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Elektroautos
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hotzi-47, tbecks, Denis Matt, Bernd Schlüter, R.M, Bernd Schlueter

Steckbrücken ( Fahrbatterien)

Startbeitrag von tbecks am 24.03.2016 17:16

Hallo!
Ich habe eine relativ einfache Frage. Hat es sinn alle Steckerbrücken ( Sicherungen) an de Fahrbatterien einmal zu reinigen
und dann mit Polfett ( für Batterie) die Kontaktstellen einzuschmieren ?

PS. Ich habe ein Robometer abzugeben ( gibt es oft in Norwegen).
Zeigt die Spannungsdifferenz zwischen den 6+3 Blöcken und dem 11 er Block.
Version 3. xxx ohne Ampermessung. Kann man in N nachbestellen. Einfach zu installieren.
Preisvorstellung 150 € + Versand nach D.

Kostet hier neu 350€

Info:
[elbilhjelpen.no]

[www.elbil.no]

VG.
Tbecks ( Norwegen).

Antworten:

Hallo Tbecks,

ich habe einmal recherchiert als das bei mir ein Thema war und ich habe diverse Leute gefragt ob und was für ein chemisches Mittel sie denn für zwischen die Kontakte empfehlen würden. Die meisten Leute haben mir gesagt, dass zwischen zwei stromführende Teile nichts gehöre, allenfalls eventuell etwas Kontaktspray.
Man sollte Schraubkontakte sauber reinigen, entfetten, zusammenschrauben und erst danach mit Polfett oder Silikonfett schützen. Ich persönlich habe nach dem zusammenschrauben und vor dem einfetten mit Polfett etwas WD40 rangesprüht. Besser das.als dass Wasser oder Silikon in die Ritzen kommt.

Das Polfett an der 12 V Boardbatterie verhindert erfolgreich, dass von der Batterie aufsteigende Säure die Kabel unter umständen komplett aboxidiert. Bei 12 V und vielen Ampere mag es wohl keine Rolle spielen ob da jetzt mal etwas Polfett zwischen die Kontakte kommt, aber wir wollen ja sauber arbeiten.

Bei unseren Hochvoltsicherungen hat es je zwei ovale Gummidichtungen. Diese kannst du zur Reinigung entfernen und anschliessend mit Silikonfett behandeln. Die Kontaktzungen selber sollten dann trocken bleiben und müssen nur bei Bedarf sauber gehalten werden.
Die Kontakte am Halter biege ich für bessere Andruckkraft mit einem kleinen isolierten Schraubenzieher von aussen gegen mitte. Achtung Spannung ! Ziehe vorher alle Brücken und Sicherungen und bearbeite dann nur einen Kontakt auf einmal.

von Denis Matt - am 24.03.2016 23:04
Hallo

Ich fülle überall Polfett rein bis nichts mehr rein geht. dann Brücken reinstecken und gut.

Gruß

Roman

von R.M - am 25.03.2016 09:04
Ich hatte ähnliche Probleme mit den Steckbrücken und Sicherungen an meinem Berlingo(s) und habe dann alle mal kontrolliert, gesäubert und eingesprüht.

Sie waren teilweise erschreckend schmutzig.


Ich habe mit Messing-Drahtbürste und 240er Schleifpapier oder auch nur mit Lappen sauber gemacht, dann mit Liqui-Tech eingesprüht.
Danach war das lästige "Zittern" der Messgeräte-Nadel am ECOMeter meines Berlingos fast weg. Es hatte also im Betrieb vorher wohl immer mal Kontaktprobleme gegeben - vermute ich daher rmal.

Auf Liqui-Tech hatte mich mal ein Tesla-Roadster Fahrer aus Erlangen aufmerksam gemacht, die Hersteller hatte ich dann auf der eRuda 2014 getroffen. Ist eher eine kleine Firma. Ich habe jetzt immer eine Dose im E-Auto zum Einsprühen der Schuko- oder CEE-blau Kontakte an eigenen und fremden Ladepunkten - wenn nötig, d.h. wenn ich Erwärmung beim Laden feststelle. Laden normal mit 3,2 kW, Erwärmung durch Handauflegen feststellen. Meist war nach dem Einsprühen Ruhe, d.h. keine nennenswerte Erwärmung mehr. Das Laden mit 3,2 kW und Schuko ist seitdem auch ohne Steckerwerwärmung möglich und gar kein Problem mehr.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 25.03.2016 10:03
OK, danke für die Info.

