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Radioforum Schweiz
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Radio 24 und Radio 1 streichen Abendprogramme - nur noch Festplatten-Programme ab 19h

Startbeitrag von dxbruelhart am 07.07.2013 17:41

Betrübliche Nachrichten kommen von den beiden Programmen, die Schawinski-Blut in sich haben: Radio 24 und Radio 1 wollen ab August keine Life-Programme mehr ab 19 Uhr senden, die Nachrichten bei Radio 24 laufen wohl noch bis 23h; aber ab 19h gibts auf beiden Programmen nur noch Voicetracking. Radio 1 sendet am Freitag abend noch ein richtiges Abendprogramm. Radio 1 sendet nur noch bis 20h aktuelle Nachrichten.

Hier die Meldung der NZZ (Neue Zürcher Zeitung): http://webpaper.nzz.ch/2013/07/07/schweiz/KGH1M/fruehes-lichterloeschen-bei-den-zuercher-lokalradios?guest_pass=3d3261deb5:KGH1M:fdd8325ab8d696f1690103dc5f2991e58cacc287

Frühes Lichterlöschen bei den Zürcher Lokalradios

Radio 24 und Radio 1 streichen die Live-Moderation am Abend; auch Sportübertragungen und aktuelle Nachrichtenbulletins werden eingespart.

Mark Baer

«Ich habe sogar Roger Schawinski überlebt», sagt der 80-jährige Sportkommentator Walter Scheibli stolz. In der Tat stand Scheibli während 33 Jahren für sein Radio am Spielfeldrand im Einsatz. Er berichtete auch dann noch live von den Partien seines ZSC, als Gründer Roger Schawinski 2001 Radio 24 an den Tamedia-Verlag verkaufte. Nun aber geht er in Pension. Live-Sporteinschaltungen wird es ab August beim Zürcher Sender nicht mehr regelmässig geben. Künftig will man bei Radio 24 nur noch bei den absolut wichtigsten Eishockey- und Fussballspielen präsent sein.

Gestrichen werden bei Radio 24 auch die moderierten Sendungen ab 19 Uhr. Ab August wird auf den Frequenzen des Zürcher Privatsenders abends zwar weiterhin eine Stimme zu hören sein, doch wird diese jeweils am Nachmittag aufgezeichnet und in der Abendschiene dann zwischen den einzelnen Musiktiteln vom Computer abgespielt. «Musik, Musik und nochmals Musik. Am besten ohne Unterbrechung: Dies entspricht dem Bedürfnis der Hörer», sagt Radio-24-Geschäftsführerin Karin Müller.

Auch auf Radio 1 wird man ausser freitags ab 19 Uhr nicht mehr live von einem Moderator durch den Abend begleitet. «Wir wollen unsere Kräfte auf die Zeiten konzentrieren, an denen wir die meisten Hörer haben, und das ist nicht am Abend», erklärt Radio-1-Besitzer Roger Schawinski. Neu bietet das Radio nach 20 Uhr auch keine Live-Nachrichten mehr an. Um 21 und um 22 Uhr wird eine voraufgezeichnete Tageszusammenfassung ausgestrahlt. «Früher war Radio das einzige schnelle Medium», so der Ex-Radiopirat. Heute habe sich der Nachrichtenkonsum wegen des Internets grundlegend geändert. Radio 24 will seine Live-News allerdings weiterhin bis 23 Uhr beibehalten. «Wir bringen dann noch Nachrichten, wenn es bei den anderen in den Redaktionen schon lange stockdunkel ist», sagt Karin Müller.

Die durch den Abbau im Abendprogramm frei werdenden Mittel wollen Schawinski und Müller nach eigenen Aussagen vor allem in den Morgen umlagern. «Wir können die Inhalte nicht einfach am Abend abspulen. Wir wollen den Manpower dort einsetzen, wo er etwas bringt», sagt die Radio-24-Chefin. In den letzten sechs Monaten kam es bei Radio 1 insgesamt zu elf Abgängen. Diese Mitarbeiter sind laut Schawinski zum Teil auch abgeworben worden. «Man weiss halt, wenn jemand bei Roger war, holt man sich tolle Leute», sagt Schawinski.

