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Elektroautos
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Denis Matt, Hotzi-47, marwerno, DeLike, Andi aus Bad Essen, R.M

Böse Anzeichen...

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 24.09.2016 06:46

Keinerlei Anzeichen, aber Routinekontrolle:

E105-Kohlen, original, alle vier offensichtlich von unterschiedlicher Qualität , die unterste noch ca 15mm Länge, zwei bis auf die Kupferdrähte abgefahren, die dritte auch noch nicht. haben, im Gegensatz zu den Vorgängern, andere von Citroen,, die 56.000km hehalten haben, immer ein Rattergeräusch verursacht und sind nach nun 14000km total herunter und die Zwei haben meinen Kommutator ruiniert. also, zwei Streifen mit Rauigkeit gefräst.
Schunk heißt also nicht immer, Qualität.
Jetzt habe ich die dritten, Schunk steht in gerader Schrift, ohne die Schunk-Kreise drauf , "E105" ebenso und keine Abnutzungsstrich. Von Boosbach geliefert für 115 Euro.
Ohne die Anfräsung zwischen den Anschlüssen! Sind die echt? Ich werde mal alle an Schunk einsenden. Gleich werde ich schauen, was meine Kommutatorschleifaktion gebracht hat, wenn ich 100km gefahren bin.

Ein Unglück kommt selten allein. ich lade, und die Anzeige geht, obwohl ich eine stunde über der Zeit bin, nicht über 95%, obwohl geladen wird. Für die 75km gleich wird es nicht ausreichen und ich fürchte das Schlimmste. (Nicad)

Antworten:

Nach ca 200km kontrolliert: die Riefen schleifen sich nicht ein, auch die neuen E105 rattern. das wird nichts. Was tun? Gero fragen... Das Akkuproblem könnte sich selbst gegeben haben: Ich erinnere mich, dass der TÜV-Mann die Batterieschnellklemme plötzlich in der Hand hatte. Das gab wohl einen Reset mit Ladekontrollverstellung, die sich bekanntlich bei mehrfachem Laden und Entladen selbst korrigiert. Steht jetzt bei Volladung exakt auf 100%.
Mmmh, die Bäcker-Schüren-Brötchen in Hilden schmecken wirklich besser, vor allem, wenn von der Solaranlage, wie heute, über 77kW purzeln. Klar, fährt die 40-Mann-Belegschaft elektrisch. Nachts , um 2 Uhr wird gebacken. Tagsüber wird geladen.

von Bernd Schlueter - am 24.09.2016 22:59
Ursache herausfinden, zu wenig Anpressdruck ? Wegen der Riefen scheinst du einen "Kohlefresser" Kollektor zu haben. Also die Riefen schon vorher vorhanden ? Vielleicht deshalb stehenbleiben auf der Autobahn, also gerade dann wenn der viele Strom dringend auf den Kollektor sollte und dies bei hoher Geschwindigkeit. Deshalb hohe Spannungsspitzen und Absturz, resp. Notabschaltung ?
Vielleicht sind Riefen dieselbe Ursache weshalb viele regelmässig ihren "Kohlekasten" ausblasen müssen. Wie siehts denn diesbezüglich bei dir aus, viel Kohlenstaub ? Und hat es mal geruckelt ?

Meine Idee war mal verschieden feine Schleif- und Poliersteine in Kohlengrösse zu besorgen, vorne mit dem richtigen Radius eingesattelt. Dann der Reihe nach von grob nach fein in den untersten Kohleschacht eingesetzt und am aufgebockten Rad von Hand ein paar Umdrehungen gemacht. Zumindest um die vorstehenden Riefen wegzunehmen. Es müsste aber schon gut gemacht werden, sonst mehr Schaden als Nutzen. Der Schleifstaub müsste auch sauber wieder raus.

von Denis Matt - am 25.09.2016 01:28
Bernd, ich weiss nicht ob deine vielen Resetversuche wirklich die Lösung sind. Wenn du immer wieder Störungen hast, wäre es gut der Ursache auf den Grund zu gehen. Der Rechner läuft besser je länger er ohne Reset die Ah zählen kann. Dann renkt sich das mit der % Anzeige wieder ein. Nicht ganz zwar, ich vermute weil nicht berücksichtigt wurde dass sich mit dem altern Innenwiderstand und Kapazität stark verändern.

