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DAB-Roundup in der Schweiz am Sonntag: Radio Tropic kommt zurück, Radio 1 verschwindet vielleicht von DAB

Startbeitrag von dxbruelhart am 18.08.2013 07:06

In der Schweiz am Sonntag steht heute folgendes auf Seite 4 drin (online ist der Artikel (noch) nicht verfügbar):

Branche uneinig über Digitalradio

VON STEFAN EHRBAR

Die Zürcher Radiolandschaft wird noch 2013 um neueSender bereichert. Alternativradios wie Backstage, Radio 4oder English Radio feiern Premiere, während altbekannte wie Radio Tropic zum terrestrischen Radio zurückkehren. Gesendet werden die Programme über den Digitalradio-Standard DAB+. Zu diesem Zweck baut der Verband Digris derzeit in Zürich und Genf ein neues DAB+-Netz auf, wie Mitinitiant Lukas Weiss bestätigt. In Genf werden etwa Radio Cité oder Maxxima dabei sein. Bereits seit Jahren werden kommerzielle und SRG-Sender über DAB+ verbreitet, allerdings über das landesweite Netz derSwiss Media Cast.
Kommerzielle Radios sind uneins über DAB+. Am deutlichsten wird Roger Schawinski. Für ihn steht gar ein Rückzug seines Radio 1 aus DAB+ zur Debatte. «Die Erwartungen wurden deutlich untertroffen», sagt er. Bloss mickrige 4 Prozent hörten Radio 1 über DAB+, einen Aufwärtstrend gebe es nicht. Die Verbreitungskosten pro Hörer seien deshalb 18-mal höher als bei UKW. «Ich glaube immer weniger an DAB+.» Die Zukunft liegeeher in IP-basierten Diensten.

KARIN MÜLLER, Geschäftsleiterin von Radio 24, sieht IP-basierte Dienste ebenfalls als Alternative. Sie ist zufrieden mit DAB+, sieht es aber als eine von mehreren zukünftigen Technologien. «Man muss von der analogen Haltung abrü- cken, dass es nur eine Technologie gibt», sagt sie. Daniel Büchi, Geschäftsleiter von Energy, blickt derweil optimistisch in die DAB+-Zukunft. Der «pointof noreturn», sei überschritten, die Entwicklung positiv. Ende Jahr werde auch Energy Bern über DAB+ verbreitet werden. Entscheidend für den DAB+-Erfolg dürfte die Verbreitung im Auto sein. Hier vermeldet die SRG Erfolge: Tests zur Tunnelversorgung verliefen erfolgsversprechend. Voraussichtlich ab 2014 werde DAB+ deshalb zum neuen Standard in Tunnels, heisst es beim Astra.


Die Behauptung von Roger Schawinski, dass die DAB-Verbreitungskosten pro Hörer 18 mal teurer seien als via UKW, stimmt so gar nicht, da trifft eher das Gegenteil zu. Der Rückzug von Radio 1 von DAB wäre sehr töricht; steht Roger Schawinski das finanzielle Wasser zum Hals, dass er über sowas nachdenkt, oder will er nur die Verbreitungskosten drücken bei Swissmediacast?

PS: Welches Radio 4 ist hier gemeint, ORF FM4, oder BBC Radio 4?

Antworten:

Welches Radio 4 gemeint ist vermag Ich nicht zu sagen.
Wer würde denn den Sendebetrieb vom FM 4 oder BBC Radio 4 in der Schweiz finanzieren ?
Radio 1 ist nur ein Mainstreamdudler unter vielen geworden.
Ein nur Webradio und dann noch ohne besondere Alleinstellungsmerkmale geht bei Zigtausenden
Radioprogrammen im www. leicht " verloren ".
Der Vorteil wäre für Radio 1 jedoch dass nur die Tatsächlich angeforderten Streams als Kosten
anfallen und nicht das " Gieskannenprinzip " des Terrestrischen Rundfunks.
Das wiederum für den Konsumenten am einfachsten ist.

von RADIO354 - am 18.08.2013 08:07
Die behauptung von Roger Schawinski dürfte absolut gesehen eben doch stimmen, wenn seine zahlen nur eine 4% höhrerschaft über DAB+ ergeben. Dass heisst das 96% seiner höhrerschaft R1 über UKW (oder webdienste) empfängt. Ich denke RS muss man nicht rechnen lernen.

