Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
plattform bildungsqualität und integration
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Thomas Kraus, Günther Morawetz, Elisabeth Seidl, bernhard jenny, Walter Wagner

Sie müssen sich bei den Richtigen beschweren!

Startbeitrag von Walter Wagner am 14.11.2002 18:31

Es ist natürlich nicht gut, daß es Kürzungen gibt - schon gar nicht in der Schule. Aber es ist auch nicht gut, wenn Sie sich bei den Falschen beschweren! Der Landeshauptmann kann doch nichts dafür! Auch nicht die Regierung. Die EU verlangt einfach Kostenreduzierungen in allen Bereichen - aben auch in der Bildung. Ob es uns gefällt oder nicht, aber mit dem Beitritt zur EU haben wir auch Kürzungen bei uns und Subventionen für Transitverkehr durch ganz Europa unterschrieben! Machen Sie daraus keine Forderung hier vor unserer Haustür.

Antworten:

nein - da muss ich ihnen ganz klar wiedersprechen: die kürzungen im schulbereich / integrationsbereich / bildungsbereich sind nicht in brüssel beschlossen worden! wie sich länder und bund die gelder dafür aufteilen ist sache einer "internen" vereinbarung zwischen ländern und bund - ABER:

vorarlberg hat zwar den kürzungen der bundesmittel zugestimmt, aber den fehlenden betrag aus dem landesbudget abgedeckt! wenn also der LANDESPOLITISCHE wille da ist, dann geht es - trotz wien und trotz brüssel usw.

wir fordern daher ganz genau die richtigen zum umdenken heraus!

von bernhard jenny - am 14.11.2002 22:22
Das ist mir neu, dass wir ein Lehen der Herrin EU sind. Diese massiven Kürzungen im Bildungsbereich wurden innerhalb Österreichs beschlossen und jede Landesregierung hat genügend Spielraum um diese abzufedern --- wenn sie nur will! Genau auf diese Möglichkeit pochen wir.

von Elisabeth Seidl - am 15.11.2002 05:57
Hier sind Sie wirklich im Irrtum. Die EU schreibt Einsparungen in dieser Form nicht vor. Es gibt wohl EU-Regulierungen die mit der Haushaltsrechnung der Mitgliedsstaaten zu tun haben - Stichwort Maastricht-Kriterien. Aber in welcher Form, und bei welchen Bereichen angesetzt wird, um die Haushaltskriterien zu erfüllen, hat mit der GESTALTUNG IN DEN STAATEN zu tun.
Übrigens bewerten sogar die Bundesländer stark unterschiedlich, was von Wert ist. In Oberösterreich sind zB div Ausgaben im Bereich Bildung, die der Bund nicht mehr trägt, vom Landesbudget übernommen worden. Siehe dazu weiters die Antwort zu Ihrem Beitrag betr. Vorarlberg von Hr Jenny.

Insgesamt bitte ich SIe auch zu überlegen, was LÄNGERFRISTIG mehr KOSTEN SPART:
- der ersparte Aufwand heute durch mehr weniger Lehrer, weniger Fördermassnahmen, grössere Klassen, usw.,
oder
- die Investition in diesen Bereichen, damit sich mehr Kinder, die Förderung im Schulbereich brauchen, als Ewachsene selbst erhalten können, ein eigenständiges (Berufs-)Leben führen können - und damit zu Steuerzahlern statt zu Hilfeempfängern werden.

Die notwendigen Forderungen sind daher genau hier vor und innerhalb unserer Haustür anzubringen.

von Günther Morawetz - am 19.11.2002 14:12
Ich danke für die klaren Worte. Es ist unsere, und die Aufgabe des Staates unseren Kindern die bestmögliche Ausbildung zu garantieren.
Nur so können sie (wenn man schon das liebe Geld ständig bemühen muss) sich in unserer Gesellschaft behaupten und ein Träger unserer Zukunft werden.

von Thomas Kraus - am 19.11.2002 20:36
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.