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Informationen zum Thema:
Forum:
Elektroautos
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
GDE, Denis Matt, Bernd Schlüter, E. Vornberger, Beetle

Was passiert in einem Akku, wenn er schlechter wird

Startbeitrag von GDE am 16.07.2013 14:40

Hallo,

an die Saft-Experten: Was passiert eigentlich in einem Nickel-Cadmium-Akku, wenn die Kapazität weniger wird. Kann dieser Vorgang rückgängig gemacht werden?

Z.B. wenn man bei der nächsten Wasserwartung Lauge statt Wasser nachfüllt?

Danke
Gunther

Antworten:

Die Säfte mit Wassernachfülleinrichtung nehmen eigentlich kaum Kohlendioxyd auf, sonst könnte eine Laugenwechsel etwas bringen.
Einfach Lauge nachkippen? Da wäre ich vorsichtig. Die Dichte kannst Du messen, auch mit einem Batteriesäure- Dichtemesser, der aber sauber und trocken sein muss. Die Laugendichte bleibt immer gleich, ob geladen oder ungeladen. Insofern kannst Du getrost austauschen, wenn Du Dir keine Löcher in Hand und Kleidung brennst.

von Bernd Schlüter - am 17.07.2013 05:52
Wenn bei der Wasserwartung mal Lauge ausgetreten ist (zB durch eine bereits defekte Batterie) könnten weitere Batterien
ungleichmäßige Dichten haben und ein Laugentausch könnte sich positiv auswirken. Aber ohne Löcher reinzubohren
wüsste ich nicht, wie man die Dichte prüfen sollte.

Gruß,
Stefan

von Beetle - am 17.07.2013 09:37
Hallo Stefan,

eigentlich wollte ich keinen Laugentausch durchführen, sondern einfach bei der nächsten Wasserwartung mit Lauge auffüllen. Muß ja nicht die genaue Konzentration haben.

Was passiert mit den Zellen, die dann eine zu hohe Laugendichte haben?

Gruß
Gunther

von GDE - am 17.07.2013 14:15
Ich hab mir auch schon überlegt, einfach immer Lauge mit der Originalkonzentration aufzufüllen, statt Wasser. So sollte sich die Dichte in allen Zellen auf Normwert einpendeln. Leider nur sehr langsam. Und: Es tritt dann natürlich bei den ersten mal volladen Lauge statt Wasser aus den Überlaufschläuchen. Das ist nicht so gut wenn die Katze grad ihr Nickerchen darunter macht.
Ich habe es leider Versäumt bei meinen Akkus, als ich sie runter hatte, einen Laugenwechsel zu machen. Und es ist doch schon eine rechte Arbeit die Kästen runter zu nehmen. So habe ich mir jetzt folgendes überlegt: Die Akkus mit Originallauge zu spülen indem man zunächst extra viel zu schnell auffüllt. Dann ist die ganze Luft im Nachfüllsystem draussen und es ist komplett voll Lauge. Dann als zweiter Schritt, wie Bernd schon vorgeschlagen hatte, kalte Lauge ganz langsam reinlassen und hoffen dass die sich schön setzt und die alte rausdrückt. Würde der erste Schritt mit der Spülung nicht gemacht, würde die Luft im automatischen Nachfüllsystem ein Austausch verhindern.
Was denkt ihr dazu ? Zu viel Aufwand ? Doch eh gleich LiFePo ?

von Denis Matt - am 17.07.2013 18:11
Hallo Denis,

eine Katze hat unter meinem Wagen sowieso nichts verloren:-))

Stellt sich jetzt halt die Frage, ob es tatsächlich was nützt.

Gunther

von GDE - am 17.07.2013 18:44
Also, wenn man mal einfach die Beiträge zum Thema Probleme bei der Wartungsladung, defekte Safts, Laugendiskussion,... zusammenzählt und das mit mit LiFePo-Problembeiträgen vergleicht (zu gewichten natürlich mit der entsprechenden Fahrzeuganzahl) bleibt als Konsequenz nur, auf LiFeYPo zu gehen. Das notwendige Geld dafür ist natürlich leider nicht wegzudiskutieren.

von E. Vornberger - am 18.07.2013 08:58
Hallo,

danke für den weiterbringenden Beitrag. Gibts du Garantie auf die LiFeYPo? Vielleicht sprechen wir in einigen Jahren dann über die Problem der LiFeYPo. Dass die Teile vielleicht besser sind kann ja schon sein. Aber ich habe weder Lust noch Geld für neue Akkus übrig. Und deshalb versuch ich lieber, noch das Beste aus den Nicas raus zu holen.

Gunther

von GDE - am 18.07.2013 09:24
Der Beitrag war ehr als Antwort auf Denis gedacht ("..Doch eh gleich Li... "). Sorry wenn das am Start-Thema vorbeiging.

von E. Vornberger - am 19.07.2013 07:52

Nachfüllen mit Lauge

Das müsste eigentlich problemlos funktionieren.
Haben die Akkus durch falsches Wassernachfüllen gelitten, sind nur die ersten Akkus in der jeweiligen Nachfüllkette betroffen, denn die letzten wurden, wenn, mit Lauge aufgefrischt. Da reicht es dann, wenn man , ruhig im halbentladenen Zustand,einige Liter nachfüllt. Der Rest läuft beim Volladen ohnehin hinten heraus.. das sollte man auffangen und gleich in die nächste Kette einspeisen, wenn man nicht genug Lauge hat.
Bitte aber die Oberfläche zur Luft klein halten, damit nicht zuviel Kohlensäure die Lauge zu Pottasche neutralisiert!
Also, alles halb so wild, außer, falls die Lauge die Gummischläuche verschlingt. Die ist nämlich gefräßig. bei der nächsten Wasserwartung ist dann wieder Wasser in den Leitungen.

Also, gute Idee, genau so wirds gemacht.

Allerdings: erst eine Wartungsladung machen, Wasser vorschriftsmäßig nachfüllen. Dann erst halb leer fahren, Lauge aufffüllen, volladen, austretende Lauge auffangen!

Wenn man vorher keine Wasserwartung macht, wird die Lauge aufkonzentriert, was keinesfalls gut ist. Ihr könnt die Laugengeschichte auch mehrfach hintereinander wiederholen, dabei aber bitte kein Wasser versprudeln!
Ob ich den Lithiumzusatz in der Lauge brauche? Fragezeichen?

Tschja, Säxisch ist eine schwere Sprache.

von Bernd Schlüter - am 19.07.2013 13:06
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Habe soeben mit einem alten Kollegen über NiCds geredet. Er ist Arzt und versteht auch viel von Chemie was die Akku Lauge betrifft. Er hat mich ausdrücklich vor unvorsichtigem Umgang mit dieser Kalilauge gewarnt: Sie frisst sich immer weiter durchs Hautgewebe durch. Besonders gefährdet sind die Augen, die Hornhaut ist sehr dünn ! Wie schnell ist da was passiert.
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

Er meinte auch das mit der Konzentration sei nicht so wichtig, weil es ganz anders funktioniert als bei der Blei-Säure Batterie.

von Denis Matt - am 24.08.2013 20:52
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