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Elektroautos
Beiträge im Thema:
21
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren
Beteiligte Autoren:
MMDT, Rody, Martin Heinrich, softtom, Denis Matt, Martin Maurer, DH@SoKa, Admini

Ladestandanzeige ohne Funktion

Startbeitrag von MMDT am 15.04.2015 14:33

Hallo,

habe folgendes Problem, seit vorgestern zeigt die Ladestandsanzeige (0-100%) nichts mehr an. Da die Akkus noch voll waren fährt der Wagen (Citroen Berlingo) noch ganz normal.( Ich bin nach der letzten Ladung ca. 15km bis jetzt gefahren).
Angeschlossenes Relight zeigte Kapazität 0 an, Spannung 170 Volt. Habe dann eine Ladung initiiert, jetzt steigt die Ladestandsanzeige langsam, Relight sagt Kapazität 6%, Spannung 180V.
Was tun? Weiter laden und schauen ob sich die Anzeige wieder kalibriert?
(Ich lass jetzt erst mal die Ladung laufen)
Vielen Dank im voraus.

MFG Martin

Antworten:

Hallo Martin,

ich kann mich nicht erinnern hier schon mal von so einem Fehler gelesen zu haben. Das Verhalten ist ungewöhnlich, scheinbar hat irgend etwas den Ladungszähler im Boardcomputer gelöscht.
Vermutlich wird sich der Zähler mit den nächsten Ladungen wieder kalibrieren, Du solltest aber versuchen den Akku möglichst weit zu entladen bevor Du ihn auflädst.
Es bleibt die Frage was dazu geführt hat das der Wert gelöscht wurde. Hattest Du schon mal andere Fehler im Zusammenhang mit dem Boardcomputer oder der Sagem-Box?

Grüße aus dem Münsterland,
Thomas

von softtom - am 15.04.2015 18:22
Nach der Ladung war alles beim alten, Ladeanzeige ist wieder da. Relight zeigt 100% Kap und 187Volt Spannung. Ich werde jetzt mal sinnig leerfahren und schauen wie sich die Ladeanzeige verhält.
Thomas fährst Du auch Berlingo?
Ich muss dringend nach den Kohlen schauen, weiss aber nicht wie.
Wenn Du oder jemand anderes da noch einen Tipp, tutorial etc hätte(st), sehr gerne.

Danke Martin

von MMDT - am 16.04.2015 07:13
Hallo Namenskollege,

fahre zwar nur AX aber den Effekt mit einer falschen Kapazitätsanzeige hatte ich auch schon, wenn länger die Fahr - und Hilfsbatterie abgeklemmt war.
Volladen und Leerfahren wirkt wenn sonst nichts defekt ist, drücke die Daumen.

Nach Kohlen vom Antriebsmotor schauen am besten durch Öffnen des dafür vorgesehen Revisisonsdeckels.
Zu erreichen unter dem Fahrzeug mit einer Hand voll Schrauben M8. Sicherheitshalber vorher Sicherungen ziehen, auch wenn bei Zündung aus da nichts sein sollte.
Die unterste Kohle sieht man direkt, sollte noch aus dem Führungskäfig rausschauen, die Anderen (je 90 Grad versetzt) können ev. schon mehr abgenutzt sein!
Bei der Gelegenheit auch mal das Kolelktorbild in Augenschein nehmen.



Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 16.04.2015 09:40
Hallo Martin,
ich habe Dir eine PN geschickt, da gibt es weitere Informationen zum Kohlentausch. Das Prüfen/Wechseln der Kohlen ist nicht so schwierig.

Grüße aus dem Münsterland,
Thomas

von softtom - am 18.04.2015 14:26
Ja, leider bin ich noch nicht zum Kohlen prüfen resp. tauschen gekommen.

Und heute bin ich dann auch prompt liegen geblieben, erst zwei mal ruckeln dann kein Antrieb mehr, Warmleuchte ganz rechts Diode und Pfeilblitz an, nichts geht mehr. Akku war bei ca. 40 %.
Hab dann bis der Monteur da war um mich nach Hause zu schleppen das Relight dran gemacht und Fehler ausgelesen: B1 M1 N2
Fehler gelöscht und noch mal versucht, da hat er noch einmal kurz geruckelt dann wieder gar nichts mehr.
Fehler laut Relight Anleitung:
B1 Fehler Funktion Überstromschalter (Was ist die Funktion des Überstromschalters? Wo sitzt er + wie lässt er sich überprüfen?)
M1 Sporadischer Fehler Drehzahlsensor
N2 Sporadischer Fehler Funktion Anstriebsstrom Zerhacker

Hört sich alles nicht gut an...
Wo soll ich anfangen zu suchen?

