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Forum:
Elektroautos
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Ralf Becker PF, Elektroklaus, Thomas Schuster

Was haltet Ihr von dem CO2 - Rechner

Startbeitrag von Thomas Schuster am 15.02.2009 19:23

Hallo,

schaut mal hier.

[www.daimler.com]

Sind die Angaben vergleichbar.

MfG Tomy

Antworten:

CO2 - Rechner für den Saxo und andere Produkte der Elektroautobranche

Ich beruhige mein Umweltgewissen damit, dass ich ausschließlich zur Starklastzeit lade, denn dann fließt der größte Anteil an Strom aus regenerierbaren Quellen. Jeder Euro, der von meinem Stromanbieter verdient wird, fließt in die Braunkohlen oder zukünftug auch Steinkohlenverbrennung australischer, südafrikanischer und kanadischer Provenienz.
So kann ich wenigstens dem Ausufern der Abgaserzeugung direkt vor meiner haustür ein wenig Einhalt gebieten. Als Nicht-Immobilienbesitzer kann ich mir weder Solaranlage mit dazu gehörigem besseren Wetter noch Nachtstromtarif leisten. Die Stadtwerke weigern sich, zu ihrem Schaden, ich merke es nur im Geldbeutel.

Der Normal-Saxo-fahrer (also nicht ich) hier in der Gegend lädt mit Nachtstrom, und der ist mit rund 1 kg CO2 pro kWh belastet. Ich fahre recht sparsam. Wenn ich brav vor der Überladung das Ladegerät per Zusatztimer abschalte (nicht immer gelingt mir das), verbrauche ich 15 kWh/100 km, plus im Schnitt 2 kWh für Selbstentladung beim unnutzen Herumstehen.
Sprich, 170 Gramm CO2 erzeugt damit mein Saxo auf 100km. Lasse ich die Sagembox tun, was sie will, sind es weit über 200 Gramm pro km.
Damit liegt mein Saxo über der S-Klasse von Dreizack.

Den Selbstbetrug mit dem Kauf von Wasserstrom durch meinen Anbieter mache ich nicht mit, auch nicht durch "Lichtblick". Ich opfere lieber mein Geld durch den Mehrpreis beim Laden in den Stunden maximaler Wasserenergieeinspeisung, bezahle dabei natürlich hauptsächlich für Braunkohlen- und Atomstrom, aber mein Anbieter kann mit dieser Technik meinen Zusatzbedarf keinesfalls decken, er muss wertvolle Alternative Energie mit weit weniger Abgas zukaufen und unterstützt damit wirkungsvoller, als ich es je könnte, alternative Energiequellen.
Ich sage mir, durch diese Maßnahme liege ich zwar etwa bei der CO2-Erzeugung der sparsamsten Verbrenner, aber viel wichtiger ist der Nutzeffekt, den ich durch die Steuerung der Geldströme meines Stromlieferanten erzeuge, da fließt kein Cent in die verpönten Energieformen.
Herr Trienekens ist mir da ein treuer Helfer, denn Nachtstrom gibt es für Elektroautofahrer hier im Krefelder Raum nicht. Wir sind hier eine ganze Anzahl von Elektroautofahrern und ich werde versuchen, Werbung für meine Idee zu machen.

Ich habe übrigens mein eigenes Konzept, wie wir zukünftig mit einer besonderen Art von dezentralen Kraftwerken, nicht im allgemeinen Monopol-Netzverbund unsere Umweltverschmutzung in den Griff bekommen.
Wer eine Gruppe kennt, wie die früheren Schönauer, die die gleichen Ziele verfolgt, ich bitte, mir das mitzuteilen. Ich bin beweglich und jederzeit bereit, dafür umzuziehen.021514537781. Von mir aus auch am Ende der Welt und wo die Weißwürste nicht hinter dem Horizont in Deckung gehen.


von Bernd Schlueter - am 22.05.2009 07:08

Bei uns in Tönisvorst(Krefeld) wird der Strom mit 680g/Kwh verkauft.
Das sind bei 15Kw/100Km gerade 102g/Km.
Ist weniger als beim Verbrenner
Der Stromverbrauch im Haus ist dreimal größer als der Verbrauch für den Wagen.
Dann muß man sich auch hierzu Gedanken machen wo der Strom herkommt.
Den Rechner von Daimler kenn ich.
Find ich nachvollziehbar.
Gruß von
Elektroklaus

von Elektroklaus - am 22.05.2009 22:44
680 g/kWh ist immerhin sehr ehrlich und berücksichtigt den Strommix des Netzes.Ich rechne nur etwas anders und sage mir, dass, von der Müllverbrennung und wenigen Industrieanlagen abgesehen, der Strom bei uns zu 100% aus Kohle gewonnen wird und, wenn neue Kraftwerkskapazitäten gebaut werden, diese 100%ig auf Kohle basieren.
Deshalb rechne ich mit 100% Kohlenstrom, also 950 g bis 1300 g pro kWh.

