Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Elektroautos
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
korbi, Piett, Repair-Frank, Bernd Schlueter, R.M, Andi aus Bad Essen

Problem Standheizung 106

Startbeitrag von korbi am 15.01.2017 23:16

Hallo,

die Standheizung (BW50 Webasto) meines Peugeot 106e muckt.

Sie heizt einmal auf und schaltet dann nach etwa 5 min ab. (ich bin ja schon stolz, dass sie das überhaupt tut, dahinter stecken 3h Zerlegearbeit...)
Wenn ich dann aus- und einschalte (per Hebel), dann geht sie wieder an und heizt wieder einmal auf.

Nach 3-4 mal schaltet sie total ab und lässt sich nur noch durch Stecker (Stromversorgung) abziehen starten.

Scheint irgendein Störmodus zu sein.

Getestet und i.O.: Gebläse, Umwälzpumpe, Magnetventil (inkl. Förderung in die Brennkammer), Glühstift, Flammwächter.
Temperatursensor hab ich aus einer Standardheizung umgelötet, weil der originale beim Ausbau abgerissen wurde (ja, ist dämlich.).
Werkstatt meinte, die E-Auto-Heizung läuft mit einer anderen Temperatur als die Standardheizung, kann hier das Problem liegen?
Welcher Sensor macht eine Notabschaltung? Gibt es mehr Sensoren, als den dämlich draufgepressten Temperatursensor?

Das Werkstatthandbuch meint dazu:
"Heizgerät sitzt nicht richtig im Halter und saugt Abgas an": es liegt bei mir nur lose auf, aber auch beim Fahren geht das Ding aus. Kann wohl kaum am Abgas liegen.
"Brennstoffeinbindung nicht Ordnung": ist doch Quark...
"Rückschlagventil eingebaut": warum sollte das plötzlich sein?
"Heizgerät defekt": haha. das weiß ich auch.

Bin dankbar für alle Tipps.

Antworten:

Schon mal die Pumpe gecheckt ?
Fördert die ordentlich Benzin ? (deutlich hörbares gleichmäsßiges Klicken hinten bei der Servopumpe)

von Andi aus Bad Essen - am 16.01.2017 07:27
Hallo Korbi,

das Werkstatthandbuch könnte da theoretisch schon recht haben, wenn es auf Probleme mit der Kraftstoffversorgung hinweist, aber zunächst fallen mir noch andere Sachen ein, die man Testen könnte:

Insgesamt klingt dein Problem nach fehlender Wärmeabfuhr und dadurch ausgelöster Abschaltung.
Klären sollte man, ob wirklich die Wärme nicht abgeführt wird (also Wasserpumpe arbeitet nicht, Gebläse im Wärmetauscher sorgt nicht ausreichend für Wärmetransport) oder ob nur die Elektronik die Werte der Sensoren falsch interpretiert (Bruch von Bauteil, Platine, Lötkontakt).

Wasserpumpe an der Webasto? Hast du ja bereits getestet.

Wenn du Neuling wärst, hätte ich dich gefragt, wie hast du die Heizung getestet hast? Ob im Stand oder während der Fahrt? Bei mir hat die Heizung im Stand bei Gebläsestufe 1 auch schnell abgeschaltet, erst bei Stufe 2 lief sie durch. Während der Fahrt kam dann offensichtlich genug Fahrtwind zur Kühlung, so dass dann auch Stufe 1 ging.
Aber dieses Heizungsverhalten kennst du ja bereits aus Erfahrung...

Wenn es daran nicht liegt, würde ich auf einen Elektronikfehler tippen. Du hast ausversehen den NTC abgerissen? Hm, vielleicht hast du dir dabei ja auch eine gebrochene Lötstelle, Platine oder ganz fies, ein gebrochenes SMD-Bauteil, eingefangen. Da kannst du nur mir viel Gefühl und Geduld und einem feinen Lötkolben ran gehen ;-)

Generell würde ich mal mit der "Thermo Test"-Software von Webasto, einem seriellen (!) ODB2-Adapter und einem alten PC mit seriellem Anschluss die Funktion protokollieren. Mir hat das damals gut geholfen.

Im Web findet man wohl einige Einträge zu deinem Problem. Leider wurden die Threats, die ich gelesen habe, nicht bis zur Lösung zuende beschrieben. Vielleicht findet man dort noch etwas.


Gruß

Piett

von Piett - am 16.01.2017 19:20
Also.

