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Informationen zum Thema:
Forum:
Schattentraum - Storyteller
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
namenlos, der schwarze Schalk, S.O.N.

Nehmen wir an...

Startbeitrag von S.O.N. am 16.12.2005 07:36

....nehmen wir an
es könnte so etwas wie Gott geben
Wäre das nicht schön?
Aber wäre es nicht ZU schön
Zu glauben er wäre Gütig?
Können wir nicht davon ausgehen
daß wer die Macht hat auch mit ihr spielt
Mit mir, mit Euch….

Ich sitzend am Straßenrand, sehe den Mann nach, der mit seinen gelben Schuhen an mir vorbei ging. Ich Hasse diese gelben Schuhe, denke ich so bei mir. Und dann denke ich, warum die anderen Passanten nicht seine Tränen sehen. Sein Leben- nur ein Stück Staub der Welt. Seine Eltern streiften Ihm diese gelben Schuhe über, als er aufbrach allein in die Leere. Irgendwann bluten die Blasen nicht mehr…
Meine Gedanken ordnen sich. Ich springe auf. Halt! Halt, rufe ich. Ich liebe Deine gelben Schuhe, und renne Ihm nach. Immer schneller, ich habe Ihn fast eingeholt. Ein Mann überholt mich mühelos. Im Schweben sein höhnisches Gesicht scheint mich meiner Torheit auszulachen. Nein Gott, bitte nicht. Lass Ihn! Schicke Ihn nicht jetzt ins zerfallene Vergessen, ins nichts. Beide stehen Sie nun dort zusammen vor mir, wo ich noch vor einer Sekunde hinstürzen wollte. Komm mit mir, höre ich Ihn zu den Mann mit den gelben Schuhen sagen.
Ich schreie, oder versuche es zumindestens, Warte! Nur einen Augenblick, nur einen Moment. Traue Ihm nicht! Hör mir nur ein paar Worte zu…
Keine Tränen mehr auf des Mannes Gesicht, keine Gefühle mehr in seinen Augen. Ich bin zu spät. Ich sehe den leblosen Körper zusammen fallen. Leute strömen um Ihn zusammen. Betäubt setze ich mich wieder an den Straßenrand. Wie Armeisen mit riesigen Augen wuseln die Menschen vor mir auf der Strasse. Die gelben Schuhe am Ende des leblosen Körpers auf der Strasse sind schon ganz verblasst. Und ich frage mich, ob die Menschen wohl das weinende Mädchen mit den rasierten Haaren sehen. Das Mädchen, dem am nächsten Dienstag um halb drei dieser alte höhnische Mann ein Auto in Ihren Körper schleudert.

Antworten:

Nehmen wir an es gibt diesen "Gott"....und zwar genauso wie in der Bibel beschrieben...

Nach mehreren tausend Jahren Pest ,Elend , Städtezerstörung und Völkermordung....
müsste selbst der Besinnungsloseste Gott irgenwann vernünftig werden....

Aber ein Hoch auf seine Kirche , welche ihre eigenen Grundsätze mordete , seine Heiligen jagte , Unschuldige folterte , fremde Schätze hortet und die Armen verhungern lässt! ^.^

wenn man nach dem altem Prinzip geht das der Glaube die Götter erschafft....
dann würde ich getrost sagen das unser Allah/Gottvater/JHWH....eine ziemlich Multiple Persönlichkeit ist ^.^

ein Hoch auf die Kirche ^.^

dank ihr wissen wir was schlecht ist ,-)



von der schwarze Schalk - am 21.12.2005 22:08
Nehmen wir an...

ich war im Land der Toten und bin wieder hier um euch davon zu berichten.
Es ist nicht wie die Bibel sagt der Himmel oder die Hölle. Es sei denn es gäbe nur die Hölle, aber dann frage ich mich warum treffe ich dort meines Nachbars Kinde, welches im Alter eines halben Jahres plötzlich verstarb. Kahl und kalt war es dort. Wie unbeseelte Hüllen wurde dort jeder nach kurzer Zeit. Hoffnungslose Augen, fragen hier und da Neuankömmlinge wie es denn dort war von wo er kam, denn vergaßen wir was unser Leben einst war und was es bedeutet hatte. An unsere Eltern, Freunde, an die Sonne, an Lachen oder Weinen konnten wir uns sehr bald nicht mehr erinnern. Doch dann kam die Stunde in der sich alles ändern sollte.
Ein Mädchen und ein Junge betraten den Platz sahen uns mittleidg an. Das Mädchen kam auf mich zu und fragte mich: "Wie heisst du?" Ich konnte nur mit den Schultern zucken und sagte ihr: " Ich weiß nicht, ist aber auch egal, denn wozu einen Namen haben." Entfernt konnte ich mich daran erinnern das es mal einen gab, aber ich sah keinen Sinn mehr darin einen zu haben. Dieses Mädchen sah mich mitleidg an und brachte mit einigen Worten ihr bedauern zum Ausdruck. Was mir jetzt auffiel war, keiner hatte hier noch Farbe an sich, nur die beiden kamen hier nicht grau an, sie hatte rote Haare und grüne Augen, er blutrote Lippen, einen blonden Lockenschopf und blaue Augen. Ihre Kleidung war allerdings ebenso grau wie die unsrige. Die beiden Tuschelten miteinander und als hätten sie die Lösung für alles hier Strahlten sie uns an und riefen alle zusammen. So drängten alle Leiber sich um sie und das Mädchen begann als erste zu erzählen:
Kennt ihr denn Sonneschein, wie er die Wiesen kitzelt und mich jeden Tag aus meinem Bett gekitzelt hat.... So erzählte und erzählte abwechselnd sie dann er von allen Farben der Welt, beschrieben uns Gerüche und sie Lachten, einmal weinte sie auch, als sie davon erzählte, wie ihr kleine Meerschwein starb. In unseren Augen begann ein kleines Leuchten und als sie müde vom erzählen aufhören wollten, wollten wir mehr hören. Doch dann rief das Mädchen wir sollte ihnen folgen. Weil wir alle von den beiden so angetan waren und mehr von ihnen erfahren wollten folgten wir den beiden. Es dauerte sehr lange und manche gaben es auf und blieben irgendwann einfach stehen, aber ich ging mit ihnen und wir kamen nach etlicher Zeit der völligen Dunkelheit einem Licht näher, das viel heller war als andere was bis dahin gesehen hatten zumindest so weit wir uns erinnern konnten.
Wir traten aus dieser Dunkelheit inmitten einer grünen Wiese am blauen Himmel die Sonne und Vogelgezwitschert war aus vielen Richtungen zu hören. Mit uns geschah etwas seltsames, wir bekamen alle wieder Farbe. Eines allerdings blieb verloren, die Erinnerung an unser vorheriges Leben. So gaben die beiden uns Namen, aber diesen verrate ich jetzt noch nicht.

von namenlos - am 09.01.2006 09:14
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