicher Betrachtung.
"Lassen Sie uns dafür einen Blankocheck da und lassen Sie uns viel Zeit", war ein Spruch des Spezialisten. Man kommt einfach nicht hin ohne den kompletten Innenraum zu zerlegen.

Eine Magnetfuß-Antenne kommt aus drei Gründen nicht in Frage:
1.) Es ist schon nervig genug, das Radio-Bedienteil immer mitzunehmen. Die Antenne würde irgendwann immer zu Hause bleiben oder immer am Fahrzeug verweilen. Dann könnte ich gleich ein Loch in die Karosse bohren. (Meine Frau will keine 2 Antennen am Auto sehen).
2.) Es kann nicht gut sein, immer etwas auf die Karosserie zu heften und wieder abzunehmen. Spätestens die physikalischen Kräfte, die diese Antenne zum Kratz-Täter werden lassen, verderben den letzten Spaß.
3.) Auf einem Stoffdach hält kein Magnet, auf der Motorhaube macht es wieder weniger Sinn. ;)


Aber am Ende noch ein ganz interessanter Vergleich:
Schalte ich die Stromversorgung der Folienantenne ab, so dass der Verstärker inaktiv und damit eher zum Dämpfungsglied wird, hat der Empfang des Bundesmux im betroffenen Gebiet sogar noch weniger Aussetzer, als der Landesmux (12D) mit eingeschalteten Verstärker.
Das zeigt, wie stark sich der Empfang verbessert, wenn mit 10 kW statt mit 1 kW gesendet wird.
Somit löst sich mein Problem irgendwann von selbst, zumindest im direkten Umfeld. Bemerkbar wird es sich dann wieder auf Reisen durch weniger gut versorgte Gebiete machen.

Wieso hat die Antenne überhaupt ein Verstärker?
Ein Verstärker gleicht doch hauptsächlich Leitungsverluste aus, sorgt aber selber wieder für ein schlechteres Signal (Qualität) und Störungen.
Halte ich den Sangean so, dass dessen PASSIVE Antenne deckungsgleich mit der AKTIVEN Kenwood-Folienantenne ist (von innen an der Scheibe), ist der Empfang vom Sangean durchweg besser und stabiler!


von Matthias K. - am 26.09.2011 16:51
Nur noch Dortmund auf 5a, sonst alles rund um Velbert auf 5c.
Was machte mein Kenwood mit großer Freude beim Durchfahren meiner Heimatstadt?
Richtig, verzweifelt an 5a festhalten.
List/Serviceupdate - immer noch 5a.
Dann habe ich auf manuelles Tunen umgestellt und 5c vorgegeben.
Ok, jetzt hatte es perfekten Empfang auf 5c.
Zur Sicherheit noch ein Programm mit der richtigen Frequenz auf einer Stationstaste gespeichert, jetzt sollte alles perfekt sein.
Umgeschaltet, prima, direkt auf 5c, ok.

Nach etwas Fahrt dann ständig Aussetzer.
Ich drückte eine Statiostaste.
3 Sekunden 5c, dann wieder auf 5a.
Ich schaltete nochmal um, aua, da war dann auch wieder 5a als erste Wahl hinterlegt.

Ein Empfang war im Westen der Stadt so nicht mehr möglich.
Im Osten reicht Dortmund alleine für einen perfekten Empfang.

Ich weiß nicht warum, irgendwann nach einer Fahrt und Auto(-Radio) aus+an hat das Radio dann eingesehen, dass es doch lieber 5c abspielen sollte und blieb dort.

Ich glaube dass es hier Stellen gibt, wo Dortmund tatsächlich perfekt ankommt.
Als Einzelsender nicht im SFN wird dann die Qualität sogar besser sein.
Das wäre ein Grund für die automatische Wahl.
Nur zu doof, wenn 50m weiter dann gerade nicht genug ankommt.
Hier unterscheidet sich DAB deutlich von UKW.
Da wo VHF nicht auf Hindernisse stößt, kommt es weiter und stärker/besser an.
Aber wo UKW sich noch etwas beugen lässt, kleine Hindernisse lässig durchdringt und in jede Ritze dringt, ist dann auf DAB (VHF) schnell komplett Schicht im Schacht.
Da haben wir dann eher einen Wechsel zwischen kein Empfang und quasi Ortssenderqualität.
Damit müssen die Empfänger erstmal mit klarkommen.
Es reicht dann auch nicht, nach einigen Minuten zu wechseln, auch nicht nach Sekunden.
Das muss on the Fly in Microsekunden umschalten, wo es halt gerade besser ist, ähnlich wie bei UKW AF.
Am besten wäre es sogar, bei zwei gleichen DAB Ensembles auf zwei verschiedenen Frequenzen beide gleichzeitig zu Empfangen und eine ausgeklügelte Fehlerkorrektur noch vor dem Dekodieren entscheiden zu lassen.
Das wäre geradezu Failsave und sogar besser als ein großes SFN auf einem Kanal.

von Matthias K. - am 29.09.2011 20:01
Meine Informationen bestehen ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen im Internet. Über Insider-Informationen verfüge ich nicht.

Man sollte aber in der Lage sein, die Qualität der Quellen zu beurteilen und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Es wird z.B. so manches geschrieben, was der Rechtslage widerspricht und deshalb gar nicht relevant ist.

Die Insider hier im Forum sind öfters die Quelle von Gerüchten. Wenn jemand Interesse an der Verbreitung von Gerüchten hat, um damit eigene Ziele zu befördern, gibt er dem Insider einen Tipp. So werden dann z.B. aus Wunschterminen feststehende Termine. Sie landen dann in der Sendertabelle und der Wikipedia, sind aber nur Quellen für die Verbreitung von Gerüchten.

Zu Kanal 9:

Das Abkommen Genf 2006 (GE06) ist ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag zwischen den Signaturstaaten. Im beiliegenden Frequenzplan ist Kanal 9 den Regionen Nordrhein und Ruhr für DVB-T zugewiesen, Kanal 8 den übrigen Gebieten in NRW. Das bedeutet, dass diese Gebiete auf den zugewiesenen Kanälen (sogenannte Allotments) vor ausländischer Interferenz geschützt sind.

Das Abkommen beschreibt in § 4, wie der Plan modifiziert werden kann.

Zitat

4.1 Modifications to the Plans

4.1.1 When an administration proposes to make a modification to the digital Plan or the
analogue Plan, i.e. in cases where an administration needs:
a) to change the characteristics of an allotment, or of an assignment to a broadcasting
station, appearing in the Plans; or
b) to add to the Plans an allotment, or an assignment to a broadcasting station; or
c) to add to the digital Plan an assignment stemming from an allotment in the digital Plan; or
d) to cancel from the Plans an allotment, or an assignment to a broadcasting station,
this administration shall apply the procedure contained in this Article before any notification is
made under Article 5.

4.1.2 ...


