Hilfe, wer kann mein Ladegerät reparieren?

Startbeitrag von Blacky-AX am 16.04.2017 12:30

Ich habe wohl den Fehler gemacht und meinen Citroen AX electrique über eine Steckdose geladen, wo an der Leitung noch der Cola-Automat mit dran ist.
Ich denke mal, durch das ein- und ausschalten der Kühlung vom Cola-Automaten gab es Stromschwankungen, die dem Ladegerät nicht gut bekommen sind.

Wenn ich an einer enzeln abgesicherten Steckdose laden möchte, fliegt die Sicherung der Steckdose raus und der Haupt-FI spricht an.

Habe heute das Ladegerät ausgebaut und rein optisch sieht man, dass die Spule im Mittelteil "verschmort" ist.

Wer kann mir mein Ladegerät wieder in Gang bringen?

Wie lange kann ich die Akkus mit ca. 25% stehen lassen, damit sie nicht "sterben"?

Kann man auch ohne eingebautes Ladegerät die Akkus durch Abschleppen mit Rekuperation aufladen (damit sie nicht total entleert sind)?

Antworten:

Zitat
Blacky-AX
Wer kann mir mein Ladegerät wieder in Gang bringen?
Wie lange kann ich die Akkus mit ca. 25% stehen lassen, damit sie nicht "sterben"?
Kann man auch ohne eingebautes Ladegerät die Akkus durch Abschleppen mit Rekuperation aufladen (damit sie nicht total entleert sind)?


1. Reparieren: Dieter Eckart, suche ihn hier im Forum und sende eine Privat-Nachricht. Ich hoffe, Du weißt, wie das geht.

2. Mit 25 % stehen lassen: einige Jahre. Aber eine der Hochstromsicherungen ziehen, damit kein Strom fließt.
Und dann auch die 12V Bordbatterie abklemmen, diese dann so alle paar Monaten mal kontrollieren und evtl. mit einem 12V Ladegerät nachladen.

3. Könnte gehen mit dem Nachladen durch Reku. Ist nicht ganz legal. Abschleppen ist nur bis zur nächsten Fachwerkstatt erlaubt. Na ja, wo gibts schon Fachwerkstätten für einen AXelectrique.

4. Ich könnte Dir mein gerade aus einem AX ausgebauten Ladegerät helfen, d.h. verkaufen. Zivan NG3, passt hervorragend. Als mein Bordlader für ein Jahr zur Reparatur weg war, habe ich die Akkus damit geladen und bin regelmäßig gefahren. Danach hatte ich dann einen zweiten Lader mit drin und konnte mit zwei Phasen bzw. 3 Steckdosen in rund 2 Stunden den Wagen laden. Sehr angenehm unterwegs.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 16.04.2017 13:14
Hallo Uwe,

rein technisch sollte das Laden durch Schleppen und Reku funktionieren, zumindest solange alles im Normalzustand eingebaut ist. Ladegerät ist dabei technisch nicht mit im Spiel, aber der Antrieb muß regulär funktionieren. Ob es in der Praxis sinnvoll ist und im Straßenverkehr sicher zu machen ist, darüber möchte ich hier nicht spekulieren. Theoretisch sollte das Zugfahrzeug möglichst schwer sein und die Abschleppöse überdurchschnittlich stabil (oder AHK). Aus Erfahrung würde ich als Fahrer des Zugfahrzeuges nur einen sehr erfahrenen Fahrer empfehlen, der schon Erfahrung mit Abschleppen hat, das kann sonst schnell aus dem Ruder laufen. Und mit Abschleppstange läßt sich unbeabsichtigtes Auffahren auf das Zugfahrzeug vermeiden. Vielleicht nochmal prüfen, ob der Fahrer des Zugfahrzeuges womöglich einen LKW-Führerschein braucht (da ja keine reine Bergung bzw. Transport zur nächstgelegenen Werkstatt vorliegt, worauf sich das Abschleppen mit PKW-Führerschein ausschließlich beschränkt!).

Soweit ich weiß, kann das Fahrzeug auch längerfristig mit ausgebautem Ladegerät betrieben werden, wurde bereits von Mitforisten gemacht solange das Bordladegerät in Reparatur war. Laden dann mit Zusatzlader (Zivan etc.). Ob hierzu allerdings beim Ausbau des Ladegerätes spezielle Dinge berücksichtigt werden müssen (Verschaltung offener Enden etc.) weiß ich leider nicht. Wer hat's schon gemacht? Roland?

