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vor 9 Jahren, 10 Monaten
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GvH, derHenry, Alma_Gerstreit, Fredl_Ausseer, Kurt, dk-v, Grantl

Harmonika lernen direkt mit Noten

Startbeitrag von Grantl am 13.11.2007 21:22

Ich möchte mir auch eine Harmonika kaufen.
Wie kann ich denn Harmonika erlernen, nur mit Noten?
Wenn doch die Lehrbücher alle Griffschrift lehren?

Antworten:

Hallo Grantl!

Das ist so nicht ganz richtig. Max Rosenzopf hat in seiner Lernschule (Griffschrift) eine Notenausgabe (Klangschrift). Wie das Arbeiten damit ist, kann ich Dir allerdings nicht sagen, da ich nie nach Noten gespielt habe. Grundsätzlich wirst Du aber auch dort wohl mit der Griffschrift konfrontiert werden, um zu schaun, wo was zu finden ist.

Es mag andere Meinungen geben, doch wenn man nach Noten (Klangschrift und Griffschrift) lernt, ist die Griffschriftnotation das ideale Übertragungsmittel für diese Art des Lernens. Ich will Dich aber in Deiner Entscheidung nicht beeinflussen. Nicht umsonst bietet keiner oder kaum einer diese an. Ich für meinen Teil kenne nur die Rosenzopf-Lernschule und vielleicht noch die "Schablone mit Handbuch für Steirische Harmonika" von Stanko Zagar. Mit letzterem konnte ich nicht so sehr viel anfangen. Die könntest Du aber günstig von mir haben, falls das was wäre, was ich aber nicht glaube. Ich habe sie mir mal aus Neugier zugelegt.

Ob es anderer Lernschulen nach Noten gibt, kann ich Dir nicht sagen, ich kenne nur diese. Ein anderer Weg wäre vielleicht die Website von Franz Fuchs. Ob Du damit aber als Anfänger klar kommst, kann ich Dir ebenfalls nicht sagen; wie gesagt, ich habe nie nach Noten gespielt.

Eine weitere Frage wäre die Tonart, in der das jeweilige Stückl geschrieben ist. Ich denke, spätestens dort wirst Du als Anfänger ins Schleudern kommen, es sei denn, Du kennst Dich sehr gut in der Welt der Noten aus und kannst im Kopf transponieren und auch noch umsetzen, wo der jeweilige Ton auf der Harmonika zu finden ist. Kurz gesagt, ich glaube, für den Anfang einfach ein zuuu starker Tobak.

Doch vielleicht weiß ein anderer hier mehr und kann den entscheidenden Fingerzeig geben.

Liebe Grüße und viel Erfolg
gleich wie und wo
Guido

P.S.:
Ich habe gerade nachgeschaut: solltest Du nach Noten lernen, wäre das Zagar-Handbuch vielleicht nicht schlecht, weil es eine Mappe mit Schiebern für alle 12 Tonarten enthält, um Diskant, Bässe und Griffe darzustellen. Doch, ich will Dir da nix aufschwatzen. Wer weiß, vielleicht kann ich das Ding in Bälde ja doch verwenden und es selbst mit den Noten versuchen.

von GvH - am 13.11.2007 22:20
Hallo Grantl,

ich selbst habe nach Griffschrift gelernt und kam sehr gut damit zurecht. Da ich vorher 15 Jahre Klavierunterricht hatte, war ich es gewohnt, Noten zu lesen und trotzdem fand ich die Griffschrift für die Steirische etwas einfacher für den Anfang. Inzwischen kann ich auch in begrenztem Rahmen nach normaler Notation vom Blatt spielen.
GvH hat den Franz Fuchs ja schon erwähnt, der ein Verfechter für das Spiel nach Noten ist. Dort kannst Du Dir viele Informationen holen.

Beide Varianten haben etwas für sich, am besten ist es m. E. jedoch, wenn man weder Noten noch Griffschrift braucht und nach Gehör spielt. Da kann man sich voll und ganz auf das Stück konzentrieren und man lernt es auch schneller auswendig zu spielen, weil man muß!
Rudi Pietsch von den Tanzgeigern hat einmal gesagt: Wozu braucht ihr Noten? Ihr habt doch Ohren!

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg beim Lernen, egal mit welcher Methode.

