Alle Schotten dicht? Und was ist mit dem Tremolo?

Startbeitrag von GvH am 09.05.2007 20:48

Servus, seid gegrüßt!

Aus aktuellem Anlaß möchte ich doch noch eine andere Harmonika-Geschichte hier einbringen. Eigentlich hätte man das noch an eine anderen Beitrag anbinden können, aber das habe ich gelassen, weils an einer Stelle etwas unglücklich verlief.

Der Anlaß war auf jeden Fall wieder einmal zufallsgesteuert: Ich habe ein so günstiges Angebot bekommen, daß ich nicht Nein sagen konnte, meine Zweitharmonika in Zahlung gegeben und eine 2. nigelnagelneue Harmonika gekauft habe, in meiner im Geiste zweitbevorzugten Stimmung, also in A-D-G-C. Nun, da auch dieser Traum Realität geworden ist, bin ich mir sicher, daß meine Vorstellungen der Wahrheit gerecht wurden. A-D-G-C ist eine wundervolle Stimmung und daher bilde ich mir nun ein, die zwei hübschesten Stimmungen zu besitzen, die eine Steirische haben kann, was natürlich reine Geschmacksache ist. Das nur so als Hintergrundinfo.

Die Firma Strasser hat es offensichtlich geschafft, innerhalb kürzester Zeit die Instrumente noch einmal leichter zu gestalten. Ob Vorteil oder Nachteil, muß sich noch zeigen. Bisher bin ich jedenfalls sehr positiv gestimmt. Obwohl Baujahr 2005 und trotz der Tatsache, daß die Solist heller gestimmt ist und weniger Beschläge hat, ist meine B-Es-As-Des doch deutlich schwerer, als die neue De Luxe. Trotzdem - darauf wollte ich nochmals ansprechen - gibt es hier nicht das Problem des "Selbständigmachens" des Balges, wie das bei der Müller Heimatklang, die allerdings noch leichter ist, der Fall war. Damit will ich aber diesen Punkt auch endgültig abhaken. Eine ganz andere Sache finde ich aber ebenfalls sehr interessant und würde das hier gerne einmal hinterfragen.

Offensichtlich wird immer mehr dazu übergegangen, die Instrumente flach gestimmt zu kaufen und dann dichter zu machen. Holzverdecke scheinen gefragter denn je und wer sich keinen besonderen Luxus leisten möchte, macht sonstwie die Schotten dicht und sei es, daß man selbst Hand anlegt. Damit sollen dann wohl die hochfrequenzigen Töne gefiltert, vermindert werden.

Allgemein heißt es ja immer, daß die "Profis" flach gestimmte Instrumente bevorzugen. Ich konnte das mit meinem Geschmack nie in Einklang bringen. Mein bisheriges Zweitinstrument war etwas flach gestimmt, klang mir aber zu scharf. Ich bevorzuge ein normales Tremolo und denke, daß das zur Volksmusik auch irgendwie einfach dazu gehört. Anders könnte ich mir das Instrument gar nicht vorstellen und es kommt mir persönlich dann auch etwas "entfremdet" vor.

Die Firma Strasser hat nun auch die Seiten des Diskantverdecks geöffnet und mit Verzierungen und Namenszug versehen, auch das sicher eine Frage des Geschmacks. Ich finde es einfach hübsch und diese Tatsache ermöglicht es mir, den Einsatz der Halbtöne genauer zu verfolgen. Solange ich mich nicht "vertippe" finde ich es wundervoll. Gerade bei der A-D-G-C klingen die Halbtöne besonders hübsch, wie ich meine, zumindest im Vergleich zu meiner B-Es-As-Des. Ich muß allerdings dabei sagen, daß ich etwas andere Halbtöne habe, als allgemein üblich. Der hohe Ton ist bei mir eine Oktave tiefer gestimmt. Ob das vom Klangbild her einen Unterschied macht, vermag ich nicht zu beruteilen, kann es mir aber nicht vorstellen, weil ja auch der andere Ton/die anderen Töne dazu ja auch anders oktaviert sein müssen. Abgesehen davon, ist das Verdeck insgesamt gesehen etwas offener, was mir persönlich ein angenehmeres Klanggefühl vermittelt, zumindest beim Sound dieser Marke.

