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Elektroautos
Beiträge im Thema:
22
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Alfons Heck, modulo, Elektroklaus, evdriver, R.M, BdasB

Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Startbeitrag von modulo am 08.05.2009 06:45

So langsam rüsten einige ihre Saxos, 106er und Sonstige von NiCd auf LiPo und Co. um. Meist ergibt sich daraus schon eine höhere Reichweite. Welche Möglichkeiten sind aber im Bezug auf die Endgeschwindigkeit, vielleicht 100 - 105 Km/h, und vielleicht auch bei der Strombegrenzung für kurzzeitig besseren Durchzug am Berg drin. AGY hat das mit seinem AX bereits erfolgreich durchgeführt. Auch eine Erweiterung der Ladetechnik wäre in diesem Kontext von Interesse.

Hat sonst jemand schon Erfahrungen damit gemacht, oder hat etwas dazu beizutragen um das sicher umzusetzen?
Ideen und Vorschläge sind gefragt und vielleicht bekommen wir eine brauchbare Anleitung für eine sichere Leistungssteigerung zusammen.

Antworten:

Re: TUNING ... bei PSA Fahrzeugen

Hallo MODULO

Der AGY im Ruhrgebiet macht sowas.
Sein AX faehrt mit LiPo (seit ueber 2 Jahren - mit nun mehr als 28000KM !!!).
Bei Youtube mal nach 'agy10' suchen (Stop+Go Sieger TourDeRuhr 2007) - ist ein ganz
"interessantes" Video ;-). (Oder auf seiner Seite www.agy-electronic.de/INDEX.htm)

Den Akkus machts ja nix aus - aber wenn man sein Auto (bzw. die Elektronik
(SAGEMBOX)) nicht selbst reparieren kann (im Fall des Falles) ... solle man
nur sehr MODERAT TUNING betreiben ;-).

Gruss
BdasB




von BdasB - am 09.05.2009 11:09

Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Ich beobachte eine bisher noch nicht beobachtete Leistungssteigerung meines Saxos mit den normalen Säften bei den jetzt gestiegenen Temperaturen. Gestern fuhr ich durchweg mit echt über 90 km/h , während der Verbrauchsanzeiger im grünen Bereich blieb. Kein Lastwagen, kein Windschatten, Hin- und Rückfahrt.
Zeitweise stand der Tacho bei über 100km/h, trotz nur minimaler Steigungen.
Außer gestiegenen Temperaturen, einer knappen Woche Stillstand mit entladenen Batterien, Laden unmittelbar vor Fahrtantritt (auf nur 90%) mache ich Wasserverlust dafür verantwortlich: mit sinkendem Laugenstand steigt deren Konzentration. Die optimale Laugenstandshöhe ist mit anderen Worten gerade nicht die höchste.
Gleichzeitig sank der Verbrauch auf etwa 1,2 Ah pro km. Unter 1 Ah sind bei Geschwindigkeitsdrosselung erreichbar.
These: Zusatzakkus vom Lithiumtyp würden neben einer Leistungssteigerung weniger Stromverbrauch, eine weit effektivere Rekuperation und einen Wirkungsgradgewinn bringen. Ich denke darüber nach, solche über einen Mikroprozessor gesteuerten Mosfet anzukoppeln. Vorwärts über Aufwärts-, Rückspeisen über Abwärtswandler.

Ja, ein tuning für kurze Beschleunigungsvorgänge wäre nicht schlecht. Ich fahre eh fast immer nur 85, aber wenn ich mit 95 einen nur 80 km/h langsamen LKW überholen möchte, braucht der nur zu husten und schon können ich und meine Porsches hinter mir eine halbe Stunde lang den linken Fahrstreifen bewundern. Ein Hund würde von dem Gedröhne hinter mir schwerhörig werden.