Auch bei Radio 24 werden in Kürze drei Mitarbeiter von Bord gehen. Darunter auch der Morgenmoderator Patrick Hässig, der zum Hauptkonkurrenten Energy Zürich wechselt. Dieser Sender hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres täglich 261 000 Hörer erreicht. Radio 24 verzeichnete eine Hörerschaft von 278 000, bei Radio 1 waren es 131 000.

Nicht alle Personalabgänge bei Radio 1 und Radio 24 werden ersetzt. Der «Abbau spart kurzfristig Geld», sagt der Leiter des Instituts für Angewandte Medienwissenschaft der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaft, Daniel Perrin. Über das ausgedünnte Abendprogramm freuen dürften sich die Radiosender der SRG, die weiterhin 24 Stunden Nachrichten und ein live moderiertes Programm bis teilweise um ein Uhr nachts bieten.

Die Zürcher Kommentatoren-Legende Walter Scheibli hegt keinen Groll. «Ich habe schon länger versucht, das Mikrofon einmal abzugeben, und vom Alter her ist es ja auch höchste Zeit», sagt er. Als ZSC-Ehrengast auf Lebzeiten werden ihn seine Fans aber doch noch ab und zu an einem Match in Zürich sehen; und auch auf Radio 24 dürfte man seine unverkennbare Stimme dann und wann noch hören: Wenn sein Sohn Walter J. einmal nicht an ein Spiel kann, wird Papa Scheibli für ihn einspringen.

Antworten:

Das wird sich in geringeren Einschaltquoten rächen, dass gerade dann, wenn die Menschen zurück von der Arbeit sind und etwas Zeit haben, bei diesen beiden Programmen keine Live-Programme mehr geboten bekommen; dass Radio 24 die konsequente Sportberichterstattung am Abend so gut wie aufgibt, wird Radio 24 sicher viele Hörer kosten. Abends hören die Menschen weit aufmerksamer zu als morgens zwischen Bett, Dusche, Morgenessen und Verkehrsmittel.

von dxbruelhart - am 07.07.2013 18:43
Radio ist ein Nebenbei-Medium, welches man beim Aufstehen, beim Duschen, beim Frühstücken, bei der Fahrt zur Arbeit, auf der Arbeit und auf dem Heimweg hört. Abends hat man andere Dinge zu tun, und zu Huase wird dann der Fernseher eingeschaltet.

So sieht dann auch die klassische Radionutzung aus: Ab 19 Uhr brechen die Hörerzahlen drastisch ein, ab dem frühen Morgen geht es wieder aufwärts. Die Zeit mit den meisten Hörern ist morgens zwischen 6 und 10 Uhr. Dann wird Geld verdient.

Auch das Wochenende ist beim Radio eher zweitrangig, manche Stationen sparen auch dann kräftig am Programm.

Das Programnm vor 19 Uhr ist daher bei den meisten Sendern so schlecht, wie es ist: Enge Rotation von abgenudelten Titeln des jeweiligen Genres, dazu der alltäglich unerträgliche Brei aus Kurznachrichten, Werbung, Staus & Blitzern.

Öffentlich-rechtliche Programme haben einen anderen Auftrag, und manche nutzen den Abend tatsächlich, um abseits des Mainstreams spezielle Geschmäcker zu bedienen. Aber selbst das ist die Ausnahme.

Vielleicht ändert sich dieser Sachverhalt auch wieder, wenn das Radio wieder einen größeren Stellenwert genießt. Wer sich beispielsweise bewusst für einen guten Digitaradio-Empfänger entscheidet, wird vielleicht das Radio als Medium neu entdecken.

Auch wird das Fernsehen, welches seit spätestens den 1970ern uneingeschränkt die Abende beherrscht, selbst bedrängt. Ich sitze ja auch gerade vor dem Internet und höre dabei 98,3 Superfly aus Wien -- natürlich digital über Stream.

von Alqaszar - am 07.07.2013 20:59
Absoluter Trugschluss. Das wird keine Hörereinbussen zu Folge haben. Die Einschaltquoten ab 19 Uhr sind im Radio im freien Fall. Ab 20 Uhr hört praktisch niemand mehr Radio. Die meisten sind dann zu Hause und gucken TV oder hängen im Internet rum. Hörrereinbussen wird es wegen der Streichung der live-moderation nicht geben. In der Schweiz war Radio 24 das einzige Radio welches noch eine Live-moderation bis 23 Uhr hatte (Energy, Zürisee, Radio 1 haben das schon längst abgestellt). Doch: Radio 24 hat weiterhin Live-news bis 23 Uhr (im Gegensatz zu den oben erwähnten Stationen, die ab 20 Uhr den Laden dicht machen).

