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Informationen zum Thema:
Forum:
Elektroautos
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Berlingo-98, GDE, Bernd Schlueter, A.Höötmann, Martin Heinrich, Dr. Mabuse, evdriver, Bernd Rische

Mit Aggregat laden

Startbeitrag von GDE am 04.08.2009 11:36

Hallo,

was würde wohl die Sagembox in einem Peugeot 106 machen, wenn ich als Stromquelle ein Stromaggregat nehme, das nicht die volle Leistung bringt. Sagen wir mal 1,5 KW. Geht dann die Box kaputt oder läd sie nur mit dem maximal möglichen Strom. Hat das schon jemand getestet?

Danke
Gunther

Antworten:

Hallo Gunther.
Da geht einfach dein Aggregat auf Überlast und schaltet ab. D.h. es läuft dann im Freilauf. Die der Sagemlader zieht seine 14 A. Wenn die nicht kommen, Pech fürs Aggregat, der Box schnuppe.
Beim Fahren laden geht eh nicht mit eingestecktem Stecker, möglich ists über direkt angeklemmte Zusatzlader.
Habe selbst diverse Experimente hinter mir.
Effizient als Aggregate sind nur Geräte die umgebaut auf die entsprechende Spannung des Fahrzeugs den Strom direkt gleichgerichtet weitergeben. Gibt einen Skodafahrer in D und einen in Kanada, der sich sowas gebaut hat.

akkupalypse

von evdriver - am 04.08.2009 19:27
Hallo,

dass man nicht laden kann, während man fährt war mir klar. Ich suche auch nur eine Möglichkeit, bei längeren Fahrten in einer Pause die Akkus wieder zu laden, ohne gleich auf die Suche nach einer Steckdose zu gehen. Bei 14 Ampere wird das dann aber ein so grosses Aggregat, daß es wohl nicht mehr in den Kofferraum passt.:-))

Gruß
Gunther


von GDE - am 05.08.2009 04:58
Zitat

Akkupalypse mau:
Effizient als Aggregate sind nur Geräte die umgebaut auf die entsprechende Spannung des Fahrzeugs den Strom direkt gleichgerichtet weitergeben. Gibt einen Skodafahrer in D und einen in Kanada, der sich sowas gebaut hat.


Oder wie wir es derzeit für den Hotzenblitz und SAM im Karlsruher Solarmobil Verein bauen:
APU oder “Poor Man’s Serial Hybrid” :cheers:

Der Vorteil dieser Fahrzeuge ist eben die Nennspannung von 168V bzw. Ladespannung von 200V. Die kann ohne Umwicklung des Generators erzeugt werden. :cool:


von Bernd Rische - am 05.08.2009 07:41
Hallo

Meine Idee dazu:

Wenn man sowiso als Ladegerät ein Schaltnetzteil mit 90-250V~ input hat, kann man hergehen und das Aggregat statt an dem üblichen Generator an einen Servomotor flanschen! Denn diese Schaltnetzteile laufen normalerweise problemlos auch mit gleichspannung am Eingang!
Also Gliechrichter hinter den Brushless Servo und ab ans Ladegerät. Der Vorteil ist der hohe Wirkungsgrad des Servomotors!
(Habe ich schon erfolgreich durchgeführt!!).
Diese Bürstenlose Motoren findet man bei ebay oft für ein paarvEuro, weil z.B. Resolver defekt, was in diesem Fall egal ist.
(Ein Servomotor ist vom funktionsprinzip wie die Radnabenmotoren, also Bürstenlos. Mit dem Unterschied, daß hier die Spulen außen sind, und die Magneten auf der Welle, bei den Radnabenmotoren die Magneten außen auf der Nabe und innen die Spulen.

Ich habe auch noch einen 1kW Typ und einen kleineren mit ca. 300W herumliegen, falls jemand Interesse daran hat...

Viele Grüße Daniel

von Dr. Mabuse - am 06.08.2009 18:41
Wer meint denn, man kann nicht während der Fahrt laden....
Wie ich es immer sage: Man kann, wenn man es kann. Dazu gehört auch ein externes Ladegerät, leider. Es kommt also drauf an, wie man es macht, und dazu ist dies Forum und die Diskussion mit Leuten, die sowas gemacht haben, sicher hilfreich.

Und ich habe freilich schon während der Fahrt geladen. Na ja, nicht ganz. Mein Ladegerät im AX electrique war für rund ein Jahr ausgebaut. Da habe ich fix ein Zivan NG3 eingebaut. Bin direkt vorne in der SAGEM Box auf die Klemmen ganz links gegangen, die eigentlich für Batterie-Schnellladung vorgesehen sind. Im Stand konnte ich prima laden, d.h. ohne Zündschlüssel in Fahrtstellung. Dann wurde aber die Kapazität nicht hochgezählt. Wenn ich den Zündschlüssel in Fahrtstellung hatte, zählte auch die Kapazität brav mit hoch. Nachteil: alle Pumpen liefen, also auch ab und zu die Servo-Unterdruckpumpe. Und der Zündschlüssel steckte auch beim Laden. Mit dem zweiten Schlüssel habe ich die Türen verriegelt. Aber das habe ich ein Jahr oder so in Kauf genommen.