Die Standheizung hatte das Abschaltproblem schon im Herbst. Als es kalt wurde, ging die Standheizung gar nicht mehr an.
Dann hatte ich eine Zwangspause von 2 Monaten, in der ich Akkublöcke wechseln lassen musste. Als die Karre wieder lief und zwei Ersatzstandheizungen meiner Werkstatt gar nicht liefen, habe ich letzte Woche die alte (ausgebaute) wieder herausgeholt und zerlegt.

- beim Aufmachen konnte ich den Deckel von der Elektronik nicht von der Dichtung lösen und hab aus Versehen die gesamte Elektronik, statt dem Deckel hochgehoben. Dabei ist wahrscheinlich der NTC abgerissen, direkt am NTC selbst. Wahrscheinlich dadurch, dass ich den Deckel mehrmals hoch und runter genackelt habe und die Drähte dadurch direkt am NTC hin- und hergebogen wurden. Ich glaube eher nicht, dass sich dadurch große Kräfte auf die Platine selbst übertragen haben. Und das Abschaltproblem hatte ich ja vorher auch schon!

- Dann wollte ich mir den Brenner ansehen. Beim Ausbau ist mir der Glühstift, der festkorrodiert war, abgebrochen. Ok, Ersatz bestellt und ausgetauscht. Auch den Brenner habe ich in einen etwas neueren ausgetauscht, der nicht so verkokelt war.

- an dieser Stelle habe ich vor dem Zusammenbau die Komponenten einzeln an den Steckern getestet. Widerstände von Flammwächter und Glühstift waren im Normbereich, Lüfter lief wunderbar und Pumpe war tot.

- also bestellte ich mir eine neue Pumpe (o.k., es war eine alte Pumpe, die ich selbst ausbauen musste, dafür war sie günstig... ;). Letztlich habe ich beim Ausbau die Pumpe zerstört (war festkorrodiert und musste sie aus dem Gehäuse flexen), so dass sie deutlich unrund
lief. In meiner Not fing ich an, meine eigene Pumpe zu zerlegen, was dank sei Bosch gut ging. Es war lediglich eine Kohlenfeder gebrochen, sonst sah das Ding ganz gut aus. Dann hab ich einfach den unbeschädigten Kohlenhalter der anderen Pumpe in meine Pumpe umgebaut und sie lief wieder wunderbar.

- dann eine gebrauchte "getestete" Elektronik aus der Bucht eingebaut, weil bei meiner ja der Fühler abgerissen war. Alles zusammengebaut und nix ging.
Außer dass die tolle Elektronik auf Dauer fühlbar warm wurde - aufgeschraubt und am Transistor den Finger verbrannt. Nachgemessen, hatte 0 Ohm - haha.
Also hab ich den Thermofühler ausgelötet und in meiner Elektronik eingebaut (direkt an die noch vorhandenen Stifte gelötet, also nicht groß wärmebelastet).

- zur Sicherheit habe ich noch das Magnetventil getestet, indem ich +12V von Spannungsstecker an den Ventilanschluss gehalten habe: Getacker und Benzin im Brennraum, also o.k.?

Heute in der Früh: 30min laukalte Heizung, aber ich hörte den Brenner laut bullern. Das kann doch nicht an der Wärmeabfuhr liegen?
Heute mittag auf der Heimfahrt: 30min wunderbar warmes Auto bis zuhause (Gebläse Stufe 2) - warum auch immer....

Ich kapiers nicht, aber offenbar kein defektes Bauteil, auch keine verkehrt zusammengebaute Pumpe die falschrum pumpt usw.
- Muss entweder ein Wackelkontakt (wo?)
- oder ein Problem mit der Benzinzufuhr sein (aber warum ging sie dann in der Früh nicht einfach aus?).
- oder war einfach Luft im Kühlkreislauf? Wie entlüftet man?

Ist das normal, dass die Heizung so laut bullert, dass man sie bis in den Fahrgastraum hört?
Mittags, als sie gut lief, war das nicht mehr. Lässt sich daraus irgendwas schließen?

von korbi - am 17.01.2017 16:24
Hallo Korbi,

> aber ich hörte den Brenner laut bullern.

Geräusche sind ja immer subjektiv, daher ist dieses schwer einzuschätzen. Aber könnte es sein, dass deine Standheizung ständig versucht die Flamme zu zünden und dies nicht schafft? Auf deiner Nachmittagsfahrt hat dann (durch Zufall?) eine Zündung funktioniert und die Heizung hat geheizt. Aber dies sind alles nur Vermutungen. Protokolliere doch die Vorgänge am besten mit der Diagnose-Software von Webasto. Dann wirst du den Fehler schon viel mehr eingrenzen können.