von Bernd Schlueter - am 10.05.2009 08:58

Re: Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Mir ist das schon passiert beim überholen eines LKW. Schöe gerade Strecke mit 90 an einen LKW herangefahren und wo ich auf gleicher Höhe mit dem Fahrer bin, kommt eine wirklich nur ganz leichte Steigung. Ich brech mir fast einen ab und trete das Bodenblech schon fast durch und hinter mir versammelt sich schon eine ganz ansehnliche Reihe von drängelnden Autos. Der LKW Fahrer hatte dann ein einsehen und gab Ges so das ich hinter ihm wieder reinkonnte.
Mit ein klein wenig Reserve in so einem Fall wäre dem Auto sicherlich kein Schaden entstanden, aber ein fließender Verkehr währe ein wenig besser zu bewältigen.
Leider finden sich auf den schon erwähnten Seiten keine Hinweise darauf an welcher Stelle der Hebel für einen Kickdown anzusetzen wäre. Mir würde dazu einfallen:
- mehr Akkus, wenn Platz dafür ist. Nur spielen da ohne Anpassung Ladegät, Fahrregler und Motor
mit?
- andere Akkus, wie es AGY und auch Gero bereits praktizieren
- dann aber auch eine Anpassung des Fahrreglers bzgl. der Strombegrenzung oder max Speedlimit

Hat einer von Euch eine Idee wie und wo da angesetzt werden könnte?


von modulo - am 10.05.2009 10:26

Re: Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Hallo

Man kann da schon was machen, allerdings müßte man wissen was der Controller verträgt, einfachste Version ist durch Änderung an der Strommessung einen höheren Strom zuzulassen, wenn mit Shunt gemessen wird dann also einen anderen Shunt verwenden.

Problem ist daß dann der Verbrauch nicht mehr richtig kalkuliert wird, man bräuchte also ein Zusatzinstrument.

Gruß

Roman

von R.M - am 10.05.2009 12:54

Re: Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Die Strombegrenzung muss doch irgendwo festgelegt sein. Kommt man da nicht ran?
Dann hätte man das Problem der fehlerhaften Verbrauchsmessung nicht.

von modulo - am 11.05.2009 10:17

Re: Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Hallo Bernd,
Zitat
Bernd Schlueter
Ich beobachte eine bisher noch nicht beobachtete Leistungssteigerung meines Saxos mit den normalen Säften bei den jetzt gestiegenen Temperaturen. Gestern fuhr ich durchweg mit echt über 90 km/h , während der Verbrauchsanzeiger im grünen Bereich blieb. Kein Lastwagen, kein Windschatten, Hin- und Rückfahrt...
Laden unmittelbar vor Fahrtantritt (auf nur 90%)...
Gleichzeitig sank der Verbrauch auf etwa 1,2 Ah pro km.

und wie weit kamst Du mit der Ladung?
Also theoretisch sieht es wie folgt aus:
100Ah zu 90% geladen = 90Ah
90Ah : 1,2 Ah/km = 75km


Fragend
Alfons.

von Alfons Heck - am 14.05.2009 12:33

Re: Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Halt, Fehlschluss von mir. Ich spreche von % Ladung, nicht Ah. Zwischen 100Ah Aufschrift auf den Säften und 100% Ladung sollte ich einen Unterschied machen. Ich vermute mal, ich liege eher unter 1 Ah/km. 1,2%.

Es waren 84km. Beim nächsten Laden gab es dann einen mächtigen Sprung: 15 kWh entnahm der Lader dem Netz, sonst unbeobachtet: die Nachladungsserie war trotz 15 kWh Entnahme noch nicht abgeschlossen, der Ladezeiger stand nicht ganz auf den sonst üblichen 103% und ging sofort herunter mit der Anzeige, was sonst erst nach 10 bis 15 km einsetzte. Meine vor einiger Zeit vorgenommene Messserie führte zu dem Ergebnis, dass bei einer Ladung über, sagen wir, 12,6 kWh Stromentnahme aus dem Netz keinerlei Reichweitengewinn mehr erzielbar ist.
Nach 74km mit viel Windschatten und einem fliegenden Holländer vor mir (ca 90km/h, mächtig im grünen Bereich) war ich dann nach 72km hinter Goch bei ca 6% Restladungsanzeige.
Rückfahrt: Wolkenbruch, kein Windschatten, wieder keine 103% Anzeige mehr, vom ersten km an Fallen der Anzeige, merklich weichere Batterien, vorsichtshalber überschritt ich die 80km/h nicht und kam nach 72km mit 9% Restladungsanzeige in Krefeld an.
Was ist passiert, die Verhältnisse scheinen wieder schlechter zu sein.
Eigentlich hätte ich erwartet, dass die 115% Ladung weiterhin mit 103% angezeigt werden.