Warum jedoch überhaupt flach stimmen und abschotten? Für Studio- und Bühnenmusiker ist das noch erklärlich, aber für Musikanten, die ohne jeden elektrischen Klimbim spielen, erkenne ich keinen Sinn. Wer rein klanglich eine flache Stimmung bevorzugt, dem sei sie ja gegönnt, aber warum dann wieder filtern, filtern, was man doch mag. Paßt das zusammen? Wer - vielleicht mangels Erfahrungswerte - nicht so genau weiß, wovon hier die Rede ist, das Thema aber trotzdem interessant findet, kann sich hier die Hörproben der Firma Öllerer anhören:

[www.ziach.de]


Mich würde mal die Meinung derer interessieren, die nicht "verkabelt" sind, und trotzdem solche Instrumente bevorzugen.

Liebe Grüße
und schöne Feiertage
(kommen ja bald)
Guido

Antworten:

Hallo Guido,
das die Harmonikaner jetzt auch noch am Tremolo rumfeilen hätte ich nicht vermutet. Aber gut, bei den Akkordeonisten ist das schon immer Thema gewesen. Spätestens für das Studium an einer Musikhochschule lässt man sich das 8´ - Register dann nicht nur flach, sondern gleich stimmen. Damit hat man dann ein 8´ -Register außer Cassotto. In diesem Fall macht es auch Sinn, aber die "Steirische" braucht für meinen Geschmack eher ein offenes, also eher kräftigeres Tremolo, natürlich nicht so, dass einem die Ohren dabei abfallen :)
Gut, dass man sich das Tremolo nach eigenen Vorstellungen individuell einrichten lassen kann.
Gruß
Gerry

PS: Hier in diesem Forum ist ja nix los .... schade

von sanfoneiro - am 31.07.2007 20:54
Hallo Ihr 2,

beim der Wahl des Tremolos kommts drauf an mit welchen Instrumenten man zammspielt.
Zur Info, ich spiel seit mehr als 25 Jahren die Steirische bei einer Geigenmusik.

Wenn der Geiger zum Stimmen ein a verlangt und du gibst ihm eins von einer Harmonika mit starkem Tremolo, dann sagt er: "Sipnnst jetzt, oder was soll das sein?"

Spaß bei Seite, Zusammenspiel mit Streichern verlangt eher ein flacheres Tremolo, Bläser oder Hausmusik mit Hackbrett verträgt stärkeres.

Im übrigen ist anzumerken, dass es sich um eine neuere Erscheinung handelt, es gibt ja inzwischen sogar Registerharmonikas.

Auch unsere traditionelle, überlieferte Volksmusik ist halt ständigem Wandel in Instrumentierung und Interpretation unterworfen. Muss ja auch sein, das Leben geht weiter.

Mit musikalischen Grüßen
Kurt



von Kurt - am 31.07.2007 23:29
Servus und guten Morgen Kurt!

Na, das sind ja keine guten Gute Nacht-Gechichten, die Du da vom Stapel läßt. Gerade die Geignmusi ist es, die mich interessiert und die ich mir versuchen möchte, in meiner Region aufzubauen, wenn ich denn hier jemanden finde, den ich dann auch noch für diese Musik begeistern kann. Von daher verzeih bitte, wenn ich noch ein wenig nachbohre.

Daß die Geige eher ein "zarteres" Instrument ist und über kein großes Tremolo verfügt, das weiß ich ja schon. Doch vor dem Hintergrund einer Plammerberg Muse, einer Monika Drasch und - wenn ich mich recht erinnere - den Schreinergeigern, die ja schon etwas "feuriger" spielen, doch sicher nicht nur die, kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Zusammenspiel mit Geigen eher nur mit flacher gestimmten Instrumenten möglich sein soll.

