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Dieter's Forum für Tabletopler
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
KaiserFranz, Walter, Michi, Doc

Walterlieu erfolgreich!

Startbeitrag von Doc am 08.12.2006 08:16

Gestern haben die Schergen des Walterlieu schlußendlich doch noch die Geheimdokumente erringen können, nachdem im ersten Szenario der "scharlachrote Pimpernell" und seine Tochter den Boten abgefangen hatten.

Bei einem spannenden Fechtduell zwischen einem Musketier und einer Kardinalswache, begleitet vom Pulverdampf der Pistolen beider Seiten, kam Mantel-und-Degen-Flair auf.

Allein schon die gelungenen Miniaturen machen total Laune. Wenn wir jetzt noch ein paar mehr Tische und ein bisschen Spelunkeneinrichtung dazu nehmen, wird das eine mehr als hübsche Epoche auf dem Spieltisch. Mir hat's sehr gut gefallen!

Gruss,

Doc

Antworten:

Mir hat der erste Teil der "Kampagne" wirklich gut gefallen.
Aber ich sehe bei B&S nach wie vor den Sinn der halbierten Kartenzahl nicht.

von Michi - am 08.12.2006 08:49
Die Epoche ist wirklich schön.
Sie bietet auch viele Vorteile:
- Ausgewogenheit Fernkampf- und Nahkampfwaffen
- schöne bunte Uniformen
- klasse Hintergrundgeschichten (nochmals Lob an Michi für die Szenario-Recherche, da kam richtig Flair auf)
- auch Kavallerieszenarien denkbar

Hab gestern Nacht gleich noch den Ochsenkarren rausgesucht und werde ihn heute abend entgraten und grundieren.

von Walter - am 08.12.2006 08:51
Doc schrieb:

Zitat

Wenn wir jetzt noch ein paar mehr Tische und ein bisschen
Spelunkeneinrichtung dazu nehmen ...
... und noch Geschirr und Beersteins von mir ...
Zitat

Mir hat's sehr gut gefallen!
Mir auch - wie ist jetzt die Meinung zu den halbierten Karten in der ersten Runde?

von KaiserFranz - am 08.12.2006 08:53
Walter schrieb:

Zitat

- klasse Hintergrundgeschichten (nochmals Lob an Michi für die Szenario-Recherche, da kam richtig Flair auf)
Ja, die Geschichtchen aufbauen hat er schon drauf.
Zitat

- auch Kavallerieszenarien denkbar
Stimmt - das wird bei B&S oft vergessen - gibt's berittene Musketiere

von KaiserFranz - am 08.12.2006 09:05
KaiserFranz schrieb:

Zitat

wie ist jetzt die
Meinung zu den halbierten Karten in der ersten Runde?


Ich bin noch nicht wirklich überzeugt, ob das in diese Epoche hineinpasst. Muss ich noch mehr Erfahrungswerte sammeln, bis ich mir endgültig eine Meinung dazu bilden kann. Wenn Michi und ich nicht so vermaledeite Man-at-arms gehabt hätten, wäre das sicherlich auch etwas herausfordernder gewesen. Lass uns das einfach nochmal ausprobieren. Geht ja rasend schnell, wie wir gestern gesehen haben. Immerhin zwei ganze Szenarios gespielt, eine Mini-Kampagne, fast schon eine Megaschlacht. :-)

Mich würde allerdings mal ein Ambush-Szenario interessieren. Zumindest mit den Darkest Heart of Africa-Rules hat das Walter und mir einen Riesenspaß gemacht. Da lässt sich bestimmt was mit dem Ochsenkarren machen, den Walter ja demnächst bepinselt. Ich könnte mir Musketiere, aber auch Medieval oder ein Afrika-Abenteuer gut damit vorstellen.

Und warum sagst Du eigentlich immer, dass Walter so scheiße bemalt? :D

Gruss,

Doc

von Doc - am 08.12.2006 09:08
Doc schrieb:

Zitat

Und warum sagst Du eigentlich immer, dass Walter so scheiße
bemalt? :D


Gehört zu Franz' demagogischer Haltung. In einem anderen Kreis sagt er Ähnliches über Dich.

von Walter - am 08.12.2006 09:17
@Walter

:D :D :D

Touché.

von Doc - am 08.12.2006 09:21
Doc schrieb:

Zitat

Mich würde allerdings mal ein Ambush-Szenario interessieren.
Gut - von dem 3ten Szenario "Patrol" hab ich ja noch garnet erzählt ... kommt nächstes mal ...
Zitat

Und warum sagst Du eigentlich immer, dass Walter so scheiße bemalt?
Einfach meine Rolle als Tulius Destructivus feiern, grüne Sprechblasen erzeugen, net mehr ...

von KaiserFranz - am 08.12.2006 09:22
Walter schrieb:

Zitat

Gehört zu Franz' demagogischer Haltung. In einem anderen Kreis sagt er Ähnliches über Dich.
Der war gut :D

von KaiserFranz - am 08.12.2006 09:23

Vorschlag für den 18ten

Doc schrieb:

Zitat

Mich würde allerdings mal ein Ambush-Szenario interessieren.