Wie und über welche Kontakte der Sagem-Box der Zusatzlader angeschlossen werden kann, wurde im Forum schon an mehreren Stellen diskutiert (Suche unbedingt auch über länger zurückliegende Einträge im Forum!). Evtl. hilft auch diese Seite, da habe ich auch ein paar Bilder eingestellt. Vorsicht mit dem Inhalt der Sagem-Box - die anliegenden Gleichspannungen sind lebensgefährlich bei unsachkundigem Umgang! Immer vorher durch Ziehen von Sicherung und Steckbrücke an den richtigen Stellen den Antriebsakku sicher trennen und freimessen! Bei Unklarheiten Finger weg und Fachpersonal hinzuziehen!

Ob 25% wenig sind, hängt von der Gesamtspannungslage ab. Da können noch 25km Strecke drin sein oder aber auch schon die Unterspannungsgrenze erreicht sein. Je nach Zustand und Vorgeschichte. Ich selbst hatte bislang noch nie Probleme, das Fahrzeug mit 30% Restladung während zwei Wochen Urlaub stehen zu lassen. Grundsätzlich leiden die NiCd-Akkus auch nicht darunter, wenn sie stromlos (!) die Unterspannungsgrenze unterschreiten; solange keine Zellen umgepolt werden, kann man die NiCds sogar mit Spannung 0V langfristig einlagern. Wenn sich das aber über einen längeren Zeitraum hinzieht mit der Reparatur, dann kann es Dir passieren, daß das Bordladegerät oder ein Zusatzlader wegen zu niedriger Spannungslage nicht mehr mit dem Laden beginnen. Dann muß man den Akkusatz erst langsam mit einer geeigneten Strom-/Spannungsquelle wieder hochziehen und das ganze System anschließend sorgfältig wieder auf die normale Kapazität hochtrainieren. Kurz gesagt: Es besteht zumindest kein Grund zur Panik und irgendeine überhastete Aktion, im Gegensatz zu Li-Akkus werden Dir die NiCds nicht durch Selbstentladung / Unterschreitung der Mindestspannung sterben. Nur mit Stromentnahme belasten darf man sie natürlich nicht, sonst droht Umpolung von Zellen. Du hast also Zeit genug, in Ruhe die nächsten Schritte zu planen.

Sollte die Situation eintreten, daß das Fahrzeug länger stillgelegt wird, dann würde ich jedoch in jedem Fall die Hauptsicherung ziehen und die 12V-Batterie trennen (und zwar genau in dieser Reihenfolge, sonst leidet der DC-DC! Wiederanschließen dann umgekehrt). Andernfalls könnte die Sagem-Box durch Überwachung und regelmäßiges Nachladen der 12V-Batterie den Fahrakku nach und nach entladen, was sie je nach SW-Version auch dann tut, wenn das Fahrzeug ausgeschaltet ist.

Mit sonnigen Grüßen
Dirk
(Citroen AX Electrique, SAM I)

[sehe gerade: Roland war schneller :-)]

von DH@SoKa - am 16.04.2017 13:24
Hallo Roland, hallo Dirk,

ich habe natürlich die Sicherungen gezogen und 12V-Akku ausgebaut, bevor ich, dank der Links in Dirks Doku auf seiner Webseite, "alles zerlegt" habe und das Ladegerät ausgebaut habe.
Es hat ca. die Größe eines 12V-Akkus.

@Berlingo-98:
Roland, ich habe dir mal eine PM geschickt wegen dem Zivan.

Jetzt werde ich noch Dieter Eckart eine PM schicken, ich weiß ja, wie es geht ;)

von Blacky-AX - am 16.04.2017 14:50
Hallo Roland,

habe gestern mit Thomas (Peugeot 106 E) die Verkabelung an meinem AX vorgenommen und das Zivan NG3 testweise in Betrieb genommen, funktioniert alles Bestens.
In der Nacht (3 Uhr bis 8.30 Uhr) wollte ich dann wie immer mit Zeitschaltuhr den AX aufladen, da hat sich wohl die Schaltuhr heute früh um 3 Uhr verabschiedet, da sie
genau um 3 Uhr stehen geblieben ist. Ich werde morgen nochmal die Stromzufuhr in der Garage überprüfen.

