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Dieter's Forum für Tabletopler
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Chris, Walter, Bernd S., Michi, KaiserFranz

Restalkoholfahnen

Startbeitrag von Bernd S. am 30.01.2007 07:38

Also los spuckt es aus was haltet ihr vom Film?
Ich fand ihn als amerikakritischen "Krieg ist sooo sinnlos" durchaus sehenswert....aber er hat mich nicht zu neuen Minirüstanfällen gebracht so wie damals James Ryan.....

Also gut, aber ohne Höhepunkt.....irgendwie unbefriedigend halt obwohl es Spaß gemacht hat...

Antworten:

Och, die Spezialeffekte waren sehenswert. Die restlichen Gefühlsduseleien waren langweilig wie immer. Nichts was man nicht schon irgendwo anders gesehen hat.
Was mich nur etwas nervt ist die Art wie die Japaner dargestellt wurden. Klar, vereinzelt in den Schützengraben rennen und schön rechtzeitig vorher schreien damit der Ami auch viel Zeit hat sein Bajonett hin zu halten. Das die Japaner so doof waren glaubt doch kein Mensch.

von Chris - am 30.01.2007 08:16
In dem Film wurden wieder die ewigen AMI-Dogmas gefeiert:

Japsen sind gnadenlose, affengesichtige Roboterkrieger, die sich in aussichtsloser Lage lieber zu Hackfleisch sprengen, als zu Verhandeln.

Die eine Botschaft, dass die Amis in der Masse blöd und mediengesteuert sind kam natürlich rüber; aber dass es in bewährter Spielberg-Klagemauer-Leier in 75% der Filmlänge gebetsmühlenartig wiederholt wurde geht mir auf den Sack.

Die andere Botschaft, dass es keine Helden gibt, sondern dass man nur auf seinen Unmittelbaren Umkreis aufpasst ist auch Odel. Es gibt in der Militärgeschichte genug Gegenbeispiele dafür und auf dem Tabletop: Mäch und die Hauseingänge :D.

von KaiserFranz - am 30.01.2007 08:24
Stimmt. Die Japse kamen nicht so toll weg. Anonyme kleine Männchen, die schreiend sich in ein aufgestelltes Bajonett werfen. Ist aber bei einem Amifilm nicht verwunderlich. Da ist der Gegner immer doof oder sch...
Schwarz-Weiß-Malerei eben, damit das Publikum auch kapiert, wo gut und böse liegt.

Habe heute im Bus meinen Osprey-Band zu den Japse gelesen. Die waren der Hammer. Während auf einen Japaner ungefähr 3lbs Material an Nachschub kamen, waren es bei den Amis 4 Tonnen! Mit wenigen Mitteln hat diese Armee solche Leistungen gezeigt.

Die Specials waren schon gut (anlaufende Flotte, Beschuss des Berges, Corsairs im Anflug).
Teilweise waren auch andere Szenen gut, z.B. Mann-über-Bord....

Ansonsten nervte etwas das ständige Herumgereite auf dem Nervenkostüm des Indianers. Warum wurde da nicht ein Weißer genommen? Komisch.

Aber ich schließ mich Bernd an. Ganz gut. Muss man aber nicht als DVD haben und nochmal anschauen. Minirüstanfälle bleiben aus.

von Walter - am 30.01.2007 08:32
Der Abend an sich war schön. Hat Spaß gemacht mit Euch. :)
Das Essen war auch gut (wie gesagt, ich wusste gar nicht, dass sich da oben noch ein Diner verbirgt).

Nun zum Film:
Der erste Gedanke, der mir kam, war: "Genau zur richtigen Zeit. Das amerikanische Volk hat bestimmt auf einen Heldenepos gewartet, weil es mit der Kriegsmüdigkeit heute genau so ist wie damals - oder schlimmer."
Der nächste Gedanke war eigentlich mehr ein Hoffen bis zum Ende des Filmes, dass die Japaner nicht wie in uralten Schwarzweißfilmen üblich gesichtslos und anonym als böser Feind dargestellt werden. Leider wurde ich da enttäuscht.
Und der letzte Gedanke war: "Toll, der blonde, blauäugige Saubermann war der einzig wahre Held, während der Schwarzhaarige mit den braunen Augen als Schleimer dargestellt wurde und der Indianer in der Gosse landete. Im ganzen Film hat obendrein kein einziger Farbiger eine Rolle gespielt. Political Correctness ist anscheinend kein Thema für National Heroes wie Mister Eastwood..."

Fazit: Unterhaltsames Kino, aber keine Highlights. Schöne Tricks, aufwändig gemacht, gute Kameraführung und prima Schauspieler. Gute Handwerksarbeit. Mich hat der Film allerdings in keinem Moment irgendwie bewegt, wodurch er deutlich hinter Private Ryan oder Apocalypse Now rangiert. Außerdem war keinerlei Spannungsbogen erkennbar, weshalb er ziemlich gelangweilt hat. Zumal Kriegsfilme ohnehin nicht mein favorisiertes Genre sind.
Ich ärgere mich nicht übers Geld, aber nochmal brauche ich ihn nicht zu sehen.

von Michi - am 30.01.2007 08:40
Also die Geschichte um Ira Hayes fand ich nicht verkehrt. Zumal sie auf Tatsachen beruht. Selbst der Schauspieler wurde gut gewählt. Er sieht dem Original verblüffend ähnlich.

Wikipedia: [de.wikipedia.org]

von Chris - am 30.01.2007 08:42
Stimmt. Im Absann sind auch teilweise Orginalaufnahmen von den Jungs. Die Schauspieler wurden gut gewählt.

von Walter - am 30.01.2007 08:54
auch super war es doch mal wieder den guten sledgehammer zu sehen

von Bernd S. - am 30.01.2007 10:19
...und den Scharfschützen von Private Ryan und den blonden Lieutenant von Band of Brothers.

von Chris - am 30.01.2007 10:30
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