Jede Modifikation (Änderung von Kanälen wie z.B. die Ausweitung von Kanal 9 auf ganz NRW bei Aufgabe von Kanal 8 oder wie die Umwandlung in DAB) erfordert die Zustimmung aller betroffenen Nachbarn. Andererseits ist Kanal 9 danach auch im Münsterland vor Interferenzen geschützt. Ein willkürlicher Sendebetrieb der Niederländer auf Kanal 9, der irgendwo in NRW stört, wäre illegal, da die BNetzA als zuständige Behörde dem nicht zustimmen würde.

Der Schutz von Kanal 9 hört an der Grenze des Allotments auf. Wenn Kanal 9 von Niederländern oder Belgiern in Arnhem, Venlo, Roermond, Eupen oder Prüm gestört wird, ist das nicht relevant.

von Manfred Z - am 04.12.2011 12:31
Das muss man doch nicht diskutieren. Welche Programme der WDR ausstrahlen muss, ist durch das WDR-Gesetz bestimmt. Und weil neuerdings konkurrierende Privatprogramme in Teilen des Landes über ein neues System fast ohne Hörer ausgestrahlt werden, ändert sich doch der gesetzliche Auftrag des WDR nicht.

Zitat

§ 3 - Aufgaben, Sendegebiet

(1) Aufgabe des wdr ist die für die Allgemeinheit bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Rundfunk im Sinne des RStV. [...]

(3) Der wdr veranstaltet folgende Hörfunkprogramme, die neben ihren spezifischen Schwerpunkten auch der Darstellung der Regionen dienen können:
1. ein Hörfunkprogramm, das sich mit aktuellen Nachrichten, Informationen und Musik sowie unterhaltenden Beiträgen vor allem an jüngere Menschen richtet,
2. ein Tagesbegleitprogramm mit Musik und aktuellen Informationen aus den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens, Deutschland und der Welt,
3. ein musikgeprägtes Kulturprogramm, das sich im Schwerpunkt auf Themen der Kultur aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Welt stützt und auch der kulturellen Darstellung der Regionen dient,
4. ein musikgeprägtes Programm, das eine eher ältere Zielgruppe anspricht und zielgruppenspezifische Themen aufgreift,
5. ein wortgeprägtes Hörfunkprogramm, das ein informationsbetontes Angebot insbesondere zu Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft enthält,
6. ein Hörfunkprogramm, das sich vor allem Themen des interkulturellen Zusammenlebens widmet.

(4) Der wdr veranstaltet folgende ausschließlich digital übertragenen Hörfunkprogramme:
1. ein musikgeprägtes Programm, das sich mit altersadäquater Information und Unterhaltung an ein jugendliches Publikum richtet,
2. ein Programm, das die vorhandenen Kinderangebote des wdr-Hörfunks bündelt und neu zusammenstellt.

(6) Der wdr errichtet und betreibt die für Hörfunk und Fernsehen erforderlichen Anlagen. Er ist verpflichtet, das Land Nordrhein-Westfalen (Sendegebiet) gleichwertig zu versorgen. Er nutzt
1. die Übertragungskapazitäten, die er bei Inkrafttreten des Rundfunkgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (LRG NW) vom 19. Januar 1987 (GV. NW. S. 22) genutzt hat,
2. die in der Anlage zum LRG NW in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Januar 1988 (GV. NW. S. 6) aufgeführten Frequenzen,
3. die Übertragungskapazitäten, die ihm nach §§ 10 bis 10b LMG NRW zugeordnet werden.

(7) Der wdr kann seinem gesetzlichen Auftrag durch Nutzung geeigneter Übertragungswege nachkommen. Bei der Auswahl des Übertragungsweges sind die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten. Er ist berechtigt, zu angemessenen Bedingungen die analoge terrestrische Versorgung schrittweise einzustellen, um Zug um Zug den Ausbau und die Zuweisung
digitaler terrestrischer Übertragungskapazitäten zu ermöglichen. Die analoge Verbreitung bisher ausschließlich digital verbreiteter Programme ist unzulässig.


von Manfred Z - am 09.02.2012 18:29
Zitat
Nordlicht2
Man sollte die Aufteilung in Private und Oeffentliche Muxe ganz aufgeben. Haette man deutschlandweit nur die Aufteilung in Bundesweit, Landesweit und Regional, dann brauchen nur Programme in Regionalmuxe die auch regionale Fenster haben.
Programme wie z.B. NDR2, NDR Info usw. haette man dann nicht sinnlos in verschieden Regionalmuxen sondern in einem Landesmux, also in einem SFN je Bundesland. Nur die regionalen wie NDR1, haette man zusammen mit Privaten, die auch regionale Fesnster haben, mehrfach je Bundesland.
Wer die Muxe betreibt, das koennte man auch fair zwischen oeffentlichen Netzbetreibern und Mediabroadcast oder gar Dritten aufteilen.


Das sehe ich ganz ähnlich.
Wenn genügend Interessenten da sind, kann man natürlich Privat- und ÖR-Muxe getrennt halten, sonst sollte es aber keine Grenzen geben, schon gar keine starren.
Man darf aber auch nicht einen ÖR-lastigen Mux beschränken, in der Form:
"Der WDR kann weder vollständig noch mit ordentlicher Qualität senden, weil sonst nicht x CUs für die Privaten übrig bleiben würden", wenn voll, gehört sofort ein neuer Mux eröffnet und die Programme auf die jeweiligen Muxe verteilt oder alternativ wird dann doch ÖR/Privat getrennt.
Wenn es grundsätzlich gemischt werden soll, dann empfiehlt sich, dass ein Mux weder einer ÖR-Anstalt noch MB & co gehört, sondern einen unabhängigen Dritten, vielleicht sogar einem Verein ohne Erwerbszweck.

Was die Regio- oder Lokalmuxe angeht:
Bayern ist da ein gutes und ein schlechtes Beispiel.
Trotz dass es diese kleinen regionalen Muxe gibt, senden die Bayernradio-Lokalfenster gemeinsam und gleichzeitig in einem Landesmux, der so mit wenigen Programm gleich ganz voll ist.
Selbst mit max. Datenrate jeweils nur in einem Lokal/Regio-Mux wäre es weniger Verschwendung.

Eine solche Aufteilung trifft ja auch in etwa meinen bisherige Vorschläge für NRW (Lokalradios):
Lassen wir mal die alten Pläne "Lokalmux Düsseldorf, Lokalmux Wuppertal, Lokalmux Essen..." beiseite, man könnte NRW auch in die gleichen Regionen zerteilen, die es auch schon für WDR2 bzw. die WDR Lokalfenster gibt.
Viele kleine Netze, je eines für Rhein/Ruhr, eines für Bergisch-Land, eines fürs Siegerland usw.
In jedes Netz kommt das passende WDR2-Programm.
Der Rest des jeweiligen Regiomuxes wird für Private ausgeschrieben.
Selbstverständlich wollen wir auch bei diesen kleinen Regiomuxen nicht wieder mit = 2 kW und ein Regio-Overspill gehören schon dazu.
Dann klappt es auch mit den (kleinen) Nachbarn.
Und die Aufteilung muss ja auch nicht so starr bleiben, auch nicht exakt so, wie sie bisher war/ist.

