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Informationen zum Thema:
Forum:
Elektroautos
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 9 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 8 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Elektro-Matthias-GC, Hotzi-47, R.M, Denis Matt

kein Rückwärtsgang

Startbeitrag von Elektro-Matthias-GC am 10.11.2016 07:45

Hallo liebe Mitstreiter,

hat jemand folgendes Problem schon einmal erlebt und weiß Abhilfe?

Bei meinem Peugeot 106 kann man ganz normal den Rückwärtsknopf drücken, die Lampe leuchtet bzw blinkt, nur das Auto fährt vorwärts.

Batterie hat ca. 50% Kapazität. Habe die Hauptsicherung im Motorraum gezogen und auch einmal die 12 Volt-Batterie abgeklemmt - bringt keine

Änderung. Es sieht blöd aus, wenn ich das Auto immer in die Parcklücken reinschieben muß...

Vielen Dank!


Schöne Grüße aus Sachsen

Matthias

Antworten:

Ja, an vielen Stellen. Such mal. Der Richtungsschalter bedient die Feldwicklung. Kein Feld und läuft überhaupt nicht gehört auch in diesen Zusammenhang. Ich bin schon drauf und dran, die ganze Feldregelung aus der Sagembox herausbauen und extern zu regeln.
Wenn die Franzosen wenigstens mal einen Schaltplan aus ihrer atomaren Schmiede herausließen (Safran-Konzern).

von Bernd Schlueter - am 10.11.2016 11:28
An mehreren Stellen haben Roland und ich den Schaltplan hinterlassen bzw. das link dorthin. Aber ich finde diese nicht mehr. Gelöscht?
Also, ohne mail-adresse geht da nichts.

von Bernd Schlueter - am 10.11.2016 13:45
Habe einen sehr hilfsbereiten Fachmann zur Reparatur der Sagem-Box gefunden (Werner Cornelius).
Habe keine Angst und Hemmungen mehr, die Batteriekästen abzubauen - nur Sagembox ist noch was anderes und
dazu noch nie gemacht - hat irgend jemand hier eine Anleitung? Das alle Sicherungen gezogen werden sollten und die 12 Volt Batterie
abgeklemmt wird ist klar, dann hinter dem oberen Deckel alle Leitungen ist mir auch logisch sowie das vielpolige Kabel an der CPU.
Aber wie läuft das mit den Wasseranschlüssen und wie ist sie befestigt - ist eine bestimmte Reihenfolge beim Abklemmen von Bedeutung?

Vielen Dank für Eure Hilfe - ohne das Forum würde ich keine derartigen Autos fahren.

von Elektro-Matthias-GC - am 15.11.2016 18:39
Hallo

Die Wasseranschlüsse haben eine Drahtklammer, die raus ziehen dann gehen sie ab,Genau so wie an den Akkukästen. Zum Zusammenbau die Klammern wieder rein und aufstecken. Aufpassen die Ausfräsungen für die Klammern sind nicht symetrisch. Nach dem wieder anschließen nicht gleich losfahren oder Laden sondern erst mal entlüften bei laufender Umwälzpumpe, dazu ist im Bereich des Kühlers eine Schraube.

Gruß

Roman

von R.M - am 15.11.2016 19:46
Danke Roman,

da muss ich ja wohl gar nicht in das Innere der Box zum demontieren? Die Wasseranschlüsse sind ja außerhalb...

Grüße von Matthias

von Elektro-Matthias-GC - am 16.11.2016 08:01
Stimmt !
du kannst mit einigem Aufwand alles ausbauen. Aber es hat so seine Tücken den Antriebsstromzerhacker (Fahrtreglerplatine) auszubauen.. Es kann leicht schlechte Kontakte geben beim Übergang zu der kleinen Shunt Platine.
Deshalb ist es vielleicht besser die ganze Box einzusenden.
Sind ja nur zwei Klammern für die Kühlwasserschläuche, die rausstehenden Blechelaschen gegeneinander zusammendrücken dann geht sie etwas auseinander im Durchmesser, wie eine Springform.

