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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
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Guido, Bernd Stephanny, Daniel, Froschkönig, Rüdiger Kunzl, Ernstl, volXmusik, Markus, Franz Fuchs

Hohner Club

Startbeitrag von Bernd Stephanny am 08.07.2006 14:31

Ich lerne seit einigen Tagen mittels einer Hohner Club die diatonische Griffschrift kennen. Ich muß betonen, daß ich täglich Fortschritte mache, so daß ich heute in meiner Musikalienhandlung Noten von Michlbauer - leicht und mittel - gekauft habe. Da diese Griffschrift für drei und vierreihige Harmonika gesetzt ist, habe ich mit den bezeichnungen auf der Linie, bzw zwischen der Linie keine Probleme. Bei der Bezeichnung mit Kreuz (vermutlich 3. Reihe) habe ich meine Probleme
Desshalb hätte ich gerne gewusst, ob man die Stücke auch mit der Hohner-Club (2 reihig mit Hilfstasten) entsprechend umsetzten, bzw transponieren kann.

Für hilfreiche Antworten wäre ich dankbar.

Grüßle aus Kehl am Rhein

Bernd Stephanny

Antworten:

Hallo Bernd!

Bevor ich mir eine Steirische zugelegt habe, unternahm ich - um mich selbst zu testen - erste Experimente und dazu kam mir ganz günstig eine uralte Hohner Club II b in die Hände. Das mit der 3. Reihe wirst Du wohl vergessen können. Wenn Du damit arbeiten möchtest, würde ich mir Stücke raussuchen, die nur in zwei Reihen spielen und dann halt umdenken (bitte auf Gleichtöne achten !). Peter Ganther hat auf seiner Website den Download von Klangtabellen bereitgestellt. Da kannst Du prima zwischen der Steirischen und der Club vegleichen. Nimm einfach die Klangtabelle für die C-F-B und eben der Club (C-F). Hier findest Du das:

http://www.peter-ganther.de/ie/down.html


Wíe Du feststellen wirst, mangelt es Dir auch an den Bässen für die 3. Reihe.

Wie wäre es mit einem ganz anderen Vorschlag? Für die Club gibt es eine prima Lernschule, die ich damals verwendet habe. Sie stammt vom Holzschuh-Verlag

http://www.holzschuh-verlag.de/home.asp


und nennt sich einfach "Neue Holzschuh-Schule". Ich kam damit prima zu Potte und deshalb kann ich sie auch nur empfehlen. Davon gibt es 2 Bände. Die veröffentlichen auch passendes Spielmaterial dazu. Versuch macht kluch. Frag halt einfach da nach, die werden sicher gerne behilflich sein und fachmännisch Auskunft geben können.

Ich hoffe, ich konnte helfen und wünsche
nun viel Spaß und ebensolchen Erfolg,
verbunden mit den besten Grüßen
Guido

von Guido - am 08.07.2006 18:29
Hallo Guido,

vielen Dank für deine Informationen.

Das mit der 3. Reihe habe ich mir fast gedacht. Ich habe bei meinem Musikalienhändler in Kehl die von dir angesprochene Schule gesehen, war mir aber nicht ganz sicher, ob sie für mich richtig ist. So ist das, wenn der Mudikalienhändler nicht beraten kann, ob der Unkenntnis über diatonische Instrumente.

Inzwischen habe ich mir das Notenbüchel "100 leichte Stücke auf 10 Tasten "von Michelbauer intensiver durchgesehen. Es ist besonders für die "Club" geeignet, da nur auf 2 Reihen spielbar. Der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, daß eben die Märsche, Polkas und Walzer meist nur aus einem A-Teil mit Wiederholung bestehen und auf den B-Teil bzw das Trio - weil auf 2 Reihen unbespielbar - verzichtet wurde.

Ehrlich gesagt das mit dem Gleichton habe ich noch nicht so ganz kapiert, da meine musikalische Erziehung eben immer chromatisch war. Auch finde ich keinen Gleichton auf der ersten Reihe. Und welche Bewandtnis haben die Hilfstasten auf der 3. Reihe der Club?

Grüßle Bernd

von Bernd Stephanny - am 09.07.2006 13:37
Hallo Bernd!