Heute habe ich dann bei 20% Kapa mit leuchtenden "Lade mich Lampen" von 15 Uhr an vier Stunden geladen, bis die Akkus voll waren. Den Wagen hatte ich auf "fahren"
gestellt, damit die Kapa-Anzeige mitzählt. Nach Ladeende waren die "Ladebedarfslampen" immer noch an, habe Zündschlüssel raus, wieder rein und Zündung an, aber
Lampen gehen nicht aus. Lexia hat auch keine Fehler gemeldet, also habe ich mal die Sicherung gezogen. Nun ist die Kapa-Anzeige bei 25% und die Lade-Lampen sind
aus, naja, wenigstens kann ich fahren :) Ich fahre dann solange bis mein internes Ladegerät von Dieter Eckhard zurückkommt, nach km-Anzeige.

Vielen Dank nochmal an Roland für das schnelle versenden des Zivan NG3.

von Blacky-AX - am 22.04.2017 20:48
Hallo,

vermeiden Sie bitte Ladevorgang mit "Drive" on! Laut einen ausländischen Spezialist, der Sagem Box repariert, man braucht nur 5V DC Signal geben, damit die %-Anzeige, Kühlsystem und DC/DC mitmachen. Also man braucht ein Handy Ladegerät, wenn der Stecker eingesteckt 230V AC -> 5V DC. Wo genau braucht man dies 5V DC Signal kann ich mal fragen.

Gruß,

Alexander.

von DeLike - am 23.04.2017 09:54
Hallo Uwe,
komisch, bei mir ging das damals mit der Kappazählung, auch ein AX Bj. 1996 oder so. Der Wagen ist aber lange verkauft und später auf Lithium Akkus umgebaut.
Ich hatte seinerzeit die Kabel vom Zivan ganz links an die Anschlüsse geklemmt, die auch an die DC-Kontakte der Marechal Dose gehen.
Wo genau hast Du die Ladekabel angeschlossen?
Ansonsten beobachte gleich nach dem Ladebeginn, ob die Zählung mitläuft.

Aber auch an das Fahren mit km Zähler gewöhnt man sich. Hast Du noch die Möglichkeit die Batteriespannung zu messen und anzuzeigen? Auch das wäre hilfreich. Ich mach sowas in meinem Berlingo mit der Batteriegesamtspannung und den Einzelspannungen der Batteriekästen schon lange und liebe es.

Offenbar hat das Zivan Ladegerät keinen Sanftanlauf wie die SAGEM Box sondern nimmt gleich einen ordentlichen Eingangsstrom. Das vertragen dann die kleinen Kontakte einer Schaltuhr nicht. Die halten zwar 16A, können aber viel weniger schalten. 3A oder so ähnlich stehts bei den meisten drauf. Mußt Dir wohl was ausdenken, Schütz dazwischen oder so. Dann sollte auch das Einschalten nachts um drei gehen.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 23.04.2017 16:08
Hallo Alexander,

erkundige dich mal bitte wo genau man das 5V DC Signal anlegen muss, damit die Kappazählung mitläuft.

Hallo Roland,

angeschlossen habe ich das Zivan natürlich an die beiden linken (von vorne gesehen) Anschlüsse.
In der Garage scheint soweit alles okay zu sein, Licht brennt, scheint mein Kabel nicht in Ordnung
zu sein.
Mit dem Lexia werden mir auch die 25% angezeigt, mein internes Ladegerät kommt ja bald. :)

P.S.:
Die Kappazählung "spinnt" ja erst, seit ich die Sicherung gezogen habe, dafür ist die "Lade mich Lampe" jetzt aus. :D:D

von Blacky-AX - am 23.04.2017 21:33
So, Freunde der leisen Fortbewegung,

heute kam das Paket von Dieter Eckhard mit meinem reparierten Ladegerät. Ich habe vor dem Einbau die alte Wärmeleitpaste komplett entfernt und durch neue ersetzt.
Eine 35g Tube reicht völlig aus, ich hatte natürlich zwei Tuben a 35g geholt. :)
Ladegerät wieder eingebaut und alles wieder angeschlossen, Ladekabel angesteckt, aber die Ladelampe ging nicht an. Einmal den Motor angemacht, zum Test einmal
Rückwärts und dann wieder Vorwärts geschaltet, Motor ausgemacht, Ladekabel angeschlossen und siehe da, Ladegerät tut was es soll und die Ladelampe auch. :D:D

Auch hier nochmal vielen Dank an Dieter für die superschnelle Reparatur incl. Prüfprotokoll.

von Blacky-AX - am 26.04.2017 20:54
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.