Servus,

Dieter

PS: Wenn Du nach Griffschrift lernst und später das eine oder andere Stück spielen möchtest, das nur in normaler Notation erhältlich ist, so kann ich Dir gegen eine kleine Aufwandsentschädigung gerne Stücke in Griffschrift umschreiben.

von dk-v - am 13.11.2007 22:51
Servus Grantl,

Schule für Steirische Harmonika 1 und 2
in Notenschrift, langsam aufbauend, übersichtlich und kindgerecht gestaltet, keine musiktheoretischen Voraussetzungen notwendig, Grifftabelle für 3- und 4reihige Harmonika beiliegend, herausgegeben von Elke Margetich und Willibald Stelzl

bekommst du bei:
[www.steirisches-volksliedwerk.at]

oder:

Harmonika Express
Schule für Steirische Harmonika in Notenschrift
Prassl/Hirschmann/Zach

bekommst du bei:
[shop3.echomusikverlag.com]

Mein Tip:
Kauf dir die Schule und das erste Spielheft von Max Rosenzopf (in Griffschrift + Noten) und wenn du das durch hast steig um auf normale Noten.

Ich spiele nach mehrstimmigen Noten, nicht extra für Zieharmonika gesetzt, mit der Zeit bekommt man ein Auge dafür welche Passagen eines Stückes ein- oder mehrstimmig zu spielen sind. Die Tasten für eine GCFB Harmonika hab ich für Druck und Zug im Kopf. Stücke in anderen Tonarten transponiere ich entsprechend (am PC ein Mausklick), bzw. spiele die klingende ADGC Harmonika ebenfalls nach GCFB Noten.

Grüße
Kurt

von Kurt - am 14.11.2007 16:15
Servus!

Zitat
Eigenes Getippe
...vielleicht noch die "Schablone mit Handbuch für Steirische Harmonika" von Stanko Zagar.... Die könntest Du aber günstig von mir haben...

Das Angebot hat sich erledigt. Es hat jemand gelesen, der's unbedingt haben wollte. Habe schon zugesagt. Wer zuerst kommt, malt zuerst.

Gruß: Guido



von GvH - am 15.11.2007 20:11


Bua, schaug doas't woas vom "Josef Peyer" kriag'st.

"Original Steirische Harmonika - Schule in Notenschrift", a CD hoat's a.




von Fredl_Ausseer - am 24.11.2007 17:58
Hallo Granti,
ich gehe davon aus, daß Du, wenn Du von einer Harmonika schreibst, die Du Dir kaufen willst, eine "Steirische" meinst, nicht etwa eine Club oder Wiener oder Schwiezer Örgely.
Deine Frage ist nun, ob Du nach Noten oder Griffschrift lernen sollst.
Antwort:
Wenn Du hinsichtlich der Noten vorbelastet bist, ein bischen im Notensystem
Bescheid weißt, daß Du in etwa weißt, warum da vorn am Anfang der Noten immer diese Kreuze und die "bbs" stehen, wie der Notenwert zu erkennen ist und so etwas, dann kannst Du mit Noten anfangen. Bist Du vollkommen "unbeleckt", dann empfehle ich Dir, meinen Beitrag unter dem Stichwort "SHP" vom 5.12.07 auf dieser HP zu lesen.
Noch nicht angesprochen: die Musikalität, die jemand mitbringt. Bei der Griffschrift lernst Du im Prinzip mechanisch, wogegen ja zunächst nichts zu sagen ist. Nach Noten zu spielen bedeutet doch schon, etwas mehr darüber zu wissen, warum Du z.B. an dieser Stelle den Balg ziehen mußt und nicht auf Druck spielen, warum der Tonabstand von Reihe zu Reihe so ist wie er ist usw.
Lies den og. Beitrag!

Viel Erfolg!
derHenry

Aus Fehlern kann man lernen, am besten von den Fehlern der anderen.



von derHenry - am 06.12.2007 19:11
Hallo Grantl!
Mit dem empfohlenen Peyer-Lehrwerk habe ich auch gelernt.
Später dann erweitert um die "Auer-Lehrmethode" in Form von "Hören und Nachspielen".

Meines Wissens kommst Du aus meiner Ecke? So kann ich Dir besonders empfehlen, Unterricht beim Fredl Ausseer zu nehmen, dann ist der Erfolg garantiert.

Ich verdiene heute ein schönes Zubrot mit regelmäßigen Auftritten mit meiner Ziach - dank Fredl.
Er "produziert" garantiert keine "Stille-Kämmerlein-Ziachara" (eine von ihm selbst in seiner unnachahmlichen Art geprägte Bezeichnung). Na ja, mit seiner urtümlichen Art mußte ich umgehen lernen (Bussi Fredl ;)).
Liebe Grüße

Nachtrag: Laß' Dir vor allen Dingen von Keinem erzählen, daß Du nur mit jahrelangem, schweißtreibendem, hartem Üben das Harmonikaspiel erlernen kannst. Geh' lieber gleich zum Fredl und Du wirst überrascht sein, was in kürzester Zeit möglich ist.

von Alma_Gerstreit - am 31.12.2007 12:12
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