Letztendlich passen da pro Region das passende WDR2, die passenden Lokalradios und neue Bewerber rein.

Noch zwei Landesmuxe dazu mit allen WDRs und neuen landesweiten privaten Anbietern und es wäre selbst ohne Bundesmux für die Hörer in NRW höchst interessant.

Zitat
Daniel1
Nur gehört Ostwestfalen,Sieger und Sauerland genauso zu NRW und da geht maximal das WDR Ensemble...


Im Landesmux gibt es wenigstens eine Minimalversorgung des Sauerlandes per Arnsberg und Olsberg.
Leider reicht das nicht für eine Durchfahrt von Dortmund bis Winterberg. Es sind nur lokale Empfangsereignisse.
Aber bei den Leistungen von 500 W und 1 kW ist es ja auch kein Wunder.
Jeweils 2 kW könnte schon Abhilfe schaffen.
Das Traurige ist, für den Bundesmux ist das Sauerland für die nächsten Jahre bis zur jetzigen Endausbauplanung gar nicht bedacht.
Und ob es im Sauerland bezüglich des Landesmuxes nach dem Kanalwechsel besser wird oder es auch ganz wegfällt, ist auch noch nicht klar.
Winterberg und Willingen gehören sogar richtig versorgt, meiner Meinung nach.
Es heißt, die Standorten liegen zu hoch.
Aber nun, wenn alle Sender mit 10 kW rausfeuern, könnte man in diesen beiden Städten (Brembergkopf, Ziegenhelle, Kahler Asten usw.) auch jeweils 500 Watt senden, ohne dass es die anderen im SFN stören sollte.
Da dürfte die Feldstärken-Differenz groß genug sein.

Für´s Siegerland reicht es bestimmt, aus Siegen selbst mit großer Leistung und hoher Antenne zu senden.

Der Raum um Bielefeld herum wird ja im Laufe des Jahres bundesmuxtechnisch gut versorgt sein.
Landesmux? Man wird sehen...

von Matthias K. - am 07.03.2012 18:27
Legt man den flämischen Mux in Belgien als Referenz für eine gute Auslastung (Nutzung) eines Ensembles und gute Multiplexer/Fehlerschutz-Settings zu Grunde,
Zitat

Klara 6313 160 kbit/s Joint Stereo Serious Classical
Klara continuo 631A 160 kbit/s Joint Stereo Serious Classical
MNM 6315 160 kbit/s Joint Stereo Pop Music
MNM hits 631F 160 kbit/s Joint Stereo Pop Music
nieuws+ 631E 48 kbit/s Mono LSF News
Radio 1 6311 160 kbit/s Joint Stereo Information
Radio 2 6312 160 kbit/s Joint Stereo Easy Listening
Sporza 631D 160 kbit/s Joint Stereo Sport
Studio Brussel 6314 160 kbit/s Joint Stereo Pop Music

kämen wir auf genau 1328 kbps, die in einem Mux bzw. Ensemble zur Verfügung stehen.

Das hieße, der WDR hat 885 kbps zur möglichen Verwendung und die Privaten haben 443 kbps zur Verfügung (ich erspare mir mal Umrechnungen in CUs).

Hier kommt mein erster Einwand: Bitte keine starren Trennlinien mehr!
Sollten sich nur zwei private Programme bewerben, sollte der WDR automatisch auch etwas mehr als Zweidrittel für sich nutzen dürfen, z.B. 3/4 oder 4/5.
Sollten sich direkt >2 Veranstalter mit zusammen >6 Programmen bewerben, sollte gar nicht erst wieder entschieden werden, welche x der vielleicht 9 Programme senden dürfen, sondern dann automatisch der ganze Mux 11D an den WDR fallen und 9A, B, C oder D gleichzeitig mit in Betrieb genommen werden, für eben diese privaten Radios. Alle Bewerber dürfen senden, für DAB muss es exklusiv aufgeweicht werden, so wie jetzt im Bundesmux über den Umweg der ZAK.

Was den WDR innerhalb von Zweidrittel Mux, als innerhalb von 885 kbps angeht:
Würde man rigoros alles auf DAB+ (AAC+, AAC HE) laufen lassen und keine Ausnahmen für WDR2 und Vera machen, wäre das eine mögliche Belegung:
EinsLive 96 kbps
WDR2 96 kbps
WDR3 96 kbps
WDR4 96 kbps
WDR5 96 kbps
1diggi 96 kbps
KiRaKa 96 kbps
FHE 96 kbps
Vera 32 kbps mono
Event 64 kbps
Daten 21 kbps

Es würden also alle Programme in den Zweidrittel-Mux reinpassen und das in brauchbarer Qualität.

Jedoch befürchte ich, dass der WDR an den zwei MP2-Programmen festhalten will, also für WDR2 und Vera weiterhin zusammen 192 kbps verbraten wird, obwohl beide zusammen nur 128 kbps verbrauchen könnten und dabei sogar besser klingen würden.
Dann kommt hinzu, dass Ihnen ein Rest von 21 kbps für Datendienste u.ä. zu wenig sein könnte.
Und selbst wenn sie jedem Programm nochmal vielleicht erträgliche 8 kbps abziehen, schafft das dann nicht wirklich den nötigen Ausgleich für beides.
In NRW werden die WDR-Programme lückenlos und hochqualitativ perfekt über UKW ausgestrahlt und sind hier ebenso so gut empfangbar, überall hier. Ich sehe also für das Hören von WDR3-5 über DAB statt UKW ausschließlich den Grund eines besseren Klangs. Zuviel Reduzierung würde also den einzigen Grund zerstören.
Schützenswert sind jedoch die Programme, die es über UKW nicht oder nur "zu lokal" gibt.
Andere (neue, zusätzliche...) Programme und mehr konstant gute Empfangsfläche sind die wahren Bereicherungen von Digitalradio.
Da wären wir wieder bei 1diggi, KiRaKa und FHE und nur dort (plus Vera, aber der Infodienst kann ja absolut niedrig-bitratig laufen).

Deshalb gehe ich davon aus, dass der WDR an der jetzigen Programmauswahl auch auf K 11D festhalten wird, so lange, bis dem WDR mindestens 900 kbps zur Verfügung gestellt werden und/oder er ein ganzes Ensemble für sich alleine beanspruchen kann, darf, was auch immer.
Wahrscheinlich bleiben sogar alle Einstellungen erhalten. Echt traurig, gerade in Hinblick zur Event-Verschwendung.

Außerdem ist gar nicht gesagt, dass es mit dem von denen gewählten Muxer/Sendern/Fehlerschutz und sonstigen Settings überhaupt möglich ist, >1300 kbps in 11D nutzbar zu machen.

