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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren
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Joyce[F], angelika, JoeInTheBox[F], Stachelbiene[F]

Eine Geschichte ohne Namen :-) - (zum weiterschreiben)

Startbeitrag von JoeInTheBox[F] am 16.06.2003 12:01

Was haltet Ihr davon, wenn wir einfach mal ne Geschichte selber erfinden? Jeder der Zeit, Lust und Ideen hat, tippselt einfach an der Stelle weiter, an der der „Vor“-erzähler aufgehört hat – mal sehen, was dabei rauskommt.
Versucht beim Schreiben ein wenig in dem Umfeld zu bleiben, was bisher beschrieben wurde. Um neue Personen einzuführen, wechselt ruhig mal den Handlungsort. Vielleicht entstehen so verschiedene Handlungsfäden, die dann von irgendjemanden zusammengeknüpft werden... oder es entstehen gleichzeitig verschiedene Geschichten J... Aber: die Gesamtgeschichte soll doch mehr oder weniger von vorn nach hinten durchlesbar sein...
Ich mach einfach mal nen Anfang, würde mich freuen, wenn die Geschichte schnell länger und spannender wird...

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Der alte Ejo wischte bestimmt zum 100sten Mal über den ohnehin blitzblank geputzten Tresen. Was war heute nur los? Sonst war die Taverne um die Zeit schon immer bis auf den letzten Platz gefüllt! Heute: keine Seele weit und breit zu sehen.
Nachdenklich schüttelte er den Kopf und schaute fragend zu seinem Fluwonk herüber. Doch auch das niedliche, vierflüglige Wesen, das er vor Jahren von seinem Freund Holtar geschenkt bekommen hatte, konnte ihm keine Antwort geben, schlug kurz mit seinen Unterflügeln und döste scheinbar weiter vor sich hin...
Wollte denn heute nach der Arbeit auf den Feldern niemand seinen Durst mit einem guten Becher Rotwein lindern? Sich an einem frisch gegrillten Pulmati-Steak laben?
War etwas passiert? Allmählich fiel Ejo die ungewöhnliche Stille auf, eine Stille, die er meinte, fühlen zu können...
Ejo hielt es nicht länger aus. Er musste wissen, was hier los war! Er warf sein Wischtuch in die Ecke, band die Schürze ab, und humpelte, so schnell er eben konnte, zur Tür. In dem Moment stimmte der Fluwonk ein herzzerreißendes Gejammer an, wie Ejo es noch nie von ihm vernommen hatte.
Ejo drehte sich verwundert um. Was war das? Wollte ihn der Fluwonk vor etwas warnen? Oder hielt auch er die bleierne Stille nicht mehr aus? Gleichwie: Ejo musste wissen, was los war. Er öffnete die Tür...

LG

Antworten:

die gasse, die zu seiner taverne führte lag, wie immer am frühen abend, in kühlem dunkel. die sonne war schon so tief gesunken, dass sie hinter den giebeln der werkstätten, krämerläden und lager, die die gasse säumten, verschwand.
ejo ließ seine blicke die gasse hinauf und hinunter gleiten... kein geschäftiges treiben, wie sonst um die zeit. bei seinem nachbarn, der sonst zu dieser stunde mit lärmiger geschäftigkeit seine seine kisten und fässer vom schmalen gehweg wieder in's innere des kühlen verkaufsgewölbes räumte, war keine bewegung zu bemerken. auch schräg gegenüber bei dem schneider, der sonst beim licht einer öllampe auf seinem tisch hockte und stichelte, war alles dunkel.
ejo war verwirrt... er kraulte seinen eisgrauen bart, eine geste, die ihm schon als junger mann zueigen war und die ihm das gefühl von gewonnener zeit vermittelte. da, wieder ein wimmern des fluwonks. er wendete sich zurück in's innere der taverne



von angelika - am 16.06.2003 13:43
und erschrak. den der fluwonks saß nicht mehr an der selben stelle wie immer. ejo drehte sich hektisch nach allen seiten und versuchte die richtung des gejammers auszumachen. doch sobald er dachte er sei näher dran und das jammern würde lauter, verstummte es sogleich. ejo hatte nun alle ecken der taverne durchsucht und konnte fluwonks nicht entdecken.
verzweifelt und ebenso verwirrt begab er sich nun doch hinaus auf die verlorene gasse.
langsam ging er sie entlang....die stille war kaum auszuhalten. nicht mal ein windzug war zu spüren.
kein mensch weit und breit...keine hühner die wie sonst die körner vorm bäckersladen aufpiekten, keine katzen die vor den küchenfenstern nach futter bettelten. und auch der hund des schneiders, der immer wache vor seiner stube hielt, war nicht zu sehen.



