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Elektroautos
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
N-DEE_Andy, Denis Matt, R.M, marwerno, GDE, astromeier

NiCD angleichen Peugeot/Citroen - Netzteil?

Startbeitrag von N-DEE_Andy am 16.12.2015 14:09

Hallo,

Ich möchte zum angleichen der Zellen ein Netzteil an meinen Peugeot hängen.
Es sollte 180v / 2A leisten können - ich denke 2A sind besser als die 5A der Sagembox.

Labornetzteile gehen immer nur bis 60 oder 120v
Bei Statron.de hab ich eines gefunden das bei 1,2A bis 300v geht - da aber schreckt mich der Preis von Euro 1368,20 ab.

Hat jemand eine Idee was man nehmen könnte ohne sich gleich in Schulden zu stürzen?
:-)

lg,
Andy

Antworten:

Hi!
Wir wärs mit einem Stelltrafo (oder Regeltrafo) und einer Diode (oder Gleichriechter) für mind. 300V?
Aber kein Stelltrafo in "Sparschaltung"!
Wegen der Netztrennung...

Beispiel

von astromeier - am 16.12.2015 21:01
Aber die Strombegrenzung müsste dann doch noch her. Die NiCd Akkus neigen dazu wenn sie voll sind, plötzlich wieder mehr Strom zu ziehen. Da müsste eine Limite her, nicht nur ein Serienwiderstand.
Die 5 A finde ich nicht mal so schlecht, das ist 1/20 C. Die Akkus sind ja sonst sehr robust, schlucken auch schon mal schnell 100A weg beim Rekuperieren mit hohen Geschwindigkeiten.
Bedenke, dass wenn du mal angenommen 10% ausgleichen willst, sind das 10 Ah, das sind 5 h Laden.

Wieviel es verträgt mit dem Dauerladen und was dann das grössere Übel ist, ob unausgeglichene oder überladene Akkus ist dann noch die grosse Frage. Ich hab auch keine Antwort darauf. Jedenfalls müsste man immer genau rechnen und die Schaltuhr stellen damit ja auch die normale Gasungsphase (2h resp 3h) der Sagembox nicht kommt.
Wenn ich unausgeglichene Akkus habe, schaue ich einfach, dass ich zunächst nur 30% der Kapazität brauche und lasse die regulären Gasungsphasen laufen. Dann kann ich nach jeder Ladung 5% mehr brauchen. Also nach erster Ladung bis 70% fahren nach der zweiten bis 65% etc.

Was ist denn die Vorgeschichte ? Hast du Blöcke gewechselt. Hast du schon die Spannungen der Kästen angeschaut ? Wann war die letzte Wasserwartung ? Du könntest sonst gleich die WW nach einer regulären automatisch ausgelösten Ausgleichsladung (5A) machen, wie kürzlich hier empfohlen wurde.

von Denis Matt - am 16.12.2015 21:42
Hallo zusammen,

Hm, also die Vorgeschichte ist noch nicht so lange.
Ich hab mir einen guten gebrauchten (Bj 2002, 56000km, bis dato kein Winterbetrieb) gekauft und bin aktuell am reparieren (Dienstag war Werkstatt-Termin Getriebe-Motor-Simmerringe) morgen werde ich die Akkukästen mal runter nehmen und gucken da es überall tropft. Nach zwei Reparaturen mit Schlauchschellen tropft es jetzt hinter (!) dem Motor runter... Was zur Hölle... *grummel*

Aber zum Thema - ich habe die letzten male nur bis zum Ende der Hauptladephase geladen und dann mit Zeit Schaltuhr abgebrochen. (So hab ich das eigentlich auch immer beim EL und beim Kewet gehandhabt) Nur hat es der Peugeot mit sinkender Reichweite und immer früher kommender Ladekontrollampe quittiert. Zuletzt bei bereits 40% nach 45km.
Ich habe dann heute in der Nacht die Ladung komplett beenden lassen und hab ne Wasserwartung gemacht. Und siehe da - heute kam die Lampe bei 15% und 60(!)km auf der Uhr.
Das ist für das alter der Blöcke (BJ 97) recht gut wie ich finde.
Die alten Blöcke brauchen also eine Überladung um nicht auseinander zu laufen. Da ich nun immer wieder lese dass 5A zu viel des Guten sind und bei dem Baujahr das Separatorthema aktuell sein könnte, dachte ich daran ab und zu per Zeit Schaltuhr nach dem Laden nochmals zusätzlich und schonender mit 2A nachzuhelfen.