Natürlich ist auch ein Kombi-Kanal denkbar - ich schlug ihn einmal bereits vor:
"WDR5 Event" - es läuft immer WDR5, es sei denn, es gibt ein Event das übertragen wird, dann läuft dort (also auf diesem Programmplatz) eben das Event (bis heute äußerst selten der Fall!).
Der WDR könnte seinen Event-Kanal ununterbrochen senden lassen, so wie sie es wünschen, wobei ich bezweifel, dass dies heute noch nötig ist, aber man hätte zu 99% WDR5 und in der restlichen Zeit (1%) halt die Event-Übertragung.
Der Name "WDR5 Event" wäre treffend. Niemals müsste man dynamisch an den Settings etwas ändern. Der Name und alle Einstellungen blieben immer gleich, nur der Inhalt wäre zeitweise ein anderer.
Immerhin hätte man so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und schon eine Sorge weniger sowie etwas Bitrate sinnvoll für anderes bewahrt.

von Matthias K. - am 13.03.2012 15:31
Beim Schreiben eines Beitrags in einen anderen Forum stolperte ich auch über diese Ungreimtheiten und Stieß danach eigentlich auf die vermutlich passende Interpretation:

In dem Schreiben des Landtags von Januar 2012 ist eindeutig die Rede vom 11D NRW Landesmux und von 576 CUs für den WDR und 288 CUs für Private (Genehmigung/Vorgabe), also 1/3 Privat zu 2/3 WDR.

In der Satnews ist die Rede von einem Regionalmux und von 1/5 zu 4/5 - wobei da gar nicht klar raus hervorgeht, ob ein Fünftel für WDR oder für Privat, es klingt eher nach 1/5 WDR, wenn man mit diesen Hintergrundgedanken liest.

Das würde heißen, der WDR schafft tatsächlich Regionalmuxe passend zu seinen Lokalfenstern, schiebt dort WDR2, vielleicht auch WDR4 rein und des Rest wird ausgeschrieben.
In diesen Rest passen dann die Lokalradios und wenn es genügend Regiomuxe gibt oder nur wenige bis keine der UKW-Lokalfunker sich bewerben, auch noch weitere, neue Programmanbieter.

Das würde dann auch den zu geringen Platz innerhalb 576 CUs für alle WDR-Programme relativen bzw. das Problem ganz aufheben.

Der Witz dabei ist, es würde genau meinen bisherigen Vorschlägen entsprechen, nur dass ich natürlich immer dafür war, gleichzeitig zu einem Block in Kanal 11 "WDR" auch einen Block im K9 "Privat" zu aktivieren, um so von vorne herein mit zwei Ensemblen, ÖR/Privat getrennt zu starten.
Aber wenn das Interesse am kompletten Privatmux so gering ist, wie in anderen Regionen Deutschlands, dann macht es durchaus Sinn, nur 3-5 Programme im Landesmux auszuschreiben und günstigere CUs in unterschiedlichen Regionen NRWs anzubieten.

Mein alter Vorschlag (updated):
So könnte es mit den Sendern Langenberg, Wuppertal, Solingen und Remscheid á 4 kW (zu bergisch hier^^) einen Regiomux "Bergisch-Land + Kreis ME" geben, in dem dann WDR2 Wuppertal, Radio RSG, Radio Wuppertal, Radio Neandertal und ein paar neue Anbieter senden.
Gerade WDR2 Wuppertal ist z.B. in Velbert und Heiligenhaus mobil oder indoor kaum brauchbar zu empfangen.

Für die Kreise MH, E, GE, BOT, BO könnte es einen Regiomux mit 2-3 Sendern á 2 kW für den Großraum Essen geben.

Düsseldorf, Neuss, Duisburg, Moers, Kleve könnte man in einen Nordrhein-Mux zusammenfassen.
usw.

Und wenn sich zu wenige Programme in diesen Regiomuxen zusammen trommeln lassen, könnte man noch mehr Städte zu noch größeren Regionen zusammen fassen.
Wichtig ist nur, dass man mehr als einen Sender hat, um die Aussetzer zu minimieren (vom einem SFN profitieren zu können), gleichzeitig aber möglichst wenig Sender betreiben muss, um die Kosten zu minimieren und deutlich unter den Kosten zu halten, die eine CU im Landesmux kostet, damit die Privaten aufspringen (können).

von Matthias K. - am 14.03.2012 16:56
Zitat
Radio2012
Zitat
Alquasar
Diese technische Umschaltung des bestehenden Muxes ist eigentlich nicht abhängig von den administrativen Entscheidungen, da der Mux ja vorerst in seinem jetzigen Zustand einfach nur die Frequenz wechseln muss uns damit due Sendeleistung erhöhen kann.


Eben nicht!

Die LfM hat eine klare Auflage: Ein Drittel der CUs hat an private Veranstalter zu gehen.
Vor einem Kanalwechsel muss somit erst einmal eine Ausschreibung erfolgen.

Wie lange die LfM den Beginn des Ausschreibungsverfahrens noch hinauszögern kann, bleibt abzuwarten.
Meine Vermutung ist die, dass man erst einmal die Inbetriebnahme der zweiten UKW-Kette abwarten möchte, damit für das betreffende Programm unbedingt auch ein Platz im Landesmux zur Verfügung steht, den man nicht an einen anderen Veranstalter (bspw. Radio Paloma) vergeben muss.

Die Ausschreibung der UKW-Kette wiederum zieht sich ebenfalls in die Länge, weil die Verleger kein Interesse an dem Start eines Jugendradios haben: Zum einen ist es nicht sicher, ob sich ein Jugendprogramm auf den ganzen superteuren UKW-Funzeln überhaupt rentieren würde (für das D-Radio spielt die Rentabilität bekanntlich keine Rolle); zum anderen ist davon auszugehen, dass Brüssel inzwischen einen Blick auf die Zustände in NRW wirft: Sollten die Zeitungsverlage auch noch die letzten verbliebenen UKW-Frequenzen in Beschlag nehmen, könnte dies der Anlass zu einem Strafverfahren und einer Zerschlagung des Lokalfunk-Monopols sein. Für die Verleger wäre das der Supergau.

Das Ergebnis: Stillstand auf allen Ebenen; - sowohl bei UKW, als auch bei DAB+.




Der WDR kann mit seinem 2/3 Anteil des neuen Kanal 11D unabhängig von der LfM vorab den Kanalwechsel durchführen !
Was hat der WDR mit der LfM zu tun ? Der WDR wird sogar Netzbetreiber des Kanal 11D
Wann die LfM ihr 1/3 ausschreibt ist dabei eine Angelegenheit für sich .

von Skeletor - am 30.03.2012 20:26
Zitat
Nordlicht2
Schade, dass Bielefeld off bleibt


Ich fand's schon seltsam, dass man Bielefeld überhaupt abgeschaltet hat, wo man doch sonst eher zu dem Trend übergeht, Stadtsender zu installieren.

