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Radioforum Schweiz
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vor 5 Jahren, 4 Monaten
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vor 1 Jahr, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
dxbruelhart, Heinz Lindenmann, digiradio.ch, digiradio.ch

Radio Sunshine und Radio Central unter einem Dach

Startbeitrag von digiradio.ch am 13.04.2012 12:12

Medienmitteilung von Radio Sunshine und Radio Central:

Zitat

Radio Sunshine und Radio Central unter einem Dach
Die beiden Privatradios Central und Sunshine bündeln ihre Kräfte und bilden künftig das grösste
Radio-Haus der Zentralschweiz. Damit wird medienpolitisch und kommerziell eine erfolgreiche
Basis für die Zukunft geschaffen. Beide Radios sollen als eigenständige Marken weitergeführt und
gestärkt werden.

„Durch die Medienkonzentration in der Zentralschweiz ist eine Stärkung von beiden Radios
unumgänglich geworden“, ist Alfons Spirig, Geschäftsführer und Mitbesitzer von Radio Central
überzeugt: „ Mit beiden Marken unter einem Dach und mit zusammen über 320 000 Hörerinnen und
Hörer sind wir eine starke publizistische Stimme in der Zentralschweiz.“ Radio Central
Verwaltungsratspräsident Bruno Frick unterstreicht die entstehenden Chancen: „ Mit zwei Radio-
Formaten aus einer Hand sind wir ein attraktiver Ansprechpartner für den lokalen und nationalen
Werbemarkt".
Die Schwyzer Triner Medien Holding AG und Geschäftsführer und Verwaltungsrat Alfons Spirig
übernehmen deshalb die Aktienmehrheit von Radio Sunshine und der Radio Sunshine Werbe AG. Die
bisherigen Mehrheitsaktionäre von Radio Sunshine, die Zuger Andreas Kleeb und Ulrich H. Moser
haben ihre Anteile verkauft. Kleeb und Moser nehmen jedoch im Verwaltungsrat die strategische
Verantwortung von Radio Sunshine weiterhin wahr. Marco Meier bleibt Geschäftsleiter,
Verwaltungsrat und Aktionär von Radio Sunshine.
Die Zusammenarbeit von Radio Sunshine und Central unter einem Dach erzeugt Synergien in den
Bereichen Infrastruktur und Organisation. „Damit wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um
langfristig kommerziell und medienpolitisch erfolgreich zu sein“ sagt der bisherige Sunshine-
Verwaltungsratspräsident Andreas Kleeb.

Kurz- und mittelfristig werden in beiden Radios einige Stellen eingespart. Der Abbau soll weitgehend
über natürliche Abgänge erfolgen. Für den Grossteil der Mitarbeitenden bedeutet der Verkauf jedoch
eine langfristige Sicherung des Arbeitsplatzes und attraktivere Stellen.
Die Standorte in Rotkreuz, Brunnen und Luzern bleiben erhalten.
Radio Sunshine weist derzeit eine Nettoreichweite von 122 000, Radio Central von 196 000 aus.
Für die Hörerinnen und Hörer der beiden Radios ändert sich derzeit nichts. Der Übernahme muss das
Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) noch zustimmen.

Kontakt:
Andreas Kleeb, Verwaltungsratspräsident Radio Sunshine:
andreas.kleeb@beelk.com, +41 (0)41 748 14 03, Mobile +41 (0)79 831 30 00
Alfons Spirig, Geschäftsleiter Radio Central:
spirig@radiocentral.ch, +41 (0)41 825 44 44, Mobile +41 (0)79 334 13 76

Antworten:

Berreinigung der Radiolandschaft in der Zentralschweiz. Radio Central und Radio Sunshine unter einem Dach. Radio Pilatus braucht auch einen starken Partner, Energy?

von Heinz Lindenmann - am 13.04.2012 13:12
Wenn ich unterwegs bin, passieren gerne noch spektakuläre Dinge im Schweizer Radiomarkt. Was sagt da Markus Ruoss zu dieser Chose?
Ich denke, da wird das Programm von Sunshine wohl schon soweit angepasst werden, sodass die beiden Programme sich nicht mehr direkt konkurrenzieren.