Und Energy sogar auf allen 3 Stationen die gleiche Musik spielt.

Und was der Artikel auch verschweigt: Auch Radio 24 hat am Freitag-abend weiterhin Live-moderation "FridayNite".

Schlimmer finde ich es, Konserven oder "Voice Tracking" am Tage zu betreiben. Dies machen schon ein paar Schweizer Privatradiostationen. Radio 24 aber nicht.

von Tatzelwurm - am 07.07.2013 21:25
Der Abbau der Abend-Programme und der Verlust der Hörer abends ist nichts neues. Dagegen könnten Radiostationen mit spannenden Sendungen, die gegen TV bestehen können, etwas unternehmen, aber sie wollen aktuell nicht.
Der Pulsnehmer auf Radio 24 war eine sehr spannende Diskussionssendung, wurde aber erst auf eine Stunde verkürzt und schliesslich vor etwa 10 Jahren komplett eingestellt.
So beisst sich die Katze in den Schwanz, es werden mehr und mehr lebendige Programmanteile am Abend abgebaut, und so ziehen immer mehr Hörer andere Medien am Abend vor, so schreitet diese Spirale voran.
Die aktuellen Nachrichten auf Radio 24 werden aber auch wirklich geschätzt, das ist somit das einzige lokal-regionale Medium, das abends aktuell informiert!

von dxbruelhart - am 08.07.2013 07:17
Tja, auch die nördlichen Nachbarn machen es nicht besser, siehe R.S.H. in Deutschland (dort sogar Voicetracking sogar das gesamte Wochenende) oder das ÖR-Infoprogramm SWR info ab 19:45 Uhr. Der Deutschlandfunk geht den umgekehrten Weg und moderiert in der Deutschlandfunk Radionacht nachweislich bereits ab 4 Uhr definitiv live.

von rolling_stone - am 08.07.2013 07:31
Ich finde den Entscheid Klug. Nichts nervender als eine Live Dauerübertragung eines Fussball oder Eishockey Matches wie das z.B. Central macht.
Am Abend will man seine Ruhe, abschalten und Musik geniessen.

Hoffe die Programme heben etwas ab und spielen nicht alle den gleichen Einheitsbrei.

von Maxtech - am 08.07.2013 14:18
@ Maxtech: Eine Fussball- oder Eishockeyübertragung im Radio, das wollen all jene hören, die sich für diese Sportarten interessieren, und das sind nicht wenige. Es gibt genug andere Sender, die keinen Sport übertragen; nur bei Radio 24 und Central gibts noch teilweise Direktübertragungen oder Einbeldungen ins Spiel; denke daran, wie beghert und teuer die TV-Rechte für die Uebertragung dieser Sportarten sind; die Radiosender können dies für weit weniger Geld in all unsere Haushalte tragen.

Und dass unsere Sender mal etwas anderes als Pop der letzten 50-60 Jahre senden, dafür plädiere ich seit langem; Jazz, elektronische Musik, Dance, richtigen harten Rock, Schlager, Volksmusik etc. etc. finden wir heute bei den privaten Programmen nicht, aber die Hoffnun sollte man nicht aufgeben.

von dxbruelhart - am 08.07.2013 16:29
Die Schweiz scheint langsam auch alles dem großen Kanton nachzumachen. Jetzt werden auch hier die Programme kaputtgespart. Sicherlich ist die Stundenreichweite abends nicht sonderlich groß. Aber so lässt sich doch ein weiter Hörerkreis generieren. Und wer abends hier mal ein Einschaltprogramm gehört hat, der lässt den Sender auch eingestellt und hört dann morgens/tagsüber eher rein. Dies sollte man nicht unterschätzen.

