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Elektroautos
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15
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 12 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hotzi-47, prensel, Bernd Schlueter, Thomas P106E/iOn - Berlin, Martin Heinrich, GDE, Piett

Anschlüsse am Batteriekasten fur zb Einzeluberwachung

Startbeitrag von prensel am 16.02.2016 18:32

Hallo,

Heute bin ich angefangen meiner Einzeluberwachung zum installieren.
Dafür hab ich eine externe Batterie Anschlusse am Batteriekasten gemacht.



Ich nutze dafur der Molex MX150 automotive grade connectoren mit 1mm2 Draht nach jeder Batterieanschluss.



Die hintere kasten hat eine 12polige anschluss und ein eigenes controller und kommuniziert uber CAN-BUS mit der controller vom kasten vorne.
Ins auto habe ich eine einfaches 20*4 display die der Einzelwerte ausbildet.

Nächste schritt ist integration mit der Open Vehicle Monitoring System. Damit kann ich über GSM/Handy einiges schalten (zb StandHeizung anschalten) und verschiedene Werte auslesen wenn ich nicht in der nahe vom Peugeot bin.

Antworten:

Hallo,

hast du keine Sicherungen in die Leitungen gemacht?

Gruß
Gunther

von GDE - am 16.02.2016 18:42
Hallo Prensel,

deine Arbeiten für die Batterieüberwachung finde ich sehr interessant. Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen, weil mein Wagen immer noch kein Monitoring hat, obwohl ich vor einem Jahr auch schon mal begonnen hatte. Bisher ist es leider an fehlender Zeit gescheitert. Immerhin habe ich die Leitungen bereits verlegt und diese enden in einer Box im Innenraum.
Das OVMS hatte ich auch bereits im Visir, allerdings für unseren Zoe, denn der hat immerhin Canbus. Vielleicht kannst du ja mal beschreiben, wie du den Canbus aufsetzen möchtest.
Wie willst du denn die Software-Seite gestalten? Nimmst du eines der existierenden Projekte (z.B.für den Twizy) und passt es an? Ob man dann parallel zum Canbus des Batteriesystems auch die K-Line des Wagens auslesen kann?
Ich schon mal ein wenig in den Docs zum OVMS gelesen. Das klingt alles machbar, obwohl ich dazu bisher keine Praxis habe. Vielleicht wäre das mal einen Versuch wert.

Gruß
Piett

von Piett - am 16.02.2016 19:45
Hallo,

die Kabel sind ja doch dünn, die geben dann nach - könnte höchstens in ein Gehäuse schmelzen, das wär nicht gut.
Im Ernst auch der Stecker in automotive Ausführung ist ja schön aber da gehts normal nur um 12 Volt...

Ansonsten fallen mir die Beiträge des Kollegen positiv auf, versteht wohl was und macht auch was, viel Erfolg!

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 17.02.2016 08:34
Hi Paul,

sieht sehr gut aus.
Die Durchführung der Leitungen an der Seite des Batteriekastens und Verwendung eines Kabelsteckers ist ebenfalls eine gute Alternative zu den Buchsensockeln, montiert an der langen Seite des Batteriekastens (in Fahrtrichtung).
Ein Einbau von selbstrückstellenden Sicherungen (PTC) wäre trotzdem empfehlenswert, zumal sie nicht viel kosten, aber das Schadensrisiko an den Batterien enorm verringern.
Zudem muß man nicht jedesmal den Batteriekasten abbauen zwecks Sicherungstausch, wenn es doch mal zuviel Strom war.
Ehrlicherweise muß ich auch sagen, das die Dinger nicht unzerstörbar sind. Direkter Kurzschluss zwischen 2 Batteriepolen tötet sicherlich mindestens den PTC, da er "nur" 40-100A verträgt.
[www.reichelt.de]

von Thomas P106E/iOn - Berlin - am 17.02.2016 10:33
Zitat
Martin Heinrich

Im Ernst auch der Stecker in automotive Ausführung ist ja schön aber da gehts normal nur um 12 Volt...


