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Umfrage: DAB/DAB+ aufs Kabel?

Startbeitrag von Westwind am 30.05.2012 17:04

Wer wäre einverstanden, dass alle Schweizer Kabelnetzbetreiber DAB und DAB+ übertragen müssen (Must Carry Regel).

Konsequenz wäre, dass die Kabelnetzbetreiber zwei VHF-Kanäle für den DAB/DAB+ Empfangen räumen müssten.

Übertragen werden sollten:
Alle regionalen Schweizer Bouquets von Deutschschweiz, Westschweiz, Tessin und Graubünden (12A, 12B und 12C, Bundesmuxx, Bayern- und SWR-Muxx, allenfalls später Frankreich und Österreich (Italien u.a.).

Die 50 interessantesten Antworten:

Hallo Radiofreunde,

Mir ist ehrlich gesagt DVB- C Radio lieber. Hauptgrund ist die Bessere Qualität.
Im Cablecom- Netz sind ja schon einige Programme auf diese Art digital verfügbar.
Auch Einiges aus Deutschland Beispielsweise Bayern und Baden- Württemberg.
Sowie Teilweise Bundesmux- Programme.
Solange das Analoge Angebot im Kabel nicht wesentlich zurückgefahren wird besteht
sowieso wenig Hoffnung auf eine Einspeisung von DAB+ im Kabel.
Ausserdem ist das DAB+ Signal auf Mobil- Portabel " getrimmt " .
MfG Det.

von RADIO354 - am 30.05.2012 17:40
Die verschiedenen Übertragungsarten für Kabel und Antenne machen durchaus Sinn. Ich wäre für eine Lösung auf der Geräteseite. Bei Fernsehern sind heutzutage DVB-T/C/S Kombituner Standard. Radiogeräte sollten ebenfalls mit einem solchen Tuner, und zusätzlich noch DAB ausgestattet werden.

Es war ein Fehler hier verschiedene Standards einzuführen. Es hätte nur einen Standard, aber mit allen möglichen Betriebsmodi, geben sollen. Mit heutiger Technik reicht dazu ein eiziger Empfänger, die Betriebsart könnte per Software gewechselt werden.

von Stefan Heimers - am 30.05.2012 17:44
Das ist richtig.
DAB ist auf die drahtlose Übertragung zu vorwiegend mobilen Empfängern hin optimiert. Das Funktionieren bei niedrigem Signal-Störabstand, die Robustheit gegen Störungen, gegen frequenzselektives Fading und die SFN-Tauglichkeit wird mit niedrigen Datenraten "erkauft".
DVB-C bringt in einem 8-MHz-UHF-Kanal bei 256-QAM über 50 Mbit/s "an den Mann". Damit wären ein paar 100 Programme in der Qualität der SMC-Angebote übertragbar ;-)

von DH0GHU - am 30.05.2012 19:38
Zitat
dxbruelhart
Ich bin unbedingt dafür, dass man die DAB-Ensembles aufs Kabel bringt, das sollte auf jeden Fall geschehen und ist für die Kabelkunden sehr angenehm.
Heute haben wesentlich mehr Haushalte in der Schweiz DAB(+) Ausrüstung als DVB-C Equipment.


DAB ist für die Kabelübertragung viel zu ineffizient, wie Ulrich oben schon erwähnte. Warum sollte man im Kabel Bandbreite für klirrende AAC-Programme in niedriger Bitrate verschwenden, wenn man stattdessen mehr Programme in deutlich besserer Qualität verbreiten kann?

Das Argument mit der vorhandenen Ausrüstung lasse ich auch nicht gelten. Die überwiegende Mehrzahl der vorhandenen DAB-Radios dürfte keine Antennenbuchse haben, so dass der Anschluss ans Kabel nur mit Bastellösungen ( -> Kabellecks!) möglich wäre.

Dazu kommt noch, dass es auf Betreiberseite vermutlich kein professionelles Equipment gibt, um DAB-Pakete sauber ins Kabel einzuspeisen.

Wie gesagt, ich kann der Idee nichts Positives abgewinnen. DAB ist ein System für mobilen Empfang und hat im Kabel nichts verloren.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.05.2012 20:21
Zitat
dxbruelhart
Ich bin unbedingt dafür, dass man die DAB-Ensembles aufs Kabel bringt, das sollte auf jeden Fall geschehen und ist für die Kabelkunden sehr angenehm.
Heute haben wesentlich mehr Haushalte in der Schweiz DAB(+) Ausrüstung als DVB-C Equipment.
DAB im Kabel würde aber nur unnötig Platz verschenden, den man DVB-C Fernseh- und Radioprogramme dringender brauchen kann. Und da nahezu jeder Flachbildfernseher DVB-C tauglich ist hat da auch jeder Haushalt eine Empfangsmöglichkeit. Nur weis ich jetzt nicht wie es wegen der Grundverschlüsselung aussieht.

von Martyn136 - am 30.05.2012 21:29
Voellige Schnapsidee, welche aber - gluecklicherweise - wahrscheinlich ohnehin nie ernsthaft zur Debatte stehen wird.

Sollte dieses "DAB+ Must-Carry" denn bloss für "Old-School Kabelnetze" (also vom Schlag Cablecom & Co.) gelten oder würde man diese Pflicht auch IPTV-basierenden Angeboten aufzwingen? :-D Wäre ja einmal mehr eine interessante Wettbewerbsverzerrung; es sei denn, Cablecom und Konsorten würden für deren Investitionen finanziell entschaedigt.

Kommt noch hinzu, dass die Kabellecks dann wohl da und dort irgendwelche nicht wirklich nutzbaren "Rest-Ensembles" in die gute Stube portieren würden, welche zwar von den herumstehenden DAB+ Receivern eingelesen, aber eben kaum vernünftig wiedergegeben werden können. Meiner Meinung nach eher kontraproduktiv...

von digiradio.ch - am 31.05.2012 00:12
Was die Grundverschlüsselung anbelangt, sind bei cablecom im Gegensatz zum TV sämtliche Radioprogramme frei empfanbgar (ausgenommen MusicChoice-Kanäle).
Tendenziell bin ich auch eher dagegen, allerdings sehe ich auch auf lange Sicht keine entsprechenden DVB-C-Empfänger für HiFi-Anlagen o.ä. Es gibt ja noch nicht mal für den schon viel länger währenden und viel bekannteren DVB-S-Empfangsweg anständige Geräte.

von Wrzlbrnft - am 31.05.2012 07:29
Diese Idee der DAB-Ensembles auf den Kabelnetzen halte ich für etwas gutes, weil sie (ausländische) Radioprogramme (z.B. aus den Bundesensemble) verfügbar machen würden, die ansonsten nur übers Netz hereinkommen, oder bestenfalls auf DVB-C verfügbar sind. Kauft sich ansonsten jemand DVB-C Receiver nur für Radio? Da geht es nicht primär um Qualität, sondern darum, an Inhalte von Radioprogrammen heranzukommen, die ansonsten eben höchstens per Stream im Netz oder bestenfalls via DVB-C verfügbar sind.

von dxbruelhart - am 31.05.2012 08:45
Ich sehe keinen Grund, wieso man DAB ins Kabel bringen sollte.

Ich kenne keinen DAB Empfänger, der eine Kabelbuchse hat. Weder der mobile Reciever noch der Stationäre. Selbst wenn CC also einen DAB Mux aufschaltet, wie soll ich diesen empfangen?

Das Angebot von DVB-C Radio oder Webradio ist so vielfältig, da bringt ein DAB Mux wirklich keinen Mehrwert.