Das killerkriterium sehe ich nach wie vor in der automobilen verbreitung und da ist der anteil an DAB+ autoradios vermutlich auch in diesem einstelligen prozentanteil. Und da die Autos heute immer noch so gegen 10 jahre in betrieb bleiben, dürfte die dursttrecke noch ein weilchen anhalten. Worüber ich nicht unglücklich bin, den über UKW bekomme ich wenigstens noch die damals für DAB versprochene audioqualität (Werbung mit "CD-qualität" wurde noch lange ausgestrahtl) angeboten, während DAB heute halt ganz auf die 128kB MP3 höhrerschaft zugeschnitten ist. (Masse vor klasse halt eben).

Und was DAB hier in der Schweiz als zuatzdienste anbietet, ist absolut minimalistisch und entspricht, jahrzehnte nach dem testbetrieb nicht mal dem, was damals angeboten wurde. Da sind die SWR'ler doch schon weiter. Auch in ermangelung der DAB empfänger mit tauglichen displays. 98% der geräte sind nach wie vor absoluter billigkram was auf dem markt angeboten wird. Und hier bin ich gerade von der englischen fratkion enttäuscht. Die sind nach wie vor auf dem stand von vor 10 jahren.

Der bedienungskomfort der heutigen DAB empfänger bietet absolut keine steigerung des bedienkomforts (5 senderspeicher direkt abrufbar als standart ist für DAB einfach ungenügend).

Inhouse versorgung selbst in der Aglo ZH grenzwertig. Zum glück bei DAB+ nur der fading effekt und nicht das digitale geknorze.

Und wer übrigens das interwiew von Lukas Weiss gehört hat, Da bin ich über seine aussagen doch ein wenig enttäsucht. Was er das als neuheiten/ innovationen für DAB angepriesen hat, wäre alles auch für UKW möglich. Interaktionen mit web als zweitweg ist auf jedem medium möglich. Das trifft auf alle seine innovationsideen zu.

Aber es ist immerhin zu hoffen, dass es dann auch kleine und bisher unbekannte programme auf seinen multiplexer schaffen. Und auch bleiben

von offair - am 18.08.2013 08:43
Die Sache mit den " Tests zur Tunnelversorgung " was gibt es da noch zu testen ?
Vor 3 bis 4 Jahren war in diversen Tunnels schon einwandfreier 12 C Empfang möglich.
Das von @ offair angesprochene " Autoproblem " sehe Ich auch so.
Die Zusatzdienste werden wohl erst ab 2015 kommen wenn der Simulcast auf 12 C beendet wird.
Die angebotenen 10 Speicherplätzen in diversen DAB Radios sind Hier vor Ort schon recht Wenig.
Wenn noch der Bundesmux vom Pfänder und der 3. Ostschweizer Mux 2014 kommen gibt es Hier
ca. 80 Portabel- Indoor empfangbare DAB Programme.

von RADIO354 - am 18.08.2013 08:55
Das ein Sender sich die DAB Verbreitung nicht mehr leisten will/kann ist eine Bankrotterklärung. Ich hätte eher gedacht an eine Ausweitung Richtung Graubünden.

Der Radio-Teich ist genug gross. Der Fehler ist bei den Radios selbst, dass sie denken die Fische sind alle an der gleichen Stelle zu finden.

Es ist beschämend wenn man für anspruchsvolleres Hörvergnügen auf ausländische Satellitenradios ausweichen muss.

von Maxtech - am 18.08.2013 09:49
Zitat

PS: Welches Radio 4 ist hier gemeint, ORF FM4, oder BBC Radio 4?