Wir könnten wieder zwei Szenarien spielen:

1. Ambush
Der Mann mit der eisernen Maske soll von der Kardinalsgarde verlegt werden. Keiner kennt die geheime Pläne Walterlieus.
Michi Aramis, der die wahre Identität des Mannes kennt und ihn gegen Louis XIV. austauschen will, möchte ihn befreien. Doch Doc d'Aragnan, loyal gegenüber Louis XIV., hat von der Sache Wind bekommen und möchte dies verhindern und auch die Pläne Walterlieus durchkreuzen.

2. Sturm
Der Mann mit der eisernen Maske (nun befreit oder nicht) wird zur Rast in ein Bauerhaus untergebracht, als die Wiedersacher wieder auftauchen.
Wer in dem Haus nun den Mann bewacht ist abhängig vom Ausgang des Vorszenarios.

von Walter - am 08.12.2006 09:37

Re: Vorschlag für den 18ten

Walter schrieb:

Zitat

1. Ambush

2. Sturm
Wer in dem Haus nun den Mann bewacht ist abhängig vom Ausgang
des Vorszenarios.


Brilliant, Walter! Genau so sollten wir es machen! :)

von Michi - am 08.12.2006 09:49

Re: Vorschlag für den 18ten

Vollste Zustimmung!
Und Franz übernimmt den Ochsenkarrenlenker. :-)

von Doc - am 08.12.2006 10:47

Re: Vorschlag für den 18ten

Doc schrieb:

Zitat

Und Franz übernimmt den Ochsenkarrenlenker. :-)


Fall er bis dahin den Wetpalettenangriff nicht erfolgreich abgeschlossen hat...
Aber nachdem er jetzt weiß, mittels welcher Instrumente man einen Einlauf verpasst, hat er den Ernst der LAge wahrscheinlich erkannt.

von Michi - am 08.12.2006 10:59

Re: Vorschlag für den 18ten

@Doc: bitte dann Dein Haus für Szenario 2 mitbringen.

Als Alternative hätte ich noch die Katakomben der Klosterruine...

von Walter - am 08.12.2006 11:56

So fing alles an...

Es war im Jahre 1617, dass sich König Louis XIII. im Alter von 16 Jahren von der Bevormundung durch seine Mutter Maria de Medici und ihres Beraters Concini frei machte. Concino Concini wurde ermordet und seine Frau Leonora Galigaï, die Hofdame und Vertraute der Regentin wegen Hexerei hingerichtet.

Louis´ Mutter Maria wurde nach Blois verbannt, von wo sie zwei Jahre später floh und eine erfolglose Revolte gegen ihren Sohn anzettelte.

Richelieu, der seine eigene Karriere Maria de Medici verdankte, sorgte für die Aussöhnung zwischen den beiden und bewirkte, dass sie schon 1619 an den Hof zurückkehren durfte, wo sie 1622 sogar wieder in den Beraterstab aufgenommen wurde. Auf ihr Betreiben wurde Richelieu im gleichen Jahr zum Kardinal erhoben und stieg zur rechten Hand des Königs auf.
Von da an war es der ehemaligen Regentin nicht mehr möglich Einfluss auf ihren Sohn zu nehmen. Diese Rolle hatte der Kardinal sofort übernommen, der aber ebenfalls nicht durch sie beeinflussbar war.

Als Richelieu 1630 auch noch ihre Spanienpolitik revidierte, versuchte sie ihn zu entmachten. Louis musste sich zwischen Mutter und Minister entscheiden und wählte Richelieu. Seine Mutter stellte er unter Hausarrest.

Sie flüchtete jedoch bereits ein Jahr später in die spanischen Niederlande nach Brüssel. In Frankreich wurde sie deshalb in Abwesenheit wegen Hochverrats verurteilt, was die Beschlagnahmung ihres gesamten Besitzes zur Folge hatte. Sie versuchte vergebens in den Niederlanden, in England und der Schweiz Unterschlupf zu finden, aber kein europäischer Fürst wollte ihr auf Dauer in seinem Land Zuflucht gewähren. Schließlich schlüpfte sie in der Kölner Sternengasse bei ihrem Freund, dem Maler Peter Paul Rubens, unter.