Über diese Anschlüsse kann mal also auch während der Fahrt laden. Freilich mit einem Extra Ladegerät. Will mal versuchen, hier während der Fahrt den Honda mit knapp 2 kW anzuschließen. Allerdings zieht der Zivan Lader etwas viel dafür. Mal sehen, wenn ich viel Zeit für Experimente und Erprobung habe....

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 11.08.2009 09:11
Hallo Roland,

man könnte den Zivan in der Leistung abregeln. Dann läd er nicht mehr mit der vollen Leistung, sondern halt nur so viel, wie das Aggregat hergibt.

Gruß
Gunther


von GDE - am 11.08.2009 14:52
Hallo Gunther,

danke für den Hinweis. Ich habe diese Möglichkeit des Abregelns schon gesucht, doch das vor mir liegende Handbuch des Zivan NG3-132-16 (das ist mein Gerät) sagt dazu leider gar nichts aus.

Das Handbuch sagte: max. Leistungsaufnahme 3 kW. Ich habs gemessen, die 3 kW werden auch gezogen, wenn ich meine 120V NiCd von Saft damit lade. Die Ladung klappt mit Netzanschluss recht gut, nur im Winter, wenn es recht kalt ist, werden die NiCd nicht so voll. Hat aber für meinen Alltagsbetrieb in dem einem Winter, in dem ich nur mit dem Zivan laden konnte, immer gelangt. Jedenfalls habe ich den Wagen dank dieses Laders immer am laufen gehalten.

Also kurz: ich würde die Ladeleistung gerne begrenzen. Weiss aber nicht, wie das bei dem Zivan NG3 geht. Weisst Du es? Ich wäre - wenn ich mal so sagen darf - für sachdienliche Hinweise dankbar.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 11.08.2009 20:34
Hallo Roland,

also bei meinem Zivan gibt es eine stehende Platine. Auf dieser sind ganz oben zwei blaue Trimmpodis. Auf der Platine steht ganz versteckt die Bezeichnung U und I. Mit dem einen Podi stellt man (in Grenzen) die Umschaltspannung von Phase 1 auf Phase 2 ein. Mit dem anderen Podi stellt man den Strom in der ersten Ladephase ein. Allerdings sinkt mit der Senkung des Stroms in der ersten Phase auch die Stromstärke in der zweiten Phase mit ab. Die Drehung am Strom-Poti ist mit einem Amperemeter einfach zu sehen. Bei der Drehung am Spannungpoti ist Vorsicht walten zu lassen. Das kannst Du nämlich nur wieder sehr schwer - bei einem Ladevorgang - einstellten.

Gruß
Gunther
(Alle Angaben wie immer ohne Gewähr)



von GDE - am 12.08.2009 05:01
Hallo Roland,

laß Dich da aber nicht von den Wirkungsgradfanatikern erwischen.
Erst mit Agregat Krawall, Gestank, Wärme und bissel Strom machen, aus dem dann im Lader wieder Wärme um noch weniger Strom in die Batts zu schieben (die dann auch wieder warm werden;-) ?

Da ist das mit dem direkten Auskopplen doch wirklich eleganter, ich gebs aber auch zu: manchmal macht man halt das was geht und einem zur Verfügung steht und nicht das was ginge und eventuell irgendwann mal anwendbar funktionert.

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 12.08.2009 07:32
Hallo,

das ist allemal besser, wie mit total leeren Akkus in der Pampa zu stehen und das 5 Kilometer lange Verlängerungskabel liegt zu Hause. Außerdem ist das wie eine Versicherung, wenn man eine längere Tour plant und einfach zum notwendigen Zeitpunkt keine Lademöglichkeit findet. Wenn ich diese Strecke dann komplett mit meinem Benziner fahre, habe ich im Endeffekt wohl eher mehr Abgase produziert, wie wenn ich kurz Zwischenlade und dann doch noch ankomme.


Gruß
Gunther


von GDE - am 12.08.2009 07:43
Zitat
Martin Heinrich
Hallo Roland,

laß Dich da aber nicht von den Wirkungsgradfanatikern erwischen.
Erst mit Agregat Krawall, Gestank, Wärme und bissel Strom machen, aus dem dann im Lader wieder Wärme um noch weniger Strom in die Batts zu schieben (die dann auch wieder warm werden;-) ?

Da ist das mit dem direkten Auskopplen doch wirklich eleganter, ich gebs aber auch zu: manchmal macht man halt das was geht und einem zur Verfügung steht und nicht das was ginge und eventuell irgendwann mal anwendbar funktionert.