Mit Radio 4 ist dieser Sender gemeint: http://www.radio4tng.ch/index.php/hoeren

von radiohead - am 18.08.2013 09:51
Ganz klar wäre ein Rückzug von Radio 1 bei DAB+ ein finanzieller Entscheid. Der Radiowerbemarkt steckt zurzeit in einer Krise. Und warum soll Werbung in einem Radio geschaltet werden, wenn man fürs gleiche Geld doppelt so viele Hörer hat und nicht gross mehr ausgeben muss?

Vergleich Radio 1 - Radio Zürisee

Weiter wird jetzt bei Radio 1 von der ursprünglichen Strategie von einem Premium-Radio für die ganze Schweiz abgewichen. So ist Radio 1 bei Cablecom Deutschschweiz im Kabel drinn. Aber über UKW und DAB+ begnügt man sich nur mit dem Standort Zürich.

von Tatzelwurm - am 18.08.2013 10:20
Es ist unglaublich, wie schnell heute generell im Wirtschaftsleben die Leute nervös werden. Eine neue Technologie setzt sich selten innert kürzester Zeit durch, das sollte auch Roger Schawinski wissen. Und so lange ist er mit seinem Radio 1 doch noch gar nicht am DAB-Mux. Meines Wissens erst seit wenigen Monaten im Regionalensemble. Da kann er also den Erfolg noch gar nicht messen!

von Peter Schwarz - am 18.08.2013 10:27
Roger Schawinski kennt natürlich die Vorteile, welche er mit seinem relativ grossen UKW-Netz hat. Es gibt dort weniger kleine Nobody's auf UKW, somit gehört er dort immer noch zur ersten Garde. Bei DAB ist er nur auf einem reichweite-begrenzten Netz. Klar kostet dies weniger als wenn er in einem grösseren Netz wäre. Zudem weiss er wohl ganz genau, dass es gerade um Zürich herum noch keine DAB-Tunnelversorgung gibt.

Wenn er aber bei DAB aussteigt, gehen ihm unter Umständen doch Hörer verloren. Ich gehöre nämlich zu denjenigen, die auch mal auf Radio 1 umstellen, was ich früher bei UKW kaum getan habe. Zugegeben, an einem neuen Hörer wird er kaum interessiert sein. Vielleicht gibt es ja doch ein paar Hörer mehr, die es wie ich machen.

Was in Sachen moderner Autoradios inzwischen läuft sieht man im Radioforum Deutschland unter DAB-Radios ab Werk. Bestes Beispiel die Firmen Renault und Citroen. (Vorerst gibt es zwar nur von Renault aktuelle Fotos.) Ich denke so wird DAB auch im Auto an Attraktivität gewinnen.

Geld dürfte bei ihm keine grosse Rolle spielen, hingegen Werbefirmen, die ihm sagen, dass sie lieber über UKW Werbung machen würden, spielt bei ihm wahrscheinlich eine Rolle.

Nun den - so wie ich ihn kenne, hört er gerne, wenn seine Meinung über die Medien verbreitet wird. Insbesondere, wenn er eine andere hat, als die lieben Kollegen rundherum.

von drahtlos - am 18.08.2013 16:43
Hallo miteinander

Als Verfasser des Artikels freut es mich natürlich, dass er hier diskutiert wurde. Feedback und Kritik sind immer willkommen.

Vielleicht noch zu den offenen Fragen: Ja, bei Radio 4 handelt es sich um den Jugendsender aus Winterthur. Und zur Tunnelversorgung: Meines Wissens war die Parallelverbreitung von UKW und DAB+ im Tunnel tatsächlich schon bisher kein Problem. Wenn es in einem Tunnel aber nur DAB+ geben soll, schreibt das Astra vor, das (röhrengetrennt) Unterbrechungen und Durchsagen möglich sein müssen. Das war bisher nicht ganz einfach, aber der aktuelle SRG-Test im Habsburgtunnel verlief sehr gut. Deshalb wird das Astra in seinen (noch zu erstellenden) neuen Vorschriften ab voraussichtlich 2014 DAB+ zum Standard in Tunnels machen, bei Neubauten und Rennovationen dürfte dann nur noch DAB+ eingebaut werden (korrigiert mich, wenn ich falsch liege).