von Joyce[F] - am 16.06.2003 15:20
.......Jetzt wurde es Ejo unheimlich. Diese Stille, diese leeren Gassen jagtem ihm Angst ein. Er war naemlich nicht geade der mutigste aller Zeitgenossen. Er streifte sich seine Schuerze ab und griff zur Vorsicht zu einem grossen Stein, der auf dem Weg lag. Leicht zitternd machte er vorsichtig einen Schritt nach dem anderen in die Richtung, wo er vorher noch das Gejammer seines Fluwonks vernommen hatte. "Wenn ich nur wuesste, wo ich nach ihm suchen koennte?" fragte er sich kleinlaut. Um sich selbst Mut einzufloessen, pfiff er vor sich hin. Ploetzlich liess ihn ein Schatten zusammenfahren-"Unmoeglich!!!" schrie er auf und traute seinen Augen nicht...........



von Stachelbiene[F] - am 16.06.2003 19:57
mitten auf dem marktplatz standen in stoischer, schweigender ruhe die bewohner des ortes.
über ihnen wölbte sich ein dach, höher als die kuppel der kirche, die daneben grotesk winzig aussah und so weiträumig, dass darunter der gesamte platz verborgen war wie unter einem hohen gewölbe.
ejo starrte wie gebannt. woher mochte dieses dach so plötzlich gekommen sein? aus welchem baustoff mochte es erschaffen sein in weniger als einem tag, denn, da war sich ejo ganz sicher, als er am morgen auf dem weg zur taverne war um alles zu richten bevor die ersten, frühen gäste einträfen, da war weder von dem dach noch von irgendeiner ausßergewöhnlichen geschäftigkeit etwas zu sehen gewesen.
die marktfrauen hatten ihr gemüse feilgeboten, die eier-luma pries mit lauter stimme ihre ware und auch der balomir-verkäufer stand wie immer an seinem platz neben dem brunnen.
während elo noch stand und staunte zupfte es an seinem linken knie. der fluwonk



von angelika - am 17.06.2003 07:46
Ejo schaute nach unten und setzte sich den Fluwonk auf seine linke Schulter - seinen Stammplatz, und schaute sich weiter um: Völlig unverständlich war, daß niemand, wirklich niemand sich auch nur ein wenig bewegte. Selbst das Wasser im Brunnen schien erstarrt...
Und dazu diese unheimliche Kuppel...
Ejo schritt langsam über den Marktplatz. Aber irgendeine Bewegung war doch zu sehen, wenn er sich den Leuten näherte! Er drehte sich um: Der Balomir-Verkäufer auf der anderen Seite des marktes stand wie zur Salzsäule erstarrt - die Eier-Luma bewegte drehte ganz langsam ihren Kopf; wie in Zeitlupe rollte ihr ein Ei aus der Hand...
Doch noch ehe Ejo sich fragen konnte, was das nun wieder zu bedeuten hatte, fing der Fluwonk wieder an zu zetern. Völlig entnervt macht sich Ejo zurück auf den Weg zu seiner Taverne. Der Fluwonk verstummte. Ejo drehte sich nochmals zu der Kuppel um - und der Fluwonk fing wieder an zu wimmern. Wollte das Wesen ihm etwa etwas mitteilen? Ihn in eine bestimmte Richtung lenken? Nachdenklich ging Ejo zurück in seine Taverne...



von JoeInTheBox[F] - am 17.06.2003 08:35
dort angekommen genehmigte er sich erst einmal einen starken schnaps. er zweifelte schon langsam an seinen sinnen. "das ist doch alles nicht möglich" murmelte er vor sich hin, während der fluwonk sich vor ihm auf die theke setzte. nach dem dritten gläschen schnaps beruhigte ejo sich langsam wieder und versuchte einen klaren gedanken zu fassen. der fluwonk fing plötzlich an wie wild auf der theke hin und her zu laufen, als spüre er das ejo anfing über das geschehnis nachzudenken. "was für ein komisches vieh du doch bist" sagte er zu seinem gegenüber. ejo beschloss sich einen sack mit brot, schnaps, wasser und getrocknetem fleisch einzupacken und sich auf den weg zu machen. er musste einfach wissen was hier vorging....und um auf alles vorbereitet zu sein schnappte er sich noch sein gewehr, das er immer griffbereit unter dem ausschank aufbewahrte. ejo und der fluwonk machten sich auf den weg.....