Vom Molex MX150 datenblatt:

Isolation
Resistance
Apply a voltage of
500
VDC between
adjacent terminals and between terminals to
ground.


500V, ich glaube das reicht :-)

von prensel - am 17.02.2016 14:58
Zitat
Piett

Das OVMS hatte ich auch bereits im Visir, allerdings für unseren Zoe, denn der hat immerhin Canbus. Vielleicht kannst du ja mal beschreiben, wie du den Canbus aufsetzen möchtest.
Wie willst du denn die Software-Seite gestalten? Nimmst du eines der existierenden Projekte (z.B.für den Twizy) und passt es an? Ob man dann parallel zum Canbus des Batteriesystems auch die K-Line des Wagens auslesen kann?
Ich schon mal ein wenig in den Docs zum OVMS gelesen. Das klingt alles machbar, obwohl ich dazu bisher keine Praxis habe. Vielleicht wäre das mal einen Versuch wert.


Leider sind die OVMS v2 jetzt nicht mehr verfugbar, ich glaube ich hab einer der letzte module gekauft und er ist schon unterwegs nach mir. Wenn die neue OVMS v3 kommt ist nicht bekannt aber er kommt und soll backwards compatible sein.

Ich hab selber einer CANBUS software module/entwickelt und konnte damit jeder CANBUS datagram machen (wie ich das beim Vectrix auch mache).

Das einfachste ist der algemeines OBDII vom OVMS als startpunkt zu nehmen und das erweitern.
Schon wirds wenn ich genau wisse was in der Sagembox passiert, zb PWM signalen von rechner nach lader usw und das uber CANBUS nach OVMS melden. Ein anfang hab ich bereits damit gemacht.

Wenn jemand damit hilfen konnte dan gerne :-)



Gruss,

Paul

von prensel - am 17.02.2016 15:22
Hallo,

pack ihn gut ein damit er nicht nach einem Winter durch Salzwasser abgefault ist und mach Sicherungen rein gegen Abdampfen der Kabel:rolleyes:

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 18.02.2016 08:56
Über selbstrückstellende Sicherungen habe ich auch schon nachgedacht, hatte aber mehr die Hochvoltausführungen bis 240V gewählt, die eigentlich für Haushaltsgeräte gedacht sind, sieher hier das Angebot von ELV: Bourns Rückstellsicherung 240V


Nach ein Bild zu meiner Einzelüberwachung, hier am hinteren Batteriekasten das Berlingo schon mal angefangen. Noch enden die Kabel in einer herkömmlichen Anschlussbox. Direkt am Akkuanschluss ist je eine kleine 5A Sicherung, dann gehts per Kabel zur Box links. Zum gelegentlichen Nachmessen reichts, ein Anschluss nach innen und Überwachung ist geplant und in Arbeit. Für die Blocküberwachung baue ich gerade die Verbinder (links im Bild) um: ein Sicherungshalter und ein Widerstand rein plus Steckanschluss dran. Da soll dann das Kabel ran für die Leitung nach innen zur Spannungsüberwachung. Wenn soweit ist, kommt ein Bild hierher.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 18.02.2016 10:47
Hallo Roland,

warum die 240V Ausführung?
Die anstehende Maximalspannung (bei intakter Verkabelung, nicht bei geschmolzenem Kabelverhau!) ist maximal die Blockspannung (~9V), oder?

von Thomas P106E/iOn - Berlin - am 18.02.2016 12:45
Hallo Thomas,

Im Normalfall und bei intakter Verkabelung brauchen wir eigentlich keine Sicherung.
Na ja, eigentlich deshalb, weil Sicherungen im Fehlerfall schützen sollen. Und im Prinzip nicht gegen Spannungen sondern Überströme. Im Normalbetrieb ist die Spannung sicher nur die des SAFT Blockes. Im Fehlerfall kann an den Kabeln irgendeine Spannung dran liegen, und nur dadurch fließen dann die höheren Ströme. Kabel durchgescheuert, durchgebissen, durchgeschnitten oder korrodiert oder so. Und im schlimmsten Fall liegen dann einige dieser blanken Kabel an Masse oder am Nachbarn, z.B. am weit entferten spannungsmäßig, und dann funkt es.