Was (aus Platzgründen) im Artikel nicht vorkam, ist, dass Radio 1 als (wahrscheinlich) einziger Sender die Gebietsausweitung vom DAB+-Ensemble Zürich zum Ensemble Nordschweiz gar nicht wollte. Deshalb sind die Kosten für Schawinski nun natürlich auch nochmals höher.

von sehrbar - am 19.08.2013 11:30
Leicht OT: Radio 4 ist von der Playlist her exakt 1LIVE.

von Japhi - am 19.08.2013 13:44
Danke für den Feedback "sehrbar"

Schawinski kann ja immer noch ins DIGRIS-Netz gehen, dann wirds noch günstiger - und er bleibt dann in Zürich lokal. Vielleicht sogar ohne Tunnelversorgung. Er sollte nicht so zimperlich tun und ins grosse SMC-Netz gehen - Geld dürfte ja nicht unbedingt eine Rolle spielen und der Streit mit der Bündner (Ostschweizer)-Zeitung wäre dann auch erledigt. Aber vermutlich kämpft er lieber ums Bündnerland - so wie man ihn kennt. Andererseits wäre er im DIGRIS-Netz endlich mal die No. 1 !;-)

Das mit dem DAB-Standard für die Tunnels würde mich überraschen. Aber möglich wäre das schon, da es ja viele Tunnels mit UKW gibt und nur etwa 10 mit DAB in der ganzen Schweiz. Neue Tunnels sind ja in den nächsten 10 Jahren kaum geplant resp. fertiggestellt - na ja wenn man von der NEAT absieht;-). Dadurch könnte es ja schon Sinn machen ganz auf DAB zu setzen. Damit wären endlich mal die Automobil-Importeure gefordert und die derzeitigen Ausreden wären dann ad acta...

Wäre mal ein Aufhänger für die Presse: Rundfunkausbau in den Tunnels in Zukunft nur noch mit DAB(+). Sofern es denn wirklich so ist?

von drahtlos - am 19.08.2013 14:47
Gemäss Stimmen der beiden Techniker von Radio 1, mit denen ich sprechen konnte, und weiteren Stimmen im Umkreis von Radio 1 will sich Roger Schawinski definitiv vorerst von DAB verabschieden und damit das Swissmediacast Ensemble Nordschweiz verlassen.
Dass er damit in nicht allzufernere Zeit, wenn die 1600 UKW-Sender in der Schweiz abgeschaltet werden, keine terrestrische Sendmöglichkeit mehr hat, scheint R.S. nicht gross zu kümmern.
Wann UKW in der Schweiz abgeschaltet wird, ist noch nicht klar, irgendwann zwischen 2018 und 2022 wird es soweit sein; am Raidoday sprachen verschiedene Stimmen von 2019.
Und wenn Radio 1 dann zuallerletzt auf ein DAB-Ensemble wieder aufspringen muss, kann es nicht damit rechnen, günstigere Tarife zu bekommen, als sie jetzt bezahlen.

von dxbruelhart - am 22.08.2013 16:14
R.S. kann bis dahin den Sender verkaufen. Vielleicht ein NRJ Nostalgie? Oder aber Radio wird es 2019 in dieser Form gar nicht mehr geben. Schade, wenn Radio1 DAB+ verlässt. Aber er zieht konsequent die "NOnewmedia"-Strategie durch.