von Peter Schwarz - am 08.07.2013 16:38
Werden dann ab 19.00 Uhr auch keine Verkehrsnachrichten mehr ausgestrahlt ?
Das heisst, wenn man einen der Sender hört und es gibt zb. einen Geisterfahrer dann gibt es keine Info......:sneg:

von swissmann01 - am 08.07.2013 16:47
@Peter Schwarz: Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Deutschen so gerne als Großes Kanton, wie due es nennst, der Schweiz betrachten.
@Swissmann01: Kommt darauf an, wie sie es handhaben wollen. Ich kenne da einen Sender in unserem nördlichsten Bundesland, da macht es der PC über Voicetracking und Satzbausteine. Nur führt das meistens zu der Peinlichket, dass es in den Verkehrsnachrichten eine halbe Stunde vor Automatiierung noch straßen- und sperrungstechnisch drunter und drüber ging, und später ständig der Baustein kam "Es gibt nichts zu melden". Ich bezweifle, ob sie da einen Geisterfahrer melden können, denn dafür müsste ja die Verkehrsredaktion besetzt oder das Verkehrssystem direkt angebunden sein. Dann sollten sie es lieber nicht machen, und bei manchem anderen Sender kenne ich es auch so, dass dann einfach keine Meldungen mehr kommen.

von rolling_stone - am 08.07.2013 17:46
Ein Sender wird hier vergessen. Wie sieht es mit Radio Top aus? Ich meinte die senden auch noch live Nachrichten bis 23 Uhr?

Es ist so wie dxbruehlhart schreibt , die heutigen Sender könnten spannende Sendungen machen nur eben der Pioniergeist fehlt. Heute wagt es niemand mehr ein Experiment zu machen. Früher gab es auf Radio Top einen Nacht Talk wo die verschiedensten Personen anrufen konnten etc war sehr spannend nur eben heute arbeiten gut bezahlte angestellten bei den Stationen und nicht mehr Radiomacher aus Leidenschaft.

von sedes - am 08.07.2013 21:13
Verkehrsnachrichten finden weiterhin statt, nach den Nachrichten. Also bis 23 Uhr. Ausserdem kann der Redaktor im laufenden Programm reagieren und eine Geisterfahrermeldung jederzeit durchgeben. Doch: Geisterfahrermeldungen sind in der Schweiz äusserst selten.

von Tatzelwurm - am 08.07.2013 23:01
@rolling stone: Das ist mir herzlichst wurscht, zumal ich ja einer der Schwoba bin (und zwar sogar ein echter ;-)

von Peter Schwarz - am 10.07.2013 13:37
Radio 24 verliert Hörer, Energy und Radio 1 Gewinner...siehe Link

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/radio24-hoererzahlen-brechen-weg

von Heinz Lindenmann - am 12.07.2013 08:51
Weniger Moderation bei den Lokalsendern.
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/das-ist-schlecht-fuer-das-medium-radio

von Heinz Lindenmann - am 12.07.2013 09:10
Zitat
Heinz Lindenmann
Radio 24 verliert Hörer, Energy und Radio 1 Gewinner...siehe Link

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/radio24-hoererzahlen-brechen-weg


Einfach bis nächsten Freitag (19.7.) abwarten. Dann gibts Facts und keine Spekulationen mehr.

von Tatzelwurm - am 12.07.2013 14:03
Am Abend kann das Radio am meisten Hörer von der Mattscheibe abholen, aber natürlich nur mit spannenden journalistischen und Diskussionsprogrammen. Das beweisen allabendlich die französischen Privatprogramme; eine Million Hörer liegen bei uns brach. Früher sendeten Radio Z, Radio 24, Radio Top und weitere abends noch spannende Wortprogramme, heute wundern sich alle ob der wegbleibenden Hörer abends.

von dxbruelhart - am 12.07.2013 16:11
Das Radio in Frankreich, Italien und England ist nicht mit dem unseren vergleichbar. Die Wortbeiträge sind aus kulturellen und traditionellen Gründen viel höher. Hör dir mal italienisches Radio an, da wird ja stundenlang (auch bei Musiksendern) gebrabbelt. Wäre bei uns -leider- ein Abschaltfaktor.

