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Elektroautos
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Monaten, 4 Wochen
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Bernd Schlueter, DeLike, Hotzi-47, E106E, Ewald, prensel

Zitronen bei mobile.de

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 19.10.2016 14:04

Das Hochwasser des Inns hat einige Citroen Berlingos nach Wasserburg geschwemmt. Praktisch neu, für 18490Euro. Die sind alle vom Zebra gebissen worden, sprich, sie besitzen eine 205 kg schwere Natriumchloridbatterie. Kann mir jemand sagen, was davon zu halten ist? Soviel ich weiß, sind die Batterien doch ziemlich warm. Braucht man da keine Heizung? Kochsalz ist doch ziemlich billig, 34 Cent bei Edeka das Kilo.
Die Zebras kommen

Antworten:

Na der Wasserburger Weinberg traut sich was, die zu den Preisen anzubieten.
Dafür bekommt man einen praktische nagelneuen Berlingo mit Li-Akkus von 10/2015. Würde ich immer vorziehen. Wär doch auch was für Dich, Du hattest doch mit den Citroen Sonderangeboten geliebäugelt.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 19.10.2016 15:44
Ja, der hiesige Zitronenhändler hat gerade angerufen und mir die Preise verkündet: 27.000 kostet die nackte zweisitzige Karosse einschließlich MWSt und Batterie, alleine diebatterie 6400. Also 5000 aiugeschlagen, 2000 Euro Bundesanreizprämie, 2000 Euro "Geschenk" von Citroen, und 1000Euro nochmals, damit wir nicht ganz so dumm aus der Wäsche gucken. Alles vorher von uns bezahlt und mit den Steuern obendrein.
Ich habe mich brav bedankt und noch erfahren, dass die Dieselversion 17.000Euro kostet. Wird nichts mit dem Geschäft.
Also, besser, wie Du vorschlägst, wird so gemacht. Wenn man die Nicads gut überwacht und nicht überlädt, hatte ich eigentlich auch gute Erfahrungen gemacht... Seit wann gibts die Dinger eigentlich mit Lithium?
Und was soll ich von den Kangoos halten mit ihren störanfälligen Ceves? Anhängerzulassung, da ist wohl auch nicht zu machen.

von Bernd Schlueter - am 19.10.2016 16:55
Hallo Bernd,
die Berlingo und Co mit NiCd wurden bis 2003 oder 2005 oder so gebaut.
Dann kam lange nix.
Dann hat Venturi mit Citroen die Postautos gebaut. Fast der gleiche Berlingo, aber 42 kW Drehstrommotor und Zebra Akkus.
Wurden seinerzeit auch in Deutschland angeboten, teilweise über e8 aus Hamburg. Ab 2009.
Alles bei wikipedia nachlesbar.

Die neue und heutige Berlingo Form gibt es seit 2008 oder 2009, damals nur mit Verbrenner-Motoren. Ab 2013 oder 2014 kam dann von Citroen der neue Berlingo mit Mitsubishi Technik aus dem iMiEV raus, mit der 43 kW oder so ähnlich und mit permanenterregter Synchronmaschine. Akkukapazität nicht so prickelnd, gut für rund 120 echte km, bei ebener Strecke, mittleren Temperaturen und moderater Fahrweise vielleicht etwas mehr. Die angegebenen 170 km Reichweite waren und sind reine Angabe und Vergleichwerte nach irgendwelchen praxisfernen Tests auf dem Prüfstand. Mit anderen Worten: der angebotene 2015er ist die aktuelle Version. Recht gross und geräumig, aber als LKW nur zweisitzig. Laden über Schuko und ICCB 8, 10 oder 14 A, über Chademo und Gleichstrom mit knapp 50 kW Leistung.

Anhängerkupplung darfst Du immer dranbauen, wenn sie bauartgenehmigt ist. Ist dann aber rein rechtlich nur nutzbar für einen Fahrradträger oder so. In den Fahrzeugpapieren muss Anhängelast eingetragen sein, haben die gängigen Elektriker bisher alle nicht. Anhängelast hat sich ganz individuell mal ein Kollege bei einem alten Partner (gemeint ist das gleichnamige Auto) eintragen lassen. Da hat der gutwillige TÜV Mensch einfach einen Anfahrversuch bei 8 % Steigung mit vollbeladenem Anhänger gemacht - und war beeindruckt, wie gut der Wagen das wegzog. Der Kollege will sich diese Arbeit aber nicht mehr antun..., der TÜV Mann wohl auch nicht.
Es ist halt hauptsächlich das Problem, einen gutwilligen TÜV Menschen zu finden, der die eine gewisse Anhängelast einträgt.
Oder einfach so fahren, so eine Tonne hintendran mit viel Holz auf dem Hänger. Nix eingetragen, aber man wird doch mal einen Test machen dürfen..

