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Elektroautos
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 12 Monaten
Beteiligte Autoren:
wuwa, Denis Matt, Admini, Andi aus Bad Essen

Wasserwartung AX - ODB-Adapter und weiteres

Startbeitrag von wuwa am 18.10.2014 23:13

Hallo Elektrofahrer,

ich habe seit ca. einem Jahr einen AX in Betrieb und nachdem jetzt zum ersten mal die Batteriewasserleuchte anging, habe ich bei einem Bekannten aus Unlingen, der Wasserwartungsladung und Lampenrücksetzung bei Peugeot und Kangoo mit der "Lightbox" initiiert bzw. durchführt, versucht Kontakt mit der Lightbox zu erhalten, leider erfolglos.
Ich hatte mir dazu diesen Adpater OBD-Buchse auf 2-Polstecker und Krokoklemmen besorgt:
[www.ebay.de]

Die gemessene Pinbelegung ist wenn ich das ober Bild der OBD-Buchse auf folgender Seite ansehe:
[www.obd-2.de]

OBDBuchse ------- 2-pol Stecker ------ Funktion
4,5 -------------------- rote Kroko ----------- GND
7 ------------------------------ 1 ---------------- K-Line
15 ---------------------------- 2 ----------------- L-Line
16 -------------------- schwarze Kroko ------- +12V

Erst gerade eben habe ich gemerkt, dass ungewöhnlicherweise die rote Krokoklemme Masse sein soll und die schwarze der Plus-Pol.
Ich bin jetzt etwas verunsichert, da ich dummerweise rot an Batterieplus gehängt habe und schwarz an Minus ohne Nachzudenken und hoffe nicht, das Diagnosetool zerstört zu haben.

Kann mir hier jemand sagen, ob die Pinbelegung so in Ordnung ist oder wie sie sein sollte und ob ich nun einfach mal die Krokokabel vertauscht anschließen soll, also rot an Minus und schwarz an Plus der Batterie, dann wäre es ja vermutlich richtig, oder?

Weitere Fragen, die ich beim Studieren des Forums nicht beantwortet fand sind:
Sollte auf der 2-Pol-Buchse im AX irgend ein messbares Signal vorhanden sein, vielleicht ist ja da schon der Fehler und nicht im Adapter?

Wenn man die Wartungsladung initiiert hat, kann man dann noch fahren ohne dass die Initiierung wieder hinfällig ist, so dass ich auch bei einer Citroenwerkstatt die Initiierung machen lassen könnte, dann nach Hause fahren, die Wartungsladung starten und danach die Wasserwartung durchführen könnte?

Ist das Löschen der Lampe ein von der Wartungsladung unabhängiger Akt, so dass ich bei einer Werkstatt sowohl gleich die Wasserwartungsladung initiieren könnte und auch schon die Lampe löschen, trotzdem nach Hause fahren und die Wartungsladung starten und die Wasserwartung durchführen? Ich würde mir dadurch eine Fahrt zum 50km entfernten nächsten Citroen-Werkstatt mit Diagnosegerät ersparen?

Wie häufig kann ich beim AX noch normal durchladen nachdem die Batteriewasserleuchte anging, d.h. wie lange kann ich noch fahren, da ich das Auto ja benötige?

Weiß jemand einen Diagnosegerätbesitzer in nicht allzuweiter Entfernung von mir, 88699 Frickingen nähe Überlingen am Bodensee, da der nächste Citroen-Werkstattbetreiber mit Diagnosegerät anscheinend keine Ahnung von E-Autos hat?

Vielleicht sollte ich mir selbst ein Relight (kostet ordentlich) oder Lexia (anscheinend aufwendig zum Laufen zu bringen) zulegen, bin finanziell durch Renovierung nur gerade ziemlich an der Kante.

Ein übliches aber wie mir scheint widersprüchliches Thema:
Die Unklarheiten mit der Wartezeit nach der Überladephase bis zum Nachfüllen scheinen hier im Saft-Manual doch recht deutlich so zu sein, dass 30 Minuten Wartezeit nach Überladephase wichtig sind für die Entgasung. Dann soll man das Wassernachfüllen während oder kurz nach der kurzen Peakladephase starten, nicht jedoch erst gegen Ende der 30 Minuten nach einer Peakladung. Ist das nicht eindeutig?: Manual:
[www.evdl.org]
Daraus Seite 18 ab Topping-up... mit den Fußnoten (1) und (2) lesen, ich habe es jetzt wegen möglicher Urheberrechtsunsicherheit nicht hereinkopiert.