von dxbruelhart - am 13.04.2012 13:40
Die Radiowoche thematisiert aktuell die Folgen für Radio Eviva, welches ja das dritte Programm von Alfons Spirig und Hugo Triner ist, also nach dem aktuellen Radiogesetz ist diese Konstellation eigentlich illegal. Es gibt aber die Möglichkeit, Eviva von einem konzessionierten Programm zu einem meldepflichtigen Programm umzuwandeln; so könnte Eviva bei diesen Eigentümern problemlos weiter gehalten und betrieben werden; damit kann Eviva einfach nicht auf UKW (auf UKW sendet Eviva heute eh nicht), aber auf allen anderen Wegen verbreitet werden, auf DAB, Satellit, Internet, Kabel etc.

Hier nun die Meldung von der Radiowoche: http://radiowoche.de/meldungen/1/11724/nach-der-uebernahme-von-radio-sunshine--wie-geht-es-mit-radio-eviva-weiter-/

Nach der Übernahme von Radio Sunshine: Wie geht es mit Radio Eviva weiter?

Überraschend wurde Mitte April die Mehrheitsübernahme von Radio Sunshine durch die Triner Medien Holding AG und die Spirig Medien AG (in Gründung) bekannt. Hinter den Gesellschaften stecken die Unternehmer Hugo Triner und Alfons Spirig, die bisher die Mehrheiten an den Sendern Radio Central und Radio Eviva halten.

Nach dem Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG) in der Schweiz darf „Ein Veranstalter beziehungsweise das Unternehmen, dem er gehört, maximal zwei Fernseh-Konzessionen und zwei Radio-Konzessionen erwerben“. Mit Radio Sunshine, Radio Central und Radio Eviva wären jedoch drei Sender in den Händen der beiden Unternehmer.


Mit der Übernahme von Radio Sunshine kam Radio Central dem Energy-Konzern zuvor, der ebenfalls Interesse an Radio Sunshine hatte. Damit muss Radio Energy vorerst auf eine Innerschweizer Variante der bekannten Marke verzichten.

Artikel 43 Radio und Fernsehen (RTVG)

Auf die Frage ob die Übernahme das Aus für Radio Eviva bedeutet sagte Radio Central Geschäftsführer Alfons Spirig gegenüber der radioWOCHE: „In Bezug auf die 2 plus 2 Regel ist es so, dass die Mehrheitsbesitzer Hugo Triner und Alfons Spirig mit ihren Firmen drei Radios besitzen würden. Hier wird eine Lösung angestrebt. Dazu gibt es faktisch drei Möglichkeiten, die des Verkauf, Aufgabe der Konzession und gleichzeitig Wechsel zu einem meldepflichtigen Programm oder völlige Aufgabe dieses Radios. Die wahrscheinlichste Variante ist aber in der Umwandlung in ein meldepflichtiges Programm zu suchen. Damit wird der Artikel 43 RTVG erfüllt.“


von dxbruelhart - am 24.04.2012 19:15
Radio Central verkauft Radio Eviva an Sepp Trütsch und Beat Diener.

Quelle: Pressemitteilung Radio Central vom 13.7.2012

von digiradio.ch - am 13.07.2012 13:12
http://www.eviva.ch/dynasite.cfm?dsmid=78520
Kein Hinweis auf DAB+ auf der Homepage gefunden, schlecht....???

von Heinz Lindenmann - am 13.07.2012 14:00
Da habe ich Fragen:
- Warum verkauft Radio Central Radio Eviva? Nur damit es in den Kabelnetzen in der ""must carry rule" bleiben können, das kann es doch nicht wirklich sein. Radio Eviva ist doch ein sehr beliebtes Programm, und zudem ein Schweizer Programm, so hätte doch kein Kabelnetzbetreiber Eviva rausgeschmissen.
- Auf der Empfangsübersicht von Eviva steht kein Wort, dass Eviva auf DAB 7D sendet - wie von Heinz bereits festgestellt http://eviva.ch/dynasite.cfm?dsmid=78520 . Wurde diese Seite seit Jahren nicht mehr überarbeitet? Das kann aber wirklich Hörer fehlleiten! Das ist eine grosse Unterlassung von Radio Central/Eviva.
Auf der Homepage von Eviva ist in der rechte Leiste aber die Hinweis auf den DAB-Empfang vorhanden; dieser ist aber auch nicht wirklich aktuell http://eviva.ch/dynasite.cfm?dsmid=78458 und leicht zu übersehen.