Man darf sich aber fragen, wieso es wohl keine DVB-C Radios gibt. So ein Tuner dürfte nichts mehr kosten. Trotzdem gibt es sie nicht.

Daher bleibe ich bei DVB-C oder iPad wenn ich wirkliche Vielfalt will.

von smid - am 31.05.2012 18:24
Zitat
smid
Wieso nicht :-)
Das DVB-C Angebot von CC kann man durchaus als genial bezeichnen.
Leider aber wollen 99% der Schweizer Lady Gaga, Justin Bieber und solchen Scheiss.
20 Minuten hat ihnen das analoge eingetrichtert.
Auf DVB-C gibts ja nicht nur Special-Intresst sondern auch mehr Mainstream-Vielfalt.

Denke FM/DVB-C Radios wären schon eine intressante Marktlücke.

von Martyn136 - am 31.05.2012 21:02
Zitat
smid
Man darf sich aber fragen, wieso es wohl keine DVB-C Radios gibt. So ein Tuner dürfte nichts mehr kosten. Trotzdem gibt es sie nicht.


Es gibt doch genug DVB-C-Receiver, die sich problemlos an die Stereoanlage anschliessen lassen. Wo ist das Problem? Und kommt mir jetzt nicht mit alphanumerischem Display. Da macht man sich eine Liste mit "seinen" Programmen und legt die zum Receiver. Mit der Zeit kennt man sie auswendig. Der "nicht-freakige" Hörer wird in der Praxis eh' nicht mehr als ein Dutzend Programme wirklich regelmässig hören. Eher noch weniger. Und wenn er doch mal 'was anderes hören will, schaltet er halt schnell den Fernseher ein und sucht sein Programm.

Der anspruchsvolle Hörer wird sich mit den klanglich minderwertigen DAB-Programmen im Heim-Bereich sowieso nicht zufrieden geben und ebenfalls auf das qualitativ und quantitativ weit überlegene DVB-C setzen.

Ich bleibe dabei: DAB gehört nicht ins Kabel. Ein Must-Carry kompletter Pakete hat politisch kaum eine Chance, denn die "politisch relevanten" Sender aus dem In- und Ausland sind eh' schon in den Netzen. Beim Rest gibt es keinerlei politische Rechtfertigung für eine Zwangseinspeisung.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 01.06.2012 04:08
Ich sehe - ich gehöre zur Minderheit....;-)

Hier meine Argumente:

Sprechen wir mal über die Zeit, wo angeblich UKW abgestellt werden soll, was ist dann das Ersatzmedium? Müsste doch eigentlich DAB sein - oder irre ich mich da auch wieder?

Sprechen wir von freien Kanälen:

12C ist in der Schweiz terrestrisch belegt, daher kann man diesen Kanal, ich meine dann gleich den ganzen Kanal 12 ins Kabel nehmen.

Welcher Kanal bietet sich noch an? Natürlich auch Kanal 13 (A-F).

Kanal 12 bietet ca. 4x10-15 (inkl. Daten bis 20) Programme; Kanal 13 bietet 6x10-15 Programme = Total also etwa 100-150 - UKW lässt grüssen! Wohlgemerkt bei nur 2 belegten TV-Kanälen!

Jedes DAB-Radio kann diese Programme empfangen - man braucht daher keine speziellen Empfänger!

DAB bietet Text und Bild-Darstellung, somit vermutlich auch ein Mehrwert gegenüber DVB-C Radio.

Wo gibt es DVB-C Radios als Standalone-Geräte? Stereo-Anlagen als DVB-C - kaum!

DAB bietet Verkehrsmitteilungen, welche ja zwischendurch auch Zuhause ganz brauchbar wären

Was die Antennenanschlüsse betrifft: sämtliche HIFI-Anlagen mit DAB haben inzwischen einen Antenneneingang. Immer mehr normale DAB-Empfänger haben inzwischen eine F-Buchse, z.T. über demontierbare Teleskop-Antennen.

Mit Sicherheit wird es immer mehr DAB-Geräte - inkl. solche welche in Zukunft bessere Displays haben - geben, als reine DVB-C Radio-Empfänger. Die Leute können sich an den im Auto empfangbaren DAB-Programmen orientieren.

von drahtlos - am 01.06.2012 20:01
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Es gibt doch genug DVB-C-Receiver, die sich problemlos an die Stereoanlage anschliessen lassen. Wo ist das Problem? Und kommt mir jetzt nicht mit alphanumerischem Display. Da macht man sich eine Liste mit "seinen" Programmen und legt die zum Receiver. Mit der Zeit kennt man sie auswendig. Der "nicht-freakige" Hörer wird in der Praxis eh' nicht mehr als ein Dutzend Programme wirklich regelmässig hören. Eher noch weniger. Und wenn er doch mal 'was anderes hören will, schaltet er halt schnell den Fernseher ein und sucht sein Programm.

Das ist zwar durchaus ein gangbarer Weg, aber schöner wäre es trotzdem wenn es richtige FM / DVB-T/C Radios gäbe, die Display, 3-Band Equalizer oder DSP mit mindestens vier Prestens, SD-Card Slot und CD-Player, Stereo-Lautsprecher, ... schon integriert hätten.

Auch in Deutschland, wo das Angebot an anaolgem Kabelradio oft recht mager ist, aber man über DVB-C schon You FM und N-Joy hören könnte, wäre das schon intressant.

von Martyn136 - am 01.06.2012 20:11
Zitat
drahtlos
Was die Antennenanschlüsse betrifft: sämtliche HIFI-Anlagen mit DAB haben inzwischen einen Antenneneingang. Immer mehr normale DAB-Empfänger haben inzwischen eine F-Buchse, z.T. über demontierbare Teleskop-Antennen.


Ich beobachte eher das Gegenteil. Bei den DAB Geraeten der ersten Generation gehoerte die F-Buchse quasi zur Grundausstattung - Empfang ohne externe Antenne war ja kaum gewaehrleistet. Heute hingegen sind entsprechende DAB+ Receiver geradezu Mangelware.

Zitat
drahtlos
Mit Sicherheit wird es immer mehr DAB-Geräte - inkl. solche welche in Zukunft bessere Displays haben - geben


Auch hier habe ich den Eindruck, dass es tendenziell eher wieder weniger Modelle mit "grossen" Displays sind.

Zitat
drahtlos
DAB bietet Verkehrsmitteilungen, welche ja zwischendurch auch Zuhause ganz brauchbar wären


Ah ja!!??? :D

von digiradio.ch - am 01.06.2012 20:38
Zitat
drahtlos
Sprechen wir mal über die Zeit, wo angeblich UKW abgestellt werden soll, was ist dann das Ersatzmedium? Müsste doch eigentlich DAB sein - oder irre ich mich da auch wieder?


Terrestrisch ja (oder eher: "vielleicht", denn da wage ich keine Prognose!). Aber wer sagt, dass das auch im Kabel so sein muss? Kabel-UKW ist ja seinerzeit eher aus der Not geboren worden, weil es schlicht keine andere Möglichkeit gab, um den Kabelkunden zusätzliche Radioprogramme anbieten zu können. Heute ist das bekanntlich anders.

Zitat
drahtlos
Welcher Kanal bietet sich noch an? Natürlich auch Kanal 13 (A-F).
Kanal 12 bietet ca. 4x10-15 (inkl. Daten bis 20) Programme; Kanal 13 bietet 6x10-15 Programme = Total also etwa 100-150 - UKW lässt grüssen! Wohlgemerkt bei nur 2 belegten TV-Kanälen!


