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Elektroautos
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Elektro-Matthias-GC, Thomas P106E/iOn - Berlin, Denis Matt, Martin Heinrich, marwerno, eBit, Andi aus Bad Essen, DH@SoKa, N-DEE_Andy, Heiner Sietas

Saft Akku`s Citroen Saxo

Startbeitrag von Elektro-Matthias-GC am 08.12.2015 15:08

Hallo liebe Elektroautofreunde,

nachdem ich gestern mein zweites E-Auto nach Dekra-Vollabnahme zugelassen habe (mit kostenlosen E-Kennzeichen), habe ich eine Frage zum Batterieverhalten an Euch "alte Hasen".:

Ich weiß, dass 2 - 3 Akkus des hinteren Batteriekastens defekt sind oder zumindest ein Problem haben. Der freundliche Verkäufer aus der Schweiz ist damit aber
noch 50 km gefahren. Da ich im Auto eine Spannungsanzeige habe sehe ich, dass die Spannung beim Start auf 70-80 Volt zusammenbricht. Nach 50m Fahrt liegt sie bei ca. 120 Volt, also relativ normal und die Kapazitätsanzeige verhält sich auch wie bei meinem anderen Auto (10% ca. 7-8km).

Wenn ich mehrere Sekunden unter 100 Volt liege, dann erscheinen die beiden gelben Leuchten - nach wenigen Kilometern weiterfahrt begibt sich das Auto in eine Art Notbetrieb, d.h. es nimmt kein "Gas" mehr an und fährt 10-20kmh.
Nun meine Fragen: Wieviel Sekunden muss welcher Spannungswert unterschritten werden, damit die Reserve-Led leuchtet?
Kann man aus dem Zusammenbrechen der Spannung beim Anfahren eine Diagnose zu den Akkus erstellen?

Hat jemand eine genaue Anleitung zum Ausbau des hinteren Batteriekastens - bzw. zum abklemmen der Schlauchleitungen - die Befestigung des Kastens ist ja selbsterklärend.

Ich hoffe, dass ich später Neulingen auch wertvolle Hilfetips geben kann, wie ich sie von Euch bekomme.

Vielen Dank im Voraus !

Grüße aus Sachsen

Matthias

Antworten:

Hi Matthias,

schicke mir eine PN mit deiner email.
Ich schicke Dir Bilder (oder verschaffe dir Zugriff auf meine Dropbox) wie du am besten den hinteren Kasten ausbaust.
Hab das jetzt 3x gemacht und es wird immer einfacher und schneller.
Ich montiere auch nicht mehr alle Leitungen ab, der Service geht auch mit drangelassenen Stromleitungen.

von Thomas P106E/iOn - Berlin - am 09.12.2015 09:19
Hallo Freunde,

jetzt hat es meinen neuen Saxo "erwischt". Bei einer vorsichtigen Fahrt mit ca. 50 kmh hat es einen lauten Knall gegeben, danach ist Kühlmittel aus dem hinteren
Batteriekasten gelaufen. Ich habe ja bereits gewusst, dass einige Zellen ein Problem hatten. Reichweite war noch ca. 50km - beim Anfahren ist die Spannung aber die ersten Sekunden zusammengebrochen. Habe nun am Samstag den Kasten abgebaut und das Übel gesehen. 3 Batterien sind hochgegangen.

Kann mir jemand erklären, wieso das geschehen konnte? Alle anderen Batterien haben 6,5 Volt und die Spannung bricht auch mit 100 Amper Belastung nicht zusammen. Ist eventuell eine Batterie umgepolt oder was kann die Ursache sein? Ich vermute, dass die restliche 8 Batterien in Ordnung sind.

Was verwendet Ihr für Frostschutzmittel zur Batteriekühlung? Kann man handelsübliches mit dem unbekannten Mittel aus dem Saxo mischen - ich weiß ja nicht, was der vorhergehende Besitzer aufgefüllt hatte.





von Elektro-Matthias-GC - am 14.12.2015 10:19
Hallo Matthias,

wenn's geknallt hat, dann läuft bei Dir vermutlich nicht nur Kühlmittel sondern auch Lauge aus. Also bitte entsprechend vorsichtig und umsichtig damit hantieren und die Sauerei möglichst umweltneutral auffangen. Da sich nun Lauge im Kühlmittel (im schlimmsten Fall auch umgekehrt!) befinden kann / wird, sollte man umgehend alle beschädigten Akkus aus dem System nehmen, ohne das Kühlsystem nochmal in Betrieb zu nehmen. Eventuell empfiehlt es sich auch, mindestens die zu beiden Seiten direkten fluidischen Nachbarn erst einmal zu isolieren und separat auf Verunreinigung in den Zellen zu testen, bevor Verunreinigungen in weitere Zellen getragen werden und diese ebenfalls schädigen.

Vermutlich empfiehlt es sich, das Kühlmittelsystem komplett zu spülen.

