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Elektroautos
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Christian_B, Denis Matt, 106e, prensel

Antriebswelle

Startbeitrag von Christian_B am 19.08.2016 08:17

Hallo zusammen,

kaum freue ich mich über den erfolgreichen Li-Umbau ereilt mich das nächste Ungemach: eine Antriebswelle (rechts) macht typische Geräusche (klack, klong).

Frage: die Antriebswellen sind mit Sicherheit nicht identisch mit den Verbrennern, oder ? Kann da jemand Auskunft geben ?

Viele Grüsse, Christian

Antworten:

Hallo Christian,

selbiges bei mir, jedoch links. Ich vermute es hängt mit dem fehlenden Gewicht zusammen.

Lass mich mal kurz schildern wie es mir ergangen ist:
Umbau auf Lithium, dann ca 1 Monat lang gefahren. Neue Bremsen eingebaut, Kontrolle. Vor der Kontrolle noch den Wagen aufgeräumt und dabei unnötige Sachen rausgenommen. Dann immer nach längerer Fahrt beginnendes Geräusch geschätzte 4 mal toc toc toc toc pro Umdrehung. Da es die Bremsen nicht sein konnten da neu, habe ich das Radlager getauscht. Geräusch viel stärker, ich bin nur noch nach Hause geschlichen. Vorher trat das Geräusch nur selten auf, deshalb Fehlersuche schwierig. Deshalb dann auch der Verdacht auf defekt der Antriebswelle mit ihren 4 kant Gelenken. Wenn ich im "Leerlauf" das heisst bei ausgeschalteter Zündung und gelöster Handbremse den Wagen ein kurzes Stück von Hand schob und gleichzeitig die Hand auf die Gelenkwelle legte, merkte ich dass diese hüpfte, ca 1 bis 2mm.
Also Gelenkwelle raus, zum Testen eingesandt. Dann hiess es sie sei noch in Ordnung.
Grübel..., es wird doch nicht etwa das Getriebe sein ?
Dann die Gelenkwelle nochmals selber untersucht und merkwürdiges festgestellt. Immer wenn sie ganz ausgezogen ist (die Feder in der Längenausgleichsbuchse drückt die Welle ganz nach aussen) ist die Rundumbewegung eingeschränkt, es hakt und sie lässt sich nicht frei bewegen !?!
Da alles noch nicht wieder zusammengebaut ist werde ich den Versuch den Wagen vorne mit Gewicht zu belasten dieses Wochenende machen und berichten

Ich würde so mal nicht mehr fahren, tu mal vorne Gewicht rein, und / oder noch einen Beifahrer und schau ob das Geräusch verschwindet.
Es drückt dann nämlich das Rad wieder nach oben in seine ursprüngliche Position und die Welle wird wieder in die Längenausgleichsbuchse zurückgedrückt. Ebenso wenn du auf die Bremse trittst, da war bei mir das Geräusch schlagartig für einen Moment weg. Dafür zieht es den Wagen beim Beschleunigen vorne hoch, vorallem wenn du jetzt Akkus hast welche ordentlich Leistung bringen.

Es ist mir zwar schleierhaft wie ein Auto, welches für seine extra grossen Federwege und seine weiche Radaufhängig bekannt ist, da ans Limit kommen kann. Das würde ja heissen dass es bei jeder grösseren Bodenwelle ebenfalls clacken müsste weil der Längenausgleich offenbar zu kurz ist ?

von Denis Matt - am 19.08.2016 20:59
Hallo Denis,

danke für Deine Informationen, geteiltes Leid ist halbes Leid.... :)

Ich bin heute auf die Hebebühne gegangen und habe nach Auffälligkeiten an den beiden Wellen gesucht - nichts zu finden. Das Spiel ist in normalen Grenzen, es ist keinerlei Unregelmässigkeit zu fühlen oder zu hören beim Drehen von Hand (und da ist immerhin das Rad komplett ausgefedert). Scheint sich bei mir also nicht um ein Problem der Antriebswelle zu handeln.