Hier noch die Meldung von persoenlich.com:

http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=102969

Radio Central
Verkauft Mehrheit an Radio Eviva
Ländler-König Sepp Trütsch übernimmt 38 Prozent der Aktien.

Radio Central trennt sich von ihrer Mehrheitsbeteiligung an Radio Eviva: Mit Sepp Trütsch, Beat Diener und Christian Kuhn übernehmen ausgewiesene Fachkenner der Sparte Volksmusik die Mehrheit an Radio Eviva. Je 38 Prozent gehen an Sepp Trütsch und Beat Diener und 5 Prozent an den bisherigen Redaktor/Moderator und Programmleiter von Radio Eviva, Christian Kuhn. Radio Central behält die restlichen 19 Prozent. Mit dem Verkauf der Aktienpakete erfüllt Radio Central eine Bestimmung des RTVG, wonach ein Medienunternehmen nicht mehr als zwei Radios besitzen darf. Weil die beiden Mehrheitsaktionäre von Radio Central Radio Sunshine übernehmen wollen, ist die Veräusserung der Aktien nötig geworden.

Noch im Mai diesen Jahres hielt Alfons Spirig, Programm- und Geschäftsleiter von Radio Central, einen Verkauf von Radio Eviva für unwahrscheinlich: "Ein Verkauf steht nicht im Vordergrund und da wir dies auch so nicht kommuniziert haben, gibt es auch keine Interessenten", so Spirig gegenüber persoenlich.com. Er optierte vielmehr dafür, aus dem Sender ein meldepflichtiges Programm zu machen. In kurzer Zeit hat sich dies nun geändert: Wie er jetzt gegenüber persoenlich.com sagt, verkauft Radio Central, weil Radio Eviva als meldepflichtiges Programm wegen der "must carry rule" den Zugang zu den Kabelanlagen verloren hätte. Spirig freut sich nun aber, mit Sepp Trütsch und Beat Diener Mehrheitsaktionäre mit einer ausgesprochenen Affinitiät zur Volksmusik gefunden zu haben.

Die neuen Besitzer übernehmen mit der Konzession auch die Verpflichtung, Radio Eviva innerhalb der Konzessionsvorgaben weiter zu führen. Für die Mitglieder und Gönner von Radio Eviva ändert sich nichts. Auch der Verein, welcher im Radio Eviva integriert ist wird vollumfänglich so weitergeführt. Sepp Trütsch ist der ausgewiesene Kenner der Volksmusik- und Brauchtumsbranche. Mit seiner grossen Erfahrung als Redaktor und Moderator beim Schweizer Radio und Fernsehen ist er ein Glücksfall für Radio Eviva. Sepp Trütsch zu seinem Engagement bei Radio Eviva: "Ich kann sicher Einiges bewegen und durch meine Kontakte in dieser Szene da und dort neue Anreize schaffen."

Beat Diener ist Kommandant des Kompetenzzentrums Militärmusik in Aarau. Er kennt nicht nur die Sparte Blasmusik/Militärmusik bestens, sondern ist auch ein grosser Kenner der Volksmusik, des Brauchtums und der Operette. Beat Diener ist Präsident der Theatervereinigung Arth. Christian Kuhn ist ausgebildeter Primarlehrer und seit 1984, dem Sendestart der Privatradios in der Schweiz, in verschiedenen redaktionellen Radio-Funktionen tätig: Sport- und News-Redaktor, Reporter, Programmleiter. Ab 1984 war er zehn Jahre bei Radio Eulach (heute Top), seit 1996 bei Radio Eviva.

