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Elektroautos
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Piett, R.M, marwerno, Rody, DH@SoKa, mc-elli, Elektro-Matthias-GC

CoC Dokument Peugeot 106 electric 4-Türig

Startbeitrag von Elektro-Matthias-GC am 10.02.2015 10:25

Hallo E-Mobil-Freunde,

hat jemand von Euch ein COC-Dokument eines Peugeot 106 herumliegen?
Laut Aussage von Peugeot Schweiz gibt es für dieses Auto keine EG-Übereinstimmungserklärung.
Ich kann es nur nicht so richtig glauben.

Ansonsten bliebe mir nur eine Vollabnahme.

Grüße aus Sachsen

Matthias

Antworten:

Hallo Matthias,

das COC für den 106e gibt es natürlich! Allerdings wird dir eine beliebige Kopie vermutlich nicht weiter helfen, weil in dem Dokument auch die Fahrgestellnummer aufgeführt ist. Der normale Weg ist der, dass du das Dokument regulär bei Peugeot anforderst und damit dann zum TÜV gehst. Falls die Anforderung von PSA dann aber zu lange dauert (darüber klagten bereits andere Fahrer), könntest du auch bei deinem Prüfer anfragen, ob er sich mit einer Kopie eines gleichen Fahrzeuges zufrieden geben würde. Damit hätte er dann ja alle Werte, die er zum Eintragen bräuchte. Bei mir wurde eh eine komplette Abnahme gemacht, wobei der Prüfer keinen großen Wert auf die Orginalität des Dokuments gelegt hatte (bei mir stimmt zwar Fahrgestellnummer, jedoch wirkt das ganze Dokument, als wäre es mit einem grünstichigen einfachen Kopierer dupliziert). Mein COC wurde vom Vorbesitzer aus Belgien angefordert.

Falls dein Prüfer zu der Kopie ja sagt, kannst du mir gerne eine PM schicken.

Gruß

Piett

von Piett - am 10.02.2015 16:40
Hallo,

Zu meiner Anfrage zwecks COC bekam ich damals folgende Aussage:

[quote="Sehr geehrter Herr Wagner,****

ihr Anliegen ist mittlerweile hier in Köln in der Abteilung Homologation
angekommen.****

Für ihr Fahrzeug, den Berlingo electrique mit der VIN VF7MHZABZxxxxxx,
können wir leider kein COC ausstellen, da dieses Fahrzeug keine
EG-Typgenehmigung besitzt. Nur für Fahrzeuge mit einer EG-Typgenehmigung
kann eine solche Übereinstimmungsbescheinigung ausgestellt werden. Für
diese Elektro-Fahrzeuge gab es auch keine nationale Typgenehmigung (ABE),
da sie offiziell von Citroën Deutschland nie nach Deutschland eingeführt
wurden! Wenn Fahrzeuge hier in Deutschland zugelassen sind, dann
ausschließlich per Einzelabnahme/-genehmigung.****

Wir können allerdings zu ihrer Unterstützung ein \"Technisches Datenblatt\"
für dieses Fahrzeug ausstellen, aus dem alle für die deutschen
Zulassungspapiere erforderlichen Daten hervor gehen. Damit müsste dann die
Einzelabnahme beim TÜV und anschließend die Zulassung möglich sein. Wenn
sie dieses Datenblatt benötigen, dann bitten wir um Übersendung der
folgenden Unterlagen an uns: nationale Zulassungsbescheinigung des
exportierenden Landes und ein Foto vom Typenschild (mit den Angaben der
VIN, der Gewichte und Achslasten). Bitte an die 02203 – 44 312 faxen oder
per Mail an >>xxxxxxx@ext.mpsa.com

von mc-elli - am 10.02.2015 19:49
Hallo,

die Vorgehensweise beim Eintragen deckt sich in etwa mit meinem Vorgang. Effektiv hat der Prüfer meine "CoC-Kopie" auch nur als Datenblatt verwendet. Ich erinnere mich an einen Betrag in dem beschrieben wurde, dass sich jemand an Peugeot (oder war es Citroen) in Deutschland gewendet hat und dann nach Frankreich verwiesen wurde. Von dort kam dann nach einiger Zeit das CoC gegen Bezahlung. Leider finde ich den Beitrag nicht mehr. Entsprechend hat es wohl auch mein Vorbesitzer gemacht, nur eben aus Belgien.
Aber der Hinweis von Rene auf die technischen Daten scheint mir genau richtig. Sprich einfach mit dem Prüfer, binde ihn mit ein. Dann wird sich auch ein guter Weg finden.