In der ersten Reihe gibt es - soweit mir bekannt - bei keiner Harmonika einen Gleichton. Zumindest bei den deutschen und österreichischen Instrumenten beginnen die Gleichtöne in der 2. Reihe. In der Slowakei/Tschechei gibt's da verschiedene Varianten (aber auch hier kein Gleichton in der 1. Reihe), vermutlich auch in Slowenien. Mehr kann ich dazu aber auch nicht sagen. Sinn und Zweck dürfte in der Praxis zu suchen sein. Harmonikas, besonders die Steirische, sind so gebaut, wie es in der auf diesen Instrumenten üblichen Musik günstig ist, eben praxisorientiert.

Meine musikalische Erziehung dürfte noch schlechter als Deine gewesen sein, leider! Ich sage einfach einmal, daß die dritte Reihe quasi die schwarzen Tasten des Akkordeons sind. Eben die Zwischentöne (oder Halbtöne), die für die C- und F-Tonleitern notwendig sind, um alle Töne spielen zu können. Sozusagen die "zwölf halbtonschrittige chromatische Tonleiter", die in C bekanntlich so aussieht: c - cis/des - d - dis/es - e - f - fis/ges - g - gis/as - a - ais/b - h. Richtig angewendet kann man also die komplette 12-Ton-Tonleitern C und F spielen.

Aber vielleicht kann Dir jemand anderes Sinn und Zweck besser erklären.

Die besten Grüße
Guido


von Guido - am 09.07.2006 22:50
hallo Guido,

vielen Dank für deine informative Antwort. Ich glaube kaum, daß es jemand anders besser erklären könnte. Ich bin jetzt einen kleinen Schritt weiter.

Grüßle

Bernd

von Bernd Stephanny - am 10.07.2006 16:04
Hallo, wie kannst du dich nur für Club interessieren? Das ist kein Instrument sondern ein Zustand.
Kauf dir ne Strasser DE LUXE und ne gute Schule z. B. Michlbauer und lerne Steirische, wenn es nicht dich überfordert. Dann kannst du was, aber doch kein Club! Igitt!


von Daniel - am 13.08.2006 15:03
Hallo Bernd!

Ich habe gerade den letzten Beitrag zu Deiner Frage gelesen und ich war entsetzt, muß ich ehrlich sagen. Doch reagieren möchte ich gegenüber dem Verfasser dieser Zeilen nicht. Das Niveau ist mir einfach zu schlecht. Daß sich jemand so negativ über ein Instrument ausläßt, finde ich äußerst verwerflich und spricht wohl eher nicht für einen guten Charakter. Glücklicherweise wirst Du das unter den Musikanten nicht sehr häufig finden.

Solltest Du jedoch wirklich einmal an das Spielen einer Steirischen denken und vielleicht wie ich, das hier nur als eine Art Experiment betrachten, dann würde ich Dir natürlich von einer Strasser De Luxe nicht abraten. Ich habe selbst eine solche und bin damit sehr zufrieden. Doch das ist für mich noch lange kein Grund, ein anderes Instrument so zu behandeln oder andere Marken unerwähnt zu lassen. Eine Club ist mit einer Steirischen nicht zu verlgeichen, das wäre Äpfel mit Birnen verglichen. Relativiert auf die beiden vorhandenen Reihen ist die Club mit ihren Zusatztasten bestens ausgestattet. Und die Hohner Club (zumindest ältere Modelle) ist ein Spitzeninstrument.
Und solltest Du weiterhin Clubharmonika spielen wollen, dann lass´ Dich bitte nicht beirren und bitte auch nicht auf dieses Niveau herunterziehen!

Was eine Lernschule für Steirische Harmonika angeht, würde ich persönlich Dir gerade jetzt eher zu der von Erich und Raimund Pauli raten. Der Clou: Solltest Du wirklich 5-Finger-System spielen wollen, kannst Du das auch bei denen machen, natürlich aber nach wie vor auch noch 4-Finger-System. Die Pauli's sind traditionelle Spieler alter Schule und was die machen hat Hand und Fuß, das wurde mir erst jetzt gerade von einem Betreiber einer anderen Schule bestätigt. Wenn Du allerdings die Michlbauer-Spielhefte bevorzugst und auf dessen Angebot später zurückgreifen möchtest, wäre es natürlich Unsinn, etwas anderes zu lernen.