Ich erinnere mich dunkel daran, das mal jemand in einem anderen Forum schrieb, die Elektroniken der Webastos würden nach einigen Betriebsjahren (natürlich nach Garantieende ;-) ) gerne mal mit Wackelkontakten kaputt gehen. Wäre dem so, so hätten alle Webastos (und Eberspächers wohl auch) den gleichen prinzipbedingten Fehler "eingebaut". Somit könnte deine Platine einen ähnlichen Fehler aufweisen wie meine. Nur das bei meiner über variable Spannung auf die Platine der Fehler zu provozieren war. Da ich die Schrauben des Deckels, welche automatisch auch die darunter liegende Platine spannen, einfach nicht festgezogen habe, trat der Fehler auch nicht mehr auf. Läuft seit zwei Jahren problemlos :-) Und was kann man daraus über den Zustand gebrauchter Platinen aus der Bucht schlußfolgern...?
Aber du siehst schon: ich habe jetzt natürlich die Platinenscheuklappen auf und berichte nur aus meinem eingeschränkten Erfahrungsbereich.
Für die Thermotop Z/C hatte ich als Fallback-Lösung noch eine "Aftermarket"-Steuerplatine im Blickfeld (ebay-Suchwort: "Aftermarket STEUERGERÄT"). Für die BW50 kenne ich aber leider nichts vergleichbares.

Nach deiner Beschreibung wäre nun meine Vermutung, dass die Flamme nicht gezündet werden kann. Das sollte man über die Diagnose-Soft prüfen. Dann wäre ja ein Blick in den Brennraum und die Suche nach Verkokungen angebracht. Vielleicht auch ein Austausch des (vermutlich schon nicht mehr vorhandenen) Vliesses. Bei der BW50 kann man das ja noch wechseln.

Gruß

Piett


Nachtrag:
Hab noch etwas zum Vlies gefunden:

[www.motor-talk.de]:
"Ich würde sagen 90 Prozent der fehler an Standheizungen wenn sie schlecht zünden oder brennen sind darauf zurückzuführen."

[www.viermalvier.de]
Bilder vom Vlies und wie man ran kommt (OK, ist wohl nicht ganz so einfach, weil Schweisspunkte entfernt und später wieder angeschweisst werden müssen.)

von Piett - am 17.01.2017 20:25
Hallo Piett,

brauch ich dazu wirklich eine Diagnosesoftware?
Wie war das mit der Diagnose: Wozu OBD2? Reicht es nicht, da einfach ein altes RS232-Kabel anzupinnen? Stift 2 am 6er-Stecker gegen Masse?

Reicht es nicht, einfach die Spannung am Glühstift zu messen? Und wenn der ausgeht, hat die Heizung doch gezündet.
Bzw. mit einem Zangenamperemeter den Strom durch den Flammwächter, um von außen zu sehen, was mit der Flamme ist.

Könnte das erklären, dass es den Transistor der anderen Elektronik gefetzt hat? Weil immer der Glühstift an war?

Vlies wechseln? Aber das ist doch verkrimpt und irgendwie Wahnsinn, das aufzumachen. Wobei - es reicht ja die eine Hälfte. Wie weich ist das Metall?
Aber woher Ersatz nehmen? So was? Ist aber für Diesel, hat andere Fließ-Eigenschaften (was für ein Wortspiel!)

von korbi - am 18.01.2017 15:30
Hallo Piett,
ich hatte ein ähnliches Problem mit meiner Heizung (Webasto, P106) und bin bald verzweifelt. Folgendes war die Lösung: die Benzinpumpe war im Laufe der Jahre verdreckt und förderte nicht mehr genug. D.h. der einfache Test ergab Klackern und Benzin kommt, aber nicht genug. Deshalb testen ob die Fördermenge stimmt. Die Pumpe muss ausreichend Kraftstoff fördern. Ich habe den Wert leider nicht mehr in Erinnerung. Den kann man überschlägig berechnen Pumpenfrequenz max 2 Imp./sek. mögl. Fördermenge mehr als 1l/h . wären ca. 1,4 ml pro Impuls
Die Pumpe zu reinigen war auch eine langwierige Prozedure. Nach Ausbau der Pumpe mit allerlei Lösungsmittel, Diesel, Spiritus, Bremsenreiniger usw. im Kreis gepumpt. Irgendwann förderte sie wieder genug. Ich hoffe der Tip hilft.
viel Erfolg
Frank

von Repair-Frank - am 18.01.2017 20:01
Hallo Frank,

mit Pumpe meinst Du sicher das Magnetventil?
Wo sitzt das beim 106 genau? Wäre einen Versuch wert.