Zur genaueren Fehlersuche: Vertausche doch mal die Anschlüsse der Erregerwicklung und schaue ob er dann tatsächlich nur noch Rückwärts fährt (im Vorwärtsgang) Hat er sonst Power genug ? Es gab kürzlich hier im Forum eine Fehlerbeschreibung, da ging der Wagen nur noch langsam vorwärts. Grund dafür war oxidierte Motorwicklung.

Reihenfolge Stromlos machen:
- 120 Hochvolt Sicherungen (eine hinten links, die andere vorne rechts beim 3er Kasten (Citroen AX))
- 12 V Batterie Pluspol
- 55 Poliger Stecker
(- restliche Kabel)

Inbetriebnahme in umgekehrter Reihenfolge. Anschlüsse immer messen bevor man daran herumhantiert.

von Denis Matt - am 16.11.2016 23:57
So...
Habe jetzt Sagembox aus meinem Saxo mit schlechten Batterien ausgebaut und in den 106 eingebaut. Lief alles problemlos, man muss eben alles einmal gemacht haben. Nun hat sich ein neues Problem aufgetan: Die Batteriekapazitätsanzeige war im Saxo bei 90 % und beim 106 bei 40%.
Somit habe ich nun im 106 nach dem Umbau 90% Anzeige, obwohl die Batterien leer sind. Die erste Vollladung hat nur 2-3 Stunden gedauert.
Scheinbar orientiert sich die Ladesteuerung an der Kapazitätsanzeige. Was kann ich tun, um zu einer realistischen Kapazitätsanzeige zu kommen?

Wer weiß wo die Kapazität gespeichert wird? Ist es in der CPU oder an anderer Stelle in der Sagembox? Bringt es etwas, die CPU zu tauschen?
Oder orientier sich das interne Ladegerät nur an den Spannungen der Batterien?

Vielen Dank für Eure Hilfe:

PS: Ich hätte vor 2 Wochen nicht sagen sollen, dass ich 2 Jahre ohne jede technischen Probleme mit meinem Peugeot 106 gefahren bin...

von Elektro-Matthias-GC - am 21.11.2016 05:59
Hallo Matthias,
Fahren - Laden - Fahren - Laden - Fahren - Laden und so weiter.
Nach mehreren Zyklen sollte die CPU den realen Kapazitätsstand der Akkus wieder "lernen".
Viel mehr kannst Du eigentlich nicht tun, oder besser: dies ist die einfachste Methode.
Hatte ich nach langen Standzeiten im AX so gemacht, und nach einigen Zyklen hat sich die CPU immer mehr der Realität angenähert.
Ging auch ähnlich gut nach über 6 Jahren Standzeit beim Berlingo. Nach einigen Zyklen hat wieder alles gepasst.

Ich würde auf jeden Fall zursätzlich mit einem externen Spannungsmesser die Gesamtspannung beobachten. Damit kannst Du am besten abschätzen, ob die Akkus ok sind oder ob noch fehlerhafte Blöcke mit dabei sind, die Dir die Spannung runterziehen und damit tatsächlich die Kapazität rauben. Hast Du Einzel- oder Blocküberwachung drin?
Und fahr einfach so lange, wie es geht, trotz Ladeanzeige. Also solange, wie die Elektronik es Dir erlaubt. Und dann Laden und Gesamtspannung messen, um entscheiden zu können, ob sie wirklich voll sind oder noch mal nachgeladen werden müssen. Also erstmal drum kümmern, dass die Akkus ok sind. Die Kapazitätsanzeige und der Rechner lernen nach einigen Zyklen wieder den realen Stand. Jedenfalls sollte es so sein.

