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Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum Schweiz
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
dxbruelhart, Peter Schwarz, MagicMax, stereofon, Stefan Heimers, wuelsi

späte Umschaltung von 101.5 auf 94.6

Startbeitrag von wuelsi am 22.05.2013 17:11

War gestern mit dem Auto von Einsiedeln her kommend Richtung Zürich und hörte mit meinem Ford Autoradio DRS 1. Als Frequenz erschien auf dem Display bis nach Thalwil 101.5. Dies obwohl der Uetliberg Sendeturm schon seit Wädenswil gute ersichtlich war. Erst nach Thalwil schaltete die Frequenz von 101.5 (Sender Säntis) auf 94.6 (Sender Uetliberg) um. Warum so spät? Hat der Uetliberg nur noch eine "schwache" Leistung? Ich finde das vorallem blöd, wenn man das Regi ZH/SH hören will, aber noch bei Horgen das Regio Ostschweiz hört, obwohl ich mich im Kanton Züri befinde.

Antworten:

Das Autoradio mit aktivem RDS nimmt eigentlich immer den bestempfangbaren Sender, so ist es auch kein Wunder, dass erst bei dieser Route bei Thalwil auf den Uetliberg umgeschaltet wird. Beim Uetliberg hat sich nichts geändert, aber der Säntis ist gerade auf der A3 halt auf einer grösseren Strecke wirklich der bestempfangbare DRS1-Sender.
In Richterswil habe ich mich auch gewundert, hier wählt das RDS meines Blaupunkt-Radios gerne die 101,2 vom Benkner Büchel, obwohl der Bachtel gerade gegenüber gut sichtbar ist, und auch der Säntis ist sichtbar von Richterswil aus.
In Uster nahm das RDS-Autoradio früher (als die 90,6 noch exklusiv von St. Chrischona belegt war) gerne die 90,6 von St. Chrischona als besten DRS1-Sender.
Es wird immer die Signalstärke und die Sauberkeit (möglichst keine oder nur wenig Verzerrungen) mit in die Beurteilung herangezogen, so kommt nicht immer der nächste Sender dabei heraus.

von dxbruelhart - am 22.05.2013 18:14
Da arbeitet m.E. auch jedes RDS-Radio etwas anders. Ich habe schon Geräte erlebt, die sehr stur auf einer Frequenz bleiben, obwohl diese schon sehr gestört ist, andere schalten munter hin und her. Ich weiss die Gründe dafür nicht genau: Vielleicht gehen manche Empfänger nur nach der Signalstärke. AFAIK hat das auch was mit der AF-Liste zu tun. Ich meine, manche Empfänger würden diese abspeichern und sich somit eigene, umfassendere generieren, andere greifen nur die jeweils vom empfangenen Sender ausgestrahlte ab. Und da wird bei großen Netzwerken meist nur eine Auswahl der benachbarten Sender ausgestrahlt. Ich habe z.B. bei unserem RCD300 schon bemerkt, dass es manchmal bei SWR3 hapert, was das Umschalten angeht, hockt der z.B. mal auf der 98.4, will er lange nicht zur 92.2 rüberschalten.
Das beste RDS-Radio, das ich je hatte, war das Becker Mexiko anno 1994/95. Das hatte zwei Tuner und scannte ständig mit dem zweiten Empfänger im Hintergrund alle AF ab. Teilweise schaltete dieses Gerät auf einer Strecke von 3km 40-50 mal die Frequenz um, ohne dass man auch nur einen Mucks davon hörte! Ich weiss nicht, ob es aktuell noch Geräte gibt, die so arbeiten!

von Peter Schwarz - am 24.05.2013 08:36
Ich denke, es liegt an der Anzahl Tuner. Ein Gerät mit zwei Tunern kann im Hintergrund die beste Frequenz suchen, und dann umschalten.

Ein Gerät mit nur einem Tuner kann das nicht. Es müssten hörbar alle Alternativ-Frequenzen durchprobiert werden, was stören würde. Deshalb bleiben die auf einer Frequenz solange sie "genügend gut" ist, und erst wenn sie unzumutbar ist wird umgeschaltet. Dabei werden die verschiedenen Hersteller andere Kriterien haben, nach denen entschieden wird was als genügend gilt.

von Stefan Heimers - am 24.05.2013 09:01
Welche Geräte haben denn aktuell zwei Tuner?

von Peter Schwarz - am 24.05.2013 13:24
Alle Mercedes Autoradios ab der C-Klasse. Früher alles für Mercedes von Becker gefertigte Geräte, heute kommen die so glaube ich auch von Alpine. Die Command APS Geräte mit großem Display und einem eingebauten Navi brauchen den zweiten Tuner auch für eine ständig aktualisierte UKW-Skala mit den alphabetisch geordneten Sendernamen.

von stereofon - am 09.06.2013 11:15
Dann hab ich also auch ein Radio mit 2 Tuner (Command APS mit Navi).
Hatte früher auch ein Ford-Radio.
Bei beiden Geräten sieht man zusätzlich zum PS auch die Frequenz, was ich gut finde.

IMHO Ist der Unterschied der beiden Geräte nicht so wahnsinnig gross, wenn ich mich mal an das Ford-Radio zurück zu erinnern versuche.

Manchmal erfolgt die Frequenzwahl nicht nach der stärksten Frequenz, sondern eher etwas willkürlich, hab mich diesbezüglich auch schon gewundert.
Hier im Aaretal (Region Münsingen), wechselt das Command APS erstaunlich oft auf die Chasseral-Frequenzen (SRF 1 auf 103.0), obschon man sowohl auf das Niederhorn, aber auch auf den Bantiger oftmals direkte Sichtverbindung hat.

Mobiler Empfang ist halt so ne Sache für sich....

von MagicMax - am 11.06.2013 19:59
@ MagicMax: Die Umschaltung erfolgt meist zu dem Sender, der am besten, und nicht nach dem, der am stärksten kommt. In Interlaken habe ich ja auch beobachtet, dass da der Chasseral am besten kommt, obwohl das Niederhorn (und andere Standorte) da auch in Sichtweite stehen, das ganze war sogar noch ohne RDS - aber was in Stereo beim Ohr ankommt, das ist oft nicht der nächste oder der stärkste Sender der beste - vor allem in den Alpen oder in Alpennähe.

von dxbruelhart - am 12.06.2013 08:09
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