von Joyce[F] - am 18.06.2003 18:07
diesmal bog er vor seiner türe zur anderen seite ab. stadtauswärts, in richtung des fenween-moores wandte er sich,
ohne dafür eine wirklichen grund zu haben.
mit schweren schritten ging er seines wegs, die schnäpse hatten ihre wirkung nicht verfehlt, auch wenn er ein gastwirt war, pflegte er nicht häufig zu solch hochprozentigen tropfen zu greifen.
wie er so auf den weg starrte um sich nicht in einem der vielen schlaglöcher seinen fuß zu vertreten, sah er auf einmal ein blinken. er bückte sich um genauer hinzuseh'n und erspähte eine münze, die wohl einem anderen entfallen und dann zwischen zwei wurzeln halb im verborgenen zu liegen gekommen war. ei, das war doch einmal eine angenehme überraschung an solch einem seltsamen tag.... schon in dem moment, in dem er die münze mit den fingern berührte, fühlte ejo sich fröhlich und beschwingt und als er sie näher betrachtete und suchte ihren wert zu ergründen und die seltsamen zeichen der prägung zu entziffern, fielen alle ängste und unsicherheiten der letzten stunden von ihm ab.
er machte kehrt, setzte eilends einen fuß vor den anderen um mit traumwandlerischer sicherheit auf dem kürzesten weg in den ort zurückzukehren.
dem ewok gefiel dieser sinneswandel gar nicht, auch schien auf ihn die münze eine ganz anders geartete wirkung zu haben. seitdem ejo sie in der hand hielt, fühlte sich der kleine unwohl und sprang schließlich mit einem klagelaut von der schulter seines herren und verschwand in der dunkelheit der nacht



von angelika - am 18.06.2003 21:47
ejo merkte erst einige meter später das sein fluwonk nicht mehr da war. er drehte sich einmal kurz um seine eigene achse und führte dann seinen weg weiter fort ins ortsinnere. seltsam das ihn die abwesenheit seines treuen begleiters gar nicht weiter beunruhigte. kaum hatte er diesen gedanken fing er fröhlich an zu pfeifen, was ihn noch mehr irritierte. was war nur mit ihm los? das muss wohl der schnaps ausgelöst haben, dachte sich ejo.
die nacht wurde immer stiller und immer schwärzer.....bald sah er nicht mal mehr seine hand vor augen, geschweige denn wusste er ganau wie weit entfernt er sich vom ortsinneren befand. schnellen schrittes setzte er einen fuss vor den anderen als er aufeinmal zu fall kam.....



von Joyce[F] - am 19.06.2003 14:49
die münze glitt ihm aus der hand und bevor seine hände noch den boden erreichten um sich abzustützen, lichteten sich seine gedanken.
er blickte um sich. wieso war er in den ort zurückgekehrt? seltsam, er konnte sich gar nicht erinnern, den weg zum marktplatz eingeschlagen zu haben. langsam kehrte die erinnerung zurück.... die münze.... wo war sie?



von angelika - am 19.06.2003 14:56
so schnell wie er sie entdeckt hatte, so schnell war sie auch wieder verschwunden. er konnte sie nicht mehr finden, egal in welchem riss im boden er suchte. während er versuchte sich wieder aufzurappeln hörte er von weitem das gegrummel seines fluwonks. "ach herrje, wo bist du nur? wie konnte ich dich verlieren?" rief ejo verzweifelt. sein fluwonk folgte herrchen's stimme und kam sogleich bei ihm und schlug kräftig mit seinen flügelchen, damit drückte der kleine kerl seine freude aus.
endlich wieder vereint verschafften sie sich erstmal einen überblick über die situation.



von Joyce[F] - am 19.06.2003 17:16
sie standen beide wieder am rande des marktplatzes, den sie erst einige stunden zuvor verlassen hatten.
inzwischen war es nacht geworden und trotzdem standen die bewohner des ortes nach wie vor an ihren plätzen unter der seltsamen kuppel.
das ei, dass der eier-luma aus der hand gefallen war, hing noch immer in der luft, der wasserstrahl der pferdetränke plätscherte nicht sondern wölbte sich wie ein silberner bogen über dem steinernen becken, alles war erstarrt.
ejo trat, den kleinen fluwonk auf der schulter, zwischen die anwohner die sich aus unerklärlichen gründen dort zusammengefunden hatte und betrachtete sie forschend....
der schmied hielt den schweren hammer in der hand und doch zitterten seine muskeln nicht, florabunda machte den eindruck gerade beim binden eines duftenden wickenstraußes zu sein und, obwohl sie genau die gleichen wicken schon bei seinem ersten eintreffen am markt in den händen hielt, ließen diese nicht ihre köpfe hängen. ejo wusste nicht, was er davon halten sollte