Mit den besten Grüßen
Guido

von Guido - am 13.08.2006 17:42

Hallo Guido,

diese unprofessionellen Bemerkungen möchte ich auch nicht kommentieren.

Grundsätzlich ging es bei meiner über 2 jährigen Überlegung darum, das Prinzip der diatonischen Harmonika zu erlernen. Was lag daher näher, als nicht den Weg vieler Steirischen-Käufer zu nehmen? Nämlich das Angebot einer guten Freundin anzunehmen und mit ihrer Club zu probieren. Ich weis mittlerweile aus Erfahrung, daß sich viele werdende Musiker gerade mit einer Steirischen ins finanzielle Unglück gestürzt haben. Entweder weil sie das Prinzip nicht gelernt haben zu beherrschen, oder gar weil grundsätzlich unmusikalisch.

Es ist daher und meiner Auffassung nach völlig unwichtig, was die Club für wen auch immer bedeutet. Das hat dieser Mensch wohl nicht ganz verstanden. Sondern es geht alleine darum, das Prinzip zu erlernen.

Erschwerend kommt für mich hinzu, daß in ich ín einer Stubenmusik spiele, ergo früher oder später die Frage auftaucht, wie eine diatonische oder eine Steirische zu integrieren ist. Was sollte ich bitteschön finanziell investieren, wenn ich feststelle, daß das Instrument nicht zur Gruppe passt.

Früher oder später taucht für mich sicher die Frage auf, ob ich mir eine b-gestimmte oder eine dur-gestimmte Steirische zulege. Ob es dann eine Strasser sein wird, vermag ich nicht zu sagen. In unserer Gegend sind Steirische Liebhaber sehr rar und der einzige Musikalienhändler in meiner näheren Umgebung hat die Vertretung der Firma Müller.

Im Übrigen hat die Club wirkliche Vorteile. Du findest immer schnell einen Gitaristen, der völlig unkonventionell in der Lage ist, den Rhythmus bzw Nahcschlag zu einem spontanen Vorspiel zu begleiten, weil sie einfach gestimmt ist.

Grüßle

Bernd





von Bernd Stephanny - am 15.08.2006 15:50
Hallo Bernd

Ich habe bereits mit 4 Jahren begonnen chromatisches Akkordeon zu spielen. Dies konnte ich glücklicherweise von meinem Vater lernen.

Etwa 10 Jahre späte kam unsere Nachbarin mit einer alten Club-Harmonika zu uns: "Ihr könnt es haben oder wir schmeissen es weg!" Ich wollte es natürlich und mein Vater richtete es her und wir liessen es Stimmen.

Innert kürzester Zeit habe ich die Griffschrift erlernt mittels Schulen von Helbling, Zürich, die mir der letzte Diatoniker in unserem Harmonika-Orchester auslieh.

Im Vergleich zu einem chromatischen Akkordeon ist man auf dem Club-Modell schon erheblich eingeschränkt, aber das Club-Feeling ist eben auch ganz speziell. Damit war das Diatoniker-Gen in mir aufgeweckt.

Wieder ein paar Jahre später entschloss ich mich ein Schwyzerörgeli zu kaufen. Bei diesem Instrument sind die ersten beiden Reihen fast identisch mit denen des Club-Modells oder der Steirischen, jedoch ohne Gleichton. Die dritte Reihe besteht aus chromatischen Ergänzungstönen wie bei der Club, jedoch ganz anders angeordnet und völlig unlogisch. Jeder Fabrikant macht das etwas anders.

Schliesslich habe ich meinen Vater auch noch mit dem Diatoniker-Virus infiziert und er laufte sich eine Ziach von Öllerer. Nebenbei: wir spielen beide auch chromatischen Akkordeons von Öllerer.

Auch ich spiele auf der Ziach und habe mittlerweilen einen kleinen Überblick über drei diatonische Systeme erhalten.