von Denis Matt - am 25.09.2016 01:35
Nein, die Kapazitätsanzeige läuft ohne jede Beanstandung. Ich hatte nur vergessen, dass der TÜV-Prüfer an der 12-Voltbatterie gerüttelt hatte und sich die Schnellanschlussklemme gelöst hatte. Das war die Störung, hat sich gestern selbst wieder beim Sonnenstromtanken richtig justiert. Die Superkapazitätsanzeige ist mit ein Grund, warum ich nicht auf Lithium umgestiegen bin. Aber der Kommutator ist unrund geworden. und die sehr leichten Kupferriefen sind nicht geringer geworden,trotz Schleifen mit 1200er Körnung. Ich werde es so machen, wie Du vorschlägst und berichten. Die Kohlen sind und waren immer leichtgängig.
Gestern entdeckt:der Anlauf der Vakuumpumpe löst manchmal den Abfall des Hauptrelais aus. Ist also störimpulsempfindlich.
Eine heiße Batterieklemme habe ich bisher nicht entdeckt, aber die Sicherungen auf der Wagenunterseite sehen nicht gut aus. Vaseline bekommen die, dank Rolands Tip.

von Bernd Schlueter - am 25.09.2016 07:49
Aha ! Jetzt hast du einen Hinweis. Nur der Vakumpumpe die Schuld in die Schuhe zu schieben wäre zu einfach, schliesslich laufen andere gleiche Autos auch mit derselben Pumpe. Also nimmst du mal eine neue 12 V Batterie oder misst bei deiner jetzigen den Innenwiderstand.
Versuche machen mit LED an Akku, dann schauen wie stark sie ausgeht wenn Pumpe einschaltet.
Ich habe schon lange einen dicken (8cm Durchmesser) Elko parallel zur Batterie. Eigentlich unnötig wenn die Batterie noch gut ist. Aber man weiss ja nie. Vielleicht findest du in der Bastelkiste oder auf dem Flohmarkt einen 12 Boost Kondensator 1..2 Farad, welcher für 12V Auto Audioverstärker gebraucht werden. Es gibt aber da leider auch billige imitate welche nichts bringen.
Und sonst der Plus und Minus Verkabelung nachgehen. Nur mit Kontaktfett besprühen nützt momentan nicht viel, vielleicht musst du schauen dass die oxidierten Kupferlitzen wieder blank werden. Wenn kürzen und neu abisolieren nichts brachte, hatte ich auch schon die Litzen einzeln poliert, mit einem grünen Pfannenschwamm

von Denis Matt - am 25.09.2016 08:44
Dein Rat ist mir Befehl. Was ist ein grüner Pfannenschwamm? Klar, Fett erst nachher, zum Schutz. Von der alten grünen Füllung ist nichts mehr übrig. Ich habe noch einen neuen 12 Voltakku, mit dem werde ich testen. Super, danke.

von Bernd Schlueter - am 25.09.2016 17:46
Tja, wenn einem nie was anbrennt beim Kochen kennt man es halt nicht:

[3.imimg.com]

Für technische Zwecke trocken benutzen. Es gibt sie auch als qualitativ hochwertige Pads für die Industrie. Man kommt da gut in Ecken rein usw.
Stahlwolle ist ja generell verboten, das gibt diese kleinsten Drähtchen die abbrechen und schöne Feuerchen machen...

von Denis Matt - am 26.09.2016 07:28
Ich habe eine Ratterkiste, die die Kohlen verschleißt. Eine Unrundheit pro Umdrehung auf dem Kommutator, das ist sicher. Die Riefen sind durch die in die Kohlen eingelassenen Kupferdrähte entstanden, die müssen ordentlich gefeert haben. Die unterste , kontrollierte Kohle ist noch weit vom Verschleißstrich entfernt. da hat mir jemand drei total andere Kohlen zugepackt, die nie einen Kontrollstrich besaßen. Habe ich leider nicht ernst genug genommen.
War ein geschenkter Gaul aus dem Hause Schunk. Kommutator muss wohl raus und geschliffen werden.

von Bernd Schlueter - am 08.11.2016 15:11
Das mit den Kohlen hört sich nicht gut an.
Ich habe meine von hier:
[www.stueber-automobile.de]ör/
Wobei ich auch schon länger nicht mehr kontrolliert habe... Steht zumindest "Original" dran. Vielleicht hilft das ja :-)
Ansonsten viel Glück mit der Reparatur.