Zitat
Nordlicht2
Nach Niedersachsen wird es da weiterhin wenig Overspill geben.


Was ich unheimlich schade finde. Es ist schließlich kein Systemmerkmal von DAB, dass es keinen Overspill erlaubt. Gerade jetzt, wo man endlich auch mit mehr Leistung als 1kW unterwegs sein kann!

Zitat
Japhi
Es gäbe ja immer noch die Kanäle 9A-9D in NRW...


Wobei dann 9A, 9B und 9D wieder im Saarland und BWÜ-Nord geplant sind, was halt dann in Rheinland-Pfalz wieder für Ärger sorgen dürfte. Aber das gilt natürlich nur, wenn auch überall die geplanten 5 landesweiten Bedeckungen pro Bundesland kommen. Ansonsten könnte man schon etwas geschickter mit den Kanälen jonglieren, sodass sich die Ensembles nicht so stark ins Gehege kommen wie in jetztigen Planungen. Man kann ja nur froh sein, dass man sich in Mittel- und Norddeutschland entschieden hat, die Regionalensembles zu aktivieren statt ebenfalls auf Kanal 11 zu gehen.

Zitat
Mc Jack
Mal sehen, was sich Hessen und Sachsen-Anhalt einfallen lassen. 12C reloaded? Dann lache ich mich tot. ;)


Du kannst schon mal dein Testament aufsetzen. 11C kommt definitiv für ganz Sachsen-Anhalt (für Magdeburg ist Kanal 11C schon in Planung für Herbst 2012) und ich gehe stark davon aus, dass 11C in Hessen nicht auf das Rhein-Main-Gebiet beschränkt bleiben wird, sollte sich DAB tatsächlich durchsetzen. Mal sehen, ob 11C im Saarland dann auch mal kommt, dann kann man den Hessen-Empfang in Rheinland-Pfalz auch gleich wirkungsvoll unterbinden.

Sehr ärgerlich das ganze und völlig unnötig meines Erachtens, aber das ist halt diese zunehmende Kleinstaaterei im Rundfunkbereich. Da setzt sich nur das fort, was man im Großen europaweit über Satellit schon ausgedehnt findet. Oder seht ihr dort etwas von einer grenzenlosen europäischen Programmvielfalt? Da darf ich z.B. auch schon meinen ORF offiziell nicht empfangen, nur weil ich paar Kilometer auf der falschen Seite der Grenze wohne, obwohl ich mentalitäts- und interessenmäßig mit dem direkten Nachbarn vielleicht mehr am Hut habe als mit dem 800km entfernten Hamburg.

Das Beispiel Youtube zeigt dann gerade auch, dass sich diese Kleinstaaterei selbst im Internet beliebig fortsetzen lässt. Nur dass man dort als User u.U. noch was tricksen kann.

von Habakukk - am 23.04.2012 14:45
Zwischenruf:

Da ist also heute eine Netzabdeckungskarte für den DAB-Ausbau 2012/13 veröffentlicht worden mit einer gegenüber früheren Planungen deutlich verbesserten Abdeckung (2 Standorte eingespart - im Gegenzug Leistungserhöhungen an 8 Standorten).

Und was ist hier im Forum los? Es wird genörgelt und gemeckert! Dass das ein finanzieller Kompromiss ist, der auch einigen Privatveranstaltern die Teilnahme ernöglichen soll - egal! Dass die Finanzkommission KEF eine Reduzierung des DAB-Ausbaus erzwungen hat - auch egal!

Hauptsache, es gibt was zu meckern und zu schimpfen [Zitat: Frechheit ...].

Die Abdeckung ist insgesamt deutlich besser als vorerst beim Bundesmux (incl. BI und OS). Alle Ballungsräume und alle wichtigen Autobahnverbindungen sind zusammenhängend versorgt. Die Lücke in Süd-Ostwestfalen ist nicht gravierend, da es sich um ein Randgebiet handelt. In den Bergen (Eifel, Sauerland) dürfte die Abdeckung besser sein als angegegeben, weil die Reflexionen auf der Karte fehlen.

Einige mokieren sich, weil das Osnabrücker Land vom WDR gut abgedeckt wird. Dies ist aber zwingend notwendig, weil wichtige innerwestfälische Verkehrsverbindungen durch dies Gebiet laufen (A30, A33, B51, B65).


Vergleich der Einträge in den Senderdaten der BNetzA vom Februar 2011 und der heutigen Daten:

-------------------------------------------------------------------
Standort | BNetzA 2011-02 | WDR 2012-04 |
-------------------------------------------------------------------
Ibbenbüren | 37.0 dBW 5 kW | 37.0 dBW 5 kW |
Münster Baumberge | 33.0 dBW 2 kW | 40.0 dBW 10 kW | +
Oelde | 30.0 dBW 1 kW | 30.0 dBW 1 kW |
Dortmund | 40.0 dBW 10 kW | 40.0 dBW 10 kW |
Langenberg | 40.0 dBW 10 kW | 40.0 dBW 10 kW |
Kleve | 30.0 dBW 1 kW | 36.0 dBW 4 kW | +
Wesel | 30.0 dBW 1 kW | - | -
Düsseldorf Rheinturm | 40.0 dBW 10 kW | 40.0 dBW 10 kW |
Wuppertal | 27.0 dBW 500 W | 27.0 dBW 500 W |
Hohe Warte | 30.0 dBW 1 kW | 30.0 dBW 1 kW |
Kölnturm (Mediapark) | 40.0 dBW 10 kW | 40.0 dBW 10 kW |
Bonn Venusberg | 40.0 dBW 10 kW | 40.0 dBW 10 kW |
Aachen Stolberg | 30.0 dBW 1 kW | 33.0 dBW 2 kW | +
Eifel Bärbelkreuz | 30.0 dBW 1 kW | 30.0 dBW 1 kW |
Stemwede | 30.0 dBW 1 kW | 32.0 dBW 1.6 kW | +
Bad Oeynhausen | 24.0 dBW 250 W | 27.0 dBW 500 W | +
Herford | 24.0 dBW 250 W | 26.0 dBW 400 W | +
Bielefeld | 24.0 dBW 250 W | - | -
Teutoburger Wald | 30.0 dBW 1 kW | 30.0 dBW 1 kW |
Olsberg | 30.0 dBW 1 kW | 30.0 dBW 1 kW |
Arnsberg | 20.0 dBW 100 W | 27.0 dBW 500 W | +
Nordhelle | 30.0 dBW 1 kW | 30.0 dBW 1 kW |
Siegen | 30.0 dBW 1 kW | 30.0 dBW 1 kW |
Ederkopf | 30.0 dBW 1 kW | 32.0 dBW 1.6 kW | +
-------------------------------------------------------------------


von Manfred Z - am 23.04.2012 16:46
Zitat
Nordlicht2
Schoen, dass jetzt auch die Meldungen ueber 1/5 des Muxes fuer nur 3 Private usw. als unrichtig klargestellt wurden. Frage mich bis heute welche bloede Newsseite da falsch abgepinselt hatte.