Gruß

Piett

von Piett - am 10.02.2015 20:16
Hallo,

die Geschichte mit dem technischen Datenblatt kann ich bestätigen - die Fahrzeuge sind einfach älter, als es "COCs" gibt. War bei meinem AX genauso, den ich zwar nicht selbst nach Deutschland importiert habe, der aber von mir erstmals in Deutschland zugelassen wurde. Allerdings hatte ich mit den Importeur und Verkäufer vereinbart, daß er das Datenblatt beibringt: Citroen Deutschland sah sich außerstande, das Herstellerdatenblatt auszustellen oder beizubringen, so daß direkte Kommunikation mit Citroen Frankreich erforderlich war. Und dafür muß zwingend ein Französisch-Muttersprachler her. Mit Deutsch, Englisch oder halblebigem Schulfranzösisch gibt sich Citroen Frankreich nicht ab.

Mit dem Herstellerdatenblatt und einem HU-Bericht des TÜVs war das Ganze im Wesentlichen erledigt - da im TÜV-Bericht die Fahrgestellnummer eingetragen war, hat die Zulassungsstelle sogar auf die sonst erforderliche Vorführung des Fahrzeuges verzichtet.

Was die Zulassungsstelle evtl. gerne sieht, ist noch ein Dokument, das den ordnungsgemäßen Kauf vom Vorbesitzer belegt. Die französischen Behörden stellen z.B. sehr unkompliziert via Internet ein PDF-Dokument aus, das bestätigt, daß das Fahrzeug nicht als gestohlen gemeldet ist. Ob es aus der Schweiz etwas Ähnliches gibt, weiß ich nicht.

Ein Tip noch: Die HU (Einzelabnahme) wird generell einfacher sein, wenn sich das Fahrzeug noch im Originalzustand befindet, also genau dem Zustand entspricht, der im Herstellerdatenblatt beschrieben ist. Jede Abweichung davon muß der TÜV erst abnehmen - das fällt bestimmt leichter, wenn das Auto bereits in Deutschland zugelassen ist. Also erst mal originalgetreu zulassen, dann eventuelle Änderungen mit dem TÜV abklären, dann erst modifizieren und Änderungen abnehmen und eintragen lassen.

Mit sonnigen Grüßen,
Dirk
(Citroen AX Electrique)

von DH@SoKa - am 11.02.2015 21:50
Hallo Freunde der Elektromobilität :drink:

es wird Zeit nun von meinen TÜV und Zulassungserfahrungen zu berichten. Vieles wurde schon geschrieben, was ich ebenso erlebt habe. Ergänzend fällt mir noch dazu ein:

- Es dürfte die COC-Dokumente bei KFZs erst seit dem Jahr 2007 laut diesen Link geben:
[eur-lex.europa.eu]
Dies bestätigte sich auch in meinem Fall, wo ein Bekannter, der bei der Dekra beschäftigt ist, durch einen Blick aufs Typenschild meines Peugeot 106 (Baujahr 2001) feststellte, dass es für das Fahrzeug kein COC-Dokument gäbe.

- Die Folge war, dass er mir das Nächste für Euch nun vielleicht Interessante mitteilte, dass nur eine Vollabnahme in Frage kommt, weil eben es kein solches COC-Dokument gibt. Eine andere Möglichkeit bestehe nicht.

- Was mir ferner dieser DEKRA-Bekannte mitteilte, dass diese Vollgutachten in Westdeutschland nur der TÜV machen darf, in Ostdeutschlang wäre es ausschließlich die DEKRA.

- Laut Gebührenordnung für den "TÜV Süd" kostet ein Vollgutachten zwischen 10 und 500 Euro, je nachdem, wie aufwändig es ausfällt. In meinem Fall wurden mir 205 Euro abgezwackt für eine Stunde Arbeit eines Ingineurs, der berechtigt ist das Vollgutachten zu machen.

- Nachdem der Erstkontakt mit dem TÜV erfolgte und ich alle meine im Besitz befindlichen Unterlagen zum P106 vorlegte, teilte er mir mit ich müßte ein sogenanntes Datenblatt bei Peugeot Deutschland (in Köln) anfordern. Dies wäre wohl der einfachste Weg. Andernfalls müssten wir halt auf anderem Weg schauen an die erfoderlichen Daten ranzukommen. Das Ergebnis meines Telefonats mit einer Dame bei Peugeot Deutschland ergab, dass dieses Datenblatt von Privatpersonen nicht (!) mehr direkt bei Ihnen angefordert werden kann. Sie teilte mir Telefonnummern von hiesigen Peugeotwerkstätten mit, die ich beauftragen müßte. Diese Ausstellung des Datenblatts würde dann ca. 120 Euro :eek: kosten.