Mein Verdacht ist nun, ich hätte nicht die Sagembox ohne Zeitschaltuhr laden lassen sollen. Die fast 3 kWh Überladung tun den Batterien nicht gut.

Ich werde den Innenwiderstand der zellen beobachten müssen: Batteriespannung messen bei Vollgas und einer bestimmten Geschwindigkeit, beispielsweise 80km/h. Gleiche Temperaturen vorausgesetzt. Die letzten drei Male hatte ich das Laden nicht vorzeitig beendet, nachdem die Sagembox die male vorher nicht sehr überladen hatte. Bei ca 13 kWh war das Laden beendet.

Nun möchte ich mir einen timer über den Ladeklappen- und Marechalkontakt-Kreislauf einbauen, um das Laden abbrechen zu können. Oder, ob die Kohlen bei 34.000km anfangen, festzuhängen oder ähnliche Effekte? Ich tippe bei den Unregelmäßigkeiten eher auf den Sagemlader und seinen offensichtlich sehr stark variierenden Ladealgorithmus.
Also: Eindeutig beginnt der Lader wieder mit seinen nicht enden wollenden Ladeorgien, seit sich beim vorletzten Mal die Endanzeige geändert hat.
Eine Mimose.


von Bernd Schlueter - am 15.05.2009 10:45

Re: Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Zitat
Bernd Schlueter
Es waren 84km.
...
Beim nächsten Laden gab es dann einen mächtigen Sprung: 15 kWh entnahm der Lader dem Netz, sonst unbeobachtet: die Nachladungsserie war trotz 15 kWh Entnahme noch nicht abgeschlossen,
...
Die fast 3 kWh Überladung tun den Batterien nicht gut.
...

Ok 84Km und sagen wir volle Batterie leergefahren => 100Ah : 84km = 1,1904Ah/km
na also alles OK.


Zum Laden nochmal:

100Ah*6V*19Stück = 11,4kWh können die geladenen Batterien abgeben +
15% Überladung = 1,7kWh zusammen also 13kWh +
Ladefaktor von 30% für alle entstehenden Verluste.
Daraus folgt bis zu ca 17kWh kann die Ladung schon mal benötigen ohne das man von irgend
welchen Fehlern träumen muß.


Gruß
Alfons.


von Alfons Heck - am 15.05.2009 15:38

Re: Möglichkeiten für eine Leistungssteigerung bei PSA Fahrzeugen

Nein, Alfons, meine Batterien nehmen nicht einmal volle 13 kWh inclusive der Laderverluste auf, deren Kapazität liegt also sicher unter 11 kWh. Wenn ich mehr als 12,6 kWh geladen habe, konnte ich mit Sicherheit keinen einzigen km weiter fahren, sondern, im Gegenteil, die Akkus wurden weich.
Meine Batterien benötigen also eine Sonderbehandlung, um wieder zu Kräften zu kommen- Beide letzte Male war der Lader nach über 6 Stunden immer noch am Laden. das ist nicht normal und bekommt meinen Akkus nicht.
Eine Uhr für die Festlegung der Ladezeit und eine Ladezeitbegrenzung auf 4,5 Stunden minus Restladungsberücksichtigung muss ich einbauen.

Meine Nicads haben nach dreimaliger Überladung um je 5KWh (12,6 passen maximal hinein) wieder einen mächtigen Innenwiderstand: Vollgeladen 136,5 Volt, fällt die Spannung beim Fahren mit ca 100 Ampere Aufnahme auf 126 Volt. Dieser Abstand bleibt über die Entladung oberhalb 30% ziemlich konstant. Das sind also etwa 100 mOhm Innenwiderstand, 1 mOhm pro Zelle, bei 20 Grad Celsius Außentemperatur. Nachdem ich erfolgreiche Versuche mit der Ermittlung des Innenwiderstands durch Messung des Widerstands über Einprägen einer Hochfrequenz (etwa 100 kHz) gemacht habe, denke ich daran, auf dieser Basis ein Batterieüberprüfungsgerät zu bauen. Das sollte mit allen Batterietypen funktionieren. Vielleicht ist es sinnvoll, die Messfrequenz drastisch zu erniedrigen...
Hat da jemand Erfahrungen?
Erstaunlich ist die Tatsache, dass ich bei 50km/h im ebenen Gelände, ohne Ampeln, eine Reichweite von über 150 km hätte...
Wenn ich meine Akkus zweiteile, 50 plus 50 Zellen, könnte ich unter Umgehung der Sagembox bei ca 50km/h sicherlich noch höhere Reichweiten erzielen...