In der News damals wurde auch nicht vom "Landesmux" gesprochen, sondern von einem "Regiomux".
Siehe Seite 63.

Ansonsten finde ich es ja mal erfreulich, dass nun endlich was passiert.
2 Monate Ausschreibung und dann hoffentlich endlich mal auf K11D mit zus. Privaten und hoher Leistung - 12D adé

Für den WDR ändert sich CU-mäßig anscheiend nichts, es sei denn, die Gesamtbandbreite im neuen Mux ist größer, ich weiß nicht, wie ich die brutto 1.7 MHz deuten soll.

Und wenn sich nichts für den WDR ändert, wird er wahrscheinlich auch nichts an der CU-Verteilung ändern und damit wäre immer noch kein Platz für WDR3-5, wenngleich es schon ewig gute Vorschläge von mehreren hier gibt.
WDR2, Vera und Domradio haben noch die meisten "Original Flavour"-Stammkunden - diese Programmverantwortlichen werden es sich zwei mal überlegen, ob sie MP2 den Rücken zukehren.

Natürlich würde ich es begrüßen, wenn sie WDR2 und Vera endlich auch auf AAC umstellen würden.
Immerhin kommt es bei Vera nun wirklich gar nicht auf den Klang an, man muss es nur verstehen können, da müsste sogar 24 kbps mono AAC HE v2 reichen.
Und WDR2 würde mit 96 kbps AAC HE v1 sogar viel besser klingen, als derzeit mit 128 kbps MP2.
Mit "Event" hatten wir es schon öfter.
Da kommt so selten etwas drüber, dass man die 80 kbps super für andere Programme benutzen könnte, zeitpartagiert oder eben mit dynamischen Bitrate-Settings.

Ich würde aber grundsätzlich nur an Programme rangehen, die es auch über UKW gibt, nicht an exklusiv-Programme.
Immerhin kann ich zu UKW wechseln, wenn es durch die Bitratenreduzierung zu vermurkst klingt.
Bei KiRaKa oder 1diggi kann ich das nicht!

von Matthias K. - am 23.04.2012 20:24
Was macht ihr mit 3,4, 6 oder gar 10 Digitalradios?
OK, mehr als eines braucht man ja fast immer, aber viel mehr?

Ja, ich hatte auch schon mehrere gekauft, habe aber auch zwei schon wieder verschenkt.
So kann man auch DAB+ unter die Leute bringen. ;-)

Neulich in einer Gesprächsrunde beim Internetradio wurde ich auch überrascht, kannte dort doch tatsächlich kein Leiter außer der GF und mir DAB+, also es ist immer noch sehr sehr unbekannt.
Dafür sind die Verkaufszahlen doch überraschend gut, 100000 in NRW, mehrere Hundertausend in anderen Bundesländern - hossa, unser DAB+ Start liegt erst 8 Monate zurück und begründet sich bisher nur im Bundesmux, im Landesmux noch nicht wirklich.
Da kann man erst von einem Restart sprechen, wenn der WDR seine Programmauswahl, die Programm- und Mux-Settings optimiert hat und Private aufgeschaltet wurden.
Wie es wohl wäre, wenn vor jedem Deutschlandspiel während der EM im Fernsehen für DAB+ geworben würde, also so richtig heiß machend, übertrieben positiv und gleichzeitig aufklärend???
Ich glaube, dann hätten wir den Run auf´s Digitalradio, den sich alle Beteiligten und einige hier wünschen.

Und wenn sich eure Hiobs-Gedanken nicht oder nur halb bewahrheiten, haben wir dann ein Jahr nach dem Bundesmux-Start doch mal einen gesteigerten Anreiz für´s rheinisch-westfälische Volk, zu DAB+ zu wechseln und sich passende Geräte anzuschaffen.

Was die Bewerbungen und die vergangenen Ablehnungen angeht:
Was meint ihr, wäre es nicht besser, das Programm gleich über die ZAK als bundesweites Programm zuzulassen und dann sich aufgrund des Platzmangels im Bundesmux auf einen Platz im Landesmux zu bewerben?
In meinen Augen geschieht bereits genau das bzw. ist geschehen.
Logisch, wenn die Landesmediengesetze zu hart sind bzw. zu hart oder gar unfair ausgelegt werden, bleibt ja fast keine andere Wahl.

Wie bereits vor einigen Monaten geschrieben, dürfte es mit 2-3 Religionsprogrammen eigentlich auch genug sein und danach muss eine andere Sparte bevorzugt werden.
Es ist Aufgabe der Medienanstalten, entsprechend pro-Hörer zu entscheiden und dies mehr zu gewichten, als das exakte Einhalten teilweiser irrsinniger (NRW-) Regeln.
Speziell was religiöse Programme angeht, könnten bald die Katholiken gegen die Evangelisten kämpfen - wer die meisten Programme on Air bringt.
Wenn dann noch die anderen Glaubensrichtungen mitmachen, brauchen wir einen eigenen Mux alleine dafür.

Andererseits erwischt man mit Religionsprogrammen auf jeden Fall schon mal die extrem Gläubigen und die Fanatiker. In spezielleren Kreisen spricht sich so etwas wie "mit DAB+ kannst Du das Programm für uns überall hören" schnell rum - mit Wirkung.

Ähnlich dürfte es mit Radio Türk aussehen. Der Anteil der Türken oder Türkischstämmigen ist in NRW sehr hoch.
Das Programm dürfte die Verbreitung von DAB+ merklich steigern, einige Türken werden deshalb aber nicht nur Radio Türk hören und so profitieren alle davon.

Wenn man aber schon ganz bestimmte Gruppierungen anspricht, warum dann nicht auch wieder die British Forces?
Ich war es bis zur Abschaltung in Langenberg gewohnt, BFBS Radio 1 als Ortssender zu hören.
Jetzt kann man hier in Velbert mal etwas BFBS aus der ein oder anderen entfernten Stadt vernehmen, aber unterm Strich ist das Programm doch eher wieder weg.

Ich habe jetzt ein paar mal Big-FM-NRW gelesen, als Kooperation mit Radio NRW. Könnte es sein, dass dies quasi Dein.FM 2.0 wird?
Das könnte zumindest eine Bereicherung sein.

Ansonsten lasse ich mich jetzt mal einfach überraschen, wer sich alles bewirbt und wer mit seiner Bewerbung durchkommt.
Ich hoffe sehr, dass die LfM NRW etwas unparteiischer, unbürokratischer und toleranter entscheiden wird. Lieber mal ein Auge zudrücken und so DAB+ und die Vielfalt fördern.
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

von Matthias K. - am 25.04.2012 17:22
Zitat
Matthias K.
Was macht ihr mit 3,4, 6 oder gar 10 Digitalradios?
OK, mehr als eines braucht man ja fast immer, aber viel mehr?