Kurze Frage:
Wieviel Gesamtkilometer hast Du auf Deiner Kiste?
Wie alt sind die Akkus? (Du scheinst ja noch mindestens 75km weit zu kommen).
Welche Topografie und Fahrweise?

Mein 1996er 106er kann aktuell (bei 0-10 Grad) gerade mal noch 30-40km. OK, ist auch sehr bergig bei uns hier und ich habe eine Elektroheizung nachgerüstet, aber die Akkus scheinen aktuell wesentlich mehr in die Knie zu gehen... Und das obwohl in den hinteren Kästen Akkus von 2005 drin sind und das Auto gerade mal rund 50000km drauf hat. Da sollte doch noch mehr drin sein. Ich denke immer noch der Verkäufer hat mich gelinkt... (Akkus von anderem Fahrzeug mit mehr km? Vordere Akkus (hatte ich noch nie offen) hinüber/ schlechte Serie?)
Letztes Jahr im Sommer bin ich noch über 65km weit gekommen... (dann Verlies mich der Mut, nicht die Akkukraft ;-)
Vielleicht haben die Akkus ja auch einfach nur eine Altersbegrenzung, nicht nur auf die Leistung??

von marwerno - am 08.11.2016 20:34
Zitat
Bernd Schlueter
Eine heiße Batterieklemme habe ich bisher nicht entdeckt, aber die Sicherungen auf der Wagenunterseite sehen nicht gut aus.


Eine Frage zu diesem Detail:
Kennt jemand jemand oder eine Firma oder eine andere Möglichkeit, die Kontaktzungen der Verbinder und Sicherungen wieder neu zu versilbern oder versilbern zu lassen.
Versilbern nicht im Sinne von Verkaufen, sondern tatsächlich die Silber-Kontaktschicht verbessern. Am besten mit Hartsilber.

Ich hatte einige Verbinder mal wieder kontrolliert, und sie sahen nicht wirklich gut aus.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 08.11.2016 22:48
Fünf Akkus sind nicht mehr die alten von 2000. Der saxo (Bj 1998) hatte von Anfang an einen Fehler in der Ladersteuerung und ludt unendlich lange, also die Akkus kaputt. Das haben die bei Citroen hier nicht auf die Reihe bekommen und dann stand das Auto mit 26.000km auf dem Schrottplatz, wo ich es mir holte und in Gang setzte. Nur war ich nicht konsequent genug und überludt weiterhin gelegentlich. Dann einmal eingeschlafen beim Laden und stundenlang überladen: die fünf Akkus kaputt, die ich durch leider schlechtere ersetzte(bei ca 60.000km) Statt gut 90 km, bei sparsamer Fahrweise über 100 km jetzt nur noch 75 km, bei vorsichtiger Fahrweise 85km Reichweite, bei Kälte natürlich weniger. Kohlen, die noch mindestens 10.00km gehalten hätten, ebenfalls ersetzt durch fabrikmäßig schadhafte von Schunk, alle vier Kohlen völlig unterschiedlich im Abrieb, der schon nach 2000km 10mm betrug eine einzige Kohle nutzte nur normal ab, wie ich jetzt fand beim dritten Kohlensatz bei 70.000km. Aber die rattern eben auf der holprig gewordenen Kommutatorpiste mit einer tiefer liegenden Lamelle.
Ich lade jetzt streng mit Zeituhr, das tut den Akkus richtig gut und vermeise jede Überladung. Aber sie sind ungleich, das ist ein Unding und geht nicht lange gut. Bei 25% kommt etwa die gelbe Lampe, wenn die schwachen Akkus in die Knie gehen. Dann fahre ich nicht mehr weiter und es wird sofort geladen. Umpolen zerstört die Akkus.
Ich fahre fast nur Autobahn, dauernd 85, wie die LKWs verlangen, das heißt 30 bis 60 km Autobahn und 10km Straße mit Stadtverkehr. Roter Bereich nur kurz, um auf der Autobahn einzufädeln, sonst nie, also nur 10 Sekunden pro Ladung.
Laden möglichst erst unter 50% vollen Akkus. Normal fahre ich genau berechnet, bis die gelbe Lampe kommt oder kurz davor steht. Wie die Vertiefung entstanden ist, verstehe ich nicht, ich vermute, eine Lamelle wurde heiß und hat sich eingeschmolzen? Zu sehen ist nichts außer der leichte Höhenunterschied. Klar, die beiden recht glatten Riefen von den Kupferlitzen.
Meist glatte , ebene Autobahn, aber ca 10% extrem steile Anstiege, Autobahn 5 bis 6% und steile Straße mit 10 bis 14% , im Bergischen. Dann, weil Akkuende, Fußgängergeschwindigkeit. Oben angekommen, gelb und völlig leer, dann 140 Meter abwärts mit Reku, anschließend wieder 60 gut Meter hoch, was rein mit der Rekuladung zuverlässig funktioniert. Fußgängertempo, wieder 14%, sogar auf 50 Meter etwas mehr. Gelb geht nicht an, weil die frisch zurückgeladene Energie wohl sehr gerne von den Akkus zurückgegeben wird. Funktioniert im Winter nicht mehr ohne Zwischenladung, da 82km.

