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Informationen zum Thema:
Forum:
Elektroautos
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Elektromobilist, Martin Heinrich

plötzlich reduzierte Reichweite beim Saxo electrique

Startbeitrag von Elektromobilist am 07.08.2013 20:12

Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und komme gleich mit einem Problem daher:
Aber erst mal kurz zu mir und zum Fahrzeug:
Habe seit 2 Jahren einen Saxo electrique (von einem Bekannten mit ca. 17000km gekauft) und fahre damit praktisch jeden Tag zur Arbeit. Mittlerweile hat er knapp 37000km auf der Uhr. Reichweite in der fränkischen Topographie im Winter ca. 60km, im Sommer 70...80km.
Baujahr ist 2003.
Wasserwartung mache ich immer selbst nach 500...650Ah Überladung. Ich versuche die Akuus auch immer möglichst leer zu fahren und überlasse dann das Laden der Sagem Box (ich breche also nicht vorher den Ladevorgang ab).

So und jetzt zu meinem Problem:
Vor ein paar Tagen hat er mich fast stehen lassen. Ich habe mich auf dem halben Weg zur Arbeit (also eine Strecke die ich praktisch täglich fahre) gerade noch einen Berg hoch gekämpft und mußte dann in einer Bäckerei um Strom bitten. Und das obwohl die Anzeige noch bei 30% war und ich so knappe 50km gefahren bin.
Ich habe dann ca. 15 Minuten nachgeladen und dann ging es weiter zur Arbeit. Ich merkte da aber auch wieder, daß die Batterie ziemlich "weich" war, die Spannung also ziemlich schnell einbrach.
Tagsüber hab ich dann voll geladen und bin dann abends wieder nach Hause gefahren. Da habe ich dann auch etwas mehr Kapazität gebraucht, als normal.
Als das Problem auftrat waren die Tage recht warm. Kann das an der Hitze im Moment liegen?
Morgens habe ich das Auto aus der ziemlich warmen Garage geholt (Temp.Anzeige im Relight 23 oder 24°C). Während der Fahrt ging die Anzeige dann auf ca. 19°C zurück. Aber die Tage davor und auch heute Abend beim Heimfahren hatte ich dann bis zu 36°C. Können die Temp.-Unterschiede ein Problem sein oder ist die Selbstentladung bei Temperaturen um 30°C höher und die Ladeanzeige checkt das nicht?

Bin am nächsten Tag wieder gefahren mit dem Auto und hatte ähnliches Verhalten. Bei spätestens 30% wird die Batteriespannung so weich, daß man gaaanz vorsichtig mit dem Gaspedal sein muß, um nicht unter 101V zu kommen. Bin aber runter bis 18% gekommen.

Ich habe mal mit dem Relight den Ladevorgang etwas beobachtet. Zu Ladebeginn (18%) hatte ich 34°C auf der Anzeige. Die Spannung ist dann langsam bis ca. 140V angestiegen (bei ca. 90%). Danach ging der Spannungsanstieg schneller. Bei ca. 97% waren 158...159V erreicht und der Lader hat zurück geschaltet auf den kleinen Ladestrom (3,5...4,5A in der Anzeige). Die Spannung ging dann wieder auf ca. 138V zurück und ist dann langsam angestiegen. Jetzt gerade ist er bei 98% aber schon bei 157V. Die Temperatur ist etwas zurück gegangen auf 32°C.

Meine letzte Wasserwartung war vor ca. 1000km, der Überladezähler steht bei 160Ah.

Hat vielleicht irgend jemand eine Idee, was das sein könnte und wie ich das Problem weiter einkreisen kann?

Würde mich sehr über Ideen / Vorschläge freuen.

Kann etwas dauern, bis ich mich auf Vorschläge melde, da ich aktuell nur sporadisch online sein kann.

Danke schon mal und Gruß

Antworten:

Hallo,

willkommen im Forum und hallo "Nachbar" im fränkischen!

Denke da gibt ein Block auf, die beschriebenen Spannungskurven sind so ok, und es passt was die Sagembox macht.
Immer überladen lassen ist ev. nicht so gut, wenn die Blocks aus 2003 sind haben sie zwar noch nicht so viel geschafft aber sind nun auch schon 10 Jahre alt.
Aus dem Bj. hatte ich einen Satz im AX der zur Hälfte getauscht ist, derweil haben die restlichen aber ca 70tkm gemacht.

Die Vorgehensweise ist schon oft beschrieben worden, man muß sehen in welcher Kiste der Faule steckt, also mit Messungen an den Anschlüssen/Sicheurungen.
Da das nur bei einer gewissen Belastung aussagekräftig wird muß man sich da was ausdenken mit einer Last die man an oben an der SAGEMbox anklemmt.
Zweckmäßigerweise wenn die STM leergefahren sind und der Weicheffekt aufkommt, sonst wartet man je nach Last ewig.

Das macht bitte nur wer nicht nur keine Angst vor DC-Spannungen hat sondern sich damit auskennt, hab schon Leute gesehen die mal schnell den Strom (also im Ampere-Bereich) messsen wollten.
Dann die Spannungen durch die der Blöcke in der jweiligen Kiste (vorne unten 6, hinten 11, oben 3) teilen und man findet den/die schwächelnden Kandidaten.

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 08.08.2013 10:06
Hallo Martin,

danke für die Info und schön, daß es noch mehr Leute gibt, die sich dem Thema widmen.
Hat zwar etwas gedauert, bis ich antworten konnte, aber nun bin ich wieder zurück!
Ich habe nun natürlich etwas Bedenken, daß ich jetzt zwar den schwächelnden Kandidaten rausfinde und dann wieder vernünftige Reichweite habe. Aber was, wenn dann nach ein paar Monaten der nächste kommt?
Da ich auf das Auto angewiesen bin und es jeden Tag brauche, habe ich mich nun schweren Herzens dazu entschlossen, mich von ihm zu trennen und nach etwas Anderem zu suchen.
Für meine tägliche Bergstrecke sind die max. 20kW auch wirklich grenzwertig...

Wenn also jemand Interesse an dem Fahrzeug hat... Gerne an mich wenden. Es wäre schön wenn ich ihn in gute Hände geben könnte.

Gruß
Andreas

von Elektromobilist - am 16.08.2013 19:51
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