Ich bin über 10 Jahre und über 80.000 km relativ problemlos mit einem bzw. zwei AX electrique und NiCd Akkus gefahren. Jetzt aber häufen sich auch bei mir die Akkuprobleme, am meisten allerdings in Berlingos. Ob es doch am Alter liegt? Gar nicht mal so sehr an den km oder Zyklen. Vielleicht gibt es sie doch auch bei NiCd, diese gefürchtete kalendarische Alterung (ist ja fast menschlich..). Immerhin sind die AXen jetzt 20 Jahre alt, die Berlingos 17 und 18 Jahre.

Hast Du einen guten SAFT Block über? Ich suche einen STM 5-100, Bauform G, oder auch zwei. Will wenigstens einen Berlingo wieder flott machen (lassen). Der fährt ansonsten einfach zu gut.

Ach noch was: mit einem Werkstattdiagnose Gerät Lexia oder so kann man den Akkustand zurücksetzen. Ich hatte das schon mal aus Versehen gemacht, Die Kapa-Anzeige sprang dann auf 100%. Ich weiß aber nicht mehr wie es ging, und ob man gezielt auch auf 0 % setzen kann (Was ich vermute). Ich kann es zur Zeit auch nicht mehr nachprüfen, denn mein ELIT geht nach einem Sturz nicht mehr.

Gruss, Roland
CityEl Bj. 90 mit Solardach - z.Z. außer Betrieb
AX Bj. 1996 in Betrieb beim Schwiegersohn
Berlingo Bj. 1998 braucht einen Austausch SAFT Akku
Berlingo Bj. 1999 viele Akkus hin, könnte ich akkulos abgeben
Hotzenblitz Bj. 1995 mit Li-Fe Calb, fährt gut


von Hotzi-47 - am 21.11.2016 09:07
Vor dem Ausbau habe ich noch mal tüchtig resettet und siehe da, - alles lief wieder!

Ich habe einen ganz starken Verdacht: die fehlerhafte Saftware aus dem Hause Safran (Sagem) zerstört viele Leroy-Somer-Motoren und niemand ändert etwas daran.
Sei bitte vorsichtig mit Deiner Kiste. Vor dem Ausbau hättest Du mit einem simplen Messinsrument während der Fahrt mal die Spannung an den Feldspulen messen sollen, über 10kOhm-Schutzwiderstände, an den beiden Anschlüssen unter dem Anschlussdeckel.
Keine Spannung: Saftwarenhausfehler oder auch Ansteuerung kaputt (leistungstransistor?) ,Spannung: Hartwarenfehler (Windungsbruch)
Ich schreibe schon dauernd dazu. Unsere Kisten kommen in die Jahre und verlieren ihr Gedächtnis. Sollte man auslesen und zurückschreiben, es sind EEPROMs!
Der Michael hat gerade ein universelles Lese- und Programmiergerät gebaut. Aber Safran rückt mit Nichts, Garnix, heraus.

von Bernd Schlueter - am 26.11.2016 08:32
Zitat
Bernd Schlueter
Unsere Kisten kommen in die Jahre und verlieren ihr Gedächtnis.

Möglicherweise trocken immer mehr Elkos aus, und dadurch gibt es Fehlfunktionen. Wie Du schon geschrieben hast: Die Dinger kommen in die Jahre. Kann ich aufgrund persönlicher Erfahrungen gut nachvollziehen, dass dann nicht mehr alles so läuft.

Zitat
Bernd Schlueter
Aber Safran rückt mit Nichts, Garnix, heraus.

Kannst Du Deine Frage(n) mal genau und präzise und verständlich formulieren. Ich versuche dann, es ins Französische zu übersetzen und die Frage an ehemalige Entwickler weiterzuleiten. Möglich, dass was bei rauskommt, möglich aber auch, dass der nicht mal antwortet. Ein Versuch ist es wert.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 26.11.2016 13:58
Jetzt gab es ja schon eine ganze reihe Anlässe, in die Schaltpläne zu schauen .Mein Französisch ist nicht so gut, dass ich alle Abkürzungen an den Kabelverbindungen errate, und im Wesentlich deuten gerade diese auf die Funktion des jeweiligen Moduls und lassen mich gezielt nach den Fortsetzungen auf den richtigen Schaltplanseiten suchen.