Gruss Martin

von MMDT - am 12.05.2015 15:07
Hallo Martin,

die Kombination an Fehlermeldungen hört sich tatsächlich nicht so gut an - siehe hier. Wir hatten damals im Forum noch alternative Fehlerursachen diskutiert, aber leider war's dann doch ein defekter IGBT gewesen. Aber auch das Problem wäre lösbar, wie man sieht. Das Einfachste wäre aber, erst mal zu prüfen, ob noch alle vier Kohlen Kontakt zum Kollektor haben (siehe z.B. erst hier, dann hier). Wenn eine der Kohlen hängt, also in ihrer Führung nicht frei läuft, dann kann sich das evtl. in ähnlicher Weise bemerkbar machen.

Ich hoffe, die Links helfen Dir weiter. Viel Erfolg!

Mit sonnigen Grüßen aus Karlsruhe,
Dirk
(Citroen AX Electrique, der zum Glück seither wieder genau das macht, was er soll. Meistens.)

von DH@SoKa - am 12.05.2015 18:15
Na super,

dann werde ich am Feiertag die Kiste mal aufbocken und mir die Kohlen anschauen.
Ich hab vor gut zwei Jahren den DC-Wandler+CPU getauscht (damals von Gero Kleinertz bekommen).
Da hatte ich die ganze Kiste schon ziemlich weit auf (und erinnere mich mit etwas Grauen daran).
Hat jemand eine Bezugsquelle für Kohlen und IGBT?

Danke Dirk für die Info bis hierhin. Zum Wochenende hin weiss ich vielleicht mehr.

Gruss Martin

von MMDT - am 12.05.2015 19:45
So,
habe heute morgen den Wagen mal aufgebockt und den Revisionsdeckel Motor abgeschraubt.
Motorunterseite sehr ölig!
Die sichtbare Kohle zeigt nach dem Herausziehen aus dem Schacht auf der einen Seite schon den Anschlusspunkt des Kabels! Also definitiv zu weit runter. Die anderen werden dann auch nicht besser aussehen. Kann ich denn die Bürstenbrücke bei demontierten Kohlen drehen ohne dass sich die Federn verhaken? Dann würde ich alle vier mal demontieren und fotografieren.
Oder soll ich erst neue Kohlen kaufen und diese dann Zug um Zug tauschen?
Was kosten neue Kohlen und wo bekomme ich sie her? (auf der Kohle steht 40/00)
Woher kommt das Öl?

Etwas verzweifelt, Gruss Martin

von MMDT - am 13.05.2015 10:43
Hallo,

an Deiner Stelle wär ich eher zerknirscht, zum Kohlen prüfen haben ja alle geraten.
Wie der Kollektor nun aussieht hängt davon ab wie lange Du schon so rumfährst.

Auf den Kohlen ist wohl das Produktionsdatum drauf, also KW40 in 2000?
Gibts beim Zitronenhändler für ca. 160€, hier im Forum bietet modulo manchmal was (günstiger) an.

Wenn das Aggregat ölig ist kann es eigentlich nur Gettrieböl sein - Simmeringe defekt.
Wenn das Öl auch im Motor steckt dann hilft nur zerlegen, reinigen, austauschen.
Je nach Zustand Anker kann der dann auch gleich abgedreht werden.

Viel Erfolg wünscht Martin
(der das alles auch hinter sich hat)

von Martin Heinrich - am 13.05.2015 10:58
Danke für die Antwort Martin,

wenn ich Deinen Post lese bin raus, das übersteigt meine zeitlichen und kfz-technischen Fähigkeiten.
kennst du einen Schrauber in 100km Umgebung von Detmold, den ich damit beauftragen kann?
Wir könnten den Wagen anliefern und auch wieder abholen.
In welcher Preisklasse bewegt sich diese Art Reparatur?
Der Wagen ist von 12/2001 und hat jetzt 73000km runter.
Lohnt sich das alles noch? Akkus sind eigentlich ok. Bei voller Ladung fahre ich im Schnitt 50km am Tag, schaffen würde ich ca. 65-70km.
Das reicht mir auch in den meisten Fällen für meine täglichen Rundfahrten Kundendienst und Baustellenbetreuung,
wobei 100km Reichweite hin und wieder auch nicht verkehrt wären.
Gibts denn gebrauchte Es bis 10000€ mit Akkusatz, die etwas Zuladung vertragen (am besten Kombi oder Berlingo/Kangoo/Partner)?