Gruß Martin


Hallo Martin,
Du hast den Knackpunkt schon angesprochen: nämlich ..... und eventuell irgendwann mal ......
Leider habe ich ständig zu viele Projekte. Und das mit dem Lader liegt seit gut drei Jahren oder so. Das heißt also, dass schnelle und einfache Lösungen gefragt sind. Und wenn ich es fertig kaufen könnte, ohne jeden Zeitaufwand, wäre mir das noch lieber. Also Gero oder Bernd ?? Bernd läßt sich ungern beim Wort nehmen, es bleibt bei Vorschlägen. Und Gero zeigt auf seiner Internetsite leider keine Power-Lader Angebote. Sind wohl nur direkt erhältlich auf Anfrage. Aber es ist schwer an ihn ranzukommen. Und dann ist es bei mir so ein Projekt mit niedriger Priorität. Ich habe eigentlich wenig Probleme mit dem Laden meiner Elektrofahrzeuge und mit der Reichweite. Ich kenne die Reichweiter meiner Fahrzeuge und kann ganz gut vorausplanen.

Und ein anderer Kollege hat schon mal einen schönen permanenterregten Synchrongenerator mit 10 kW oder so von mir bekommen zum direkten Ankoppeln. Der mechanische Aufbau mit dem Diesel und alles auf einem kleinen Hänger klappte gut, die elektrische Abstimmung nicht. Weiß nicht so genau, was aus dem Projekt letztlich geworden ist. Ich vermute mal, es ruht, weil das Ding nicht wirklich viel gebraucht wird. Die Ankoppelung einer Maschine direkt an den Akku ohne zwischengeschaltetes Ladegerät haben schon einige probiert, und das ist sicher die beste Lösung. Vor Jahren konnte ich einen kleinen Perm Motor schon mal bei einem E-Auto Hersteller in der Werkstatt sehen und er war genau für so ein Projekt. In diesem Fall Gleichstrommaschine direkt auf die Akkus und Regelung über die Drehzahl. Ist leider nie was draus geworden. Schade eigentlich, dieser Hersteller hätte das geballte Wissen der "elweb-Szene" nutzen können. Das jedoch hat er nie probiert und eher verächtlich auf die Foren geschaut.

von Berlingo-98 - am 12.08.2009 07:58
Zitat
Gunther Diehl
Hallo,

was würde wohl die Sagembox in einem Peugeot 106 machen, wenn ich als Stromquelle ein Stromaggregat nehme, das nicht die volle Leistung bringt. Sagen wir mal 1,5 KW. Geht dann die Box kaputt oder läd sie nur mit dem maximal möglichen Strom. Hat das schon jemand getestet?

Danke
Gunther


In der Schweiz geben die Standardsteckdosen nur 10 A ab. Soviel ich weiß, kann man per Menü die Sagembox entsprechend einstellen, die Ladung geht dann nur mit 10 A aus dem Netz und dauert entsprechend länger. Genaues weiß ich nicht, es würde mich aber interessieren. Ein ELIT für die Einstellung der SAGEM Box meines AX habe ich.


von Berlingo-98 - am 12.08.2009 08:03
Ich bin geradezu überzeugt davon, dass Deine 240 Volt Wechselspannung trapezförmig ist und sich hervorragend zur direkten Gleichrichtung eignet, sofern die Wicklung aus zwei gleichen Hälften je 120 Volt besteht, die Du dann statt hintereinander parallel legst.
da es sich nur um den Notfall handelt, kannst du auch direkt an die Batterie zum Laden gehen, auch wenn die Kapazitätsanzeige dann beim nächsten mal nicht stimmt. Das gibt sich dann nach einem reset wieder.
Da die Batteriespannung dann niedriger als die Ausgangsspannung des Generators sein wird, läuft der Motor mit voller Leistung. Die Drehzahlbegrenzung geschieht dann alleine durch die Batterie, erst bei etwa 150 Volt träte die eingebaute Regelung in Aktion.
Das gilt jetzt nur für einen Billiggenerator ohne Elektronik! Einen solchen habe ich mir auch zugelegt, aber bisher weder eingesetzt noch mitgenommen. Bisher war ein Telefonanruf im Vorfeld immer leichter, als das Gerät zu schleppen und anzuschließen.
69 Euro habe ich für den neuen Zweitaktstinker, ebenfalls 850 Watt, ausgegeben.

Rechne mal mit 12 Liter Zweitaktgestank auf 100 km...

von Bernd Schlueter - am 12.08.2009 23:31
Zitat
Bernd Schlueter
Das gilt jetzt nur für einen Billiggenerator ohne Elektronik!


Nö, ich habe dafür den Honda 20i mit elektronischer Regelung gekauft und vorgesehen.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 13.08.2009 09:15

Rufst Du den ADAC, lässt Dich zur Werkstatt abschleppen

und rekuperierst dabei unauffällig :)).
MfG A.H.

von A.Höötmann - am 26.08.2009 17:53
Das Ding hat ja sicherlich einen Gleichspannungszwischenkreis, der vermutlich nicht von einer sinusförmigen Spannung gespeist wird. Ja, das wollte ich schon immer einmal erfahren, wie viele Pole der Stator hat und welche Spannung er abgibt...Optimal wäre dann eine Drehzahlkregelung über die Batteriespannung und eine zusätzliche Leistungsbegrenzung über die Messung der Motortemperatur.
Da das Ladegerät dann außen vor bleibt, dürfte es eigentlich keine Probleme geben.


von Bernd Schlueter - am 28.08.2009 10:34
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