Zwecks Leistungssteigerung denke ich über die automatische Zuschaltung eines Zusatzakkus direkt vor dem Motor nach. Ich denke da an 24 Volt in Serie, zwischengekoppelt über Diode, Umschaltrelais, Strombegrenzung und guter Absicherung nebst einer Schaltung, die Kurzschlüsse, insbesondere beim Einsetzen der Reku, ausschließt. 24 Volt mehr, das sollte zum Beschleunigen im Notfall und zum Erklimmen von Steigungen ausreichen. Einkopplung unter Umgehung der Sagembox. Der Motor nimmt dann weniger elektrische Leistung aus der Hauptbatterie, das ist der ganze Effekt.
Allerdings bleibt die Abregelung ab 91 km/h. Bei 93km/h ist die Abregelung schon sehr deutlich. Im Windschatten gehts auch schonmal höher, oder bergab. Für kurze Überholmaneuver wäre eine vorübergehende Abschaltung schon wünschenswert. Dummerweise gibt es so gut wie keine Unterlagen zu der geheimnisvollen Sagembox.


Aber zwei andere Frage: Ich beobachte seit kurzem jenen gewaltigen Anstieg des Innenwiderstands, seit ich den Ladevrgang nicht mehr vorzeituig unterbrach. Ca 100 mOhm sind entschieden zu viel, 10 Volt Spannungsverminderung beim Gasgeben noch im gelben Bereich.
Saft hat seine technischen Daten aus dem Netz genommen. Weiß noch jemand, welcher Innenwiderstand bei den STM 5-100 normal ist?

Jetzt habe ich es genau gemessen, bei mit kommt die gelbe Lampe mit starker Leistungseinbuße bei Unterschreitung von 103 Volt, nicht bei etwa 80 Volt, wie viele hier aussagen. Frage: Ist das normal? Ich habe jetzt eindeutig festgestellt, die gelbe Lampe ist NUR von der Batteriespannung, nicht aber von der Belastung abhängig. Wenige Sekunden unter 103 Volt (102,9V) und schon leuchtet sie. Nun ist mir auch klar, warum ich inm Winter diesen starken kapazitätsverlust beobachte. Der ist wohl nur scheinbar. Tatsächlich sinkt meine Reichweite wegen des hohen Innenwiderstands und der vorzeituigen Abschaltung.

Die richtige Behandlung der Akkumulatoren scheint mir das Wichtgste zu sein, um eine gute Leistung der PSA-Fahrzeuge zu erhalten.

Ansonsten, wenn wir erfahren könnten, wie wir die Parameter der Box einstellen können, wäre dies sehr hilfreich. Existieren darüber definitiv keine Unterlagen?


von Bernd Schlueter - am 15.05.2009 17:07
Hallo Bernd

103V scheint mir zu hoch zu sein
Beim Kangoo setzt die Leistungsreduzierung bei 100V ein.(22 Blöcke) Umgerechet müssten es
für 20 Blöcke 90,1V sein.


Gruß von
Elektroklaus


von Elektroklaus - am 18.05.2009 20:04
Danke, Klaus. Das Ding lädt ja auch nicht zuverlässig. Kein Wunder, dass mein Saxo in der Leistung nachlässt, wenn ich nicht aufpasse. Um so wichtiger wäre es, eine Einstellmöglichkeit zu haben. Die Werkstattunterlagen bei Citroen helfen da auch nicht weiter. Die 103 Volt mit gelber lampe waren bei dieser Witterung weit unter 0% Ladezustand erreicht, das stimmt ja wohl auch nicht. Unbelastet steigt die Spannung sofort über 110 Volt. Beo 0% Anzeige waren es unbelastet 119 Volt. Natürlich muss es möglich sein, eine neue oder angepasste Software aufzuspielen. Allein der überteuerte Modultausch bei PSA bringt es nicht.