von angelika - am 19.06.2003 18:38
ejo ging duch die menschenmenge....bewegte sich unter dieser seltsam aussehenden kuppel. er stand gerade vorm drucker der sonntagszeitung und begutachtete ihn von allen seiten. der herr hielt eine lupe in der einen hand und in der anderen ein stück papier, er rührte sich aber auch keinen zentimeter, wie alle anderen menschen und tiere auf dem marktplatz.
ejo ging um ihn rum und nahm ihm dann schliesslich das papier aus der hand. er versuchte die worte darauf zu entziffern, dies war aber gar nicht so einfach, da die tinte so seltsam verwischt war. ejo ging zum schmied und hielt das blatt gegen die noch glühende kohle.....jetzt konnte er sogar in dieser äußerst dunklen nacht die worte auf dem stück papier entziffern.
er erschrak fürchterlich als er den ersten satz gelesen hat.....



von Joyce[F] - am 19.06.2003 22:48
...der lautete "vor genau 500 jahren, passierte in diesem ort etwas seltsames, bis heute unerklärliches, und nur ein mensch konnte von diesem ereignis berichten"
ejo rieb sich die stirn, die worte schwirrten durch seinen kopf.....vor genau 500 jahren.....etwas unerklärliches....
mag es einen zusammenhang geben? fragte er sich.
er wollte eben weiterlesen als das blatt papier von der glühenden kohle entzündet wurde. panisch versuchte er die flammen zu ersticken, doch es war zu spät, kein einziges weiteres wort konnte er mehr entziffern.
das er auch immer so unachtsam war, schimpfte er mit sich selbst.
es half aber nichts, was geschehen ist ist geschehen. da kam ihm aber der gedanke beim drucker zuhause nach mehr informationen zu suchen.
der drucker, der sich djenno nannte, hatte in seinem haus ein zimmer das er als druckerei nutzte.
ejo machte sich also auf den weg.....



von Joyce[F] - am 30.06.2003 05:55
er ließ den amboß neben dem glühenden feuer hinter sich, passierte die eier-luma, warf im vorbeigehen einen zerstreuten blick auf die pferdetränke und prallte plötzlich gegen eine unsichtbare wand.
was war das? er konnte nicht unter dem weit über ihm gespannten dach hervortreten!
er trat ein paar schritte zur seite, richtung kirche und versuchte es erneut. nein, es war kein durchkommen. wie eine unsichtbare, sanft nachgiebige aber doch undurchdringbare leinwand eines riesigen zeltes fühlte sich der widerstand an. leinwand ließ sich zerschneiden... ejo blickte sich um. wie weit war er wohl vom stand des scherenschleifers entfernt? keine zwanzig schritte, das würde ein leichtes sein mit einer der frisch geschliffenen scheren ..... sein denken wurde langsam, trübe.... scheren? wozu scheren?



von angelika - am 30.06.2003 14:58
er merkte wie sein körper immer steifer wurde....er fühlte sich unendlich schwer....gerade als er sich dieser seltsamen macht hingeben wollte rief von weitem eine stimme: "hey ejo, was ist hier nur geschehen. du bist der einzige der sich bewegt" ejo konnte ihm nicht antworten, er konnte nicht einmal sehen zu wem die stimme gehörte. sein fluwonk liess schon den kopf hängen und atmete gleichmässig. ejo versuchte mit letzter kraft die richtung zu orten aus der die stimme kam als plötzlich



von Joyce[F] - am 03.07.2003 13:37
ein gleißendes licht die nacht erleuchtete. geblendet versuchte ejo seine augen zu schließen aber es gelang ihm nicht. er fühlte wie tränen aus seinen gequälten augen flossen und dann hörte er ein geräusch, dass ihm die haare zu berge stehen ließ.... so hoch, so spitz, so schrill, kein wort wollte ihm einfallen, dass auch nur annähernd getroffen hääte, was er da hörte.
seine ohren begannen zu schmerzen, nichts wünschte er sich sehnlicher als



von angelika - am 03.07.2003 14:12
das der ton endlich verstummen sollte. es war unerträglich, der schmerz in seinen augen, in seinen ohren und in jedem zentimeter seines körpers. es mischte sich ein lautes schreien in diesen grässlichen ton, doch er konnte nicht ausmachen woher es kam.
und urplötzlich war alles still.
ejo spürte nur noch das ihn jemand am hemdärmel zog....und dann wurde es schwarz um ihn......



von Joyce[F] - am 03.07.2003 14:42
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