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Elektroautos
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Thomas-Saxo97, Denis Matt, Thomas P106E/iOn - Berlin, Stefan B.

Saft MRE 140 Problem

Startbeitrag von Thomas-Saxo97 am 31.08.2014 12:39

Hallo Leute,

brauche mal Eure Meinung!
Ein Freund von mir hat einen 97Saft Akku der angeblich neu und noch nie befühlt gewesen sein soll gekauft, ich habe den Akku jetzt hier, Lauge ist in der Tat nicht zu sehen, ein Nippel ist aber abgebrochen!
Laut Saft gibt es aber keine ungefüllten Akkus zu kaufen!!!? Weiß da jemand was ob es das vielleicht 1997 gab?
Haube den Akku jetzt mal mit kleinem Strom an Ladegerät gehängt, die Spannung ist von 0,2Volt bis auf 6,7 Volt während der Ladung gestiegen! Mehr Strom nimmt er Aktuell nicht an.
Da der Akku Strom annimmt kann er nach meiner Meinung nicht trocken sein.
Wie sieht Ihr das?
Wie würdet Ihr weiter vorgehen?
Meine Überlegung geht dahin einfach mal in jede Zelle 50-100ml Dest.Wasser ein zu füllen um zu sehen wie er sich dann verhält!???
Die Alternative wäre 20% Kalilauge nach zu füllen, aber wenn ich da von ausgehe, das mal Lauge drin war müsste Sie ja auch noch vorhanden sein falls das Wasser teilweise vertrocknet ist!

Bin gespannt auf Eure Meinungen?

Danke und Gruß aus Berlin

Thomas

PS: Hat jemand noch so einen ganz alten Akku rumstehen, wo er den Bajonett Nachfüll-Anschluss nicht mehr braucht?

Antworten:

Hallo Thomas,

eins vorweg: Akkus, und NICD im besonderen, sollten meiner Meinung nach nicht als Versuchs- oder Experimentierobjekt dienen. Es kommt zwar selten vor dass das Knallgas eines Akkus explodiert, aber wir wollen es doch nicht herausfordern. Nicht auszudenken wenn dabei dann noch ein Rest Kalilauge herumspritzt !
Gerade wenn kein Wasserstand zu sehen ist, sollte keine Ladung gemacht werden, im leeren Raum kann sich das Gas unbemerkt sammeln. Zudem wird auch hier immer wieder gesagt dass die Akkus sehr schnell Schaden nehmen wenn die Platten wegen Flüssigkeitsmangel auch nur teilweise in der Luft sind.
Ein trockener Akku sollte eigentlich nicht altern, von daher ist es verlockend, nach Befüllung einen praktisch neuen Akku zu haben. Aber wenn die Stutzen nicht luftdicht verschlossen waren, weiss ich nicht ob die Luftfeuchtigkeit schon etwas im Inneren anrichten konnte. Das könnte der Anstieg der Spannung erklären.
MRE ist ja mit Wasserkühlung. Den Wasserstand der Lauge siehst du nur auf den Stirnseiten. Um die mittleren Zellen zu überprüfen, kippst du ihn langsam bis max ca 30 Grad, dann kannst du alle 6 Pegelstände miteinander vergleichen.
Mein Rat: Stell das Teil mal zur Seite. Erst wenn es ein ganzer Satz wäre, würde sich vielleicht ein weiterer Aufwand lohnen.

von Denis Matt - am 31.08.2014 16:26
Fertige Lauge habe ich schon in der Bucht gesehen, fixfertig in Flaschen und in der richtigen Dichte. Der Umgang mit Lauge ist aber gefährlich, ich würde es unbedingt von jemandem auffüllen lassen der schon mit Lauge gearbeitet hat. (Es ist nicht dasselbe wie mit Säure und man darf keinesfalls dieselben Werkzeuge dafür verwenden).
Es gibt auch spezielle Vorschriften von Saft für die Inbetriebnahme und auch das dazugehörige Laden. (Nicht die übliche Wartungsladung).
Es lohnt sich auf jeden Fall auf den Fachmann zu warten und nicht selber aufs Geratewohl schon etwas einzufüllen. Es ist doch recht heikel, man bedenke dass so ein Akku dann bis 20 Jahre alt werden kann.

von Denis Matt - am 31.08.2014 17:09
Hallo.
Sicher dass es ein MRE ist?. Meines Wissens nach gab es die 140er nur als MR.
Der abgebrochene Nippel ist also ein Laugenanschluss, oder?
Hat er schon das neue zentrale Befüllsystem oder ist es einer der letzten 97er mit orangen Stopfen?
Wie sehen die Pole aus, wenn die keinerlei Kratzer haben, kann ich mir schon vorstellen, dass er noch nie befüllt war. Dann nach Anleitung befüllen. Was die Spannung angeht denke ich wie Dennis. Es liegt an der Luftfeuchtigkeit.
Seine Warnhinweise sind zwar ganz nett, aber auch übertrieben. Auch an normal gefüllten Säften entsteht ständig Knallgas. Man muss halt die Gase ableiten. Warm werden darf er auch nicht. Und aufpassen sollte man natürlich immer, wenn man mit den akkus bastelt. Immer etwas Zitronensäure da haben. Das neutralisiert die Lauge (z.B. auf der Haut.)
Hat er beim Durchleuchten unten schwarze Stellen? Dann wäre der Akku nicht neu.
Ich würde ihn in dem Fall mit etwas Wasser füllen und dann die Laugendichte messen.
Falls zu dünn, mit Kalilauge weitermachen bis es passt.
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 16.09.2014 22:24
Hallo Stefan,

der Akku war ein 97er mit orangen Stopfen,er war schon mal in Betrieb, habe nur Wasser nachgefüllt und nach und nach stieg die Laugen Konzentration wieder auf angemessene Werte!

Der Akku ist wieder eingebaut und tut seinen Dienst, Kapazität 140AH!
Soweit ich mich erinnere stand MRE drauf, war aber ein Luftgekühlter Akku!

Gruß Thomas

von Thomas-Saxo97 - am 17.09.2014 11:07
Hi Thomas,
was hast du mit dem 140er vor?
Reicht dir deine Reichweite von 170km immer noch nicht? ;-)
Liebe Grüße, Thomas

von Thomas P106E/iOn - Berlin - am 18.09.2014 10:25
Hi Thomas,

Reichweite kann man nie genug haben oder :-)
Aber nein, der Akku ist für den Golf von Wolfgang!

Gibt es was neues bei Deinem Kühler umbau?

Ich versuche mich gerade im regenerieren von alten Säften!

Schönes Wochenende

Gruß

Thomas

von Thomas-Saxo97 - am 18.09.2014 14:12
Ist im folgenden Beispiel zwar ein Bleisäure Akku, aber Knallgas gibts ja auch bei unseren Akkus.

[www.youtube.com]

Die "Garage" wäre nicht schlecht.... Aber wenn schon, um das ganze Auto darin zu parken !

von Denis Matt - am 05.11.2014 22:25
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