Vielleicht schalten sie dann auch gleich die Page ab? :xcool:

von Tatzelwurm - am 22.08.2013 17:32
Ukw wird es noch lange geben. Und nachher kann Schawinski noch lange auf DAB umstellen. Wenn Limus startet werden die Preise purzeln.

von Stefan Heimers - am 22.08.2013 18:02
Ach sind wir doch ehrlich. Die Zeit von Roger Schawinski ist definitiv vorbei. Nach seinem Radio und Tele24-Debakel konnte er sich nie mehr erholen. Mit Radio1 wollte er ein revolutionäres Radio erfinden. Aber eben, er wollte. Und dieses Radio kommt einfach nicht auf touren. Ganz abschalten und Geld sparen...

von woody1 - am 22.08.2013 20:20
Zitat
Stefan Heimers
Ukw wird es noch lange geben.


Das sehe ich auch so! Dieser Unsinn mit den 40 Programmen, die man hoch oben empfangen kann, aber die auf einer Auto- oder Zugfahrt alle paar Sekunden minutenlang schweigen, ist doch unerträglich. Welcher normale Mensch baut sich so ein Gerät ins Amaturenbrett? Zumal die Klangqualität unter aller Sau ist, von den auf Dab angebotenen Programmen mal ganz zu schweigen!
Ich war letztens in Como, dort bekommt man an die 50 Digitalkanäle, viele davon exklusiv und nicht auf UKW. Dort hat das Dab-Packerl einen Mehrwert, weil UKW nur schlecht geht. Ebenso auf Malta und Sizilien. Da sind sogar Londoner Lokalstationen drin vertreten. Aber um so eine Auswahl in Österreich oder Süddeutschland zu haben muss ich nach Berlin oder Zürich fahren, denn selbst 5 km hinter der Grenze wo man den Säntis auf UKW noch mit rds bekommt geht kein Schweizdab.

von - - am 22.08.2013 20:25
Also schweizerisches DAB geht noch im Raum Ulm auf der A8; mindestens der SMC-Mux stabil auf der A96 bis östlich Memmingen - ein paar km südlich Memmingen gehen dann auf der Autobahn richtung Bodensee beide deutschschweizer Muxe (DRSSRF und SMC) problemlos.
>50 Programme ist dort Normalzustand.

Auf der A81 gehen sie auch weit nach Norden, jedenfalls mindestens ungefähr bis höhe VS (so genau weiß ichs nicht mehr; könnte auch noch weiter richtung RW gewesen sein). Das ist mehr als Faktor 10 mehr als 5 km.

von DH0GHU - am 22.08.2013 21:04
Zitat
ParadiseFM
Zitat
Stefan Heimers
Ukw wird es noch lange geben.

... Aber um so eine Auswahl in Österreich oder Süddeutschland zu haben muss ich nach Berlin oder Zürich fahren, denn selbst 5 km hinter der Grenze wo man den Säntis auf UKW noch mit rds bekommt geht kein Schweizdab.


Zwischen Lindau und Memmingen sind mit eingebautem DAB-Radio durchwegs alle 62 Sender zu empfangen, die vom Pfänder kommen.
Minimale Unterbrechungen wenn man einen LKW überholt treten erst kurz vor Memmingen beim SRF-Paket auf.
Ab Memmingen kommen dann sowohl der Bundesmux als auch das Paket aus Augsburg meist stabil an.

von lindau42 - am 22.08.2013 21:22
Zitat
ParadiseFM


Die Schweizer machen bei uns einen großen DAB-Mehrwert aus. UKW ist am Oberrhein aus Frankreich völlig zugefunzelt, außer den Ortsboliden geht nichts gescheit, schon gar keine Schweizer, die kurz nach der Grenze schon aufgeben. Schweizer DAB geht bis über Freiburg hinaus, auch ohne Aussetzer. Mit dem Start des nächsten Westschweizer Muxes empfängt man hier dann fast 100 unterschiedliche DAB Programme.