von Tatzelwurm - am 12.07.2013 20:20
@ Tatzelwurm: Da irsst Du Dich wohl gewaltig. Journalistisch sehr gute Wortbeiträge und Diskussionen sind auch in der Schweiz Ein- und nicht Abschlaltgründe im Radio. Blödes Gebrabbel ist aber schon ein Abschaltgrund, da hast Du recht.l
Es ist doch wirklich so: Durch die Absetzung von Pulsnehmer auf Radio 24, Lifeline auf Radio Top, und der Partnerwahlsendung auf Radio Z gingen diesen Stationen viele (Abend)Hörer verloren, ich war ein regelmässiger Hörer aller dieser drei Sendungen - weil dies waren originäre Sendeformate, die man auf keinem anderen Sender (der Region) fand.
Abends voll auf Wortprogramme - also keine Musik zu senden - zu setzen, hat hierzulande IMHO noch keiner probiert, das würde sich aber doch sehr lohnen; die marginalen Hörerzahlen am Abend bei den Musikprogrammen sprechen doch Bände.

von dxbruelhart - am 12.07.2013 21:25
Nein. Das ist nicht so. In der Anfangszeit des Schweizer Privatradios und auch später gab es viele stündige Wortsendungen. Mit der neuen Radiouhr-Messmethode musste man dann aber feststellen, dass man genau bei diesen langen Wortbeiträgen/Talks massiv Hörer verlor. Auch die "Special Interest"-Sendungen wiesen das gleiche Phänomen auf.

Jedes Land hat das Radio - das es verdient. Die Hörer haben gemäss Radiouhr einfach abgeschaltet. Wenn du regelmässig einen Knick um die gleiche Uhrzeit siehst, wo dein Talk läuft, dann überlegst du es dir nicht zweimal genau den Talk zu kippen. Darum.

Und da die ganze Werbewirtschaft und auch das Radio genau mit diesen Zahlen hantiert /hantieren muss, wird das Programm angepasst, damit die Hörerquote wieder stimmt. Diese Methode mit der Radiouhr gibt es bislang nur in der Schweiz. Hier kannst du tatsächlich feststellen, was ankommt und was nicht.

von Tatzelwurm - am 13.07.2013 08:27
Sorry dxbruelhart, aber da hat Tatzelwurm recht. Zu lange Wortbeiträge vertreiben Hörer.
Vor 35 Jahren sagte man zu DRS 1 der Schnattersender, weil die Wortbeiträge zu lang waren. Auch Pulsnehmer oder Roger gegen Roger hört man ein paar mal und hat genug. Sendungen mit einem Selbstdarsteller "ich habs erfunden" nerven nur, das ich auf ein anderes Programm ausweiche.

Früher hatte jeder Sender auch Hörerwünsche. Gibt es nur noch bei Radio Top. Schade.

Was ich sehr schade finde, ist die Musikauswahl. Alle spielen den gleichen Einheitsbrei, so das ich gerne mal fremd über die Landesgrenze gehe. Sind Musikredatoren zu jung und wissen nicht mehr was früher gespielt wurde? Am ehesten kommt Radio 1 und Zürisee an ein breitgefächertes Musikprogramm. Doch auch diese Programme haben Ausreiser, wo ich umschalte.
Es fehlt an frischem Wind.

Ich warte ab bis der erste CH Sender auf die Idee kommt Hörer mit einzubeziehen.
Der Sender schaltet ein Webformular und die Hörer schreiben Interpret und Titel.
Ich wäre sofort dabei.

Glaube den Schweizer Privatsendern fehlt es an Ideen. Jeder denkt er muss das gleiche machen wie die Konkurrenz und wundert sich wenn die Hörerzahlen stagnieren oder abnehmen.

Frischer Wind kommt erst bei Konkurrenzdruck.
Limus DAB+ könnte der Anfang sein und ich überlege mir mein ehemaliges Radio Bachtel wieder zu aktivieren.

von Maxtech - am 13.07.2013 13:21
@ Maxtech: Eine ganz tolle Idee, Radio Bachtel zu reaktivieren! Da könnte ich auch was dazu beisteuern, näheres dazu nächste Woche nach meiner Rückkehr aus Kärnten.

Diskussionssendungen, die nur eine Stunde dauern, sind einfach zu kurz. Eine richtige Diskussion mit Hörern braucht wenigstens 2 Stunden; so zeigte es sich auch beim Pulsnehmer, als der von 2 auf eine Stunde verkürzt wurde, verlor er recht viele Hörer, auch ich hörte nicht mehr regelmässig zu, u.a. auch deshalb, weil ich während der einen Stunde noch arbeitete oder ass; mit dem zweistündigen Pulsnehmer konnte man auch gut nach einer Stunde noch einsteigen.

