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~i will call it ...~
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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
..~] Thanatos [~.., Lichtaloh

TeZS es fehlen mir die Worte

Startbeitrag von Lichtaloh am 25.05.2003 23:36

Tausend kleine Eisrosen auf den Fensterscheiben zerspringen in tausend glühende Funken, so wunderschön und doch immer noch Eisrosen. Und ich sitz da in jener Dunkelheit meines Zimmers, höre den leisen Klängen zu und weiß nicht mehr, ob ich lachen oder weinen, schlafen oder wachen soll. Es scheint, als wäre in alledem in diesem, diesem einzigen Augenblick kein Unterschied. Heute ist der Tag, wo ich wieder die Tränen spüren kann und sie wiedererkenne, sollten sie meine Wangen hinunterrinnen. Das Gefühl breitet sich aus, aus meinen Augen heraus, langsam durch meinen ganzen Körper.Was bist du? schreit es leise und drückt mich an sich, an die unsichtbare Brust, damit ich loslassen kann, die ganzen Jahre loslassen kann. Ich glaube, man nennt dies Glück, man nennt dies unsagbares Glück, unsichtbare Hoffnung, innigste Liebe, die mich hier wachen lässt, wachen und weinen. Und dann passiert es langsam, hier, in diesem Moment, als es mich langsam umarmt von hinten und die Tränen rinnen. Nicht Tränen der Trauer, sondern Tränen totalen Unglaubens. Ängstlich und doch so glücklich. Ich weine, weil ich liebe. Ich weine, weil es mich erdrückt in diesem Moment, all diese Gefühle, die sich keinen Platz zu finden vermögen, denn sie sind nicht von dieser Welt. Und keiner ist da, ausser meine Seele, und keiner sieht. Und so weine ich die Bitterkeit aus meinem Körper, die Hoffnunslosigkeit, weine die Angst hinaus der Jahre, weine die Einsamkeit aus diesem Augenpaar. Und innerlich schreit alles, schreit alles nach der Erklärung, womit ich das verdient habe.Was habe ich getan? Dass ich so belohnt werde, dass ich so geliebt werde?
Verloren lösche ich das Licht, verloren und wieder von Angst befallen, dass ich zu lange geträumt habe, meine Hoffnung versteckt habe vor den bösen Mächten dieser Welt und vor mir selbst, immer sagte, dass ich keine kenne, dass es keine gibt..doch ich hatte sie immer in mir, wartend...wartend...wartend..
Was zerreisst mich so von innen? Was ist das, was ich weinen lässt? Was ist das für ein Gefühl, dass mich daran glauben lässt, ich würde sterben in dem Moment? Sterben für etwas mehr für andere Menschen, etwas mehr, noch mehr und noch mehr. Meine Hände verkrampfen sich in der Decke.
Ich weiß, was ich in dem Moment dieser Nacht erkannt habe.. erkannt und doch längst gewusst.
Unsagbare Liebe..unsagbare Gefühle, aus einem Traum erwacht und mich gefangen. Und ich bin die, die sich unter ihnen ergibt und sich in deren Ketten legt, denn sie versprechen mir vollkommene Freiheit, die meine Seele so verlangte. Sie versprucht mir Liebe, sie verspricht mir Sehnsucht und Geborgenheit.
Und doch vermag ich immer noch nicht zu erklären, was für ein Gefühl es ist.
Es fehlen mir..
..die Worte.

Antworten:

Versuche die Liebe zu verstehen
So wird nur eines sich der Gedanken
Bemächtigen, suchest Du richtig:
Unverständnis, Ideen und Gedanken

Die einzig in Leere sich verlieren
Und doch voll sind, überschquillend
An Sein und Inhalt und Leben.
Was also liegt in der Natur des Gefühls

Dass der Mensch schlicht und kalt
Mit "Liebe" als Namen bedachte
In seiner gedanklich, ordnenden Art
Seine Existenz zu bestreiten.

Liebe, so kann man einzig lernen
Wenn man denn bereit, ist nichts
Anderes als das, was über den Verstand
Jener Wesen hinaufreicht und wächst

Was so vielschichtig und doch so simpel
Was so großartig und doch so alltäglich
Was so groß und eigentlich doch nur klein

Liebe ist demnach, wenngleich so oft
mit großen Worten von großen Dichtern
Überschweng- und weidlich bedacht
Nur das Eine: Sie geht über den Verstand

hinaus...

von ..~] Thanatos [~.. - am 27.05.2003 19:17
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