Ich möchte diesen ganzen betrug mit falschen Zahlen, den uns nicht zuletzt unsere Grünen einer bestimmten Sorte eingebrockt haben, nicht weiter mitmachen. Die Probleme sind nun wirklich von allen Gesellschaftsgruppen erkannt worden, eine Verdienst der Grünen der vorigen Generation, das ganze Werk wird nun von Pöstchenjägern - und innen, die deren Nachfolge antraten, durch das Ausstreuen falscher Zahlen in Frage gestellt.
Was ist das denn, 100% naturreinen Wasserstrom soll ich für nur 1/2 Cent Mehrpreis original aus Norwegen beziehen? ich werde mich hüten, auf diesen betrug hereinzufallen. Strom ist immer genau der, den man gerdae gebraucht. Entscheidend ist aber auch vor allem, welche Art von Kraftwerksneubau ich durch mein Verbrauchsverhalten in die Wege leite. Herr Trienekens weiß, worauf er setzt. Nach braun jetzt auf schwarz, gleich vor meiner Haustür (10km).
Bei uns, im Herrschaftsbereich von Trienekens, Rüttgers und Westerwelle, bleibt uns Elektroautofahrern die Chance, direkt in die Erzeugung alternativer Energie einzusteigen, oder den Strom zu den Tageszeiten zu verbrauchen, wenn die Biomaterial- und Wasserstromateile besonders hoch sind.
Wir stecken bei uns in der Gegend in einer Zwickmühle: Regierung und die zukünftige rückgehende Versorgung mit Erdöl zwingen uns in unserer Gegend zu fast 100% Kohlekraftwerkneubauten auf. Wollen wir unter 1 kg CO2/kWh bleiben, dürfen wir nur zu den Zeiten des Energiemangels tanken, damit nicht das Erdgaskraftwerk Düsseldorf auf australische Kohle umgestellt wird.
Handeln wir nicht gegen diese kraftwerkstechnische Vernunft, übertreffen unsere Saxos die CO2-Erzeugung unserer "Umweltstinker".
Mir, als jemand, der einmal Astromie studiert hat, missfällt allerdings die gewaltige Wetteränderung , allein als Folge der Braunkohlenverbrennung. Dazu gibt es unwiderlegbare Daten.




von Bernd Schlueter - am 23.05.2009 04:24
Hallo Bernd,

leider wird immer noch sehr viel Geld in den Bau neuer Kohlekraftwerke investiert (zurzeit wird ein neues Kraftwerk bei mir in der Nähe in Mainz gebaut). Und das, obwohl Hessen - trotz Stillstandes von Biblis A und B - noch Strom exportieren kann. Die Betreiber verdienen sich mit neuen Kohlekraftwerken dumm und dämlich. Hat denn niemand in Deiner Strasse eine Solaranlage auf dem Dach? Wenn ja, dann tankst Du physikalisch gesehen tagsüber zu einem hohen Prozentsatz Solarstrom. Man kann sich übrigens auch ohne eigenes Dach an der sauberen Stromerteugung beteiligen: siehe [www.buerger-kraftwerke.de]. Übrigens darf man beim Verbrennungsmotor nicht erst am Auspuff anfangen zu rechnen. Die Spriterzeugung hat einen Wirkungsgrad von ca. 30%, dazu kommt noch, daß der von den Hersteller angegeben durchschnittliche Spritverbrauch viel zu niedrig ist. Real kann man da noch mal 10 - 20 % dazu rechnen. Damit kommt ein Auto mit 140 g/Km dann real auf 200 g/Km. Ich setze viel Hoffnung in speicherbare Windkraft (über Druckspeicher oder - wie vor dem kurzem eingeweihtem - Hybridkraftwerk mit Wind-Wasserstoff-Biomasse). Leider sind in Hessen von der Landesregierung 99% der Flächen für Windkraft gesperrt. Als Roland Koch nun wieder gewählt wurde, hat er von den wenigen Standorten für die Windkraft, nochmals 95% sperren lassen. Selbst Gemeinden, welche eine Windkraftanlage bei sich bauen wollten, durften es dann nicht :-( Während nun über 99% der Flächen in Hessen für die Windkraft gesperrt wurden, sind für Kohlekraftwerke 0% gesperrt - sprich die dürfen überall gebaut werden. In Hessen setzt man also weiterhin auf veraltete Technologie,