lg,
Andy

von N-DEE_Andy - am 16.12.2015 22:15
Hallo,

ich habe leider auch einen Akkusatz, bei dem die Hauptladephase sehr schnell vorbei ist. Dann läd die Sagembox noch Stunden mit 6,5 Ampere nach. Wenn ich das nicht mache, habe ich auch keine große Reichweite. Anscheinend erreichen die Akkus sehr schnell die Spannungsobergrenze und dann schaltet die Sagembox auf Nachladephase um. Diese läuft dann noch mindestens 4 Stunden. Die geladenen AHs brauche ich aber für die Reichweite. Sicherlich stehen meine Akkus kurz vor dem Aus.

Gruß
Gunther

von GDE - am 17.12.2015 05:56
Morgen Gunter.

Hm das mag sein - ich hab hier einige Blöcke herumstehen die selbst wenn sie leer sind sofort auf 7,8 - 8v gehen wenn man 5A anlegt.
Höher kommen sie dann aber nicht mehr. Die werde ich über den Winter alle einer Kapazitätsprüfung unterziehen.
Heute wird der Ladeverlauf mal mitgeloggt um zu sehen wie die zwei Ladephasen bei mir verteilt sind.

Die Idee mit Stelltrafo und Gleichrichter ist nicht schlecht. In diese Richtung werde ich mich umgucken.

Zu den Anmerkungen von Denis:
Ein Trennstelltrafo mit 2A liefert 2A - was sollen die Batterien da mehr ziehen?
Wenn doch könnte max der Trafo defekt werden, was im Bereich von 100-200 Euro wieder verschmerzbar wäre.
(Ist jetzt ev. sehr laienhaft ausgedrückt aber ich bin ja auch einer)

Wenn ich grad ins Verderben laufe bremst mich bitte ein :-)

lg,
Andy

von N-DEE_Andy - am 17.12.2015 07:58
Sorry Andy, da liegst du falsch...
Für die Strombegrenzung bist du selbst zuständig. Wenn da auf dem Typenschild "2A" steht, dann heisst das, dass du dafür sorgen musst dass diese 2A nicht überschritten werden. Meist setzt man bei Trafos Sicherungen mit hohen Werten ein wegen hohem Anlaufstrom des Verbrauchers. Da du den ja hier nicht hast, nimmst du vielleicht mal eine 2 A Sicherung für den Primärkreis. Dann löst die dir aus wenn im Sekundärkreis 2,6 A überschritten sind. (Theoretische Werte)

Zudem ist auch mit der Spannung vorsicht geboten: Gesetzten Fall du stellst die Spannung auf 180V ein. Dann schliesst du die Akkus an. Danach steigt die Spannung auf den Spitzenwert = 180V mal 1,414 = 255V !!
Also langsam hochfahren und immer Amperemeter während der ganzen Ladephase im Auge behalten und zurückregeln sobald der Strom ansteigt.

Wie Astromeier schon erwähnte: Gleichrichter nicht vergessen. Und Netztrennung beachten. Am besten erdest du den Wagen seriös und lässt die ganze Aktion von einem Fachmann überwachen. Es kann immer wo in einem Gerät ein defekter Entstörkondensator hocken, der alles gefährdet.
Soviel zum Thema "Ins Verderben laufen"

von Denis Matt - am 17.12.2015 14:34
Mir ist da noch eine Idee gekommen:
Wenn du eine althergebrachte grosse Glühbirne auftreiben kannst 220 - 240 V / 1000W. (750W). (Keinen Bauscheinwerfer, geht leider nicht !) Eventuell geht auch ein Heizofen, aber nur wenn der Thermostat nicht abschaltet.