Bei Radio DRS/SRF gibts viel gehörte und sehr gut beachtete Wortsendungen am Abend; Doppelpunkt, Forum, Input, Schnabelweid, um nun mal 4 gute Wort-Abendsendungen zu nennen. Dieses Feld überlassen diese privaten Programme kampflos der öffentlichen SRG.

Es wäre für die privaten auch sinnvoll, statt stündlichen kurzen Nachrichten z.B. nur alle 6 Stunden (z.B. 6 /12 /18 / 0h) Nachrichten zu senden, diese aber weit ausführlicher (z.B. 30-60 Minuten lang) mit allen übrigen Informationsbeiträgen, die heute mitten in den Sendungen kommen, gesammelt auszustrahlen. Besonders heisse Nachrichten können laufend im Programm eingestreut werden, in den offiziellen Nachrichtensendungen dann vertieft behandelt werden.
Lange Informations-Sendungsblöcke werden gut beachtet, das Rendez-Vous mit dem Tagesgespräch und der Abendblock mit den Regionaljournalen, dem Echo der Zeit und dem Sport gehören zu den meistgehörten Sendungen von Radio DRS/SRF1.

Zum Schluss muss ich nochmals maxtech unterstützen: Fast alle Privatradios (die ausgeprägteste Ausnahme ist Radio Central) spielen denselben Pop-90% Mainstream-Einheitsbrei. Dabei gibts noch so manche andere attraktive Muskrichtung, wie z.B. Dance, Techno und Trance, Jazz, echten (harten) Rock, Schlager, um nur wenige Beispiele zu nennen. Diese sucht man bei unseren (Privat)Radios fast immer vergebens. Es fehlt an ziemlich massiv an Ideen heute im Schweizer Privatradiomarkt.

@ Tatzelwurm: Welche Art von Programmen könnten den Deiner Erfahrung nach viele TV-Glotzer wieder zu den Privatradios abends wieder hinführen?

von dxbruelhart - am 13.07.2013 18:22
Ich schalte jeweils um, wenn nach dem 3. Stück immer noch keine Moderation kommt. Musik aus dem Zufallsgenerator kann ich auch selbst machen, dafür brauche ich kein Radio.

Ja, ich höre nach 20 Uhr schon lange kein Radio1 oder Radio24 mehr. Eben weil die redaktionelle Leistung am Abend schon lange zu wünschen übrig lässt, und nicht weil ich ein nonstop-Musikprogramm wünsche.

Jedes Hobbyrado aus dem Elsass hatte früher ein live moderiertes Abendprogramm. Wenn das heute nicht mal mehr der Marktführer in Zürich schafft, ist das ein Armutszeugnis.

Man müsste auch mal untersuchen, ob die Werbung bei Hörern, die sich nur mit Musik berieseln lassen, anders wirkt als bei jenen, die aufmerksam zuhören.

Apropos: Lora hatte gestern bis Mitternacht eine live moderierte Hip-Hop Sendung. Geht doch! Und jetzt (Sonntag Morgen) höre ich auf Stadtfilter eine wirklich witzige Sendung mit Beatles-Coverversionen.

von Stefan Heimers - am 14.07.2013 07:48
Glücklicherweise gibt's SRF 3 und Virus oder das gute alte SWR 3.....für Musik ab Harddisk gibt's bessere Alternativen im Internet als Radio24 und co. Tragische Entwicklung...

von woody1 - am 14.07.2013 20:42
Zum Glück gibt's Radio BeO, da läuft jeden Abend etwas anderes und moderiert wird immer:
- Mo: Schweizer Volksmusik, ab 21:00 Uhr entweder Jazz, Blues, Oldies oder Country
- Mi: Schweizer Volksmusik
- Di und So: Kirchliche Sendung (Wortprogramm)
- Do: Wunschkonzert
- Fr: Country Music
- Sa: Schlager

Reinhören lohnt sich!

von Adrian Böhlen - am 17.07.2013 08:16
Seit kurzer Zeit habe ich ein Interessantes Programm auf Satellit Astra 1, 19.2° Ost, Frequenz 12.633 GHz horizontal entdeckt. Magicstar.
Ein Programm mit Hörgenuss das ältere Hits spielt, aber nicht in der Art wie es die Schweizer Programmveranstalter tun.