So, um dann mal den Schwenk vom nicht zitierten sinnlosen Bashing zu bekommen muss ich sagen, dass ich Radio 1 ab und zu gehört habe, auf UKW kommt davon nix an. Wenn der Layer zum Jahresende dann erweitert wird und auch noch den Kanal wechselt und damit nicht mehr mit dem Saarländischen in Konflikt gerät, gibt Schawinski eine deutliche Reichweite auf. Immerhin gibt es hier keine Panik, wenn ein Sender die DAB Platform verlässt, da einfach immer noch eine riesige Auswahl vorhanden ist.

von CBS - am 23.08.2013 11:47
Warum hören nur 4 Prozent Radio 1 über DAB+? Weil das Regionalensemble fast deckungsgleich mit der UKW-Ausstrahlung ist. Würde Schawinski ein Extra-Programm anbieten wie etwa "Radio 1 Gold" oder was auch immer: Es hätte mehr Hörer.

von Ihre Majestät - am 24.08.2013 12:40
Im Oktober soll ja die Rigi als weiterer Senderstandort auch eingeschaltet werden; damit könnte Radio 1 bis vor die Tore von Bern gehört werden und das Sendegebiet auch weit ins Solothurnische erweitern; zum gleichbleibenden Preis - damit kann er das ganze Aargau besenden, ohne das er den juristischen Kampf gegen Radio Argovia weiterziehen muss. Das wäre für mich eine klare Frage, weitersenden auf DAB und Ruhe geben im Prozess gegen die Argovia-Lizenz; stattdessen die Regionalredaktion ausbauen, und das ganze Sendegebiet mit Regional-Berichten besenden.

von dxbruelhart - am 24.08.2013 14:53
Zitat
dxbruelhart
....
Dass er damit in nicht allzufernere Zeit, wenn die 1600 UKW-Sender in der Schweiz abgeschaltet werden, keine terrestrische Sendmöglichkeit mehr hat, scheint R.S. nicht gross zu kümmern.
Wann UKW in der Schweiz abgeschaltet wird, ist noch nicht klar, irgendwann zwischen 2018 und 2022 wird es soweit sein; am Raidoday sprachen verschiedene Stimmen von 2019.
.....


Nun ich möchte nicht derjenige sein, der verkündet das die UKW versorgung im jahre 2019 abgeschaltet wird. Und zwar nicht nur in der Schweiz, dass trifft wohl auf ganz Europa zu.
Ich befürchte die beliebtheitskurve dieser person dürfte danach ganz klar gegen 0 tendieren. Derjenige könnte seine karriere aber ganz schnell beerdigen. Meiner meinung nach.

Die radiophone versorgung wird in diesem forum nicht reel abgebildet. Lauft doch mal auf der strasse rum und schaut in die Autos rein. In wievielen ist ein DAB+ empfänger eingebaut.
Schaut Euch bei Euren nachbarn mal um, wie sie radiohören. In 5-6 jahren stellt man nicht die ganzen hörgewohnheiten um!

von offair - am 24.08.2013 15:45
Zitat
offair
Nun ich möchte nicht derjenige sein, der verkündet das die UKW versorgung im jahre 2019 abgeschaltet wird. Und zwar nicht nur in der Schweiz, dass trifft wohl auf ganz Europa zu.
Ich befürchte die beliebtheitskurve dieser person dürfte danach ganz klar gegen 0 tendieren. Derjenige könnte seine karriere aber ganz schnell beerdigen. Meiner meinung nach.

Die radiophone versorgung wird in diesem forum nicht reel abgebildet. Lauft doch mal auf der strasse rum und schaut in die Autos rein. In wievielen ist ein DAB+ empfänger eingebaut.
Schaut Euch bei Euren nachbarn mal um, wie sie radiohören. In 5-6 jahren stellt man nicht die ganzen hörgewohnheiten um!