Ich will Dein Wissen und Können damit aber nicht in Frage stellen. Du bist der alte Hase, ich das Küken. Du wirst schon wissen, was Sache ist. Doch für mich gehörte bisher zur Volksmusik schon ein normales Tremolo, nix von wegen flach. So ein wenig was habe ich ja auch auf CD, muß allerdings gestehen, daß ich da so genau nicht drauf geachtet habe. Doch sehr flach klingt das da jedenfalls nicht. Ich glaube, da kann ich noch gut mithalten.

Deshalb schlicht und einfach nochmals die Frage: kann ich ein Zusammenspiel mit Geigen und Baßgeige mit einer Normal-Tremolo A-D-G-C wirklich vergessen? Ich fänd's schade. So wie das Ding jetzt ist, gefällt's mir nämlich.

Selbstverständlich kann sich aber auch jeder andere melden, der mir darüber mehr zu berichten weiß. Es könnte ja schon bald wichtig für mich werden.

Danke, schönen Tag
und liebe Grüße
Guido

von GvH - am 01.08.2007 05:19
Zum Thema Tremolo möcht ich nur kurz anmerken: Es ist alles relativ! ;)
Zwischen "extrem flach" und "extrem kräftig" gibt es viele Nuancen. Siehe hierzu auch folgende Webseite der Firma Öllerer
Ich würde mich freuen, wenn sich zu diesem Thema auch Christian Amon zu Wort melden würde. Er hat echt Ahnung von diesem Thema und mit Sicherheit jede Menge Erfahrung und massenhaft Rückmeldungen seiner Kunden. :super:
Ich selbst als Ziachspieler der Schreinergeiger habe zwar nicht gerade eine flache Stimmung, aber auch kein starkes Tremolo. Welches Tremolo ich jedoch exakt habe, vermag ich gar nicht zu sagen.


von volXmusik - am 01.08.2007 07:54
Servus Giudo,

ich kann dich beruhigen, natürlich "geht" das. Ich habe zwei Harmonikas, eine GCFB und eine ADGC. Erstere mit ganz normalem Tremolo, die zweite nur leicht abgeflacht.. Ganz flaches Tremolo gefällt mir auch nicht besonders, dann klingt das Ding ja wie ein Harmonium in der Kirche.
Alles Geschmackssache, da gibts keine "Wahrheit", jeder wie er glaubt und wie es ihm gefällt.

Ich bin in Oberösterreich zu Hause, der "Landlerhochburg", bei uns wird viel gegeigt.

Wenn du wirklich wissen willst was bodenständige Geigenmusik ist gibts nur einen, den "weltweit wichtigsten" Termin für dich: "Geigendischgu in Bad Goisern", alljährlich am 1. Sonntag im September. (Heuer am 2.9.)

Zur Veranstaltung: Kaum beworben, da sowieso immer voll, keine Tourismusveranstaltung, kein Fernsehen, keine Bühne. In der ganzen Kirchengasse in Goisern werden Tische u. Bänke aufgestellt (mehr als 100m lang) und es kommen dutzende Musikanten (haupsächlich Streicher u. Harmonikas) einzeln oder als Gruppen und musizieren dann miteinender, gegeneinander, ducheinander....... jedes Jahr ein unvergessliches Erlebnis.

Hier Bilder vom Vorjahr:
[www.kulturfoto.at]

Wenn Du wirklich was mit Geigenmusik machen willst helfe ich dir gerne. Habe umfassend urheberrechtsfreies Notenmaterial, alles Überliefertes, selbst für Geigen-Tanzlmusi bearbeitet, zwei- u. dreistimmig.

Grüße
Kurt

von Kurt - am 01.08.2007 08:17
Servus Walter,

wäre Zeit, dass ihr einmal in Goisern zum Geigendischgu auftaucht, zahlt kriegt am nix, aber die Fahrtspesen.

Mit harmonischen Grüßen
Kurt



von Kurt - am 01.08.2007 08:46
Servus Kurt!

Ja, das find ich ja dann wieder prima! Nun kann ich beruhig weiter machen.