Gruss Martin

von MMDT - am 13.05.2015 13:14
Hallo Martin,

Zu folgendem Thema steht eigentlich alles Wichtige (auch was das Finanzielle betrifft) geschrieben:
[21639.foren.mysnip.de]

Ich habe kürzlich den Motor selbst ausgebaut, ein bißchen half mir mein Nachbar (KFZ-Mechaniker). Das meiste machte ich selber, obwohl ich sicherlich kein Profi bin. Zerlegt habe ich den Motor auch selbst, was sich völlig problemlos gestaltete. :p
Den Kollektor habe ich von einer Firma, die eigentlich nur Standardwechselstrommotoren bearbeitet, abdrehen lassen. Die konnten den Motor also vor meinem Zusammen- und Einbau nicht testen. Hat aber glücklicherweise alles geklappt. :spos: Gekostet hat mich das lediglich 75 Euronen. - 2 Stunden Gesellenlohn für Abdrehen und die Nuten zwischen den Kontakten fräsen, was scheinbar die Zeit beansprucht. Also rentieren sollte sich das allemal. Ein Lager kostete mich nochmal 45 Euro. Was Simmeringe ausmachen, weiß ich nicht, die ließ ich drinnen (Ölig war bei mir nix).

Den Motor auszubauen ist für einen normalen KFZ-Mechaniker mit Sicherheit kein Problem. Das sind alles nur übliche Schrauben und Stecker, an sich nichts Außergewöhnliches. Wenn Du da einen bißchen an einem E-Auto Interessierten finden würdest...?! :confused:
Daher würde ich sagen, dass sich das auf alle Fälle lohnen sollte.

Viel Glück!!! :spos:

Grüße
Bernhard ;)

von Rody - am 13.05.2015 17:50
So hier die ersten Handyfotos, so siehts von unten aus! (morgen geh ich mal mit der kamera fotos machen)



Alles ziemlich ölig! Aber ich meine, die Verölung ist nicht ursächlich für den Motorschaden (soferns denn einer ist), ich erinnere mich, dass die Ölverfärbung vom Motorblock früher da war und langsam größer wurde.

Die Ursache für das Liegenbleiben ist wohl diese:



Kohle weit über Minimum runter, Kontakt schon sichtbar.
Auch hier werde ich morgen versuchen die drei anderen Kohlen zu demontieren und einige brauchbare Fots vom Kollektor zu machen.
Kann ich denn nach Demontage aller Kohlen den Wagen wieder runterbocken und bewegen? Hat denn jemand Erfahrung mit Demontage Motor beim Citroen Berlingo? Sieht ja doch ein bisschen anders ausd als die Fotos von den zerpflückten Saxos.

Neue Kohlen hab ich bestellt, jetzt ist die Frage ob ich erst mal die neuen Kohlen einbaue um zu sehen ob der Motor dann funktioniert.
Oder gleich Motor raus, Ölaustritt beheben, Kollektor abdrehen etc...
Piet bezüglich Deiner offtopic Fragen ich hab im Moment wenig Zeit aber ich schick Dir ein paar Infos beizeiten.

Gruss Martin

Wie dass mit den verkleinerten Fotos funktioniert hab ich nicht rausgefunden.

von MMDT - am 18.05.2015 16:19
Hallo Martin,

der Vorbesitzer meines P106 gab mir damals die ramponierten Kohlen mit, nachdem er sie durch neue ersetzt hatte. - Genauer gesagt bei einer war ein Kontakt sichtbar. In meiner damaligen Unwissenheit über diese Fahrzeuge machte ich mir keine Gedanken. Das Auto fuhr ja bei der Probefahrt. Ich erwarb es in der Meinung es sei ja uneingeschränkt fahrtüchtig.
Tatsächlich war es nach einigen Wochen der Fall, dass das Fahrzeug nicht mehr richtig funktionierte. Die Rekuperation und das Gas annehmen machten Schwierigkeiten, was durch zuviel Kohlestaub im Motor verursacht wurde. Ich tüftelte hin und her, blies den Motor mehrmals aus, ließ den Motorlüfter auf einer höheren Stufe laufen, informierte mich, probierte dies und jenes und so weiter. Damals stellte ich allerdings noch keinen Zusammenhang mit den zu spät gewechselten Kohlen her. Nach 8000 km wurde deutlich, dass der noch vom Vorbesitzer gewechselte Kohlensatz bereits schon wieder nahe den Markierungen war. Die Kohlen wechselte ich dann aus, diese waren aber bereits nach einigen hundert Kilometern wieder bis zur Hälfte runter. Der Isolationsfehler war nun permanent vorhanden. Es wurde also nicht besser. Das Annehmen von Gas und Rekuperation waren nun nicht mehr tolerierbar, hier wurde ich zur Verkehrsgefährdung.