Ja, ich hatte auch schon mehrere gekauft, habe aber auch zwei schon wieder verschenkt.
So kann man auch DAB+ unter die Leute bringen. ;-)

Neulich in einer Gesprächsrunde beim Internetradio wurde ich auch überrascht, kannte dort doch tatsächlich kein Leiter außer der GF und mir DAB+, also es ist immer noch sehr sehr unbekannt.
Dafür sind die Verkaufszahlen doch überraschend gut, 100000 in NRW, mehrere Hundertausend in anderen Bundesländern - hossa, unser DAB+ Start liegt erst 8 Monate zurück und begründet sich bisher nur im Bundesmux, im Landesmux noch nicht wirklich.
Da kann man erst von einem Restart sprechen, wenn der WDR seine Programmauswahl, die Programm- und Mux-Settings optimiert hat und Private aufgeschaltet wurden.
Wie es wohl wäre, wenn vor jedem Deutschlandspiel während der EM im Fernsehen für DAB+ geworben würde, also so richtig heiß machend, übertrieben positiv und gleichzeitig aufklärend???
Ich glaube, dann hätten wir den Run auf´s Digitalradio, den sich alle Beteiligten und einige hier wünschen.

Und wenn sich eure Hiobs-Gedanken nicht oder nur halb bewahrheiten, haben wir dann ein Jahr nach dem Bundesmux-Start doch mal einen gesteigerten Anreiz für´s rheinisch-westfälische Volk, zu DAB+ zu wechseln und sich passende Geräte anzuschaffen.

Was die Bewerbungen und die vergangenen Ablehnungen angeht:
Was meint ihr, wäre es nicht besser, das Programm gleich über die ZAK als bundesweites Programm zuzulassen und dann sich aufgrund des Platzmangels im Bundesmux auf einen Platz im Landesmux zu bewerben?
In meinen Augen geschieht bereits genau das bzw. ist geschehen.
Logisch, wenn die Landesmediengesetze zu hart sind bzw. zu hart oder gar unfair ausgelegt werden, bleibt ja fast keine andere Wahl.

Wie bereits vor einigen Monaten geschrieben, dürfte es mit 2-3 Religionsprogrammen eigentlich auch genug sein und danach muss eine andere Sparte bevorzugt werden.
Es ist Aufgabe der Medienanstalten, entsprechend pro-Hörer zu entscheiden und dies mehr zu gewichten, als das exakte Einhalten teilweiser irrsinniger (NRW-) Regeln.
Speziell was religiöse Programme angeht, könnten bald die Katholiken gegen die Evangelisten kämpfen - wer die meisten Programme on Air bringt.
Wenn dann noch die anderen Glaubensrichtungen mitmachen, brauchen wir einen eigenen Mux alleine dafür.

Andererseits erwischt man mit Religionsprogrammen auf jeden Fall schon mal die extrem Gläubigen und die Fanatiker. In spezielleren Kreisen spricht sich so etwas wie "mit DAB+ kannst Du das Programm für uns überall hören" schnell rum - mit Wirkung.

Ähnlich dürfte es mit Radio Türk aussehen. Der Anteil der Türken oder Türkischstämmigen ist in NRW sehr hoch.
Das Programm dürfte die Verbreitung von DAB+ merklich steigern, einige Türken werden deshalb aber nicht nur Radio Türk hören und so profitieren alle davon.

Wenn man aber schon ganz bestimmte Gruppierungen anspricht, warum dann nicht auch wieder die British Forces?
Ich war es bis zur Abschaltung in Langenberg gewohnt, BFBS Radio 1 als Ortssender zu hören.
Jetzt kann man hier in Velbert mal etwas BFBS aus der ein oder anderen entfernten Stadt vernehmen, aber unterm Strich ist das Programm doch eher wieder weg.

Ich habe jetzt ein paar mal Big-FM-NRW gelesen, als Kooperation mit Radio NRW. Könnte es sein, dass dies quasi Dein.FM 2.0 wird?
Das könnte zumindest eine Bereicherung sein.

Ansonsten lasse ich mich jetzt mal einfach überraschen, wer sich alles bewirbt und wer mit seiner Bewerbung durchkommt.
Ich hoffe sehr, dass die LfM NRW etwas unparteiischer, unbürokratischer und toleranter entscheiden wird. Lieber mal ein Auge zudrücken und so DAB+ und die Vielfalt fördern.
Die Hoffnung stirbt zuletzt!


Big FM im NRW Muxx :mad: , dann noch lieber DASDING der sender ist noch der vernünftigste von allen! keine Dauerwerbung dummes gequassele oder sonst nen bullshit

von Rheinländer - am 26.04.2012 06:21
Man bekommt mehr als ein zusätzliches Programm nicht hin, ohne an der Qualität zu schrauben oder etwas Innovation und Dynamik zu benutzen.
Wenn der WDR nur sein Fünftes zuschaltet, scheint er zu keiner der drei Möglichkeiten bereit zu sein.
Aber er mag ja auch nicht 1live im Mux verbessern, obwohl Lösungen zum Greifen nah sind.

Nun, wollen wir mal nicht vorab meckern, wer weiß, vielleicht warten sie ja mit optimalen Settings auf, wenn 11d in Betrieb ist.

Der WDR wird nicht die Qualität der bestehenden Programme verschlechtern wollen, was ich verstehe und eigentlich begrüße.
Er wird auch nicht alles auf AAC+ umstellen wollen, wobei mein Verständnis hier täglich abnimmt!


Das war mein Vorschlag an den WDR:

So ist ja derzeit der Stand (DAB NRW K 12D, 25.04.2012, alles jeweils brutto-Werte):
Eins Live (112 kbps DAB+ AAC LC)
WDR 2 (128 kbps Original Flavour DAB / MP2)
Eins Live diggi (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
KIRAKA (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
Funkhaus Europa (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
VeRa (64 kbps Mono Original Flavour DAB / MP2)
WDR Event (80 kbps DAB+ AAC HE v1)
domradio (96 kbps Mono Original Flavour DAB / MP2)

Domradio wird ja bald zu den noch unbelegten 288 CUs des privaten Blocks gehören und die 96 kbps werden so im WDR-Block für den WDR frei.

Jeder wünscht sich, dass der WDR alle Programme dabei hat, dazu reichen jedoch die neuen 96 kbps natürlich nicht aus, ohne Änderungen an den Settings vorzunehmen.
Das geht aber, wenn an den Bitraten optimiert wird und konsequent DAB+ / AAC+ verwendet wird!