von Bernd Schlueter - am 18.05.2009 21:21
Sehr Interessant, leider am Thema dieses Threads vorbei. :(
Ich hatte mir ein paar Hinweise, oder Tipps, für eine Leistungssteigerung, wie Eingangs beschrieben, erhofft. :hot: Leider hat wohl keiner eine Idee wie man unseren Saxos und 106ern auf die Sprünge helfen könnte. Ich hatte vor einiger Zeit mal mit AGY telefoniert und er sagte mir das er nach dem Umbau auf LiPo an der Leistungsschraube gedreht habe und jetzt ganz ordentliche Ergebnisse raus kommen. Leider habe ich bisher noch keinen Plan an welcher Schraube anzusetzen wäre. :confused: In den meisten Fällen kommt es ja nicht auf die max. Reichweite an. Da könnte man doch einen Teil dieser Leistungsreserve in eine kurzzeitige Leistungssteigerung lenken.:cool: Die Frage ist nur wie und was hätte das für Auswirkungen auf das Gesamtsystem auch im Bezug auf Lebensdauer.

von modulo - am 19.05.2009 06:01
Modulo, ich würde ja nicht raten, mit dem jetzigen Batteriesatz längere Zeit mit mehr Leistung fahren zu wollen. Lediglich eine kurzzeitige kräftige Unterstützung am Berg und zur Beschleunigung.
Du hast keinen Verbrenner, sondern ein Elektrofahrzeug, das seine Vorteile nur ausspielen kann, wenn es sich an schnellem LKW-orientiert. Bei mir reicht es nicht einmal dazu. Also, wenn, dann mit Zusatzbatterien. Wenn Du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, würdest Du erkennen, dass mit meinem "Turbo"vorschlag die Leistungssteigerung ohne jeglichen Eingriff in die Elektronik funktionieren würde. Stimmt nicht ganz, der Turbo müsste sicher ausgeschaltet werden, wenn die Geschwindigkeit und der "Gasfuß" unter einen bestimmten Wert sinken oder wenn gebremst wird.
Mein "Turbo"vorschlag sieht beim Cityel sehr viel einfacher aus, da hier nicht rekuperiert wird.
Ich habe mir für diesen Zweck zwei Flugzeugstarterakkusätze gekauft, zweimal 22,8 Volt. Kurzzeitig sollte man damit 120km/h erzielen können, bzw. die ca 1,6 fache Leistung, sprich 40 kW Leistung für wenige Sekunden. Da ich nicht übertreiben will, werde ich die beiden Hochrompacks aber parallel schalten und mich mit ca 108 km/h zufrieden geben, bzw. 33 kW maximalleistung nur am Berg.
Die Höchstgeschwindigkeit und normale Maximalleistung will ich nämlich unangetastet lassen.
Wie gesagt, die Elektronik und das Batterimanagement merkt davon nichts. Die Zusatzbatterien bleiben einfach außen vor und strecken vor allem meine Reichweite beträchtlich.

Trotzdem, wenn Du bessere Ideen hast, die interessieren mich brennend. Ich hatte die ganze Steuerung einmal draußen, und gerade der Mikrocontroller ist ein solches Gefrickel, dessen Änderung möchte ich schon vermeiden.
Eine neue Software aufspielen, das würde mir schon gefallen. Bei mir stimmt das Lademanagement nicht und führt zu Minderleistung der Batterien. Dazu wurde schon viel geschrieben.
Also, das ist mein Stand der Planung, die Kiste leistungsfähiger zu machen.

Da ich jetzt weiß, dass meine Leistungsbegrenzung inzwischen zu früh, bei 103 Volt abschaltet, werde ich auf diese Stelle mein besonderes Augenmerk legen. Ein Blick ins Programm und das PROM könnte offenlegen, an welcher Stelle die Abregelung wirksam wird. Zur Zeit weiß ich, es war damals weit unter Null Grad und kein Computer weit und breit, weder den Prozessortyp, noch, wie man das Programm auslesen oder ändern kann und warte nur auf einige Tips, wie ich diesem unseren Ziel näher kommen kann.
Meine Werkstatt liegt jetzt direkt vor dem Haus (Garage) und ich warte nur auf Tips.