Dort verbrachte sie ihre letzen Jahre und stand ihm häufig Modell, bis sie 1642 völlig verarmt starb, obwohl sie die Mutter des Königs von Frankreich und der Königinnen von Spanien und England war.
Peter Paul Rubens fand einige Jahre später in ihrem bescheidenen Nachlass ein Bündel Briefe von eben diesen Königinnen. Die Korrespondenz seiner Freundin wollte der Maler aber lieber in französischen Händen wissen, um sich wegen des teilweise brisanten Inhalts nicht selbst einem Spionageverdacht auszusetzen.
Sein Freund Simon Vouet, ebenfalls ein begnadeter Künstler, der bereits in London, Venedig und Konstantinopel gearbeitet hatte, schien ihm ein vertrauenswürdiger Adressat zu sein. Vouet war nämlich von Louis XIII. schon vor Jahren als Haupthofmaler in den Louvre bestellt worden, wo er andere Künstler ausbildete. Damit hatte er die nötige Nähe zum König, um diesem die Angelegenheit diplomatisch nahe zu bringen.
Rubens schickte eine Depesche nach Paris, in der er seinen Freund darum bat einen vertrauenswürdigen Kurier nach Köln zu senden, um die Briefe abzuholen. Die Spione und Agenten des Kardinals hatten jedoch inzwischen ihre Augen und Ohren überall, und als ein Bote mit einer Depesche aus dem fernen Cologne für den Maler Simon Vouet bei Hofe auftauchte, erregte das selbstverständlich sofort das Misstrauen der wachsamen Diener Richelieus. Sie beobachteten genauestens Vouets Verhalten in den kommenden Tagen. Als dieser schließlich einen Vertrauten aus dem Kreis seiner Lehrlinge nach Deutschland davon schickte, war der Kardinal, welcher selbstredend über den letzten Aufenthaltsort der ehemaligen Regentin und deren verwandtschaftliche Beziehungen zu den anderen europäischen Höfen genauestens informiert war, endgültig sicher, dass es lohnende Neuigkeiten zu sichern galt.
Die Beschattung des Malerlehrlings auf seinem weiten Weg begann ohne Verzögerung und bei passender Gelegenheit übermannten ihn die Schergen des Kardinals, um ihn zu verschleppen. In finsterster Kerkerhaft erzählte der eingeschüchterte Jüngling schon bald ohne Umschweife alles, was er wusste.
Bereits am nächsten Tag befand sich ein kräftiger Mann namens Gaston Bergeracq auf der Straße, um den Weg des verschwundenen Pinselschwingers nach Köln fortzusetzen. Bergeracq war ein äußerst ergebener Diener Richelieus und einer seiner besten Agenten. Unauffällig und in der heruntergekommenen Kleidung eines wandernden Handwerkers führte ihn sein Auftrag unbehelligt bis in die Kölner Sternengasse, wo er von dem nichtsahnenden und vielbeschäftigten Künstler Peter Paul Rubens die Briefe in einer Ledermappe ausgehändigt bekam.
Unverzüglich machte sich des Kardinals Getreuer zu Fuß auf den weiten Weg zurück in die Hauptstadt.
Der junge Marcel Dupont war aus der Kerkerhaft freigelassen worden, nachdem die Männer des Kardinals ihn gegen ihren Agenten ausgetauscht und dieser sicher weit genug von Paris weg war. Er kehrte sofort an die Seite seines Meisters zurück und gestand ihm voller Verzweiflung sein Versagen. Aufs Höchste alarmiert, wandte sich Vouet an den König selbst.

von Michi - am 08.12.2006 12:05

Re: So fing alles an...

... genauso war es.

von Walter - am 08.12.2006 12:32

Re: Vorschlag für den 18ten

Doc schrieb:

Zitat

Und Franz übernimmt den Ochsenkarrenlenker. :-)
TOP - endlich einen Job, den ich kann. Und ich bin nicht überfordert mit der Führung von 2 Figuren gleichzeitig :-)

von KaiserFranz - am 08.12.2006 13:32

Re: Vorschlag für den 18ten

KaiserFranz schrieb:

Zitat

Und ich bin nicht überfordert mit
der Führung von 2 Figuren gleichzeitig :-)


Als Ochsenkarrenlenker musst Du aber Ochsen führen. Ohne Ochsenführerschein geht da nix.

von Doc - am 08.12.2006 13:47

Re: Vorschlag für den 18ten

Doc schrieb:

Zitat

Ohne
Ochsenführerschein geht da nix.


Der Föhra war ein armes Schwein, er hatte keinen Föhraschein...

von Michi - am 08.12.2006 14:32
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