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Algerienforum
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vor 15 Jahren, 2 Monaten
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Farida, Rosa

chirac in Algerien

Startbeitrag von Farida am 06.03.2003 19:32

Dienstag 4. März 2003, 15:46 Uhr
Chirac warnt vor «Zusammenstoss der Zivilisationen»
Oran (AP) Mit einer Warnung vor einem «Zusammenstoss der Zivilisationen» und einem Krieg gegen Irak hat der französische Präsident Jacques Chirac am Dienstag seinen umjubelten Staatsbesuch in Algerien beendet. «Die Welt ist heute von einem furchtbaren Bruch bedroht», sagte Chirac vor Studenten in Oran. ANZEIGE

Frankreich widersetze sich der Einschätzung, dass eine Konfrontation zwischen dem Islam und dem Christentum unausweichlich sei.

Um diese Vision Frankreichs gehe es auch in der Irak-Krise. «Der Krieg ist immer das Eingeständnis des Scheiterns, mit verheerenden Konsequenzen, die neue Feuer anfachen und das Lager des Hasses und des Obskurantismus stärken können», erklärte Chirac, der von den Studenten der Es-Senia-Universität langen Beifall erhielt. «Sie sind ein grosser Mann und wir sind stolz auf Sie», lobte eine algerische Studentin den französischen Präsidenten.

Am Morgen hatten nach Behördenangaben rund eine halbe Million Menschen Chirac einen begeisterten Empfang in der zweitgrössten Stadt Algeriens bereitet. Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika forderte den Friedensnobelpreis für seinen französischen Kollegen. Er wünsche ihm die Auszeichnung im Namen aller Völker, die gegen einen Irak-Krieg seien, sagte Bouteflika im Radio Europe-1. Zugleich appellierte der algerische Staatschef an Bagdad, sich der «erniedrigenden» UN-Resolution 1441 zu beugen und abzurüsten.

Chirac hatte bei seinem dreitägigen Staatsbesuch - dem ersten eines französischen Präsidenten seit dem Ende des Unabhängigkeitskriegs - der ehemaligen Kolonie eine neue Partnerschaft angeboten. Mehrfach verwies er dabei auf das Vorbild der Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Dienstag 4. März 2003, 10:13 Uhr
Algerien: Chiracs Einsatz in Irak-Krise gelobt

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Algier/Paris (AFP)

Frankreichs Präsident Jacques Chirac hat nach Ansicht seines algerischen Kollegen Abdelaziz Bouteflika den Friedens-Nobelpreis verdient, sollte sein Einsatz einen Irak-Krieg verhindern können. Falls Chirac dies gelinge, solle er "im Namen der arabischen Völker, der afrikanischen Völker, aller Völker einschließlich des amerikanischen Volkes" den Friedens-Nobelpreis erhalten, sagte Bouteflika in Algier dem französischen Radiosender Europe 1.

Die Menschheit sei "der Kriege und der Konflikte müde", sagte Bouteflika. Wenn es Möglichkeiten zum Frieden gebe, müssten diese genutzt werden, "da darf man sich nicht lumpen lassen". Die UN-Resolution 1441 zur Abrüstung Iraks sei "hart" und "demütigend" für Bagdad, das Land müsse sie aber umsetzen. Algerien sei wie die Afrikanische Union und die Arabische Liga gegen einen Krieg.

Chirac absolvierte seit Sonntag einen als historisch geltenden dreitägigen Staatsbesuch in Algerien, dem früheren französischen Departement.

von Farida - am 06.03.2003 19:32

Emira ...

Frag mal deinen Mann was sie gezahlt haben an die Fähnchenschwenger,,,,
Bütteeeeeeeeee

von Farida - am 06.03.2003 19:33

Muss ich nun kotzen oder nicht?

Montag 3. März 2003, 16:38 Uhr
Chirac bietet Algerien neue Partnerschaft an
Algier (AP) Vier Jahrzehnte nach dem Ende des Algerien-Kriegs hat der französische Staatspräsident Jacques Chirac die ehemaligen Kolonie zu einer neuen Partnerschaft aufgerufen. Die französisch-algerische «Schicksalsgemeinschaft» solle dem Frieden und der Stabilität im Mittelmeerraum dienen, sagte Chirac Anzeige

am Montag vor dem Parlament in Algier. Dabei dürfe die schmerzhafte Vergangenheit nicht vergessen werden.

