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Götter und Astronauten
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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ilona, Walter-Jörg Langbein

Der Sinn der Kritik

Startbeitrag von Ilona am 07.08.2003 09:50

Der Sinn der Kritik

Steht der Kritiker im Dienste der Wahrheitsfindung, oder der althergebrachten, etablierten Wissenschaft?

Niemand wird anzweifeln, dass der Kritik in der Forschung eine wesentliche Rolle zukommt. Die Kritik deckt die Fehler in einer Forschungsarbeit auf, findet die Pferdefüsse in einer Theorie und deutet darauf hin, wenn man von fälschlichen Annahmen zu einer scheinbar richtigen Schlussfolgerung kommt. Eine inkorrekte Kritik kann daher der Wahrheitsfindung viel mehr schaden als nutzen.

Hier einige Punkte, die die Kritik erfüllen muss, um sinnvoll zu sein:

1.Objektivität
Um aber dieser wichtigen Aufgabe zu genügen, muss die Kritik selber richtig und berechtigt sein. Sie muss in erster Linie sachlich sein. Der Kritiker darf ebenso wenig eine vorgefasste Meinung haben, wie derjenige, die eine neue Theorie oder eine neue Idee beweisen möchte. Nicht nur der Forscher, auch der Kritiker muss bereit sein alles bisher Bewiesene neu in Frage zu stellen, falls neue Aussagen das nötig machen. Nicht nur das Neue muss er anhand des alten prüfen sondern auch umgekehrt. Nur dann hat das Neue die Chance, objektiv und unparteiisch geprüft zu werden.

2.Ideologiefreiheit
Die Aufgabe der Kritik ist nicht, neue Erkenntnisse zu bekämpfen, sondern zu helfen, die Wahrheit herauszufinden. Deswegen darf sie ebenso wenig ideologisch, rassistisch oder sonst irgendwie gefärbt sein, denn der Wahrheit ist im Grunde egal, ob sie von einem Nazi, einem Juden, einem Angehörigen irgendwelcher Hautfarbe, einer Frau oder einem Laien ausgesagt wird. Sie kann nur sein oder nicht sein.

3. Differenzieren zwischen falschen und gültigen Teilen der neuen Aussage
Die Rolle der Kritik in der Forschung ist nicht, eine neue Aussage zu demolieren, sonder zu prüfen, ob sie im Grunde stimmt oder nicht. Der Kritiker sollte sich daher nicht wie ein Anwalt des Bestehenden aufführen, sondern der Wahrheit. Es reicht nicht, einen kleinen Randfehler zu entdecken, um die gesamte Aussage mit der Begründung, dass der Forscher fehlerhaft arbeitet, als falsch zu verwerfen. Der Fehler muss das Gerüst der neuen Theorie selbst beeinflussen und die Aufdeckung des Fehlers muss die Aussage objektiv und logisch nachweisbar ins Schwanken bringen – dann erst ist die Kritik sinnvoll und berechtigt.

4. Kritik der Menge des Basismaterials
Die Kritik sollte sich nicht solcher Argumente bedienen, dass der Forscher nicht die Gesamtheit des zur Verfügung stehenden Materials studiert hat, denn dass ist genau so eine subjektive Forderung, wie die Forderung nach einem akademischen Titel. Die Einbringung zusätzlichen, zu erforschenden Materials ist nur berechtigt, wenn dies die neue Aussage widerlegen kann und der Kritiker dies nachweisen kann. Andernfalls bekommt die Kritik selber einen spekulativen Charakter und verliert an Gewicht.

5. Originalquellen und Kopien
Die Kritik sollte nicht verlangen, dass die Aussage an der primären Quelle aufgebaut ist. Sie ist nicht berechtigt, andernfalls die Aussage als nichtig einzustufen. Wenn der Forscher nicht die primäre Quelle benutzt hat, kann der Kritiker eigentlich nur an die begrenzte Gültigkeit seiner Kritik und evtl. des Forschungsergebnisses hinweisen. Die Wahrheit der Forschungsaussage selber wird sich aber nur dann eindeutig herausstellen, wenn es feststeht, dass die vom Forscher benutzte Kopie der primären Quelle in mindestens einem Punkt von der Originalquelle abweicht und dass diese Abweichung die gesamte Aussage nichtig macht.




Die Beachtung all dieser Punkte macht eine Kritik wertvoll und glaubwürdig. Die Nichtbeachtung zeugt von einer subjektiven, ideologischen Einstellung des Kritikers, der, nicht imstande, neues zu denken, dies den anderen verdenkt.
Es ist leicht, auf gut gepflasterten Wegen gerade zu gehen, fehlerlos Argumente zu wiederholen, die schon von anderen (einstigen Forschern!) wiederholt vorgelegt und überarbeitet wurden. Nicht so leicht ist dagegen, neue Erkenntnisse zu gewinnen, neue Ideen und Theorien zu ergründen und sie in einem gut fundierten Gerüst zusammen zu fügen. Das ist ein holpriger Weg.
Daher ist es berechtigt, Kritikern, die diese Punkte missachten, Subjektivismus, Futterneid oder Parteigebärde vorzuwerfen.

Antworten:

Prä-Astronautik ist ja auch Kritik - an der etablierten Wissenschaft. Nun meinen manche Kritiker der Prä-Astronautik, Prä-Astronautik sei schon dadurch widerlegt, dass man die etablierte Wissenschaft zitiert. Das ist ein Trugschluss.

Fortschritt gibt es nur, wenn die etablierte Erkenntnis einer Kritik unterzogen wird und dadurch verändert oder ersetzt wird.

Walter



von Walter-Jörg Langbein - am 08.08.2003 23:25
Walter-Jörg Langbein schrieb:

Zitat

Prä-Astronautik ist ja auch Kritik - an der etablierten
Wissenschaft. Nun meinen manche Kritiker der Prä-Astronautik,
Prä-Astronautik sei schon dadurch widerlegt, dass man die
etablierte Wissenschaft zitiert. Das ist ein Trugschluss.

Fortschritt gibt es nur, wenn die etablierte Erkenntnis einer
Kritik unterzogen wird und dadurch verändert oder ersetzt wird.

Walter

[www.alien.de]


Hallo Walter,
habe langenicht mehr Postings gewechselt mit dir :)
Den Unterschied zwischen dem PS und der klassischen Kritik sehe ich darin, dass die PS in erster Linie eine eigene Theorie vertritt. Die klassische Kritik will dagegen nur kritisieren. Und eigentlich habe ich nur die Internetkritiker hier, die hobbymässig kritisieren, denn du hast es bestimmt erlebt, journalisten und Wissenschaftler bauen ihre Kritik vorsichtiger auf.
Ilona

von Ilona - am 09.08.2003 06:05
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