Ich habe zwei Controllerversionen (Zentralrechner) in Händen gehabt. Wäre natürlich sinnvoll gewesen, die Software auszulesen, um sie notfalls wieder einspielen zu können.
Wichtige Frage: Maskenprogrammiert und fest verlötet? Oder? Das ist eine sehr zentrale Frage bei unseren Plänen. Wie gesagt, mein Konzept greift da nicht ein, ich würde auch die Abregelung, die bei mir bei 91km/h beginnt, belassen und könnte mit höherer Geschwindigkeit bei weniger Verbrauch und bei höherem Wirkungsgrad die Berge hinauf brausen oder beschleunigen.
Ich habe bisher nur eine sehr ungenaue Strommessung über ein DC-Zangenmultimeter.
Um genauere Messungen zu machen, brauchte ich genauere Angaben über die Messmöglichkeiten über den schwarzen vielpoligen Verbindungsstecker. Das Verbrauchsinstrument misst nicht einfach nur den Strom!
Also, jetzt packe mal aus mit Deinen Vorstellungen, modulo, Margarine für den Walfisch.

von Bernd Schlueter - am 19.05.2009 09:38
Hallo allerseits.

Zunächst mal:
Hut ab vor allen, die hier am Thema vorbei schreiben !

Ihr zeigt das ein solches Proletengehabe in E-Auto Kreisen noch keinen Einzug gehalten hat.
Wer AGY auf der TdR mit quitschenden Reifen herumrasen gesehen hat und dass toll findet, der hat das scheinbar richtig nötig. Jungs müsst ihr euch echt vor den Benzinern/den Frauen/............. (nichtzutreffendes streichen bzw. ergänzen) beweisen ?

Ansonsten...
Ich muss Bernd mal zustimmen: Mit den jetzigen NCs sollte man keine Leistungssteigerung durchführen. Aus Erfahrung kann ich sagen, das es mal eine Zeit lang Kangoo E Versionen gab, die einen POWER Button am Wahlhebel besaßen. Dieser wurde von den unwissenden Stinker gewohnten Fahrern auch rege genutzt. Mit dem Erfolg, dass sie sich reihenweise die Akkusätze zerschossen haben. Renault hat den Knopf in späteren Serien sehr schnell wieder verschwinden lassen. Und das ist auch gut so.

My 2 cents

Akkupalypse

von evdriver - am 19.05.2009 16:28
Zitat
Akkupalypse mau
Hut ab vor allen, die hier am Thema vorbei schreiben !
Ihr zeigt das ein solches Proletengehabe...

Gut das Du darauf so besonnen reagierst :p

Zitat
Akkupalypse mau
Ich muss Bernd mal zustimmen: Mit den jetzigen NCs sollte man keine Leistungssteigerung durchführen. Aus Erfahrung kann ich sagen, das es mal eine Zeit lang Kangoo E Versionen gab, die einen POWER Button am Wahlhebel besaßen. Dieser wurde von den unwissenden Stinker gewohnten Fahrern auch rege genutzt. Mit dem Erfolg, dass sie sich reihenweise die Akkusätze zerschossen haben.

Das sollte man etwas differenzierter betrachten:
-keine Ahnung was Renault da verbaut hat aber
-Saft gibt in den Datenblättern einen Dauer-Entladestrom von maximal 270A an. Also vertragen die Batts das auch. Nachteil die Reichweite sinkt.Außerdem einen Impuls-Entladestrom von bis zu 680A. Also kann für einen Impuls (wie der zeitmäßig definiert ist weiß ich nicht) auch richtig Strom entnommen werden.
-wenn obige Randbedingungen nicht beachtet werden wird es sicher die Lebensdauer beeinträchtigen.


Meine Meinung und Gruß
Alfons.



von Alfons Heck - am 19.05.2009 19:38
Zitat
Alfons Heck
Zitat
Akkupalypse mau
Hut ab vor allen, die hier am Thema vorbei schreiben !
Ihr zeigt das ein solches Proletengehabe...