von tbecks - am 25.03.2016 16:46
Kontakt 61 ist schädlich, darauf möchte ich hinweisen. Es besteht aus einem Gebräu aus ätzenden und schützenden Substanzen, die nach einem Jahr alles schlimmer machen als es vorher war. Am besten mit einem Lappen und allerfeinstem Schleifmittel blank reiben und , wie gesagt Polfett oder mit reiner Vaseline dick gegen Feuchte schützen. Ist die Kontaktoberfläche angefressen, wird es schwierig, dann bleibt ja oft keine andere Lösung, als dass diese samt allem, was lose sitzt, weggeschliffen wird. Noch habe ich die originale grünePaste in allen Steckbrücken, aber der misstraue ich inzwischen, denn die wird langsam von sich auflösendem Kupfer grüner, als sie ursprünglich war.
Trotzdem, mit einem Lappen hart abreifen und einfetten hat bisher nicht geschadet. Wenn es schmort, dann bilden sich aus dem Fett statt gesättigten ungesättigte Fettsäuren, die Wasser anziehen und im schlimmsten Fall schnell die Kontakte zerstören.
Bei den kleinen Stecksicherungen bin ich besonders vorsichtig, weil die oft aus Stahlblech bestehenden, mit einer Schutzoberfläche überzogenen Kontaktbleche eine zähe Isolierschicht bekommen haben, die sehr schwer zu entfernen sind.
Da muss man dann einen Kompromiss eingehen mit möglicht Nicht-Anrühren und Aufarbeiten. Ob Liquitech schonender ist?? Mit allen Arten von Kontaktmultifunktionssprays habe ich auf längere Sicht nur schlechte Erfahrungen gemacht. Hält eine Zeit, aber dann geht es richtig los.
Seit meiner Ladekorrektur beobachte ich viel häufigeres "Rucken", etwa 3 mal auf 100km. Das ist zu oft und erhöht das Wiederauftreten des "Motortodmodus".
Hervorgerufen wahrschienlich durch ultrakurze Störimpulse, die den Rechner kurz oder selten lang abstürzen lassen. Die 1/3 Sekunde Rucken entstehen durch das Hauptrelais, das brav abfällt und wartet, bis alles wieder in Reihe (der auch nicht!!!) ist und wieder einschaltet. Da sind dann noch die zwei Statorfeldrelais, die alleine einen kompletten Kurzschluss auslösen können. Was die dabei machen, weiß ich nicht.

von Bernd Schlueter - am 18.04.2016 07:02
Wie in einem anderen Beitrag schon geschrieben:
Alle Hochstromverbindungen, also alles an den Akkukästen und in der SAGEM kontrollieren und evtl. nachziehen.
Schreibe ich aus leidevoller eigener Erfahrung.

..... und dann hier schreiben, obs besser geworden ist.

Gruss, Roland
wünsche gute Besserung.

von Hotzi-47 - am 21.04.2016 10:34
... und nochwas wird schon mal vergessen:
Die 12V Bordbatterie kann auch Ärger machen, wenn hier durch schlechte Kontakte mal kleine Aussetzer auftreten.
Ich würde es sicherheitshalber immer mal wieder kontrollieren und gegebenenfalls festziehen.
Das gilt für die Verbindungen am Akku selbst und natürlich auch innerhalb der SAGEM Box.

Ich hatte das vor vielen Jahren mal in einem Verbrenner-Auto. Damals konnte sich auch niemand die Aussetzer und Ruckler beim Fahren erklären. Bis wir es durch glückliche Umstände mal fanden, dann war der Ärger vorbei.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 22.04.2016 13:11
Mh, ich glaubte bisher immer der Kontakt 60 sei der scharfe und der Kontakt 61 der milde (nur das Öl) wie WD40 etc.
Das ganze ist kontrovers, wenn Wasser oder Kondenswasser sein Unwesen treiben kann ist mir ein mildes Öl dann doch noch lieber. Gerade für so robuste Kontakte mit vielen Ampere sollte es kein Problem sein. Kondenswasser oder Kalter Nebel vom Wetter draussen kann schon auch auftreten das ist schon einThema obschon man es gerne vergisst.
In anlehnung an die wertvollen Tipps von Emobile hier nochmals die Anleitung zum Zündschlöss, darüber läuft vieles und vielleicht bedürfen auch diese Kontakte einmal einer Reinigung. Grade da, wer ohne Aufwand wieder flott kriegen will Sprayt von aussen etwas Kontaltspray rein. Dann ist der Fehler vielleicht gefunden. Wenn man es dann zerlegt, kann man es dann immer noch reinigen und Kontaktfett an die Kontakte tun.

[21639.foren.mysnip.de]


Noch schnell zusammengefasst was ich jeweils mache (ob das jetzt richtig ist wird sich zeigen):

- Bei fixen Schraubkontakten: Mit Alkohol (der rückstandsfrei verdundtet, zB Bremsenteilereiniger aus der Sprühdose) die Kontakte reinigen, zusammenschrauben und danach Silikonfett dranschmieren.

- Bei Schalttkontakten: Kopntaktspray für auf die Schnelle oder Kontaktfett. Nicht irgend eines, sondern das teure in der kleinen Spritze für Elektroniker.

Elektronikplatinen, Goldsteckverbinder und Kabelstecker in der Sagembox behandle ich nicht mit Kontaktspray, nur entfetten. Die Sagenbox ist ja unsere gute Stube, trocken und immer schön geheizt. Ich hatte da zu den Anschlüssen rauf ein 5mm Loch gebohrt, damit sich eventuelle feuchte Luft langsam austrocknen kann.

von Denis Matt - am 23.04.2016 15:52
Ja, Konzakt 60 ist das ätzende. 61 soll die dadurch entstandenen Schäden mildern. Meine Kontakte haben überhaupt nichts gegen Öl und Fett, wenn es nicht gerade sonnenöl oder Pommesfett ist. Vaseline gibts bei DM und so.

von Bernd Schlüter - am 30.05.2016 17:06
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