Würde mich über Rückmeldungen freuen
Frank

Antworten:

Hallo Frank,

Die Wasserwartung scheint erstmal einfach zu sein, aber es gibt doch einiges dabei zu beachten. Wenn man hier im Forum unter "erweiterter Suche" und "Zeitraum Beiträge jeden alters" nach Wasserwartung sucht, findet man in der Tat sehr viele zum Teil widersprüchliche Vorgehensweisen beim Laden. Ich kann dir auch nicht sagen was denn letzendlich richtig ist.
Während die einen genau nach Saft Vorschriften vorgehen, machen andere einfach eine Ausgleichsladung statt einer Wartungsladung. Da diese jedes 10. mal automatisch gemacht wird könntest du eine solche einfach abwarten.

[21639.foren.mysnip.de]

Allerdings hatte ich auch schon gelesen, dass nach aufleuchten der Wassernachfüllampe nur noch zehn mal geladen werden kann und dann der Wagen steht. Vielleicht gibt es einfach ein Überlade Ah Limit.
Deshalb machen viele die Wasserwartung schon viel früher, sie schauen mit dem Relight auf den Überlade-Amperestundenzähler, weil sie auf keinen Fall riskieren wollen dass die Platten plötzlich in der Luft sind (Sehr schädlich). Möglicherweise sind die originalen Intervalle für "gesunde" Akkus ausgelegt, wenn man hingegen zusammengewürfelte Akkusätze hat, ist derjenige Block mit am wenigsten Kapazität auch am frühsten fertig und beginnt auch am ersten zu Gasen und verliert daher auch überdurchschnittlich viel Wasser.

Ob jetzt die "light" Lade Variante genügend ist, sieht man wenn man nach der Wasserwartung das erste mal wieder normal lädt: Läuft dann Wasser (welches dann in der Tat Lauge ist !) aus den Überlaufschläuchen, hat man vor der Wasserwartung zu wenig intensiv geladen. Ich hab mal gelesen, dass auch die Temperatur der Blöcke beim Auffüllen eine Rolle spielt, ich glaube vorallem wegen der Plattenausdehnung (Wasserverdrängung). Bei mir waren sie letzthin nach einer Wartungsladung schön satt warm, schätzungsweise 20 Grad über der Umgebungstemperatur.

Die Saft Anleitung verstehe ich auch nicht: Einerseits soll man nach der Überladephase 30 Min warten, dann aber wiederum sei nach 30 Minuten das Level schon wieder zu niedrig. (?)
Ich glaube es ist so gedacht dass man nach anstossen der Wartungsladung mal die vielleicht 8 bis 10 Stunden Laden lässt. Danach folgt noch 72 Stunden lang die Peak Phase. Ich vermute die ist dazu da die Akkus oben zu halten, damit man nicht den Moment abpassen muss an dem die Überladung abgeschlossen ist. Wenn diese Peak Phase einsetzt, leuchtet ja dann auf einmal die Wasserlampe wieder. Vielleicht sollte man nach aufleuchten der Wasserlampe noch mindestens 30 Min warten (Kabel noch angeschlossen).
Zum Auffüllen ziehe ich das Kabel ab, damit nicht ein Peak wieder Gas erzeugt und die schon vollen Zellen überlaufen.

Deine angegebene Steckerbelegung habe ich an meinem Adapterkabel verifiziert und sie stimmt - natürlich bis auf die vertauschten Farben der Krokoklemmen. Hier wie es mir mit solch einem Kabel ergangen ist:

[21639.foren.mysnip.de]

Habe dann den Verkäufer informiert und er fragte nach dem Preis des kaputtgegangenen "Steuergerätes", von wegen er sei Händler und daher an der Quelle... Er hat es dann schnell aufgegeben.

Zum Signal an der 2 pol Diagnosebuchse: Du siehst dass eh nur der K-Line Kontakt belegt ist. Du hängst bei eingestecktem Diagnosegerät mithilfe einer schlanken Abgreifklemme ein Voltmeter zwischen diese K-Line und Masse. Wenn das Diagnosegerät eine Verbindung zum Rechner aufnimmt, wechselt die Spannung stark. Die Kühlwasserpumpe läuft an. Dann antwortet der Rechner über dieselbe Leitung und die Spannung wechselt ebenfalls stark. Das schnelle wechseln sind die digitalen Daten die das Messgerät nicht genug schnell anzeigt. Man könnte da jetzt ein Oszi anhängen oder sich noch vertiefen:

[de.wikipedia.org]

aber letzendlich kann man das defekte Element am einfachsten durch austauschen herausfinden:
Vertausch halt mal die Krokoklemmen, so dass die Polarität stimmt. Dann schau ob die Pumpe bei Verbindungsversuch anspringt. Wenn ja, scheint das Diagnosegerät noch zu laufen. Wenn du danach Verbindung hast ist alles I. O., ansonsten mal Rechner tauschen.

von Denis Matt - am 19.10.2014 05:11
Hallo Denis,

danke für die ausführliche Antwort und den Kabeltest. Ich werde es also nochmals mit umgekehrter Polung versuchen in der Hoffung, dass die "Lightbox" noch funktioniert, die der Bekannte aus Frankreich hat und die nur die Funktionen der Sonderladungsinitiierung und Lampenlöschung mit 5 Tastern kann. Sie hat kein Display, nur ein paar Bestätigungs-Leds.
Dann sehe ich weiter.