Vor- und Nachteile haben alle Instrumente. Ich habe gemerkt, dass wenn man mit der Griffschrift das Instrument lernt, man zwar relativ schnelle Erfolge verzeichnen kann, jedoch das Instrument eigentlich nicht wirklich kennt. Dies kann nur dur das Stegreif-Spiel, also ohne Noten nach Gehör erfolgen. Dabei stellt sich mir das Problem, dass ich die drei System manchmal verwechsle.

Ebenfalls habe ich bei der Griffschrift gemerkt, dass die Darstellung von Michlbauer schwerer zu lesen ist, da das Layout "überladen" ist und viel mehr Zeichen geschrieben sind, als z.B. bei Hans Auer, dessen Griffschrift ich bevorzuge. Diese ist auch praktisch identisch mit derjenigen von Hohner/Helbling für die Club und derjenigen für das Schwyzerörgeli.

Jedes Instrument hat seine Eigenarten und ist für sich faszinierend.

Die Hauptsache ist sowieso, dass wir Freude an der Musik und am Instrument haben.

Musikalische Grüsse

Markus

von Markus - am 15.08.2006 18:49
Hallo nochmal! Was meist du mit der Aussage, dass viele Steirischen Käufer sich ins finanzielle Unglück gestürzt haben weil sie das System nicht beherschen oder unmusikalisch sind.

Entweder bin ich unmusikalisch, dann kann ich mit keinem Instrument (auch nicht mit Club) etwas anfangen, oder ich habe eine Veranlagung zum Musikanten und mir liegt das Instrument. Du siehst, dieses Argument passt nicht ganz. Eine Steirische kostet auch kein Vermögen! Zudem kann man Leasing oder Mietkauf vorab machen und geht kein Risiko ein.

Ich entnehme deine Worten, dass du weder vom einen noch vom anderen eine Ahnung hast!

Viel Spaß mit der zweireihigen Club!

von Daniel - am 17.08.2006 21:11
Zitat
Daniel
...
Ich entnehme deine Worten, dass du weder vom einen noch vom anderen eine Ahnung hast!
...

Lieber Daniel,
persönliche Meinungsäußerungen sind naturgemäß Bestandteil eines solchen Diskussionsforums und nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht. :spos: Den oben zitierten Satz sehe ich jedoch hart an der Grenze zur persönlichen Beleidigung. Ich bitte deshalb dich sowie alle anderen Forenteilnehmer, nicht persönlich zu werden und damit den guten Ton, der bisher in diesem Forum herrscht, beizubehalten. :-)
Danke :super: - Der Webmaster

von volXmusik - am 17.08.2006 21:58
Hallo Daniel!
Nicht die Klub ist ein Zustand, sondern Michlbauer. Ich kann nur raten, "ne gute Schule oder Michlbauer! Igitt!". Da lernst du nur eines, falsche Akkorde verwenden.

von Franz Fuchs - am 18.08.2006 13:18
Hallo Franz, wie muß ich das verstehen, falsche Akkorde?

von Daniel - am 18.08.2006 20:35
Déjà vu ?!? Versuch's mal damit:

Akkordproblem


Vielleicht kann ich dem guten Franz so Arbeit ersparen; ich hoff's jedenfalls.

Guido

von Guido - am 18.08.2006 20:48
Daniel,

was du treibst ist Polemik und hat m E hier keinen Platz.

Grüßle Bernd Stephanny

von Bernd Stephanny - am 19.08.2006 15:58
Hallo Bernd!

Hier ein kleiner Link, damit ich es nicht noch einmal schreiben muß und/oder zwei gleichlautende Einträge hier verursache:

"Zelluloid-Heroes"

Vielleicht findest Du ja auch etwas zum Schmunzeln daran.

Gruß: Guido

von Guido - am 20.09.2006 23:02
Nein, leider nicht.

von Rüdiger Kunzl - am 03.10.2006 18:44
Zitat
Guido
...Das Wichtige an der VolXmusik ist nicht die Musik an sich, sondern die Anzahl der Künstler. Ich fürchte manche begreifen das nicht.

Gruß: Guido


Guido schreib nich so'nen Scheiß!!!

von Froschkönig - am 07.10.2006 06:26
Servus, ich habe ein altes Erbstück (Club aus den 30ern) und möchte es richtig spielen lernen. Kann mir jemand Notenbücher empfehlen?

von Ernstl - am 16.08.2009 15:33
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