Kanal "13" A-F entspricht dem ganzen Sonderkanal 11 und Teilen des S12. Die sind in keinem mir bekannten Kabelnetz frei und werden es in der nächsten Zeit wohl auch nicht werden.
150 und mehr Programme auf zwei bzw. drei Kabelkanälen sind auch mit DVB-C problemlos möglich und zwar in erheblich besserer Qualität! Wie ich schon mehrfach schrieb: DAB ist mit seiner Fehlerkorrektur viel zu ineffizient fürs Kabel.

Zitat
drahtlos
DAB bietet Verkehrsmitteilungen, welche ja zwischendurch auch Zuhause ganz brauchbar wären


Na ja... Verkehrsmeldungen kann man sich daheim viel bequemer übers Internet holen. Das ist ein schwaches Argument für DAB im Kabel.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 02.06.2012 00:52
Eure Gegenargumente überzeugen mich nicht besonders.

Klar habe ich ein wenig weit ausgeholt, man muss ja schliesslich irgendwelche Zukunftargumente bringen....;-)

Ich weiss, die Entwicklung bei DAB ist schon noch nicht soweit, wie sie sein sollte. Aber es gibt ein paar geplante Dienste (z.B. TPEG) welche noch nicht beim Endkunden angekommen sind.

Zu den Geräten ist zu sagen, alle HIFI-Geräte - die ich kenne - haben einen Antennenanschluss und keine NUR Wurfantenne. Das sind Geräte von Denon, TEAC, Sony, B+O, Bose usw.
Von den genannten Firmen habe ich noch keine Heimstereo-Anlage gesehen mit DVB-C Radio. Also bitte ein wenig mehr Objektivität.

Man kann auch DAB+ mit weit höheren Datenraten und ohne Fehlerkorrektur über das Kabel verbreiten als dies terrestrisch gemacht würde. Ich habe absichtlich als untere Grenze mal 10 Programme pro DAB-Kanal angenommen, damit etwas mehr Spielraum für Qualtiät übrig bleibt. Damit schafft DAB trotzdem noch ein mehrfaches an Programmen gegenüber UKW pro MHz.
UKW = 21MHz und etwa 40 Programme
DAB = 14 MHz und etwa 100 Programme

Die Kanal 13 Problemetik ist mir auch bekannt, ich denke aber mind. 4 von den 6 Kanälen könnte man auch dort unterbringen. Ich habe einen Kabelanschluss und speise mir in meine Hausverteilung auch die terrestrischen DAB-Kanäle ein (nur K12C). Störungen sind mir bis jetzt nicht aufgefallen. Die Kabelbetreiber hätten in dieser Sache noch weitaus mehr Möglichkeiten. Ich habe ich in einem Wiki-Artikel gelesen, dass S11 und S12 meistens nicht benutzt werden. (bezieht sich bei diesem Artikel jedoch auf Deutschland).

Das Band III hat offiziell nur 7 MHz, wo auch jeweils die 4 Ensembles genügend Platz finden, für UHF sind nun mal 8 MHz vorgesehen, was wiederum besser für DVB-C TV ist. Wenn ich in euren Beiträgen lese, hat Dänemark scheinbar die Einspeisung von DVB-T ins Band III untersagt. Was spricht dagegen, dass man in Zukunft auch bei uns das Band III im Kabel für DAB-Radio reservieren würde, wenn mal die Analog-TV-Technik dort abgeschaltet ist.

Klar warte auch ich noch auf eine Weiterentwicklungen in Sachen DAB-Empfänger, aber so negativ wie bei einigen von euch - insbesondere unser Händler - würde ich es nicht sehen. Die Spezialentwicklungen laufen ja inzwischen erst richtig an, ich meine hier die Chipset-Entwicklung für z.B. Journaline oder TPEG. Ich könnte mir mal gut vorstellen, dass ich später mal mein DAB-Navi, wenn es dann mal veraltet sein sollte, einfach als DAB-Empfänger im Hause nutzen könnte. Zumindest bei den Entwicklungen in Korea, wäre dies dort schon heute möglich. Dort wird zwar DMB-T verwendet, aber soweit weg voneinander sind die beiden Techniken nicht. Nebenbei: auch die 5.1 Technik ist ja bei DAB nicht von vorneherein ausgeschlossen, im Gegensatz zu UKW.

Von wegen Internet, klar hängt auch bei mir bald in jedem Zimmer ein Tablet an der Wand, aber wenn ich Klassik oder Jazz hören möchte, dann läuft meine HIFI-Anlage und dabei möchte ich nicht (zumindest meine Frau nicht), 3 Fernbedienungen benutzen um das Programm zu wählen, die Lautstärke einzustellen oder um zu lesen, was gerade für ein Interpret zu hören ist. Das wäre mit einem vernünftigen DAB-HIFI-Empfänger mit einem 5 Zoll Farb-Display und DAB¨über Kabel für über 100 Programme möglich. Ich könnte dabei noch Konzerthinweise - bei Klassik/Jazz oftmals besonders interessant - zum gerade spielenden Interpret oder die Wettervorhersage oder auch die neuessten Verkehrsmitteilungen lesen. Wenn mich diese gerade interessieren, dann schaue ich einfach mal kurz aufs Display. Der SWR macht es auf DAB z.T. ja bereits ein wenig vor, was die Zukunft bringen könnte.

RS-Fehler sind programmiert, da ich das ganze über einen 3m Bildschirm am Beamer im Wohnzimmer schreibe und die Augen um 04.00 Uhr schon ziemlich müde sind.

von drahtlos - am 02.06.2012 02:18
Es gibt noch ein anderes Problem.
Wenn wir mal an ein ausgedünntes analoges Angebot denken, streicht man die Frequenzen über 300 Mhz zuerst.

Irgendwann dann mal gehts auch an die Frequenzen unter 300 Mhz.

Und eben genau K5-K12 könnte man für die "ewiggerstrigen" mit den wichtigsten analogen Programmen belegen. Da würd natürlich schwer, wenn man einen Kanal mit DAB belegt.

von smid - am 02.06.2012 07:11
Zitat
drahtlos
Klar warte auch ich noch auf eine Weiterentwicklungen in Sachen DAB-Empfänger, aber so negativ wie bei einigen von euch - insbesondere unser Händler - würde ich es nicht sehen. Die Spezialentwicklungen laufen ja inzwischen erst richtig an, ich meine hier die Chipset-Entwicklung für z.B. Journaline oder TPEG.


Hinsichtlich Entwicklung herrscht seit geraumer Zeit ziemlicher Stillstand; darum blicke ich so pessimistisch in die (DAB-)Zukunft. Welche Serien-Geräte können denn (Stand heute) Slideshows darstellen? iriver und Cowon sind verschwunden. Auch der Revo Ikon wurde nur für kurze Zeit angeboten. Bleibt noch der Sensia, welcher nun zumindest einen Nachfolger erhalten wird. Aber sonst?

Natürlich findet man an den einschlägigen Messen immer wieder Prototypen, welche nur darauf warten, von irgend jemandem gefertigt zu werden. Beispielsweise habe ich an der CES einen Chinesen gesehen, der ein DAB+ Modell mit 7" LED Display anbietet, welches optisch wie ein Photoframe daher kommt (und diese Funktion auch als Feature beinhaltet). Aber eben: Die MOQ liegt bei chinesischen Herstellern selten unter 1000 Units. Und wer will dieses Risiko heutzutage noch eingehen? Im Zeitalter von Microblogging und Social Media läufst Du Gefahr, dass Dein Produkt schon nach wenigen verkauften Einheiten in Stücke zerrissen wird. Nur zu gut erinnere ich mich an entsprechende Szenen mit dem Sensia hier im Forum.