Was den Rest angeht, so gehört das Salzkammergut ganz oben hin zu meinen musikalischen Lieblingen. Und der Urlaub ist längst geplant, sogar so genau, daß ich nach Goisern kommen kann und will. Das ist alles schon so vorgesehen und zwar genau aus diesem Grund.

Danke auch für den Link, doch auch dort war ich schon!

Notenmaterial??? Ui, das wäre spitze. Doch, vieles habe ich selbst schon beisammen. Aber suchen tut man ja immer mal was. 3-stimmiges habe ich weniger. Sollte zufällig der "Köflacher Walzer" drunter sein oder der "Aberseer Landler", den ich allerdings noch nicht von einer Geignmusi gehört hab, oder einen Version des "Ausseer Schottischen" in der Spielweise der Simon Geigenmusi/Ebenseer/Ausseer und wer das sonsts noch so spielt, dann würd's mich auch nicht ärgern ;) Ich weiß natürlich inzwischen auch, daß es gerade von den Landlern und Steirern nicht nur einen gibt, sondern eben viele Melodien, von denen sich dann der Spielführer, also der Ziacherer das raussucht, was er will und sogar davon abweicht, wenn er lustig ist. Komisch ist nur, daß aber wenn irgendwo beispielsweise "Ausseer Steirer" oder "Gosauer Steirer" drauf steht, der aber auch immer in etwa gleich klingt. Letzteren tät ich übrigens auch noch suchen. Solche und ähnliche Dinge suche ich immer. Und wenn's selbst bearbeitet ist, dann ist's bestimmt kein 08/15-Zeug's. Das findet bei mir immer ein Ehrenplätzchen, wohlwissend, daß ich gerade mit diesen typischen Salzkammergut-Stückln noch meine Problemchen haben werde. Die haben nämlich so ihre Eigenarten, die man erst verstehen lernen muß.

Meine Mail-Adresse ist ja "nicht versteckt", kannst mich ja anfunken, wenn Du was hast und magst. Vielleicht sehen wir uns ja dort. Aber spielen tu ich dann noch nicht, soweit bin ich noch nicht.

Liebe Grüße und
bestell schönes Wetter für den 2.
Guido

von GvH - am 01.08.2007 09:28
Sei auch Du gegrüßt, lieber Walter!

Nun bin ich ja im Bilde, hoffe ich. Aber wenn Du nicht weißt, was Du spielst, na dann hast du wohl auch nix Spezielles bestellt, dann wird's wohl Standard sein. Kräftig mag ich übrigens auch nicht, da schweben dann schon die Geister durch die Bude.
Doch so genau brauch ich das von Dir auch gar nicht wissen. Mir genügt's, wenn ich mit meiner "Kiste" weiterhin zufrieden sein darf, so, wie sie ist und es dadurch der vielleicht baldigen Begleitung nicht die Seiten um die Ohren haut.

Liebe Grüße
und besten Dank
Guido

von GvH - am 01.08.2007 09:33
Zitat
GvH
... Aber wenn Du nicht weißt, was Du spielst, na dann hast du wohl auch nix Spezielles bestellt, dann wird's wohl Standard sein.

Servus Guido,
deine Vermutung trifft's recht genau. Meine A-D-G-C stammt schon aus dem Jahre 1983. Damals hatte ich vom Ziach spielen noch keine Ahnung; geschweige denn von den Feinheiten des Tremolos.
Ich hab mich damals auf die Erfahrung von Georg Öllerer sen. verlassen, der mich und meine Finanziers (meine Eltern) damals ausführlichst beraten hat und -- weil wir keine eigenen speziellen Wünsche hatten -- von mir nur wissen wollte, in welcher Besetzung ich wohl musizieren werde. Meine Antwort damals war: "zusammen mit Saiteninstrumenten". Das Ergebnis war dann nicht nur die Empfehlung für eine A-D-G-C, sondern auch die jetzige Stimmung, von der ich beim besten Willen nicht sagen kann, ob sie nach Öllerer-Sprechart nun "flach", "etwas flach" oder "etwas Minus" oder "etwas Plus" gestimmt ist. ;-)
LG
Walter

von volXmusik - am 01.08.2007 10:51
Grüß Euch alle miteinander!