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 19.10.2016 17:24
Zebra Batterien müssen immer geheizt werden. Also immer wenn nicht lange unterwegs mit eine Steckdose verbunden werden und Strom ziehen.
So viel kosten die gar nicht!!! Max. 8-9k € da die Batterie nicht nutzbar für uns sind!

von DeLike - am 19.10.2016 18:34
Totzdem interessant, aber nicht für uns, sondern für stationäre Energiespeicher, da die verwandten Rohstoffe ausgesprochen billig sind. Insbesondere, wenn man das erforderliche Nickel durch Eisen ersetzt. Also, die französischen Postautos taugen nichts für uns und ich finde, dass die Ausrüstung mit dem Zebra nicht deutlich genug bei mobile.de herausgestellt ist.

Dann stelle ich mal gleich eine Abschätzung der Verbesserung der Wärmeisolation an, die möglich sein könnte: 300 Kelvin Temeraturdifferenz.

Istzustand: ca 3m² Oberfläche, Wärmeverlust 100 Watt. 20kWh Speicherfähigkeit.1000kWh Wärmeverlust im Jahr. 10% Wirkungsgradeinbuße bei 10.000kWhNutzung im Jahr, sprich, 500 Zyklen. Mistbatterie, mit fossiler Heizung dreimal besser. Also nur ein Zyklus alle zwei Tage erforderlich.

Verbesserung der Wärmeisolation: Aerogel mit verbesserter Metallbeschichtung, aber schlechterem Gefüge im Vakuum., müsste reiwerter herzustellen sein, vielleicht 500 Euro/m³
Bei 100cm Dämmungsdicke und 300Kelvin sind möglicherweise 1 Watt Verlustleistung pro m² möglich...auf jeden Fall interesssant als stationärer Speicher.

Aber nicht für uns. Französisches Postauto. - Nein, Lithium!

von Bernd Schlueter - am 20.10.2016 03:36
In Niederlande hat einer auf Lithium umgebaut (LiFePo) alles super außer Verbrauch (ca. 20kWh/100km) und keine Rekuperation mehr...

Gruß,

Alexander.

von DeLike - am 20.10.2016 08:10
Ich überlege gerade wegen der Zebras. Besser isolieren ist im Fahrzeug zu aufwendig. Als heimischer Stromspeicher gar nicht so dumm. Eigentlich müsste man die aus den französischen Postautos von Venturi billig bekommen.
Eine elektrische Heizung, um die bei 300 Grad zu halten ist mit ca 250 Euro Stromkosten pro Jahr teuer. Aber man könnte sie mit einer Gasheizung bei Laune halten, indem man mit den 300 Grad heißen Abgasen auch noch die Warmwasserheizung versorgt. Bei 6 Cent pro kWh Wärme sind 50 Euro Gasverbrauch im Jahr verschmerzbar, und wenn man die Wärmeverluste noch ins Haus leitet, sind es nur noch 22 Euro Heizzusatzkosten.
Ich fahre ja immer nur von Schukostecker zu Schukostecker, ganz so falsch wäre doch eine gestreifte Batterie für mich nicht? Der Schukostecker ist natürlich Voraussetzung.

Ich habe noch ein paar Informationen zu den Kangeroos und Berlingoos bekommen. Lithiumbatteriemiete Dreijahresvertrag 87 Euro monatlich bei Dreijahresvertrag, 110 bei jährlicher Kündigung.
Jeweils 10.000km jährliche Fahrstrecke. Also beim Dreijahresvertrag und optimaler Nutzung etwas mehr als 10 Cent pro kWh Stromspeicherkosten. Ist so gerechnet, nicht zu teuer.
Die 22 kWh sind gemessen an dem, was Twizzyfahrer bezahlen müssen, günstig.Der Twizzyakku hat 6,5 kWh, also ein Drittel, und kostet monatlich 50 Euro, wenn ich das richtig sehe.
250 Euro Zebraheizkosten sind, gemessen an 1100 bzw 1300Euro Batteriemiete, noch viel günstiger.

Eine andere Bitte: unsere Mühle ist im Moment elektrisch unmobil. Der Partner (=Berlingo) Lader ist ausgestiegen. Ich werde bald dorthin fahren und würde gerne den Lader wechseln, falls kaputt. Hat jemand noch einen Lader herumliegen, der auch defekt sein könnte, damit ich ihn hier und nicht in der Pampa reparieren könnte? Paul, Du hast, glaube ich, nur Saxos?

von Bernd Schlueter - am 20.10.2016 13:12
Zitat
Bernd Schlueter
I Paul, Du hast, glaube ich, nur Saxos?


Ja stimmt, nur 106/Saxo !

Aber die Zebra batterien kan ich hier in die Niederlande gut bekommen, kosten ungefahr 3000 euro fur 24kWh. Kommen aus Berling0, nur mit 1000km - 5000km gefahren.
Sofware fur die Zebra habe ich auch wen jemand das braucht.

von prensel - am 22.10.2016 06:19
In Deuschland hat das auch einer gemacht: 100 AH LiFeYPo. 100 km Reichweite MIT Rekuperation und dem original Ladegerät.

von E106E, Ewald - am 21.02.2017 14:04
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