Und dann noch Journaline & Co. Mein UniWave Di-Wave 100 war ja für einen Moment in der Lage, zumindest den gemeinsamen Journaline Dienst von BBC + DW darzustellen. Und heute? Da quasi alle DRM Dienste in Europa wieder eingestellt wurden, steht das Gerät so ziemlich nutzlos in der Ecke. Journaline bei DAB(+) Geräten hat bis heute leider noch niemand serienmässig implementiert.

Das Zauberwort dürfte in diesem Zusammenhang wohl "RadioDNS" heissen. Ob dann auch das Radiosignal über UKW oder DAB+ angeliefert wird, ist bei diesem Standard zweitrangig. Verstreicht noch sehr viel Zeit, wird es wohl oder übel ebenfalls aus dem Internet kommen...

von digiradio.ch - am 02.06.2012 18:29
Für eine digitale Doppelausstrahlung, DAB+ und DVB-C Radio sind aber wohl nicht genug Kapazitäten vorhanden.

Also müsste dann wohl DVB-C Radio geopfert werden.

Was aber bedeuten würde das man zwar ein paar potentielle Hörer, nämlich jene die ein DAB+ Gerät mit externen Antenneneingang besitzen möglicherweise gewinnen könnte, im Gegenzug aber viel mehr potentielle Hörer, nämlich alle mit einem halbwegs aktuellen Flachbildfernseher verlieren würde.

Da ist es schon sinnvoller auf DVB-C zu bleiben, aber endlich mal FM/DVB-C Radios zu bauen. Immerhin gibt es DVB-C Radio nicht nur in der Schweiz sondern in ganz Europa.

von Martyn136 - am 02.06.2012 18:54
Theoretisch ging es eigentlich nur im die Frage:

Was ist nach UKW? Nachdem jetzt auch ein mögliches Ende von UKW ab 2019 (Schweiz) durchgesickert war, kam für mich die Frage auf: was kommt nachher ins Kabel.... will man hier das terrestrische Radio dann vom Kabel fernhalten? Will man dann 50 - 100% aller neuen Radio-Empfänger vom Kabelanschluss ausblenden? Mir ging es aber insbesondere um HIFI-Anlagen mit eingebautem DAB-Empfänger welche heute schon oder zumindest in naher Zukunft von allen High-End-Anbietern angeboten werden.

Ich stehe übrigens schon seit Jahren dazu.

Anderes Beispiel: Häuser mit Einzelanlagen (Mast auf dem Dach - gibt es auch noch, wo kein Kabel vorhanden ist) möchten auch Lokalradios empfangen, welche nicht über SAT und nicht über terrestrisches UKW zu empfangen sind. In der Schweiz sind es inzwischen sehr viele Programme, welche aus anderen Regionen stammen und über DAB zu empfangen sind, aber nicht über UKW oder nur mit entsprechendem Aufwand - wenn überhaupt. Da lebt man das ganze schon vor: DAB und DVB-T an der internen "Kabel"-Hausverteilung!

Aber Alqazar - deine Meinung zu DAB ist hinlänglichst bekannt und möchte diese auch nicht weiter kommentieren. Aber wir leben hier in der Schweiz und da ist DAB ein anderes Pflaster.

von drahtlos - am 03.06.2012 07:56
Noch nie war eine Umfrage derart mit Emotionen verbunden! Fassen wir die Fakten zusammen:

1)
UKW wird zunehmend schlechter wegen Übernutzung, ist noch knapp brauchbar für Autoradio und anderen Mobilempfang z.B. Küche/Büro/Werkstatt usw. auf dem Kabel haben wir Rauschen wie ein Wasserfall, kein Hörgenuss bei Klassik u.a.

2)
Für höhere Ansprüche gibt es den Satellitenempfang (DVB-S) und Digital-Kabel (DVB-C), allerdings nur für stationären Empfang.

3)
DAB/DAB/+ könnte in Zukunft UKW beim Mobilempfang ablösen, dies bei zunehmender Programmvielfalt und ausgereifter Technik. Mit der Aufhebung der Mittelwelle (z.B. Musikwelle) kam Schwung in den DAB-Gerätemarkt. Für das Kabel ist offenbar DVB-C qualitativ eine Stufe höher. Man sagt ja:
"Das Bessere sei der Tod des Guten", oder "zu viele Jäger sind des Hasen sicherer Tod".

von Westwind - am 03.06.2012 08:00
Zitat
smid
Ich sehe ja eine Abschaltung von UKW als nicht so dringend an. UKW versperrt ja nichts, im Gegensatz zum analogen Kabel-TV.


Da muss ich Dir klar widersprechen, Chris! Heute haben wir de facto eine technisch herbeigeführte Unmöglichkeit des Hörens von Auslandprogrammen; weder die Programme von Radio France, noch die RAI, noch der BR, noch der ORF, die alle vor 15 Jahren noch einwandfrei auf UKW zu hören waren und auch viele Hörer hatten in der Schweiz, die sind dank der Verfunzelung nicht mehr oder nur noch in wenigen Regionen oder nur noch mit grossem Aufwand hörbar. Die Schweizer UKW-Sender versperren den Emfpang der interessantesten Radioprogramme aus den Nachbarländern.
Deshalb ist die Abschaltung von UKW IMHO noch (viel) dringender als die Abschaltung des Analog-TV im Kabel.

von dxbruelhart - am 03.06.2012 13:33
Zitat
dxbruelhart
Die Schweizer UKW-Sender versperren den Emfpang der interessantesten Radioprogramme aus den Nachbarländern.
Deshalb ist die Abschaltung von UKW IMHO noch (viel) dringender als die Abschaltung des Analog-TV im Kabel.


Eine Abschaltung aller Schweizer UKW-Sender würde aber die Hörbarkeit von Schweizer Programmen im Ausland nochmals deutlich verschlechtern, nach der Abschaltung der Mittelwellen. DAB reicht nicht so weit. Ausserdem - wenn die Schweiz UKW abschaltet, werden das nicht ein paar Jahre später auch die Nachbarländer tun? Wer heute Auslandsprogramme hören will und sie auf UKW nicht mehr empfangen kann, der wirft halt sein WLAN-Radio, den DVB-S-Empfänger oder, wenn er/sie am Kabel hängt, den DVB-C-Empfänger an.

Zurück zum Thema: Als ich neulich in einem Hotel am Vierwaldstättersee übernachtet habe, hatte ich am TV-Empfänger eine Auswahl von ein paar Dutzend Radiosendern - über DVB-C, und die relevanten Programme aus Deutschland, Frankreich und UK sind auch dabei gewesen. Eine zusätzliche Verbreitung übers Kabel in DAB halte ich für mehr als überflüssig, das ist IMHO unnütze Verschwendung von Bandbreite. DAB im Kabel wäre kaum effizienter in der benötigten Bandbreite als UKW, es sei denn, man setzt so magere Bitraten sein, dass es beim Zuhören in den Ohren wehtut.

73 de Uli

von ulionken - am 03.06.2012 14:50
Zitat
dxbruelhart
Da muss ich Dir klar widersprechen, Chris! Heute haben wir de facto eine technisch herbeigeführte Unmöglichkeit des Hörens von Auslandprogrammen; weder die Programme von Radio France, noch die RAI, noch der BR, noch der ORF, die alle vor 15 Jahren noch einwandfrei auf UKW zu hören waren und auch viele Hörer hatten in der Schweiz, die sind dank der Verfunzelung nicht mehr oder nur noch in wenigen Regionen oder nur noch mit grossem Aufwand hörbar. Die Schweizer UKW-Sender versperren den Emfpang der interessantesten Radioprogramme aus den Nachbarländern.
Deshalb ist die Abschaltung von UKW IMHO noch (viel) dringender als die Abschaltung des Analog-TV im Kabel.