von Bernd Schlueter - am 08.11.2016 23:20
Hallo Bernd,
erneut herzlichen Glückwunsch, wie Du ein von Citroen aufgegebenes Schrottauto wiederbeleben und nutzen konntest.
Den Rat, die Akkus schonend zu laden, will ich gerne beherzigen.
Aber die Lösungen mit optisch-manueller Überwachung und Eingreifen und auch die Lösung mit der Zeitschaltuhr können mich nicht überzeugen. Jedenfalls nicht auf Dauer.

Gibts von Dir oder anderen nicht endlich eine bessere und automatisierte Lösung?
Entweder eingebaut ins Fahrzeug oder per Abschaltung in einer externen Schaltung. Ich würde sogar die Notlösung akzeptieren und in die Ladeleitung eine Art eigene ICCB einbauen, also eine eigene "In-Cable-Control-Box" mit Messtechnik und Überwachung-Abschaltung.

Sorry, das Thema hatten wir schon so oft. Aber eine echte und nachbaubare Lösung habe ich trotz erneuter Suche nicht entdecken können.
Natürlich könnte ich es selber mal probieren, aber es gibt das Prioritätenproblem. Die Warteschlange ist noch lang...

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 09.11.2016 09:03
Naja,

ich habe mir mal überlegt die Stromleitungen (230V) in das Fahrzeug zu legen. Den Kasten (mit DIN schiene dazu) habe ich schon, auch das Zeitmodul. Ein 5-adriges Kabel ebenso (3-adrig rein ins auto und dann wieder raus zur Sagem box).
OK, heute würde ich dazu eher nur das Unterbrecherkabel beim Ladestecker nehmen und unterbrechen. Das Zeitmodul kann ja auch mit 12V betrieben werden und trotzdem die 230V schalten...
Dazwischen einfach ein Zeitbaustein den man auf die längste Zeit einstellt welche man laden möchte (fix). Das behebt zumindest mal bei normaler Ladung das Problem der Überladung.





Aber aktuell (da geringe Reichweite und noch ein paar Sachen zum richten, überlege ich mir eher mein Auto zu verkaufen. Vorallem: Nächsten Jahr zieht mein Arbeitgeber um und mir reicht es dann nicht mehr in das Geschäft :-(
(Und meiner Frau ist das Auto schon länger ein Dorn im Auge -> "Zeitverlust" (Ich nenne es dazulernen ;-) )
Braucht jemand ein 106er mit viel potential :-) hat nur knapp 50000 auf dem Buckel.

von marwerno - am 09.11.2016 21:24
Hast Du bei Schunk schon was erreicht ?
ICh habe nach dem Tausch auch die Schunk 105 ohne Einfräsung eingebaut.
Wüsste gerne, was Schunk dazu sagt

von Andi aus Bad Essen - am 10.11.2016 13:27
Hallo

Die Lösung ist die Version 3.5 der Sagem Box, die überlädt nur 1,5h und bei jeder 10 ten Ladung 3h. Die Kapazität der Akkus sollte aber um nicht mehr als 7 % differieren

Gruß

Roman

von R.M - am 10.11.2016 23:31
Bei mir laut ReLight2010 Version 3.2 - lädt 1,5h mit 3,5A (+10Ah Überladung laut ReLight2010) und jede 10te Ladung 3h mit 3,5A (+20Ah). Habe ich vermutlich anderen Software Version?

Gruß,

Alexander

von DeLike - am 11.11.2016 17:22
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