Na ja, was in 5-6 Jahren ist, da kann viel passieren. Da haben vermutlich alle neueren Autos ein DAB Radio eingebaut, zumindest in der Schweiz, in Dänemark, in Norwegen und in Grossbritannien. Natürlich gibt es dann ältere Fahrzeuge, die dies nicht haben. In 5 Jahren werden einige dem Mann dankbar sein, dass er vor ein paar Jahren den Mut hatte, dem Simulcast einen Endtermin zu geben. Damit hatte er den Weg geebnet in eine digitale Radiozukunft - so sehe es ich zumindest. Ich nehme an, es gibt dann in der Schweiz auch DVB-T2 Fernsehen. Es gibt und gab bisher so eine angekündigte 50% Hürde in der Schweiz, wie auch in anderen Ländern für den Stopp von UKW. Der Ausbaustopp von UKW in der Schweiz ist ja bereits mal behördlich abgesegnet worden, wird aber immer wieder unterlaufen. Entsprechende Aussagen gab es ja jetzt wieder am vergangenen RadioDay 2013. Zurzeit sind es mehr oder weniger inoffizielle Ankündigungen, damit in 6 Jahren niemand kommt und sagt, das wäre neu. Die Automobilindustrie wartet ja ebenso gesetzliche Bestimmungen und entsprechenden Ausbau der Tunnel-Infrastruktur, der ja im Jahre 2014 kommen soll. Nebenbei - wer hat schon vor 5 Jahren Internetradio gehört - ausser um es auszuprobieren? Sollen wir hier noch einmal einen "Glaubenskrieg" starten, ich glaube es lohnt sich nicht mehr.

von drahtlos - am 24.08.2013 16:11
Auf der Radio 1 - Page stehen noch immer diese schönen Worte: "Mittelfristig will Radio 1 die ganze Deutschschweiz per DAB+ mit seinem Programm versorgen. Dies wird möglich sein, sobald das Sendernetz entsprechend ausgebaut ist."

http://www.radio1.ch/de/service/dab.html

von Tatzelwurm - am 24.08.2013 16:12
Im Rahmen des Bakom tagt seit dem Herbst 2012 eine Expertengruppe, die die Abschaltung von UKW diskutiert, vorbereitet und dann auch orchestrieren wird; da sind natürlich Techniker, Vertreter der diversen Radiostationen, weiterer Medien, gesellschaftlicher Gruppen und weitere stark interessierte Kreise dabei. Im kommenden Jahr, spätestens 2015 soll ein verbindlicher Zeitplan vorgestellt werden; zu Erwarten ist, dass allle UKW-Sender am gleichen Datum (oder ums gleiche Datum) abgeschaltet werden, es sollen also wohl nicht gewisse Gruppen von Sendern vor anderen abgeschaltet werden. Genaueres dazu hören wir also wohl nächstes Jahr.

Ich bin mir aber auch sicher, dass jedes europäische Land - sofern sie dies überhaupt wollen - mit einem eigenen Zeitplan aus UKW-Radio aussteigen wird; ich kann mir kaum vorstellen, dass Deutschland vor 2040 UKW abschalten wird. Italien könnte noch "ewig" auf UKW bleiben, jedenfalls so lange, dass kaum jemand von uns eine UKW-Abschaltung der italienischen Sender noch erleben wird.

von dxbruelhart - am 24.08.2013 19:17
Hallo!

Ich bin gerade über diesen Thread "gestolpert" - habe ihn im August wohl übersehen.

So richtig verstehen kann ich es nicht, warum sich Radio1 von DAB+ auf Kanal 7A verabschieden will, denn auch ich höre am Samstagabend nach 22 Uhr immer mal wieder rein, wenn ich von Basel kommend in Richtung ZH fahre.

In der letzten Zeit habe ich das nicht gemacht, weil mir die Verkehrsinformationen von SRF1 während der Urlaubssaison einfach wichtiger waren. Außerdem ist die Sendung "Jukebox" auf SRF1 auch nicht schlecht. Da kann man wenigstens "miträtseln". ;)

Aber noch vor wenigen Monaten lief zu dieser Zeit (bis 23 Uhr) auf Radio1 eigentlich immer eine moderierte Sendung mit richtig guter, selten bzw. nie gehörter Musik aus dem Funk&Soul - Bereich. Und auch neue Titel waren vertreten. Richtig gute "Handpicks"!