NIcht sicher bin ich mit Pin 1 oder 2 beim 2-Pol-Stecker des Adapters. Ich habe in meiner obig erwähnten Pinbelegung mit PIN 1 den rechten Kontakt gemeint wenn man in den Stecker hinein auf die Kontakte schaut und die Einführnase des 2-Pol-Steckergehäuses oben ist (und an den Seiten weitere). Hier liegt also K-Line an. Ist das richtig?
Pin 2 ist dementsprechend der linke Kontakt.

Eine weitere Ungewissheit tritt gerade auf: Wir haben die Wasserkupplung, wo man das Gegenstück (die Muffe) mit Nachfüllbehälter anschließen kann aufgedreht und die Dichtung und Feder zur Inspektion kurz herausgenommen. In diesem Moment dürfte mögliches destilliertes Wasser, das noch in der Leitung zwischen Kupplung und Akkusatz war, in die Akkus gelaufen sein, so dass die Leitung jetzt mit Luft gefüllt ist. Dürfte das zum Problem werden beim Nachfüllen oder wird es einfach auch dabei entlüftet?


Nochmals zur Wartezeit nach Überladephase.
Beginnt die Wasserlampe erst nach 30 Minuten nach Überladephase zu leuchten oder direkt mit Beendigung der Überladephase?

Wenn es heißt, dass :
"Topping-up must not be carried out during the first 30 minutes after the end of an overcharge (1), but it can be carried out during a peak charge period
and after its controlled term (2)" und
(2) After the 30 minutes period following a controlled term of the peak charge, the electrolyte level is too low, such that the monoblocks will be overfilled, thus seriously risking an overspill of electrolyte during the following charge and consequently a dilution of the electrolyte during the next topping-up"

ist es doch eigentlich nicht anzuzweifeln, dass in den ersten 30 Minuten nicht nachzufüllen ist, der Satz scheint eindeutig. Je nachdem, was dann unter Peak charge period gemeint ist, ergeben sich in Fußnote (2) unterschiedliche Bedeutungen: Ist es die ganze 72h-Periode oder ist es nur die 2-minütige Ladephase alle 30 Minuten. Im letzteren Fall scheint es mir einleuchtend: Man kann während dieser 2-minütigen oder direkt danach das Nachfüllen durchführen innerhalb von 30 Minuten. Da aber dann sowieso wieder eine Peakphase kommt, die den bis dahin grenzwertig gesunkenen Elektrolytpegel wieder anzuheben, dürfte es also egal sein, wann man es innerhalb der 72-stündigen Periode macht, hauptsache nicht in den ersten 30 Minuten nach der Überladephase. Sinnvoll ist vermutlich tatsächlich während oder direkt nach der 2-Minuten Lade-Phase. Das Gasen dürfte wohl vernachlässigbar sein, wenn man die ersten 30 Minuten nach Überladephase ausgasen ließ. Frage an Erfahrene: Ist dies so, findet ein bedeutendes Gasen während der 2-minütigen Lade-Phase statt?

Wenn es so gemeint ist, hätte die "Light"-wartungsladung nach der Ausgleichsladung (3 statt 5 Stunden überladen im Vergleich zur Wartungsladung) den Nachteil hat, dass, wenn man 30 Minuten nach der Überladephase gewartet hat, keine Peakladung stattfindet und somit das Wassernachfüllen in den Bereich nach 30 Minuten fällt mit möglichem zu tiefem Elektrolytstand. Kompromiss wäre vielleicht, nach 15 Minuten Gasen nach Überladephase mit dem Nachfüllen zu beginnen, um nach insgesamt 30 Minuten nach Überladephase fertig zu sein.

Grüße
Frank

von wuwa - am 19.10.2014 13:26
Beim 2 poligen Diagnosestecker ist Pin 2 die K-Line, der rechte, wenn man in den Fahrzeugstecker schaut und die Nase oben ist. Es ist ganz winzig klein 1 und 2 eingeprägt, seitlich der Kontakte. Zudem ist ja nur der 2 belegt, der 1 ist leer.
Die ganze Frage nach dieser Pinbelegung stellt sich deshalb, weil gewisse Adapter nur so einen Billigstecker ohne Nase haben, den man beliebig rum einstecken kann. Immerhin ist K und L Beschriftet und es geht nichts kaputt wenn man es falsch einsteckt.