>>Ich würde mich freuen, wenn sich zu diesem
>>Thema auch Christian Amon zu Wort melden würde
Ich habe mich bisher absichtlich zurückgehalten, weil ich mit Guido eh in regelmäßiger Korrespondenz stehe. Er hat das Thema im Forum begonnen weil er die Meinung möglichst vieler Musikanten in Erfahrung bringen wollte. Ich hätte dabei nur gestört.

Ich kann mich Eurer Meinung nur anschließen: Jeder Musikant muss selbst herausfinden, welcher Klang am besten zu seiner "Persönlichkeit" passt. Moden wechseln, Stile wechseln, Musikanten entwickeln sich weiter. Regionale Eigenheiten spielen ebenso eine Rolle wie bekannte Vorbilder oder Lehrer.

Man kann mit etwas Übung die "Tremolostufe" seines Instruments selbst ermitteln indem man 10 Sekunden abstoppt und in der Zeitspanne mitzählt, wie oft ein Ton in mittlerer Lage (so um das a' herum) an- und abschwillt.

15 - oder darunter = sehr flach.
22 = etwa mittel
24 = ist bei vielen Herstellern ein gängiger Wert
30 oder gar 40 = kräftig bis sehr kräftig. Allerdings kann man so schnell kaum noch mitzählen. Hier muss man tricksen: 3 (oder 4) Schwebungen zu einem "Takt" zusammenfassen, nur noch diese "Takte" zählen und diese Zahl mal 3 (oder 4) rechnen.

Damit ein Instrument ausgewogen klingt, nimmt die Schwebung üblicherweise von den tiefen bis zu den hohen Tönen konstant zu.

Weiter viel Freude mit der Musi!
Christian

von Christian_Amon - am 04.08.2007 18:35
Sali mitenand,
Der Handorganist und ich hatten während einer Woche Zeit, das Thema "Schotten dicht oder Tremolo volles Rohr" im eigenen Haus zu testen.Zur Verfügung standen zwei neue Ziach mit Tremolo etwas flach, Holzdiskantdeckel nach Christian Amon, also Klang wie bei einer Casottoorgel und eine Ziach mit Tremolo etwa Minus, Holzdeckel konventionell, sowie eine Ziach mit Tremolo leicht plus, Metalldeckel. Gestern 04.08. 2007 war dann die Gelegenheit anlässlich einer "Musikstubete" in Stein/ Appenzell durch zwei gute Ziachspieler die Instrumente im Duett zu hören. Ein "offenes Instument gespielt vom Vorspieler (1. Stimme) und ein mit "Schotten dicht" Instrument gespielt vom Begleitspieler (2. Stimme). Das Klangbild das die Instumente im Zusammenspiel boten war einmalig. Die Zuhörer waren begeistert und verlangten Zugabe um Zugabe. Soviel zum Thema "Schotten dicht oder was ist mit dem Tremolo".
Schöne Grüsse aus dem Appenzellerland und aus der March im Kanton Schwyz
Ziachspieler

von Ziachspieler - am 06.08.2007 10:27
Einen schönen Gruß in die Schweiz!

Nun, ich kenne ja Euer Publikum nicht (kleiner Scherz, der absolut nicht böse gemeint ist), aber den Beitrag finde ich jedenfalls sehr interessant. Einen vielleicht ähnlichen Effekt entdeckte ich schon auf der CD der D' Waidler Musi (siehe Rubrik CDs, MCs, LPs), die mit unterschiedlichen Instrumenten auch Vergleichbares bieten, vielleicht nicht so extrem, aber immerhin.

