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Götter und Astronauten
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Günther, Erich, Ilona

Dutroux - Beispiel einer Verschwörung?

Startbeitrag von Ilona am 02.03.2004 16:23

[news.bbc.co.uk]

Vielleicht hat jemand außer mir gestern den Bericht im n-tv verfolgt: Da hat man ein Resumé des Falls sehen können. Mir sind ein paar Stichworte hängen gebliegben, wie:
-17 Leute sind auf misteriöser Weise gestorben, die irgendwie mit dem Fall zu tun hatten (Polizisten, ein Staatsanwalt usw)
- dem bestbewachten Sträfling Belgiens war die Flucht gelungen. Nicht ein Polizist, sondern ein Förster hat ihn nach 3 Stunden wieder eingefangen
-u. Ä.

Der Ton des Berichts klang arg nach Verschwörung. Und natürlich wundert man sich immer wieder, wieso man diesen Prozess erst nach so viel Zeit (8 Jahre) macht. Eigentlich sollte die Sache recht einfach und recht klar sein: ein brutaler Monster - wenn man genau hinkuckt, seine Frau und ein Komplize, ein zwielichtiger Geschäftsman und eine der gesellschaftlich z. Z. am meisten verachteten Straftaten - Kindermisbrauch, Entführung, Mord. Was ist so geheimnisvoll dahinter? Warum konnte man nicht einen gründlichen, klaren Prozess machen, um die Massen ruhig zu stellen?

Mir geht es natürlich nicht um Kindermisbrauch (was normalveranlagte Menschen immer verurteilen). Mir geht es darum, ob eine Verschwörung in diesen Ausmaßen gegen den eindeutigen Willen des Volkes in einer Demokratie wirklich so möglich ist?

Und wir sind damit bei dem magischen Wort angelangt, was für viele selbstverständlich ist, für viele unmöglich: VERSCHWÖRUNG

Funktioniert eine Verschwörung so? Sehen wir gerade einen Musterbeispiel? Was passiert, wenn es sich um eine Sache handelt, die in der Öffentlichkeit nicht gerade so viel Empörung auslöst? Wie z. B. Waffenschiebereien oder Verbrechen, die Menschen weit ab von uns betreffen, Drittweltvölker und so?

Ist vorstellbar, dass unsere Justiz genau so viele fehler macht, wie die in Belgien? Natürlich antworten die Fachleute in den öffentlichen Medien sofort und kategorisch "nein"! Können wir es ihnen glauben? Wie unterschiedlich arbeiten die Justizapparate in den verschiedenen demokratischen Ländern, wie in den USA, Großbrittanien, Deutschland oder eben Belgien?

Wenn es nicht um solchen Themen Handelt, wie eben bei Dutroux, sondern beispielsweise um da Abhören der UN-Mitarbeiter, oder um die Massenvernichtungswaffen in Irak, wie annehmbar ist eine Verschwörung?

Wie annehmbar ist es, dass eine jede Verschwörung irgendwann aufgedeckt und öffentlich gemacht wird, oder zumindest dass die Öffentlichkeit eine vage Vermutung bekommt? Werden die meisten Verschwörungen aufgedeckt, oder bleiben sie für immer verborgen?

Sind diejenigen die Spinner, die sorfot Verschwörung schreien, oder begehen diejenigen einen groben Fehler, die mit den etablierten Systemen gehen und jeden auslachen, der "Verschwörung" schreit?

Ich muß zugeben, vor 20 Jahren (ich war furchtbar jung, furchtbar naiv und unerfahren) habe ich auch jemand ausgelacht. Ich muß immer wieder zurückdenken und habe immer wieder Gewissensbisse deswegen...
Es ging um eine nukleare Verseuchung und jemand war daran gestorben.

Ilona

Antworten:

na und ?

von Erich - am 03.03.2004 14:33
Es bedarf nicht immer einer Verschwörung.
Oft genug arbeiten mehr oder minder unabhängig viele Stellen/Personen parallel.
Beispielsweise gibts in einer guten Hierarchie auch "vorauseilenden Gehorsam", da bedarf es auch keines speziellen Auftrages.
"Echte" Verschwörungen sind wahrscheinlich eher selten, auch z.B. Al Qaida ist mehr Fiktion als Faktum.

von Günther - am 04.03.2004 20:20
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