Luft in der Leitung ist kein Problem, wohl aber eher das Wasser in der Leitung, welches nun die erste Akkuzelle geflutet haben könnte. Das Wasser verteilt sich ja erstmal nicht gleichmässig auf die 5 Zellen eines Blocks, sondern füllt zuerst systematisch die erste Zelle bis zum Limit, dann die zweite etc., siehe Kapitel 1.4.2
Ich habe vor einer Woche die WW gemacht und habe jetzt mal probehalber den Schlauch UNTEN beim Batteriekasten abgezogen und es kam Wasser raus. Ob und wie lange Wasser in den Schläuchen verbleibt weiss ich nicht. Habe nur mal gelesen dass die Schläuche oben mit dem Ventil verschlossen sein müssen.

Zu diesen Ventilen: Erst dachte es sei das Gardena Click system, aber das passt nicht. Es gibt ja fertige Nachfüllsets zu kaufen, das lohnt sich, weil ein Versuch zeigte, dass sonst viel daneben ging und auch sonst viel Zeit verloren ging beim umschrauben. Eine ergänzung zu den Angeboten aus Elektromobil Kreisen habe ich folgendes entdeckt: Wassernachfüllsysteme für Flurförderfahrzeuge und Stapler haben dasselbe System, zB

[www.jungheinrich.fr]

Auf der deutschen Seite gibts kein Bild, es läuft aber unter der Bestellnummer 51237876. Es ist zwar recht teuer, aber dafür ist alles fixfertig. Mit Filter und Rädchen, bei dem man die Fliessgeschwindigkeit sieht. Sie stimmt gerade wenn man den Hahn ganz aufdreht. Den Schlauch habe ich gekürzt. Um die Luft rauszudrücken den untersten Schlauchteil mehrmals zusammendrücken und loslassen. Beim wechseln zum nächsten Stutzen, Hahn nicht zudrehen sonst kommt Luft rein.

Wegen der Gasungsphase und Peaks etc. Ich glaube du bist einer der wenigen die die Anleitung so genau studieren... Ich glaube dein Kompromiss ist nicht schlecht. Ich aus meine Sicht hatte auch immer einfach das gemacht was mir logisch erschien. Deshalb habe ich einfach kurz vor dem Auffüllen das Netzkabel abgezogen, damit mir kein Peak dazwischenfunkt. Dabei nehme ich in Kauf dass zwischen Laden und dem Ende des Auffüllens bis 45 Min vergangen sein können (30 Min Pause nach dem letzten Peak + 15 Min Wasser auffüllen). Die Akkus sind ja von dem aufgewärmten Kühlwasser umgeben und werden noch warmgehalten. Auch werden sie ja nicht entladen in der Zeit.

Nun ich bin auch nicht der Akkuspezialist, also wenn noch jemand eine Anregung hat, nur zu !
Dass viele Leute die Ladung (auch die tägliche reguläre) per Schaltuhr abbrechen hat wahrscheinlich damit zu tun aus furcht vor Dendriten und der zerstörung die sie anrichten. Bei gewissen Jahrgängen ist es besonders heikel.
Meine Akkus aus 2003 sind davon (hoffentlich) nicht betroffen. Eigentlich müsste man auch regelmässig eine "Entladewartung" (Nullung) machen um die Dendriten wieder abzubauen.

von Denis Matt - am 22.10.2014 15:00
Hallo Denis,

danke für den PIN2-Tipp, habe die Kennzeichung an der Buchse im Auto nun auch entdecken können.

Das Anschlussystem (Schnellkupplung des Wasseranschlusses) ist wohl von Firma Walther: Typ KL006:
[www.walther-praezision.de]
Sie ist bei Stüber Automobile erhältlich und ich habe damit selbst mit Kanister und Glasschlauch das Nachfüllsystem gebastelt.

Neues Problem:
Heute ich war ich in einer Werkstatt. Deren Lexia konnte die Wasserwartungsladung initialisieren. Danach nach Zündungsstart blinkte die STOP-Leuchte (als wäre Ladungskabel angeschlossen). In diesem Zustand bin ich Richtung heimwärts gefahren, nach 25 km, bei etwa 30% geht zusätzlich Leuchte „Ladeanzeige der Antriebsbatterie“ an. Weitergefahren. Bei 20% geht zusätzlich „Kontrolleuchte entladene Antriebsbatterie“ an und auch „Anzeige Lampe vorübergehende Leistungsbegrenzung“ (was er sonst bei ca. 7% unter Null macht); Auto fährt nur noch langsam - angehalten mit ca. 15% Restladung, abschleppen lassen.
Bin jetzt Zuhasue, Zustand bei Zündung an ist jetzt:
Batterieflüssigkeitsmangel leuchtet
STOP-Leuchte blinkt
„Kontrolleuchte entladene Antriebsbatterie“ an
„Anzeige Lampe vorübergehende Leistungsbegrenzung“ (im Amperemeterfeld)
„Ladeanzeige der Antriebsbatterie“ ist NICHT mehr an!!!