1. Nimm die Sicherung und Brücke von und zu den Batterieanschlüssen der Sagembox raus. Prüfe auf dem Schaltplan nach welche das sind.
2. Miss die Batterieanschlüsse gegeneinander und gegen Masse auf Spannungsfreiheit.
3. Klemme die Anschlüsse der Birne seriös mit an die Batterieanschlüsse der Sagembox
4. Hänge die Birne so auf, dass sie nichts verschmoren kann, auch nicht die Zuleitung
5. Tu die Sicherung und Brücke wieder rein (das Lämpchen leuchtet)
6. Lade normal

Dann bei der Gasungsphase sollte die Glühbirne ca 3A wegsaufen, dann hast du die 2A für die Batterien.

Info für alle: Wie immer wenn nicht sicher bei der ganzen Sache: Besser vom Fachmann machen lassen
Seht auch das Video unten. Das ist zwar an einer Starkstromleitung, aber bei unseren Akkusätzen hast du bei einer Unachtsamkeit auch plötzlich vielleicht zwischen 50 und 100 Kilowatt auf einem Schraubenschlüssel. Die Sicherungen und Brücken an unseren Fahrzeugen sind nicht umsonst so klobig.

[youtu.be]

Ist hier sicher der Extremfall gezeigt, aber man will es ja nicht wirklich ausprobieren.

von Denis Matt - am 17.12.2015 15:13
Hi Denis,

Auwei - das sind ja abenteuerliche Ideen :-)

Wie wärs mit 2 oder mehreren Netzteilen? z.B Meanwell oder Konsorten?

Gruß,
Andy

von N-DEE_Andy - am 17.12.2015 16:13
Meanwell. Hast du einen Link darauf ?

Die Netzteile in serie ? Da schaffst du dir nur noch mehr Schwierigkeiten, dann gehts erst richtig los:
-Mit Potentialunterschiede
-Mit Sperrdioden
-Mit zusätzlichen Sicherungen
-Mit dem Problem mehrere gleiche Netzteile zu finden
-Mit der genauen Feinjustierung
-Mit der Sorge es könnte eines überlastet werden wenn es nicht richtig eingestellt wurde
-Mit der Abklärung was bei Überlast passiert
und und und...
Ich will ja niemanden entmutigen, aber immerhin vor grösseren Enttäuschungen und kleineren Explosionen bewahren. Am besten fragst du jemanden der das schon gemacht hat und darin sehr versiert ist. In den Kleinanzeigen [www.elektroauto-forum.de] findest du manchmal Angebote von solchen seriell geschalteten Netzteilen. Aber die sind als Zusatzlader zum Schnelladen gedacht, man kann den Strom nicht so weit zurückregeln.

Da fand ich das mit der Glühbirne noch am sichersten, auch weil es stand-alone und sehr einfach ist. Du kannst auch 10 (8) Stück 100W parallel verwenden. Sieht sicher noch feierlich aus, jetzt auf Weihnachten.

Oder andere Lösung: Einen Netztrenntrafo 230V auf 230V 400W, einen Netzgleichrichter und eine 400W Glühbirne in Serie. Dann aber huiii, ganz ganz wichtig: Die Spannung immer im Auge behalten ! Es sollte zwar mit den 2A nicht mehr viel passieren, ausser dass du die Akkus leerkochst.

Ein paar grundsätzliche Anmerkungen:
Für eine gute Akkubehandlung muss alles runter, Blöcke einzeln prüfen: Löcher ?, Spannung, Laugenstand, Kapazität, Innenwiderstand. Dann Tiefentladekur jeder Block einzeln, mit 2A (wird empfohlen).
Du schriebst: "...heute in der Nacht die Ladung komplett beenden lassen und hab ne Wasserwartung gemacht..." und dann seien die Blöcke wieder zu neuem Leben erwacht. Es kann auch sein dass die Wasserwartung die Lösung war. Denn schon nur eine einzelne halbleere oder leere Zelle kann dir die ganze Reichweite versauen. (Hatte ich auch schon selber gehabt).
60km sind zwar nicht allzu viel, aber wenn du nun mal normal fährst bis die RW wieder so bei 40km angelangt ist und dann die Blöcke ausbaust ? Ich weiss es ist eine Sauarbeit immer, und ich würde dir gönnen wenn es mit einem einfachen Netzteil und nachladen auch getan wäre. Aber meist muss man mal mindestens einmal in eine genaue Inspektion investieren, vorallem wenn man den Wagen "neu" hat.

von Denis Matt - am 17.12.2015 22:55
Hallo,

Naja eine Lösung mit so vielen Lampen kommt nicht in Frage da ich regelmäßig überladen möchte und das pure Geldvernichtung ist.
Meanwell war nur eine Idee - ich finde bei denen allerdings keine Produkte mit 90v.
Entfällt also und ich suche weiter nach einem günstigen gebrauchten Netzteil.