Chirac war am Sonntag zum Auftakt des ersten Staatsbesuchs eines französischen Präsidenten in dem nordafrikanischen Land nach dem Ende des achtjährigen Unabhängigkeitskriegs 1962 triumphal empfangen worden. Hunderttausende Algerier bejubelten Chirac und seine Haltung im Irak-Konflikt. Vor den Abgeordneten bekräftigte der französische Staatschef, den UN-Waffeninspekteuren müsse mehr Zeit eingeräumt werden. Zugleich forderte er von Bagdad bessere Zusammenarbeit.

Frankreich und Algerien müssten sich zu ihrer «gemeinsamen Geschichte mit ihren Schatten und Rissen» bekennen, sagte Chirac. Der blutige Algerien-Krieg, in dem französische Soldaten auch folterten, war lange ein Tabuthema in Frankreich und wurde bis 1999 offiziell als «Operation zur Aufrechterhaltung der Ordnung» umschrieben. Am Sonntag hatte der Präsident einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Krieges niedergelegt, in dem er selber als Soldat teilnahm.

In den 90er Jahren wurden die Beziehungen durch die Entführung einer Air-France-Maschine auf dem Flughafen von Algier 1994, die Ermordung französischer Mönche in Algerien und eine von der algerischen Bewaffneten Islamischen Gruppe (GIA) gesteuerten Terrorwelle in Paris belastet.

In Algerien wurden seit 1992 bei Terrorakten sowie Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Islamisten schätzungsweise 120.000 Menschen getötet. Präsident Abdelaziz Bouteflika hat eine Politik der nationalen Versöhnung eingeleitet.

von Farida - am 06.03.2003 19:35

ja ich muss

Dienstag 4. März 2003, 14:41 Uhr
Algerischer Präsident schlägt Chirac für Friedensnobelpreis vor
Paris (AP) Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika hat den Friedensnobelpreis für seinen französischen Kollegen Jacques Chirac gefordert. Er wünsche ihm die Auszeichnung im Namen aller Völker, die gegen einen Irak-Krieg seien, sagte Bouteflika am Dienstag im Radio Europe-1. Zugleich appellierte der algerische Staatschef an Bagdad, sich der «erniedrigenden» UN-Resolution 1441 zu beugen und abzurüsten. Darin sei aber keine Rede von einem Regimewechsel in Irak oder einer Demokratisierung, sondern nur von der Zerstörung der Massenvernichtungswaffen, sagte Bouteflika.

Chirac wurde bei seinem Staatsbesuch in Algerien auch am Dienstag wieder von der Bevölkerung bejubelt. Der französische Staatspräsident ist bereits offiziell für den diesjährigen Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden.



Der Hammer ,der totale Hammer.
Dieser Tag geht ein in die Geschichte als Faridas Kotztag...

von Farida - am 06.03.2003 19:37

schade

hallo, einsam säbelrasselnde farida (dieses forum ist leer?),

ich fühl mich hier fehl am platze, aber ich will dir auch sagen warum.

schade, dass dich chancen unserer heutigen zeit zum kotzen bringen. ich denke, es ist doch egal, wer wen zu welchem preis vorschlägt - was bedeutet das schon. viel wichtiger finde ich, dass wir heute die chancen ergreifen, die unsere grosseltern und eltern vielleicht nicht hatten. irgendwann müssen klar die ereignisse ausgesprochen werden (und wenn du französisches Fernsehen empfangen kannst, wirst du es sehen können) und dann muss es an friedens- und versöhnungsarbeit gehen. ich sehe da wie chirac eine parallele zur geschichte deutschlands und der alliierten, wenn auch nicht alles vergleichbar ist. man kann nicht ewig in hass verharren, denn hass zehrt den hassenden auf!

ich will keine greuel wegdiskutieren und ich weiss, was das bedeutet, weil meine familie in einem anderen krieg auf freund- *und* feindesseite greuel erlebte. genau diese familie hat aber später auch unter "freund und feind" geheiratet! irgendwann muss auch der stinkefinger, der auf den anderen zeigt, zu einem visionären zukunftsfinger werden. und manchmal kann man sich sogar stinkefingerhände reichen und neu anfangen!

weisst du, wann *ich* kotzen muss? wenn mir algerier vorwerfen, dass ich französisch rede und nicht bedaure, in frankreich zu leben. hass und retourrassismus bringen die welt nicht weiter (und jene algerier leben ja auch gern in frankreich ;-)

was soll dieser rassismus auf beiden seiten denn noch? geht es nicht langsam mal drum, miteinander leben zu lernen? wir kommen nur zu einer friedlichen welt, wenn wir auch mal neuanfänge wagen.

glaub mir, manchmal wird man müde, wenn man dem anderen die hand reicht und dafür immer nur angepinkelt wird.
und auch, wenn du wieder kotzen musst: ich finde es gut und richtig, dass die franzosen endlich aufwachen, hinschauen und sich bewegen. das muss auch mal gesagt werden.

grüsse aus frankreich,
rosa

von Rosa - am 07.03.2003 12:19

Ach Rosa komm sei wieder gut mit mir.Bitte!