Seltsam ist bei mir, dass die Heizung mittags mit Gebläsestufe 2 relativ gut läuft, aber bei Rückschalten auf 1 gleich ausgeht. In der Früh kommt sie gar nicht richtig ins Laufen und bullert die ganze Zeit blöd rum. Mittags war es aber nicht viel wärmer, als in der Früh...

Viele Grüße
Korbinian

von korbi - am 18.01.2017 20:26
Hallo Korbi,

so eine Diagnose-Software zeigt dir eine Reihe von Werten über die Zeit. Damit läßt sich häufig ein Fehler einkreisen. Als Beispiel: die startest den Aufnahmevorgang, dann deine Heizung und siehst, wo Spannungen anliegen, wie sich die Wärme aufbaut und wann ggf. das System in den Notlauf geht. Du kannst natürlich auch dein Multimeter (oder zwei, oder drei,...) anschließen und dann mit Uhr und Papier und Bleistift die Werte mitprotokollieren. Geht auch. Vielleicht bevozugst du ja diese Methode.
Wie so etwas aussehen kann, findest du z.B. bei Youtube. Da gibt es wahrscheinlich noch massig weitere Filme dazu.

Einen ODB2-Adapter benötigst du, damit der Pegel der K-Line (Can-Bus haben diese Fahrzeuge ja noch nicht) in verarbeitbare Werte umgesetzt werden. In so einem Adapter steckt schon ein wenig Elektronik drin, siehe hier. Ob du dann ggf. auf den seriellen Port (also ohne einen Seriell-zu-USB-Umsetzer) verzichten kannst, musst du selbst probieren. Vielleicht hast du ja Glück, und deine BW50 verhält sich anders als die Z/C.

Sollte dein Glühstift länger eingeschaltet gewesen sein, könnte es den Transistor natürlich überlastet haben. Dann stellt sich natürlich die Frage, warum er denn so lange an war...

Zum Vlies: zur Beschaffung würde ich beim freundlichen Bosch-Service fragen oder bei Ebay nachsehen. Generell gibt es natürlich auch ganze Reparatursätze mit neuem Brennraum, Dichtungen, usw. Aber da musst du selber wissen, was dir die Sache finanziell wert ist.

Den Hinweis von Frank sollte man natürlich auch nicht außer acht lassen. Kann man ja relativ leicht testen.

Die Arbeit an der Heizung ist nervig, gerade im Winter, aber wenn sie dann läuft, ist sie herrlich!

Gruß

Piett

von Piett - am 18.01.2017 23:02
Hallo Piett,

das mit der Diagnose wird so bei mir nicht klappen:
Bei meiner alten BW50 (Thermo Top S/T) ist die Diagnoseleitung überhaupt gar nie nicht aus dem 6-poligen Stecker herausgeführt worden. Das Auto hat einen alten 30poligen Diagnoseadapter, ein kürzlich gekaufter OBD2-Adapter auf diesen Trapezstecker funktioniert auch nicht. Ich glaube kaum, dass die Standheizung das Diagnosesignal herausfunkt... :cheers:

Deswegen mein Blödfragen bezüglich der Adapters... mit der der Diagnosetechnik kenne ich mich gar nicht aus.

Mittlerweile tippe ich auf grenzwertiges Vlies und/oder schlechte Benzinzuführung. Hier wäre mal ein Sollwert interessant, wie viel die Heizung beim Startvorgang (3.Zündungsphase, 85s) denn fördern sollte. Das könnt ich leicht durch Abziehen der Benzinleitung testen. ok. hat Frank schon was dazu geschrieben.
Der Glühstift war wohl so lange an, weil dauernd neu gezündet wurde, weil s.o.

Wo sitzt das Magnetventil?

Vlies gibts für die BW50 nirgendwo. Ersatzteile gibt es offiziell auch keine mehr, ich glaube kaum, dass die nächsten Boschdienste so was lagern - naja, anrufen kann man ja mal.
Habe nur das oben verlinkte Diesel-Vlies gefunden. Und den alten Brenner bekommt man ja kaum auf.

von korbi - am 19.01.2017 17:14
aber sowas ebay müsste doch direkt an die Standheizung anzustöpseln sein?

von korbi - am 19.01.2017 17:47
Hallo Korbi,

der von dir aufgeführte Adapter ist genau der richtige. Wenn ich mir das Werkstatthandbuch der BW50 ansehe, so ist die Steckerleiste mechanisch gleich zur Z/C, nur einige Anschlüsse haben andere Bezeichnungen. Der Diagnosekontakt ist im ersten (sechspoligen) Stecker der Pin 2. Bei den neueren Fahrzeugen ist der auf die ODB2-Buchse parallel zur K-Line, also dem Kontakt zum auslesen der Fahrzeugsteuergeräte, gelegt.
Wenn du also Pin 2 direkt anzapfst, hat das den gleichen Effekt.