Nur zur Klarstellung: Die Explosion wird sich nicht im Kühlkreislauf sondern im Innern der Zellen ereignet haben, z.B. wenn eine Zelle zu niedrigen Laugenstand hatte oder ein Kurzschluß durch Verunreinigungen entstand. Beim (Über-)Laden der Akkus wird in den Zellen Wasser zersetzt und bildet "Knallgas". Solange sich alle Akkus in ordnungsgemäßem Zustand befinden, wird dieses über das Batteriewasser-Nachfüllsystem an die Umgebung abgeleitet, ohne daß etwas passiert. Bei leeren Zellen (leer im Sinne von zu niedrigem Laugenstand), Kurzschlüssen oder Überhitzung (oder einer beliebigen Kombination daraus) kann das Knallgas jedoch zünden.

Geschädigte Zellen mit deutlich geringerer Restkapazität als alle anderen Zellen werden beim Laden auch mit großem zeitlichen Abstand als erste voll (voll im Sinne von maximal elektrisch geladen) und gehen dann für die gesamte restliche Ladedauer in die Gasung. Somit sind diese Zellen dann auch als erste leer (leer im Sinne von zu niedrigem Laugenstand).

Mit sonnigen Grüßen,
Dirk
(Citroen AX Electrique, SAM I)

von DH@SoKa - am 14.12.2015 11:19
Hi Matthias,

mein Beileid zu deinen 3 toten Zellen. Übel.
Wie Dirk richtig schreibt, schnellstens raus mit den zerstörten Zellen und die Nachbarn in der Nachfüllstrangkette auch noch gleich inspizieren.
Das mit dem Ausbau des hinteren Koffers scheint ja wenigstens gut geklappt zu haben.

von Thomas P106E/iOn - Berlin - am 14.12.2015 16:36
Hallo zusammen,

Also bei mir ist die Reichweite heute auf 45km (die letzten km auf 50 im Schleichgang) gesunken.
Hab eben zuhause gemerkt dass ein viertel Liter Wasser am Garagenboden im Bereich des vorderen Kastens steht.
Das blöde daran - ich war gerade heute in der Werkstatt, da wär das akkuwechseln mitgegangen.

Vor mir liegt also wieder eine 50km lange Strecke (Werkstatt + retour)
Was schlagt ihr vor?
Ich würde ihn morgen mal komplett aufladen und dann Wasserwartung machen damit der vermutlich leergekochte Akku wieder Wasser bekommt. Und dann ab in die Werkstatt...

lg,
Andi

von N-DEE_Andy - am 14.12.2015 16:40
Äääähm... Wasserwartung in dem Status ?
Wie willst Du das machen ?
Du musst dazu ja erst einmal eine Wartungsladung bzw. mindestens eine Volladung machen.
Wenn aber die Akkus so auseinander sind, dass du nicht mal 50km weit kommst, musst Du sie eigentlich einzeln durchsehen, es sei denn, Du kennst schon deine Pappenheimer.
Weißt Du schon, was für Wasser das war ?
Die haben doch wohl nicht einfach Wasser nachgekippt, dass dann beim Laden wieder rausgeblubbert ist, oder ?
Soll alles schon vorgekommen sein.

von Andi aus Bad Essen - am 15.12.2015 07:40
Hallo Matthias,

das Bild sieht so aus als ob du Glück im Unglück hattest:
die Akkus sind "nur" nach oben hin explodiert und nur oben geöffnet, oder?
Keine Risse weiter unten im inneren Batteriekörper? Kein Laugenaustritt?
Trotzdem: sofort raus mit den Dingern und gut erhaltenen Gebrauchte ein.
Die neuen Gebrauchten am Besten vor Einbau auf den gleichen Ladungsstand bringen wie der Rest deines Akkuspacks.

Halte uns mal bitte auf dem Laufenden bezüglich deiner Aktionen...Danke!

von Thomas P106E/iOn - Berlin - am 15.12.2015 09:28
Hallo Mitstreiter,
danke für alle Ratschläge - langsam kommt Licht in das Dunkel.
Habe nun 3 gebrauchte Akkus auf gleiches Spannungsniveau gebracht und alle Polklemmen gesäubert. Leider
sind 4 Schläuche für Wasserwartung defekt und Gero Kleinertz ist werde telefonisch noch per e-mail erreichbar.
Wer kann mir sagen, woher ich Schläuche oder auch Meterware in laugenfester Qualität kaufen kann oder
hat jemand noch was ´rumliegen? Es dürfte schwierig sein, die Rundungen zu formen.