Folglich machte ich mich kürzlich daran, dass ich den Motor demontierte und den Kollektor abdrehen lies. Seit einigen hundert Kilometern funktioniert mein Auto nun wieder tadellos. Es wird deutlich, dass es so "geschmeidig" wie noch nie beschleunigt und rekuperiert. Im Nachhinein war es nur ein Aufschieben und Hinauszögern eines Aufwandes, der früher oder später dann sowieso erforderlich wurde. Der Isolationsfehler blieb, scheinbar ist der Staub stark in alle Ritzen der Wicklungen eingedrungen. - Trotz einer für mein Empfinden akuraten Reinigung des Motors. Zum Glück ist der Fehler bis jetzt ohne irgendeine Auswirkung.

Im Vergleich zu meinem Kollektor sieht der Deinige, soweit auf dem Foto erkennbar, einiges schlechter aus.
Mit Öl im Motor hatte ich keinerlei Probleme.

Fazit:
- Entsprechend meiner geschilderten Erfahrungen ist eher anzunehmen, dass Du um eine Restauration des Motors wohl nicht drum rum kommen wirst! :confused:
- Wahrscheinlich ist es nur ein nicht notwendiges Verschwenden der neuen Kohlen, wenn Du das jetzt nicht in Angriff nimmst.
- Falls Du es nur mit dem Kohlewechsel versuchst, solltest Du unbedingt Getriebeöl nachfüllen. Zumindest im P106 sind da lediglich 500 ml drinnen. Diese geringe Menge ist wohl bei einem Leck ziemlich bald komplett ausgelaufen und dann wär ein Getriebeschaden die nächste Folge.
- Möglicherweise entsteht ein dauerhafter Isofehler, wenn weiter die Kohlen so rasch runtergefahren werden. Dies wäre eventuell durch eine jetzige Motorrestauration noch zu umgehen.

Ich hoffe, ich habe Dir ein wenig weiterhelfen können! Viel Glück bei Deiner Entscheidungsfindung!!! :spos:

Gruß
Bernhard :rp:

von Rody - am 18.05.2015 21:18
Hallo,

nach dem Befestigen des Bürstenhalters und der Leitungen sollte sich der Wagen schieben lassen, die Federn können den Kollektor nicht berühren.
Beim Berlingo muß zusätzlich noch die Feststellbremse bzw. der Seilzug demontiert werden, fummelige Sache...

Der Motor ist sehr stark verölt, neues Öl wäre sicherlich nicht lange drin, daher auch von mir die Empfehlung: Motor raus und instandsetzen.
Auch das sichtbare Häppchen des Kollektors sieht nicht so gleichmäßig aus, wie es sollte...

MfG. Admini

von Admini - am 18.05.2015 22:26
So, habe heute mal den Wagen auf zwei Rampen gezogen um mir die Sache etwas genauer anschauen zu können.
Nach den letzten zwei Posts siehrt es so für mich aus dass der Motor raus muss wenn ich den Wagen retten will.
Dafür fehlen mir jedoch Hebebühne und Hubtisch.
Ich könnte jetzt versuchen alles auf der Rampe zu machen, hat das schon mal jemand hinbekommen? Einen Motorenbauer zum Abdrehen Kollektor hätte ich an der Hand, der bekannte KFZ-Mechaniker fehlt mir allerdings und meine Citroen-Werkstatt traut sich nicht an den Motor ran.
Dann bleibt aber immer noch die Fehlercodekombination die ja wohl auch auf einen defekten IGBT hindeutet.
Was ist denn der Wagen so noch wert? (Optisch auch nicht mehr wirklich ein Hingucker dank verdammt dünnem Blech!)
Ich muss mich auch relativ schnell entscheiden weil ich den Wagen eigentlich jeden Tag brauche.