Gebranntes Kind scheut das Feuer. In meinem alten, mittlerweile verkauftem AX war seinerzeit der Kabelstrang für die Einzelüberwachung so dumm mechanisch an der Ausleitung der Box verklemmt, dass er in der Fassung der Hauptstromsicherung oben am Batteriekasten zum Schmoren geführt hatte. Es hat eine Weile heftig gerochen, bis ich die Stelle gefunden hatte, mit der "immer der Nase nach Methode", oder wie wir sagten: "Es riecht nach Ampere". Du hattest selbst geschrieben: "nicht bei geschmolzenem Kabelverhau". Dann mußt Du ganz sicher sein, dass das nie passiert, auch dann nicht, wenn Du 21 (AX, SAXO, 106) oder 28 Kabel (Berlingo etc). nach vorne führst und dann kommen irgendwann in diesem Kaberverhau grad die falschen zusammen. Total verklemmt und trotzdem funkts, oder gerade deshalb. Zuviel Spannung halt.

Mit anderen Worten, rein aus Sicherheitsgründen dimensioniere ich Sicherungen gerne nach den höchstmöglichen Spannungen, die durch irgendwelche Fehler anliegen können. 120 Volt normal (180 V bei Überspannung) bei den AXen, Saxos und so, 162 V bei den Berlingos und so, die sogar bis über 240 Volt gehen können kurzzeitig bei Überspannung durch Reku, siehe anderen Forenbeitrag.

Und noch was: Die 240V Ausführungen sind - wenn überhaupt - unwesentlich größer und teurer. Was also spricht dagegen? Wenn überhaupt solche selbstrückstellenden Sicherungen geeignet sind, würde ich auf jeden Fall die 240V Ausführung nehmen. Die Frage ist, ob sie geeignet sind, also beim Kurzschluss zwischen Null und voller Spannung wirklich abschalten. Wenns in dem Kabelstrang nach vorne zur Mess- und Anzeigeeinheit passiert, wären ja immer zwei Sicherungen betroffen, die vom hin und die vom her-Kabel. Und wenn das Kabel nicht zu dick ist, ich denke mal 0,25qmm Querschnitt, dann steigen die Ströme sowieso nicht so stark an wegen Widerstand im Kabel. Allerdings: will man einzeln laden können, muss man dickere Kabel nehmen.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 18.02.2016 14:30
Ich habe einfach billige Flachsicherungen 15 Ampere mit relativ dicken und stabilen (1,5mm²) Einzelkabeln angeschlossen, um auch nachladen zu können. 120 Volt zieht 10 cm lange Lichtbögen, die nicht mehr verlöschen.
Trotzdem, es ist unwahrscheinlich, dass bei einem Kurzschluss eine höhere Spannung als 50 Volt anliegt. Der Leitungsdraht der Sicherungen ist 180 Grad im engen Rradius gebogen, das ergibt ein Magnetfeld, das den Lichtbogen nach außen treibt, der dann, meiner Erwartung nach, an Kunststoff prallt, sich abkühlt und verlöscht.
Wenn nicht, 112. Auf keinen Fall die vielen Leitungen durchs Auto führen! Anschlusskästen direkt an die Batteriekästen.