Radio Central wird die Programmstunden des Ländlerzmorge und Ländlerabig, sowie die Nachrichten weiterhin Radio Eviva zur Verfügung stellen. Ansonsten wird sich Radio Central mit dem Verkauf der Aktien vollumfänglich aus der operativen Führung von Radio Eviva zurückziehen. Der Verwaltungsrat von Radio Eviva wird an der kommenden ausserordentlichen Generalversammlung zurücktreten. Neu zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen sind Sepp Trütsch, Beat Diener und ein Vertreter der Radio Central. Als Verwaltungsratspräsident wird Sepp Trütsch amten. Die Zustimmung des UVEK zu diesen Aktienverkäufen bleibt vorbehalten. (pd/bn)


von dxbruelhart - am 13.07.2012 14:26
Jetzt wurde diese Innerschweizer Radio-Rochade vom UVEK abgesegnet, somit kann dieser Deal definitiv über die Bühne gehen.

http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=46114

Innerschweizer Radio-Rochade genehmigt

Bern, 27.09.2012 - Radio Sunshine kann von den Eigentümern der Radio Central AG übernommen werden: Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Konzessionsübertragung genehmigt und einem Gesuch der Radio Central AG entsprochen. Zuvor hatte das UVEK grünes Licht für die Konzessionsübertragung von Radio Eviva erteilt. Das digital verbreitete Volksmusik-Radio wird von der Radio Central AG an drei Privatpersonen verkauft.

Die Radio Central AG hat bis anhin die beiden konzessionierten Programme Radio Central und Radio Eviva betrieben. Da ein Unternehmen nach den Vorgaben des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) höchstens zwei Radiokonzessionen besitzen darf, hat die Radio Central AG vor dem Erwerb von Radio Sunshine die Konzession von Radio Eviva an drei Privatpersonen übertragen. Nachdem das UVEK diesen Übergang genehmigt hatte, wurde der Transfer von Radio Sunshine zur Triner Medien Holding und zur Spirig Medien AG (je 45 Prozent Anteil) möglich. Die Eigentümer der beiden Firmen besitzen gemeinsam die Radio Central AG.

Mit der Genehmigung durch das UVEK haben die beiden Innerschweizer UKW-Lokalradios Central und Sunshine künftig dieselben Eigentümer. Die Radio Sunshine AG wird auch unter neuer Eigentümerschaft imstande sein, die Auflagen der Radiokonzession erfüllen zu können.

Radio Eviva an Privatpersonen

Die Radio Central AG hat insgesamt 81 Prozent der Aktien- und Stimmrechte der Radio Eviva AG für Volkskultur an die drei Privatpersonen Beat Diener (38 Prozent), Sepp Trütsch (38 Prozent) und Christian Kuhn (5 Prozent) verkauft. 19 Prozent verbleiben weiterhin bei der Radio Central AG.

Radio Eviva hat im Jahr 2007 vom UVEK die Konzession für die Verbreitung eines volkstümlichen Radioprogramms über das digitale Sendernetz DAB+ in der deutschsprachigen Schweiz erhalten. Das Unternehmen war bereits in den Jahren 1995 und 1997 vom Bundesrat für die Veranstaltung eines Satelliten-, Mittelwellen- und Kabelradios konzessioniert worden.


von dxbruelhart - am 27.09.2012 08:48
Jetzt hat Radio Central Eviva zurückgekauft:
Pressemitteilung von Radio Eviva, Info via Radiowoche http://eviva.ch/ http://www.radiowoche.de/radio-central-kauft-radio-eviva-zurueck/