Rosa meine Sonne,mein Licht ,meine Rose,
Aber was soll ich denn machen?
Ich brauche einen Feind...und Bouteflicka und Chirac die passen so gut zusammen ...
Sowas kann man nicht von oben verordnen .Zb ,habe ich eine richtig französische Mailfreundin ,dich das ist doch ein Anfang oder nicht?
Hätte mir das einer vor Jahren gesagt,hätte ich mir an den Kopf gefasst und ihn ausgelacht..
Mein Problem ist eher Bouteflicka und seine Mannen ,als Chirac...mit dem kann ich leben..
Irgendwie geht uns oder mir das alles zu schnell.

wenn mir algerier vorwerfen, dass ich französisch rede und nicht bedaure, in frankreich zu leben. hass und retourrassismus bringen die welt nicht weiter (und jene algerier leben ja auch gern in frankreich

nene Rosa ,pass mal auf ,wenn sie einen Franzosen in der U Bahn vertrimmen würden ,da würde ich auch dazwischen gehen.


Mir sagte neulich einer in einem Forum das ein franz.Regiment bestehend aus Nirdafrikanern beim Einmarsch in Deutschland den Frauen die Brüste abgeschnitten hätte.
Weisst Du wer die Franzosen da verteidigt hat? Rate mal? Ana Farida ,weil es nicht stimmte..
Natürlich weiss auch ich das es gute Franzosen gab auch 54 bisd 62 und ich halte De Gaulle für einen fähigen Mann ,nicht wie Mitterrand.
Die meisten wussten eh nicht was alles da abging..
Also meine Denke hat sich seid dem kennenlernen mit einer gewissen Rosa al Ward extrem geändert...
Die jüngeren die nachwachsen wie mein Tochter 16 und ihre Freunde ,die schert das alles einen Kehricht.


Mittlerweile konzentriere ich mich voll auf die al Sauds....und ihre Infiltration....usw..


Herzliche Grüsse
Farida und sei wieder gut

von Farida - am 07.03.2003 14:12

ich bin gut ;-)))

ich bin dir nicht böse, Farida, ich hab nur versucht, auch mal meine Meinung zu sagen ;-)
Das mit dem Bouteflicka, ja, das ist ein Problem, aber leider dürfen sich ja Staatsmänner nur mit Staatsmännern treffen und da bleibt dem Chirac nichts anderes übrig. Ich denke mal, dass alle wissen, was da läuft und wie es laufen kann. Ob die Schweden dann auf so einen hören, da lass uns mal müde gemeinsam lachen ;-)))

Jedenfalls habe ich schon den Eindruck hier, dass auch das viel beschimpfte Jahr Algeriens einer Menge Franzosen den Horizont weitet und Hemmschwellen abbaut. Jedenfalls bei denen um mich herum, mit den ewig Gestrigen geb ich mich ja nicht ab *g*.

Aber in Zukunft werden ja eh die Amis bestimmen, wer Staatsmann ist und wer nicht *bösezynischgrins* und da wird sich Chirac nicht lange halten können! Die haben bereits einen Käse-Wein-und Wasser-Boykott eingerichtet!!! Werden in Zukunft Öl trinken müssen und Asphalt essen *lach*.

In diesem Sinne - bon fromage! ;-)
Rosa

von Rosa - am 07.03.2003 14:38

Re: ich bin gut ;-)))

Gutttttttttttt.!Freu..
Bouteflicka ist nicht beliebt ,absolut nicht...Ich war immer ein Fan von Boudiaf ,Ait Ahmed und so...Die hatten und haben Klasse.

Boudiaf hätte den Laden aufgeräumt ....Pokemännchen ist auch nur einer von denen die sich das Säckel stopfen...



Mit dem Ami das predige ich schon seit Jahren und das macht mir einen ziemlichen Kopp.
Siehst ja was dabei heraus kommt ,wo er ist ist Zoff.
Ach weisst Du gestern abend habe ich franz.Tafelwasser getrunken und Coca Colda wird bei uns eh seid Jahren Boykottiert.lol


Gruss an die Brühe
Farida

von Farida - am 09.03.2003 08:43
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