von Bernd Schlueter - am 20.02.2016 08:40
Oh Bernd,
Du hast selbst von den Gefahren eines Gleichstrom-Lichtbogens geschrieben - und dann nimmst Du bei 120 V DC eine Flachsicherung, wie sie für 12/24V spezifiziert ist?
Oh je!
Ich hatte das auch schon gemacht für meine Messleitung, ist gut gegangen. Allerdings mache ich es jetzt anders.
Im Verbinder (der an den Batteriekästen sitzt) ist eine 6,3x32er Sicherung mit Keramikkörper und Sandfüllung. Die ist immerhin mit 500 V spezifiziert. Danach noch einen kleinen Schutzwiderstand von 12 Ohm. Einen anderen Wert hatte ich gerade nicht zur Hand, aber 12 Ohm gehen schon. Dann herkömmliche Bananenbuchse für den Messanschluss.


Links der offene Verbinder, oben die Sicherung 6,3x32 und der Deckel des Verbinders, rechts daneben die Orginal-Citroen Sicherung mit den etwas kleineren Kontaktzungen.


Hier der zusammengebaute Verbinder mit Beschriftung.

An der Batteriebox oben im Motorraum (6 Säfte, 24V) habe ich einen Bluetooth Messgerät installiert, hier noch über herkömmliche Auto-Flachsicherungen.

Links die Sicherung, rechts der Verbinder. Die Messleitungen sind rausgeführt und gehen über Flachsicherungen an die Bluetooth Messeinheit (erhältlich z.B. bei ELV).
Und nochwas: Mit einem Android Smartphone und entsprecher App klappt die Anzeige der Spannung auch während der Fahrt recht problemlos.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 22.02.2016 21:58
Mein Gott! Bist Du vornehm. Hast wohl schon gedacht, dass die Welt bald untergeht? Also, bitte, wenn schon , denn schon mit dem 12-poligen Molex!
Nichts für ungut, solchen Unsinn muss ich unbedingt nachmachen!

von Bernd Schlueter - am 27.02.2016 14:23
Hallo Bernd,
knapp daneben, nix vornehm. Nur vorsichtig.
Damit die Welt nicht untergeht. Jedenfalls nicht meine Welt durch meinen Pfusch und DC-Lichtbogen.
Meine Vorsicht hat mich 17 Jahre Arbeit in Hochspannungslabors überleben lassen, da habe ich manchen Lichtbogen erlebt.
Und auch der Lichtbogen bei der Tour de Sol anno 1986 im Verkehrshaus Luzern, den ich mit "nur" 8A vom Solarmodul an einem 12V Bleiakku gezogen haben, ist mir noch in guter Erinnerung. Man vergisst es nicht, wenn bei sowas ein Bleiakku ein wenig explodiert und einem die Säurespritzer ins Gesicht und auf die Kleidung spritzen. Wie bereits erwähnt: daher lieber vorsichtig.

Molex für 240V DC. Nö, mach ich nicht. Ist mir zu windig. Also Unsinn doch lieber nicht nachmachen.
Ansonsten was denn nachmachen??? Na ja, Du machst das schon richtig. Bist ja ähnlich lange im Geschäft wie ich.

Nach Diskussionen über private Forennachricht habe ich aus dem umgebauten Verbinder den 12 Ohm Widerstand wieder rausgenommen.
Würde zwar einen möglichen Kurzschlussstrom auf 10 bis 20A reduzieren, stört aber auch beim Messen. Immerhin nimmt meine kleine Spannungsüberwachungsanzeige doch rund 10 mA auf, jedenfalls während der Messung. Will mal sehen, ob ich nach kurzer Messung eine lange Pause machen kann, also ob ich es soweit takten kann, dass zwar die Anzeige noch sichtbar ist, aber die Energieentnahme aus dem Akku deutlich reduziert wird. Dann könnte ich mir das Abschalten wegen "Akku leer saugen" sparen. Mit einer über die Zeit gemittelten Stromentnahme von 0,1 mA oder niedriger sollte der Akku lange Zeit überdauern können, vor allem, weil ich doch ab und zu fahre und lade.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 28.02.2016 10:09
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