Die Trägerschaft von Radio Eviva mit Sepp Trütsch, Beat Diener und Christian Kuhn hat sich entschieden – die Konzession an das Bakom zurück zu geben. Radio Eviva wird an den früheren Inhaber Radio Central zurück veräussert. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine erfolgreiche Werbevermarktung konnte, wie schon in der ganzen Geschichte von Eviva, nicht oder ungenügend aufgebaut werden. Radio Eviva soll in einem vorhandenen Vermarktungsumfeld und seinen Eviva-Mitgliedern und HörerInnen weiterhin erhalten bleiben. Von den damals konzessionierten DAB+ Radios, war Radio Eviva noch das letzte in Betrieb befindliche Radio mit DAB-Konzession. Radio Eviva musste auch damit rechnen, dass mit Auslauf der Konzession auch keine DAB-Radios im herkömmlichen Sinne für DAB+ konzessioniert worden wären. Eine ‚DAB+‘-Konzession ist mit dem Massenbetrieb über DAB nicht mehr nötig. Sämtliche heutigen UKW-Radios werden in wenigen Jahren auf DAB+ wechseln. Damit kann die Radio Central-Gruppe mit Sunshine Radio (beide Radios Central und Sunshine haben eine UKW-Konzession) auch ein drittes oder mehrere nicht konzessionierte Radios betreiben. Radio Eviva soll die HörerInnen auch in Zukunft über DAB+, Kabel und Satellit erreichen.

Geschichte Radio Eviva
Die Geschichte von Radio Eviva ist bewegt. Radio Eviva ging im Oktober 1992 in Zürich auf Sendung. Die Abstrahlung über Satellit diente in erster Linie als Zuführung für die Schweizer Kabelnetze. Am 23. Juni 1997 wurde der Betrieb über Kabel, Satellit und inzwischen auch über Mittelwelle auf Sendung, eingestellt. Die Mittelwelle brachte Eviva mit der vorhandenen Qualität der ungünstigen Frequenz nicht den erwarteten Erfolg. Neun Monate später im Jahr 1998 wurde der Betrieb wieder aufgenommen, mit dem Ziel die finanzielle Eigenständigkeit und eine verbesserte Verbreitung zu erreichen. Da die SRG als Antwort auf Eviva längst die DRS Musigwelle 531 lanciert hatte und keine terrestrische Verbreitung für Eviva (UKW) möglich wurde, war es für ein Volksmusikangebot schwierig, sich über Werbung finanzieren zu können. Umso mehr die Mäzenen und damit verbundenen Werbeerträge immer weniger wurden. 2002 wurde Eviva an die Radio Central AG verkauft. Die Gruppierung schaffte es, eine ,DAB+‘-Konzession mit 8 anderen Radios zu erhalten. Radio Eviva ist zurzeit noch das einzige Radio mit einer ‚DAB+‘-Konzession. Die anderen Radios sind grösstenteils aus finanziellen, aber auch anderen Überlegungen nicht mehr in Betrieb. Heute (2016) braucht es zur Verbreitung auf DAB+ keine Konzession mehr. Allerdings sind auch da inzwischen die zur Verfügung stehenden Kanäle nicht endlos. Radio Eviva sendet heute auf DAB+, über Satellit (Hotbird), Internet und Kabel. 2012 wurde Radio Eviva an eine private Trägerschaft veräussert. Grund dafür war, dass ein konzessioniertes Radio, wie Radio Central, nur insgesamt 2 konzessionierte Radios betreiben darf. Radio Central übernahm 2012 Sunshine Radio und musste deshalb für Radio Eviva eine neue Eignerschaft finden. In Sepp Trütsch, Beat Diener und Christian Kuhn konnte dazu eine volksmusikerfahrene Trägerschaft gefunden werden. Mit der DAB+ Zugangsmöglichkeit – ohne Konzession – sah nun die private Trägerschaft die Möglichkeit – das beliebte Volksmusikprogramm mit täglich über 100‘000 HörerInnen in das professionelle Radioumfeld von Radio Central zurück zu führen und damit erhalten zu können.

Längst betreiben Schweizer Privatradios über das Internet und DAB+ weitere Programme. Da diese nicht einer Konzessionspflicht unterstehen, kann ein Radiobetreiber beliebig viele Programme nebst zwei UKW konzessionierten Radios – über DAB+ betreiben.

von dxbruelhart - am 13.07.2016 19:09
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