Sonnige Grüße mit derzeitigen 4986 Watt

Ralf

von Ralf Becker PF - am 23.05.2009 07:23

Meine Ausstiegsstrategie / Was haltet Ihr von dem CO2 - Rechner

Nein, Ralf, Solardächer gibts hier kaum und auch die Windkraft wird hier kaum genutzt. Die werden nur an windärmeren Orten mit dichter Besiedelung zwecks Werbezwecken plaziert. Je küstennäher und ertragsreicher, desto weniger Windräder. Das ist NRW. Dem Wolfgang Clement passte das in seinen Kram und er ließ die Grünen bei ihrem kurzsichtigen Denken schön gewähren. Rüttgers/Westerwelle haben es jetzt leicht, ihrer Lobby zu dienen.
Übrigens, ich bin mir gar nicht so sicher, dass Steinkohlekraftwerke so problematisch sind. Wenn ich das richtig sehe, kann man diese zukünftig, im Gegensatz zu den Braunkohlenkraftwerken, nachts abstellen.
Erdöl hat, soviel ich weiß, einen sehr niedrigen Energieaufwand nötig, bis es unsere Fahrzeuge und sonstigen Verbraucher erreicht, ganz im Gegensatz zu dem als grün verherrlichten Erdgas. Ich sehe allerdings im Erdgas die Hauptenergiequelle für die Fortbewegung, nicht im Strom mit seiner zur Zeit noch ineffizienten Energiekette und erst recht nicht im Wasserstoff. Wasserstofftechnologie halte ich für ein Verbrechen an der Menschheit.
Prima für Atombombenträger-U-Boote, ganz unbestritten, und, an dieser Stelle auch umweltverträglicher.

In den Städten, eindeutig direkter Elektroantrieb, da gibt es nichts anderes.

Da ich aber überlege, wie wir auf lange Sicht unseren Einfluss auf die Umweltverschmutzungspolitik nehmen können, bin ich auf meine etwas ungewöhnlichen Thesen zu unserem Ladeverhalten gekommen:
Optimal ist es demnach, Atom- und Braunkohlenstrom zu bezahlen, aber zusätzlichen Bedarf zu erzeugen, der dann nicht durch zusätzliche Kohlekraftwerke und Atommeiler gedeckt werden kann.
Sprich, tagsüber tanken.
Den EVUs bleibt dann überhaupt nichts anderes übrig, als auf dem Spotmarkt die von ihnen ungeliebten alternativ erzeugten Produkte zu kaufen.
Zusätzlich sparen wir ja noch Geld, das wir dann direkt in eigene Projekte stecken können.

Die Welt will belogen werden. Nutzen wir dann auch die Chancen, die sich dabei bieten.

Eines meiner Ziele ist dabei auch die Installation von Stromzählern, die den Strom preislich bedarfsgemäß erfassen und entsprechende Steuerausgänge haben. dann können wir die Kraftwerke, so gut es geht, mit unserem virtuellen Kraftwerk Ladegerät plus Batterie, so gut es geht, unterstützen, ohne aber den Bau von Kohle- und Kernkraftwerken zu fördern. Wir bauen damit auch verlustreiche Sekunden- und Minutenkraftwerke ab. Sonntags nie. Nachts auch nicht.

Dieses Umdeklarieren auf dem Papier bewirkt nur das Gegenteil. Machen wir uns das einmal klar. Auch das Solardach beim Nachbarn hilft da nicht. Trianel von Trinekens, da läuft der Hase, wenn ihm der Igel nicht zuvor kommt.

Ein anderes meiner Anliegen ist die Aufgabe der Netzmonopole, mit denen dank unserer Grünen, heute das meiste Geld verdient wird. Dann bauen wir eben unsere eigenen Netze, dezentral und nach unseren Bedürfnissen! Bürgergemeinschaften als Selbstversorger. das funktioniert. Nicht aber, wenn jeder für sich auf einer einsamen Insel lebt. Nur gemeinsam sind wir stark und nicht die, die ihre Macht über uns zur Zeit allzu mächtig ausdehnen!

Übrigens, wer mit seiner CO2-Erzeugung tiefstapeln will, ohne sich in die eigene Tasche zu lügen, gehe in die Schweiz oder nach Österreich, dort sieht der Strommix ganz anders aus und vor allem hat der örtliche Stromanbieter ganz andere Möglichkeiten, der CO2-Schere zu entgehen. Hier in Krefeld habe ich keine. Die Trienekens mit ihrem angeblich norwegischen Wasserstrom...Ich weiß wo der sein Geld einsetzt, und vor allem, wer seine Monopolpläne bezahlen wird. Ich nicht, auch nicht über Lichtblick. Die müssen nämlich die gleichen überhöhten Überleitungsgebühren an Herrn Trienekens bezahlen.
Außer, wie oben beschrieben.

von Bernd Schlueter - am 23.05.2009 22:18
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