So kann man aber das nicht sehen.

Das man z.B. in Zürich jetzt keinen BR und kein RAI hören kann ist doch ganz normal. Sowas geht auch in anderen Ländern nicht. Auch in Nürnberg kann man keinen MDR und hr empfangen.

Früher, wo es in jedem Land bzw. Sprachregion / Landesmedienbereich nur maximal drei Sender gab war das natürlich anders. Dafür gab es damals noch keine Privatprogramme und kaum Sender die auch für Jugendliche und junge Erwachsene intressant waren. Im Endeffekt war es dann auch nicht mehr Vielfalt.

Gut, man sollte vielleicht schon drüber nachdenken ob man die Situation nicht etwas entschärfen könnte, indem man einige verzichtbare Füllsender abschaltet. Aber eine Situation wie in den 70er werden wir natürlich nicht mehr bekommen. Das wäre untopisch.

von Martyn136 - am 03.06.2012 21:35
Zitat
dxbruelhart
Zitat
smid
Ich sehe ja eine Abschaltung von UKW als nicht so dringend an. UKW versperrt ja nichts, im Gegensatz zum analogen Kabel-TV.


Da muss ich Dir klar widersprechen, Chris! Heute haben wir de facto eine technisch herbeigeführte Unmöglichkeit des Hörens von Auslandprogrammen; weder die Programme von Radio France, noch die RAI, noch der BR, noch der ORF, die alle vor 15 Jahren noch einwandfrei auf UKW zu hören waren


Kabel und Terrestrik vermischen sich jetzt in dieser Diskussion, aber darum geht es nicht!
Und dass vor 15 Jahren Radio France, RAI, BR und ORF "einwandfrei" terrestrisch zu hören waren, stimmt schlichtweg auch nicht. Da muss ich dir klar widersprechen, Christian. Sie kamen zwar in den jeweiligen Grenzregionen zweifellos weiter als heute, aber in Zürich-City beispielsweise war keine dieser Anstalten jemals mobil- und normalhörertauglich auf UKW zu empfangen, von Überreichweiten abgesehen.
In den höhergelegenen Stadtteilen war mit entsprechend grossem Antennenaufwand teilweise ein ganz guter stationärer Empfang damals möglich. Dagegen hat man heute überall problemlosen und qualitativ einwandfreien stationären Empfang der erwähnten und unzähliger anderer Programme. Über DVB-C, DVB-S oder das Internet, ganz ohne aufwändige Antennenkonstruktionen. Das ging vor 15 Jahren noch nicht.

Und um den Bogen zu den DAB-Paketen wieder zu kriegen: wie weit kommen diese denn heutzutage "einwandfrei", d.h. mobiltauglich ohne nennenswerte Aussetzer? In Zürich geht bestenfalls noch das 8D vom Feldberg einigermassen, solange der geplante Regionalmux auf 9A noch nicht läuft. Aber sicher kein BR, kein ORF und erst recht keine RAI. Auch in Zukunft nicht! Da müssen wir realistisch sein.

Was genau soll nun heute also so viel schlechter sein als damals? Dass es in der Zürcher Innenstadt nicht mehr möglich ist, ab und zu ein paar brauchbare Fetzen von Bayern3 oder Radio Vorarlberg im Autoradio zu hören, wird der Normalhörer nicht mal bemerkt haben, weil er es auch vor 15 Jahren schon gar nicht erst probiert hat. Dass er aber daheim unzählige Radioprogramme hören kann, die früher nicht mal der Nachbar mit der Riesenantenne reingekriegt hat, wird er positiv zur Kenntnis nehmen.
"Früher war alles besser"? NEIN! Gerade in den Kabelnetzen haben wir heute in der Schweiz eine nie dagewesene Radiovielfalt.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.06.2012 04:28
Dass früher alles besser war, wollte ich nun wirklich nicht sagen, so ist das falsch rübergekommen. Der UKW-Empfang war wohl besser bis in die 90er Jahre, aber heute haben wir andere Möglichkeiten, um an diese Programme heranzukommen (die gab es früher so noch nicht, Webradio und DVB-C, beides zuhause z.B.).
In den analogen Kabelnetzen der Cablecom wurden aber um 2005 auch Nachbarprogramme durch Schweizer Programme ersetzt; BR2, B5 aktuell und OE3 wurden u.a. damals rausgeschmisssen, da kamen dann 2. und 3. Programme der Romandie und des Tessins rein (auch Couleur 3). Das bescherte den Cablecom-Mitarbeitern (auch den Internet-Supportern) eine Flut von gerharnischten Telefonen und Emails, sodass sich damit auch Mitarbeiter von fachfremden Gebieten damit zu befassen hatten; damals verwiesen wir Kunden auch auf die terrestrische Empfangsmöglichkeit; diese wurde aber in den kommenden Jahren auch verbaut durch die Verfunzelung; da konnte man schon fast auf den Gedanken einer konzertierten Aktion kommen.
Per UKW war wohl der Grünten wie auch der Pfänder in der Region Zürich früher problemlos empfangbar, ausser in Kessellagen wie der Innenstadt von Zürich; Normalhörer hörten aber früher wirklich auch die Nachbarschaftsprogramme, so machte mich eine Kollegin (die nun wahrlich nichts mit DXen zu tun hatte) in den 80er Jahren auf OE3 aufmerksam, welches ich zuvor kaum beachtete, welches später dann aber leider auch zu einem Dudelprogramm abdriftete.
Per DAB werden künftig wohl die Signale von Grünten (wenn 10D und 11D senden mit der höheren Leistung) und vom Pfänder auch in der Region Zürich empfangbar.

von dxbruelhart - am 04.06.2012 05:03
DAB/DAB+ im Raum Zürich vom Grünten und Pfänder empfangen halte ich für völlig unmöglich. Naja, wenn sich jemand eine Band III Yagi samt Vorverstärker und Verstärker aufs Dach stellt, dann mag es vielleich noch funktionieren, aber mit normaler Teleskopantenne oder im Auto sicher nicht. Von MP3-Playern die das Kopfhörerkabel als Antenne nutzen mal garnz zu reden.

Am aussichtsreichsten währen höchsten noch die Sender Ravensburg und Donaueschingen, falls die mal DAB/DAB+ bekommen. Aber auch da hab ich Zweifel ob da wirklich ein indoortauglicher Empfang möglich bzw. autotauglicher Empfang möglich ist.

von Martyn136 - am 04.06.2012 20:24
Zitat
Wrzlbrnft
FM4 vom Pfänder ist zumindest in den nördlichen Stadtteilen von Zürich noch einigermaßen brauchbar zu empfangen (wenn auch nicht "beifahrertauglich" ). Da würde ich auch einen DAB-Empfang nicht von vornherein ausschließen wollen.


Stationär mit Aussenantenne mögen Chancen auf Pfänder-Empfang bestehen. Auch mobil dürfte wohl punktueller Empfang möglich sein, aber ein normalhörertaugliches Signal ohne grössere Aussetzer könnt ihr vergessen. Die Gesetze der Wellenausbreitung können nach wie vor nicht durch rosarote DAB-Brillen ausser Kraft gesetzt werden.

Der Grünten hat dank seiner Standorthöhe die etwas besseren Karten in Zürich-Nord, aber für eine normalhörertaugliche Mobilversorgung wird es auch nach einer Leistungserhöhung nicht reichen. Dafür ist die Distanz einfach zu gross. Da macht sich jedes Hindernis bemerkbar.