Hey - ich habe doch Gründe, warum ich Radio1 gehört habe, anstatt mir den "Wunsch-Kopfhörer" von SWR1 zu geben!

Vor ein paar Monaten wollte ich sogar den Moderator anschreiben, weil er einen total "abgefahrenen" Titel gespielt hat, den ich gerne für das Musikquiz "drüben" im anderen Forum verwenden wollte... Wo ist diese Sendung hin? Sommerpause? Laut Website läuft Samstags ab 22 Uhr nur der Computer.

Na das höre ich mir morgen mal genauer an...

von Zwerg#8 - am 06.09.2013 13:51
Könnte es auch sein, dass Schawinsky damit Druck erzeugen möchte, dass er eine schweizweite Verbreitung bekommt statt nur eine regionale?

von Peter Schwarz - am 08.09.2013 13:04
@ Peter Schwarz: Es könnte gut sein, dass Roger Schawinski mit der Rückzugsdrohung Druck gegen die Swissmediacast erzeugen will, um für den (gleichen) Tarif gleich die Verbreitung für die ganze Deutschschweiz (7D bzw. äquivalent) zu bekommen.

von dxbruelhart - am 08.09.2013 14:47
Zieh endlich mal den Finger, Alter...

Zitat

Die Nachricht konnte nicht versendet werden.
Das Postfach des Teilnehmers "dxbruelhart" ist voll.




EDIT: Das gilt eigentlich auch für dich, drahtlos... Dein Typ wird verlangt. Ach - und ich warte auch schon über einen Monat lang auf ein neues und aktuelles "Lebenszeichen" von dir. Die "Urlaubszeit" ist vorbei.

von Zwerg#8 - am 09.09.2013 12:50
@ #zwerg8: Mein Postfach ist wieder aufnahmefähig, 20 Nachrichten Kapazität sind etwas schwach beim Mysnip-Postfach, aber jetzt kann man da drauf wieder was senden; ansonsten per E-Mail gehts immer.

von dxbruelhart - am 10.09.2013 04:02
@Zwerg#8
Ich schaue immer, dass mein Postfach mind. 2 freie Einträge hat. Antwort habe ich per PN gesendet.

von drahtlos - am 10.09.2013 10:00
Zitat
Tatzelwurm
Auf der Radio 1 - Page stehen noch immer diese schönen Worte: "Mittelfristig will Radio 1 die ganze Deutschschweiz per DAB+ mit seinem Programm versorgen. Dies wird möglich sein, sobald das Sendernetz entsprechend ausgebaut ist."

http://www.radio1.ch/de/service/dab.html


Und diese Worte stehen auch heute noch dort. Ganz so heiß wird die "DAB-Rückzugssuppe" in der Chefetage von "Radio1" wohl doch nicht serviert und gegessen. Wenn ich aus DAB ernsthaft austeigen wollte, dann würde ich in einer Eigenpromo meines Senders - Mitte September - den Übertragungsweg DAB nicht zweimal(!) expizit erwähnen, sondern eher "totschweigen".

Die Eigenpromo von heute, kurz vor den 17Uhr-Nachrichten, klingt in meinen Ohren daher etwas anders. Und bei solchen Sachen, wird bei der Produktion normalerweise kein Wort dem Zufall überlassen. Diese Promo wurde mit Sicherheit auch von "ganz oben" abgenickt...

Wie immer gilt: Textdatei erst (mit "Ziel speichern unter" ) downloaden, dann Dateiendung ".txt" entfernen:

[attachment 2126 20130915_1700__Radio1-ZH_Eigenpromo.mp3.txt]

von Zwerg#8 - am 15.09.2013 19:14
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