Gut das Du darauf so besonnen reagierst :p

Zitat
Akkupalypse mau
Ich muss Bernd mal zustimmen: Mit den jetzigen NCs sollte man keine Leistungssteigerung durchführen. Aus Erfahrung kann ich sagen, das es mal eine Zeit lang Kangoo E Versionen gab, die einen POWER Button am Wahlhebel besaßen. Dieser wurde von den unwissenden Stinker gewohnten Fahrern auch rege genutzt. Mit dem Erfolg, dass sie sich reihenweise die Akkusätze zerschossen haben.

Das sollte man etwas differenzierter betrachten:
-keine Ahnung was Renault da verbaut hat aber
-Saft gibt in den Datenblättern einen Dauer-Entladestrom von maximal 270A an. Also vertragen die Batts das auch. Nachteil die Reichweite sinkt.Außerdem einen Impuls-Entladestrom von bis zu 680A. Also kann für einen Impuls (wie der zeitmäßig definiert ist weiß ich nicht) auch richtig Strom entnommen werden.
-wenn obige Randbedingungen nicht beachtet werden wird es sicher die Lebensdauer beeinträchtigen.


Meine Meinung und Gruß
Alfons.





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Fahren Renault Express:
1. Kastenwagen 2-Sitzer Bild unter www.HECKelektro.de Renault express silbergrau auf der Seite Unternehmen.
2. PKW 4-Sitzer Renault express weiß.


Mir ist bewusst das mein Saxo kein Auto mit unendlichen Reserven ist. Mir geht es auch nicht um >>quietschende Reifen und Prologehabe

von modulo - am 19.05.2009 20:11
Das lässt sich alles mit der Software einstellen, aber die Sagems rücken die nicht heraus. Bosch tuts übrigens auch nicht. Für die CX-Citronen, da sind die unterschiedlichen Programme frei im Umlauf.
es existieren eine Erkenntnisse im französischen Forum, aber wenn DU nicht tätig wirst, gibt es für Dich zur Zeit nur eine Möglichkeit: Selbst etwas stricken, Sagem raus und DEINS rein!
Oder hatte da etwa jemand eine andere Idee?
Hat sich wenigstens hier schon mal die Mühe gemacht und den Typ des Prozessors aufgeschrieben?
Damit wir wenigstens einen Schritt weiterkommen? Vielleicht können wir das Programm dann wenigstens disassemblieren und in eine Hochsprache rückübersetzen?
Außenherum stricken willst Du anscheinend auch nichts.
Tip: In Grenoble an der Uni hat eine Gruppe den PSA zerpflückt und neu zusammengesetzt. Das wäre etwas für Dich.

von Bernd Schlueter - am 19.05.2009 20:51
Hallo Alfons, hallo modulo

Die angegebenen 270 A von Saft sind ja schön und gut, aber wir sprechen hier von einer Änderung in der Sagemsteuerung der PSA Fahrzeuge, die Fahrströme bis 400 Ampere ermöglicht. Das länger als Impulsstrom und die Akkus werdens danken :-(

Ich fahr schon mehrere Jahre verschiedene Franzosen und kann nur sagen: hohe Ströme (und zwar sogar ohne Leistungssteigerung) gehen aufs MATERIAL und wenns nur Kohlen, Kollektor oder Antriebswellen/Differential/Motorlager sind. Aber wem es das wert ist.

@modulo: Cool, dass du es mit Humor nimmst ;-) Ich versteh deine Angst vorm Memory-Effekt nicht. Man muss doch nicht wirklich immer leer fahren, glaub mir. Ich lad manchmal einfach nur soviele Ah´s rein, wie ich für eine bestimmte Strecke benötige, dann wird ist er nach dieser Tour leer. Falls nötig kann man dann noch hin und wieder (einmal im Monat) mal richtig mit Entladewiderstand runterziehen und gut ists.

Ciao

von evdriver - am 19.05.2009 20:54
Hallo Akkupalypse mau,
Zitat
Akkupalypse mau
Die angegebenen 270 A von Saft sind ja schön und gut, aber wir sprechen hier von einer Änderung in der Sagemsteuerung der PSA Fahrzeuge, die Fahrströme bis 400 Ampere ermöglicht. Das länger als Impulsstrom und die Akkus werdens danken :-(

Ich fahr schon mehrere Jahre verschiedene Franzosen und kann nur sagen: hohe Ströme (und zwar sogar ohne Leistungssteigerung) gehen aufs MATERIAL und wenns nur Kohlen, Kollektor oder Antriebswellen/Differential/Motorlager sind. Aber wem es das wert ist.