Zitat
Wrzlbrnft
Meine Frage betreffend Fehlerschutzreduktion für eine Kabelausstrahlung konnte mir btw. bislang noch niemand beantworten. ;)


Mühsam, gell, wenn Fragen nicht innert nützlicher Frist beantwortet werden? ( ;) *SCNR*)

Klar könnte man im Kabel DAB mit niedrigem Fehlerschutz "ausstrahlen", aber das würde die ursprüngliche Idee dieses Threads (1:1-Einspeisung der bestehenden Pakete) ad absurdum führen. Die eh' schon totkomprimierten DAB+-Signale nochmal durch einen Transcoder zu jagen, wäre der endgültige Witz.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.06.2012 03:24
:D Nenne es eine strategische Variante, die Diskussion wieder auf's Ausgangsthema zu lenken.

Es ginge mir nicht darum, die Signale nochmal neu zu codieren, sondern einfach neu zu muxxen, wie dies z.B. die cablecom mit sämtlichen ihrer DVB-C-Programme schon macht.

Und nochmal zum Pfänder in Zürich, als ich damals™ (grob zwischen 1998 und 2004) oftmals den FM4-Empfang im Kanton Zürich getestet habe - wohlgemerkt mit miesestem Equipment, einem billigen Walkman-Radio mit Kopfhörerantenne - war mir der Empfang an verschiedensten Orten in Oerlikon, Seebach, Affoltern und Schwamendingen durchaus vergönnt.

Wenn ich umgekehrt beobachte, wohin der Feldberg mit 8B noch überall in die Schweiz vordringt, sehe ich einen (wenn auch nicht aussetzerfreien) Empfang in Zürich durchaus im Bereich des Möglichen. Nicht mit Billigequipment, nicht überall in der Stadt, aber eben doch so, dass man was davon haben könnte.

Aber eigentlich auch egal. Die für mich relevanten Programme FM4 und Ö1 habe ich ja in sauberem MP2 auch via DVB-C. Sogar in Basel.

von Wrzlbrnft - am 05.06.2012 10:37
Zitat

Und nochmal zum Pfänder in Zürich, als ich damals™ (grob zwischen 1998 und 2004) oftmals den FM4-Empfang im Kanton Zürich getestet habe - wohlgemerkt mit miesestem Equipment, einem billigen Walkman-Radio mit Kopfhörerantenne - war mir der Empfang an verschiedensten Orten in Oerlikon, Seebach, Affoltern und Schwamendingen durchaus vergönnt.


Kann ich bestätigen: Als ich zur KV Business School ging, hörte ich mit meinem Sony Walkman in den oberen Stockwerken indoor des Gebäudes während der Pause oftmals FM4 auf 102.1 MHz. Das war so um 2000 ~ 2002 herum. Zwar war das Signal ziemlich verrauscht aber immerhin in Stereo.

von radiohead - am 05.06.2012 11:18
Thema hochhol....

Heute habe ich mir wieder mal die Mühe genommen, einen neuen SCAN für die Radioprogramme im freien DVB-C Bereich zu machen.

Folgendes konnte ich feststellen:

- in meinem Cablecom Netz finder der Suchlauf erst Programme über 314 MHz (auch Fernsehen)
- KEIN frei empfangbares Radio-Programm zeigt bei mir Interpret und Titel an (ausgenommen verschlüsselte MC-Kanäle)

Somit wäre eigentlich DVB-C im unteren VHF-Bereich nicht vorhanden und dieser Bereich könnte auch für andere Dinge genutzt werden.

So gesehen müsste es ein leichtes sein, entsprechende Kanäle für etwa 100 DAB+ Programme freizuschaufeln, Klar, geschieht dies nicht von heute auf morgen, aber mit fortschreitender Räumung der analogen TV-Kanäle wäre DAB+ im Kabel sehr gut möglich. Man könnte die normalen DAB+ Empfänger (z.B. HIFI-Anlagen oder Empfänger für Slideshows) wieder besser nutzen. Es müsste keine Transcodierung gemacht werden, es wären einzig HF-Umsetzer notwendig, welche z.B. 4 Ensembles (bis je 16 Kanäle) auf einen TV-Kanal 12 zu schalten. Natürlich liesse sich dies auch ohne Umsetzung machen, dann müssten mehr analog-Kanäle im VHF-Bereich geräumt werden um damit die DAB-Programme in den Original-Kanälen zu übertragen. Auch wenn man vorerst nur die direkt in der Schweiz empfangbaren Programme aufgeschalten würde, wären dies etwa 8-10 Ensembles, könnten mit anderen Worten etwa 100 Programme übertragen werden, praktisch alle mit Interpreten und Titelanzeige und einige mit Slideshows.

Normale DAB-Empfänger könnten in Regionen mit nur 1-2 terrestrisch empfangbaren Ensembles auch ein Mehrfaches an Programmen gegenüber UKW empfangen. Davon profitieren HIFI-Anlagen oder sogar Küchenbrüllwürfel auch wenn diese meistens keinen Antennenanschluss haben, kann man mit Kabel und Krokodilklemme vom Zusatzempfang profitieren.

Nochmals die Vorteile:
- 2-10x mehr Programme gegenüber UKW
- Titel-/Interpretenanzeige
- Slideshows / Senderlogos usw.
- es kostet die Kabelbetreiber wenig bis nichts

von drahtlos - am 10.04.2013 20:54
Ich stelle bei dieser Diskussion die Frage nach dem Bedürfnis.
Noch heute ist sich eine Mehrheit der Bevölkerung nicht darüber informiert, dass mit dem Kabelanschluss auch Radio empfangen werden kann. Der erlebe ich immer und immer wieder.
Dann gibts den Otto-Normalverbraucher. Radio ein, SFR1 rein. Thats it. Dann gibts die Generation X, welche eh alles übers Internet streamt. Obwohl ich auch schon eine 4 am Rücken habe, gehöre auch ich dazu. Perfekte Qualität mittels Ipad, mit Airplay zur HiFi-Anlage gestreamt, dazwischen ein D/A Wandler angeschlossen. Und das hört sich, obwohl ich auch DAB-Geräte besitze, um ein vielfaches besser an.

Mich würde es wundern, wenn Cablecom und co. in die Radio-Qualität investieren würden....

von woody1 - am 11.04.2013 11:10
Gerade heute habe ich im neuen Interdiscount- Flyer gesehen, dass 2 von 6 abgebildeten kleinen Stereoanlagen einen DAB+ Tuner drinnen haben. Deren neue Besitzer können sich aktuell also entscheiden ob sie lieber terrestrisch mit einer Wurfantenne ein paar DAB(+)- Programme empfangen möchten oder aber die UKW- Programme via Kabel. Beides zusammen dürfte nicht möglich sein. Das ist doch eigentlich schade, wenn man bedenkt, dass man mit 2 VHF- Kanälen schon ein ganz schönes Angebot an DAB+ Programmen im Kabel verbereiten könnte. Zudem gibt es soweit ich weiss auch gar keine Stereoanlagen mit integriertem DVB-C Tuner. Eine zusätzliche Settopbox macht die Bedienung für den Ottonormalverbraucher zudem unnötig kompliziert und weniger komfortabel.

von Ostschweizer - am 11.04.2013 19:54
Zitat
woody1
(...)Noch heute ist sich eine Mehrheit der Bevölkerung nicht darüber informiert, dass mit dem Kabelanschluss auch Radio empfangen werden kann.(...)


Das wusste ich auch erst seit ca.1 Jahr. Mein Vater hat so eine anlage mit Externen Antenneneingang. Er hörte dort immer Bremen 1. Als ich ihn mal gefragt hatte, warum er Bremen 1 nicht auch im Auto hört, da sagte er das es im Kabel auch Radio gibt. Mann muss nur eine anlage haben mit einem Antennenanschluss.