Grüße aus Sachsen

Matthias

von Elektro-Matthias-GC - am 15.12.2015 17:00
Nimm doch erstmal die Schläuche vom Dreierkasten oben und tu dort Schläuche aus dem Baumarkt drauf. Ich hab auch welche genommen aus weichem, durchsichtigem Plastik, hat wunderbar funktioniert mit den Rundungen. Habe bisher noch keine Auflösungserscheinungen bemerkt. Weil sie durchsichtig sind habe ich sie gut im Auge, falls der Plastik sich auflöste und milchig werden sollte.
Wenn die Schläuche nicht reichen, nimmst du halt noch welche aus deinem Peugeot...

von Denis Matt - am 15.12.2015 17:29
Hallo Matthias,
habe noch einen ganzen Satz an gebrauchten Schläuchen rumliegen.
Welche brauchst du?
Gruß,
Heiner
Kontaktdaten

von Heiner Sietas - am 15.12.2015 20:32
Hi Denis,

aus was für einem Kunststoff sind die durchsichtigen Schläuche?
Stand was auf der Verpackung oder hast du vom laufenden Meter gekauft?

von Thomas P106E/iOn - Berlin - am 18.12.2015 12:22
Hallo Thomas,

es stand nichts auf der Verpackung und der Verkäufer hatte auch keine Ahnung. Das kennt man ja heutzutage...

Es ist wahrscheinlich Weich-PVC, riecht jedenfalls so. Ich muss allerdings sagen, dass ich da (noch) keine Lauge durchlaufen liess, nur Wasser. Komme zurzeit nicht an Lauge ran.
Die Schläuche hab ich nur als Notbehelf genommen, weil ich G statt D Blöcke als ersatz hatte.

von Denis Matt - am 21.12.2015 23:34
Der Händler hier hat einige Saxos und Peugeot 106 auf Lager und auch einige Ersatzteile. Diese treffen auch meist baldig ein und eine Gute Beratung gibt es auch noch dazu:
http://www.stueber-automobile.de/index.html
Vielleicht hat er ja was Du suchst.
Was mir bei deinem Bild komisch vorkommt:
Fehlt da nicht der durchsichtige Kunstoffeinsatz der normalerweise auch den Übertritt von Lauge aufs Kühlwasser etwas erschweren soll?
Siehe mein Kasten hier (Noch nicht alle Schläuche angeschlossen):

Großes Bild.

von marwerno - am 23.12.2015 18:10
Hallo Matthias aus Sachsen,

habe eben deine Beiträge gelesen.
Wenn ich helfen kann, habe noch paar gebrauchte Schläuche da.
Immer auch einige gut gebrauchte Zellen als RESEVE TYP D/G vorrätig.

0172/3704344
Olaf Heineken
Hofbuschweg 20/24
09618 Großhartmannsdorf.

von eBit - am 30.12.2015 18:40
Hallo Elektroautofreunde,

nun habe ich den hinteren Akkukasten in Ordnung gebracht, d.h. 4 Akkus waren geplatzt - dies habe ich ersetzt. Bei einem meiner Reserveakkus vom Typ D
war ein Wasserstutzen abgebrochen - habe dann von einer defekten Batterie einen Stutzen herausgeflext und mit einem großen Lötkolben und etwas
PVC-Material eingeschweisst - danach mit Druckluft abgedrückt und siehe da - alles dicht.
Alle Batterien wurden durch mehrmaliges Laden und entladen auf gleichmäßiges Spannungsniveau gebracht und mit einem neu erworbenen Batteriebelastungstester
geprüft - Die Spannung blieb nach dem test bei jedem Block schön konstant. Nach dem Kasteneinbau habe ich die Wasserwartungsladung gestartet und nach ca. 10 Stunden 15 Liter Wasser nachgefüllt.
So weit so gut - das Ergebnis war nicht berauschend - bin nur ca. 35 km weit gekommen - jetzt habe ich die Akkus 3 mal leergefahren und es ändert sich nichts.
Ich vermute weitere defekte Akkus in den vorderen Kästen:

Im oberen 3-er Kasten sind ja 2 x Typ D und 1 x Typ G verbaut. Weiß jemand, welche Typen im 6-er Kasten verbaut sind?
Ich habe leider nur noch einige Batterien vom Typ G. Hat schon jemand die "D" durch "G" ersetzt?
Hat jemand in Sachsen oder Umgebung mehr D als G auf Lager und könnte einige tauschen? Man müßte sie natürlich vorher messen um den Zustand
zu ermitteln.

Schöne Grüße aus Glauchau

von Elektro-Matthias-GC - am 09.01.2016 08:39
Hallo Matthias,

vorne unten sind je drei "D" und drei "G" drinn.

Hoffe Du hast beim Abdrücken des geflickten Blocks auch peinlich auf Dichtheit zu den Zellen geachtet.
Ich hab mir dadurch schon mal alle STMs im 6er Kasten ruiniert, der Schlechte saß an Platz eins und hat über die Umwälzpumpe so langsam das Glycol in alle Blöcke gedrückt- Sondermüll.

Bin nicht in ganz in Diener Nähe und die "D" Blocks sind mir auch ausgegangen, wenn es zu viele Angebote hat tausch ich gerne auch ein paar gegen "G"s.

Viel Erfolg, Martin

von Martin Heinrich - am 09.01.2016 17:17
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