Kann natürlich durchaus die Wasserwartung gewesen sein. Tiefentladen wird bei mir per Hochlastwiderstand (unter 1A)
Alles runter und vermessen kommt auf jeden Fall noch - aber erst im Sommer da mein "Stinker" (T4 California) aktuell in Winterschlaf ist und ich auf ein Auto angewiesen bin.

lg,
Andy

von N-DEE_Andy - am 19.12.2015 18:04
Bin mir nicht sicher ob ich hier richtig liege:
Wenn es ein herkömmlicher Trafo ohne Elektronik ist, kann doch eigentlich nichts passieren:
Sind die Akkus leer und der Trafo wird angeschlossen, geht die Spannung in die Knie und die Stromstärke hoch (Was die Windungen hergeben).
Werden die Akkus voller geht die Spannung nach oben und die Stromstärke sackt ab, bis der Trafo "leer" läuft.
Ein normaler Trafo kann doch eigentlich nicht kaputt gehen dadurch, oder? Im Schlimmsten Fall sackt halt die Spannung ab.

von marwerno - am 31.12.2015 17:12
Hallo


Doch er kann kaputt gehen wenn er in die Sättigung geht wird der Kern heiß und wenn nicht die Wicklung, es gibt spezielle kurzschlußfeste Trafos die aber teuer sind.

Netzteile für diese Spannung gibts gebraucht ab 500€ wenn jemand welche braucht die kann ich besorgen.


Gruß

Roman

von R.M - am 01.01.2016 17:34
Spätestens der benötigte Gleichrichter ist Elektronik, die leicht kaputtgehen kann. (hat fixe Höchstwerte). Sonst, wie Roman beschrieben wird das ganze heiss, wenn du Glück hast geht noch rechtzeitig die Primärsicherung raus. Lies mal alle Beiträge hier oben, da siehst du deine Frage bereits beantwortet.

Eigentlich ginge die von mir beschriebene Variante mit der Glühbirne in Serie, das macht den Trafo weicher. Aber ich muss doch abraten davon: Die Spannung kann bei einem Unterbruch in der Batterie in ungeahnte Höhen schnellen und die Sagembox rösten...

Ein geregeltes Labornetzteil wie Roman es empfiehlt ist doch das sicherste. Und dann auf jeden Fall mal kurz einen Elektriker oder Elektroniker darauf schauen lassen vor Beginn.

Und ob es jetzt 2A sein müssen oder ob die 5 A nun doch unkritisch sind, das sei den Akkuspezialisten überlassen. Wäre ein Fall für Einzelblocküberwachung.

von Denis Matt - am 01.01.2016 22:31
Hallo zusammen,

Also ich hatte nun alle Akkukästen runter und 2 defekte Blöcke gefunden.
Dass ich nach der Wasserwartung wieder einmalig so eine hohe Reichweite erreicht habe dürfte daran liegen dass die leergekochten Zellen frisch aufgefüllt hiermit wieder etwas Strom lieferten.
Bei Ausbau waren die aber bereits wieder trocken!

@Roman
Ich behalt dich diesbezüglich mal in Erinnerung. Wenn ich kein Schnäppi finden kann melde ich mich bei dir wegen dem Netzteil.

Danke,
Andy

von N-DEE_Andy - am 07.01.2016 12:31
Hallo Andy,

mh, hatte dasselbe auch bei mir, plötzlich wenig Lauge in einzelnen Zellen. Ich glaube da ist was im Busch, ich habe diese Blöcke gleich getauscht. Leider ist die Reichweite nicht zurückgekommen.
Die Spannung hingegen war super ausgeglichen alle Blöcke innerhalb 0,03 V

Der Krimi geht weiter...

von Denis Matt - am 07.01.2016 13:22
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