Vorher ist mir zwar auch aufgefallen, das bei mir im Zimmer (dank schlecht abgeschirmten kabel) WDR und 1LIVE mit der Wurfantenne ging, aber ausserhalb nicht, aber hab mir dabei nix weiter bei gedacht.

Mein Vater hatte damals ( 80ger jahre ) eine Dachantenne auf dem Dach. Vielleicht weiss er es daher, dass aus der Antennendose Auch Radio kommt...

von UKW vs. DAB+ - am 12.01.2014 16:43
Zitat
Martyn136
Sowas geht auch in anderen Ländern nicht. Auch in Nürnberg kann man keinen MDR und hr empfangen.
Natürlich kann man. Über DVB-C sowie so, alle Radio+TV-Programme vom HR+MDR sind im Kabel verfügbar (wenn nicht grad mal KDG etwas rumzickt).
Hm. 8 Programme wäre etwas mager. Wenn aber 8 Ensemles (von wegen der 8 Antenneneingänge) auf einen DVB-C-Transponder umgesetzt werden würden, wäre das die IMHO perfekteste Umsetzung, falls auch DLS in den bei den ARD- und DLR-Programmen verfügbaren DVB-Radiotext umgesetzt werden. Von der Kapazität könnte das fast hinkommen. Die Programmen können ja nicht in bessere Qualität umgesetzt werden, als über DAB+ verfügbar (transcodiert die DAB+-Programme aber leider wohl schon - auch wenn es vereinzelt Receiver gibt, die einen AACplus-Ton wiedergeben könnten...) Müsste man nochmal rechnen, wieviel mehr Bandbreite ein MP2-Stream braucht, wie ein AAC+-Stream gleicher Hörqualität...

von Hagen - am 14.01.2014 17:41
NEIN! Um Himmels Willen nur kein DAB+ ins Kabel einspeisen!!!

Denkt doch bitte an die zahlreichen Kabelleck's in den Dörfern und Städten! Da wäre sofort Schluss mit DXen!

Selbst wenn kein brauchbarer Empfang aus den Kabelleck's möglich wäre, würde das Grundrauschen im VHF Band III extrem zu nehmen!

An einen mobilen DAB+ Empfang wäre in einigen Ortschaften nicht mehr zu denken! Denkt mal an die analoge TV Zeit zurück. Wir hatten es uns zum Spass gemacht, mit einem s/w Taschenfernseher Programme zu suchen! Das wird mit DAB+ genau so abstrahlen wie damals!

von DABit - am 04.02.2018 20:19
Ich würde DAB im Kabel begrüssen, besonders wenn UKW im Kabel abgeschaltet werden sollte, was ja inzwischen sich so langsam andeutet. Kabel-Lecks sind da, beseitigt zu werden!
Persönlich mag ich nicht immer den Fernseher anschalten um in Zukunft Radio hören zu können.

Es wird Zeit den Kanal 13 mit seinen 6 Kanälen (bis zu 100 Programme) zu aktivieren, wenn der schon nicht terrestrisch genutzt werden darf.

von drahtlos - am 06.02.2018 11:07
Das käme mir jetzt echt nie in den Sinn, mit einem Fernseher Radio zu hören! Dazu werden Radio's hergestellt, die typischerweise ihre Informationen über eine Antenne beziehen.
Da bei vielen Autos der Kofferraum zu klein wäre, um eine entsprechende Kabelrolle unter zu bringen, und wegen den Verknotungen mit anderen Verkehrsteilnehmer kaum Einer sein Ziel erreichen würde, wäre ein Empfang über eine Antenne wohl fast unabdingbar!

Natürlich müssten die Kabel Lecks beseitigt werden, aber man weis ja wie es läuft, wenn jemand Geld in die Hand nehmen muss!

Nun ja, über den Kanal 13 könnte man noch diskutieren, aber da laufen zum Teil noch zwei TV Sonderkanäle.

von DABit - am 06.02.2018 12:12
Die Seite sollte nicht mehr Aktuell sein.
Es gab von der UPC wohl einen Test in Luzern. Dieser Scheiterte Grandios zum Einen wegen der
Extrem Niedrigen Bitraten von 48 Kbps was für Stationären Betrieb im Vergleich zu DVB- C Radio
vollkommen Indiskutabel ist.
Zum Anderen war der Test auf einem Frequenzband Oberhalb des K 13 das Normale DAB+ Geräte
nicht empfangen. Man wollte Damit eventuell Kabellecks im B III vermeiden.
Heute gibt es bei der UPC in der Schweiz kein DAB+ im Kabel.
Hier das Datenblatt des Modell Gotthard für DAB+ Cable.

EDIT : Link zum Datenblatt eines Cabel DAB+ Empfängers hinzugefügt.
NACHTRAG : Aktuelle Radiosenderliste der UPC im Kabel.
Das sind alles DVB- C Programme. DAB+ Cable Radioprogramme habe Ich nicht gefunden.

von RADIO354 - am 07.02.2018 09:59
Mal schauen wann es eine Auflistung der DAB+ Cable Stationen gibt.
Das Auskabeln hätte tatsächlich lieber im K 13 erfolgen sollen. Eventuell war das nicht genehmigungsfähig
oder es gibt Andere Gründe. So Einfach wie mit UKW wird DAB+ Kabel in der Anwendung nicht sein.

Da das Terrestrische DAB+ Angebot in meiner Wohnregion recht umfangreich ist und das DVB-C
Angebot wiederum noch Umfangreicher ist hält sich das Interesse an DAB+ Cable meinerseits in
Grenzen. Ich werde es nicht nutzen. Stationär habe Ich DVB- S / DVB- C und IP Radio mit einem
Gerät und kann alle 3 Empfangsarten in Listen beliebig mischen.
Das Ganze geht dann per Toslink ( Lichtleiterkabel ) an eine Stereoanlage. Mehr brauche Ich nicht.

von RADIO354 - am 08.02.2018 16:53
Kanal 13 geht nicht wegen DOCSIS 3.1. Damit wird das Internet über Kabelfernsehen übertragen. Nach dem neuen Standard wird der Upstream im Bereich von 5 MHz bis 204 MHz, der Downstream oberhalb davon zusammen mit Radio/Fernsehen übertragen. Dieser Standard ist noch nicht in Betrieb, für den müssen Band II und BandIII leergeräumt werden, deshalb überhaupt die Diskussion über die UKW-Abschaltung. Im bisherigen Standard ist die Grenze zwischen 85MHz und dem UKW-Band.

Damit Upstream und Downstream funktionieren braucht es im Kabelnetz Verstärker, die in beide Richtungen funktionieren. Dazu braucht es eine Weiche, die den unteren Bereich (der vom Haus zur Zentrale geht) vom oberen Bereich (von der Zentrale zum Haus) trennt.

Nun ist es so, dass diese Frequenzweichen nicht scharf trennen. Je schmaler der Übergang sein soll, desto aufwendiger und teurer wird es. Um die Kosten im Rahmen zu halten ist soviel ich weiss ein Übergangsbereich von etwa 50MHz vorgesehen, das heisst der Bereich von 204 bis ca. 250 MHz kann nicht verwendet werden.

DOCSIS ( Wikipedia )

von Stefan Heimers - am 09.02.2018 05:43
"Wenn Radio, dann DAB+ über Kabel": https://www.upc.ch/de/fernsehen/infos-zu-tv/dab-plus/

Abartig krank finde ich das: wieder neue Empfänger, keine Verwendungsmöglichkeit für vorhandene hochwertige DAB+ Empfänger und klanglich auf Ditkiergeräteniveau (64 kbps HE-AAC). Das wage ich nicht einmal als "Radio" zu bezeichnen.

