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Schattentraum - Storyteller
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
namenlos, S.O.N.

den Tod gesammelt...

Startbeitrag von S.O.N. am 06.11.2006 21:37

Mein Name ist SON.
Die sagen man kann seinen Tod nicht vortäuschen. Dabei ist es so leicht.
Ich lebe bereits seit 7 Jahren als „Toter“. Ich könnte behaupten es wäre schwer gewesen. Aber das war es nicht. Eher ein Zufall. Ich hatte die Nase so voll von all der Stadt in die ich gespuckt wurde, in die meine Eltern mich ungefragt geworfen haben. Ich bin Ihnen entwachsen. Ihnen die mich geprägt haben und Ihr der Stadt ohne Gesicht. Und nach vielen Jahren, wenn alle Worte verstummt, kein Band mehr zu halten vermag, geht man einfach fort. Ein paar Worte auf Papier, ein paar durch einen Draht geschickt, in das Ohr jener, in welchen Laib man gesteckt hat. Später eine jährliche Karte mit dem Versprechen sich bald öfters wieder zu melden und dann der Endgültige Bruch jenigen Versprechens. Mein Telefon habe ich eh schon vor Ewigkeiten abgestöpselt. Es richt so unangenehm in meiner Wohnung, egal wo war ich. Ach ja. Ich bin es immer schon ruhiger angegangen. Ohne Worte kann man so viel besser zuhören. Als mein Onkel anrief und sagte: „Es tut mir Leid…“ es hat gereicht. Ja ich war ihm dankbar für seine Wortlosigkeit danach. Mein letzter Besuch in meiner gesichtslosen „heimatSTADT“ hat nur einen Kranz hinterlassen am Grab jener, welche den Selben Namen trugen wie ich damals. Und dann, dann die so göttliche Verwechslung Ein neuer Job und ein neuer Name. Ich müsste der ach so schnellen Finger, die so schnell, oberflächlich und falsch meinen Namen vertippten, danken. Nun, Nein! Aber ich könnte. Verzeihung wenn ich lache. Aber das Wort Finger... . Stört Sie dieser Geruch auch so? Nun ich zog in Eine neue Wohnung ohne Briefkasten. Ich wollte ihn nicht. Es passen eh nur Zeitungen und Briefe hinein. Ich hasse diese Bänder zu all den fremden Leuten die ich gar nicht kennen will.
Freunde.
JA ich habe so gar welche. Sie feiern manchmal meinen Geburtstag, wenn ich ihnen diesen sage. Wir haben dieses Jahr schon zwei Mal gefeiert. Wenn ich meinen schweren Schrank wieder einmal verschieben mag( ich räume mein Zimmer oft um ) wünschte ich, ich wüsste wie sie heißen oder wo Sie wohnen. .Der Geruch oder die Fliegen ich weiß nicht was schlimmer ist. Mein Job wirft genug Geld ab um zu leben Ironie nicht war. Ein Automat gibt mir was ich brauche. Das Haus in dem ich wohne ist schon lange verlassen. Irgendwie hat der ehemalige Vermieter vergessen mich zu kündigen. Vielleicht wäre dazu ein Briefkasten notwendig gewesen. Vor ein paar Jahren ist eine Disko unten in das Haus gezogen. Ich mag sogar jene dumpfe Musik. Vor allem am Fr da ist sie oft so schön traurig. Aber ich gehe sehr selten hinunter und wenn dann über den Hof und wieder zur Eingangstür hinein. Stellen Sie sich nur vor sie sehen mich so oft und kennen mich nicht.
Ich wollte auch mal ein Auto haben. Aber wozu eigentlich. Ich will nirgends wo hin. Ich brauche auch keinen Urlaub. Nur meine 4 Wände. Eigentlich sind es 14. Wenn es doch nur nicht so stinken würde in letzter Zeit. Man sagt tote reden nicht. Nun Verzeihung. Ich habe auch schon ewig geschwiegen. Da ist nur eine Kleinigkeit. Nein ich will ehrlich sein. Etwas Großes! Etwas Gewaltiges. Ja richtig ich bin sogar stolz darauf. So sehr, dass ich das erste Mal Bedürfnis habe mich mitzuteilen. Ich glaube ich könnte ein Vampir sein. Ein totes lebendes Wesen. Ja langsam glaube ich wirklich selber daran. Aber sehen sie nur, das meine ich gar nicht. Dort hinter dem Schrank, das dunkle Zimmer. Ja. Da auf meinem Bett. Sieht er nicht aus wie ich? Er ist ich. Ich habe mich selbst geschaffen und nun kann ich neben mir existieren. SO schwer war meine Suche. So oft hatte ich die falschen Teile. Schauen sie nur die Brust ist eigentlich von einem viel älteren Mann. Und ich bilde mir ein, man sieht dass es zwei verschieden Beine sind. Aber schauen Sie mal auf meine. Die Arme habe ich so gar von einer Frau genommen. Zugegeben eine Mann's Gestalt und doch kommen Sie meinem am ehesten gleich. Die Füße, nun ganz zufrieden bin ich noch nicht. Aber heute, heute habe ich endlich meine Finger gefunden. Vielleicht verstehen Sie nun mein „amüsiert sein“ von vor hin. Würden Sie mir Ihre Hand reichen? Wären Sie noch einmal so freundlich?

Antworten:

Die Hand kommt zögernd, doch sie kommt....

Doch wofür? Um zu spüren was längst klar?
Vielleicht, vielleicht braucht der Kopf es zu verstehen was nicht gesehen werden kann. Seltsam diese Welt, wie macht sie das nur immer wieder? Die Narrenkappe auf hat sie, die Welt. Oder sind es die, die auf ihr wandeln? Sie verdrehen alles so lange, das nicht mehr klar was Realität und Wahn ist, dabei glauben sie selbst es zu wissen und meinen sich in all dem verdrehten zurecht zu finden. Verrückt!!!
Ich mag das Wort, den Klang und die Melodie, die es hat wenn andere es in unterschiedlicher Betonung sagen. Es kann soooo vielfältig sein, vielfältig wie ein jeder hier von uns.

Carpe Diem!

von namenlos - am 25.01.2007 10:48
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