So richtig stecke ich noch nicht fest, aber, wenn es ins Detail geht, werfe ich oft schon die Flinte ins Korn.
An das Projekt, der PWM für die Ladersteuerung eine gefälschte PWM unterzuschieben, habe ich mich noch nicht gewagt. Prompt traten auf unserer Mikroprozessorschaltung Störungen auf, die mit der Sagembox gar nichts zu tun haben.So etwas bauen wir natürlich nicht ein. Schade, dass sich Elektronen so unsichtbar machen. Ich würde sie lieber ans Händchen nehmen und schauen, was die so treiben. Dazu noch dieses Französisch, das mir nicht immer geläufig ist.
Wenn mir was spanisch vorkommt, ist das immer noch leichter zu verstehen, weil sich die Spanier enger ans Latein halten.
Hast du noch einen Berlingo übrig? Fand ich nicht nett von PSA, mit 16.500Euro zu werben und dann wurden es 27.000. Voll Förderung und noch mal Verdienst draufgeschlagen.

von Bernd Schlueter - am 26.11.2016 16:11
Ganz vergessen, zu sagen, weil das nicht allen klar war


Die Feldwicklung durch einen einfachen Tiefsetzsteller, wobei die Feldspule auch die Induktivität bildet. Der eingezeichnete Transformator dient nicht als Transformator, sondern ist nur ein Sensor, den wir nicht unbedingt beachten müssen. IGBT: IRG4BC40U Rückschlagdiode: BYU44, wenn ich das richtig lese.

Der Lader hat zwei Vollbrücken am Transformator: IXTH24N50


Bin ich blind? Ich finde die Endstufe nicht, die den Läufer antreibt (=Induit) Ist die nicht eingezeichnet? Alle möglichen Kabel gehen dahin.
Ich wollte ja doch mal die Bremse (frein) verstehen. Aha ich habs, gleich ganz vornean, da stehts: module d´Induit 400Ampere. Also , ist tatsächlich nicht eingezeichnet im Plan. Ratespiel. Nur die Anschlüsse, "Liaison". Ist aber kein Geheimnis, das Motor-Modul ist von Toshiba.

Müsste ein Kurzschluss-IGBT für die Bremse sein, die eigene PWM für die Bremse ist eingezeichnet. Sieht dann also aus wie eine Halbbrücke, wenn man es einzeichnen würde. Das Relais fällt beim Bremsen nicht ab, habt Ihr sicher auch schon bemerkt.

Bei der Reku des Cityel gibt es ein einziges Relaisgeklapper. Ich würde jedem davon abraten und eher meine Einfachreku ohne Geklapper einbauen. Ich muss bei meiner Cityel-Reku sogar das Geklapper unterbinden, sonst knallts bzw. das fette Motorzuleitungskabel wirkt als Schmelzsicherung. Alles schon gehabt (Summe aus Bremsstrom und Erregerstrom aus der 2Volt-Batterie, das waren sicherlich 500 Ampere).

Bitte Respekt vor hohen Strömen, wenn auch, wie beim Saxo, 150 Volt dahinterstecken.Beim Cityel waren es nur die maximal 2 Volt meiner Rekuhilfsbatterie. Hat nur ordentlich Kupfer geschmolzen.

von Bernd Schlueter - am 26.11.2016 18:00
Zitat
Bernd Schlueter
Hast du noch einen Berlingo übrig?


Übrig ja, ein Berlingo Baujahr 1998 (ca. 50 T km) und einer Baujahr 1999 (ca 30 T-km). Den 99er biete ich im Prinzip ohne Akkus an, da ich nicht sagen kann, wie jetzt die Kapazität ist.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 26.11.2016 19:17
Hallo

Die Pläne sind doch orginal ist ja sogar die Fertigungsfreigabe drauf

Das einzige was mir jetzt noch fehlt ist der Plan von der eigentlichen Motorsteuerung

Gruß

Roman

von R.M - am 27.11.2016 10:28
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