Solange Radio über DVB-C erhalten bleibt, sollen sie diese Spielerei gerne veranstalten. Aber wehe, DVB-Radio wird eingestellt...

von Chris_BLN - am 09.02.2018 10:58
Ja, ist doch wieder einmal was, wo kein echtes Bedürfnis besteht! Jeder der doch DAB+ wollte, hat doch schon lange in zum Teil hochwertige Geräte investiert!
Wenn ich diese Plastikschachteln anschaue, probiere ich mir vorzustellen,wie so ein Teil tönt.

70 Programme und 3-5 Kurzwahltasten, woau, echt woau!

Soll man sich tatsächlich so ein Teil kaufen, um es an die Stereoanlage an zu schliessen und hinter dem Verstärker auf den Kabelsalat zu legen? Anschauen möchte ich mir sowas nicht die ganze Zeit. Ach so, zum umschalten müsste ich es ja wieder hervor holen. Sehr sehr unpraktisch!

Hmm, Tuch darüber? Neieiein, ich hab's! Gar nicht erst kaufen!

von DABit - am 09.02.2018 13:13
DAB+ hat auf dem Kabel definitiv nix zu suchen. Docsis 3.1 wird kommen und wie bereits oben richtig publiziert, für den Rückweg den Frequenzbereich 5-205 MHz beanspruchen.
UKW wird auch im Kabel wegfallen und es gibt immer weniger Fachleute, welche Tuner von Stereoanlagen reparieren können. Die laufen eben nicht ewig. Der Kaufzwang für separate Geräte ist beim Feldversuch der upc sehr schlecht angekommen. Die upc hat dabei vor ein paar Jahren viele Abos verloren. Ich sehe die Zukunft des Radios in den Kabelnetzen ip-basiert. Das heisst, dass ein herkömmliches IP-Radio, welches man im Fachhandel oder Online kaufen kann, mittels LAN oder WLAN mit dem Internet verbunden wird.
Somit können wesentlich mehr Programme empfangen werden, als die, welche in den Kabelnetzen Platz hätten. Auch sehe ich für viele Programmveranstalter DAB+ auf dem Kabel ein Hindernis, weil eben zu wenig Platz.

Ich beispielsweise nutze zu Hause zwei IP-Radios, welche mit WLAN verbunden sind. Beide duddeln hervorragend. Der Kabelanschluss nutze ich für DVB-C, Internet und Telefonie. Ab und zu höre ich auch mittels DVB-C Radio. Ist aber etwas mühsam. Aber es ginge auch.

von Radiomonitor - am 09.02.2018 17:42
Ich höre recht oft Radio "via TV-Gerät" (ob nun über DVB-C oder DVB-S) und habe damit kein Problem. Zur Not kann ich den Bildschirm auch ausschalten.

Und ich bleibe dabei, UPC würde besser DVB-C-taugliche Receiver verteilen, wie es dies auch in Österreich macht. Oder wenn es schon DAB+ sein soll, dann doch die bestehenden Ensembles neu zusammenmuxxen und die Audiodaten 1:1 in neue "kabeltaugliche" Muxxe packen. So könnten etwa die Inhalte des deutschen Bundesmuxes auch in Bern, das Tessiner Digris-Paket auch in der Olten oder die RMS-Programme aus der Romandie in Chur gehört werden. Dafür würde ich sofort ein "kabeltaugliches" DAB+-Radio holen, aber nicht für diesen doppelt durch den Recoderwolf gepressten 56-kbps-AAC+-Kram, der jetzt offenbar geboten wird.

von Wrzlbrnft - am 09.02.2018 19:20
Jep, sowas könnte man leben lassen! Die Störungsfreiheit des Kabels gepaart mit anständigen bit-raten, wäre doch schon mal ein brauchbarer Ansatz. Wenn dann das Gerät auch noch wie eine HiFi-Komponente aussieht, und nicht wie eine billige Plastikschachtel, hätte man doch echte Freude an der neuen Errungenschaft und der Programm Vielfalt!
Das hätte zwar mit klassischem Radio nichts mehr zu tun, wäre aber eine schöne Bereicherung der herkömmlich empfangenen Programme.

Wenn nun das ganze auch noch in einem Frequenzbereich läuft, der das klassische Radio nicht beeinträchtigen kann, haben auch Radio-Enthusiasten nichts mehr ein zu wenden und können die neue Technik nutzen, oder eben halt nicht.

In Sachen Radio bin ich halt schon etwas altmodisch. Das muss zwingend eine Antenne in meinem Einflussbereich haben, sonst ist es für mich kein Radio mehr. Allerdings bin ich für andere Informations- oder Programmquellen nicht abgeneigt, solange sie den klassischen Radioempfang nicht negativ beeinflussen. Dazu muss das Gerät eine Turmfähige Abmessung (ca 43cm / 17" ) haben, damit es in den Komponenten-Schrank passt. Dort drinnen befinden sich 4 Tuner, 2 Verstärker und die Relais-Box mit den Antennenumschalter. Ausserdem hat jede der Komponenten ein eigenes Netzfilter bekommen.

von DABit - am 10.02.2018 01:03
Hier, bei der Regionalen Gemeinschaftsantenne Spiez (REGAS), welche mit UPC zusammenarbeitet, ist die genaue Kanalauflistung von "DAB+ Cable" nun auch verfügbar.

https://www.regaspiez.ch/dabplus/

Bei UPC selbst findet man immer noch keine offizielle Programmliste. :confused:

Schade, hat's nicht für mehrere exklusive Programme gereicht!

von DAB-Swiss - am 15.02.2018 13:47
Danke! Und dazu ein "Henkelradio" mit Mono-Lautsprecher für CHF 179. Den DABman 100 ohne Empfangsbereichserweiterung für den proprietären Kabel-Blödsinn gibt es ab ca. CHF 100 inkl. Versand. Das ist einfach unfassbar. Aber genügt für "Digitale Qualität" (O-Ton Eigenwerbung) natürlich. ;)

Im Zubehör-Shop kann man auch einen Wisi OR152F kaufen und damit anständige Audioqualität via DVB-C geniessen. Man spart sogar CHF50 gegenüber dem Diktiergerätesound-DAB.

von Chris_BLN - am 15.02.2018 16:17
Die aktuelle UPC-DAB+-Kabelbelegung findet man nun auch unter Digitalbitrate:

http://www.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=166&lang=en

Warum man im Kabel EEP3-A einsetzt, wissen die wohl auch nur selber.

Mit EEP4-A (was fürs Kabel sicherlich mehr als ausreichend wäre), könnte man deutlich bessere Audio-Datenraten als diese lächerlichen 56kbps fahren.

von Habakukk - am 17.04.2018 09:48
In 56 kbps braucht man bei EEP 3-A nur 714 CU bei 17 Programmen. Lassen die den Rest etwa brach liegen?

Hätte man EEP 4-A genommen, wären 18 Programme zu je 96 kbps rausgekommen. Oder z.B. 14 Programme zu je 104 kbps und 2 Programme zu je 136 kbps.

In EEP 4-B hätten sogar 19 Programme zu je 96 kbps Platz.

Manches muss man nicht verstehen. Ein UKW-Ersatz ist das jedenfalls so oder so nicht. Da würde ich bei Kabel-UKW schon 136 kbps LC-AAC ohne Slideshow ansetzen.

von Chris_BLN - am 21.04.2018 16:18
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