Ich bin jetzt nicht sicher, was ich machen soll?
Soll ich nun einfach mal laden und mal beobachten, ob er das Wartungsladungsprogramm fährt. Sprechen die Anzeigelampen gegen diesen Versuch?
Ob das Wartungsladungsprogramm läuft, kann ich ja erst erkennen, wenn er länger als 3h überlädt und nach dem Ende nach 30 Minuten die 2-Minutenladung macht, oder gibt es sonst einen Hinweis? Besteht ein Risiko?
Wie geschrieben, die Leuchten „Kontrolleuchte entladene Antriebsbatterie“ an und auch „Anzeige Lampe vorübergehende Leistungsbegrenzung“ kriege ich normal nie zum Leuchten, wenn ich nicht absolut auf Minus 7 (unter Null) versuche leerzufahren und jetzt leuchten sie bei 15%???

Gruß Frank

von wuwa - am 23.10.2014 18:35
Hallo Frank,

Erst mal wegen der verstellten Kapameter Anzeige: Sie scheint bei dir vorher nach unten verstellt gewesen zu sein und sich jetzt in richtung normal korrigiert zu haben. Wieviel hat er denn früher angezeigt nach Volladen ? Müsste schätzungsweise zwischen 60 und 80% gewesen sein. Wenn du nun vollädst, müsste sie rund 30% (-7 + 20) mehr anzeigen. Mach dir erst mal nicht allzuviel Gedanken wegen dieser Anzeige (Ok das mit dem Abschleppen war natürlich doof), benutze sie als inkrementalen Amperestundenzähler und fahre nach Kilometerzähler und Kontrolleuchte entladene Antriebsbatterie.
Erst kürzlich gabs da eine Diskussion, eine längere Geschichte, vorallem vermute ich, dass es auch auf die Rechnerversion ankommt.:

[21639.foren.mysnip.de]

Ich hatte es auch schon, dass nach einer Pause oder Rekuperation (Abschleppen ?) die Lampe nach erneutem Starten aus war und der Wagen wieder ein Stück fuhr. So kam ich auch schon nach Hause (noch 2 km). Die Begrenzung wird beim regulären Laden durch das Originalladegerät resettet.

Ich würde mal sagen: Laden musst du ja sowieso, also dann siehst du was er macht. Den Beginn der 2 Min Peak Phase müsste er dir durch aufleuchten der Kontrolleuchte Batterieflüssigkeitsmangel anzeigen, die während der Wartungsladung jeweils aus ist. Da sie bei dir aber nun an ist, kannst du nur hoffen dass sie verlischt sobald du das Ladekabel anschliesst.
Ich würde mir halt sonst express ein Relight senden lassen und die Wartungsladung erneut auslösen. Damit siehst du auch welche Ladung läuft. Was wurde aus der Lightbox ?

Das aufleuchten der Kontrolleuchte Batterieflüssigkeitsmangel wenn er bereit ist zum Wasserauffüllen, kann allerdings auch ausbleiben, wie es mir kürzlich passiert ist. Vielleicht hing es damit zusammen, dass ich den Notebook später während des Ladens ausgeschaltet habe. Das sollte aber keinen Einfluss haben. Jedenfalls habe ich ausgerechnet dass er ca um Mitternacht bereit sei für Wasser auffüllen. (3h Laden + 5h Überladen). Morgens um vier war die Lampe immer noch nicht an und er lud munter weiter. Ich füllte dann Wasser auf, weil ich den Wagen am nächsten Tag für die Arbeit brauchte...

von Denis Matt - am 24.10.2014 01:54
Hallo Denis,

ich gehe davon aus, dass die Kapameteranzeige eigentlich in Ordnung ist, da ich immer auf 100% volladen konnte und trotzdem die Batterieleuchten beim Vorsichtigen Tiefentladefahren erst bei Minus 7% angingen. Ich fuhr auch 110 bis 115 km weit mit einer Ladung, wenn auch in vorsichtiger Fahrweise. Die Akkus waren top.
Was ich mir vorstellen könnte, ist, dass einige Zellen trocken wurden, nachdem ich nach Aufladen der Batteriefüssigkeitsmangelleuchte durch die Fahrt zur entfernten Werkstatt noch 200km gefahren bin... das war dann wohl dumm.