Zum Vlies: ich würde mal bei den Händlern nachfragen. Meine Ersatzteile hatte ich von einem Händler nahe Ingolstadt. Leider weiss ich den Namen nicht mehr. Oft haben die Händler in einer Schublade noch Teile liegen, die es zu inserieren nicht lohnt. Da würde mal anrufen.
Die Nachfrage bei Dr. Google hat eben spontan www.ersatzteilbox.com ergeben. Die haben offenbar noch BW50-Ersatzteile.

Gruß

Piett

von Piett - am 19.01.2017 21:16
Meine Webasto zündete nie sofort, erst nach Minuten und mit Gestank nach Unverbranntem. Es kam auch 1/2 Stunde Zündunwilligkeit vor.
Hat sich jetzt ziemlich gebessert, 1 Minute bis zum ersten Bullern und neuerdings viel weniger Gestank.
Vorschlag, ob ich irgendetwas tun sollte nach 18 Jahren ? Die Bullerei kann doch einfach nicht normal sein? Wenn das Gebläse zurückschaltet, bullert es eine halbe Minute übergangsweise, offensichtlich erlischt dabei immer wieder die Flamme und zündet wieder.
Ganz verlassen hat mich die Heizung noch nicht.
Gibt es für unsere Webastereien Ersatzvliese ohne Schweißerei? Festgebacken ist vermutlich doch alles?
Nicht Anrühren, so lange das Teil irgendwie geht?

von Bernd Schlueter - am 20.01.2017 06:45
Wo sitzt die Pumpe (Magnetventil ist Quatsch, es ist eine Pumpe - Dosierpumpe mit Kolben durch Elektromagnet bewegt)?
Man hört es klappern, unter dem Auto in der Nähe der Hydraulikpumpe für den Lenkservo. Abdeckung Kunststoff abschrauben, dann ist sie zu sehen. Mit einer Schelle befestigt und leicht zu demontieren. Vorsicht, wenn der Tank voll ist, läuft das Benzin aus dem Schlauch wenn man ihn abzieht.
Viel Glück! Frank

von Repair-Frank - am 20.01.2017 07:47
Hallo Bernd,

klar gibt es Ersatzteile: die Brennkammer hat dann natürlich ein eingebautes neues Vlies. Das wird oft als Set verkauft mit neuen Dichtungen, Schrauben usw. Da musst du einfach mal in Internet schauen.

Jürgen/lytter hat ja mal angedeutet, er habe das Vlies bereits manuell gewechselt. Vielleicht hat er noch Ideen dazu.

Gruß

Peter

von Piett - am 20.01.2017 11:51
Hallo, ich werde mir dann mal die Magnetpumpe am Wochenende ansehen. Bei Ersatzteilbox.com War ichauch schon, da ist der Brenner zwar gelistet, aber nicht mehr lieferbar... gibts nur gebraucht in undefinierten Zustand bei ebay.

von korbi - am 20.01.2017 17:04
autoheizungen.de - da gibts ersatzteile, preiswert und auch gebraucht.

von Repair-Frank - am 21.01.2017 12:24
Danke, die Adressekann ich sicher einmal gebrauchen.
Aber ich rühre die Webasto erst einmal nicht an, auch wenn sie zeitweise bestialisch stinkt. In der letzten Zeit bekomme ich sie sogar regelmäßig richtig warm. Aber das hat sich in der Vergangenheit so oft geändert bis völligem Versagen und plötzlich wieder Anspringen, dass ich mir nur vorstellen kann dass das ein Ruß-Kokelproblem ist. Ich habe öfter lange durchlaufen lasse und stelle auf kurzen Strecken ab. Mein Pullover kokelt nicht und sprang immer sofort an und für kurze Strecken kann ich als Hochgebirgsskifahrer einiges wegstecken.
Vielleicht lege ich mir noch ein warmes Toupet Marke Donald zu, dann kann mich nichts mehr schrecken...

von Bernd Schlueter - am 25.01.2017 12:23
-Hallo

Das einzge wichtige ist das Teil mindestens 10 min am Stück laufen zu lassen, diesel und Benzin heizungen sind übrigens bis aufs Fließ gleich wichtig ist nur das bei der Dieselvariante der Auslass heiser wird.

von R.M - am 25.01.2017 22:05
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.