- Weil ich keine große Lust verspürte da 120 Euronen hinzublättern, fragte ich nochmal beim TÜV-Vollanbnahmebevollmächtigten nach, ob es nicht möglich wäre dieses kostspielige Datenblatt zu umgehen. Er ließ sich darauf ein.

- Nun war Folgendes erforderlich: Eine Email mit...
1. dem Foto des Typenschildes des Fahrzeugs
2. dem Foto des Typenschildes des Motors
3. eine Kopie von Pietts Datenblatt (Es hat sich hier also nicht um ein COC-Dokument gehandelt!)
4. eine Kopie der Beschreibung des Motors aus der geläufigen Kundendienstschule mit der entsprechenden
Motorkennlinie und der Angabe diverser Spannungen, Mindestdrehzahl u.s.w.

Es drehte sich so ziemlich das Meiste um den den Motor. Und dem Prüfer war wichtig, dass es sich um den gleichen Motor wie in Pietts Dokument handelte. Dass es sich um eine andere Fahrgestellnummer handelte, war damit scheinbar kein Problem mehr. Nun holte er alles Erforderliche aus Pietts Datenblatt bzw. allgemein zugänglich Daten zum P106-Verbrenner. Zusätzlich erfolgten dann noch die üblichen Sicherheitschecks am Fahrzeug und das Vollgutachten war fertig.
Somit möchte ich mich nun ganz offiziell bei Piett bedanken, der mir das Datenblatt per Mail zusandte!!!! - 120 Euronen gespart!!!
Yipppiieh! Da ist schon wieder ein gebrauchter Saft-Akku drin!!! - Der nächste Akkuschaden kommt gewiss!!! :-)

- Anschließend zu den Damen der örtlichen Zulassungsstelle, die sehr genau den alten lapprigen französichen Fahrzeugschein/-brief begutachteten. Dieser wurde mit irgeneiner Datenbank im I-Net/PC auf Echtheit geprüft und zusätzlich wurde noch ein Vergleichsstück (irgendein anderer gleich aussehender Lappen) vorgekramt. Kaufvertrag und eine französichsprachige Bestätigung, dass das Auto in Frankreich nicht als gestohlen gemeldet ist interessierte sie nicht. - Die Folge war auf alle Fälle die erfolgreiche Ausstellung des deutschen Briefes und Scheines. Yippppiiiiiehhh!!!!!!

Schöne Grüße
Bernhard :spos:

von Rody - am 31.03.2015 19:53
Hallo


Beim TÜV Süd kann man die Datenblätter anfordern, geht relativ einfach bei neueren Fahrzeugen die im Rechner sind. wenn älter als 30 jahre wirds aufwendiger da im Archiv gesucht wird.


Gruß

Roman

von R.M - am 31.03.2015 20:47
Also ich hatte damals (Peugeot 106) ebenfalls aus Frankreich importiert relativ unbürokratisch, aber teuer das Datenblatt über Peugeot Deutschland angefordert (119EUR...) und dann über einen Bekannten mit TÜV Beziehungen (sonst sind die Wartezeiten hier in B-W EWIG lang) für 300 EUR eine Einzelabnahme beim TÜV machen lassen.
Der Original lappen aus Frankreich wurde übrigens von der Zulassungsbehörde eingezogen. Wenn aus Frankreich: Dann sind die auch auf die Original Autokennzeichen scharf. Ich hatte die zwar noch, aber nicht dabei. daher musste ich eine Erklärung bei der Zulassungsbehörde unterschreiben dass die Kennzeichen nicht mehr vorhanden sind, und ich keine erhalten habe und dass das Auto nicht gestohlen ist... Dann war es auf der Zulassungsbehörde kein Problem mehr.
Das Datenblatt... Ich weiß viele Suchen danach, daher stelle ich Meines einfach mal hier Online: 2-Sitzer Peugeot 106, Baujahr 1996 :-)
106_Elektrik_Datenblatt_Vorderseite.jpg
106_Elektrik_Datenblatt_Rückseite.jpg

Wie dann ein TÜV Prüfbericht aussieht habe ich auch einfach mal hier hochgeladen:
106_tuev(1).jpg
106_tuev(2).jpg
106_tuev(3).jpg

Vielleicht hilfts ja jemand :-)

von marwerno - am 05.04.2015 17:29
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