Ich bezog mich erst mal auf die Batts. Die vertragen 270A Entladestrom. Ob jetzt (sagen wir mal ca) 250A max. Batteriestrom einstellbar sind weiß ich nicht. Klar wenn man auf 400A einstellt stimmt es batterietechnisch nicht; sprich sie werden bei Vollstrom überlastet.
Was der Rest vom Fahrzeug zu höherer Belastung/Geschwindigkeit sagt muß natürlich geprüft werden. Das Fahrzeug sollte es aushalten nur die Conversioneinbauten (also die Elektrosachen) müßen halt daraufhin geprüft werden.

Zitat
Akkupalypse mau
@modulo: Cool, dass du es mit Humor nimmst ;-) Ich versteh deine Angst vorm Memory-Effekt nicht. Man muss doch nicht wirklich immer leer fahren, glaub mir. Ich lad manchmal einfach nur soviele Ah´s rein, wie ich für eine bestimmte Strecke benötige, dann wird ist er nach dieser Tour leer. Falls nötig kann man dann noch hin und wieder (einmal im Monat) mal richtig mit Entladewiderstand runterziehen und gut ists.

Sehe ich genauso.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 20.05.2009 08:49
@Bernd
Die Leistungsreduzierung erfogt vermutlich per Software.
Beim Kangoo misst der Controller per AD-Wandler und Widerstandsabgriff die Batteriespannung.
Du könntest versuchen diese Widerstände in der Box zu finden und deren Werte zu erhöhen so daß die Software meint die Spannung wäre noch nicht so niederig.
Die letzten 10V, also von 110V bis 100V, machen aber nur 10% Restreichweite aus.
Die Spannungseinbrüche bei den NCs sind schon sehr hoch. Besonders wenn niederigen Ladzuständen.
Die Software anzupassen halte ich für extrem aufwändig. Für den Entwickler selbst wäre es ein Kinderspiel. Aber ohne Doku da nachträglich zu ändern ???.
Wenn man massig Zeit hätte vielleicht als Rentner mal??

@modulo
Wieso am Thema vorbei? Bernd macht doch Vorschläge. z.B. Zusatzbatterie direkt am Motor. Funktioniert sicher.
Kann man über einen dicken IGBT zuschalten.
Damit lässt sich die Beschleunigung im unteren Gewindigkeitsbereich steigern.

@Akkupalypse
Ja !!! mit quitschenden Reifen herumrasen ist prollig und Ja!! es ist völlig sinnlos.
Und trotzdem Power kann man immer gebrauchen und macht einfach Spaß.

@All
mehr Leistung bedeutet auch Lebensdauerverkürzung für Motor, Batterie und IGBTs. Besonders wenn es mehr als 4...5 Sekunden sind.
Bei normalem Vollgas müssen die NCs permanent über 200A bei erheblichen inneren Spannungsabfall liefern. Schon dabei erhitzen sich diese sehr schnell.
Die interne Verlustleistung beträgt hierbei bei voll ca. 2KW , bei 10% ca. 4KW und bei 2% ca. 6KW.
Alle Änderungen sind ohne TÜV-Abnahme unzulässig. z.B.
Um das Drehmoment/den Strom zu erhöhen könnte man durch ändern der Strommessung der
Software signalisieren: die Grenze ist noch nicht erreicht.
Wie gesagt: Ohne TÜV darf man garnichts

Grüße von Elektroklaus








von Elektroklaus - am 20.05.2009 13:16
Hallo Klaus,
Zitat
Elektroklaus
Bei normalem Vollgas müssen die NCs permanent über 200A bei erheblichen
inneren Spannungsabfall liefern. Schon dabei erhitzen sich diese sehr schnell.
Die interne Verlustleistung beträgt hierbei bei voll ca. 2KW , bei 10% ca. 4KW und bei 2% ca. 6KW.

Hier haben wir die Begründung warum man mit zunehmender Entladung weniger stark "Gas" geben sollte. Die Batts. werden dann einfach schneller heiß und es besteht die erhöhte Gefahr einer Schädigung.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 21.05.2009 08:31
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