Vielen Dank an alle die sich bisher beteiligt haben.

Gruss Martin

von MMDT - am 19.05.2015 17:27
Hallo Martin,

ich kann mich erinnern, dass ich mit ziemlicher Sicherheit die gleichen Fehler (Überstromschalter, Drehzahlsensor und Zerhacker) auch hatte. Das war der Fall als ich meinen zweiten P106 das erste Mal startete, nachdem er 9 Jahre stand. Ich setzte die Fehler mit dem Relight zurück und zog die Sicherung und das wars. Die Fehler erschienen nie mehr wieder. Also kein Defekt des IGBTs. Ferner ist es eigentlich nicht anzunehmen, dass gleichzeitig der Kohlenfresser und der Tod des IGBTs eintritt. Außer der IGBT-Defekt wär eine Folge des Kohlenfressers?! Jedoch habe ich in meiner sicherlich noch nicht allzu langen E-Auto und PSA-Erfahrung noch nirgends mitbekommen, dass ein Kohlefresser einen defekten IGBT verursacht hätte. Korrigiert mich bitte, wenn ich hier falsch liege?! :confused:

Wie bekommst Du nun Sicherheit, dass der IGBT nicht defekt ist?
Insofern wärs mal interessant zu testen, inwieweit die Fehlerkombination wieder nach dem Zurücksetzen mit dem Relight auftritt, wenn die Kohlen entfernt wurden (bzw. mit neuen Kohlen). Treten sie nicht mehr auf, ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, dass sie durch den Kohlenfresser ausgelöst wurden und entsprechend nach der Instandsetzung des Motors sich wieder erledigt haben.

Vielleicht sind meine Gedanken zumindest ein wenig hIlfreich, dass Du die IGBT-Gerschichte ausschließen kannst?!

Ich glaube eher nicht, dass da was am IGBT defekt ist. :spos:

Schönen Gruß
Bernhard :-)

von Rody - am 19.05.2015 19:25
Hm, ich wollte jetzt mit dem Kohlen wechseln warten bis der Motor ausgebaut ist.
An die Erneuerung Simmerring muss ich eh ran wenn ich den Wagen noch mal fit machen will.
Und dafür muss der Motor raus. Hattest du deinen Motor mit oder ohne Hebebühne ausgebaut?
Ich werde morgen noch mal bei meinem C-Händler fragen ob die mir nicht doch den Motor demontieren und nach abdrehen, reinigen und abdichten wieder einbauen, aber ich hab da wenig Hoffnung, die wollten mir noch nicht mal die Kohlen wechseln.

Gruß Martin Maurer

von Martin Maurer - am 19.05.2015 20:50
Hallo Martin,

den Motor habe ich ohne Hebebühne ausgebaut. Allerdings habe ich eine Grube, die schon auch von Vorteil dafür war.

Kurze stichpunktartige Vorgehensweise beim P106, die vielleicht für einen Mechaniker hilfreich wäre::

- Fahrzeug über der Grube platziert, Grube war grundsätzlich mit Holzbrettern verschlossen

- Mit HIlfe eines Wagenhebers zwei Böcke untergestellt und damit die beiden Vorderräder vom Boden angehoben

- Vorderrad Fahrerseite demontiert, Antriebswelle Fahrerseite aus der Nabe enfernt, Antriebswelle aus dem Motor entfernt, ist beim P106 nur gesteckt und nur ein Sicherungsring muß gelöst werden (Beifahrerseite kann im Motor gesteckt bleiben und muß auch nicht aus der Nabe entfernt werden)

- vorderen unteren Akkukasten enfernt (ohne Hebebühne dürfte dies zur Demontage des Motors auf alle Fälle erforderlich sein!), abgesenkt mit Hilfe eines Hubwagens, nach vorne unter dem Kühlergrill rausgezogen (mehrmals Bretter eingelegt, um die Höhe zu erreichen), vorher Kühlwasser abgelassen

- alle elektrischen Anschlüsse und sonstiges vom Motor entfernt, auch die Unterdruckpumpe für die Bremskraftverstärkung

- Mit dem Hubwagen und Unterlegen von Brettern den Motor abgesenkt, die Antriebswelle der Beifahrerseite rutscht dann einfach raus, die Böcke waren hoch genug, so dass ich dann den Motor unter dem Radkasten der Fahrerseite durchziehen konnte