Dann hatte ich noch die Momentenabstützung bzw. die Motoraufhängung allgemein im Verdacht und habe dort an allen zugänglichen Stellen mit möglichst grosser Kraft und Hebelarm versucht Spiel zu identifizieren. Habe nichts finden können, allerdings habe ich das Blech unter der Abstützung nicht abgeschraubt und konnte also keinen vollen Zugang kriegen.

Danach wieder auf die Strasse: erstmal für ein paar hundert Meter nichts, dann aber wieder ein "Klong", aber nur einmal. Ab dann war (und ist) es ein eindeutiges Lastwechsel-"Klong", jeweils nur einmal. Am Besten zu reproduzieren, wenn ich erst kräftig bremse, kurz rolle und dann wieder beschleunige. Habe mit mehreren Geschwindigkeiten rumprobiert, beim Dahinrollen mit 30 km/h kann ich ein mehrfaches, regelmässiges "Klong" erzeugen, da scheint sich das Spiel in der Aufhängung gerade so mit dem Drehmoment in der Waage zu halten und es "klongt" hin und her.

Werde also nächstes Wochenende mich der Motoraufhängung widmen. Bin froh, dass es wohl wenigstens nicht die Wellen sind.

Viele Grüsse, Christian

P.S.: habe noch die Gelegenheit genutzt und die Kohlenabdeckung aufgemacht und mit Druckluft ausgeblasen. War viel Kohlenstaub drin. Mein Kollektor sieht nicht 1A aus, aber m.E. noch nicht überholungsreif.

von Christian_B - am 20.08.2016 12:13
Bei mir war es auch erst mal ein 'klong'
Spater ist das ganze blechteil ausgebrochen...

[21639.foren.mysnip.de]

von prensel - am 20.08.2016 13:12
Oh je, danke für den Hinweis. Genau an dem Bereich habe ich aber zumindest optisch nichts sehen können. Werde trotzdem nächstes Wochenende mal demontieren, kann ja fast nichts anderes mehr sein.

Viele Grüsse, Christian

von Christian_B - am 20.08.2016 13:20
Hallo, also temporäre Geräusche hatte ich auch nach der Tieferlegung meines Peugeot 106ers. Da ich andere Felgen/Reifen fahre mit welchem das Fahrzeug ca. 1,3 cm höher liegt und ich das Fahrzeug etwas straffer und tiefer haben wollte, musste was beim Fahrwerk getan werden. Eingebaut habe ich einen ~19,5 mm Stabi vorne (original 106er XSI glaub ich) und H&R Federn 29786. War ziemlich langwierig, da passende Federn zu finden, jedoch wird das ganze mit reduziertem Fahrgewicht immer einfacher. Fahrzeug fährt sich jetzt deutlich besser, Komfort ausreichend vorhanden und weit weniger Rollbewegung. ( Hinterachse kommt vll. nächstes Jahr)

Jedenfalls war nach der Tieferlegung ( Motor Unterkante jetzt ca. 12,5cm ) ebenfalls Geräusche wahrnehmbar, jedoch nicht das typische Antriebswellenklackern (Kenne ich zu gut von meinem ex 306er) sondern eher ein tieferes Brummen (das allerdings bei rund 90km/h, kommt also doch hin mit der Frequenz) . Das auch nur nach rund 10 bis 15 min Fahrt und leicht abhängig vom Lenkwinkel. Da habe ich sofort an die Antriebswellen gedacht, und ob diese für meine Tieferlegung nicht zu lang sind. Jedenfalls war ich kurz davor, mir Antriebswellen zu kaufen (nur elektro Variante passend, soweit ich weiß). Da habe ich normals den Winkel der Antriebswellen beobachtet, bei meiner Tieferlegung stehen die Antriebswellen bereits aufsteigend Richtung Rad, also kann es das nicht sein. Nach rund 2 Wochen Fahrt sind die Geräusche verschwunden, ich gehe davon aus, dass sich durch die andere Laufposition im Tripodgelenk die Antriebswelle "einlaufen" musste.