Ich starte nun die Ladung und hoffe, dass die Batterieflüssigkeitsmangelleuchte ausgeht, wie von Dir geschildert, danke.

Gruß Frank

von wuwa - am 24.10.2014 09:14
ach ja, die Lightbox geht noch beim Auto des Besitzers trotz verkehrt angeschlossener Versorgungspolung, Glück gehabt. Ich hatte noch nicht die Möglichkeit, meinen Adapter mit vertauschter Polung zu testen, ich war ja jetzt in einer Werkstatt und mit deren Lexia konnte man die Wartungsladung initialisieren, wie beschrieben.

Die Wartungsladung läuft nun aktuell und die Batterieflüssigkeitsmangelleuchte, die ja nur bei Zündung an war, ist durch Starten der Ladung nicht angegangen. Dürfte wohl ok sein.
Ich beobachte den Spannungsverlauf, um zu sehen, ob er wirklich auch länger als 2 Stunden (Normalladung) überlädt. Die Ausgleichsladung war erst vor drei Ladungen, dürfte also nicht dran sein.

Gruß Frank

von wuwa - am 24.10.2014 10:00
Kurzer Ablaufbericht der Batteriewartungladung nach Anschließen des Ladekabels:
Teil 1 Volladen von 15 auf 100%, von 122V bis Endspannung 161V in 4h23’
Teil 2 Überladen bei anfangs 144V, nach 30’ bei 170V, später 172V, am Ende wieder gesunken auf 163V. Vereinzelt kurze automatische Abschaltungen für Sekundenbruchteile. Teil 2 automatisch beendet nach genau 5h. Spannung fällt auf 142V.
Teil 3: Ausgasungsphase (mind. 30 Minuten). Kühler und Lüfter laufen weiterhin. Nach 28min automatische kurze Impulsladung ca. 154V, 2 Minuten.
Hiernach direkt Wasserwartung gestartet:
Helferin nimmt 10l-Kanister (3/4 gefüllt) auf Kopf: Höhe Wasserspiegel dadurch ca.1,5 m über Akkukästen-Oberkante (außer Kasten1, der höher liegt). (Soll-Höhe nach Saft-Manual Differenzdruck 150mbar = 1,5m; Die Sollgeschwindigkeit ist 0,7 bis 1 Liter/Minute. Mein Kanister hat je cm-Markierung 365 ml also 2 bis knapp 3 Striche pro Minute. Tatsächlich fließen ca. 1-2 cm/Minute, vielleicht etwas zu wenig.
Ca. 2 Minuten nach dem jeweiligen Anstecken der Waltherkupplung läuft Wasser plätschernd am Auslauf aus. Sofort Kupplung abgezogen.
1. Linker Anschlussstutzen (3er-Akkukasten vorne oben, entwässert unten in der Mitte an der Vorderkante des Bodenschutzbleches aus Gummischlauch, der bis zum Schutzblech geht). Eingeflossene Menge ca. 300bis 500ml (genaueres Messen vergessen).
2. Zweiter Anschlussstutzen von links (6er-Akkukasten vorne unten, entwässert aus dem Kasten direkt vorne rechts): ca. 1,2 L
3. Dritter Anschlussstutzen von links (5 oder 6 Akkus? des 11er-Akkukasten hinten unten, entwässert aus dem Kasten direkt hinten rechts): ca. 1,53 L
4. Vierter Anschlussstutzen von links (5 oder 6 Akkus? des 11er-Akkukasten hinten unten, entwässert aus dem Kasten direkt hinten links): ca. 0,95 L
Summe: 4,16 l abzgl. ca. 700ml aufgefangener Überlauf = ca. 3 bis 3,5 L gesamte Nachfüllmenge

6h abkühlen lassen.

1. Fahrt:
Bei Zündung an leuchten Batteriewassermangelleuchte und auch (wie sonst nur selten und nur höchstens 1 Tag lang) die Leuchte Isolationsfehler.
20 km Fahren, nach 10km sank die Kapazitätsanzeige von über 100% auf 100%, wie ich es kenne nach langen Überladungsphasen. Das macht Hoffnung, das die 2-3 Zellen, die vielleicht schon im Trockenen liefen, sich wieder erholt haben... bin gespannt, ob die Akkus sich wieder bis auf minus 7km unter Null Kapazitätsanzeige ohne Aufleuchten der „Kontrolleuchte entladene Antriebsbatterie“ oder der „Anzeige Lampe vorübergehende Leistungsbegrenzung“.