Zwischendurch hatte ich immer wieder die Möglichkeit, bestimmte Arbeiten von der Grube aus zu machen, wofür ich die Abedeckungen enfernte, das war schon hilfreich, allerdings müsste das ohne Grube bestimmt auch gehen, wenn man einigermaßen sportlich gebaut ist! :-)

Noch eine Anmerkung zum Rekrutieren von Automechanikern:
Beim Motorbauer gings mir ähnlich wie Dir beim Citroen-Händler. - Da es ein Motorbauer war, der nur die üblichen Wechsel- und Drehstrommotoren reparierte, zögerte dieser auch meinen Motor zerlegen zu wollen. - Da er keine Testmöglichkeit hatte und somit keine Gewähr geben konnte, dass das auch klappt. Ich vereinbarte darauf mit ihm, dass ich von ihm keine Gewährleistung erwarte. - Lediglich der Kollektor sollte abgedreht und die Nuten gefräst werden. - Testen würde ich das Ding dann selber, wenn es wieder eingebaut war. Die Folge war, dass er sich dann völlig problemlos bereit erklärte, die ausführenden Tätigkeiten zu erledigen.
Fazit: Da müsste doch irgendein Mechaniker aufzutreiben sein, der den Ausbau des Motors für Dich ausführt?! - Halt dann eben ohne dass alles sofort hundertprozentig klappen muß?! - An sich sind die Arbeiten für einen KFZ-Mechaniker wirklich keine besonders herausfordernden Tätigkeiten?! Da kann sich ein solcher ruhig rantrauen!

Mein mir behilflicher Nachbar (der ein versierter Automechaniker und eigentlich eingefleischter Verbrennerfuzzi ist) ist mittlerweile auch ein wenig neugierig auf die Elektrokisten geworden! - Den habe ich geködert mit ein paar halben Bier! :D

Irgendwie wird das schon hinhauen. Das wäre doch gelacht! Toi-toi-toi!! ;)

Schöne Grüße
Bernhard :-)

von Rody - am 20.05.2015 21:41
Hatte kürzlich zufälligerweise dasselbe bei mir beobachtet. Nachdem ich eine Initiierungsladung gestartet hatte, zeigte das Kapameter -2% an und stieg ungewöhnlich langsam. Erst nach ca 20 Stunden Laden (ich hab es zweimal unterbrochen weil ich wohinfahren musste) war der Spuk vorbei.
Offenbar zeigt es bei der Initiierungsladung den Fortschritt an.

von Denis Matt - am 23.05.2015 01:40
So nach einem Monat Stillstand haben wir heute den Motor zurückbekommen und direkt eingebaut.
Ausbauen war relativ unproblematisch, Wagen mit Kantholz quer aufgebockt, Räder runter, Antriebswellen ab, Unterdruckaggregat ab, Elektrik ab,
Halteplatte Achsschenkel markiert und gelöst, so war genug Platz um den Motor abzusenken ohne den Batteriekasten vorne demontieren zu müssen.
Beim Absenken Feststellbremse für Parkposition entdeckt und demontiert.

Motor zum Motorenbauer in Blomberg gebracht, dort abdrehen lassen und neue Kohlen rein sowie Dichtung Getriebe getauscht.

Beim Motor einbauen dann jedoch folgendes Problem,
Nach dem Einhängen der Feststellbremse haben wir getestet ob der Wahlhebel die Bremse richtig bedient.
Hebel war in P Position, also nach N geschaltet, Hebel auf dem Motor bewegte sich,
Zurück nach P...tja das ging dann nicht mehr!
Entweder hat sich etwas ausgehängt an der Bautenzugaufnahme oder die Schaltmimik unterm Wahlhebel hat sich verstellt.
Der Hebel geht nicht mehr ganz in P Stellung sondern lässt sich nur bis ca. 2-3 cm vor Einschlag in P Position drücken.
Hat hierzu jemand einen Tip? Von Hand lässt sich der Hebel auf dem Motor der vom Bautenzug gezogen wird einwandfrei bedienen. Nur halt nicht über Bautenzugaufnahme resp. Wahlhebel.
Noch sind die Antriebswellen nicht montiert, Wagen noch aufgebockt.

Fotos werde ich nach Abschluss des Projekts und Probefahrt reinstellen.

Danke und Grüsse aus Detmold

Martin Maurer

von MMDT - am 13.06.2015 15:02
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