Meine Idee (Eintrag vom 13. Juli 2013) hat dieser Sender bereits umgesetzt
Magicstar
Ein Beispiel das Hörer die besten Inputs bringen und es auch anders geht als der Einheitsbrei der mich je länger je mehr stört.

von Maxtech - am 26.07.2013 21:46
Gestern Donnerstag wurde Moderation auf Radio 24 auch noch zwischen 22 und 23h beobachtet; ist diese Abendprogramm-Ausdünnung gestorben, auf die längere Bank geschoben ôder kommt sie erst in den kommenden Wochen?

von dxbruelhart - am 09.08.2013 13:26
Zitat
dxbruelhart
Gestern Donnerstag wurde Moderation auf Radio 24 auch noch zwischen 22 und 23h beobachtet; ist diese Abendprogramm-Ausdünnung gestorben, auf die längere Bank geschoben ôder kommt sie erst in den kommenden Wochen?



War die Moderation live, oder war das die angekündigte vorporduzierte Moderation?

Zitat von weiter oben: "Ab August wird auf den Frequenzen des Zürcher Privatsenders abends zwar weiterhin eine Stimme zu hören sein, doch wird diese jeweils am Nachmittag aufgezeichnet und in der Abendschiene dann zwischen den einzelnen Musiktiteln vom Computer abgespielt. "

von Stefan Heimers - am 09.08.2013 15:45
Ihr zitiert hier Zeitungsberichte, die von Radio 24 nie bestätigt wurden. Bisher ist bis 22 Uhr alles live. Und auch die 23 Uhr News. Man sollte nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Obs live ist oder nicht, kann man gut via Webcam auf radio24.ch beobachten.

von Tatzelwurm - am 10.08.2013 16:57
Geld für gscheite Webserver und Adwords-Optimierung scheint man auch keine zu haben.
Erst muss man sich einen Wolf suchen um zwischen "SRF Radio 1" und "BBC Radio 1" die Website von Radio 1 (CH) zu finden, und dann lädt diese ewig...
Würde mich nicht wundern, wenn die HP demnächst komplett abgeschaltet wird.

http://www.radio1.ch/

von - - am 19.08.2013 12:42
Die Seite ist wirklich eine Katastrophe und fällt mit Website Checkern durch

Google Test

HTML-World

von Maxtech - am 19.08.2013 13:25
Es ist September und noch immer wird bei Radio 24 live bis 23 Uhr moderiert. "Ab August" hiess es im Zeitungsartikel.

von Tatzelwurm - am 09.09.2013 20:18
Stimmt.
Zeitungsente oder man hatte Pläne die durchsickerten und diese wegen zu heftigen Protest fallen gelassen.

von Maxtech - am 11.09.2013 10:48
Radio 1 hat mit sofortiger Wirkung Roger gegen Roger eingestellt, es sei den Hörern nicht mehr zumutbar: http://www.radio1.ch/de/aktuell/story/Radio-1-stellt-die-Sendung-%E2%80%9ERoger-gegen-Roger%E2%80%9C-per-sofort-ein--13958.html

von dxbruelhart - am 05.09.2015 14:17
Ich habs immer lustig gefunden, wie die zwei kleinen Kinder gestritten haben. Kann Schawi nicht verstehen.

von smid - am 06.09.2015 10:31
Schade
Ich fand R gegen R immer witzig

Gewählt wird R.K. sowieso...

von smid - am 06.09.2015 15:31
Ich fand die Sendung nervenaufreibend und habe umgeschaltet.
Schawinski lässt sein gegenüber nie ausreden und ist sehr arrogant.

von Maxtech - am 07.09.2015 12:21
Roger Köppel, war nie ein Engel, Max. Hatte auch immer wieder alles ins lächerliche gezogen, sowie immer wieder den anderen Roger unterbrochen...Roger Köppel entspricht eher deiner politischen Einstellung.

von Heinz Lindenmann - am 08.09.2015 09:13
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