Fahre demnächst zum Resetten der Batteriewassermangelleuchte.
Hierzu bleibt die Frage:
Könnte man diese Lampe auch schon beim gleichen Werkstatttermin löschen lassen, bei dem auch die Wartungsladung initiiert wird? Ich würde mir dadurch eine Fahrt zum 50km entfernten nächsten Citroen-Werkstatt mit Diagnosegerät ersparen? Weiß das vielleicht jemand, ob diese Anzeige vollkommen unabhängig vom Wartungsladungsinitiierungstermin rückgesetzt werden kann?

Grüße Frank

von wuwa - am 26.10.2014 13:25
Hallo,

Wasserbedarf und Wartung können in einem Rutsch erledigt werden.
Mit der Diagnose die Ladung anstoßen (bei meinem AX bleibt diese Ladung dann so lange gespeichert, bis sie durchgeführt wird) und den Überladungszähler zurücksetzen.
Zwar stimmt dann der Überlade-Ah-Zähler nicht exakt (man überlädt nach dem Rücksetzendurch die Wartung, obwohl noch nicht nachgefüllt wurde), aber das ist anteilig sicherlich zu vernachlässigen.

MfG. Admini

von Admini - am 26.10.2014 17:50
Hallo Frank,

Da hast du alles sehr akkurat notiert zu dieser Wasserwartung. Da könnte man direkt ein Beruferaten machen...

Bei meinem China Lexia mit dem Notebook wird ein ganzes Prozedere abgearbeitet. Dabei ist auch das Rücksetzen der Wasserbedarfslampe. Man bestätigt jeden Schritt mit einem Tastendruck und es wird alles erklärt.
Ich nahm an, die hätten in deiner Werkstatt die Lampe Wasserbedarf auch gelöscht. Deshalb wollte ich dir nicht viel Hoffnung machen, dass der Wartungsladungsmodus noch aktiv ist, wenn die Lampe leuchtete.

3,5 Liter ist eher recht wenig, bei mir gehen jeweils 12 Liter rein und ich warte auch immer auf die Wasserbedarfslampe.

Bei der Reichweite wirst du eine deutliche Einbusse feststellen, vorallem wenn du die Akkus auf der Autobahn leerst. Da die Lauge nun verdünnt ist, haben die Akkus weniger "Power". Diese Schwankung ist ganz normal und gehört zu den Akkueigenschaften.

von Denis Matt - am 26.10.2014 22:48
Hallo Admini, hallo Denis,

ich verstehe Eure Antworten widersprüchlich.

Admini, Du machst die Initiierung der Wartungsladung und das Rücksetzen des Zählers (=Löschen der Batteriewassermangelleuchte) gleich auf einmal, das heißt kurz nacheinander. Danach lädts Du und die Wartungsladung beginnt. Das sehe ich doch richtig so, oder? Mit welchem Diagnosegerät machst Du es?

Denis, bei Deinem Lexia wird man menügeführt angehalten, die Wartungsladung erst zu initiieren, dann diese durch Laden durchzuführen und Wasser nachzufüllen und anschließend den Zähler zurückzusetzen (=Löschen der Mangelleuchte)? Stimmt so, oder? Ist ein anderer Weg dabei nicht möglich, also eben z.B. Initiieren und dann gleich Löschen der Lampe und dann erst Laden?

Ansonsten muss ich leider feststellen, dass bei mir die „Kontrolleuchte entladene Antriebsbatterie“ und gleichzeitig die „Anzeige Lampe vorübergehende Leistungsbegrenzung“ (im Amperemeterfeld) jetzt bei 20% Kapazität angehen (zuvor bei 7km unter 0%), ich habe mir wohl einen Akkuschaden zugelegt, so ein Jammer. Jetzt muss ich mich erst mal damit beschäftigen, wie ich jetzt damit umgehe. Kann ich da eventuelle Zellschäden retten?

Grüße
Frank

von wuwa - am 07.11.2014 10:21
Hallo Frank,

nein, bei meinem Lexia wählt man erst selber den Punkt Wartungsladung. (Zündung ist aus). Dann setzt er den Wasserbedarf auf Null und die Lampe erlischt. Dann fordert er auf, das Ladekabel anzuschliessen und die Wartungsladung beginnt. Wenn er bereit ist Wasser aufzufüllen, leuchtet nebst der grünen Ladeleuchte auch noch wieder die Lampe für Wasserbedarf. Dann füllt man Wasser auf, Kabel noch dran oder nicht, ist laut Anleitung egal. Danach leuchtet die Wassermangellampe nicht mehr, auch wenn ich die Zündung einschalte. Wann genau sie erlischt weiss ich nicht, ich habe nur gesehen dass sie aus ist wenn das Netzkabel weg ist und ich den Wagen normal starte fürs Fahren.
Bei obigem Prozedere wird also die Wassermangellampe gelöscht, man kommt sonst gar nicht weiter. Man kann sie aber auch separat löschen, in einem separaten Menüpunkt.
Den AH Überladezähler sehe ich im Lexia nicht und kann ihn auch nicht verändern. (Ausser beim löschen der Wasserbedarfslampe, da wird er auf Null gesetzt, nehme ich an).

