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vor 13 Jahren, 6 Monaten
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Barack

Doch deutsches Bier - ein Sieg für den Geschmack!

Startbeitrag von Barack am 21.12.2004 16:09

Bitburg (dpa) - Bei der Fußball-WM 2006 müssen die Fans in den Stadien nun doch nicht auf ein deutsches Bier verzichten. Nach einer heftig schäumenden Diskussion über Ausschank- und Markenrechte kommt Bitburger zum Zuge.

Der US-Brauriese und FIFA-Partner Anheuser-Busch räumte der deutschen Privatbrauerei das Recht ein, in den zwölf WM-Stadien ihre Biermarke mit auszuschenken. Die Amerikaner hatten sich die Rechte in einem Vertrag mit der FIFA schon langfristig gesichert, bevor Deutschland als der Ausrichter der Fußball-WM 2006 feststand.

Der Deutschen Fußball-Bund (DFB) begrüßte die Einigung. "Wenn es bei der WM kein deutsches Bier gegeben hätte, wären die Zuschauer sehr enttäuscht gewesen", sagte der DFB-Präsident Theo Zwanziger in Mainz. Zudem sei der DFB mit der deutschen Präsenz unter den Sponsoren bisher "nicht so glücklich" gewesen. Die Vereinbarung kam nach den Angaben von Bitburger unter der Vermittlung der FIFA und des Nationalen Organisationskomitees zu Stande. Für die FIFA sei es wichtig, dass eine einvernehmliche Lösung beim Bier gefunden wurde.

Die Bierdebatte drohte die gute Stimmung zur WM 2006 zu trüben. Besonders in Bayern wurde um den Gerstensaft heftig diskutiert. In Nürnberg schlugen die Wellen zeitweise sogar so hoch, dass fränkische Anbieter drohten, mit einer Wagenburg aus Bier und Würstchen das Frankenstadion zu umzingeln. Auch in anderen Bundesländern dachten Brauer darüber nach, Wagen vor WM-Stadien zu postieren. Die hitzige Debatte kühlte sich aber ab. "Die Feiern finden in den Innenstädten statt", meint ein Kenner. Dort kämen dann viele Brauereien zum Zuge.

Anheuser-Busch ist der zweitgrößte Bierhersteller der Welt nach dem belgischen Konzern InBev. Der US-Konzern stellt dank seines riesigen Heimatmarktes mehr Bier her, als die 1300 deutschen Brauer zusammen. In Deutschland ist der Getränkeriese ein Zwerg. Er setzt nur 5000 Hektoliter Bier pro Jahr in der Szenegastronomie ab. Dies wird als eine "homöopathische Menge" verspottet. Anheuser-Busch darf hier zu Lande die Marken Budweiser und Bud nicht verwenden. Das hatten die tschechische Brauerei Budejovicky Budvar und Bitburger erreicht.

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