Dass die Antriebswelle nun zu kurz ist würde ich ausschließen, da die maximale Länge durch den Dämpfer begrenzt ist und da sollte der Längsausgleich hoffentlich doch noch funktionieren.

Aber wie gesagt, die Geräusche war kein typisches Antriebswellen Geklackere.
Wieviel weniger Gewicht ist Vorne/Hinten? Um wieviel steht das Auto höher? Andere Federn sind spotbillig für den 106er...

Das Klong bei Lastwechsel hatte ich auch, war eine defekte Motorhalterung. War echt lästig und gut hörbar, bei rund 30 konnte ich ebenfalls eine Klong Anregung erzielen.

Gruß

Markus

von 106e - am 20.08.2016 14:37
Kann es sein, dass der Motor an den Akkukasten schlägt ? Vielleicht kannst du das klong einmal mit dem Handy aufnehmen ?

Das mit dem Geräusch bei Lastwechsel passt schon, ich hatte als ich probleme mit dem Motorstützlager hatte auch Geräusche bei langsamen Geschwindigkeiten und Gaspedal am Übergang Gasgeben-Reku.

von Denis Matt - am 26.08.2016 17:46
Hallo Denis,

Motor an Akkukasten glaube ich ausschliessen zu können, es klänge anders und genug Abstand ist da auch. Zwischendurch hatte ich jetzt mal 30km ohne Klong (siehe hier), da scheint sich was verkeilt zu haben. Habe das genutzt um den Antriebswellen in allen Betriebsarten auf den Zahn zu fühlen -- > die sind kerngesund.

Habe das Ersatzteil für die Momentenabstützung da, hoffe es am kommenden Wochenende wechseln zu können und melde dann, ob's das war.

Viele Grüsse, Christian

von Christian_B - am 29.08.2016 19:26
Soo, also heute endlich mal Zeit gefunden die Sachen wieder zusammenzubauen. Und: Das Geräusch ist weg !!!
Ja, ich hatte ja nach und nach alles was mit dem Antrieb vorne links zu tun hat ausgebaut, geprüft und für gut befunden. So ist es logisch dass es nun ohne Probleme läuft.
Eine Vermutung habe ich allerdings schon: Die letzte Aktion welche ich kurz vor dem ersten Auftreten des Geräuschs gemacht hatte war ein Radwechsel. Es kann sein dass der Bremssattel (mit den neuen hohen Klötzen und der neuen dicken Bremsscheibe) ganz am äusseren Bereich war und die Felge streifte (?) Ich fand zwar nirgends Spuren.
Das einzige was mir sonst noch in den Sinn kommt ist, dass der Bremssattel nich schön auf den Führungen lief und ich ihn gängig machen musste. Das könne ein Grund sein, sagte mir mein Mechaniker, dadurch werde die Bremsscheibe in eine Richtung gezogen und dann könnten zu lange Radschrauben streifen.
Ich werde es beobachten, vielleicht taucht das Geräusch wieder auf.

Dafür habe ich heute auf der Probefahrt das erste mal ein fettes Klong gehört, oder besser ein "Togg". Keine Ahnung was das jetzt war. Es wird sich zeigen.

Ah ja: Was ich oben geschrieben habe, meine Vermutungen mit zu kurzen Längenausgleichswegen bei anderer Radposition haben sich nicht bestätigt, es ist diesbezüglich alles in Ordnung mit der Geometrie. Einen Moment lang dachte ich es sei bei der Übertragung der Masse und der Teile vom Verbrenner AX auf den Elektro ein Fehler passiert der nie bemerkt wurde. Oder es wurde eine falsche Welle eingebaut.

von Denis Matt - am 30.08.2016 20:46
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