Ich glaube verwirrend dabei ist, dass bei Anschluss des Lexia oder Diagnosegerätes generell, der Rechner quasi wie eingeschaltet wird. Die Wasserpumpe und der 12 Volt Wandler springen an, obschon der Zündschlüssel auf aus ist.
Wo und wann man eine Pause machen kann oder sogar das Diagnosegerät trennen kann weiss ich nicht. Ich habe nur das letzte mal gemerkt, dass die Wassermangellampe nicht wie geplant nach der Wartungsladung anging, vielleicht deshalb weil ich diesmal den Notebook während der Ladung ausgeschaltet habe und ihn auch ausgeschaltet beliess.

von Denis Matt - am 07.11.2014 19:36
Bezüglich der Reichweite muss ich sagen, dass du da sehr gute Akkus hast (hattest). Wie oben schon erwähnt geht die Lampe Entladene Antriebsbatterie nach einer Wasserwartung deutlich früher an, vorallem wenn man belastet. Vielleicht war die Lauge vorher zu stark konzentriert. Es sollte zwar laut Theorie nur wenig Einfluss auf das Verhalten des Entladens haben, hat es aber vielleicht doch.
Sehr merkwürdig ist die geringe Wassermenge die reinging. Wurde zwischen der vorletzten und der letzten WW der Rechner getauscht ? Bedenke dass bei einem Rechnertausch die Daten jeweils "mitgenommmen" werden, weil sie der Rechner auch ohne Strom speichert. Somit hätten der Überladezähler und die Warnlampe nicht gestimmt.

von Denis Matt - am 07.11.2014 19:54
Hallo Denis,

danke für die genaue Darstellung der Lexia- Abläufe.
Bei mir wurde in der Werkstatt auch mit einem Lexia die Wartungsladung initiiert, ich bin leider nicht mehr sicher, ob die Wassermangelleuchte dann erst mal auch gleich ausging, bevor ich aus der Werkstatt herausfuhr und erst mit dem Herausfahren wieder anging, dann würde das sowohl mit Deiner als auch mit Adminis Schilderung möglicherweise übereinstimmen. Falls letzteres der Fall ist, hätte man aber vielleicht die Möglichkeit gehabt, sie doch manuell zu löschen.... na ja, das nächste Mal schaue ich genauer zu.

Ich weiß leider nicht, ob die Sagem irgendwann getauscht wurde, auch nicht wann die letzte Wasserwartung war.

Dank Dir jedenfalls für Deine sehr nützlichen Informationen.

Tanken kannst Du jederzeit mit Tee bei mir in Frickingen am Bodensee... einfach ne PN senden, da ich nicht so oft forumsaktiv bin.

Schöne Grüße
Frank

von wuwa - am 07.11.2014 20:35
Hallo,

ich habe sowohl auf ein ELIT als auch auf ein Relight Zugriff. Mit beiden kann man unabhängig voneinander sowohl den Wasserwartungszähler zurücksetzen, als auch die entsprechene Ladung anmelden. Die Reihenfolge spielt dabei bei beiden Geräten keine Rolle.

Einziger, bereits angesprochener, Nachteil: Der Zähler wird auf 0 gesetzt und durch die Ladung werden bereits vor dem Nachfüllen wieder Ah gezählt. Das sind aber nicht viele und wenn man es selber macht, weiss man das.

MfG. Admini

von Admini - am 09.11.2014 19:13
Habe gerade gesehen dass der Jungheinrich Link oben nicht mehr gültig ist. Offenbar wird nur noch der 30 Liter Kanister vertrieben, da der 10 Liter in Firmen zu schnell leer wurde.
Man sieht ihn noch in Google, ich glaube es wird auch noch der 10 Liter Kanister gezeigt mit der Angabe 30 Liter:

[www.google.ch]


Oder hier die das klassische selbstbau Set, dessen Lieferant ich nicht ausfindig machen konnte

[www.elektro-auto.net]

von Denis Matt - am 26.02.2015 13:18
Mein Lieferant für mein Selbstbauset war der hiesige Baumarkt und eine Kupplung von der Firma Joachim Stüber...

von Andi aus Bad Essen - am 26.02.2015 22:48
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