Ich möchte das jetzt aber gar nicht großartig kommentieren, sondern als sehr hübsches Schlußwort im Raume stehen lassen, was aber nicht heißen soll, daß sich nun niemand mehr melden darf ;-)

Gruß an alle und mit
Dank für dei Beiträge
Guido

von GvH - am 06.08.2007 11:37
Diese Art von Stimmung wird nicht nur an Konservatorien verwendet. In der Schweiz gibt es die bekannte Formation Toggenburgerbuebe. Diese spielen mit 5-chörigen Instrumenten, wobei sie ebenfalls zwei Chöre rein stimmen, den einen also im Cassotto und den anderen ausserhalb des Cassottos. Dazu verfügen ihre Instrumente noch über den Schwebeton. Es sind also ein paar Tremolo-Variationen möglich.

Gruss
Markus

von Handorganist.ch - am 09.08.2007 09:02
Ich melde mich nun auch noch zu diesem Thema:

Meine neue Öllerer-Ziach hat die Stimmung "etwas flach". Dazu habe ich einen Metall- und einen Holzdeckel. Mit dem Metalldeckel ist sie schön kräftig und mit dem Holzdeckel schön fein und dezent, ideal für gediegene Stubenmusik.
Meine vorherige Öllerer-Ziach hatte die Stimmung "etwas minus", also ein bisschen stärker als die neue. Als ich allerdings den Salchegger Andi mit seiner 2-chörigen Cassotto-Orgel gehört habe, wollte ich unbedingt auch diesen Klang haben. Da die Cassotto-Orgel jedoch relativ teuer ist und nur diese eine Klangmöglichkeit bietet, habe ich mich dann für die 3-chörögie 350/20 von Öllerer entschieden. Mir gefällt ebenso der Klang der Ziach von Engelbert Aigner von der Rotofenmusi, die doch schon recht kräftig ist. Mit meinem Instrument habe ich nun verschiedene Möglichkeiten, genau so wies mir am besten gefällt.

Schliesslich und endlich macht diese Diskussion auch gar keinen Sinn, da jeder das Tremolo so stimmen lässt, wies es ihm persönlich gefällt und darüber sollten wir besser nicht streiten, :)

Eines möcht ich noch anfügen: Ich habe schon einige Instrumente verschiedenster Hersteller gehört und mein Fazit ist: Ein Tremolo kann in verschiedenen Abweichungen gestimmt werden, aber gewisse Abweichungen führen dazu, dass das Tremolo wie ein "surren" klingt, als ob eine Fliege umherfliegt. Diesen Klang habe ich von einer Öllerer noch nie gehört, was mir sagt, dass die Abstufungen wie sie Christian Amon beschrieben hat, durchaus sinnvoll sind(aus audiophiler Hinsicht)!

In diesem Sinne, hört gut hin.

Markus

P.S. Bilder meiner Ziach unter [www.handorganist.ch]

von Handorganist.ch - am 09.08.2007 09:12
Grüß Dich Markus!

Zitat
Du meinst also...
Schliesslich und endlich macht diese Diskussion auch gar keinen Sinn...

Doch!!! :D


Aber, daß muß ich ja selbst wissen, ich hab's ja auch angeleiert und für gewöhnlich weiß ich, was ich tue, auch wenn ich schon ein (mittel-) alter Esel bin.

Ansonsten möchte ich aber Deinen Beitrag nicht kommentieren und zu dem Zitat auch nix weiter sagen, um der möglichen Gefahr des Eindrucks einer "beleidigten Leberwurst" aus dem Wege zu gehen oder sollte ich besser sagen Eselswurst und damit Salami? Naja, ist ja auch wirklich Wurscht.

Danke Dir für den Beitrag und
liebe Grüße in die Schweiz
Guido

von GvH - am 09.08.2007 17:50
Servus Ziachspieler,

es freut mich überaus, dass Eure neuen "Babies" gleich so einen guten Einstand gehabt haben!

Es ist aber zu viel der Ehre für mich wenn du von einem "Holzdiskantdeckel nach Christian Amon" schreibst. Die Erfindung ist nicht von mir. Diese Art geschlossener Holzverdecke mit Luftaustritt-Schlitz hat es schon lange vor mir gegeben.

Weiterhin viel Freude mit der Musik!
Christian Amon

von Christian_Amon - am 12.08.2007 06:20
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