Vorschlag 1 (am einfachsten für den WDR, aber nicht die beste Lösung):

Eins Live (88 kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR 2 (80 kbps DAB+ AAC HE v1)
Eins Live diggi (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
KIRAKA (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
Funkhaus Europa (80 kbps DAB+ AAC HE v1)
VeRa (24 kbps Mono DAB+ AAC HE v2)
WDR Event    (56 (ggf. 64) kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR3            (88 (ggf. 80) kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR4 (80 kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR5 (80 kbps DAB+ AAC HE v1)


Vorschlag 2 (modern, qualitativ, innovativ und effizient):

Eins Live (96* kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR 2 (96* kbps DAB+ AAC HE v1)
Eins Live diggi (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
KIRAKA (96* kbps DAB+ AAC HE v1)
Funkhaus Europa (80 kbps DAB+ AAC HE v1)
VeRa (24 kbps Mono AAC HE v2)
WDR Event (dynamisch* 0, 40 oder 80 kbps DAB+ AAC HE v2 oder v1, je nach Event)
WDR3 (96* kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR4 (96* kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR5 (88 kbps DAB+ AAC HE v1)
* dynamische Schaltung wie bei Regiocast und 90elf. Kein Event = WDR Event 0 kbps (Link wonanders hin) und die mit * versehenen Programme mit 96 kbps. Je nach Event erfolgt eine Reduzierung der anderen markierten Programme auf je 88 oder 80 kbps.


Vorschlag 3 (wahrscheinlich am sinnvollsten und kompatibelsten):

Eins Live (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR 2 (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
Eins Live diggi (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
KIRAKA (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
Funkhaus Europa (88 kbps DAB+ AAC HE v1)
VeRa (24 kbps Mono AAC HE v2)
WDR3 (96 kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR4 (88 kbps DAB+ AAC HE v1)
WDR5 Event (88 kbps DAB+ AAC HE v1) partagiert
Auf "WDR5 Event" läuft die ganze Zeit das normale WDR5-Programm, aber wenn eine Event-Übertragung ansteht, wird auf diesem Programmplatz das Event anstelle des WDR5-Programms übertragen.


---
Aber bitte jetzt nicht an den von mir vorgeschlagenen Bitraten einzelner Programme herummäkeln und sie durchdiskutieren. Ich hatte mir schon durchaus etwas dabei gedacht, aber letztlich ist das nur ein persönlicher Entwurf unter vielen und der WDR macht eh, was er will. ;-)
:D

von Matthias K. - am 01.05.2012 09:25
Welche Hörfunkprogramme der WDR auszustrahlen hat, hat der Gesetzgeber in § 3 des WDR-Gesetzes [Neufassung Dez. 2009] bestimmt:

Zitat

(3) Der wdr veranstaltet folgende Hörfunkprogramme, die neben ihren spezifischen Schwerpunkten auch der Darstellung der Regionen dienen können:

1. ein Hörfunkprogramm, das sich mit aktuellen Nachrichten, Informationen und Musik sowie unterhaltenden Beiträgen vor allem an jüngere Menschen richtet,

2. ein Tagesbegleitprogramm mit Musik und aktuellen Informationen aus den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens, Deutschland und der Welt,

3. ein musikgeprägtes Kulturprogramm, das sich im Schwerpunkt auf Themen der Kultur aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Welt stützt und auch der kulturellen Darstellung der Regionen dient,

4. ein musikgeprägtes Programm, das eine eher ältere Zielgruppe anspricht und zielgruppenspezifische Themen aufgreift,

5. ein wortgeprägtes Hörfunkprogramm, das ein informationsbetontes Angebot insbesondere zu Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft enthält,

6. ein Hörfunkprogramm, das sich vor allem Themen des interkulturellen Zusammenlebens widmet.

(4) Der wdr veranstaltet folgende ausschließlich digital übertragenen Hörfunkprogramme:

1. ein musikgeprägtes Programm, das sich mit altersadäquater Information und Unterhaltung an ein jugendliches Publikum richtet,

2. ein Programm, das die vorhandenen Kinderangebote des wdr-Hörfunks bündelt und neu zusammenstellt.


In der vorherigen Fassung des Gesetzes gab es diese Auflistung nicht. WDR Event oder ein Sportradio sind gesetzlich nicht vorgeschrieben. VeRa ist kein redaktionell gestaltetes Programm und steht außerhalb dieser Regelung.

Und FHE hat natürlich Anspruch auf weitere UKW-Frequenzen um den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen.

von Manfred Z - am 01.05.2012 21:48
Zitat
Manfred Z
Welche Hörfunkprogramme der WDR auszustrahlen hat, hat der Gesetzgeber in § 3 des WDR-Gesetzes [Neufassung Dez. 2009] bestimmt:

Zitat

(3) Der wdr veranstaltet folgende Hörfunkprogramme, die neben ihren spezifischen Schwerpunkten auch der Darstellung der Regionen dienen können:

1. ein Hörfunkprogramm, das sich mit aktuellen Nachrichten, Informationen und Musik sowie unterhaltenden Beiträgen vor allem an jüngere Menschen richtet,

2. ein Tagesbegleitprogramm mit Musik und aktuellen Informationen aus den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens, Deutschland und der Welt,

3. ein musikgeprägtes Kulturprogramm, das sich im Schwerpunkt auf Themen der Kultur aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Welt stützt und auch der kulturellen Darstellung der Regionen dient,

4. ein musikgeprägtes Programm, das eine eher ältere Zielgruppe anspricht und zielgruppenspezifische Themen aufgreift,

5. ein wortgeprägtes Hörfunkprogramm, das ein informationsbetontes Angebot insbesondere zu Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft enthält,

6. ein Hörfunkprogramm, das sich vor allem Themen des interkulturellen Zusammenlebens widmet.

(4) Der wdr veranstaltet folgende ausschließlich digital übertragenen Hörfunkprogramme:

1. ein musikgeprägtes Programm, das sich mit altersadäquater Information und Unterhaltung an ein jugendliches Publikum richtet,

2. ein Programm, das die vorhandenen Kinderangebote des wdr-Hörfunks bündelt und neu zusammenstellt.


In der vorherigen Fassung des Gesetzes gab es diese Auflistung nicht. WDR Event oder ein Sportradio sind gesetzlich nicht vorgeschrieben. VeRa ist kein redaktionell gestaltetes Programm und steht außerhalb dieser Regelung.

Und FHE hat natürlich Anspruch auf weitere UKW-Frequenzen um den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen.



Was mir an dieser Auflistung auffällt ist die Tatsache,dass man hier FHE unter Pkt.6 als WDR 6 deklariert.
Das hat man ja lange bestritten und hat deshalb Funkhaus Europa auch eine zeitlang als Radio 5 Funkhaus Europa mitlaufen lassen .
Klar...mit dieser Fassung des WDR -Gesetztes hätte man natürlich Anrecht auf landesweite Vollversorgung....weitere UKW Frequenzen.
Bin gespannt,ob der WDR daran arbeiten wird.;-)

von Skeletor - am 02.05.2012 10:09
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